Ein Warenhaus, dessen Verschwinden noch heute bedauert wird

Ein neues Buch mit Material aus dem Aachener Stadtarchiv informiert umfassend über das Aachener Warenhaus Tietz. Hauptsächlich geht es um Bau- und Architekturgeschichte. Ein Text über Warenhäuser als „umkämpfte Orte der Moderne“ ist zusätzlich sehr interessant.

In Aachen am Markt stand einst ein Kaufhaus, das gehörte zu den „Einkaufspalästen“, mit denen die Pioniere der Warenhausunternehmen nicht nur das Bild der Innenstädte veränderten, sondern zugleich neue Formen des Einkaufens, eine neue  Alltagskultur und eine neue Form des Einzelhandels etablierten. 

Auch heute stecken wir mitten drin in einer Umwandlung. Auch für uns ändern sich gerade die gewohnten Formen des Einkaufens. Wir gehen nicht mehr zu den Läden und Warenhäusern hin, wir bestellen via Internet und lassen uns die Ware bringen. Das ändert – wie damals – unseren Alltag und auch das Bild der Innenstädte. Der Einzelhandel leidet und jammert, denn er muss sich wieder umstellen.

Einen völlig neu aufgestellten Handel – das haben wir bereits einmal erlebt. 

Um die Jahrhundertwende, als in vielen größeren Städten Warenhäuser – wie in Aachen das von Leonhard Tietz – eröffnet wurden, da waren die Menschen an kleine Läden/Einzelhandelsgeschäfte gewöhnt, wo es keine festen Preise gab, wo mit dem Betreten des Ladens eine Art Kaufpflicht verbunden war, wo es nur eine Sorte von Waren gab und keine wirklich große Auswahl. 

Die neuen Warenhäuser waren ganz anders, sie nutzten das elektrische Licht ganz offensiv, die Verkaufsräume und riesigen Schaufenster waren wie Bühnen dekoriert, es gab in Aachen innen drei Lichthöfe mit umlaufenden Galerien, es gab Waren aus dem Ausland. Frauen konnten dort plötzlich autonom agieren. Auch spielten Standesunterschiede im Warenhaus keine große Rolle mehr.

Wir können uns heute kaum vorstellen, wie anders das Einkaufen plötzlich wurde. 

Einzelhändler sahen damals ihre ökonomische Existenz bedroht, sie prangerten mangelhafte Qualität der Waren an und unlauteren Wettbewerb. Eine neue, rechtsradikale Partei wetterte gegen die „undeutsche“ Art des Handels. Verschwörungs-Erzählungen machten die Runde. Die Warenhäuser waren bei den Kundinnen extrem bliebt. Sie gerieten prompt ins Fadenkreuz antimoderner und antiliberaler Gruppen. Es gab einen Boykott-Aufruf und antisemitische Tendenzen, denn viele Warenhäuser waren im Besitz von Unternehmern, die jüdischen Glaubens waren. 

Schon 1933 wurde der Tietz-Konzern „arisiert“ und in Kaufhof umbenannt. 1965 wurde das Warenhaus am Markt abgerissen. Das wird alles in einem sehr lesenswerten neuen Buch berichtet, das dieser Tage in Aachen erschienen ist. „Das Warenhaus Tietz in Aachen – Ein Bauwerk im Spannungsfeld von Zeitgeschichte und Architektur 1892 – 1965“. 

Der Schwerpunkt des Buches liegt auf der Bau- und Architekturgeschichte. Es gibt viele interessante Bilder, über die ich mich mit einer Lupe gebeugt habe um vielleicht ein Mädchen zu erkennen (meine Oma), das dort eine Ausbildung machte. Das war damals der Gipfel der Modernität, mit einer Ausbildung – es gab erstmals Veranstaltungen zur Bildung und Weiterbildung – bei „Tietze Lejjend“ stand einer jungen Frau die Welt offen, das Selbstbewusstsein, das ihr dort vermittelt wurde, reichte für ein ganzes langes Leben. 

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Das Buch beruht auf neuen wissenschaftlichen Forschungen und der Erschließung bislang unzugänglicher Archivquellen im Rahmen eines Kooperationsprojektes des Stadtarchivs Aachen mit der TH Köln. Aber es flossen zugleich Hinweise, Erinnerungen, Fotos und Unterlagen zahlreicher Bürgerinnen und Bürger ein, die sich im Frühjahr 2020 nach einem öffentlichen Aufruf beim Stadtarchiv gemeldet hatten. 

