Wer wird wann, wo und von wem getestet?

Teststrategie des Gesundheitsamtes

Das Presseamt der Stadtverwaltung hat freundlicherweise die folgenden Infos übermittelt, die hier nur leicht gekürzt weitergereicht werden. Falls ihr etwas über das Testen wissen wollt, lest hier weiter. Falls euch die ganzen Infos allmählich auf die Nerven gehen oder beunruhigen, lest was anderes. Aber bedenkt: Mit den richtigen Maßnahmen könnt ihr Leben retten, euer eigenes und das eurer Mitmenschen.

Das Gesundheitsamt der StädteRegion Aachen hat jetzt Grundsätze zur Testung auf SARS-CoV-2 festgelegt. Darauf weisen die gemeinsam tagenden Krisenstäbe von Stadt und StädteRegion Aachen hin. Besonderes Augenmerk liegt darauf, gefährdete Gruppen zu schützen und größere Ausbrüche zu vermeiden.

Mit der Teststrategie wird sichergestellt, dass auch nach der Schließung der stationären Abstrichzentren durch niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser und die mobilen Teams des Gesundheitsamtes zielgerichtet und umfassend getestet werden kann.

Das Virus, wie es grimmig guckt, weil alle Masken tragen und Abstand halten. Gemalt von einem Kind aus der Grundschule Mataréstraße in Aachen.

Über das Vorgehen sind alle beteiligten Akteure – insbesondere auch die Ärzte – informiert worden. Die Test-Strategie sieht Folgendes vor (Stand 22. Juni):

1.              Personen mit Covid19-typischen Symptomen jeder Schwere werden gemäß den Vorgaben des Robert Koch-Instituts von den niedergelassenen Ärzten getestet, vorzugsweise vom Hausarzt. Betroffene sollten Kontakt zur Hausarztpraxis aufnehmen und das weitere Vorgehen absprechen.

2.              Personen mit und ohne Symptome, wenn die Corona-Warn-App eine Risikobenachrichtigung angezeigt hat, werden von den niedergelassenen Ärzten getestet, vorzugsweise vom Hausarzt.

3.              Kontaktpersonen ersten Grades („K1-Person“) ohne Symptome werden vom Gesundheitsamt identifiziert und zu Hause von einem mobilen Abstrich-Team getestet. Diese Tests veranlasst das Gesundheitsamt. Wächst die Zahl der zu testenden Personen wieder stark, wird das kommunale Abstrichzentrum reaktiviert, und die Tests finden dort statt. 

4.              Symptomlose Beschäftigte bei ambulanten Pflegediensten: Liegt ein bestätigter Covid19-Fall im Team eines ambulanten Pflegedienstes oder in einem betreuten Haushalt vor, testet das mobile Abstrich-Team des Gesundheitsamtes. Die Testung erfolgt vor Ort beim Pflegedienst.

5.              Personen ohne Symptome, die von einem ambulanten Pflegedienst betreut werden, werden getestet, wenn sie mit einer Pflegekraft in Kontakt waren, bei der Covid19 bestätigt wurde oder in deren Haushalt jemand an Covid19 erkrankt ist. Das Gesundheitsamt informiert die betroffene Person oder deren Angehörige. Die Testung erfolgt durch die mobilen Teams vor Ort.

6.              Beschäftigte und Bewohner in einer Pflege- oder Senioreneinrichtung (WTG-Einrichtung) – Kurzzeitpflegeeinrichtung oder in ambulanten Wohngemeinschaften werden getestet, wenn bei einer Pflegekraft, im Haushalt einer Pflegekraft oder bei einem Bewohner Covid19 nachgewiesen wurde. Ein mobiles Abstrich-Team kommt dann in die Einrichtung.

7.              Beschäftigte oder Patienten mit oder ohne Symptome in einzelnen Stationen von Krankenhäusern werden bei einem nachgewiesenen Covid19-Fall auf der Station – egal ob bei Patienten oder Beschäftigten – getestet, wenn sie mit der erkrankten Person in Kontakt gekommen sind. Das Krankenhaus führt die Tests durch.

