„Die Sensation hat einen Durchmesser von 19 Millimetern und wiegt 1,51 Gramm“, schreibt der Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadt Aachen. Die Sensation ist aus Silber und zeigt das angeblich einzige authentische, zeitgenössische Porträt Karls des Großen.
Wer es glaubt: So genau soll Karl der Große ausgesehen haben. Eine kürzlich entdeckte Münze zeigt sein Konterfei. Karl trug offenbar seine Haare zu Stacheln hochgegelt.
Es gebe weltweit keine 50 erhaltenen Exemplare dieser Silbermünze, wird mitgeteilt. Es handele sich um eine spezielle Prägung des Karls-Denars. Einer davon ist jetzt in einer Aachener Privatsammlung neu entdeckt worden und im Centre Charlemagne in Aachen am Kataschhof ausgestellt. Eine weitere Besonderheit: Die Forschung weist das Stück einer „Münzstätte Aachen“ zu.
Entstanden ist der Karlsdenar vermutlich in der Zeit nach der Krönung Ludwigs des Frommen zum Mitkaiser im September 813 bis zum Tode Karls des Großen im Januar 814. Der kurze Zeitraum erklärt, warum nur so wenige dieser Exemplare erhalten sind. Die vermutlich ebenfalls im September 813 startende Serie von Porträt-Denaren Ludwigs des Frommen „ist in weitaus mehr Exemplaren belegt“.
Der Aachener Karls-Denar zeigt auf der Vorderseite neben der Kaisertitulatur ein Brustbild Karls in antikischem Gewand. Rückseitig (s. unten) ist eine Tempeldarstellung mit Kreuz und der Devise „Christiana religio“ zu sehen.
„Die Zeitenwende“ (Olaf Scholz) ist da, das heißt seit knapp vier Wochen müssen wir über Krieg nachdenken. Besonders über die Frage, wie er wieder beendet werden könnte oder zumindest, wie eine weitere Eskalation verhindert werden könnte.
Beurteilt man die Lage nach den Informationen, die uns erreichen, dann hat die Ukraine den Info-Krieg schon gewonnen. Die Ukraine zeigt Helden, sie zeigt Opfer, sie ist in Social Media (Twitter, TikTok, Instagram usw.) präsent und es hagelt Likes. Die ukrainische Regierung weckt Sympathie für die ukrainische Sache und zementiert das Bild des Landes als „tapferer Underdog“.
Die Russen versagen in dieser Hinsicht total. Niemand mag – weil sie ihre Positionen nie in tollen Videos erklären – die Russen.
Von der Cyber-Kriegsführung der Russen hatte man sich auch mehr erwartet. Ein paar Windräder wurden kurze Zeit unkontrollierbar, bei ein paar Stadtverwaltungen ging elektronisch fast gar nichts mehr, usw. Viel haben wir da noch nicht gesehen. Ich rechne aber fest damit, dass wir noch mehr „Ausfälle“ erleben werden.
Es sieht außerdem so aus, als kämen die Russen militärisch – also was Panzer, Soldaten und die Luftstreitmacht angeht – nicht richtig voran. Wir sehen Panzer, die von ukrainischen Traktoren abgeschleppt werden, riesige Geräte, die seltsam hilflos in sehr ländlichen Gegenden oder auf Landstraßen abgestellt wurden. Das hatte man sich alles anders vorstellt, Kyjiw (aka Kiew) ist immer noch nicht erobert.
Das ist für jemand, die/der mit der Vorstellung groß geworden ist, die Russen könnten in 2 Minuten auf dem Kurfürstendamm sein und uns ansonsten alle in Windeseile platt machen, sehr verwunderlich. Vielleicht haben die Russen gar nicht das Kriegsmaterial (Raketen, Panzer usw.), das wir immer bei ihnen vermutet haben.
Oder sie haben es bisher bewußt zurückgehalten und holen es im Laufe des Krieges noch hervor.
In Aachen in der Lothringer Straße. Spricht man darüber, wie die Ukraine und Russland den Krieg dem Ausland, (also z. B. uns in Deutschland) vermitteln, dann hat die Ukraine gewonnen. Alle Herzen schlagen für die Ukraine. Doch man sollte nicht vergessen, dass wir uns bei der Beurteilung der Lage gänzlich und zu 100 Prozent in einer Ukraine-Bubble befinden. Eine einigermaßen objektive Sicht auf die Dinge ist unmöglich.
