Der Großraum Aachen ist als Technologiestandort für Cyber-Erpresser besonders interessant. Die Polizei teilt deshalb wörtlich mit:
Kleine, mittelständische und große Unternehmen sind nicht nur im Raum Aachen von sogenannten „Ransomware-Attacken“ betroffen. Das Phänomen häuft sich in den letzten Wochen landes- und bundesweit.
Die Straftäter greifen die IT-Systeme der Firmen an. Sie verschlüsseln Firmendaten mit der Folge, dass der Betrieb umfänglich eingestellt werden muss. Die IT-Infrastruktur kann in der Regel nur mit großem Aufwand wieder hergestellt werden. Betroffen sind Verwaltung, Logistik und Produktion. Die wirtschaftlichen Schäden bewegen sich im 7-stelligen Eurobereich.
In letzter Zeit stellt die Polizei eine besonders perfide Masche der Erpresser fest: Die Verschlüsselung wird mit dem Diebstahl von Firmendaten kombiniert. Die Täter verschaffen sich Zugang zu den Daten der Firmen, schauen sich in der Systemumgebung um und stehlen wertvolle Daten. Sie drohen, diese vollständig im Darknet zu veröffentlichen. Die Werkzeuge dafür werden im Darknet häufig gleich mit angeboten, quasi als „crime as a service“. s. auch hier.
In beiden Varianten werden von dem Unternehmen Lösegeldsummen in virtueller Währung (z. B. Bitcoin) verlangt. Je nach Wirtschaftskraft des Unternehmens kann dies im Einzelfall auch ein Millionenbetrag sein. Für die Betriebe ist es eine Herausforderung, die IT-Systeme sicherheitstechnisch auf Stand zu bringen und zu halten. Fehlende Updates bei Programmen, Betriebssystemen aber auch Anti-Virensoftware oder Firewalls sind willkommene Einfallstore für die Täter. Auch ein nicht geändertes Standardpasswort eines Netzwerkdruckers oder eines Routers erleichtern oder ermöglichen Angriffe.
Nicht zuletzt spielt der Faktor Mensch in diesem Kontext eine Rolle, das „social engineering“ ist nicht zu unterschätzen. Eine unverfängliche Mail mit einem infizierten Dateianhang unvorsichtigerweise geöffnet und der Angreifer hat sein Ziel erreicht. Schwache oder mehrfach genutzte Passwörter und fahrlässiger Umgang mit administrativen Zugängen können schnell zum Verhängnis werden.
Die Polizei rät dazu, prüfen zu lassen, ob die Systeme in den Firmen und Unternehmen auf einem sicherheitstechnisch hohen Stand sind.
Die Landeskriminalämter und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik stellen umfängliche Handlungsempfehlungen zu Verschlüsselungstrojanern im Internet zur Verfügung. Gemeinsam mit IT-Fachkräften sollten Firmen prüfen, ob ihre Systeme auf sicherheitstechnischem Stand sind und den Empfehlungen entsprechen. Auch sollten die Mitarbeiter regelmäßig im Umgang mit eingehenden Mails und Passwörtern sensibilisiert werden. Ein Notfallplan und Notfallerreichbarkeiten gehört heute nicht nur für Brandfälle, sondern auch für Cyberangriffe in die Schublade.
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Beratung zum Thema Cybercrime bietet auch das Kriminalkommissariat KP/O (Kriminalprävention) der Aachener Polizei an. Kontakt unter Tel. 0241-9577-34201 oder per Mail KP-O-Cybercrime.Aachen@polizei.nrw.de.
Im Ernstfall eines Cyberangriffes sollte unverzüglich Kontakt mit der örtlichen Polizeidienststelle oder der Hotline des Cybercrime-Kompetenzzentrum für Klein- und Mittelständige Unternehmen (KMU) des LKA NRW aufgenommen werden (Tel.: +49 211 939-4040, Fax: +49 211 939-194040, E-Mail: cybercrime.lka@polizei.nrw.de).
Lust auf Meer? Also quasi auf das richtige Meer, nicht das Mehr in der Politik. Hier zu sehen: Texel. Dort ist es im Herbst sehr schön! Video: Henning Brinkmann
Organisationen und Initiativen in Aachen können ab sofort bis zum 31. Oktober 2021 einen Antrag auf Förderung im Rahmen des neuen Landesprogramms „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“ stellen. Dafür stellt das Land Nordrhein-Westfalen insgesamt zwei Millionen Euro zur Verfügung. Aachen erhält aus dem Programm 30.000 Euro.
