100 Tage Oberbürgermeisterin – Sibylle Keupen lädt Bürger*innen zum Dialog ein

Am 9. Februar ist Sibylle Keupen 100 Tage im Amt der Oberbürgermeisterin (OB). Interviews mit der Presse sind zu diesem Anlass üblich. Die OB bezieht jetzt aber erstmals auch Bürger*innen in den Dialog mit ein.

„Mir ist klar, dass ich in Corona-Zeiten mit den Bürger*innen nicht den persönlichen Kontakt aufnehmen kann, den ich mir dringend wünsche“, so Keupen. Deshalb lädt sie erstmals zu einem Online-Austausch ein. Geplant ist eine Video-Konferenz, zu der sich Interessierte bis zum 11. Februar unter der Mailadresse 100tage_oberbuergermeisterin@mail.aachen.de anmelden können.

Benötigt werden der Name, eine Telefonnummer und das Thema, über das du mit der Oberbürgermeisterin sprechen möchtest. Zehn Bürger*innen werden ausgelost. Am 17. Februar können sie dann von 18 bis 19.30 Uhr per Zoomkonferenz direkt mit Sibylle Keupen ins Gespräch kommen. Damit auch weitere Bürger*innen die Gelegenheit haben, aktiv teilzunehmen, wird das Gespräch auf dem YouTube-Channel der Stadt Aachen live übertragen.

Fragen, Anmerkungen und Kommentare sind per Chat möglich. In den ersten 100 Tagen habe sie viel auf den Weg gebracht. Bürger*innendialog, Klimawandel, Mobilität und gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung seien die großen Themen, sagt Keupen.

Trotz der langen, arbeitsreichen Tage genießt sie die neue Aufgabe. Sie sagt: „Ich habe viel auf der Agenda. Spannendes, Herausforderndes und auch Bewegendes. Besonders wichtig ist mir aber, nah an den Menschen dieser Stadt zu sein, ihre Sorgen und Nöte zu kennen.“ 

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Der Zoll ist jetzt am Eisenbahnweg zu Hause

Der Neubau am Eisenbahnweg beherbergt jetzt das Hauptzollamt Aachen.

Der Zoll (Bundesbehörde) ist ab sofort am Eisenbahnweg zu Hause: Das Hauptzollamt ist von Süsterfeld nach Rothe Erde umgezogen, genau in die Ecke von Aachen, wo der Zoll vor Jahrzehnten einmal ansässig war.

Rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steuern jetzt jeden Morgen den Eisenbahnweg an (außer denen, die im Homeoffice arbeiten können). Viele von ihnen fahren offenbar durch den Freunder Weg, wo sie zusammen mit den orangenen großen und kleinen Wagen des Stadtbetriebs für eine Zunahme des Autoverkehrs sorgen. Etliche Anwohner sind genervt und möchten etwas unternehmen.

Kleinere Abteilungen des Zolls verbleiben andernorts, nur die Abteilung für Bußgelder und Strafsachen soll ebenfalls später noch nach Rothe Erde umziehen – sobald das nächste Gebäude am Eisenbahnweg fertiggestellt ist.

Ein weiteres Gebäude am Eisenbahnweg wird gerade fertiggestellt. Im Sommer zieht dort die nächste Abteilung des Zoll ein.

Das Hauptzollamt ist derzeit wegen der Pandemie für den Publikumsverkehr nicht zu erreichen. Es müssen vor einem Treffen Termine vereinbart werden.

Fahrzeuge des Zoll deuten auf die Anwesenheit dieser Bundesbehörde im Viertel hin. Im Hintergrund, rechts: Das große Parkhaus der Aachen Arkaden.

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Kein CHIO, keine Heiligtumsfahrt, kein Kultursommer?

Stattfinden wird, wie man hört, 2021 die Verleihung des Karlspreises an den rumänischen Staatspräsidenten Klaus Iohannis. Vielleicht nicht am Himmelfahrtstag (13. Mai), vielleicht nicht als Großveranstaltung im Rathaus und auf dem Katschhof, vielleicht nicht analog sondern digital, also in einer neuen, kleineren Form.

Unterdessen hat die FDP (nur 3 Sitze im Rat der Stadt) Georg Helg als Mitglied in das Karlspreisdirektorium berufen. Dieses Gremium sucht jedes Jahr den neuen Karlspreisträger aus – bisher 61 Männer und 6 Frauen. Die Fraktion die Zukunft (4 Sitze im Rat der Stadt) hat – im Gegensatz zur FDP – bisher Schwierigkeiten, dass ihre Kandidatin Dina Bharucha in das Gremium aufgenommen wird.

