Zehn Neueröffnungen in der Innenstadt

In der Mitte: Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

Über die Initiative „Ladenliebe“ der Stadt Aachen haben sich jetzt die ersten zehn leeren Läden mit Leben gefüllt. Die neuen Geschäfte und Angebote reichen von einer Schreinerei am Markt über Mode an der Großkölnstraße bis hin zu Hilfsangeboten für Migrant*innen.

Das Projekt ist schon in anderen NRW-Städten erfolgreich. Interessierte, die ebenfalls einen Laden mit besonderen Konditionen mieten wollen, sollten sich beim Citymanagement der Stadt Aachen melden und sich unter www.aachen.de/ladenliebe informieren.

Geplant ist unter anderem auch ein Spieletreff und Games-Store an der Wirichsbongardstraße, ein Fashion-Conceptstore sowie ein noch geheimes Atelierkonzept eines bekannten Aachener Künstlers – beides in der Hartmannstraße am Elisengarten. Ermöglicht wird die „Ladenliebe“ durch das nordrhein-westfälische Förderprogramm „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte“, auf das sich das Citymanagement der Stadt Aachen vor einigen Monaten erfolgreich beworben hat. 

Die Lokale können durch das Fördergeld des Sofortprogramms zu einem vergünstigten Mietpreis angeboten werden. Die neuen Nutzer*innen zahlen bis zu 24 Monaten nur 20 Prozent zuzüglich Nebenkosten. Auf der anderen Seite müssen auch die Eigentümer*innen die zuletzt gezahlte Miete auf 70 Prozent und weniger reduzieren, bevor eine Anmietung über das Programm stattfinden kann. 

Über den Link aachen.de/ladenliebe können sich Interessierte über das Programm informieren. Eigentümer*innen und Mietinteressent*innen können sich bis dahin auch telefonisch an die Ladenliebe Hotline 0241/432 7291 und per E-Mail an das Citymanagement wenden: citymanagement@mail.aachen.de.

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Politiker, ihr müsst Leben retten

Jetzt beginnt wieder die Zeit der regelmäßigen Tests. Wir stochern uns in der Nase rum, stecken den Wattestab in das kleine Fläschchen, quetschen dann das kleine Fläschchen 15 Sekunden lang und füllen vier Tropfen „in das Probenloch der Testkassette“, wie es in der Gebrauchsanweisung heißt. Mann, ist das alles traurig.

Unterdessen haben Politiker*innen Massenpartys wegen Karneval gestattet, und Weihnachtsmärkte werden eröffnet. Impfzentren wurden geschlossen. Menschen, die gar nicht die Zeit haben, den eindringlichen Appellen der Virologen zuzuhören, müssen den Eindruck bekommen: So schlimm ist es nicht mehr, wir sind ja zweimal geimpft, alles halb so wild.

Ja, von wegen!!! Es ist nicht zu fassen. Als wäre ein Bummel über den Weihnachtsmarkt genau das, was zu einer explodierenden Pandemie, zu einer grassierenden Seuche passt.

Covid-19-Antigentest: negativ. Das Virus ist hochansteckend, es hat jetzt bis zum Frühjahr Zeit uns zu erwischen, und wenn es uns nicht in diesem Winter erwischt, dann mutiert es und versucht es im nächsten Herbst/Winter nochmal.

In den USA sind schon über eine Million Kinder ab 5 Jahre geimpft, bei uns gestattet das die Stiko nicht. Erst ab 12.

In Israel wird seit September geboostet, bei uns schiebt auch da die Stiko einen Riegel vor. Die letzte Impfung muss fünfeinhalb Monate her sein und du musst 70 (!) Jahre alt sein, um die 3. Impfung zu bekommen, während jetzt schon die Wirkung der bisherigen zwei Impfungen stark nachlässt. UPDATE um 14.30 Uhr: Die Ereignisse überschlagen sich etwas, die Bestimmungen haben sich leicht geändert.

Stiko, lösen Sie sich auf, kein Mensch braucht Sie.