Es handelt sich um eine zusätzliche Unterstützung um kleinere Projekte und Vorhaben umsetzen zu können. Mit einem Festbetrag von je 1.000 Euro können Vorhaben gefördert werden, die zum diesjährigen Themenschwerpunkt „Gemeinschaft gestalten – engagierte Nachbarschaft leben“, passen. Da dürfte ja nicht gerade wenig in Aachen vorhanden sein.
Ihr möchtet euch vielleicht für einen Platz in eurer Nachbarschaft engagieren und einen Namen finden für einen noch namenlosen Platz? Für diese und ähnliche Initiativen kann man 1000 Euro beantragen. Es eilt allerdings etwas.
Bürgerschaftliches Engagement in Nordrhein-Westfalen soll gestärkt werden. Es gibt ein „sehr schlankesAntragsverfahren“, teilt die Stadtverwaltung mit.
Antragsberechtigt sind neben Vereinen und Stiftungen beispielsweise auch Initiativen. Darin unterscheidet sich das Programm von anderen. Es können auch Nachbarschaftsinitiativen, die etwas für die Gemeinschaft im Stadtteil initiieren möchten, einen Antrag einreichen.
Informationen zum Förderprogramm, zur Antragstellung können auf www.engagiert-in-nrw.de abgerufen werden. Die Antragstellung ist über das Portal www.engagementfoerderung.nrw ab sofort möglich. Die Antragstellung muss außerdem analog mit Unterschrift erfolgen. Damit wird die Antragsfrist gewahrt.
In Aachen steht das Büro für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement unter ehrenamt@mail.aachen.de oder telefonisch unter 0241/432 7238 und 7239 zum Ansprechen bereit.
Es ist Montag und wir fragen uns: worüber wird geredet, was ist wichtig, was interessiert Leserinnen und Leser und was nicht?
Heißestes Thema in Aachen ist nicht der Flughafen-Ausbau in Lüttich (s. unten) und schon gar nicht das neue Wolfsrudel in der Eifel (s. unten). Es ist der Abriss einer Brücke und die dazu nötige Sperrung der Turmstraße. Bis Mai 2022 müssen wir mindestens noch warten, dann kommt über die Brücke – mehrere Monate lang – keine Maus mehr drüber. Es wird auch keine Behelfsbrücke geben, wie zunächst versprochen, denn Behelfsbrücken werden restlos alle in den Flutgebieten gebraucht. Im Dezember 2023 soll die neue Brücke stehen.
Immerhin bleibt genügend Zeit, sich auf die Vollsperrung der Turmstraße einzustellen. Bei Facebook werden schon Umleitungen auf Skizzen dargestellt, sehr interessant. Verschieben lässt sich der Abriss der Brücke nicht, unter anderem weil die Bahn bereits ihre Fahrpläne für die Zeit der Sperrung umgestellt hat. Die Brücke ist übrigens so kaputt . . . wenn man dazu Einzelheiten erfährt, möchte man eigentlich schon jetzt lieber nicht dort entlangfahren, ehrlich gesagt.
Diese Brücke (Turmstraße) wird ab Mai nächsten Jahres abgerissen, die vielbefahrene Straße wird 17 Monate lang gesperrt, die neue Brücke soll im Dezember 2023 fertig sein. Fotos: AachenNews Archiv
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Die Verleihung des Karlspreis 2020/21 ist nachgeholt worden. Den Karlspreis – ein wichtiger europäischen Preis – erhielt Rumäniens Staatspräsident Iohannis. Der Tag der Verleihung läuft seit mindestens 20 Jahren immer nach dem gleichen Schema ab. Und immer bekommt den Preis ein Politiker älteren Semesters – so als gäbe es keine Frauen, Wissenschaftler, Künstler, überhaupt niemand sonst auf der Welt, der anders ist als alt, männlich, weiß und eine hohe Auszeichnung verdient hätte. Soll das in den 2020er Jahren immer so weitergehen?