Die Frage, wie es zu einem Waffenstillstand kommen könnte, beschäftigt zur Zeit vermutlich Heerscharen von Menschen in Ministerien und Institutionen. Verlängert man den Krieg, indem der Westen jetzt enorme Mengen an Waffen in die Ukraine liefert? Mit Sicherheit verlängert man dadurch den Krieg, aber man schwächt – wenn man keine Waffen liefert – die Position der Ukraine bei Verhandlungen. Was Letzteres offenbar niemand will.
Werden die Russen nukleare Waffen einsetzen, und sind diese dann in einem besseren Zustand als die Panzer? Man muss davon ausgehen, dass Putin – wie AachenNews bereits geschrieben hat – Nuklearwaffen einsetzen wird, wenn sich der Krieg nicht zu seinen Gunsten entwickelt. Vielleicht explodiert eine taktische Nuklearwaffe über dem Schwarzen Meer. Möglich wäre das.
Nebenbei: Warum will Putin eigentlich so unbedingt das schöne Odessa am Schwarzen Meer zerstören? Warum gerade Odessa vom Meer aus angreifen? Das war doch schon immer eine russische Stadt. Völlig rätselhaft.
Da Putin keine Hemmungen hat, den Krieg nuklear eskalieren zu lassen, ist die NATO, die alles tut bzw. unterlässt, damit der Krieg eben nicht nuklear eskaliert, im Nachteil, Putin im Vorteil. Die Hoffnungen ruhen insofern einzig und allein auf den Gesprächen, die es zwischen Ukrainern und Russen geben soll.
Allerdings ist zu bedenken: Je mehr Bilder von Kriegsverbrechen wir serviert bekommen, desto mehr werden die Menschen im Westen fordern, es müsse irgendetwas gemacht werden, z. B. eine Flugverbotszone eingerichtet werden. In den USA drängen darauf bisher nur die Republikaner. Wenn sie sich durchsetzen, wäre das für Europa verhängnisvoll. Für Amerika nicht.
Blau und gelb, die Farben der Ukraine, sind in den Fenstern der Gebäude und Läden in der Aachener Innenstadt zu sehen. Man hat den Eindruck, jeder und jede wünscht sich einen Sieg der Ukraine herbei.Das Schaufenster von Schreibwaren Weyers-Kaatzer in der Kleinmarschierstraße.Flagge mit Friedenstaube und vielen Kinderbildern. Das Stadttheater äußert sich mit einem Zitat von Henry Miller zur Lage: „Jeder Krieg ist eine Niederlage des menschlichen Geistes.“Da werden einmal viele Historiker viel Zeit mit verbringen – mit der Analyse und Aufzählung, wer alles versagt hat, dass es zu diesem neuen, grauenhaften Krieg gekommen ist.
Ein Krieg erschüttert Europa, der Krieg in der Ukraine! Da fragt man sich, was ist überhaupt sonst noch wichtig angesichts von Zivilisten, inclusive Kindern und Kranken, auf die brutal geschossen wird, angesichts von Flüchtlingselend und Städten, auf die Bomben fallen? Was bedeutet in dem Zusammenhang in Aachen zum Beispiel eine Straße, die erneuert wird, scheinbar nicht fertig wird und uns nervt? Oder ein verrotteter Spielplatz?
Nicht viel, eigentlich. Es ist alles nicht mehr so schrecklich wichtig. Denn man hört – von Beginn des Krieges an – nicht auf zu überlegen: Was könnte den mörderischen Krieg beenden? Was muss passieren, damit alles wieder so wird wie zuvor?
Die Russen haben Zeit, sie brauchen sich mit der Zerstörung der Ukraine nicht zu beeilen. Sie werden sowieso – langsam aber sicher – alles kurz und klein schlagen. Da können die Ukrainer noch so tapfer kämpfen. Gegen die russischen Überschall-Raketen (Hyperschallraketen) gibt es nirgendwo auf der Welt ein Gegenmittel. Die Ukraine wird in Schutt und Asche gelegt. Putin wird sogar – wenn alles doch nach einem Sieg der Ukrainer aussehen SOLLTE – zwei oder drei kleinere Atombomben (taktische Nuklearwaffen) abwerfen. Auf ukrainisches Gebiet, in die Nähe von Rumänien und Polen, nehmen wir an.
