Von hier aus soll das neue Altstadtquartier wachsen

Das kommt alles weg: Parkhaus Büchel im Zentrum von Aachen. Fotos: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

Banner verhüllen jetzt das ehemalige Parkhaus Büchel. Mit dem 30. Juni 2020 endete die jahrzehntelange Nutzung als Pkw-Abstellort endgültig.

Mit dem 1. Juli haben Stadt und die 100-prozentige städtische Tochter SEGA (Stadtentwicklungsgesellschaft) das Gebäude übernommen und geschlossen. Vom Parkhausgrundstück aus soll das neue Altstadtquartier wachsen.

Für die Gestaltung der temporären Parkhaus-Verpackung ist das Büro „Maurer United“ verantwortlich. Marc und Nicole Maurer sind Gründer der Maastrichter Agentur für Architektur und Stadtplanung. Die SEGA hat die Agentur beauftragt, die Öffentlichkeitsarbeit rund um die aktuelle Gebietsentwicklung am Büchel zu organisieren. Insgesamt sind 54 Banner mit einer Gesamtlänge von etwa 200 Metern nötig, um das Parkhaus temporär einzupacken. 

Der einstige Einfahrtbereich des Parkhauses ist unterdessen mit Holzplatten geschlossen worden.

Neues Talkformat „Büchel Live“ geht online

Ein neues Format, dessen erste Folgen bereits online sind, heißt „Büchel Live“. Auf dem obersten Deck werden an insgesamt drei Tagen Talkshows mit jeweils drei Themenblöcken produziert, die auf den Social-Media-Kanälen der Stadt beworben und komplett auf www.buechel-aachen.de zu sehen sind. In den ersten Folgen spricht Stadtbaurätin Frauke Burgdorff mit Oberbürgermeister Marcel Philipp über das Gesamtprojekt Büchel.

Das Thema Wirtschaft mit den Aspekten Einzelhandel und Marketing stand mit Andreas Maul (Marketing Club Aachen) und Thomas Mathes (Mathes Einrichtungshaus) im Mittelpunkt. Wohnen lautete der dritte Themenblock mit Thomas Hübner (gewoge) und Dana Duikers (Stadt Aachen / Fachbereich Wohnen, Soziales und Intergration).

In der zweiten Folge „Büchel Live“ ging es mit VHS-Leiterin Beate Blüggel und RWTH-Professor Frank Piller vom Institut für Technologie- & Innovationsmanagement zum Thema Wissen weiter. Ana Sous (Geschäftsführung Atelierhaus Aachen e.V.) und Tim Berresheim (Musiker und Künstler) unterhielten sich mit Frauke Burgdorff unter der Überschrift „Wirken kreativ“.

Zum Thema Wiese waren Alexandra Kessler vom Gemeinschaftsgarten HirschGrün und Norbert Kloeter (Honorarprofessor an der FH Aachen, Fachbereich Architektur) zu Gast. Auch diese Talkshow-Folgen werden in Kürze online erscheinen.

Infos und Kontakte auf www.buechel-aachen.de.

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Fenstergespräche

Immer nur digital kommunizieren – ist auf die Dauer auch blöd. Das Stadtteilbüro im Reichsweg 30 (Nadelfabrik) in Aachen bietet derzeit Fenstergespräche an. Jeden Dienstag von 11 bis 14 Uhr und mittwochs von 15 bis 17 Uhr trifft man sich an den Fenstern des Büros. Achtung: In der Zeit von 13. bis zum 31. Juli ist geschlossen.

Jede/r kann zum Plaudern vorbeikommen, sich z. B. über Hilfe und Nachbarschaftshilfe anläßlich Corona informieren. Es gibt Maskensets zum Selbermachen, Blumen und Herzen für liebe Menschen. Außerdem auch Samenkugeln zum Begrünen.

Quartiersmanagerin ist Myriam Rawak, sie ist unter 0241 – 432-56312 zu erreichen. Mehr infos unter aachen.de/quartierstermine Im Stadtteilbüro gibt es auch eine Schuldnerberatung, die AWO ist dort präsent, die VHS macht Bildungsberatung und der Seniorenrat Aachen-Ost/Rothe Erde trifft sich dort.

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Stahlbeton-Fertigteile werden am Napoleonsberg verlegt

Auf nach Kornelimünster, wo man am Napoleonsberg auf eine Vollsperrung samt Monsterbaustelle trifft.