Wie schön übrigens, dass wir in Aachen jetzt eine Oberbürgermeisterin haben. Erstmals konnte man erleben, dass rundum – vor so großem Publikum – auch Frauen in der Eröffnungsrede angesprochen wurden. Sibylle Keupen machte bei ihrer Premiere – mit der prächtigen Oberbürgermeister-Kette ausgestattet – ihre Sache sehr gut. Sie ging in ihrer Rede auf DAS Thema unserer Zeit ein: die Klimakrise. Sie ist im Gegensatz zu anderen wirklich sehr nah dran an den Themen, die auch junge Menschen umtreiben.
Hier am Rande erwähnt: Europäer blicken auf die Briten, die vor leeren Supermarktregalen stehen. Wegen strenger Einwanderungsregeln nach dem Brexit gibt es eine Versorgungskrise, dort fehlt in immer mehr Bereichen das Personal. Prognose: Nach den Lastwagenfahrern werden ihnen bald auch Ärzte/Ärztinnen und Krankenschwestern fehlen. AachenNews hatte seinerzeit vorausgesagt, „dass wir noch Carepakete ins Königreich werden schicken müssen“. Genau ein Jahr später als prognostiziert . . . ist das jetzt offenbar eingetroffen.
Schöne Feier, schöne Reden für Rumäniens Staatspräsident Iohannis. Rund 300 zufällig vorbeigekommene Zaungäste freuten sich am Samstag auf dem Markt mit dem sichtlich glücklichen Preisträger.
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Am 8. Februar ging es los, aus der Eissporthalle ist ein Impfzentrum geworden, die Menschen kommen in Massen, über 424.000 werden geimpft. Jetzt ist Schluss, die Halle wurde letzten Freitag geschlossen, dort können wir ab 16. Oktober wieder dem Nachwuchs das Schlittschuhlaufen beibringen.
Wenige Tage vor Toresschluss gab es noch einen handfesten Skandal: Mehrere Mitarbeiter*innen wurden bei einem Großeinsatz der Polizei festgenommen, sie sollen Impfzertifikate gefälscht, Arztpraxis-Stempel gestohlen haben, eine Tasche voll Bargeld wurde in einem Spind gefunden. Die Kripo stellte das Beweismaterial sicher und ermittelt. Wenn der Fall vor Gericht aufgerollt wird, werden wir mehr erfahren. Man muss nur die Gerichtsberichterstattung verfolgen. Hier weiterlesen.
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Ein echtes Erfolgsprojekt ist der Vennbahnradweg, er verbindet die Stadtmitte mit den Ortsteilen Brand, Hahn und Walheim. Hunderte radeln, laufen, skaten pro Woche von Aachen nach Brand und umgekehrt. Der Weg ist oft übervoll, er soll auf 400 Metern (Nähe Rothe Erde, parallel zum Eisenbahnweg) von 2.50 Meter auf 3,50 Meter verbreitert werden. Über 3000 Quadratmeter Boden werden dazu versiegelt, die Naturschützer hängen vor Empörung quer unter der Decke. Zerstörerische Eingriffe in Natur und Landschaft durch Flächenversiegelung sind ihnen ein Graus.
Dabei wird der Vennbahnweg verbreitert, damit insgesamt mehr Menschen vom Auto aufs Fahrrad umsteigen. Wenn es nicht gelingt, den Autoverkehr zu reduzieren und die CO2-Emissionen zu verringern, dann werden auch bald die Naturschützer nicht mehr viel an Tieren und Pflanzen zu schützen haben. Werden die das verstehen? Wahrscheinlich nicht.
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Durch gewisse verwandtschaftliche Kontakte gelangen Infos über ein kleines Wolfsrudel zu AachenNews. Ein Wolfspaar mit mindestens drei Jungtieren ist im Belgien-nahen Bereich der Eifel unterwegs. Diese Wölfe haben gelegentlich Hunger, Schafe werden deshalb nachts eingeschlossen, und prompt wurde angeblich ein Wolf am hellichten Tag gesehen. In Kalterherberg, Mützenich und Konzen trauchte jeweils ein Wolf auf, riss Schafe und wenn das nicht brandgefährlich ist, dann wissen wir es auch nicht.
