Vaalser Straße in Aachen: Gesinnungswandel oder Fake Foto?

Überraschender Gesinnungswandel im Streitfall „abgetrennter Fahrradweg für 150 Meter auf der Vaalser Straße kurz vor der Grenze“?

Dieses Foto (s. u.) wurde AachenNews zugespielt und gibt Rätsel auf. Haben die Anwohner jetzt doch ein Einsehen, sind mit dem Bau einer Protected Bikelane einverstanden und sogar stolz darauf, an der Bundesradstraße 1 zu leben bzw. zu arbeiten? Ist vielleicht die CDU auf den Trichter gekommen und will jetzt doch nicht mehr auf Teufel-komm-raus mit überflüssigen Anträgen den Betrieb im Stadtrat von Aachen lahmlegen?

Sieht so aus, als hätte jemand auf der Vaalser Straße kurz hinter der Grenze in Fahrtrichtung Aachen das alte B1-Schild umgewidmet, kurz vor dem Online-Dialog heute. Eine Radfernstraße bis Berlin beginnt jetzt angeblich dort.

Und offenbar ist der erste Radler schon auf dem Weg in die Hauptstadt. Wenn er die Fahrradbronx Aachen übersteht, sollte die Reise gelingen.

Plötzlich steht da „ursprünglich für Kfz gebaut“. Geht es jetzt auf der Bundesradstraße 1 per Fahrrad von Aachen nach Berlin?
Blick in Richtung Grenze.
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In Aachen: Wohin mit dem Weihnachtsbaum?

Der Aachener Stadtbetrieb sammelt wieder die Weihnachtsbäume ein. Es werden Sammelplätze eingerichtet, an denen abgeschmückte Weihnachtsbäume abgelegt werden können. Es ist nicht gestattet, Bäume vor oder nach den Entsorgungstagen an den Sammelplätzen abzustellen.

An den Recyclinghöfen in Aachen-Brand, Camp Pirotte 50 (Zufahrt über Debyestraße), und Eilendorf, Kellershaustraße 10, und den Kompostcontainerstandorten werden Weihnachtsbäume zu den üblichen Öffnungszeiten angenommen. Die Weihnachtsbaumsammlungen finden folgendermaßen statt:

Dienstag, 11. Januar: Südviertel: Maria-Theresia-Alle/Ecke Colynshofstraße. Driescher Hof: Stettiner Straße, Grünfläche gegenüber des Depotcontainerstandorts. Branderhofer Weg: Parkplatz Sportstadion Ludwig-Kühnen

Donnerstag, 13. Januar: Westviertel: Ahornstraße/Ecke Halifaxstraße. Ostviertel: Düppelstraße, Grünfläche gegenüber dem Depotcontainerstandort

Freitag, 14. Januar: Neumarkt: Zugang Frankenberger Straße.  Südviertel: Parkplatz An der Schanz, Grünfläche vor der Treppe

Dienstag, 18. Januar: Westviertel: gegenüber der Straße am Blockhaus. Neumarkt: Zugang Frankenberger Straße. Branderhofer Weg: Am Parkplatz Sportstadion Ludwig-Kühnen

Donnerstag, 20. Januar: Preuswald: Reimserstraße, Parkplatz neben Haus Nr. 63. Südviertel: An der Schanz, Grünfläche vor der Treppe

Freitag, 21. Januar: Neumarkt: Zugang Frankenberger Straße. Südviertel: An der Schanz, Grünfläche vor der Treppe

Alle Zeiten und Standorte der Weihnachtsbaumsammlung und der Kompostcontainer finden Sie im Abfall ABC unter https://serviceportal.aachen.de/abfallnavi mit den Stichworten „Weihnachtsbaum“ und „Grünschnitt“ sowie im Abfallkalender.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Vaalser Straße: Stadt startet Dialog

Im Herbst 2021 wurde die Fahrbahn der Vaalser Straße in Vaalserquartier erneuert. Derzeit ist eine temporäre Gelbmarkierung aufgebracht. Im Frühjahr 2022 soll die dauerhafte Markierung des Straßenraums beschlossen werden. Die Fachverwaltung wurde vom Rat der Stadt Aachen beauftragt, interessierte Bürger*innen vor der endgültigen Beschlussfassung in den politischen Fachgremien anzuhören.