Politiker, ihr müsst aus dem Softmodus endlich rauskommen, ihr müsst Leben retten. – – – Na ja, schon klar, dass hier keiner von denen mitliest.

***

RKI-Chef Wieler: „Wir werden ein schlimmes Weihnachtsfest erleben“

Damit ihr wisst, was auf uns zukommt. Deutlicher Beitrag von Lothar Wieler ab ca. 17 min. Die Impflücken müssen jetzt geschlossen werden. Die Impfgeschwindigkeit reicht nicht aus.

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Die Last mit dem Akku vom Lastenrad

In der Mitte: der mehrere Kilo schwere Akku vom Fahrrad. Dazu auch diesen Podcast hörenüber besonders gegenwärtige, neue Phänomene unserer Zeit.

Das wird lustig, wenn Menschen sich dereinst an die Zeit erinnern, als die Akkus unserer E-Bikes und Lastenräder drei, vier oder sogar fünf Kilo schwer waren. Und man – damit die Akkus nicht geklaut wurden – diese Teile immer vom FahrradAbstellplatz aus in die Wohnung mitschleppte. In einer extra bereitgestellten Tasche. Klar, man kann so einen Akku abschließen, nimmt ihn aber dann doch lieber mit, die Diebe haben es schließlich auch drauf.

„Ein Fahrrad, dessen Akku angeschlossen ist, ist ein attraktives Ziel für Diebstahl“, steht in der Gebrauchsanleitung.

Da werden uns die Nachgeborenen, die heute noch in die Kita gehen, ungläubig anschauen, staunen und fragen: „Krass, solche Klötze habt ihr durch die Gegend getragen?“ Ja, haben wir, wir sind mit dem Rad zum Einkaufen gefahren und haben den Akku mit in den Laden reingenommen. Und ins Restaurant.

Schon jetzt drängt sich die Erinnerung an jene Tage auf, als die ersten Handys noch wahre Klötze waren, Ziegelsteine, die die Handtaschen und Manteltaschen ausbeulten und man schon dachte, das sei jetzt der Gipfel der technischen Innovation. Ha, von wegen! Da ging es mit den Handy-Innovationen erst los.

Vermutlich passiert mit den Rädern das gleiche. Es gibt übrigens schon welche, die ohne Kette funktionieren.  

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Wieder da, wo niemand stehen darf: „Hütte 16“

Es ist egal, ob im Rathaus ein CDU-Oberbürgermeister sitzt oder – wie jetzt – eine grüne Oberbürgermeisterin: bestimmte Leute genießen Privilegien und dürfen Kasse machen – andere nicht. Auch dieses Jahr wird es wieder die „Hütte 16“ im Elisengarten geben, eine Extrawurst, die anderen Geschäftsleuten und zum Beispiel Gastwirten im Hof nicht gestattet wird.

Nebenbei: Fragt euch bitte mal, warum ihr Grün gewählt habt. Wo ja auch noch keine einzige protected bike lane (baulich geschützter Radfahrstreifen) in Aachen existiert und die Menschen weiterhin – wie all die Jahre zuvor – draußen unter Heizstrahlern sitzen. Wo ja auch auf Bundesebene nicht mal das Tempo 130 auf Autobahnen realisiert wird. Alles nur einzelne, unwesentliche Beispiele im Gesamtbild.

Das ist nur Auserwählten erlaubt: Den Elisengarten benutzen, um mit einer Bretterbude beim Weihnachtsmarkt Kasse zu machen. Dicht gedrängt werden hier bald – allen Impfdurchbrüchen zum Trotz – Massen von Menschen stehen. Zur Zeit wird gerade aufgebaut. Sieht ja schon toll aus, das Bauwerk!
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Nach Pkw-Rennen in Aachen: Verletzte im Krankenhaus

Nachts sind die Straßen Heinrichsallee, Kaiserplatz und Adalbertsteinweg brandgefährlich. Dort gehen gelegentlich junge Männer ihrem lebensgefährlichen Hobby nach: Autorennen. Nach dem Zusammenprall auf dem Kaiserplatz machte die Polizei dieses Foto.