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Leute von der Regionetz haben vor dem Kreuzigungsdenkmal zwischen Jakobsstraße und Vaalser Straße Skelettreste gefunden. Angeblich jahrhundertealte Knochen, ein Gewaltverbrechen sei ausgeschlossen, so wurde mitgeteilt. Stadtarchäologe Andreas Schaub ist jetzt mit dem Fund befasst. Er meint, es sei „ein Individuum in ordentlicher Bestattungslage“ gefunden worden, außerdem Teile von insgesamt drei nebeneinanderliegenden Gräbern und ein eiserner Nagel eines nicht mehr erhaltenen hölzernen Sargs. Historiker Frank Pohle, Leiter der Route Charlemagne, beruft sich auf den früheren Aachener Bau- und Geschichtsforscher Carl Rhoen, der im 19. Jahrhundert über Bestattungen in St. Jakob, sowohl im Inneren der Kirche als auch im umgebenden Kirchhof berichtete. Das teilte das Presseamt mit. Naturwissenschaftliche Datierungsmethoden werden bald Auskunft darüber geben, aus welcher Zeit die entdeckten Bestattungen genau stammen.
Grausiger Fund. Plötzlich liegt da ein Skelett im Boden in der Jakobstraße in Nähe der Kirche. Foto: Stadt Aachen
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Vorerst vereint im Widerstand ist die Kommunalpolitik derzeit noch, wenn es um den geplanten Ausbau des Flughafens in Lüttich-Bierset geht. Dort ist einer der größten und wichtigsten Umschlagplätze Europas entstanden und der soll noch gewaltig ausgebaut werden und wachsen.
Der chinesische Handelsgigant Alibaba (Konkurrent von Amazon) will von dort aus ganz Europa versorgen. Fluglärm wird die Nachtruhe der Menschen in Laurensberg, Vaalserquartier und am Steppenberg empfindlich stören, sie beschweren sich bereits jetzt massiv. Der Rat plant eine Resolution (soll kommenden Mittwoch im Rat beschlossen werden), die Kommunalpolitik will auf die belgischen Behörden und die Bundesregierung einwirken. Was beim belgischen Kernkraftwerk Tihange gelungen ist – „Fahrplan für den Ausstieg steht“ – soll jetzt beim Flughafen-Ausbau wiederholt werden.
Die Baustelle, die dem Aachener Autoverkehr den Rest gibt: Wilhelmstraße, von der Lothringerstraße aus gesehen. Für Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen ändert sich übrigens nichts. Sie kommen überall vorbei.
Eine der schlechtesten Ideen ever war es, am Samstag (2. 10.) mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren. Es bildeten sich Staus, wie man sie selbst in Aachen selten sieht. Sensationell, wie die Wagen sich festfuhren, weder vor noch zurück konnten. Und das alles im Schneckentempo, besonders im Suermondtviertel.
Es gibt wirklich schönere Möglichkeiten, den Samstag zu verbringen. „Die Wilhelmstraße ist plötzlich unterspült“, hieß es dieser Tage und dass die Straße ziemlich genau in der Mitte aufgerissen werden muss. Ein geborstener Kanal muss repariert werden, Einzelheiten sind hier noch nicht bekannt, nur, dass da zu fahren sehr gefährlich wäre. Zeitungen, Radio, TV und diverse Kanäle in diesem Internet hatten zwar vorab aus allen Rohren gefeuert und mehrfach gewarnt, man möge die Straße meiden, und auch diverse angrenzende Straßen, doch was scheren einen gestandenen Samstag/Sonntag-Fahrer Verkehrswarnungen!
Es ging munter in die Stadt hinein und dann umständlich aus diversen Sackgassen wieder raus.
Kein Weiterkommen: Der Bus musste ganz langsam rückwärts auf die Wilhelmstraße, von wo er auch leichtsinnigerweise gekommen war. Kolonnenweise fuhren die Wagen von der Wilhelmstraße in die Lothringerstraße rein, wo es nicht weiterging, sie dann umständlich drehen mussten um wieder raus und weiter zu kommen. Am Durchfahrtsverbotsschild einfach vorbei, bis zu den Baken, und dort natürlich drehen. Den Vorgang konnte man buchstäblich am laufenden Band beobachten. Wer gern an Grenzen geht, fährt hier einfach durch, biegt in die Lothringerstraße ein und sieht dann, dass er/sie am Ende ist. Fröhlich, diese wichtige Erfahrung gemacht zu haben, geht es dann wieder zurück.Wer sonst nichts mit seiner Lebenszeit anzufangen weiß, macht hier mit.Die Wilhelmstraße von unten. Mehr Menschen als man denkt lieben diesen Anblick, fahren dann rechts in die Lothringerstraße rein und stehen alsbald zwischen anderen Wagen fest, wo man nicht mehr drehen kann. Die Komplettsperrung wird mindestens 2 Wochen dauern.