8.              Reihentestungen bei Ausbrüchen

Sollte es in Einrichtungen wie zum Beispiel Schulen, Kitas, Heimen, Arztpraxen, Krankenhäusern oder auch stationären oder ambulanten Pflegeeinrichtungen zu Ausbrüchen kommen, wird das Gesundheitsamt eine Reihentestung in der jeweils betroffenen Einrichtung veranlassen. Die Testung erfolgt durch die mobilen Abstrich-Teams vor Ort. (Die gesamte Liste dieser Einrichtungen liegt AachenNews vor).

9.              Wer aus dem Krankenhaus kommend in eine Pflege- oder Senioreneinrichtung (WTG-Einrichtung) aufgenommen werden soll, wird zwei Werktage vor Entlassung im Krankenhaus erstmals getestet. Der Neuaufgenommene muss sich in der jeweiligen Einrichtung in Quarantäne begeben. Es erfolgt nach Ende der Inkubationszeit eine zweite Testung durch das Gesundheitsamt.

10.           Wer aus häuslicher Umgebung in eine WTG-Einrichtung oder auch eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung  aufgenommen wird, wird zwei Werktage vor der Aufnahme erstmals per Hausbesuch getestet. Der Neuaufgenommene muss sich in der Einrichtung in Quarantäne begeben. Es erfolgt nach Ende der Inkubationszeit eine zweite Testung durch das Gesundheitsamt.

11.           Wer in einer Pflegeeinrichtung eine Tätigkeit aufnimmt, muss zwei Werktage vor der Aufnahme der Tätigkeit durch einen Betriebsarzt getestet werden.

12.           Wer als Patient für mindestens eine Nacht in ein Krankenhaus aufgenommen wird, wird grundsätzlich getestet, egal ob Symptome vorliegen oder nicht. Den Test führt das Krankenhaus durch.

13.           Außerdem können alle Menschen auch ohne Symptome getestet werden, wenn sie sich in einem Gebiet aufgehalten haben, in dem es besonders viele Neuinfektionen gegeben hat (über 50 pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen). Das gleiche gilt bei einem Aufenthalt in einer besonders schwer betroffenen Einrichtung oder bei einer Veranstaltung (zum Beispiel in einer schwer betroffenen Firma oder auf einer größeren Familienfeier). Die Betroffenen melden sich beim Gesundheitsamt. Nach Einschätzung durch das Gesundheitsamt wird der Test bei einem Hausbesuch durchgeführt.

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Fahrrad-Demo und danach: Sit-in vor dem RWTH-Hauptgebäude

Heute, 26. Juni, werden sich vor den Hauptgebäude der RWTH viele Menschen hinsetzen – wegen einer über 30-Jahre-alten-Forderung: Templergraben autofrei. Foto: Archiv

Die studentische Initiative Uni.Urban.Mobil (U.U.M.) lädt zusammen mit dem VCD und dem ADFC am heutigen Freitag, 26. Juni, zu einer Fahrraddemonstration ein. Start ist um 18 Uhr am Elisenbrunnen.

Nach einer etwa einstündigen gemeinsamen Radtour durch die Innenstadt von Aachen gibt es ein Sit-in am Templergraben vor dem Hauptgebäude der RWTH. (Ein Corona-Schutzkonzept liegt vor, und alle werden gebeten, Masken zu tragen und Abstand zu halten.)

Die Veranstalter*innen teilen weiter mit:

„Mit der Demo soll die aktuelle Bürgeranregung der Initiativen unterstützt werden, den Templergraben kurzfristig für Zu-Fuß-Gehende, Radfahrende und den Busverkehr zu reservieren und so den Stadtraum vor dem Hauptgebäude aufzuwerten. Der Templergraben wird Teil des geplanten Radverteilerrings auf dem Grabenring werden. Per Online-Petition werden hierfür Unterschriften gesammelt.“

Was die Initiativen anstreben, ist hier etwas ausführlicher erklärt. Erklärungen sind dringend erforderlich, in der lokalen Presse äußerten Leser schon Fragen und Befürchtungen, es könne zu einem Verkehrschaos kommen.

Die Initiativen fordern eine kurzfristige Umsetzung der Maßnahme, um die umweltfreundlichen Verkehrsarten  zu stärken. Wichtig sei dies auch, um beim geplanten Neubau der Brücke Turmstraße diesen Innenstadtbereich vor massivem Umleitungsverkehr zu schützen.