Die Anhörung findet als digitale Veranstaltung am Dienstag, 11. Januar, von 18 bis 20 Uhr statt. Es besteht die Möglichkeit, die Veranstaltung auf dem Youtube-Kanal der Stadt Aachen (www.youtube.com/stadtaachen) zu verfolgen oder sich aktiv in die Videokonferenz einzubringen. Die entsprechenden Zugangsdaten werden am Tag der Veranstaltung unter www.aachen.de/vaalserstrasse veröffentlicht. Fragen können auch über das interaktive Online-Werkzeug „Slido“ gestellt werden. Eine Voranmeldung zur Veranstaltung ist nicht erforderlich.

Die aktuellen Planunterlagen sind im Internet über den Link www.aachen.de/vaalserstrasse abrufbar und im Foyer des Verwaltungsgebäudes „Marschiertor“, Lagerhausstraße 20, in einem Schaukasten ausgestellt. Das Verwaltungsgebäude ist montags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr geöffnet.

Eine von mehreren neuen Fahrradstraßen in Aachen, hier: Altstraße in Forst. Die Einrichtung dieser Fahrradstraße gestaltete sich unproblematisch. Ganz im Gegenteil zu der Fahrbahnveränderung am Grenzübergang in Vaals. Dort gingen einige Anwohner*innen auf die Barrikaden. Deshalb wird jetzt neu überlegt, wie die Straße an der Grenze fahrradfreundlich gestaltet werden kann.

Wer sich zu den Planungsvorschlägen der Fachverwaltung äußern möchte, kann dies noch bis zum 25. Januar schriftlich im Foyer des Verwaltungsgebäudes tun, wo ein Briefkasten hängt, oder eine Mail an folgende Adresse verschicken: vaalserstrasse@mail.aachen.de

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Aachen: Gegner und Befürworter staatlicher Corona-Maßnahmen auf der Straße

Friedlich verliefen am Samstag eine Demonstration und eine Kundgebung in der Aachener Innenstadt. Bei der Demonstration spazierten etwa 1000 Impf-Verweigerer – von der Monheimsallee kommend – am Elisenbrunnen an knapp 400 Impf-Befürwortern vorbei. Zwischen beiden Gruppen standen Polizisten Spalier, um zu verhindern, dass die Gruppen in Kontakt zueinander gerieten. Die Atmosphäre war nicht aggressiv, obwohl beide Seiten sich mit markigen Sprüchen nicht zurückhielten. Auffällig war, dass beide Seiten der Gegenseite eine Nähe zum Faschismus vorwarfen. Die Impfgegner halten eine Impfpflicht und Ausgrenzungen für puren Faschismus, die anderen skandierten u.a.: „Wir impfen euch alle!“ und „Alle zusammen gegen den Faschismus“.

10 Mannschaftswagen der Polizei standen allein am Elisenbrunnen bereit. Am Markt, wo die Demo der Impfgegner ebenfalls langlief, waren weitere Mannschaftswagen mit zahllosen Polizistinnen und Polizisten postiert.
Die Situation am Elisenbrunnen: Polizisten verhinderten eine Eskalation, die im Grunde sowieso keiner wollte. Die Impf-Verweigerer hielten sich auffallend streng an die Vorschrift, Masken zu tragen. Die Polizei hatte sie wohl zuvor gründlich verwarnt, sie hätte vermutlich sonst die Demonstration aufgelöst (aber das ist spekuliert).
Um 15 Uhr begann eine Kundgebung am Elisenbrunnen. Zu „Solidarität auch in Krisenzeiten“ hatten aufgerufen: SPD, Jusos, die Falken, Bündnis 90/Die Grünen, Grüne Jugend, Die Partei, NRW-Gewerkschaft, UWG, Recht auf Stadt, Seebrücke Aachen, Volt und Fridays For Future. Als Ratsvertreter waren dabei: Matthias Achilles (Die Zukunft) Henning Nießen (Grüne) und Oliver Krischer als MdB (Grüne), außerdem Dr. Jan van den Hurk, SPD-Kandidat für die NRW-Landtagswahl. Zum ersten Mal wurde öffentlich sichtbar, dass es in Aachen Menschen gibt, die den Wissenschaftsfernen (aka Schwurblern) nicht den öffentlich Raum überlassen wollen. Das war mutig.

