Lärm ist nun in Gänze erfasst

Aachen hat nicht nur mit Luftverschmutzung zu kämpfen, sondern auch mit Lärm und Lärmbelästigung. Eine Lärm-Karte gibt einen Überblick über die Lärmsituation. Sie macht die zentralen Lärmprobleme und negativen Lärmauswirkungen sichtbar. 

Dort, wo besonders hohe Lärmbelastungen vorliegen, muss ein Lärmaktionsplan (LAP) aufgestellt werden. Ziel der Lärmaktionsplanung ist es, schädliche Auswirkungen, einschließlich Belästigungen, durch Umgebungslärm zu verhindern, ihnen vorzubeugen oder sie zu mindern. 
Maßnahmen, die kurz- oder mittelfristig oder auch über einen langen Zeitraum umgesetzt werden, sind in den Plan aufzunehmen. 

Aus lärmtechnischer Sicht als „ruhige Gebiete“ deklarierte Bereiche der Stadt, die für die Erholung der Bevölkerung einen hohen Wert haben, sollen durch Aufnahme in den LAP deutlich gemacht und vorsorglich vor einer Zunahme des Lärms geschützt werden

Die Menschen haben in Aachen die Gelegenheit erhalten, an der Lärmaktionsplanung (aktiv) mitzuwirken.

Die Beteiligung der Bürgerschaft erfolgte in Aachen über eine Befragungsaktion mit vorgegebenen Auswahlmöglichkeiten und freiem Textfeld. Vom 19. 11. 2019 bis 06. 01. 2020 konnten Interessierte über einen Fragebogen ihre persönliche Lärmsituation, aber auch Anregungen und Vorschläge zur Verbesserung darlegen. 

Die Teilnahme war primär online aber auch auf dem Postweg möglich. „Dank intensiver medialer Begleitung konnte eine breite Öffentlichkeit mit ca. 850 statistisch verwertbaren Eingaben erreicht werden“, freuen sich die Lärm-Erfasser der Stadtverwaltung.

Die Ergebnisse wurden gesichtet, abgewogen und bei der Überarbeitung des Lärmaktionsplans berücksichtigt.

Aus dem Bezirk Aachen-Mitte mit seiner hohen Einwohnerdichte und hoher Umgebungslärmbelastung durch Verkehr und Schienenlärm wurden erwartungsgemäß die meisten Eingaben getätigt. Insgesamt gingen Eingaben aus 340 verschiedenen Straßen und Plätzen der Stadt ein.

Die stark befahrenen Straßen im Stadtgebiet und die Bundesautobahnen (BAB) sowie der Bahnverkehr werden als Hauptlärmquellen benannt. Im Innenstadtgebiet werden dabei besonders der Verkehrslärm und der Bahnlärm als belastend wahrgenommen.

Erwartungsgemäß sind im gesamten Stadtgebiet die Bundesautobahnen und die Zugfernstrecken als Hauptlärmquellen mit hoher Belastung für die Bürger auszumachen.

Besonders viele Eingaben zum Verkehrslärm durch die BAB liegen für die Gebiete Driescher Hof, Vetschau und Laurensberg vor. Lärmarten wie Gewerbelärm, Nachbarschaftslärm oder Fluglärm werden dagegen in den durch Verkehrs- oder Schienenlärm weniger belasteten und somit eher leiseren Bereichen der Stadt, insbesondere in den nördlichen und südlichen Stadtbezirken, als Lärmbelästigung bzw. als ruhestörend empfunden.

Einzelheiten zum Lärm und ob eure Straße betroffen ist und wenn ja, wie: Tagesordnungspunkt hier https://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=22447 runterscrollen, Anlage 1 anklicken. 

Da sieht man, wo, also in welchen Straßen genau, es eine Lärmbelästigung oder eine diesbezügliche Anmerkung eines Aacheners/einer Aachenerin gibt. Man sieht, was der Bürger/die Bürgerin genau anmerkt oder moniert und was man von Seiten der Verwaltung eventuell zu tun gedenkt. 

Lärm kann Menschen krank machen, besonders in Städten mit einer hohen Einwohnerdichte und einer hohen Umgebungslärmbelastung durch Verkehr.

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Die Pandemie reißt ein Loch in die Stadtkasse

Die ganze beschissene Pandemie ist zu allem persönlichen Leid, das uns trifft, auch noch teuer für die Stadtkasse. Allerdings nicht sooooo teuer, wie man in der Stadtverwaltung zunächst befürchtet hatte – Bund und Land NRW werden nämlich helfen.