Ob der CHIO 2021stattfindet, steht noch nicht fest, ist aber unwahrscheinlich.

2020 ist der CHIO, das internationale Weltklasse-Reitturnier bereits ausgefallen, die Karten konnten zurückgegeben werden. Was aber ist mit dem CHIO im Jahr 2021 ?? Vom 25. Juni bis 4. Juli soll das Turnier stattfinden, doch bleibt es dabei? Der ALRV wird sich in den nächsten Tagen äußern müssen.

Unterdessen sind die Heiligtumsfahrten in Aachen und Kornelimünster für dieses Jahr abgesagt worden. Derartige Ereignisse hatten in den vergangenen Jahren über 100.000 Menschen nach Aachen gelockt. Die Heiligtumsfahrten (finden eigentlich alle 7 Jahre statt) werden aufgrund der Corona-Pandemie auf das Jahr 2023 (!) verschoben.

Alles über die Heiligtumsfahrt in Aachen. Hier weiterlesen.

Wie den Heiligtumsfahrten (https://heiligtumsfahrt-aachen.de) wird es wohl auch der Kultur im Sommer ergehen und vielen weiteren, kleineren Veranstaltungen: Weinfest, Bend, historischer Jahrmarkt, Flohmarkt, Domspringen, September Special und vielleicht muss sogar wieder der Weihnachtsmarkt ausfallen.

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Impfzentrum öffnet am kommenden Montag

Am kommenden Montag, 8. Februar, öffnet das Impfzentrum der StädteRegion Aachen in der Hubert-Wienen-Straße 8/Ecke Krefelder Straße seine Pforten. Anspruch auf eine Impfung haben zunächst ausschließlich Menschen über 80 Jahre, die einen bestätigten Termin im Impfzentrum haben. 

Wichtig: Impfungen ohne Termin können nicht vorgenommen werden! Die StädteRegion Aachen hat eine Internetseite eingerichtet, in der noch einmal die wichtigsten Informationen zum Impftermin nachzulesen sind. Diese Seite findet man unter: www.staedteregion-aachen.de/impfzentrum

Impfterminvergabe – nur telefonisch oder im Internet 

Seit dem 25. Januar können Personen ab 80 Jahren sowohl online (www.116117.de) als auch telefonisch (0800/116 117-01) Impftermine buchen. Für Anrufer aus dem benachbarten Ausland wurde eine eigene Telefonnummer eingerichtet (+49 203 – 7140 90 90).

Die Vergabe ist vermutlich – nach dem ersten Ansturm – jetzt nicht mehr so aufreibend und nervenzerfetzend wie am Anfang. Toi toi toi.

Bei der jeweiligen Buchung bekommt man automatisch einen Termin für die Zweitimpfung im Abstand von drei Wochen. Eine Terminvereinbarung ist weder bei Stadt oder StädteRegion Aachen noch im Impfzentrum möglich!

Hier wird ab kommenden Montag geimpft, wer einen bestätigten Termin hat. Achtung: Personalausweis oder Reisepass nicht vergessen.
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Ein Stück aus dem Gedächtnis der Stadt

Wir wissen hier nicht, ob ihr Leserinnen und Leser auch an Texten interessiert seid, die sich mit der Vergangenheit Aachens und der StädteRegion befassen. Aber ein Versuch sei gewagt: Wir präsentieren euch mal das „Archivale des Monats“, das das Aachener Stadtarchiv (befindet sich in der Nadelfabrik am Reichsweg) regelmäßig auf seinen Seiten im Netz veröffentlicht.

Im Stadtarchiv befinden sich Unmengen von alten bis uralten Dokumenten, so viele, dass man bei manchen übrigens noch nicht mal weiß, um was es sich überhaupt handelt??? Heute geht es um ein erstes Stück Ratsgeschichte nach dem 2. Weltkrieg.

Das Archivale des Monats zeigt im Februar 2021 die erste Seite des gedruckten Protokolls der ersten Sitzung der Stadtvertretung nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vom 5. Februar 1946 (Foto s. unten). Es ist von dem uns bisher völlig unbekannten Ludwig Kuhnen die Rede, offenbar ein tapferer Journalist und der erste Oberbürgermeister nach dem Krieg.