Ausführlicher Bericht am Montag, 10. Januar, in eurer Lokalzeitung, insbesondere zu den Reden, die bei der Kundgebung gehalten wurden (und jetzt hier wenn auch vermutlich hinter einer Bezahlschranke). Bei twitter findet ihr alles unter dem Hashtag #ac0801

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Etwa 1000 Bäume müssen 2022 in Aachen gefällt werden

In unschöner Regelmäßigkeit kommt die Stadtverwaltung mit der Meldung rüber, dass wieder Bäume gefällt werden müssen – Stadtbäume. Mal sind sie alt und instabil geworden, mal sind sie einem neuen Firmen-Parkhaus im Wege und mal sind sie von einer Krankheit befallen. Dieser Tage war es wieder so weit.

Man hat sich schon so daran gewöhnt, dass man sich fragt: Soll man das überhaupt noch berichten? Es weiß doch sowieso jede/r, dass die Bäume langsam aber sicher sterben, dass Bäume, die normalerweise 300 Jahre alt werden, in der Stadt höchstens 100 werden.

„Die Zahl der zu fällenden Bäume hat sich im Vergleich zu den fünf Vorjahren fast verdreifacht“, weiß Klaus Meiners, Leiter des Fachbereichs Klima und Umwelt bei der Stadt, und verweist damit auf eine jüngst erstellte Baumbilanz. „Diese Zahl ist insbesondere der extremen Trockenheit der Jahre 2019 und 2020 sowie weiteren Einflüssen, wie beispielsweise Sturmschäden, geschuldet.“

Stadtbäume sind diesen Extremen noch einmal mehr ausgesetzt als Waldbäume. Nicht zuletzt leiden sie wegen zu kleiner Baumscheiben und durch auf dem Wurzelwerk parkende Autos, sehr gut zu beobachten in der Lütticher Straße in Aachen. Den dort Parkenden ist bezüglich Natur wahrscheinlich einfach alles egal. Wie unsympathisch.

Die zuständige Abteilung bei der Stadtverwaltung gibt sich wirklich Mühe, dort kämpft man um jeden Baum. Und teilt mit: 500 Bäume werden in den kommenden Monaten neu gepflanzt, vorrangig in der Innenstadt. Doch es wird deutlich: Diese 500 Pflanzungen können dabei nur der Anfang sein.

„Mein Freund der Baum . . . “ ist leider innen hohl und muss gefällt werden. Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

Aachens neuer Dezernent für Klima und Umwelt, Stadtbetrieb und Gebäude, Heiko Thomas, sagt: „Wir brauchen eine Dekade der Stadtbäume und müssen mehr Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenken. Wir haben einen politischen, aber auch naturwissenschaftlichen Auftrag und schaffen eine Anpassung an den Klimawandel nur mit einer positiven Baumbilanz.“

Ein entsprechendes Handlungskonzept werde hierzu erarbeitet, so Heiko Thomas. Aber (seufz) das wird uns auch nicht zum ersten Mal versprochen. Mal sehen was der Neue erreicht.

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Ein Warenhaus, dessen Verschwinden noch heute bedauert wird

Ein neues Buch mit Material aus dem Aachener Stadtarchiv informiert umfassend über das Aachener Warenhaus Tietz. Hauptsächlich geht es um Bau- und Architekturgeschichte. Ein Text über Warenhäuser als „umkämpfte Orte der Moderne“ ist zusätzlich sehr interessant.