Kurz vor Mitternacht ereignete sich gestern (13./14. November) auf dem Kaiserplatz ein folgenschwerer Verkehrsunfall. Die Polizei informiert:

Zunächst seien zwei PS-starke Fahrzeuge Passanten schon am Hansemannplatz aufgefallen. Von der Monheimsallee aus hätten die beiden Fahrer beschleunigt und seien mit hoher Geschwindigkeit über die Heinrichsallee gefahren. „Kurz vor der Kreuzung Kaiserplatz verlor dann einer der beiden Fahrer (18) die Kontrolle über sein Fahrzeug und schleuderte gegen zwei weitere Autos, die an der Ampel in Richtung Adalbertsteinweg warteten“, so teilt die Polizei mit.

Sowohl der Beifahrer (24) des Unfallverursachers, als auch eine 53jährige Frau aus Kelmis, kamen mit leichten Blessuren davon. Schlimmer traf es eine 55- und eine 58jährige Frau, die als Beifahrerinnen in den anderen Fahrzeugen unterwegs waren. Sie mussten vom Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht werden. Lebensgefahr bestand glücklicherweise nicht.

Der Kontrahent des 18jährigen hatte sich derweil aus dem Staub gemacht – nach ihm läuft die Fahndung. Da die Polizei das Geschehen als „illegales Rennen“ wertet, wurden der Führerschein und das Auto des jungen Mannes beschlagnahmt. Der Gesamtschaden wird auf etwa 40.000 Euro geschätzt. Zwei Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden, sie waren nicht mehr fahrbereit.

Sollte es weitere Zeugen geben, die Angaben zum Flüchtigen, zum Fahrverhalten der Beteiligten und zum Unfall machen können, werden diese gebeten, sich zu Bürozeiten an das Verkehrskommissariat 1 unter der Rufnummer 0241 / 9577 – 42101 zu wenden. (And.)

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Unsere Smartphones sollen zu Wanzen umfunktioniert werden

Was für ein Mist: Die EU-Innenminister*innen unterstützen die verpflichtende Chatkontrolle für Smartphones.

Beim Treffen der EU-Innenminister*innen im slowenischen Brdo haben sich die Regierungsvertreter für die verpflichtende Durchleuchtung unserer privaten Kommunikation ausgesprochen. In der Abschlusserklärung der zweitägigen Konferenz begrüßen die Teilnehmer den nach mehrfacher Verschiebung für Anfang 2022 geplanten Gesetzesentwurf der EU-Kommission. Darin sollen Anbieter von Messengern wie Whatsapp und von Emaildiensten dazu verpflichtet werden, verschlüsselte und unverschlüsselte Kommunikation, Privatnachrichten und Fotos, automatisch auf verdächtige Inhalte zu durchsuchen und anzuzeigen.

Dr. Patrick Breyer, Europaabgeordneter für die Piratenpartei Deutschland, kommentiert: „Noch-CSU-Innenminister Seehofer hat jeglichen Respekt und Anstand vor privaten Nachrichten und Fotos verloren.“ Es sei offensichtlich, dass der Überwachungswahn der EU-Innenminister nicht einmal vor unserer persönlichen Korrespondenz und unseren privaten Fotos Halt macht.

Zur Erinnerung: Eine solche Massenüberwachung praktizieren bisher nur totalitäre Regimes wie China. Sollen als Nächstes auch alle Briefe geöffnet und gescannt werden? Mit einer verpflichtenden Chatkontrolle werden alle EU-Bürger*innen unter Generalverdacht gestellt. Zur Verhinderung von Missbrauch führe dieses Stochern im Nebel fast nie, „es treibt Kriminelle nur weiter ins Darknet, wo eine Verfolgung noch schwerer ist“, sagt Breyer.