Der Band erscheint im Schuber mit Beilagen: zwei Bauplänen, einer Entwurfszeichnung, einer Zeitungsanzeige im Großformat (A 2) und einer Fotografie als Großpostkarte. Die neue Veröffentlichung ist der 5. Band der Schriftenreihe „Aus den Quellen des Stadtarchivs Aachen“. Das Ziel der 2018 begonnen Reihe ist es, die vielfältigen Quellenbestände aus dem Stadtarchiv Aachen, die vom Jahr 1018 bis heute reichen, vorzustellen.

Zum Buch: Daniel Lohmann, Thomas Müller, René Rohrkamp, Maike Scholz (Hrsg.), Das Warenhaus Tietz in Aachen – Ein Bauwerk im Spannungsfeld von Zeitgeschichte und Architektur 1892-1965, ISBN 978-3-00-069326-7. Preis: 25 Euro, erhältlich im Stadtarchiv Aachen, Reichsweg 30. Dort ist eine Anmeldung per Mail (stadtarchiv@mail.aachen.de) oder unter der Telefonnummer 0241-432 4972 erforderlich. Außerdem gibt es das Buch im Aachener Buchhandel, z. B. in der Buchhandlung Backhaus.

Wie es dazu kam, dass das Warenhaus der Familie Tietz in den 1960er Jahren abgerissen wurde und an gleicher Stelle am Markt dieser Neubau entstand (s. Foto), das wird in dem Buch „Das Warenhaus Tietz in Aachen“ ausführlich dargestellt. Ein in weiten Teilen sehr spannendes Buch.
Statt der eleganten Lichthöfe und umlaufenden Galerien des Warenhauses Titz gibt es nun in Aachen diese Situation am Markt, Karlshof genannt. In der Mitte: sinnlose Kunst, bei der irgendwie von oben Wasser runterläuft.

Infos: Pressemitteilung des Presseamtes der Stadt Aachen

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Sofort anhalten. Wegfahren lohnt sich nicht.

Leute, wenn die Polizei hinter euch her ist: sofort anhalten und das Gespräch suchen. Alles andere lohnt sich nicht, egal wie betrunken oder bekifft ihr gerade seid. Es wird sonst alles nur noch schlimmer, als es sowieso schon ist. Ein Beispiel aus dem heutigen Polizeibericht:

Ein Rollerfahrer (36) ist in der vergangenen Nacht vor einer Polizeikontrolle auf der Jülicher Straße geflüchtet. Der Mann war mit einem geklauten Kennzeichen unterwegs und sollte kurz vor der Hein-Janssen-Straße angehalten werden.

Stattdessen drückte der Mann aufs Gas und überfuhr mehrere Gehwege und eine rote Ampel. In der Liebigstraße verlor er schließlich die Kontrolle über das Fahrzeug und stürzte. Er selbst blieb unverletzt. Der Roller rutschte über die Straße und beschädigte einen geparkten Pkw.

Nach eigenen Angaben hatte der 36-Jährige noch kurz vor der Fahrt Drogen zu sich genommen. Bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten Cannabis und Amphetamin. Nach der Entnahme einer Blutprobe wurde der Mann entlassen. Ihn erwarten nun mehrere Strafverfahren, u.a. wegen Diebstahl, Drogenbesitz, Gefährdung des Straßenverkehrs und Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz.

Foto: Polizei Aachen
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Wenn Eltern versagen: Wer möchte hier helfen?

Der Pflegekinderdienst in der Stadt Aachen – Sozialdienst Katholischer Frauen und Fachbereich Kinder, Jugend und Schule – sucht für Kinder geeignete Pflegepersonen. Drauf weist die Pressstelle der Stadtverwaltung hin.