Fotos: Stadt Aachen/Katharina Isabel Franke

Was für viele Verkehrsteilnehmer für kurze Zeit – noch bis Samstag, 11. Juli – zur Entschleunigung führt, bedeutet für die verantwortliche Brückenbauingenieurin Barbara Siodmok vom Aachener Stadtbetrieb, für Jonas Fuhrmann als Projektleiter des Ingenieurbüros Kempen und Krause Ingenieure und für den Bauleiter Nils Fouquet der ausführenden Firma Eurovia „Vollgas!“ – Auf der Baustelle geht es in großen Schritten voran.

Die Pressestelle der Stadtverwaltung informiert:

Die Vollsperrung ermöglicht es, seit Montag, 29. Juni, täglich acht zwischen zwei und vier Tonnen schwere Stahlbetonplatten einzupassen. Per Krankwagen werden die vorgefertigten Betonteile an die richtige Stelle gehoben und dann mit vereinten Kräften exakt eingefasst. „Schon ein Versatz von wenigen Millimetern kann auf der Länge von 90 Metern große Maßabweichungen verursachen“, sagt Bauleiter Fouquet. Der nicht schnurgerade Verlauf der Mauer entlang der Inde mache die Sache nicht einfacher.

Kragarmplatten lassen spätere Aufteilung schon erahnen

Am Mittwochmorgen lagen die ersten 16 Platten schon am richtigen Ort und die nächste hing bereits am Haken des Kranwagens. Die etwa fünf Meter langen Stahlbetonteile liegen auf der Mauerkrone der Inde-Stützmauer auf und werden in der Mitte der Straße an einen zuvor betonierten Tragbalken angeschlossen. 

Die Neugestaltung der Fahrbahn inklusive Gehwegverbreiterung nimmt durch das Verlegen der Kragarmplatten schon erste Formen an. Durch die über die Mauer herausragende Platte wird der Gehweg später 2,5 Meter breit und kann für Radfahrer freigegeben werden, um eine sichere Radverkehrsführung am Napoleonsberg zwischen Korneliusmarkt und Steinkaulplatz herzustellen.

Parallel zur Verlegung der Fertigteile gehen die Bewehrungsarbeiten weiter. Wenn alle 62 Fertigteile liegen, wird – wieder per Teilsperrung – der Aufbeton auf die Fertigteile aufgebracht. Damit wären die Betonarbeiten zur Herstellung der Kragarmkonstruktion beendet.

Die Sanierung der Ufermauer ist dagegen bereits abgeschlossen: Von Anfang Februar an wurden Injektionen eines speziellen Zementgemischs durch 130 Bohrlöcher in bis zu mehr als sechs Meter Tiefe gesetzt, um das alte Mauerwerk zu verfestigen. Im April wurde die Stützmauer am oberen Ende des Napoleonsbergs, angrenzend zur Treppenanlage am Steinkaulplatz, um mehr als einen Meter erhöht.

Das ist für die geplante Gehwegverbreiterung erforderlich. Die weiteren Maßnahmen inklusive der finalen Asphaltierung werden voraussichtlich Ende des Jahres abgeschlossen. sein.

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Straßen werden umbenannt, Denkmäler gestürzt

In Aachen-Burtscheid soll eine kleine Stichstraße einen neuen Namen bekommen. Die Straße ist nach dem Nazi-Künstler und Nazi-Kunstprofessor Arthur Kampf benannt. Den wollen etliche Leute in Aachen ab sofort nicht mehr ehren. Seit anderthalb Jahren zieht sich die Entscheidung zur Umbenennung jetzt schon hin.

Auch in den USA werden jetzt Straßen und Plätze umbenannt. Man will dort ebenfalls keine Menschen mehr ehren, die das absolut nicht verdient haben.

Jana Hensel, 11.880 Follower bei Twitter, in der DDR aufgewachsen, hat uns in ihren Büchern („Wer wir sind“, 2018 // „Wie alles anders bleibt“, 2019) und in ihren Texten u. a. in der ZEIT die Befindlichkeit/das Empfinden, Gefühl, Denken und Handeln der Ostdeutschen erklärt.


Am 1. Juli setzte sie 6 Tweets ab. Sie twitterte:

Und noch zu dieser rewriting history-Frage der vergangenen Wochen: die Debatte, ob man Strassen umbenennen, Denkmäler stürzen und über Kunstwerke neu nachdenken müsste, lässt sich aus ostdeutscher Perspektive freilich mit einiger Verwunderung betrachten. Nach 1990 hat die ostdt.