Stattdessen soll es ein Konzept für eine großräumige Umleitung geben.
Nähere Informationen zur Bürgeranregung und zur Online-Petition unter https://uum-ac.de/templergraben/

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Mach mit beim Online-Dialog mit Aachener OB-Kandidat*innen

Dr. Simone Pfeiffer-Bohnenkamp von der Initiative Aachen teilt mit:

Zu Fragen der Stadtentwicklung gibt es eine Veranstaltung mit den OB-Kandidaten im Stadtbad, organisiert als Online-Dialog. Motto: Aachen gemeinsam weiterbauen –  Online-Dialog mit OB-Kandidat*innen zur Kommunalwahl 2020.

Anlässlich der Kommunalwahl 2020 lädt das Bündnis von aachen-fenster, Initiative Aachen, Initiative versiegende Vielfalt, BDA, BDB und Stadtbad Aachen am Donnerstag, 25. Juni, um 20 Uhr Bürgerinnen und Bürger zu einem Online-Dialog zu zentralen Fragen der Stadtentwicklung in Aachen ein. 

Teilnehmen werden die Oberbürgermeisterkandidat*innen: 

    Matthias Achilles (Piratenpartei), 

    Harald Baal (CDU), 

    Leo Deumens (Die Linke), 

    Mathias Dopatka (SPD), 

    Wilhelm Helg (FDP) und 

    Sibylle Keupen (Bündnis 90/Die Grünen). 

Der Journalist Jürgen Zurheide (WDR) konnte als Moderator gewonnen werden.

Regionales Denken, Klimagerechtigkeit, digitaler Wandel und bürgernaher Dialog sind erst recht in Zeiten einer Pandemie die Rahmenbedingungen heutiger Planungs- und Dialogkultur. Konkret geht es um gerechtere Wohnungs- und Bodenpolitik, Mobilitätswende im Sinne eines neuen Miteinanders, Quartiers- und Innenstadtentwicklung, die Wahrnehmung als Wissenschaftsstadt und die Wiedergewinnung des Stadtraums für die Menschen.

Die Gesprächsrunde wird live übertragen. Schaut rein unter https://youtu.be/IqbH5mRzF9s.    

Ohne Worte

Über die Mailadresse frage@stadtbad-aachen.de  kann sich jede/r ab sofort und auch während der Sendung mit Fragen einbringen.

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Im Lockdown besonders ungünstig: Musikschule ohne WLAN

„Aachen ist digital.“ LOL Das steht da in weißer Schrift auf blauem Grund. Für die Musikschule gilt das nicht. In der Musikschule gibt es – kaum zu glauben – kein WLAN.

Vom Lockdown ganz besonders hart waren Kinder betroffen. Sie haben im Falle einer Infizierung zwar (wie die Wissenschaft herausfand) keine oder kaum Symptome, erleben fast alle keine oder nur eine leichte Erkrankung. Sie sind allerdings diejenigen, die der Lockdown am härtesten getroffen hat und ggf. weiterhin trifft. Wie ungerecht! 

Sie mussten wochenlang zu Hause bleiben, sahen ihre Freunde nicht mehr, mussten auf Schule und Kita verzichten, durften lange nicht mal auf einen Spielplatz und erlebten homeschooling mit teils gestressten Eltern.

 
Die Musikschule war im Lockdown nicht gut ausgestattet.

Die Aachener Musikschule konnte beim Lockdown nämlich keine adäquate Hardware und keine Konferenzsysteme zur Verfügung stellen. D.h.: In welcher Form und mit welchem System sog. „Onlineunterricht“ stattfand, oblag der individuellen Verabredung zwischen Lehrkraft und Schüler*innen. Das ist so nachzulesen in der Vorlage für die Politik, hier klicken.

Seit dem 7. Mai gebe es sukzessive wieder Präsenzunterricht. Sehr reduziert auch in den Zweigstellen. Wir lesen: In der Musikschule ist kein WLAN vorhanden. Deshalb auch kein digitales Ersatzangebot für diese Schülergruppen. Notwendig sei die Ausstattung des Hauptgebäudes mit einem leistungsfähigen WLAN-Netz und einem Videokonferenzsystem mit einem Mindestmaß an Tonqualität. 