Die NATO wird nicht unmittelbar eingreifen, denn die Amerikaner möchten keinen 3. Weltkrieg erleben. Nicht, wenn es um Europa geht. So wichtig sind ihnen Europa und die ganze Ukraine nun auch wieder nicht. Im Gegenteil: Ein etwas schwächeres Europa ist für die USA nur von Vorteil. Europa aber wird sicher durch diesen Krieg ärmer werden.
Die Menschen in Russland werden Putin ebenfalls nicht aufhalten, dazu sind sie viel zu schlecht informiert über das, was sich in der Ukraine abspielt. Zurück zur Anfangsfrage: Wie den Krieg beenden?
In der Beverstraße in Aachen: Eine deutlich sichtbare Sympathiebekundung.
Man könnte den Krieg beenden, wenn beide Seiten – jede für sich – den Eindruck haben: Wir haben gewonnen.
Dazu müßte die Ukraine ihre Verfassung ändern und daraus den Satz entfernen, dass es Ziel der Ukraine ist, Mitglied in der NATO zu werden. Ob es überhaupt eine gute Idee war, sich angesichts DIESES Nachbarn gerade dieses Ziel in die Verfassung zu schreiben, muss man wirklich bezweifeln. Klug war das nicht. Schließlich sagt Putin seit 15 Jahren, dass er in der direkten Nachbarschaft zu Russland kein NATO-Mitglied dulden wird.
Nehmen wir an: Die Ukraine gibt offiziell das sowieso unerreichbare Ziel auf, Mitglied der NATO zu werden. Man könnte eine Neutralität anstreben, mit der bis dato z. B. Österreich, Finnland, Schweden gut leben konnten. Zusätzlich müssten ukrainische Gebiete an Russland abgetreten werden (Indische Lösung: Im Osten leben die Putin-Freunde; im Westen die „Nazis“, wie Putin sagt).
Der äußerste Osten der Ukraine muss tatsächlich russisches Gebiet werden. Das wird schwer, aber geteilte Länder sind auch nicht gerade total was Neues auf der Welt. (Und, wie man weiß, muss diese Teilung auch nicht ewig dauern.) Das Sterben hätte ein Ende, die (West-)Ukraine könnte sich frei entwickeln, die Zerstörung wäre zu Ende, und Präsident Selenskyj könnte sich sagen, die Ukraine sei eben nicht ein Teil Russlands geworden, Putin habe sein Ziel nicht erreicht.
Die Alternative ist ein viele Jahre dauernder Krieg, große Zerstörung, endlos viele tausend Tote, an dessen Ende dann ebenfalls Gebiete an Russland abgetreten werden müssen.
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In dem Zusammenhang sind die Ausführungen von Ralf Raths, der Historiker und Direktor des Deutschen Panzermuseums ist, sehr zu empfehlen. Hier klicken und zuhören.
Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die unaufgeregte, sehr sachkundige und ausgewogene historische Vermittlung über YouTube. Der Kanal des Panzermuseums ist mit über 90.000 Abonnenten der mit Abstand größte Kanal deutschsprachiger Museen.
2. Sehr zu empfehlen sind die You-Tube-Videos von Caspian Report, Hier das soweit neueste Video, immer in Englisch und leider immer unterbrochen von Werbung.
Wie kann der Krieg gestoppt werden? Der Westen muss weiter mit Putin verhandeln, sagt Konfliktexpertin Janice Stein. Zugleich brauche die Ukraine noch mehr Waffen.
Leisten hervorragende Arbeit, werden aber durch eine veränderte Gesetzeslage vor große Schwierigkeiten gestellt: Fachkräfte in den integrativen Einrichtungen. Nicht nur ihnen selbst, auch den Kindern und Familien wird plötzlich einiges zugemutet.
Das war eine echte Überraschung: Bevor sich diese Woche Aachens Fach-Politiker*innen im Eurogress mit Fragen, die hiesige Schulen und Kitas betreffen befassen konnten, mussten sie durch ein Spalier von protestierenden Erzieherinnen gehen.
Knapp 60 Aachener Erzieherinnen mit Spezialausbildung („integrative Fachkräfte“) sollen sich entweder einen neuen Arbeitsplatz suchen oder teils empfindliche Einschnitte im Gehalt hinnehmen. Und das, obwohl sie sich nichts haben zuschulden kommen lassen. Kein Wunder, dass die Fachkräfte auf die Barrikaden gehen.