Gesellschaft einen solchen Prozess ganz grundlegend erlebt und dabei die Erfahrung gemacht, dass es durchaus möglich ist, Geschichte neu zu betrachten und anders zu schreiben. Das war ein befreiender wie schmerzhafter Prozess zugleich, der noch lange nicht abgeschlossen ist.

Will sagen: solche Prozesse finden also ohnehin permanent statt, an ihnen ist gar nicht soviel Ungeheuerliches, wie es manchen erscheinen mag. Und: Gab es eigentlich Verweise auch auf diesen Erfahrungsvorsprung der Ostdeutschen in den vergangenen Tagen? Oder habe ich sie

übersehen, weil dieser Prozess an der Mehrheitsgesellschaft mehr oder weniger vorbei ging? Ich jedenfalls kann mich noch gut daran erinnern, was Sigmund Jähn einmal zu mir gesagt hat, nachdem er in eine neu nach ihm benannte Grundschule eingeladen wurde. Er sagte: „Ich habe

einmal in meinem Leben erfahren, wie die Schilder mit meinem Namen über Nacht abgehängt wurden, nun will ich mir nicht noch einmal ansehen, wie sie wieder aufgehängt werden.“ Geschichte also wird eigentlich jeden Tag neu verhandelt und neu gemacht. Zum Glück ist das so, wir

erfahren dadurch, wer wir wirklich sind.

***

Von ihr und einer weiteren Autorin gibt es bald ein neues Buch: Naika Foroutan und Jana Hensel erzählen Germany neu. Erstere aus migrantischer Perspektive, Hensel mit dem Blick einer Ostdeutschen. Beide als Frauen. Entstanden ist dabei vor allem ein Buch für die Westdeutschen. Hallelujah! Titel:

„Die Gesellschaft der anderen“

***

Ja die anderen, die setzen sich bräsig in die “Cafés zum Mohren“ und sagen zu denen, denen der Name Schmerzen zufügt: Jetzt habt euch doch nicht so, das Café ist benannt nach einem Dunkelhäutigen, der im Neuen Testament vorkommt, den wird man ja wohl noch Mohr nennen dürfen.

Nein Leute, auch dieser Heilige Drei König darf nicht mit einem extra häßlichen Schimpfwort erniedrigt werden.

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Die Piraten und mich kann man am 13. September wählen

Hallo Leute, hier mal was in eigener Sache. Es ist zwar noch eine ganze Weile hin, und ihr seid wahrscheinlich mit Ferien, Urlaub und Relaxen befasst. Aber in Aachen wird mal wieder ein neuer Stadtrat und ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Und da solltet ihr euch mal Gedanken machen.

Der Stadtrat, das sind die 76 Leute plus Oberbürgermeister (Marcel Philipp, CDU), die die Stadt Aachen regieren. Von der Müllabfuhr bis zum komplizierten Brückenbau, von den Kitas und Schulen bis hin zu Theater und Museen, von den Bebauungsplänen und dem Straßenbau bis zu Stawag, Aseag, Eurogress und Umwelt usw sind diese Leute für alles in Aachen zuständig und verantwortlich – und sie werden von euch gewählt.

Wie ihr seht, gibt es hier viele Mitglieder von allerlei (konservativen) Parteien und auch 3 von der Piratenpartei. Die Piratenpartei gründete sich vor Urzeiten (10 Jahre sind im Netz wie 100 im richtigen Leben) und ihre Mitglieder, Mitarbeiter, Freunde und viele, die hier mitlesen stecken ihre Nasen ebenfalls gern in alle Belange, die die Stadt Aachen und ihre Bürgerinnen und Bürger betreffen. Piraten haben in den letzten Jahren zur Stadtentwicklung viel gesagt und einiges bewirkt.

Einzelheiten könnt ihr der Seite Piratenpartei-Aachen.de entnehmen, die zur Zeit noch komplett gemacht wird, aber schon mal einen guten ersten Einblick verschafft.

Mehrfach konnten die Piraten sich mit ihren Anliegen nicht 100-prozentig durchsetzen. Und damit das besser läuft, wäre es ganz gut, wenn wir mit mehr Personen im Rat vertreten wären. Dazu müsstet ihr uns wählen. Geht das?