In Aachen am Markt stand einst ein Kaufhaus, das gehörte zu den „Einkaufspalästen“, mit denen die Pioniere der Warenhausunternehmen nicht nur das Bild der Innenstädte veränderten, sondern zugleich neue Formen des Einkaufens, eine neue  Alltagskultur und eine neue Form des Einzelhandels etablierten. 

Auch heute stecken wir mitten drin in einer Umwandlung. Auch für uns ändern sich gerade die gewohnten Formen des Einkaufens. Wir gehen nicht mehr zu den Läden und Warenhäusern hin, wir bestellen via Internet und lassen uns die Ware bringen. Das ändert – wie damals – unseren Alltag und auch das Bild der Innenstädte. Der Einzelhandel leidet und jammert, denn er muss sich wieder umstellen.

Einen völlig neu aufgestellten Handel – das haben wir bereits einmal erlebt. 

Um die Jahrhundertwende, als in vielen größeren Städten Warenhäuser – wie in Aachen das von Leonhard Tietz – eröffnet wurden, da waren die Menschen an kleine Läden/Einzelhandelsgeschäfte gewöhnt, wo es keine festen Preise gab, wo mit dem Betreten des Ladens eine Art Kaufpflicht verbunden war, wo es nur eine Sorte von Waren gab und keine wirklich große Auswahl. 

Die neuen Warenhäuser waren ganz anders, sie nutzten das elektrische Licht ganz offensiv, die Verkaufsräume und riesigen Schaufenster waren wie Bühnen dekoriert, es gab in Aachen innen drei Lichthöfe mit umlaufenden Galerien, es gab Waren aus dem Ausland. Frauen konnten dort plötzlich autonom agieren. Auch spielten Standesunterschiede im Warenhaus keine große Rolle mehr.

Wir können uns heute kaum vorstellen, wie anders das Einkaufen plötzlich wurde. 

Einzelhändler sahen damals ihre ökonomische Existenz bedroht, sie prangerten mangelhafte Qualität der Waren an und unlauteren Wettbewerb. Eine neue, rechtsradikale Partei wetterte gegen die „undeutsche“ Art des Handels. Verschwörungs-Erzählungen machten die Runde. Die Warenhäuser waren bei den Kundinnen extrem bliebt. Sie gerieten prompt ins Fadenkreuz antimoderner und antiliberaler Gruppen. Es gab einen Boykott-Aufruf und antisemitische Tendenzen, denn viele Warenhäuser waren im Besitz von Unternehmern, die jüdischen Glaubens waren. 

Schon 1933 wurde der Tietz-Konzern „arisiert“ und in Kaufhof umbenannt. 1965 wurde das Warenhaus am Markt abgerissen. Das wird alles in einem sehr lesenswerten neuen Buch berichtet, das dieser Tage in Aachen erschienen ist. „Das Warenhaus Tietz in Aachen – Ein Bauwerk im Spannungsfeld von Zeitgeschichte und Architektur 1892 – 1965“. 

Der Schwerpunkt des Buches liegt auf der Bau- und Architekturgeschichte. Es gibt viele interessante Bilder, über die ich mich mit einer Lupe gebeugt habe um vielleicht ein Mädchen zu erkennen (meine Oma), das dort eine Ausbildung machte. Das war damals der Gipfel der Modernität, mit einer Ausbildung – es gab erstmals Veranstaltungen zur Bildung und Weiterbildung – bei „Tietze Lejjend“ stand einer jungen Frau die Welt offen, das Selbstbewusstsein, das ihr dort vermittelt wurde, reichte für ein ganzes langes Leben. 

***

Das Buch beruht auf neuen wissenschaftlichen Forschungen und der Erschließung bislang unzugänglicher Archivquellen im Rahmen eines Kooperationsprojektes des Stadtarchivs Aachen mit der TH Köln. Aber es flossen zugleich Hinweise, Erinnerungen, Fotos und Unterlagen zahlreicher Bürgerinnen und Bürger ein, die sich im Frühjahr 2020 nach einem öffentlichen Aufruf beim Stadtarchiv gemeldet hatten. 