Aus unterschiedlichen Gründen können die Kinder für einen längeren Zeitraum oder auf Dauer nicht mehr bei ihren Eltern leben. Es werden daher Pflegepersonen gesucht, die über Erfahrung im Umgang mit Kindern verfügen und bereit sind, die Funktionen der Eltern zu ersetzen oder zu ergänzen.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wird am Montag, 17. Januar, allerdings keine Infoveranstaltung im üblichen Rahmen stattfinden. Aber: Wer Interesse an der Tätigkeit hat, kann sich an diesem Tag von 19.30 Uhr bis 21 Uhr unter Telefon 0241 432-45777 beraten lassen.

Dort erläutert der Pflegekinderdienst die Voraussetzungen, die die Pflegepersonen mitbringen müssen, wie sie auf das Pflegeverhältnis vorbereitet werden, was die Kinder an Vorerfahrungen mitbringen und aus welchen Herkunftssituationen sie kommen.

Paare und Einzelpersonen, die im Stadtgebiet Aachen wohnen, sind herzlich dazu eingeladen, sich telefonisch zu melden. Viele Informationen gibt es auch auf www.aachen.de/pflegekinderdienst. Eine zusätzliche Möglichkeit, sich telefonisch beraten zu lassen, besteht jeden Mittwoch von 10 Uhr bis 12 Uhr ebenfalls unter der Telefonnummer 0241 432-45777.

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Schulen brauchen Hilfe bei der Anwendung der digitalen Medien und technischen Geräte

Um mehr von der Digitalisierung im Grundschulunterricht zu erfahren hatte sich der Schulausschuss jüngst eine Grundschullehrerin eingeladen: Franziska Rembarz, kompetente Konrektorin in Vaalserquartier und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Digitalisierung der Grundschulen, berichtete offen und ohne etwas zu beschönigen.

Aachens Schulen werden immer digitaler. Tablets, Accesspoints für WLAN und interaktive Tafeln kommen – insbesondere in der Pandemie – zum Einsatz. Teure Geräte stehen zur Verfügung, doch „oft läuft das System nicht“, bedauert die Pädagogin. Keine von ihnen verfüge über ein Zusatzausbildung in Informatik.

In Aachen sind 3630 iPads angeschafft worden – eigens für Kinder, die zu Hause keinen Laptop, kein Tablet zur Verfügung haben.

An den Grundschulen würden die Aufgaben der IT-Koordinatoren immer umfangreicher, erklärte Franziska Rembarz den Schulpolitiker*innen. Man sei nun mit teurer Hardware ausgestattet, „aber die verstaubt im Schrank“. Wenn nämlich die Gräte plötzlich ausfallen würden, bekommen die Lehrerinnen Fehlermeldungen und die Technik nicht wieder in Gang. Sie könnten hervorragend mit Kindern umgehen, hätten aber längst nicht alle die Fähigkeit, bockige Computer zu warten und sie so ans Laufen zu bringen, wie es sein müsste. 

Für diesen first-level-support steht den Grundschulen ein „IT-Hausmeister“ zur Verfügung. Wenn der auftauche, dann seien die Computer auch bald wieder fit. Allerdings müsse man auf den Helfer manchmal wochenlang warten, weil er so beschäftigt sei. „Der Unterstützungsbedarf in den Grundschulen ist hoch“, erfuhren die Ausschuss-Mitglieder und konnten die Ausführungen über das fehlende technische Know-how gut nachvollziehen. 

Die „Bedienkompetenz“ der Lehrkräfte müsse erhöht werden, forderte die Referentin. Man brauche Beratung, Einweisung und Qualifizierung. Und außerdem, einen zusätzlicher IT-Hausmeister – also einen IT-Experten der Regio IT. „Sachen erklären und Geräte anschließen“, müsse der beispielsweise.

Prognose: Mit Blick auf die kommenden Haushaltsberatungen dürfen sich die Schulen vermutlich Hoffnungen auf zusätzliche Unterstützung machen. Mehr zu dem Thema und zum Verlauf der Sitzung ist hier nachzulesen. Die Lokalzeitung berichtete ebenfalls ausführlich. Bitte lesen.

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Zur allgemeinen Entspannung ein Foto, das im Stadtpark entstand. Ein Gang in die Natur kann sehr heilsam sein, wenn die Probleme mit dem Computer einem mal wieder über den Kopf wachsen.