Hier werde ich weiter berichten über alles möglich – in der unabhängigen Art mit manchmal zugegeben etwas krassen Meinungen. Aber ich werde auch die Vorstellungen der Piraten in Aachen darstellen, Vorstellungen zu Verkehr, Bürgerbeteiligung, Transparenz, Kultur, Umwelt und mehr. Und zu der Frage, wohin sich Aachen in den kommenden Jahren entwickeln soll und wohin unbedingt nicht.

Bis dahin: stay tuned

Unser Oberbürgermeister-Kandidat ist übrigens dieser sympathische junge Mann:

Matthias Achilles (Student)
Das Büro der Piraten in Aachen, Wilhelmstraße/Ecke Lothringer Straße.
Wisster Bescheid
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Zuerst in die Stadtbibliothek, dann in den Sandkasten (oder umgekehrt)

Die erste Hälfte des Jahres ist geschafft. Es war alles ganz anders als sonst. Treffen mit mehreren Leuten gleichzeitig – sonst manchmal als ganz schön nervig empfunden – werden jetzt vermisst. Das ist so weird.

Und gefühlt schon Monate lang habe ich kein Buch mehr gelesen. Das kann nicht gut sein. Aber geh mal mit Mundschutz in die Stadtbibliothek!!! Das ist kein Vergnügen. Man möchte sich ja zwischen die Bücher setzen und tief durchatmen: Fremde Welten kennenlernen, sich in fremdes Leben und Erleben vergraben wohin man blickt . . . Die ganze wundersame Welt zwischen Buchdeckeln.

Deshalb hier für die, denen es ähnlich geht: „Sommerferienausleihe für Alle“ heißt es in der Stadtbibliothek in diesem Jahr zum ersten Mal. Das Angebot löst die bisherige Ferienausleihe, die in den Sommerferien nur auf Wunsch möglich war, ab. Bis zum 14. Juli werden entsprechend alle 28-tägigen Medien automatisch für sechs Wochen ausgeliehen.

Wichtig: Da ab April in der Stadtbibliothek eine neue Benutzungs- und Gebührenordnung gilt, verlieren alle alten Benutzerausweise nach Ablauf einer Übergangsregelung ab Juli 2020 ihre Gültigkeit. Der Austausch der Benutzerausweise erfolgt unkompliziert an der Anmeldung in der Stadtbibliothek in der Couvenstraße 15. Wer also zum Beispiel im Urlaub die Onleihe nutzen möchte, benötigt dazu einen neuen Benutzerausweis.

Die Stadtbibliothek ist in den Sommerferien planmäßig geöffnet, allerdings wie bisher mit eingeschränktem Service. Die Stadtteilbibliothek Haaren sowie die vier Nebenstellen in Bildchen, Kornelimünster, Oberforstbach und Walheim schließen während der kompletten Sommerferien.

Auch der Bücherbus Fabian fährt seine Haltestellen vom 29. Juni bis zum 11. August nicht an. Die Fälligkeiten für alle Medien fallen ab sofort automatisch in die Zeit nach den Sommerferien.

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Aachens größter Sandkasten

Der Archimedische Sandkasten 2020

Auf dem Katschhof ist wieder ein Sandkasten aufgebaut, 18 mal 18 Meter groß. 150 Tonnen feinsten Sandes wurden angefahren und ausgeschüttet. Sechs, statt wie früher nur drei Wochen, können Kinder im Sand buddeln. Gestern schon gesehen. Erstaunlich, mit welcher Inbrunst die Kleinen den Sand hin und her bewegen. Rätselhaft, dass ihnen das nach zwei Minuten nicht langweilig wird.

Für den Fall, dass es wieder sehr heiß wird, wurde in diesem Jahr ein Sonnensegel aufgebaut. Workshops für Kinder und Jugendliche gibt es in diesem Jahr nicht. Alle sollen Abstand halten, so wird geraten. Der Sandkasten ist dazu groß genug.

Mehr Infos zum Sandkasten: hier

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Diese krasse Werbung verbreitet angeblich ein Klima der Angst und musste in Frankreich aus dem Programm genommen werden. Das schreibt Lorenz Maroldt vom Berliner Tagesspiegel.

Wusste gar nicht, dass die Franzosen solche Sissys sind. https://www.youtube.com/watch?v=kMpqVfnuyII

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Neu: Leuchtende Blühstreifen im Stadtgebiet

Zur Zeit wegen Regen zwar nicht so auffallend, sind sie gleichwohl Zeichen von verändertem Denken: Kornblumen, Klatschmohn und Gräser am Straßenrand. Sehr zur Freude der Aachener Hummeln und Bienen. Die Mitarbeiter der Grünpflegekolonne des Aachener Stadtbetriebs haben sich jede Menge Mühe gemacht.