Der Band erscheint im Schuber mit Beilagen: zwei Bauplänen, einer Entwurfszeichnung, einer Zeitungsanzeige im Großformat (A 2) und einer Fotografie als Großpostkarte. Die neue Veröffentlichung ist der 5. Band der Schriftenreihe „Aus den Quellen des Stadtarchivs Aachen“. Das Ziel der 2018 begonnen Reihe ist es, die vielfältigen Quellenbestände aus dem Stadtarchiv Aachen, die vom Jahr 1018 bis heute reichen, vorzustellen.

Zum Buch: Daniel Lohmann, Thomas Müller, René Rohrkamp, Maike Scholz (Hrsg.), Das Warenhaus Tietz in Aachen – Ein Bauwerk im Spannungsfeld von Zeitgeschichte und Architektur 1892-1965, ISBN 978-3-00-069326-7. Preis: 25 Euro, erhältlich im Stadtarchiv Aachen, Reichsweg 30. Dort ist eine Anmeldung per Mail (stadtarchiv@mail.aachen.de) oder unter der Telefonnummer 0241-432 4972 erforderlich. Außerdem gibt es das Buch im Aachener Buchhandel, z. B. in der Buchhandlung Backhaus.

Wie es dazu kam, dass das Warenhaus der Familie Tietz in den 1960er Jahren abgerissen wurde und an gleicher Stelle am Markt dieser Neubau entstand (s. Foto), das wird in dem Buch „Das Warenhaus Tietz in Aachen“ ausführlich dargestellt. Ein in weiten Teilen sehr spannendes Buch.
Statt der eleganten Lichthöfe und umlaufenden Galerien des Warenhauses Titz gibt es nun in Aachen diese Situation am Markt, Karlshof genannt. In der Mitte: sinnlose Kunst, bei der irgendwie von oben Wasser runterläuft.

Infos: Pressemitteilung des Presseamtes der Stadt Aachen

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Sofort anhalten. Wegfahren lohnt sich nicht.

Leute, wenn die Polizei hinter euch her ist: sofort anhalten und das Gespräch suchen. Alles andere lohnt sich nicht, egal wie betrunken oder bekifft ihr gerade seid. Es wird sonst alles nur noch schlimmer, als es sowieso schon ist. Ein Beispiel aus dem heutigen Polizeibericht:

Ein Rollerfahrer (36) ist in der vergangenen Nacht vor einer Polizeikontrolle auf der Jülicher Straße geflüchtet. Der Mann war mit einem geklauten Kennzeichen unterwegs und sollte kurz vor der Hein-Janssen-Straße angehalten werden.

Stattdessen drückte der Mann aufs Gas und überfuhr mehrere Gehwege und eine rote Ampel. In der Liebigstraße verlor er schließlich die Kontrolle über das Fahrzeug und stürzte. Er selbst blieb unverletzt. Der Roller rutschte über die Straße und beschädigte einen geparkten Pkw.

Nach eigenen Angaben hatte der 36-Jährige noch kurz vor der Fahrt Drogen zu sich genommen. Bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten Cannabis und Amphetamin. Nach der Entnahme einer Blutprobe wurde der Mann entlassen. Ihn erwarten nun mehrere Strafverfahren, u.a. wegen Diebstahl, Drogenbesitz, Gefährdung des Straßenverkehrs und Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz.

Foto: Polizei Aachen
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Wenn Eltern versagen: Wer möchte hier helfen?

Der Pflegekinderdienst in der Stadt Aachen – Sozialdienst Katholischer Frauen und Fachbereich Kinder, Jugend und Schule – sucht für Kinder geeignete Pflegepersonen. Drauf weist die Pressstelle der Stadtverwaltung hin.

Aus unterschiedlichen Gründen können die Kinder für einen längeren Zeitraum oder auf Dauer nicht mehr bei ihren Eltern leben. Es werden daher Pflegepersonen gesucht, die über Erfahrung im Umgang mit Kindern verfügen und bereit sind, die Funktionen der Eltern zu ersetzen oder zu ergänzen.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wird am Montag, 17. Januar, allerdings keine Infoveranstaltung im üblichen Rahmen stattfinden. Aber: Wer Interesse an der Tätigkeit hat, kann sich an diesem Tag von 19.30 Uhr bis 21 Uhr unter Telefon 0241 432-45777 beraten lassen.