Ludwig Kuhnen wird in sein Amt eingeführt

Am 5. Februar 1946 trat die von der britischen Militärregierung ernannte Stadtvertretung im Sitzungssaal der Handwerkskammer in der Couvenstraße erstmals zusammen.

In der Sitzung wurde Ludwig Kuhnen, der am 1. Februar von der britischen Militärregierung zum ehrenamtlichen Oberbürgermeister ernannt worden war, in sein Amt eingeführt. Kuhnen, von Beruf Journalist, war 1918 Mitglied im Aachener Arbeiter- und Soldatenrat, wurde Gewerkschafter und Sozialdemokrat und war von Juli 1920 bis Oktober 1932 gewählter besoldeter Beigeordneter der Stadt Aachen.

Nach dem Krieg war Kuhnen vor seiner Ernennung zum Oberbürgermeister erneut zum Beigeordneten (d. i. ein hoher Beamter) bestimmt worden, zusätzlich wurde ihm die Leitung des Ernährungs- und Wirtschaftsamtes sowie des Amtes für Wirtschaftskonzessionen (seit 02.11.1945) übertragen. 

Alle politischen Interessen im Blick

Die ernannte Stadtvertretung bestand am Tag ihres Zusammentritts aus Kuhnen als Vorsitzendem, dazu kamen 41 ernannte Mitglieder und acht Angehörige der Stadtverwaltung. Bei der Zusammensetzung hatte die Militärregierung versucht, alle politischen Interessen zu berücksichtigen. Es waren Arbeiter, Angestellte, Unternehmer, Hausfrauen, Kaufleute, Handwerker und Handwerksmeister, auch Akademiker und Landwirte vertreten.

Die Sitzung eröffnete Oberstleutnant G. F. Parrott – seit Juni 1945 britischer Kreis-Resident-Officer für den Stadtkreis – der sich mit einer Ansprache an die Anwesenden wandte. Er betonte: „… einzeln vertreten Sie verschiedene Parteien, Organisationen und Interessen innerhalb der Bürgerschaft Aachens, gemeinsam werden Sie die kommunale Verwaltungskörperschaft bilden; eine große Verantwortung liegt vor Ihnen, denn dies ist die erste Phase einer eigenen demokratischen und freien Regierung für Deutschland; auf Ihnen ruht die Verantwortung und Hoffnung für die Zukunft, Sie dürfen bei diesem höchst bedeutsamen Schritt vorwärts nicht versagen.“ 

Der Officer kündigte Wahlen an – die erste Wahl der Stadtvertretung fand am 13. Oktober 1946 statt -, vorsorglich wurden die Stadtvertreter aber für drei Jahre ernannt. Auch gab Parrott der Stadtvertretung grundlegende organisatorische Rahmenbedingungen an die Hand, die von der Militärregierung vorgegeben worden waren und in die neue Satzung der Stadt Aachen einfließen mussten, die am 19. Februar 1946 verabschiedet werden sollte.

„Ratsherr Frau Pascher“

In dieser ersten Sitzung folgten Ansprachen von Oberbürgermeister Kuhnen und Regierungspräsident Ludwig Philipp Lude, gefolgt von Ansprachen der Ratsherren und Ratsdamen – im damaligen Duktus des Protokolls mit zum Beispiel „Ratsherr Frau Pascher“ benannt.

Oberbürgermeister Kuhnen appellierte in seiner Rede an die Versammlung, den Blick nach vorne zu richten, ohne die Jahre der nationalsozialistischen Herrschaft zu vergessen. Er sagte:

„Ferner eine dringende Mahnung an die Frauen und Mütter: Erzieht Eure Kinder im Geiste des Friedens und der Völkerversöhnung. Helft mit ausrotten, was eine verkehrte und verbohrte Diktatur und Führerschicht in die Herzen der Kinder eingepflanzt hat. … Die Gangster eines Nationalsozialismus, die sich in großsprecherischer Weise ‚Führer des deutschen Volkes‘ schimpften, haben uns so oft erklärt, daß sie uns die Ehre und die Freiheit bringen wollten; in Wahrheit haben sie uns beides geraubt.“

(Erinnert an Donald Trump, der ebenfalls in großsprecherischer Weise Amerika „great again“ machen wollte, aber das genaue Gegenteil erreichte.)