Ein Beispiel: In einer Aachener Kita sind neben anderen sechs Mitarbeiterinnen beschäftigt, deren Arbeit mit Spezialausbildung in genau dieser Kita plötzlich nicht mehr gebraucht wird. Sechs Erzieherinnen sollen sich also anderweitig (in Richtung anderer städtischer Kitas) orientieren . . . und der Kita, die die Sechs verlassen, fehlen auf einen Schlag sechs Erzieherinnen, das wäre dann ein Drittel des Personals. Woher soll da Ersatz kommen?
Möglich ist das alles wegen der Änderung eines Gesetzes (Bundesteilhabegesetz, BTHG), das man sich in Aachen nicht ausgedacht hat. In der Stadtverwaltung ist man – wie es scheint – trotzdem gezwungen, den neuen Vorschriften des BTHG Geltung zu verschaffen.
Die Lage ist verzwickt und verwickelt, so sehr, dass die zuständigen Politiker*innen gleich beschlossen, sich in ihrer nächsten Sitzung im April mit der Sache intensiv zu befassen. Vielleicht können ja dann die allerhärtesten Zumutungen für die Erzieherinnen noch abgewendet werden.
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UPDATE: Um Druck auf die laufende Tarifrunde auszuüben, legten am Freitag, 18. März, zum zweiten Mal in anderthalb Wochen viele Erzieher*innen, Sozialarbeiter*innen und Sonderpägagog*innen in Aachen, in der StädteRegion und Düren die Arbeit nieder und trafen sich zu einem Zug durch Aachens Innenstadt. Auch die Fachkräfte (s.oben) waren mit ihrem Spezialproblem dabei.
Die Gewerkschaften Verdi und Komba hatten zu dem Streik aufgerufen. Die Tarifverhandlungen finden in Potsdam statt (21. und 22. März).
Bei der Kundgebung auf dem Münsterplatz war von den hohen Belastungen der Kolleginnen und Kollegen die Rede. Da müsse sich niemand wundern, dass viele ihren Beruf aufgeben und sich andere Jobs suchen.
Gesucht werden Personen, die sich bei der kommenden Wahl ehrenamtlich engagieren möchten.Gesehen am Kaiserplatz.
Am Sonntag, 15. Mai, ist Landtagswahl. Die Stadt Aachen sucht rund 2.000 Wahlhelfer*innen für die 162 eingerichteten Urnen- und 71 Briefwahlbezirke.
Alle wahlberechtigten Bürger*innen können vom Grundsatz her auch Wahlhelfer*in werden und sich so ehrenamtlich engagieren. Für dieses Engagement gibt es je nach Funktion im Wahlvorstand zwischen 40 und 50 Euro als so genanntes „Erfrischungsgeld“. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Der Bereich Wahlen bietet auch Schulungen an, in denen Abläufe des Wahltages erklärt und Fragen beantwortet werden. Und: Auch Wünsche zum Einsatzort können in der Regel berücksichtigt werden. Gesucht werden auch Helfer*innen, die als „Reserve“ fungieren und einspringen, wenn es am Wahltag kurzfristige Ausfälle gibt.
Bei Fragen hilft man im städtischen Bereich Wahlen, Blücherplatz 43, weiter. Telefonisch unter 0241- 432-1625 sowie unter 0241-432-1603 oder 0241-432-1605 bzw. per Mail unter wahlhilfe@mail.aachen.de .
Zur Wahl stehen im Mai folgende Personen: Jan van Hurk und Renate Wallraff (SPD), Holger Brantin und Annika Frohn (CDU), Astrid Vogelheim und Henning Nießen (Grüne), Claudia Cormann und Philip Cierniak (FDP). Bei der Partei Die Linke können Sunaja Baltic und Igor Grozden gewählt werden. Sie alle wollen für Wahlkreis I bzw. Wahlkreis II in den Landtag in Düsseldorf.
Mit Spannung wird erwartet, ob die Grünen in Aachen wieder ein so überragend gutes Ergebnis erzielen werden, wie zuletzt bei der Bundestagswahl im Oktober 2021.
Sie bringen die Fahrzeuge an die polnisch-ukrainische Grenze: Freiwillige Feuerwehrmänner und Berufsfeuerwehrleute aus Aachen. Fotos: Stadt Aachen/Björn Gürtler
Heute (Freitag, 18. März) ist ein Hilfskonvoi der Feuerwehr Aachen in Richtung der polnisch-ukrainischen Grenze aufgebrochen. Er transportiert vier gebrauchte Spendenfahrzeuge – zwei Löschfahrzeuge und zwei Krankentransportwagen – mit kompletter Beladung. Das teilte die Pressestelle der Stadt Aachen mit.