Dort erläutert der Pflegekinderdienst die Voraussetzungen, die die Pflegepersonen mitbringen müssen, wie sie auf das Pflegeverhältnis vorbereitet werden, was die Kinder an Vorerfahrungen mitbringen und aus welchen Herkunftssituationen sie kommen.

Paare und Einzelpersonen, die im Stadtgebiet Aachen wohnen, sind herzlich dazu eingeladen, sich telefonisch zu melden. Viele Informationen gibt es auch auf www.aachen.de/pflegekinderdienst. Eine zusätzliche Möglichkeit, sich telefonisch beraten zu lassen, besteht jeden Mittwoch von 10 Uhr bis 12 Uhr ebenfalls unter der Telefonnummer 0241 432-45777.

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Schulen brauchen Hilfe bei der Anwendung der digitalen Medien und technischen Geräte

Um mehr von der Digitalisierung im Grundschulunterricht zu erfahren hatte sich der Schulausschuss jüngst eine Grundschullehrerin eingeladen: Franziska Rembarz, kompetente Konrektorin in Vaalserquartier und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Digitalisierung der Grundschulen, berichtete offen und ohne etwas zu beschönigen.

Aachens Schulen werden immer digitaler. Tablets, Accesspoints für WLAN und interaktive Tafeln kommen – insbesondere in der Pandemie – zum Einsatz. Teure Geräte stehen zur Verfügung, doch „oft läuft das System nicht“, bedauert die Pädagogin. Keine von ihnen verfüge über ein Zusatzausbildung in Informatik.

In Aachen sind 3630 iPads angeschafft worden – eigens für Kinder, die zu Hause keinen Laptop, kein Tablet zur Verfügung haben.

An den Grundschulen würden die Aufgaben der IT-Koordinatoren immer umfangreicher, erklärte Franziska Rembarz den Schulpolitiker*innen. Man sei nun mit teurer Hardware ausgestattet, „aber die verstaubt im Schrank“. Wenn nämlich die Gräte plötzlich ausfallen würden, bekommen die Lehrerinnen Fehlermeldungen und die Technik nicht wieder in Gang. Sie könnten hervorragend mit Kindern umgehen, hätten aber längst nicht alle die Fähigkeit, bockige Computer zu warten und sie so ans Laufen zu bringen, wie es sein müsste. 

Für diesen first-level-support steht den Grundschulen ein „IT-Hausmeister“ zur Verfügung. Wenn der auftauche, dann seien die Computer auch bald wieder fit. Allerdings müsse man auf den Helfer manchmal wochenlang warten, weil er so beschäftigt sei. „Der Unterstützungsbedarf in den Grundschulen ist hoch“, erfuhren die Ausschuss-Mitglieder und konnten die Ausführungen über das fehlende technische Know-how gut nachvollziehen. 

Die „Bedienkompetenz“ der Lehrkräfte müsse erhöht werden, forderte die Referentin. Man brauche Beratung, Einweisung und Qualifizierung. Und außerdem, einen zusätzlicher IT-Hausmeister – also einen IT-Experten der Regio IT. „Sachen erklären und Geräte anschließen“, müsse der beispielsweise.

Prognose: Mit Blick auf die kommenden Haushaltsberatungen dürfen sich die Schulen vermutlich Hoffnungen auf zusätzliche Unterstützung machen. Mehr zu dem Thema und zum Verlauf der Sitzung ist hier nachzulesen. Die Lokalzeitung berichtete ebenfalls ausführlich. Bitte lesen.

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Zur allgemeinen Entspannung ein Foto, das im Stadtpark entstand. Ein Gang in die Natur kann sehr heilsam sein, wenn die Probleme mit dem Computer einem mal wieder über den Kopf wachsen.