Hier zu sehen: Die erste Seite des gedruckten Protokolls der 1. Sitzung der von der britischen Militärregierung ernannten Stadtvertretung nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vom 5. Februar 1946. Quelle: Stadtarchiv Aachen, Rat der Stadt Aachen und Ausschüsse ab 1945
Im Eingangsbereich der alten Nadelfabrik in Aachen (Reichsweg).

***

Ein Tipp für alle, die viel Zeit haben und nicht ewig vor dem TV rumsitzen wollen: ein Podcastexperiment. Das haben wir dem Berliner Checkpoint entnommen. Ganz schön spannend: Das Grundgesetz in elf Geschichten.

Das Experiment nimmt sich die ersten elf Artikel des Grundgesetzes vor und verarbeitet sie mithilfe verschiedener Autor*innen, Künstler*innen und Journalist*innen zu Hörstücken aller Genres von Essay bis Thriller.

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Polizei nimmt falsche Polizisten fest

Heute Morgen (2. Februar) gegen 9.40 Uhr nahmen Polizisten in der Soers zwei Betrüger vorläufig fest. 

Nach bisherigen Ermittlungen, so teilt die Pressestelle der Polizei mit, gab man sich gegenüber einer Seniorin mitten in der Nacht am Telefon als Polizei aus. Man forderte die alte Dame auf, ihren Schmuck an einem verabredeten Platz zu deponieren. Die Polizei würde diesen dann zum Schutz vor Dieben in Verwahrung nehmen. 

Die Seniorin kam der Aufforderung nach. Als sie morgens nachschaute, war der Schmuck weg. Sie informierte daraufhin ihre Angehörigen und diese die Polizei

Am Morgen meldeten sich die Betrüger dann erneut telefonisch bei der Aachenerin und wollten nun Bargeld haben. Zum Schein und in Absprache mit der „richtigen“ Polizei ließ sich die Dame darauf ein. Beide Tatverdächtigen (23 und 25 Jahre alt) konnten von den Beamten am Tatort wenig später vorläufig festgenommen werden.

Entsprechende Strafverfahren wegen Betrug wurden eingeleitet. Der Schmuck wurde bislang aber nicht aufgefunden. 

Die Polizei nimmt nie Wertgegenstände in Verwahrung, auch nicht im hier abgebildeten neuen Polizeipräsidium. Foto: Archiv

Wichtige Hinweise der Polizei: 

   - Die Polizei verwahrt keine Wertgegenstände oder Bargeld.
   - Lassen Sie Vorsicht walten und beenden Sie solche Telefonate.
   - Reden sie im Bekanntenkreis darüber.
   - Im Verdachtsfall melden Sie sich bitte umgehend über den 
     polizeilichen Notruf „110“.	 (fp) 

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Als ich mal meine Tante zum Impfen anmelden wollte

Einige von euch haben vielleicht in der vorigen Woche versucht, für einen älteren Menschen in NRW einen Impftermin (bzw. zwei, man wird ja zwei Mal geimpft) zu bekommen. 

Ich wurde von meiner Tante (Ü80) zu Hilfe gerufen, sie hatte es per Telefon versucht, aber die Telefonhotline war immer besetzt. Ich habe mich also unter ihrem Namen auf dem Impfportal anzumelden versucht, sie hat nämlich selber keine E-Mail-Adresse. 

Von zielgruppengerechter Ansprache schon mal keine Spur. Online-Registrierung 80- und 90-Jährigen vorschlagen? Wie unpassend. Gehts noch? 

Ich konnte mich also unter ihrem Namen anmelden, es wurden mir die Termine angezeigt, alle mit dem Vermerk: schon besetzt. Kein freier Termin bis weit ins Jahr 2022 hinein? Hää? Das konnte nicht wahr sein und mir dämmerte, „mit der Plattform stimmt was nicht“. 

Eine Plattform zu programmieren, die mit einem großen Ansturm klarkommt, das IST EIN GELÖSTES PROBLEM, das ist ein schon lange gelöstes Problem. Das ist keine Raketenwissenschaft.

Eventim zum Beispiel reserviert und verkauft an einem Tag in ganz Europa mehr Theatertickets als in ganz NRW bisher geimpft worden sind. Man hätte die Eventims fragen können, die haben derzeit sicher freie Kapazitäten. Man hätte auch sonst jemand fragen können, der/die schon mal eine solche Plattform programmiert hat.

Außerdem: Der Ansturm war vorhersehbar. Das konnte man sich doch an den 10 Fingern abzählen, dass es einen Ansturm geben würde. Und dann eine instabile Plattform anzubieten, das ist wirklich nicht nett.