Hier noch etwas Musik von ZAZ: https://www.youtube.com/watch?v=KDcgOpUp2nc

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Wegen ein paar Euro: Parkautomat gesprengt – und weitere Polizeimeldungen

Unbekannte Täter haben gestern Abend (am Montag, 3. Januar) einen Parkscheinautomat in der Straße im Gillesbachtal in Burtscheid gesprengt und die Geldkassette entwendet.

Mehrere Anwohnerinnen hatten um 23.35 Uhr die Polizei verständigt, nachdem es zu einer lauten Detonation gekommen war. Die Zeuginnen konnten noch zwei Männer beobachten, die nach der Tat in Richtung des Parks flüchteten.

Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief jedoch erfolglos, teilt die Polizei mit. Die Kripo hat Spuren an dem Automaten gesichert und ein Strafverfahren wegen besonders schweren Diebstahls eingeleitet.

Foto: Polizei Aachen

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In Walheim hat es gestern Vormittag (3. Januar) einen schweren Unfall gegeben. Ein Autofahrer erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.

Der Mann war mit seinem Wagen gegen 10 Uhr auf der Walheimer Straße Richtung Monschauer Straße unterwegs, als das Fahrzeug von der Straße abkam und gegen eine Laterne prallte. Der 64-Jährige wurde durch den Zusammenstoß so schwer verletzt, dass er von einem Notarzt reanimiert werden musste. Trotz der Wiederbelebungsversuche starb er kurze Zeit später noch am Unfallort.

Ein internistischer Notfall könnte ursächlich für den Unfall gewesen sein, so vermutet die Polizei. Das Verkehrskommissariat hat die Ermittlungen aufgenommen. (sk)

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Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Wiesenstraße in Burtscheid ist eine 30-jährige Frau am Sonntagabend, 2. Januar, schwer verletzt worden. Beobachter hatten sofort die Rettungsdienste verständigt, nachdem sie gegen 23 Uhr die Flammen in der Wohnung der Frau bemerkt hatten.

Zuvor soll es einen lauten Knall gegeben haben. Mehrere Anwohner mussten von der Feuerwehr evakuiert werden. Weitere Personen wurden jedoch nicht verletzt. Die Feuerwehr hatte den Brand schnell im Griff und konnte eine Ausdehnung verhindern. Die Wohnung der 30-Jährigen brannte jedoch völlig aus.

Die Ursache des Brandes ist derzeit noch unklar. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Brandort soll gemeinsam mit einem Sachverständigen untersucht werden.

Brand in der Wiesenstraße. Durch einen Sprung aus dem Fenster rettete sich eine Frau vor den Flammen, verletzte sich aber schwer. Foto: Polizei Aachen

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Nach einem Wohnungsbrand in Aachen in der Peterstraße 38 am 1. Januar drohte der im Mitleidenschaft gezogen Kamin einzustürzen. Durch die Feuerwehr wurde in Zusammenarbeit mit dem städtischen Bauhof und der Polizei zunächst die Peterstraße zwischen Komphausbadstraße und Kurbrunnenstraße für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt.

Der Dachstuhl ist abgebrannt, das Haus auf der Peterstraße in Aachen ist unbewohnbar.

Derzeit ist nur noch der Bürgersteig gesperrt. Fußgänger*innen können auf dem gegenüber liegenden Gehweg passieren. Der Kamin soll im Laufe der Woche durch eine Spezialfirma abgetragen werden, so teilt die Polizei mit. (Mü.)

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Auf der Stolberger Straße ist in der Nacht zum Donnerstag (30. Dezember) ein Kondomautomat gesprengt worden. Von dem oder den Täter(n) fehlt bislang jede Spur.

Der oder die Unbekannten benutzten kurz nach Mitternacht nach bisherigen Erkenntnissen einen Böller, um den Automaten zu sprengen. Der Automat wurde dabei komplett auseinandergerissen und massiv beschädigt. Als die Polizei vor Ort eintraf, fanden die Beamten nur noch einige am Boden verstreute Verpackungen und 6 Euro.

Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen besonders schweren Diebstahls und Sachbeschädigung. (sk)

Foto: Polizei Aachen
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Ausgelaufenes Hydrauliköl am Pastorplatz

Weil eine Kehrmaschine des Stadtbetriebs Hydrauliköl verloren hat, muss ein Teil der Straßen rund um den Pastorplatz im Frankenberger Viertel gereinigt werden.