Beispielsweise an der Berensberger Straße, Ecke Lonweg, in Richterich. Die Grünpflegekolonne hatte die bestehenden Gewächse am Randstreifen Anfang des Jahres entfernt und die Blühmischung ausgebracht. Stetes Wässern war anschließend notwendig, da das Saatgut bis zum Keimen feucht gehalten werden muss. 

Blühen wird es bis zu den ersten Herbstfrösten, danach wird gemäht. Auch an anderen Stellen im Stadtgebiet gibt es neuerdings Blühstreifen: an der Roermonder Straße, Wüllnerstraße, Westpark, Stadtgarten und in Eilendorf Krebsstraße, Ecke Lindenstraße.

Sorgten für Blühstreifen am Straßenrand: Mitarbeiter der Grünpflegekolonne des Aachener Stadtbetriebs. Fotos: Stadt Aachen/Elisa Bresser
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Kultur muss umdenken und umschwenken

Kulturpolitiker in Aachen haben jetzt beschlossen, den Aachener Künstlerinnen und Künstlern – zusätzlich zu den bereits angelaufenen Hilfen durch Bund, Land und Kommune – weiterhin zu helfen.

Zu dieser Hilfe gehört – das teilt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit – die unkomplizierte und kostenfreie Nutzung städtischer Örtlichkeiten, die für Veranstaltungen aller Art räumlich und technisch gerüstet seien. Als Beispiele werden angeführt: Tivoli, Eurogress, Waldstadion, Ludwig Forum Aachen, Freibad Hangeweiher und „möglichst viele vergleichbare Örtlichkeiten“.

In jedem Fall müssen natürlich die laut NRW-Corona-Schutzverordnung erforderlichen Zugangskontrollen und die entsprechenden Hygiene- und Sicherheitsstandards gewährleistet sein. Also kommt mit Mund- und Nasenschutz und haltet Abstand.

Darüber hinaus wurde die Verwaltung beauftragt „zu prüfen, ob und wie die Veranstalter abgesichert werden können, falls Veranstaltungen aufgrund einer eventuellen Verschärfung der bestehenden Corona-Regelungen nach ihrer Genehmigung doch wieder abgesagt werden müssen.“

Geld wurde „noch nicht abgeschöpft“

Kulturdezernentin Susanne Schwier befürwortete den Antrag, wies aber zugleich darauf hin, dass auch die finanziellen Mittel der bereits bestehenden Unterstützungsfonds „längst nicht abgeschöpft“ seien. Kulturschaffende mit Beratungsbedarf oder auch Vorschlägen für alternative Veranstaltungsorte sollten sich „jederzeit vertrauensvoll an den Kulturbetrieb wenden“, forderte Schwier alle Aachener Kulturschaffenden auf.

Für Musiker*innen ist es insbesondere blöd, immer zu Hause zu spielen, um nicht aus der Übung zu kommen und dann nicht vor Publikum auftreten zu können. Die Musiker*innen und Schauspieler*innen des Stadttheaters sind übrigens finanziell abgesichert durch Kurzarbeitergeld und gewisse Zuzahlungen. Das teilte Kulturdezernentin Susanne Schwier in einer Sitzung mit. Diesbezüglich muss man sich also keine Sorgen machen.

Im Museum ist man heutzutage ziemlich allein, das soll in den 1960er Jahren zuletzt so gewesen sein. In Aachen hilft die Verwaltung allen, die irgendwie draußen Kultur stattfinden lassen wollen. Das wurde in öffentlicher Sitzung ausdrücklich zugesagt.
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Kunst in der Unterführung – bitte mehr davon!

Was mit der Unterführung im Hochschulbereich echt gut gelungen ist, könnte auch bei der Unterführung Erzbergerallee kein Fehler sein. Die Fraktion der Piratenpartei im Rat der Stadt hat einen Antrag gestellt. Fragt sich nur, ob die Mehrheit im Rat dem zustimmt.

Geht es nach den Piraten, dann wird die Verwaltung beauftragt, ein Konzept für die Gestaltung der Wände der Unterführung an der Brücke Erzbergerallee zu entwickeln. In Kooperation mit lokalen Künstlern*innen oder Jugendlichen sollen dort – wie in der Unterführung am Audimax – die Wände künstlerisch gestaltet werden.