Bei einer so schlechten Plattform hätte man den Ansturm anders niedrig halten können. Man hätte anders vorgehen können, hätte sagen können: Es sollen nur die Ü80 sich anmelden, die im Januar geboren wurden, dann die im Februar, dann die im März usw. „Da gibt es tausend Möglichkeiten“, sagt Linus Neumann in der jüngsten Folge von Logbuch:Netzpolitik (Folge: 378)

Tage später waren viele Termine freigeschaltet und ich habe zwei Termine und die jeweiligen Uhrzeiten auswählen können, aber es wurde nicht besser. Es wurde ein pdf zugeschickt, sieben Seiten mit u. a. einem Fragebogen zum Ausfüllen (Anamnese), mit erklärenden Infos die unterschrieben werden mussten usw. usw.

Das sollte also ausgedruckt und unterschrieben – zum Impftermin – mitgebracht werden. Es waren drei Dokumente. Die Rede war aber – ungelogen – von acht (8!!!) Dokumenten, die bitte ausgedruckt und unterschrieben mitgebracht werden müssen. 

Da war ich so weit, die Hotline (0800 116117 01) anzurufen, wo ich auch jemand ans Telefon bekam, weil mein Telefon eine Funktion hat, wo es immer wieder automatisch ohne Ende dieselbe Nummer anruft bis mal frei ist.

Es kam zu einem Gespräch, ich war extra sehr aufgeräumt, konzentriert und freundlich. Ich mach es kurz: Mein Gesprächspartner klang sehr genervt und tat mir vom ersten Satz an, den er sprach sehr leid. Er kapierte auch gar nicht, was für ein Problem ich hatte (nur 3 von 8 Dokumenten vorhanden). Ich glaube, er kannte das pdf-Dokument mit den Handlungsanweisungen gar nicht.

Ich habe mich dann mit einem guten Freund – immerhin Ingenieur bei IBM – über die 7 Seiten gebeugt und was soll ich sagen: Wir wurden nicht schlau aus der Sache und haben einfach den Text mehrfach ausgedruckt und schicken jetzt meine Tante mit diesen mehrfach unterschrieben Dokumenten auf die Piste (zur Eissporthalle), sozusagen.

Meine Tante zu mir: „Ein Glück, dass du dich mit diesem Internet so gut auskennst.“ – Ich: ???

Wünscht uns Glück.

In der Eissporthalle (die heißt jetzt 100,5-Arena) wird meine liebe Tante im März zum 1. Mal geimpft und im April zum 2. Mal. Ob es klappt? Wir sind gespannt.

Hier weiter: Impftermin-Vergabe völlig überlastet

Der Landrat von Heinsberg, Stephan Pusch, ist total sauer: via Facebook https://www.facebook.com/kreisheinsberg/videos/456849042360595

***

Ach ja, darauf weist der „Tagesspiegel“ heute hin: FALLS das wirklich stimmt, dass jede/r nur an seinem Erstwohnsitz geimpft werden kann, dann initiiert die Politik eine Massenwanderung biblischen Ausmaßes, während sie gleichzeitig vor dem Reisen warnt. – Aber das wird in Kürze sicher noch korrigiert.

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Was bringt der Impfgipfel? – Nichts.

Perfekt eingerichtet, aber menschenleer. Die Eissporthalle in Aachen (Krefelder Straße), in der ein Impfzentrum errichtet wurde. Das ist ungenutzt wie etwa 400 andere Impfzentren in Deutschland.

Morgen, Montag, gibt es in Berlin einen Impfgipfel. Das bedeutet: Die Ministerpräsident*innen, die Bundeskanzlerin, Minister Jens Spahn und die Impfstoff-Hersteller treffen sich zum Gespräch. Bringen wird das nichts.

Jedenfalls keine zusätzliche Dosis von den Impfstoffen. Die Hersteller können offenbar keinen zusätzlichen Impfstoff herbeizaubern (oder sie wollen es nicht, weil andere besser verhandelt und mehr Geld geboten haben, wie man das immer macht, wenn die Ware knapp ist und man sie unverzüglich haben will).