Die Stadtverwaltung teilt mit: Nachdem bei der Feuerwehr Aachen am Vormittag entsprechende Hinweise eingingen, seien Einsatzkräfte im Rahmen der Gefahrenabwehr vor Ort gewesen. Wegen der großflächigen Verunreinigung sei seitens des ebenfalls vor Ort anwesenden Entstördienstes des Stadtbetriebs eine Spezialfirma mit der Reinigung beauftragt worden

Die Polizei wurde informiert und die sperrte kurzfristig den betroffenen Bereich rund um den Pastorplatz, darunter Roonstraße, Kongressstraße und einen Teil der Oppenhoffallee. Die Reinigung der Straßen wird voraussichtlich noch bis in den Abend des heutigen Montag (3. Januar) hinein andauern, da in Teilen des betroffenen Bereichs Kopfsteinpflaster verlegt ist, das aufwändig zu reinigen ist.

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Was bleibt, was nicht?

Es ist wieder mal Montag (Tag 3 im dritten Jahr der Gesamtsituation), und man fragt sich: Was ist wichtig, womit muss man sich nicht mehr befassen, welche Themen aus 2021 werden uns eigentlich auch 2022 erhalten bleiben?

Herzlich willkommen zum ersten AachenNews-Montag im Jahr 2022.

In der neuen Impfstelle in den Aachen-Arkaden wird auch 2022 Hochbetrieb herrschen. Die Adresse (Trierer Straße 1) sollten sich alle merken, die eventuell im Laufe des Jahres eine Auffrischungs-Impfung bekommen möchten. Ob für Kinder oder Erwachsene: Es ist jeweils nur ein kleiner Piks, Schmerzen hat man nicht beim Impfen. Höchstens später einen Tag lang, wenn der Impfstoff seine Wirkung entfaltet und der Körper anfängt, eine Abwehr gegen das Virus zu entwickeln. Übrigens: Unter der „Kundschaft“ der Impfstelle sind auffallend viele Niederländer. Anscheinend ist das Impfen in den Niederlanden weniger bequem und komfortabel als bei uns.
Das häßliche Parkaus Büchel existiert nicht mehr – ein Wunder nach so vielen Jahren. Und jetzt? Es gibt jetzt eine große freie Fläche mitten im Herzen der Stadt. Diese Fläche wird man für eine Übergangszeit gestalten müssen. In der Zwischenzeit wird überlegt, wie das Areal endgültig aussehen soll. Grün soll dort die dominierende Farbe sein, Pflanzen und eventuell sogar Bäume sollen dort wachsen.
Wie das Corona-Virus und das Büchel-Problem, so wird es auch weiter Baustellen in Aachen geben. Die untere Jakobstraße wird 2022 schwer betroffen sein, sie wird für viele Monate aufgerissen und damit unbefahrbar. Die Bismarckstraße (Foto) harrt ihrer Vollendung, ein Stückchen Vaalser Straße steht 2022 wieder zur Diskussion, es nimmt kein Ende. Ständig müssen neue Rohre verlegt, Leitungen ausgetauscht werden. Allerdings: Als Fußgängerin und mit dem Fahrrad bin ich noch immer überall durchgekommen. Ob die Vollsperrung der Turmstraße ab Mai (dort muss die Brücke komplett erneuert werden) den Verkehr vollends zusammenbrechen lässt, müssen wir abwarten und dann auch aushalten. Wer kann, sollte in diesen Wochen in Urlaub fahren.

Die Situation der Schulen in Aachen: schwierig wie noch nie

Ein Problemfeld für sich, das sind die Aachener Schulen. Distanzunterricht ja oder nein? Wechselunterricht, mit Masken oder ohne? Fenster öffnen oder Lüfter anschaffen? Auf die Ergebnisse von Schnelltests vertrauen, ja oder nein? Den Eltern beim Unterrichten helfen – bei miserabler technischer Ausrüstung? Kein Sportunterricht, wie sollen Kinder schwimmen lernen?

Da könnte 2022 noch viel Schlimmes auf die Schulen zukommen, so sieht es zumindest aus.