„Ich rufe alle Europäer*innen jetzt dazu auf, sich gegen dieses beispiellose Vorhaben zur Wehr zu setzen. Dass unser Widerstand gegen das Vorhaben Früchte zu tragen beginnt, erkennt man daran, dass die Kommission ihre totalitären Pläne bereits ein ums andere Mal nach hinten verschieben musste. Aber Zensursula und StasYlva ficht das nicht an.“ Zitat Breyer.

Zum Hintergrund: Nach dem Willen der EU-Kommission sollen alle Smartphones künftig verschlüsselte Nachrichten und Fotos vor dem Versand auf verdächtigen Inhalt kontrollieren. Unverschlüsselte Kommunikation soll beim Anbieter durchleuchtet werden. Schlägt der Algorithmus an, soll vollautomatisch eine Anzeige an die Polizei erstattet werden. Zur Begründung wird die Suche nach Kinderpornografie genannt. Jedoch melden die bisher nur von US-Anbietern genutzten fehleranfälligen Algorithmen nach Angaben der Schweizer Bundespolizei zu 86 Prozent unbescholtene Bürger.

Die EU-Kommission bekommt für ihre Pläne seit Wochen Gegenwind (negativer Ausgang einer öffentlichen Konsultation, weltweite Proteste gegen Apples vergleichbare Spyphone-Pläne, parteiübergreifender Abgeordnetenbrief). Bisher reagiert sie aber nur durch wiederholte Verschiebung des Gesetzentwurfs, der inzwischen nicht mehr wie zuvor in der Terminliste für den 1. Dezember angekündigt wird. Ylva Johansson, EU-Kommissarin für Inneres, kündigte nun einen entsprechenden Entwurf für Anfang 2022 an.

Breyer ruft auf seiner Homepage zu Protestanrufen bei der EU-Kommission auf und sucht nach klagewilligen Missbrauchsopfern, die besonders auf Vertraulichkeit angewiesen sind: chatkontrolle.de

Abschlusserklärung der slowenischen Ratspräsidentschaft: https://slovenian-presidency.consilium.europa.eu/media/x3rjwq2a/csa-conference-joint-statement.pdf


Konsultationsergebnisse: https://www.patrick-breyer.de/chatkontrolle-eu-verordnung-zur-flaechendeckenden-und-verdachtslosen-durchsuchung-elektronischer-nachrichten-angenommen-klage-geplant-widerstand-gegen-ausweitung/


Abgeordnetenbrief: https://www.patrick-breyer.de/wp-content/uploads/2021/11/20211020_Letter_General_Monitoring.pdf

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Der Roman zur Verkehrswende kommt aus Aachen

Das neue Buch von Bernd Müllender. Mit spitzer Feder und Humor geschrieben, aber ziemlich dick.

Die Zahl 38.185 wird in die Geschichte der Stadt eingehen. 38.185 Unterschriften waren es, die der Stadtverwaltung Aachen zur Prüfung bei Deutschlands erfolgreichstem Radentscheid vorgelegt wurden. „Die Zahl 38.185“, so lautet auch der Titel des neuen Buches von Bernd Müllender. Untertitel: „Ein Fahrrad-Roman aus der Autostadt Aachen“.

Der Autor (geb. 1956) ist seit Jahr und Tag bekannt als feinsinniger Chronist aus der Grenzregion. Er kennt sich in den Untiefen der Aachener Kommunalpolitik aus, schreibt mit Humor und spitzer Feder. Er ist Verfasser mehrerer Bücher, Mitarbeiter von Tageszeitung (TAZ), WDR und diverser anderer Medien. Und er ist passionierter Fahrradfahrer, der auch den Gang vor die Gerichte nicht scheut.

Während des Lockdown – so erzählte er kürzlich bei einer ziemlich unterhaltsamen Lesung in der Buchhandlung Backhaus – habe er das Buch verfasst. Es handelt vom Radentscheid, von seinen Gegnern und von denen, die ihn unterschrieben haben, von denen, die ihn eigentlich umsetzen müssten und von der Zukunft. Da fehlt es dem Autor nicht an originellen Einfällen.