Brach liegen folgende Bereiche:

Die elementaren Musikkurse. Von den Lehrkräften wurden gleichwohl  Video-Tutorials gedreht und den Familien zugänglich gemacht. (Im Elementarbereich erhalten normalerweise jedes Schuljahr rund 1.100 Schülerinnen und Schüler ein Angebot.)

Bildungskooperationen gibt es nur sehr eingeschränkt. (Diese umfassen Angebote in Kitas, Grund- und weiterführenden Schulen.)

 ***

Bis zum 31. Juli ist ein Verlust aus Schulgelderstattungen wegen coronabedingtem Unterrichtsausfall in Höhe von 180.000 Euro zu prognostizieren. Später ist zusätzlich – neben dem pädagogischen Schaden – von bis zu weiteren 200.000 Euro Einnahmeverlust auszugehen. Eine Schulgelderhöhung war eigentlich ab  01. 08. 2020 geplant, wird aber höchstwahrscheinlich ausgesetzt.

 ***

Akustiksanierung Blücherplatz (Es gibt dort nach einer kostspieligen Sanierung des Gebäudes keinen angemessenen Schallschutz)2 Räume mit sehr unterschiedlicher Ausgangsproblematik hat man exemplarisch akustisch aufrüsten lassen. Die Ergebnisse seien sehr vielversprechend. Eine raumbezogene Vorgehensweise wird gewählt, bei der die zu treffenden Maßnahmen von Raum zu Raum jeweils empirisch erarbeitet werden. Kleine Teilbereiche, die nur mit einem exorbitant hohem Aufwand für den Musikschulunterricht nutzbar gemacht werden könnten, sollen anderen Zwecken (z.B. Instrumentenlager) zugeführt  werden.

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Perspektiventwicklung Musikschule: Optimierung der Verwaltungsabläufe, insbesondere Erweiterung der Funktionalität der Musikschul-EDV in der Abrechnung, Honorarauszahlung und der Kommunikation. 

Erhöhung der Nutzerfreundlichkeit. Herstellen eines funktionierenden Gebäudes mit Aufenthaltsqualität. Entwicklung und Umsetzung eines erweiterten und abgestimmten Konzepts für die Ensemblearbeit. Erweiterung der stilistischen Bandbreite: Ausbau insbesondere im Bereich Popularmusik und Jazz.

Weiterer Ausbau der bereits zahlreichen Bildungskooperationen, auch mit Überprüfung und ggf. Erweiterung des bisherigen Finanzierungskonzepts. Schwerpunkt frühkindliche musikalische Bildung.Öffentlichkeitswirksames Veranstaltungskonzept. 

Die Politik diskutiert die Lage unter Tagesordnungspunkt 6 am Dienstag, 23. Juni, ab 17 Uhr im großen Saal des Aachener Rathaus. Die Sitzung ist öffentlich.

Und nicht vergessen: „Aachen ist digital.“

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Black Lives Matter

Das ist ja mal eine Demonstration. In San Diego. Und in Aachen echauffieren sich Leute, weil man mal darauf hingewiesen hat, dass das „Café zum Mohren“ vom Namen her ein Schlag ins Gesicht ist derjenigen, die eine dunkle Hautfarbe haben.

Rassistische Beleidigungen zu machen, halten Leute wohl für ihr gutes Recht. Das Haus hieß ja schließlich immer so. Dazu hört man: Es ist gar nicht so gemeint, es ist nicht so gemeint. „Café Zum Mohren“ in Aachen „ist nicht rassistisch gemeint“. Ach was?! Rassistisch sein, ohne es zu merken. – Wie doof ist das denn?

Für solche ist „Black Lives Matter“ wahrscheinlich eine revolutionäre, ganz unerhörte Forderung . . . It matters, only matters. Not matters more than white lives.

Es geht nicht darum, wie es gemeint war oder ist und ob der Name schon immer da war. Es geht darum, wen es beleidigt und verletzt, hier und heute in Aachen.

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Beschlossen: Aus Parkplätzen können Terrassen werden

Straßen in Aachen sind an den Rändern zugestellt mit Autos. Wenn schon kein Platz für Fahrräder freigehalten wird, sollte wenigstens für die Terrassen von Cafés ein wenig zusätzlicher Platz gewährt werden.