Die Fahrzeuge „entsprechen zwar nicht mehr dem in Deutschland erforderlichen Stand der Technik und wurden daher für den Einsatzdienst in Aachen ausgemustert“, heißt es in der Mitteilung. Sie seien aber immer noch voll funktionsfähig und erfüllten im Kriegsgebiet Ukraine einen sinnvollen Zweck.
Der Teamleiter Technik bei der Feuerwehr Aachen meinte, es kostet einiges an Bürokratie, um die Fahrzeuge zu überführen und zu verschenken. Aber: In den letzten Tagen seien alle Fahrzeuge und das Material auf Herz und Nieren geprüft, repariert, gesäubert und ausgetauscht worden. Für die Gruppe, die sich aus Berufsfeuerwehrleuten und Feuerwehrleuten der Freiwilligen Feuerwehr zusammensetzt, waren viele der Arbeitsstunden Freizeit.
Ziel des Konvois ist die Stadt Nisko, im östlichen Polen, genauer eine Feuerwehrschule, an der die Übergabe der Fahrzeuge an ukrainische Kräfte stattfindet. Dort treffe man sich mit einigen polnischen und ukrainischen Kollegen, und es werde eine kurze Einweisung für die Fahrzeuge geben.
Es fahren insgesamt acht Fahrzeuge mit, wobei drei Fahrzeuge für die Rückreise der Feuerwehrleute vorgesehen sind. Weiterhin begleitet der Werkstattwagen der Kfz-Werkstatt der Berufsfeuerwehr den Tross, der ebenfalls mit zurückkehrt. Im weiteren Verlauf trifft der Aachener Konvoi nahe Kassel, in Thüringen und bei Dresden auf weitere Spendenkonvois mit Feuerwehrfahrzeugen. Am Ende werden rund 16 gebrauchte Feuerwehrfahrzeuge an die polnische Grenze geliefert. Normalerweise würden diese Fahrzeuge über eine Börse für gebrauchte Fahrzeuge versteigert.
Die Strecke bis zum Zielort ist rund 1.500 Kilometer lang. Die Rückkehr in Aachen wird am Sonntag erwartet.
Die Turnhalle Königstraße wurde aktuell für die Unterbringung geflüchteter Menschen aus der Ukraine eingerichtet. Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann
Der Strom der aus der Ukraine geflüchteten Menschen reißt nicht ab. Seit Kriegsbeginn vor über zwei Wochen haben sich bereits 1.288 geflüchtete Menschen, vor allem Frauen und Kinder, bei der Stadt Aachen gemeldet. In städtischen Noteinrichtungen, in Hotels sowie den Turnhallen Reumontstraße und Peliserkerstraße sind inzwischen weit über 700 Menschen untergebracht. Aktuell werden die Turnhallen Vetschauer Weg und Königsstraße belegt und gleichzeitig die Turnhallen Bergstraße und Haarbachtalstraße auf die Ankunft von Geflüchteten vorbereitet.
Die Situation sei tatsächlich sehr angespannt, sagte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. „Es ist momentan schwierig, eine genaue Zahl der in Aachen anwesenden Flüchtlingen zu ermitteln. Viele ukrainischen Flüchtlingen sind über private Wege hierher gekommen und haben noch keinen Leistungsanspruch gestellt.“
Die Pressestelle der Stadt teilte mit, nach den Erfahrungen der Flüchtlingswelle 2015 und vorsichtigen Schätzungen „werden für die kommenden Wochen und Monate Unterbringungsmöglichkeiten für insgesamt 5.000 Menschen gesucht“.
Der für die Organisation rund um die Hilfeleistungen für Geflüchtete eingerichtete Krisenstab unter Leitung der Oberbürgermeisterin tagt inzwischen täglich – vor allem um Unterkünfte für die Flüchtlinge zu akquirieren. Immobilien zum Beispiel, die schnell verfügbar sind und eine hohe Belegbarkeit haben. Gleiches gilt für Lagerkapazitäten. Aber auch Flächen für ein Ankunftszentrum mit rund 500 Plätzen zur Erstaufnahme und kurzfristigen Entlastung sind in der Überlegung.