Der „Schildplatz“ (am oberen Ende der Schildstraße) sollte bald mal eine Verschönerung erfahren.
Bei der Stadtverwaltung in Aachen kam jetzt ein „Bewilligungsbescheid für die Städtebauförderung“ an.
Gefördert wird zum Beispiel die Verbindung und Umgestaltung von Harscampstraße und Schildstraße im Suermondtviertel. Diese Maßnahme sei ein wichtiger Baustein bei der Umsetzung des geplanten Premiumfußweges von der Innenstadt ins Frankenberger Viertel und der Rad-Vorrang-Route Eilendorf/Brand. Das teilte die Pressestelle mit. Die Route schließt sich an die bereits umgestaltete Lothringerstraße zwischen Wilhelm- und Richardstraße an.
Die Harscampstraße als Herzstück des Suermondtviertels muss vielen Anforderungen gerecht werden. Die Planung, für die nun knapp 700.000 Euro Landes- und Bundesmittel zugesagt worden sind, ist das Ergebnis eines umfassenden Beteiligungs- und Diskussionsprozesses.
Die bauliche Umsetzung der Planung beginnt voraussichtlich am Jahresende 2022.
Am 21. September hat ein Autofahrer auf dem Berliner Ring einen Motorrollerfahrer angefahren und sich dann – ohne sich um den Verletzten zu kümmern – aus dem Staub gemacht. Seitdem wurde nach dem Unfallverursacher gesucht. Zunächst war angenommen worden, dass zwei Pkw-Fahrer geflüchtet waren, doch das erwies sich als falsch. Die Polizei teilt jetzt mit, dass sich der Mann, der Fahrerflucht begangen hatte, freiwillig gemeldet hat. Die Pressestelle der Polizei dazu:
Nach umfangreichen Ermittlungen und engagierter Mithilfe aus der Bevölkerung meldete sich nun ein 55-jähriger Pkw-Fahrer aus dem Rhein-Erft-Kreis bei den Beamten des Verkehrskommissariats. Er gab an, zur betreffenden Unfallzeit an der Unfallörtlichkeit mit seinem Auto gewesen zu sein.
Die Ermittler nahmen daraufhin seinen Pkw in Augenschein und fanden eindeutige Unfallspuren. Der dringend tatverdächtige 55-Jährige muss sich nun wegen fahrlässiger Körperverletzung, unerlaubtem Entfernen vom Unfallort und unterlassener Hilfeleistung verantworten. (pw)
Wer den Radentscheid unterschrieben hat, sollte sich eigentlich nicht allzu sehr wundern, wenn dessen Ziele zügig umgesetzt werden. Wozu unterschreiben sonst tausende Menschen den entsprechenden Text? Auch der Rat der Stadt Aachen (mitsamt der CDU) hat Ende 2019 die Ziele des Radentscheid beschlossen (nur die FDP war dagegen). Als Zustimmung zu den Zielen des Radentscheid kann auch der Ausgang der Kommunalwahl (Sept. 2020) gewertet werden. Nebenbei: Bei Bundestagswahl und Europawahl wählte die Mehrheit in Aachen ebenfalls GRÜN.
Doch die Gegner*innen des Entscheids sind zwar wenige, aber über alle Maßen laut. Besonders, wenn der ein oder andere Pkw-Parkplatz am Rande einer Straße zugunsten von Radfahrer*innen umgewandelt werden soll. Und das ist auch verständlich, denn ein Parkplatz vor dem Laden ist für Geschäftsleute pures Gold. Manch ein Geschäftsmann (z. B. Lütticher Straße, Vaalser Straße, Hartmannstraße) fühlt sich in seiner wirtschaftlichen Existenz bedroht, wenn Parkplätze entfallen sollen. Und er ist es vielleicht auch, wer weiß?
Jetzt mit den Organisatoren des Radentscheids sprechen
Am kommenden Dienstag trifft man sich, wegen der Pandemie, die gerade eine Pause einlegt, immer noch online.