Piraten und Grüne haben neulich im Rat einen Erfolg erzielt. Ein gemeinsamer Antrag bekam eine Mehrheit, folgendes wurde beschlossen: Wegen der Mindereinnahmen durch die Corona-Krise dürfen Cafés und Restaurants ihre Außengastronomie erweitern und dafür sogar Pkw-Parkplätze in Anspruch nehmen.

„Die Verwaltung wird beauftragt, zum Erhalt der (Außen-)Gastronomie in Aachen und als Schutzmaßnahme in Zeiten der CoVid-19-Pandemie eine Möglichkeit für Gastronomiebetriebe anzubieten, die Außenbewirtungsflächen nach Sondernutzungssatzung kostengünstig und temporär auf Flächen der umliegenden Parkplätze zu erweitern.“

Als Begründung für ihren Antrag teilten Matthias Achilles (Piraten) und Kaj Neumann (Grüne) mit, nach dem Lockdown seien Gastronomiebesuche zwar wieder möglich, aber die Platzbedürfnisse seien aufgrund der pandemiebedingten Abstandsregelungen deutlich gewachsen. Der Platz im Innenraum der Gebäude lasse sich nicht vergrößern, und auch im Außenbereich könnten auf gleicher Fläche wie bisher weniger Sitzplätze angeboten werden.

Zufällig fotografierte Situationen. Bevor man dort die Parkmöglichkeit zugunsten von Gastronomie aufhebt, sollte man den Gastwirt natürlich mal fragen, ob er überhaupt erweitern will. Die, die ich gefragt habe, wollten alle.
In Aachen, außer in den Fußgängerzonen, stehen vor vielen Gaststätten und deren Terrassen: parkende Autos. Politiker haben das jüngst im Stadtrat bestritten. Sie gehen nicht mit offenen Augen durch die Stadt. Das kann man machen, ist aber für einen Kommunalpolitiker schlecht.

Zum Antrag: Die Gehwege müssten selbstverständlich in voller Breite für Fußgänger freigehalten werden. Deshalb böte sich nur die Öffnung des Fahrbahn-Randbereichs für ausgedehnte Außengastronomieflächen an.

Kurz und gut: Der Parkraum müsse an diesen Stellen saisonal und Corona­-bedingt Platz machen.

Abschließend heißt es in dem Antrag, die Gastronomie mache einen großen Teil des Flairs einer lebendigen Stadt aus. Ohne eine florierende Außengastronomie sei Aachen so unbelebt wie in den 1980er Jahren. Nicht nur als Wirtschaftsfaktor, sondern als einladende, spannende, weltoffene Stadt brauche die Bevölkerung lebendige Aufenthaltsflächen im öffentlichen Raum.

Kein Wunder, dass niemand dort sitzt, in unmittelbarer Nähe zu den Pkw.
Drei wunderschöne Bäume und Sitzplätze – eingekeilt zwischen Pkw. Und da wundert sich die Politik, dass die Innenstadt gemieden wird. Wo soll da Flair herkommen?
Wo man geht und steht: Autos. Da, wo Gastronomie in der Nähe ist, kann diese auch Pkw-Abstellplätze für ihre Zwecke nutzen. Der Beschluss wurde jüngst im Rat gefasst.
Aachen, deine Strassenränder sehen alle gleich aus, ob am Hangeweiher oder im Ostviertel.
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Ausufernde Großbaustelle am Bahnhof

Die Riesenbaustelle am Hauptbahnhof, den man rechts hinten erkennen kann, firmiert unter dem Namen BlueGate. Das Foto wurde von der Burtscheider Brücke aus gemacht.

Das ist aber mal eine Baustelle! Wer mit dem Rad die Burtscheider Brücke passiert, sieht es: In direkter Nähe zum Hauptbahnhof entsteht derzeit mit dem BlueGate Aachen ein umfangreiches Bauprojekt, das insgesamt rund 32.000 Quadratmeter Nutzfläche bietet.

In den Neubauten werden von Studenten-Appartements bis hin zu Büro– und Einzelhandelsflächen zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten geboten. Ein Gastronomie-Bereich, ein Hotel und eine Tiefgarage vervollständigen das Projekt.

Harfid wurde mit der Rolle als Generalunternehmer für dieses Bauvorhaben beauftragt. Die Fertigstellung ist für 2022 geplant. Hier hat AachenNews bereits ein paar Zeile dazu geschrieben.