Hier noch etwas Musik von ZAZ: https://www.youtube.com/watch?v=KDcgOpUp2nc

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Wegen ein paar Euro: Parkautomat gesprengt – und weitere Polizeimeldungen

Unbekannte Täter haben gestern Abend (am Montag, 3. Januar) einen Parkscheinautomat in der Straße im Gillesbachtal in Burtscheid gesprengt und die Geldkassette entwendet.

Mehrere Anwohnerinnen hatten um 23.35 Uhr die Polizei verständigt, nachdem es zu einer lauten Detonation gekommen war. Die Zeuginnen konnten noch zwei Männer beobachten, die nach der Tat in Richtung des Parks flüchteten.

Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief jedoch erfolglos, teilt die Polizei mit. Die Kripo hat Spuren an dem Automaten gesichert und ein Strafverfahren wegen besonders schweren Diebstahls eingeleitet.

Foto: Polizei Aachen

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In Walheim hat es gestern Vormittag (3. Januar) einen schweren Unfall gegeben. Ein Autofahrer erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.

Der Mann war mit seinem Wagen gegen 10 Uhr auf der Walheimer Straße Richtung Monschauer Straße unterwegs, als das Fahrzeug von der Straße abkam und gegen eine Laterne prallte. Der 64-Jährige wurde durch den Zusammenstoß so schwer verletzt, dass er von einem Notarzt reanimiert werden musste. Trotz der Wiederbelebungsversuche starb er kurze Zeit später noch am Unfallort.

Ein internistischer Notfall könnte ursächlich für den Unfall gewesen sein, so vermutet die Polizei. Das Verkehrskommissariat hat die Ermittlungen aufgenommen. (sk)

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Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Wiesenstraße in Burtscheid ist eine 30-jährige Frau am Sonntagabend, 2. Januar, schwer verletzt worden. Beobachter hatten sofort die Rettungsdienste verständigt, nachdem sie gegen 23 Uhr die Flammen in der Wohnung der Frau bemerkt hatten.

Zuvor soll es einen lauten Knall gegeben haben. Mehrere Anwohner mussten von der Feuerwehr evakuiert werden. Weitere Personen wurden jedoch nicht verletzt. Die Feuerwehr hatte den Brand schnell im Griff und konnte eine Ausdehnung verhindern. Die Wohnung der 30-Jährigen brannte jedoch völlig aus.

Die Ursache des Brandes ist derzeit noch unklar. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Brandort soll gemeinsam mit einem Sachverständigen untersucht werden.

Brand in der Wiesenstraße. Durch einen Sprung aus dem Fenster rettete sich eine Frau vor den Flammen, verletzte sich aber schwer. Foto: Polizei Aachen

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Nach einem Wohnungsbrand in Aachen in der Peterstraße 38 am 1. Januar drohte der im Mitleidenschaft gezogen Kamin einzustürzen. Durch die Feuerwehr wurde in Zusammenarbeit mit dem städtischen Bauhof und der Polizei zunächst die Peterstraße zwischen Komphausbadstraße und Kurbrunnenstraße für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt.

Der Dachstuhl ist abgebrannt, das Haus auf der Peterstraße in Aachen ist unbewohnbar.

Derzeit ist nur noch der Bürgersteig gesperrt. Fußgänger*innen können auf dem gegenüber liegenden Gehweg passieren. Der Kamin soll im Laufe der Woche durch eine Spezialfirma abgetragen werden, so teilt die Polizei mit. (Mü.)

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Auf der Stolberger Straße ist in der Nacht zum Donnerstag (30. Dezember) ein Kondomautomat gesprengt worden. Von dem oder den Täter(n) fehlt bislang jede Spur.

Der oder die Unbekannten benutzten kurz nach Mitternacht nach bisherigen Erkenntnissen einen Böller, um den Automaten zu sprengen. Der Automat wurde dabei komplett auseinandergerissen und massiv beschädigt. Als die Polizei vor Ort eintraf, fanden die Beamten nur noch einige am Boden verstreute Verpackungen und 6 Euro.

Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen besonders schweren Diebstahls und Sachbeschädigung. (sk)

Foto: Polizei Aachen
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