Die Organisatoren des Radentscheids laden ein zur 1. Radentscheid-Sprechstunde. Ein durchgängiges Radwegenetz, sichere Kreuzungen, baulich getrennte Radwege erstellen, Mängel in der Rad-Infrastruktur beseitigen und Fahrradparken ausbauen: Das sind die Hauptziele des Radentscheids. In der Umsetzung der Ziele entstehen viele Fragen, die in der Sprechstunde beantwortet werden sollen.
Beim ersten Termin sind Ralf Oswald und Relindis Becker vom Team Radentscheid für euch da. Gebt eure Fragen oder Themenwünsche vorab per mail an post@radentscheid-aachen.de. Die Ziele des Radentscheids – für mehr Sicherheit im Straßenverkehr und eine klimafreundliche menschengerechte Stadt – wurden mit überwältigender Mehrheit von der Aachener Politik Ende 2019 beschlossen und werden nun in Jahr 2 durch die Aachener Stadtverwaltung umgesetzt.
Die Veranstalter teilen mit: „Die konsequente Umsetzung des Radentscheids im laufenden Jahrzehnt braucht eine gerechtere Verteilung von Flächen. Flächen, die bislang anders genutzt wurden. Das bedeutet eine große Veränderung für viele Menschen in dieser Stadt: Positive Veränderungen, denn der Radentscheid ermöglicht vielen Menschen eine sichere und umweltfreundliche Art der Mobilität. Solche grundlegenden Veränderungen in einer Stadtgesellschaft werfen aber auch immer viele Fragen, auch Unverständnis und Widerstände auf.“
Mit der Sprechstunde sollen Politik und Verwaltung dabei unterstützt werden, den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu führen und gemeinsam diesen wichtigen Baustein in der Verkehrswende weiter voranzubringen.
Weitere Termine der Radentscheid-Sprechstunde folgen, voraussichtlich in monatlichen Abständen. s. dazu auch www.radentscheid-aachen.de und Facebook unter RadentscheidAC.
Wie viele Hunde leben in Aachen? Und wo leben die meisten Hunde? Diese Zahlen hat die Statistikstelle der Stadtverwaltung jetzt mitgeteilt. Außerdem (s. unten) zwei übersichtliche Grafiken. Leider ist nicht angegeben, welche Hunderassen in Aachen bevorzugt werden und wie viel Geld via Hundesteuer in die Stadtkasse gespült werden.
In Aachen steige die Anzahl der gemeldeten Hunde stetig, so wird mitgeteilt. „Waren es 2012 noch rund 7.800 Hunde, so stieg die Anzahl bis Juni 2021 auf insgesamt 9.154 Hunde.“ Im Zeitraum der Pandemie seien rund zwei Prozent mehr Anmeldungen registriert worden, als in den Jahren zuvor. Ob dies in der Pandemie begründet ist oder es sich um eine normale, immer wieder auftretende Schwankung handelt, bleibt für die Verwaltung fraglich.
Weiter heißt es: Mit rund 23 Hunden pro Quadratkilometer haben die Hunde in Walheim den meisten Platz und Auslauf. Es folgen Laurensberg mit 26 Hunden sowie Oberforstbach mit 31 Hunden pro Quadratkilometer. Im Frankenberger Viertel hingegen ist die „Hundedichte“ mit 376 Hunden pro Quadratkilometer am höchsten, gefolgt von St. Jakob mit 297 Hunden und Adalbertsteinweg mit 271 Hunden pro Quadratkilometer.
Folglich kommen auf 1.000 Einwohner*innen in Walheim 73 Hunde, in Kornelimünster 65 Hunde und in Oberforstbach 64 Hunde auf 1.000 Einwohner*innen. Die Schlusslichter bilden die Stadtteile Markt mit elf Hunden sowie Ponttor und Theater mit jeweils 13 Hunden pro 1.000 Einwohner*innen.
Quelle: FB22/100; Datenaufbereitung und Interpretation: FB02/200 Statistikstelle und FB22/100.
Zwei Grafiken: Stadt Aachen/Statistikstelle
Laut Statistischem Landesamt haben Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen (NRW) im ersten Halbjahr deutlich mehr Hundesteuer kassiert als in den Vorjahren. Es gab sogar einen neuen Höchststand, der vermutlich indirekt mit der Pandemie zu tun hat.