Zurzeit prüft eine breit aufgestellte TaskForce entsprechende Gebäude und Flächen im Stadtgebiet. Nach wie vor bittet Sibylle Keupen inständig alle Eigentümer*innen in der Stadt, freien Wohnraum zu melden. Jede Wohnung zähle. Um Mütter und Kinder vom Alltag in den Turnhallen zu entlasten, zu unterstützen und betreuen, bietet das Helene-Weber-Haus ab sofort in allen Turnhallen Mutter-Kind-Gruppen an.
Vom ersten Tag der Flüchtlingswelle an stehe die Verwaltung in engem Austausch mit der ukrainischen Community in Aachen, mit privaten und bürgerschaftlichen Initiativen, mit Studierenden, Hochschulangehörigen und Bürger*innen, die sich engagieren, so wurde weiter mitgeteilt. Die Hilfsbereitschaft der Aachenerinnen und Aachener sei riesig – um sie zu bündeln und zentrieren soll kurzfristig eine zentrale Anlaufstelle (das Depot in der Talstraße) für ehrenamtliches Engagement eingerichtet werden.
Das ist wichtig:
Die kommunalen Integrationsmanager*innen der Stadt Aachen stehen jeder geflüchteten Person zur Seite, aber auch denjenigen, die als private Gastgeber*innen Geflüchtete aufnehmen. Zu erreichen sind die kommunalen Integrationsmanager*innen per Telefon unter 432-56640 oder per Mail an integration_kim@mail.aachen.de
Wer in dieser Krise helfen möchte, kann sich auf der Seite aachen.de/aachenhilft informieren. Auf dieser Seite finden sich unter anderem Antworten auf die häufigsten Fragen von Hilfswilligen oder Helfenden, Spendenmöglichkeiten und mehr.
Eigentümer*innen, die Wohnraum zur Verfügung stellen möchten, können die Stadt per Mail an helfen@mail.aachen.de erreichen.
Es ist Putins Krieg, nicht der Krieg der Russinnen und Russen. Das wird in Aachen (Bismarckstraße) bisweilen sehr deutlich zum Ausdruck gebracht.
Das Aachener Stadtarchiv zeigt aus seinen Magazinen regelmäßig interessante Stücke als Archivale des Monats. Das Stück mit einem kurzen Begleittext wird in einem Schaukasten im Foyer des Stadtarchivs am Reichsweg sowie digital auf der Homepage des Archivs präsentiert.
Das Archivale des Monats März 2022 zeigt ein handschriftliches Konzept des städtischen Gesundheitsfürsorgeamts aus dem Frühsommer 1927 als Antwort zu Ermittlungen bezüglich der unehelichen Kinder unter sechs Jahren, deren Väter Angehörige der Besatzung waren.
Nach dem Krieg und noch während der Besatzungszeit machte sich die Aachener Behörde auf die Suche nach unehelichen Kindern. Quelle: Stadtarchiv Aachen, PRZ 30-440, fol. 44 verso
Mit der Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg begann für Aachen die Besatzungszeit. Am 28. November 1918 waren die ersten belgischen Offiziere in Aachen eingetroffen, in der Folge wurde Aachen zu einem wichtigen Standort der alliierten Besatzungstruppen bis zu ihrem Abzug am 30. November 1929.
In der Stadt waren dauerhaft belgische Soldaten stationiert, es gab aber keine kolonialen Besatzungstruppen, die aus afrikanischen Soldaten aufgestellt worden waren wie zum Beispiel in Stolberg und Eschweiler. In Aachen wurden die belgischen Soldaten in diesen Jahren zu einem Teil der Stadtgesellschaft, sie waren im Stadtbild sichtbar, benutzten verschiedene Gebäude in der Stadt, kontrollierten bestimmte Teile des öffentlichen Lebens und der Verwaltung.
Unterstützung durch die städtische Fürsorge
Aber es entstanden auch Beziehungen und Liebschaften, Aachener Frauen wurden schwanger und brachten – oft uneheliche – Kinder zur Welt. Die von den Besatzungssoldaten gezeugten Kinder benötigten, vor allem wenn ihre Mütter alleinstehende Frauen waren, oft Unterstützung durch die städtische Fürsorge. Diese Kosten aber wollten die Verwaltungen der besetzten Gebiete, die sich im Verband der Stadt- und Landkreise der besetzten Gebiete zusammengeschlossen hatten, bei den Besatzungsbehörden geltend machen. Hierzu mussten belastbare Statistiken vorgelegt werden.