Er habe „die Ereignisse wirklichkeitsnah weitergedacht“, erfahren wir und müssen schon nach dem Lesen der ersten Seiten lachen. Ja, so geht es zu im Streit zwischen fanatischen Autofans und Radenthusiasten. Müllender schildert Gespräche (auch die in der Stadtverwaltung) als sei er selbst dabei gewesen. Dabei merkt man schnell, auf welcher Seite der Autor steht – auf der Seite der Radfahrer*innen, die uns Leser*innen auch gern mal belehren, nicht auf der Seite der Fahrradhasser, die tüchtig durch den Kakao gezogen werden. 

Langsam, ganz langsam geht es voran mit der Umsetzung des Radentscheids. Sehr langsam kommt in dem Buch auch eine Liebesgeschichte vom Fleck. Der leidenschaftliche Biker Damian und die Sportwagenfahrerin Ariane mögen sich sehr, kommen aber auf 332 (!) Seiten irgendwie nicht zusammen. Am Schluss aber wohl, das darf man bestimmt verraten. 

Einige bedeutende Aachener werden namentlich erwähnt, die Oberbürgermeisterin natürlich und die Baudezernentin, die Namen vieler anderer sind erfunden, Ähnlichkeiten sind bestimmt nur Zufall. Wenn man sich in der Kommunalpolitik auskennt, kommen einem allerdings einige Herrschaften SEHR bekannt vor. Die Ansichten etlicher Leserbriefschreiber*innen finden sich wieder in dem Buch, und all die Zwergen-Aufstände in Hartmannstraße, Lütticher Straße, Lintertstraße usw. Sie werden mit Humor geschildert. 

Die TAZ hat aus dem Fahrrad-Roman („Geschichten aus der Verkehrswende“) von Bernd Müllender schon heftig zitiert, hier nachzulesen. Das Buch hat 332 Seiten, kostet 15 Euro und ist im Eifeler Literaturverlag (Verlagsgruppe Mainz)  erschienen. 

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Auf der Suche nach der Kundschaft

Traditionsgeschäfte schließen (hier: Großkölnstraße), weil bequemes Shoppen im Internet bevorzugt wird. Dazu muss es nicht kommen. Die Geschäftswelt reagiert, die Stadt macht ein Angebot.

Verschmelzung von Online- und Offlineangeboten – das ist die Zukunft der Geschäftswelt. Die Erhaltung attraktiver Innenstädte mit einem vielfältigen Sortiment ist im Interesse von uns allen. Da setzt das Förderprojekt „Smart Shopping Aachen“ mit der Onlineplattform smart.aachen-shopping.de an.

„Wir sind noch nicht am Ziel der Entwicklung unserer Onlineplattform angelangt, aber der jetzige Stand ist perfekt geeignet, weitere Erfahrungen zu sammeln und die Plattform am Markt einzuführen“, erläutert Jalina Maaßen, Projektleiterin bei der städtischen Wirtschaftsförderung und ergänzt: „Wir freuen uns über Feedback der Nutzer*innen.“

Viele Aachener Geschäfte und Gastronomiebetriebe sind dabei 

Ab sofort können die Nutzer*innen lokal bummeln und sich inspirieren lassen. Die Onlineplattform ist über smart.aachen-shopping.de erreichbar. Die Unternehmen freuen sich, mit möglichst vielen Nutzer*innen auch digital in Kontakt zu kommen und mit dem neuen Onlinetool praktische Erfahrungen zu sammeln. Das Tool ist rundum schön, muss man sagen.