Es flossen mehr als 64,8 Millionen Euro von den Hundebesitzer*innen in die Kassen der öffentlichen Hand. Das sollen laut Landesamt 6,2 Prozent mehr sein als im Jahr davor. Und: Im Vergleich zum 1. Halbjahr 2015 lag der Zuwachs bei 19,4 Prozent.
Für Katzen wird keine Steuer bezahlt. Typisch. Diese eigenwilligen Wesen entziehen sich jeglicher Staatsmacht. Fast immer und überall.
Wie möchten sich junge Aachenerinnen und Aachener bei Themen einbringen, die ihnen wichtig sind? Antworten darauf soll die Umfrage „Mitreden in Aachen“ liefern. Interessierte können noch bis zum 15. Mai online unter www.aachen.de/jugendumfrage teilnehmen. Alle 11- bis 19-Jährigen haben in den letzten Tagen bereits eine Einladung zur Jugendumfrage per Post erhalten. Darüber hinaus sind auch junge Erwachsene über 19 Jahren herzlich eingeladen, sich zu beteiligen.
Mit nassen Füßen
Für Familien mit Kindern von ca. 7 – 13 Jahren gibt es Samstag, 2. Mai, von 14 bis 17 Uhr, Erkundung am & im Wildbach. Zu sehen sind: Weitgehend naturbelassene Landschaft, Zeugen der industriellen Vergangenheit mit Mühlen und Tuchindustrie, ein Bach in dem viel Leben steckt. Bitte mitbringen: Wasserfeste Schuhe, Handtuch, Wechselkleidung, Picknick. Start: Parkplatz Tuchwerk, Strüverweg 116. Anmeldung bis 30. April: h.heers@gmx.de oder 0172 7733 237, Kostenbeitrag: Kinder 5,-€ (eine Begleitperson frei), Erwachsene 9,- €
Seit Januar 2025 werden unter der Erde Leitungen und Kanäle erneuert. Dabei kamen überraschende archäologische Funde ans Licht: Gräber, Mauerreste und Alltagsgegenstände. Die archäologischen Arbeiten werden ab dem 29. April inklusive einiger Originalfunde im Rahmen einer Ausstellung in der Planbar, Theaterplatz 7, beleuchtet. Öffnungszeiten: dienstags bis samstags 15 bis 18 Uhr.
Zu Unrecht inhaftiert
IG Metall und Amnesty International stellen zum 1. Mai Soli-Postkarten für inhaftierte Gewerkschafter*innen zur Verfügung. In diesem Jahr richtet sich der Protest gegen die Inhaftierung von Volha Brytsikava (ehemalige Vorsitzende der unabhängigen Gewerkschaft in der Ölraffinerie Naftan; Belarus) und Lee Cheuk-yan (ehem. Generalsekretär des unabhängigen Gewerkschaftsbundes von Hongkong), die seit Jahren inhaftiert sind.
Die Postkarten liegen auf einem Infotisch in der Citykirche, Großkölnstraße, aus und können dort unterschrieben und in den gelben Amnesty-Briefkasten eingeworfen werden.
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Über4 Jahre, in denen es 300 Millionen Europäern nicht gelungen ist, den barbarischen Anführer von 150 Millionen Russen zu stoppen. „Nie mehr Krieg“, das bedeutet, dass man in der Lage ist, sich zu wehren, so dass kriegslüsterne, niederträchtige Diktatoren und Massenmörder erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Krieg zu beginnen.
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In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält künftig regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Im April steuert das Wertstoffmobil wieder die genannten Supermarkt-Parkplätze an. Hier Infos zu Terminen und Wertstoffen,Quelle: Presseamt
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org
Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.
Wer das Fahrrad meidet, noch immer im Auto unterwegs ist, für den/die ist vielleicht diese Seite interessant. Dort wird Geblitzten geholfen, Bußgelder und Flensburg-Punkte anzufechten. In Aachen fordern 5 feste Blitzen zum Langsam-fahren auf. Eher mäßig: Unter 50 deutschen Städten landet Aachen nur auf Platz 40, wenn man die Verteilung der Blitzgeräte auf die Straßenfläche nimmt. Feste Blitzen sind außer Ecke Lothringerstraße/Wilhelmstraße:
Krefelder Straße (B57): Ecke Monheimsallee (stadtauswärts, Ampelblitzer).