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Bürogebäude werden in Aachen gebaut – nicht zu knapp. Das alles, obwohl sich die Arbeitswelt ändern wird und schon geändert hat. Wir werden einen Digitalisierungsschub bekommen, Homeoffice wird mehr und mehr üblich. Und mit Homeoffice ist nicht gemeint, dass man mit dem Laptop am Küchentisch arbeitet. Arbeitgeber werden Home-Arbeitsplätze und die Miete für die Wohnung mitfinanzieren müssen, die Gewerkschaften und Verbände dulden den derzeitigen behelfsmäßigen Zustand nur als Ausnahme.

Auch dieses Bürogebäude am Eisenbahnweg wird bald fertig sein. Die Angestellten planen womöglich gerade ihre Homeoffice-Arbeitsplätze.

Was nutzen Riesengebäude, die an die Veränderung in der Arbeitswelt nicht angepasst sind?

Außer bezüglich Büros gilt es, über Gebäude für Konferenzen und Kongresse mit mehreren hundert Teilnehmer*innen ebenfalls noch einmal nachzudenken. Wer jetzt schon Zusammenkünfte von hunderten Menschen plant, wird sich noch wundern. Naiv ist, wer meint, das Leben werde sich jemals wieder so wie vor dieser Pandemie gestalten lassen. Menschen leben zu eng mit Tieren zusammen, es wird dies nicht die letzte Pandemie gewesen sein.

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Space for Science & Business Innovators.

An der Jülicher Straße wird es bald Büroflächen, Loftflächen, Laborflächen, Produktions- und Entwicklungsflächen, Shared-Facilities, ein Parkhaus und sogar ein eigenes, gastronomisches Angebot geben. Menschen sollen eng zusammen arbeiten. „Campus Jahrhunderthalle Aachen“ lautet die Adresse, wie hier (s. unten) zu lesen ist.

https://www.campus-jahrhunderthalle.de

Mehr Infos hier: Jahrhunderthalle

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Eröffnet: Neu gestaltete Unterführung vor dem Audimax

Gar nicht schlecht: Kräftig leuchtende Farben sorgen für einen starken Eindruck. Fotos: Stadt Aachen/Gronostaj/Beckers

Die Fußgängerunterführung an der Turmstraße zwischen Audimax und Intzestraße/Mensa Academica ist in den vergangenen Wochen vom Streetartist  Señor Schnu neu gestaltet worden. Zudem haben die Fußgängerampeln an den drei Kreuzungen an der Turmstraße und am Pontwall neue grüne und rote Streuscheiben erhalten.

Mit Oberbürgermeister Marcel Philipp und RWTH-Rektor Professor Ulrich Rüdiger ging es heute in die wiedereröffnete Unterführung. Der Fußgängertunnel an der Turmstraße gehöre zum RWTH-Campus Innenstadt, so wurde Vom Presseamt der Stadt mitgeteilt. In Aachen möchte man öffentliche Räume aufwerten. Was lag also näher, als die Unterführung, die seit langem in einem miserablen Zustand war, neu zu gestalten. 

Fröhliche Bilder in der RWTH-Unterführung in Aachen

Dicke Plakattapeten aus bis zu drei Jahrzehnten, Schmierereien, abplatzender Wandputz und verdreckte Ecken hätten das Bild der unterirdischen Passage bisher geprägt. Bis zu 3500 Personen am Tag seien hier unterwegs, hieß es von offizieller Seite. 

Ein Wettbewerb war der künstlerischen Wandgestaltung durch Señor Schnu vorausgegangen. Letztlich konnte sich Señor Schnu als Künstler mit den meisten Stimmen (1057) durchsetzen. Insgesamt wurden 2218 Stimmen abgegeben.

Im Kern greift Señor Schnus Konzept zwei in der Umfrage häufig genannten Begriffe auf: Diversität & Freundlichkeit. Durch entsprechende Farben, Elemente und Aussagen soll die Unterführung zukünftig eine angenehme und lebhafte Ausstrahlung haben. Unternehmer Axel Deubner hat das Ganze unterstützt, indem er der Stadt Bauzäune, Gerüste, Leitern, Kabeltrommeln und andere Baumaterialien kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Insgesamt hat die Umgestaltung hat rund 50.000 Euro gekostet. 