Ende Mai 1927 fragte der in Mainz sitzende Verband bei den betroffenen Gemeinden und Kreisen ab, „wie viele uneheliche Kinder unter 6 Jahren überhaupt“ und „wie viele uneheliche Kinder unter 6 Jahren, deren Väter Angehörige der Besatzung sind oder sein sollen, hier in Aachen noch beaufsichtigt werden.“ Das Gesundheitsfürsorgeamt antwortete vier Wochen später in dem Schreiben, dessen handschriftliches Konzept als Archivale des Monats präsentiert wird, wie folgt: „[…] die Ermittlungen bezüglich der unehelichen Kinder unter 6 Jahren [sind] nunmehr abgeschlossen. Es ergeben sich folgende Zahlen: a) 731 uneheliche Kinder unter 6 Jahren werden zurzeit hier [beim Gesundheitsfürsorgeamt] noch beaufsichtigt; b) von diesen sind 38 uneheliche Kinder unter 6 Jahren, deren Väter Angehörige der Besatzung sind oder sein sollen.“
Nicht aufgezählt sind hier die Kinder, die nicht durch die städtische Fürsorge unterstützt wurden.
Französische Kolonialtruppen mit afrikanischen Soldaten
Während in Aachen unter belgischer Besatzung stand, waren in vielen besetzten deutschen Regionen französischen Besatzungstruppen vorherrschend. Zeitweise bestand rund die Hälfte der französischen Besatzungstruppe in Deutschland aus Einheiten der französischen Kolonialtruppen mit afrikanischen Soldaten. Der Einsatz dieser Besatzungstruppen durch Frankreich wurde in einer von Deutschland ausgehenden, internationalen rassistischen Kampagne politisiert und propagandistisch aufgeladen – das Schlagwort der „Schwarzen Schmach“ bestimmte über mehrere Jahre die öffentlichen Debatten.
Aus den Beziehungen der afrikanischen Soldaten mit deutschen Frauen gingen Kinder mit schwarzer Hautfarbe hervor; diese Kinder, die unter der ausgrenzenden Bezeichnung „Rheinlandbastarde“ zum politischen Thema gemacht wurden, lebten unter erschwerten Bedingungen: Sie waren rassistischen Anfeindungen ausgesetzt, wurden benachteiligt und ein Teil von ihnen wurde in der Zeit des Nationalsozialismus ohne gesetzliche Grundlage zwangsweise unfruchtbar gemacht. Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchten Betroffene, Wiedergutmachungen zu erreichen. Leider oftmals erfolglos.
Vortrag von Stadtarchiv Aachen und NRWeltoffen
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus findet ein vom Stadtarchiv Aachen und NRWeltoffen ausgerichteter Vortrag zu diesem Thema statt. Der Leiter des Stadtarchivs Mönchengladbach, Dr. Helge Kleifeld, referiert am Donnerstag, 17. März, um 19 Uhr im Foyer der Nadelfabrik am Reichsweg 30 zum Thema: „Gescheiterte Wiedergutmachung am Beispiel eines ‚Rheinlandbastards‘ aus Mönchengladbach“.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Anmeldungen zu diesem Vortrag sind telefonisch unter der Nummer 0241 432 4972 oder per Mail unter stadtarchiv@mail.aachen.de möglich.
Im Rahmen des von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen geförderten Klimaschutzprojekts „AachenMooVe!“ sollen die Bedingungen für den Radverkehr auf der Krefelder Straße im Abschnitt zwischen dem Soerser Weg und der Kreuzung Bastei verbessert werden. Im Abschnitt Soerser Weg bis Kardinalstraße – so teilt die Stadtverwaltung mit – soll ein zwei Meter breiter, rot eingefärbter Schutzstreifen angelegt werden.
Zwischen Kardinalstraße und der Kreuzung Bastei ist ein 2,30 Meter breiter geschützter Radfahrstreifen geplant, der ebenfalls rot eingefärbt wird.
Interessierte können die Planunterlagen und eine vertonte Präsentation mit Erläuterungen zur Planung und zu den Hintergründen im Internet abrufen: www.aachen.de/krefelderstrasse.
Überdies sind die Planunterlagen im Foyer des Verwaltungsgebäudes „Am Marschiertor“, Lagerhausstraße 20, ausgestellt. Das Verwaltungsgebäude ist montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr geöffnet. Ein 3G-Nachweis ist erforderlich.
Wer Hinweise, Anregungen und Bemerkungen zum Thema einbringen möchte, kann dies bis zum 23. März im Foyer des Verwaltungsgebäudes schriftlich tun, wo ein Briefkasten hängt, oder eine Mail an folgende Adresse verschicken: krefelderstrasse@mail.aachen.de.