Wer sich auf der Onlineplattform umschaut, wird merken: Man kann übergreifend nach Produkten, Marken, Schlagwörtern oder auch unmittelbar nach Geschäften und Gastronomiebetrieben suchen. Wer sich ein Produkt zur späteren Abholung reservieren lassen möchte, kann direkt einen Termin dazu vereinbaren – auch Beratungstermine können unkompliziert online angestoßen werden. Bei einigen Geschäften kann man sich sogar vorab über einen 360-Grad-Rundgang einen ersten Eindruck verschaffen. Die Gastronomiebetriebe bieten die Möglichkeit, sich die Speisekarte digital anzusehen.

Für die Zukunft steht die Entwicklung weiterer Funktionen, wie zum Beispiel die Chatfunktion oder auch die komplette Onlinekauf-Abwicklung, auf der Agenda.

Weitere Einzelhändler*innen und Gastronom*innen sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Zudem können sie sich kostenfrei auf der Plattform registrieren. Mehr Infos zum Projekt: www.smart-shopping-aachen.de

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Jetzt erst recht: Impfen in den Arkaden

Ganz schön viel los: im kleinen Impfzentrum in Aachen, Trierer Straße 1. Das war wieder eine ziemlich gute Idee von Dezernent Michael Ziemons, der in der StädteRegion federführend den Kampf gegen das Virus aufgenommen hat und mit seinem Team nicht vorhat, auch nur einen Millimeter vorzeitig zurückzuweichen. Er hat eine Impfmöglichkeit da geschaffen, wo noch die wenigsten Aachener*innen geimpft sind: im Ostviertel. Jetzt wurden sogar die Öffnungszeiten in den Aachen-Arkaden erweitert.

Einfach, schnell und ohne Termin kann man eine Impfung (1. oder 2. oder Booster für Ü70 und für alle, die vor mindestens 6 Monaten zuletzt geimpft wurden) in den Impfbussen oder beim Gesundheitsamt (Trierer Str. 1, Aachen) erhalten. Öffnungszeiten der Impfstelle: Montag bis Samstag, 13-19 Uhr. Die Impfung ist in jedem Fall kostenlos für dich. Mehr Infos: hier.

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Deutlich weniger Möglichkeiten gibt es nach der Neuregelung, sich testen zu lassen. Und das Testen ist jetzt auch nicht mehr für jede/n kostenlos. Am Hauptbahnhof in Aachen steht immer noch dieser Container (neben den Pferdchen oder sind es Ponys? Auf jeden Fall ist es Kitsch).

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Trotz Hinweisen: Kaum eine/r hält sich dran

Die Fußgängerzone in Burtscheid, vor 9 Uhr am Morgen. Pedaltreter müssen absteigen, Lieferwagen müssen Ladezeiten beachten. Tun sie aber nicht.

In der Kapellenstraße in Burtscheid kommt es zu immer mehr Beinah-Unfällen. Denn in dieser schönen Fußgängerzone, wo man alle Dinge des täglichen Lebens prima einkaufen kann und von Leerstand nicht die Rede ist, da brettern die Pedalritter*innen durch wie nichts. Zusätzlich verstopfen Lieferwagen – gerne auch außerhalb der Ladezeiten – die Straße. Beschwerden der Bürger*innen haben jüngst Politik und Stadtverwaltung erreicht.

Klagen gab es schon immer, doch die Situation hat sich zugespitzt (sonst würden sich auch die Bürger*innen nicht so heftig beschweren). Die Kapellenstraße hat auch deshalb so viele Probleme, weil die Cafés und Restaurants so viel Zulauf haben. Da trifft man sich und verbringt eine gute Zeit: Restaurant Ferbers, Café Lammerskötter, Lenis Laden, Piccolino, Mercado (um nur einige zu nennen).

Die Kapellenstraße ist für viele Radler eine Durchfahrtsstraße. Man müsste den Burtscheider Markt so umbauen, dass dort nur noch Fußgänger passieren können (in Richtung Dammstraße). Oder – andere Lösung – man baut direkt eine Fahrradspur mitten auf die Straße, um den Radfahrern ihren Platz zu gewähren. Es steigen ja doch immer mehr um aufs Rad, der Trend wird anhalten.