Ein aktuelles Beispiel, wo die Stadt Aachen sich großzügig zeigt: Sie erlässt jetzt den Vereinen die bereits gezahlten Mieten. Dazu müssen die Vereine Anträge einreichen, die allerdings gewissen Ansprüchen genügen müssen.

Der Stadtrat hatte schon im August beschlossen, dass vom 1. März bis zum 31. Dezember den Vereinen und Initiativen die städtische Pacht- und Erbbauzinsen erlassen oder zurückgezahlt werden. Jetzt wurde diese Regelung auch auf bestehende Mietverhältnisse ausgedehnt.   

Weniger Steuern kassiert, weniger Gebühren kassiert und gleichzeitig jede Menge Extra-Ausgaben getätigt – das schafft ein Loch in der Kasse der Stadt Aachen von 68,6 Millionen Euro. Aber: Bund und Land werden helfen.

Die Stadtverwaltung teilt mit, dass der Erlass oder die Rückzahlung bereits gezahlter Pachten oder Mieten auf die Höhe der nachgewiesenen pandemiebedingten Schäden begrenzt wird. „Vereine oder vergleichbare Körperschaften müssen einen Antrag an die jeweils entsprechenden Vertragspartner (Gebäudemanagement, Kulturbetrieb, Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration sowie Fachbereich Immobilienmanagement) bei der Stadt stellen, um den Erlass oder die Rückzahlung bereits geleisteter Zahlungen beanspruchen zu können.

Einige Zahlen

Aachen kassiert Pandemie-bedingt weniger Steuern, bestimmte Einnahmen (z. B. Gebühren und Eintrittsgelder) entfallen und es gab Extra-Ausgaben, mit denen noch vor einem Jahr niemand gerechnet hatte. Alles in allem rechnet die Kämmerin mit einem Loch in der Kasse von 68.613.700 Millionen Euro.

Es entfallen 29,1 Million Euro auf einen veritablen Steuerausfall. Das versteht jede/r: Gaststätten, Hotels und Veranstalter, die kaum etwas einnehmen, können nicht zur Kasse geben werden. Auch Geschäftsleute, die kaum Umsätze haben, nicht.

4,1 Millionen konnten nicht – wie in früheren Jahren – eingenommen werden, weil VHS, Kulturbetriebe, Eurogress usw. kaum Einnahmen hatten, die Carolus Therme bekommt sogar zu ihrem sonst üblichen Zuschuss noch 5 Millionen hinzu um nicht pleite zu gehen.

In den Kindergärten gab es Beitrags-freie Monate. Die Kitas waren schließlich geschlossen, da wollte man den Eltern nicht auch noch Gebühren abknöpfen. 2,4 Millionen Euro fehlen entsprechend in der Stadtkasse.

Die ASEAG war monatelang mit nur wenigen Bussen unterwegs. Der Verlust im öffentlichen Nahverkehr schlägt mit 9,6 Millionen Euro zu Buche.

2,2 Millionen haben allerlei besondere Schutzmaßnahmen gekostet, die plötzlich erforderlich wurden. Und das sind nur die dicksten Brocken.

Aber – wie bereits erwähnt – werden die Politiker*innen in Berlin und Düsseldorf ihre Kassen öffnen und Geld nach Aachen rüberschieben. Wer an einer ausführlichen Darstellung der Schäden interessiert ist: Auf dieser Seite (Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses) bis ganz unten runterscrollen, dann Anhang 1 anklicken.

Am kommenden Mittwoch, 16. 12., um 17 Uhr wird die Kämmerin Annekathrin Grehling im Eurogress versuchen, den Haushalt für 2021 vorzustellen, wobei es viele Ungewissheiten gibt. Die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass Interessierte an der Ratssitzung nicht mehr persönlich im Saal teilnehmen können. Die Sitzung ist gleichwohl öffentlich und wird live ins Eurogress-Foyer übertragen, wo auch Stühle stehen werden. Wer sich in der Einwohnerfragestunde zu Wort melden möchte, wird einzeln in den Europasaal geholt.

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Von wegen Absturz! – Flugzeugessen findet in Aachen viele Abnehmer

Was machst du, wenn du Flugzeug-Caterer bist und nahezu kein Mensch mehr fliegen will oder darf und du auf mehr als 2 Millionen Essensportionen sitzen bleibst? Auf Essen für die Economy-Class und für die Business-Class?