Aachen möchte dem Radverkehr mehr Platz einräumen. Auch und gerade auf der Krefelder Straße. Foto: AachenNews Archiv
Punktlandung: Durch das enge Zusammenwirken aller Beteiligten wurde das neue Gebäude pünktlich zum 1. Mai fertig – trotz Verzögerungen in der Bauzeit. Zur Eröffnung gab es einen beherzten Sprung ins kühle Nass mit Dr. Sebastian Breuer, Vorsitzender des Sportausschusses und Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons (v.l.).
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Jugendumfrage
Wie möchten sich junge Aachenerinnen und Aachener bei Themen einbringen, die ihnen wichtig sind? Antworten darauf soll die Umfrage „Mitreden in Aachen“ liefern. Interessierte können noch bis zum 15. Mai online unter www.aachen.de/jugendumfrage teilnehmen. Alle 11- bis 19-Jährigen haben in den letzten Tagen bereits eine Einladung zur Jugendumfrage per Post erhalten. Darüber hinaus sind auch junge Erwachsene über 19 Jahren herzlich eingeladen, sich zu beteiligen.
Mit nassen Füßen
Für Familien mit Kindern von ca. 7 – 13 Jahren gibt es Samstag, 2. Mai, von 14 bis 17 Uhr, Erkundung am & im Wildbach. Zu sehen sind: Weitgehend naturbelassene Landschaft, Zeugen der industriellen Vergangenheit mit Mühlen und Tuchindustrie, ein Bach in dem viel Leben steckt. Bitte mitbringen: Wasserfeste Schuhe, Handtuch, Wechselkleidung, Picknick. Start: Parkplatz Tuchwerk, Strüverweg 116. Anmeldung bis 30. April: h.heers@gmx.de oder 0172 7733 237, Kostenbeitrag: Kinder 5,-€ (eine Begleitperson frei), Erwachsene 9,- €
Seit Januar 2025 werden unter der Erde Leitungen und Kanäle erneuert. Dabei kamen überraschende archäologische Funde ans Licht: Gräber, Mauerreste und Alltagsgegenstände. Die archäologischen Arbeiten werden ab dem 29. April inklusive einiger Originalfunde im Rahmen einer Ausstellung in der Planbar, Theaterplatz 7, beleuchtet. Öffnungszeiten: dienstags bis samstags 15 bis 18 Uhr.
Zu Unrecht inhaftiert
IG Metall und Amnesty International stellen zum 1. Mai Soli-Postkarten für inhaftierte Gewerkschafter*innen zur Verfügung. In diesem Jahr richtet sich der Protest gegen die Inhaftierung von Volha Brytsikava (ehemalige Vorsitzende der unabhängigen Gewerkschaft in der Ölraffinerie Naftan; Belarus) und Lee Cheuk-yan (ehem. Generalsekretär des unabhängigen Gewerkschaftsbundes von Hongkong), die seit Jahren inhaftiert sind.
Die Postkarten liegen auf einem Infotisch in der Citykirche, Großkölnstraße, aus und können dort unterschrieben und in den gelben Amnesty-Briefkasten eingeworfen werden.
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Über4 Jahre, in denen es 300 Millionen Europäern nicht gelungen ist, den barbarischen Anführer von 150 Millionen Russen zu stoppen. „Nie mehr Krieg“, das bedeutet, dass man in der Lage ist, sich zu wehren, so dass kriegslüsterne, niederträchtige Diktatoren und Massenmörder erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Krieg zu beginnen.
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In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält künftig regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Im April steuert das Wertstoffmobil wieder die genannten Supermarkt-Parkplätze an. Hier Infos zu Terminen und Wertstoffen,Quelle: Presseamt
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org
Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.
Wer das Fahrrad meidet, noch immer im Auto unterwegs ist, für den/die ist vielleicht diese Seite interessant. Dort wird Geblitzten geholfen, Bußgelder und Flensburg-Punkte anzufechten. In Aachen fordern 5 feste Blitzen zum Langsam-fahren auf. Eher mäßig: Unter 50 deutschen Städten landet Aachen nur auf Platz 40, wenn man die Verteilung der Blitzgeräte auf die Straßenfläche nimmt. Feste Blitzen sind außer Ecke Lothringerstraße/Wilhelmstraße:
Krefelder Straße (B57): Ecke Monheimsallee (stadtauswärts, Ampelblitzer).