Lehrkräfte, Schüler*innen und Eltern in Aachen sind absolut nicht zufrieden mit der Unterstützung der Stadt bei der Digitalisierung des Unterrichts. Vorigen November wurde offensichtlich, dass zwar etwa 1800 Pädagogen an 56 Aachener Schulen etwa 1800 iPads bekommen haben, aber kaum was damit anfangen können. Denn: Aus Vorsichtsgründen ist mit den Geräten nicht das zu machen, was pädagogisch sinnvoll wäre. Sie seien so „gesichert“, dass man sie kaum benutzen könne. Für Noten- und Zeugnisausarbeitung seien sie außerdem nicht geeignet.

Ein moderner, digitaler Unterricht ermöglicht Dimensionen der Zusammenarbeit und der Kreativität, die man sich in der Schulverwaltung wahrscheinlich nicht vorstellen kann. Und es ist nicht nur die mangelhafte WLAN-Qualität, die die Arbeit behindert. Bei der Anschaffung der Geräte wurden die Lehrer*innen und Schulleiter nicht einbezogen, prompt seien Teile angeschafft worden, mit denen personenbezogene Datenverarbeitung kaum möglich ist. Eine „Arbeitsgruppe Schule und Digitalisierung“ unter Mitarbeit derjenigen, die die Sachen benutzen sollen, wäre eine Lösung. Und ansonsten: Alles freischalten und loslegen lassen. Wem man sogar seine Kinder anvertraut, dem kann man auch ein freigeschaltetes iPad anvertrauen.

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Was sich alles ändert im Jahr 2022 kann man hier nachlesen.

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Ex-Wirtschaftsminister Peter Altmaier teilte seinen vielen Followern zum Jahreswechsel mit (wörtlich) „Life is beautiful! Noises in the streets of Berlin as if a communist army would attack!“ Wenn man bedenkt, wie sehr die Menschen damals das Kommen der „communist army“ herbeigesehnt haben. . . ein seltsamer Vergleich.

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Also ich sag mal: 2022 wird übrigens super

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Im Jahr 2021, da traf die Scheiße den Ventilator

Hier soll jetzt ein Rückblick auf das Jahr 2021 erscheinen, aber ehrlich gesagt, wer hat Lust auf ein so miserables Jahr zurückzublicken?

Wo anfangen? Morgens beim Brötchen-Kauf immer der Blick auf die BILD, liegt ja stets griffbereit da. Das sahen wir 2021 oft: subtile Hetze und Sticheleien gegen diejenigen, die vor Corona warnten. Regelmäßig wird vermittelt, die Pandemie sei gar nicht so schlimm. Außenseiter der Wissenschaft kommen – auch im Fernsehen – ausführlich zu Wort, als gelte in einer galoppierenden Katastrophe vorrangig der Grundsatz „Höre auch die Außenseiter“. Hallo??? Man schämte sich praktisch das ganze Jahr über für seine Zunft. Sehr schwer auszuhalten!

Kein Wunder, dass 2021 die Impfquote nur ganz knapp die 70 Prozent erreichte, viel zu niedrig blieb. Es ging alles schief, die Impfpflicht wurde zerredet. Es ist längst an der Zeit zu sagen: „So, genug diskutiert, die Impfpflicht wird eingeführt und fertig!“ Stattdessen wurden zum Herbst hin die Impfzentren geschlossen. Wie dumm kann man sein? Heiko Maas (wer?) sagt, er kann Lockdown und Impfpflicht definitiv ausschließen. Der Stiko-Opi Mertens dufte ohne Ende nerven.

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2021 dann die Bundestagswahl. Als Olaf Scholz (SPD) Anfang des Jahres sagt: „Am Ende des Jahres wird es einen Bundeskanzler geben und das bin ich!“ gibt es bei AachenNews den Lachanfall des Jahres. Hää? Aber unser Mann in Hollywood (Armin Laschet) war natürlich erwartungsgemäß so überfordert, was man seit seinem Umgang mit dem Corona-Ausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies (650 Infizierte) schon hätte erkennen können (wo er Billig-Arbeitskräfte aus Rumänien und Bulgarien beschuldigte), dass Scholz quasi übrig blieb. Zumal Baerbock (Grüne) im Wahlkampf auch – erschreckend unprofessionell – krasse Fehler machte. 