Die hastig aufgebauten 400 Impfzentren sind leer. Es gibt viel weniger Impfstoff als man gedacht hatte, als zu Weihnachten die Info verbreitet wurde: Der Impfstoff ist da, jetzt werden wir ruckzuck alle geimpft. Von wegen. Allein der Anmelde-Vorgang ist ein Desaster. (Wobei mir das ehrlich gesagt klar war, dass sowas via Internet bei uns in Deutschland nicht läuft. Die Software erstklassig bauen, das kann hier keiner.)

Eissporthalle, Haupteingang. Dort regt sich – außer dass der Schnee mittlerweile geschmolzen ist – nichts.

Was also wird sich durch den Impfgipfel ändern, welches Problem wird durch ihn gelöst? Das der Kommunikation vielleicht?

Im schlimmsten Fall werden alle aufeinander eindreschen. Das hilft keinem, da hat der Heinsberger Landrat Stephan Pusch ganz Recht (s. Facebook). De facto können wir natürlich froh sein, dass überhaupt ein Impfstoff oder sogar mehrere in so kurzer Zeit erfunden wurden. Das vergessen jetzt viele.

Aber bis alle geimpft sind, werden zwei Jahre vergehen. Das sollte mal ehrlich kommuniziert werden. Lieferschwierigkeiten, Personalmangel, Anmelde-Chaos usw . . . das wird nicht aufhören. Besser, wir fassen uns in Geduld als uns ständig aufzuregen.

Und von den großen deutschen Pharma-Firmen ist anscheinend auch nichts zu erwarten. Warum meldet sich der Pharma-Riese Bayer nicht? Ist wohl mit der Produktion von Glyposat voll ausgelastet. Schade. Auf die Namen Biontech und Moderna wäre ich bei Arzneimittel vor einem Jahr nicht gekommen, wohl auf Namen wie Bayer, BASF und Sanofi usw. 

Die Zahlen der Infizierten sinken, es ist wieder von Lockerungen die Rede. Mit diesem Raus und Rein in den Lockdown werden wir allerdings die Pandemie nicht los. Zumal mutierte Viren auf uns losmarschieren. Eher mit viel Geduld und intelligenten Lösungen für Schulunterricht, Homeoffice, Grenzen weitgehend zu und Einhaltung der AHA-Regeln. 

Zum Weiterlesen: hier

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Stawag gibt Entwarnung: Das Wasser ist gut

Das Wir-hatten-Kolibakterien-im-Trinkwasser-ach-neee-doch-nicht-Debakel

Eine gute Nachricht immerhin: Die Stadtwerke Aachen (Stawag) teilen mit, dass das Wasser in Aachen wieder bedenkenlos verwendet werden kann.

Es war nämlich nie verunreinigt, es gab nur eine Verwechselung zwischen den Proben-Entnahmen.

Mehr Infos hier: https://www.stawag.de/ueber-uns/presse/aktuelles/pressemeldungen/trinkwasser-kann-wieder-uneingeschraenkt-verwendet-werden/

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„Ein Jahr Radentscheid: Was ist bislang passiert?“

Ein Termin zum Vormerken. Es geht wieder um Informationen zur Verkehrswende – alles wegen der Pandemie nicht persönlich machbar. Infos zur Anmeldung folgen in Kürze.

Der Rat der Stadt Aachen hat am 6. November 2019 mit großer Mehrheit dem Radentscheid zugestimmt. Die Infrastruktur fürs Radfahren in Aachen soll auf dieser Grundlage bis zum Jahresende 2027 grundlegend verbessert werden.  Was ist seit diesem Beschluss bereits passiert, was ist für die Zukunft geplant?

Um diese Fragen geht es bei einer digitalen Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger am Freitag, 19. Februar, von 16 bis 20 Uhr. Das teilt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit.

Die Fachverwaltung wird dabei über ihre Arbeit des vorigen Jahres berichten, einen Ausblick auf die weitere Planung geben und auf die Projekte hinweisen, die in diesem Jahr und in den Folgejahren umgesetzt werden sollen.  

Der Radentscheid hat verschiedene Ziele formuliert, darunter die sichere Gestaltung von Kreuzungen, sichere Radwege an Hauptverkehrsstraßen und auch die Entwicklung der Radvorrangrouten. Es sollen viele neue Stellplätze für Fahrräder geschaffen werden. Und die vorhandenen Mängel sollen online erhoben sowie zeitnah beseitigt werden. 

Wer mehr zu dieser Veranstaltung wissen möchte, kann die folgende Mailadresse nutzen: radentscheid@mail.aachen.de
Internet: www.aachen.de/radentscheid

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