Marc Teuku, Fraktionschef der Piraten im Rat, begründet den Antrag: Die gerade fertiggestellte Unterführung an der Erzbergerallee werde immer wieder mit sogenannten Tags beschmiert und habe – obwohl neu errichtet – schon ein etwas negatives Erscheinungsbild.

Der Erfolg der Neugestaltung der Unterführung am Audimax habe gezeigt, so Teuku weiter, „dass mit künstlerischer Gestaltung ein Ort eine ganz neue Ausstrahlung und Erscheinung bekommen kann“. Eine Möglichkeit wäre eine Kooperation mit der Bleiberger Fabrik, die bereits in Graffiti-Workshops das Kreativhaus in unmittelbarer Nähe im Moltkepark Jahr für Jahr mit Jugendlichen neu gestaltet.

Teuku weiter: Eine andere Variante könnte ein Wettbewerb sein unter lokalen Künstler*innen, die ihre Skizzen einreichen. Unter Bürgerbeteiligung könnte dann entschieden werden, welches Kunstwerk realisiert wird und welche/r Künstler*in vielleicht sogar ein Preisgeld erhält.

Die Unterführung im Februar 2020, als sie noch nicht ganz fertig war. Es handelt sich um ein relativ kompliziertes Bauwerk. Foto: Archiv
Die neu gestaltete Unterführung im Hochschulbereich könnte Vorbild sein für andere Unterführungen. Foto: Archiv
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„Bussi Bussi“ reloaded

Seit etwa 30 Jahren wird uns in Aachen ein Mini-Bus für die Innenstadt versprochen, der u. U. auch durch die Fußgängerzone fahren kann. Neuerdings soll es ein e-Bus sein und noch mehr neuerdings natürlich selbstfahrend.

Sich damit zu beschäftigen, das ist wahrlich Zeitverschwendung, denn den Mini-Bus durch die Fußgängerzone (seit jeher eine Schnaps-Idee von CDU und FDP) wird es niemals geben. Die Idee wird den Leuten besonders gern vor Wahlen präsentiert, die älteren Menschen freuen sich dann und denken, sie könnten demnächst besser in die Innenstadt kommen, usw.

Einst wollte eine Frau Neumann (CDU) Oberbürgermeisterin werden, und sie versprach auch diesen Bus. Es gab Plakate, da sah man einen Bus und in fetter Schrift stand da „Bussi, Bussi“. Das sollte Wahlwerbung sein.

Ich fand das damals so bescheuert, es war zum Fremdschämen, und ich habe das damals fotografiert, wegen auf mehreren Ebenen sensationell komisch. Bestimmt bastelt die FDP gerade jetzt, wo ihr das lest, an Wahl-Plakaten, die diesen Fußgängerzonen-Bus bewerben. Ich werde das fotografieren und hier zeigen.

Einzig die Mitglieder der Piratenfraktion im Rat haben kapiert, warum eine Fußgängerzone eigentlich Fußgängerzone heißt und nicht Fußgänger- und Buszone. Muss ich hier mal so deutlich sagen. Piraten wollen, dass die Fußgängerzone frei bleibt für Leute, die sich nicht in ein Auto/einen Bus setzen. Sie wollen, dass nicht alle 7 Minuten ein Mini-Bus angerollt kommt, und Passanten auf die Seite springen müssen, um nicht angefahren zu werden.

Ich verwette übrigens meinen BMW, dass es den e-Bus in Aachens Fußgängerzonen in den nächsten 10 Jahren nicht geben wird. Wetten?

***

Zum Weiterlesen: aktuell, jetzt vermutl. noch hinter der Paywall. Hier geht es um die neue Version der Minibusse, die auch „Marktliner“ oder jetzt e.GO Move heißen und im Januar 2021 ihre Kurven drehen sollen, angeblich sogar durch die Annastraße (???).

Die High-Tech-Mini-Busse sollen aus den Fertigungshallen von RWTH-Professor Schuh kommen, dessen e.GO Mobile AG erst kürzlich beim Amtsgericht Aachen einen „Insolvenzantrag in Eigenverantwortung“ gestellt hat. Wird bestimmt ein Erfolg. 😦

Nichts gegen Bus und Bahn, aber bitte nicht durch Aachens Fußgängerzonen.
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