Das nächste Desaster in 2021, wo man sich als Aachener*in irgendwie auch vorgeführt sah: Laschet lachte – wie peinlich – bei einem Besuch im vom Unwetter schwer getroffenen Gelände. Ein un-vor-stell-bar blödes PR-Desaster. 

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Was war noch? Die „Ever Given“ blieb tagelang im Suezkanal stecken und behinderte den Warenfluss, hunderte Schiffe konnten nicht passieren, was den weltweiten Handel erheblich störte. Wir sahen auch den sogenannten Abzug aus Afghanistan, was für eine Katastrophe. Aber was will man auch von einer Bundeswehr erwarten, die sich in großem Umfang Munition (mehr als 100 Dienstwaffen und Zehntausende Schuss Munition) klauen lässt, wie 2021 offensichtlich wurde. 

Der Erzgebirgler lässt sich 2021 nicht impfen, je mehr man ihn bittet, desto weniger. Aber diese Schrate sind im äußersten Westen ohnehin keine Sympathieträger. Der Kölner Kardinal Woelki entschuldigte sich 2021 dafür, dass die Katholiken so viel Kritik an seiner Person ertragen mussten. Hää? Wenn von dem ganzen Christentum eventuell nichts stimmt, wenn alles Schwurbelkram ist, dann hoffe ich doch, dass eines der Wahrheit entspricht und tatsächlich existiert: Das jüngste Gericht und die Hölle, in der die braten sollen, die Verbrechen an Kindern begingen und auch diejenigen, die die Verbrechen vertuscht haben.

Kultureller Tiefpunkt des Jahres: Jan Josef Liefers und seine „Künstler*innen“ mit ihrer ironisch gemeinten Aktion „Alles dichtmachen“. Was für ein unerhörter, übler Quatsch!!! Nicht auszuhalten.

Und so reiht sich Schreckensmeldung an Schreckensmeldung. Ziemlich plötzlich waren sehr viele Nazis auf der Straße. Und Menschen, die noch niemals wichtig waren, für die sich zuvor kein Mensch/keine Partei/kein Staat interessierte, und die merkten: Hoppla, man will etwas von uns. Und die prompt „nö“ sagten. Sie haben erstmals ein Gefühl von MACHT.

Zum Schluß ist Friedrich Merz dann noch so gut wie sicher der neue CDU-Vorsitzende, jener Friedrich Merz, der den Finder seines verloren gegangenen Laptops mit einen Buch (!) belohnte. Die 80er Jahre lassen grüßen. 

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Mit der Aufforderung, wie 2021 so auch in 2022 nicht zu verzweifeln und dem Wunsch, dass uns weitere griechische Buchstaben erspart bleiben . . . verabschiedet sich AachenNews vorerst von den Leserinnen und Lesern. Habt einen guten Rutsch und ein glückliches neues Jahr. Ab April 2022 wird es bestimmt wieder gut und ab Ende Oktober reden wir dann wieder unentwegt über das Boostern, über Massenquarantäne und Lockdown.

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Böllerverbot wird in Aachen von Ordnungsamt und Polizei kontrolliert

Es naht die Nacht, in der man früher gern in betrunkenem Zustand mit gefährlichem Sprengstoff hantierte. Es gab Verletzte, Hausbrände, und die Feinstaubbelastung war auch gigantisch. Voll mit fettem Essen und Alkohol galt es, etwas als „Tradition“ zu pflegen, was eigentlich kompletter Blödsinn war. Aber – wie das mit Traditionen nun mal ist – die Sache wurde durchgezogen.

Bis in Aachen eine frisch renovierte Kirche an einer Ecke lichterloh in Flammen stand, weil jugendliche Menschen es lustig fanden, ein Gotteshaus zu beschießen. Ein wertvoller, alter Altar bzw. das Zubehör gingen für immer verloren. Dann bekamen wir es auch noch mit Covid 19 zu tun, da ist es schon allein gefährlich, wenn sich zu Silvester – ohne Raketenbeschuss – viele Menschen an einem Ort zusammenfinden. Da wäre es eigentlich an der Zeit für eine veritable Drohnen-Show. Pforzheim hat sie.

In Aachen am Frankenberger Park gesehen. Eine Drohnen-Show wie in Pforzheim gibt es in Aachen leider nicht.