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Übrigens: Wände voller Straßenkunst und interessante Projekte gibt es hier, Señor Schnu ist prominent dabei: https://www.urbanspree.com/blog/

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Zu schnell unterwegs? Das wird teuer.

Wer am Wochenende in die Eifel fährt, sollte sich Zeit nehmen. Gnadenlos sind nämlich dort die Kontrollen der Polizei, die insbesondere Raser aus dem Verkehr zieht und fette Summen kassiert. In einem Fall traf es neulich sogar einen Motorradfahrer, der erst am Vortag seinen Führererschein gemacht hatte. Den war er sofort wieder quitt.

Kontrolliert wurde an einem einzigen Wochenende in Woffelsbach, Einruhr, Ruhrberg und Stolberg/Zweifall. Auch auf der Grünentalstraße in Imgenbroich wurden Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Dort hatte es einige Beschwerden von Anwohnern gegeben.

In der Zeit zwischen 10 und 18 Uhr wurden an einem einzigen Freitag allein 1183 Fahrzeuge auf der L 128 zwischen Rurberg und Einruhr gemessen. Insgesamt 66 Verkehrsteilnehmer missachteten dort die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h; davon 54 Motorrad- und zwölf Autofahrer. 38 kamen mit einem Verwarngeld davon, die übrigen 28 müssen nun mit einem Bußgeld rechnen. Elf Motorrad- und einen Autofahrer erwartet zudem ein Fahrverbot

Kurios: An einundderselben Stelle wurde ein niederländischer Motorradfahrer innerhalb von neun Minuten gleich zwei Mal zu schnell erwischt. Beim ersten Verstoß war er mit 111, beim zweiten Verstoß sogar mit 114 km/h unterwegs. In beiden Fällen muss er infolgedessen mit einem Fahrverbot rechnen. 

Am Sonntag (14. Juni) wurden insgesamt 770 Fahrzeuge auf der L 166 zwischen Kesternich und Rurberg gemessen. 39 Verkehrsteilnehmer waren schneller als die dort erlaubten 50 km/h. 24 von ihnen mussten ein Verwarngeld zahlen, 15 weitere erwartet ein Bußgeldverfahren. Der Spitzenreiter, ein Motorradfahrer, wurde mit 117 km/h gemessen. Er, sowie sechs weitere Motorradfahrer, muss wegen überhöhter Geschwindigkeit neben dem Bußgeld auch mit einem Fahrverbot rechnen. 

Die Aachener Polizei teilt mit, dass sie die Kontrollen in den Eifelgemeinden in regelmäßigen Abständen fortsetzen wird. Denn: „Gerade in der bei Motorradfahrern beliebten Region kommt es häufig zu schweren Unfällen durch überhöhte Geschwindigkeit und gefährliche Fahrmanöver.“

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Stadtverwaltung Aachen ab September ohne Pressesprecher

Bernd Büttgens (54), Chef des Presseamtes der Stadtverwaltung in Aachen und quasi „Sprachrohr“ von Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) quittiert seinen Dienst. Er geht im September zu seinem früheren Arbeitgeber, dem Medienhaus Aachen (hieß bis Ende 2019 noch Zeitungsverlag Aachen), zurück. Das wurde heute bei der Sitzung des Rates mitgeteilt.

Der Wechsel ist folgerichtig und logisch. Philipp wird als Oberbürgermeister nicht mehr bei der Kommunalwahl im September antreten, der neue Oberbürgermeister wird naturgemäß einen neuen Mann/Frau zu seiner SprecherIn wählen.

Büttgens trat seinen Posten im Rathaus im Sommer 2014 als Nachfolger von Hans Poth an. Nach einem Studium der Germanistik an der RWTH arbeitete er beim Zeitungsverlag, zuletzt als stellvertretender Chefredakteur. In seiner Freizeit leistete er Beachtliches: Er baute mit anderen das Aachener Das Da Theater auf und konnte auch als Fan von Alemannia Aachen mit humoristischen Vorträgen sehr gefallen.

UPDATE: Im Medienhaus/Zeitungsverlag wird Büttgens „General Manager Public Relations“ (d.h. etwa: Chef der Öffentlichkeitsarbeit). Dieser Posten wurde, wie man hört, eigens neu geschaffen.

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