Die Fahrradfahrer*innen, das muss mal deutlich gesagt werden, machen viel falsch: Sie fahren zu schnell, besonders fahren sie oft zu schnell auf die Kreuzungen zu. Sie haben keine reflektierende Kleidung, manche haben noch nicht mal vorne und hinten Licht am Rad. Zu viele tragen keine Helme und brettern zu oft über Bürgersteige. Generell fühlen sie sich von Menschen, die zu Fuß oder im Auto unterwegs sind blöd angemacht, wenn die ihnen was hinterherrufen.

Weitere Ausführungen über Radler*innen verbieten sich an dieser Stelle, da einst nach einem – m.E. solide begründeten – Plädoyer für die Ausstattung der E-Bikes mit Nummernschildern ein AachenNews-Leser aus Oberforstbach sein Abo gekündigt hat.

Wir sind jetzt natürlich gespannt, welche Lösungen die Verwaltung für die Situation in Burtscheid vorschlägt.

Mit dem Fahrrad über das Kopfsteinpflaster fährt es sich schlecht. Da bevorzugen die Menschen auf den Rädern schon eher die glatten Steine an den Seiten. Dort geraten sie mit älteren Menschen aneinander, die nicht schnell genug zur Seite springen können.

UPDATE. Auf diesen Text haben bei Facebook mehrere Personen reagiert. Zwei erleben die Situation in Burtscheid komplett anders, als in dem Text oben dargestellt.

Christine Frels schreibt:

„Ich gehe Vormittags sehr oft mit meinen Tageskindern in die Fußgängerzone, und die Kinder können nicht dort laufen, ich schiebe sie im Wagen. Alles steht voller Autos, LKW, da ist halt Ladezeit und damit regelrecht Rushhour. Aber mit dem Fahrrad ist mir da noch selten jemand negativ ins Auge gefallen. Und ich achte darauf, weil ich in der Burtscheid Gruppe diese Diskussion schon öfter verfolgt habe und z.B. Jonas Paul die Problematik eher so wie ich sieht.

Es stimmt einfach nicht, dass sich „kaum jemand“ daran hält. Sehr viele Radler*innen steigen ab und schieben und viele fahren wenn, dann vernünftig. Rasende Radler*innen erlebe ich dort als Ausnahme, nicht als Regel! Da parken nämlich auch Privatwagen, fahren die Autos auch um 16 Uhr rein . . . Ich finde auch die Dimensionen der Ladezeiten krass. 6 Stunden Vormittags und Nachmittags nochmal 2,5 Stunden? Gerade für die Kitas und Tagespflegen ist da gefühlt immer alles voller Autos.Und das Ordnungsamt kontrolliert da sehr gerne die Regelung zum Fahrradfahren, parkende KFZ lassen sie aber unbeachtet.“

Jonas Paul schreibt:

„Christine, Du bringst es gut auf den Punkt. Bevor dem Artikel frage ich mich ernsthaft, ob Margret Vallot ein Praktikum bei Robert Esser gemacht hat. „Pedalritter“, die durch die Fußgängerzone „brettern“? Das ist nicht nur an der Realität vorbei, sondern auch eine absolut unsachliche und herabwürdigende Titulierung.

Zudem gibt es keinerlei Vorschriften, das Radfahrende „reflektierende Kleidung“ tragen müssten, oder sie nur langsam an Kreuzungen heranfahren dürften. Das als Fehler zu deklarieren, während der private Kfz-Verkehr bekanntlich in der Fußgängerzone, nicht der Lieferverkehr jenseits der Lieferzeiten, nicht einmal angemahnt wird, ist grotesk. Besonders erst krass ist der Sattelschlepper, der den Edeka beliefert und dazu ohne Einweisung, quasi blind, rückwärts durch die halbe Fußgängerzone fährt. Die Tatsache, dass sich Menschen lauthals über Radverkehr beschweren, ist übrigens kein Beweis dafür, dass das Problem tatsächlich so massiv ist, oder diese Menschen für die Mehrheit sprechen.“

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