Es wundert nicht: Die Stadtverwaltung in Aachen hat für Silvester ein Verbot von Feuerwerk erlassen. Wie im letzten Jahr ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern, die eine Höhe von über einem Meter erreichen können, auf und innerhalb des Grabenrings untersagt. Und natürlich auch in den Stadtbezirken.

Dies erfolge „zum Schutz der historischen, religiösen und kulturell schützenswerten Bauwerke, die durch das Silvesterfeuerwerk einer besonderen und erheblich gesteigerten Brandgefahr ausgesetzt sind“, teilt die Pressestelle mit. Auf Straßen und Plätzen gibt es in der Silvesternacht große Ansammlungen zur Feier des Jahreswechsels. „Menschenansammlungen müssen jedoch auch in diesem Jahr soweit irgend möglich vermieden werden. Das Verbot gilt für 48 Stunden, vom Morgen des 31. Dezember, 0 Uhr bis zum 1. Januar, 24 Uhr.“

Ob sich jemand daran hält, bleibt abzuwarten. Das Ordnungsamt hat jedenfalls für die Silvesternacht einen Sonderdienst angeordnet. Alle Außendienstkräfte werden im Einsatz sein. Auch die Polizei wird mit starken Kräften präsent sein.

Das Verbot betrifft alle öffentlichen Straßen, Gehwege, Wege, Plätze und Anlagen sowie private Straßen, Zuwegungen, Grundstücke und Gebäude des innerstädtischen Grabenrings und den von diesem umfassten Innenbereich sowie den Theaterplatz.  Der innerstädtische Grabenring umfasst: Seilgraben, Komphausbadstraße, Kurhausstraße, Peterstraße (ab Kurhaustraße), Friedrich-Wilhelm-Platz, Kapuzinergraben, Alexianergraben, Löhergraben, Karlsgraben, Templergraben, Driescher Gässchen, Hirschgraben.

Die Verwendung jeglicher Pyrotechnik ist darüber hinaus auf den nachfolgenden Straßen, Plätzen und in zum Jahreswechsel publikumsträchtigen Bereichen der Stadt Aachen untersagt:·        

Stadtbezirk Aachen-Mitte: Turmstraße ab Einmündung Prof.-Pirlet-Staße bis Roermonderstraße, Pontwall, Pontstraße ab Pontwall bis Templergraben, Theaterplatz, Abzweig Heinrichsallee über Kreuzung Heinrichsallee/Stiftstraße über Heinrichsallee bis Einmündung Adalbertstraße, Adalbertstraße ab Hausnummer 100 (Aquis Plaza) bis Kaiserplatz, Kaiserplatz bis Kreuzung (Heinrichsallee, Wilhelmstraße, Adalbertsteinweg), sowie die in diesem Bereich innenliegenden Straßen Adalbertstift und Stiftstraße, Burtscheider Straße ab Zollamtstraße bis Kreuzung (Kasinostraße/Krugenofen/Hauptstraße), Halifaxstraße zwischen An den Finkenweiden und Vaalser Straße·        

Stadtbezirk Aachen-Brand: Marktplatz mit Platz- und Fußgängerbereich einschließlich der Sackgasse bis Marktplatz Hausnummern 5-15, Paul-Küpper-Platz einschließlich nebenliegender Grünanlage, Ehrenmal und Treppenanlage, Eschenallee, Parkanlage an der Eschenallee (ehem. Friedhof), Brander Wall (Naherholungsgebiet) eingegrenzt zwischen Fußweg Herderstraße/Rombachstraße, Siedlungsgebiet Brander Feld, Münsterstraße und BAB 4·        

Stadtbezirk Aachen-Eilendorf: Öffentliche Sport-, Freizeit- und Erholungsfläche /- park „Auf dem Knopp“ auf dem Wolfsberg. Die Fläche grenzt an den Wirtschaftsweg zwischen Prunkweg und Herrenbergstraße (Flurstück 335, Flur 21, Gemarkung 054174)·        

Stadtbezirk Aachen-Haaren/Verlautenheide: Haarener Markt eingegrenzt zwischen Alt-Haarener-Straße ab Hausnummern 66/99 bis Haarener Gracht ab Hausnummern 1-3/5 (Versammlungsplatz Ortsmitte).

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