Vor der Frage stand jetzt die Frankenberg GmbH aus Würselen, die gerade in Aachen am Holzgraben 17 – 19 einen Shop eröffnet hat. Dort bieten die einfallsreichen Geschäftsleute und die vielen Köche des Unternehmens eine „internationale Auswahl an leckeren Menüs“ an. Alles, was eigentlich für die Fluggäste von diversen in- und ausländischen Fluglinien bestimmt war, kann mitgenommen werden. 

Die Deko passt. Aber: Pleite gehen wie airberlin, das wird das Unternehmen aus Würselen, das jetzt in Aachen am Holzgraben aktiv ist, auf keinen Fall.

Der Laden brummt. Davon konnten wir uns selbst überzeugen, denn wir haben uns mal gleich ein Lachsgericht geleistet und zwei vegane Essen. Die tiefgefrorenen Portionen sind klein und gar nicht teuer. 

Soooo richtig megagut hat das Essen im Flugzeug ja noch nie geschmeckt, dafür sind die Umstände, unter denen es serviert wird, zu kompliziert. Aber als Notlösung, wenn sonntags am Abend der Kühlschrank mal wieder leer ist, kann man das Flugzeugessen ruhig mal probieren. 

Ein Flugzeug-Caterer verkauft Flugzeug-Essen in Aachen. Guten Appetit.

Kund*innen sollten nicht vergessen, eine Zubereitungsempfehlung mitzunehmen. „Business Class Menüs für Zuhause“ steht da, Schritt für Schritt wird erklärt, was zu tun ist (für alle, die Zuhause fast nie selber kochen).

Ohne Flugticket kommen jetzt also Kundinnen und Kunden in Aachen in den Genuss von indischen, asiatischen und amerikanischen Gerichten. Sogar Suppen sind im Angebot. Das preiswerteste Gericht in der Economy Class ist für 2,50 Euro zu haben, in der Business-Class werden 7 Euro verlangt (bitte selbst rausfinden).

Öffnungszeiten den Ladens in Aachen: montags bis freitags von 11 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 14 Uhr.

Die Seite der Frankenberg GmbH findet ihr: Hier

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Es gibt noch weitere Möglichkeiten, sich Essen (fertig zubereitet) abzuholen in Aachen. Hier baut in Kürze Uschi Ronnenberg ein Verzeichnis von Abhol- und Liefer-Möglichkeiten im PLZ-Gebiet 52xxx. http://take-away.unser-aachen.eu

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Ganz schön viel Licht

Und „have Yourself a Merry Little Christmas“. Diesmal in ganz kleinem Rahmen.

Und die passende Musik dazu . . . „Someday soon, we all will be together if the Fates allow“

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Kinder als Ansprechpartner nicht mehr gefragt

Im Verwaltungsgebäude in der Mozartstraße gesehen.

Babys und Kleinkinder, mit denen tatsächlich noch gesprochen wird, können sich wirklich freuen. Immer öfter sieht man Mütter und Väter, die kommunizieren nur noch mit dem Smartphone, nicht mehr mit dem Kleinkind. Das kann natürlich noch nicht antworten, versteht nur Bahnhof, aber es braucht die Ansprache dringend – um gesund aufzuwachsen.

Unterdessen finden die Erwachsenen alles auf dem Smartphone interessanter als ihr eigens Kleinkind. Hier findet man einiges zu dem Thema und zu der Aktion „Sprich mit mir“ der Jugendämter und des Gesundheitsamtes in der StädteRegion Aachen. Die Plakate sollte man in den ASEAG-Bussen aufhängen.

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Wo passieren eigentlich die meisten Unfälle?

In Aachen gibt es – wie in jeder anderen Stadt – sogenannte Unfallhäufungsstellen. Das sind (wie der Name schon sagt) Stellen, an denen häufig Unfälle passieren – Unfälle mit Fußgängern, mit Radfahrer*innen, mit Autos, Bussen, Lkw usw. Diese etwas über 20 Stellen werden von der Polizei gesondert beobachtet und sozusagen bearbeitet.

Wir haben uns hier auf AachenNews.org noch nicht gesondert mit diesen Stellen befasst, denken aber, dass ihr euch dafür interessiert, wo diese Stellen genau sind und ob ihr in der Nähe wohnt oder täglich da vorbeikommt und mal besonders gut aufpassen müsst oder diese Stellen meidet.

Ein Beispiel. Am Bahnhof Rothe Erde kommen regelmäßig Radfahrerinnen und Radfahrer den Fußgänger*innen in die Quere. Beide sollen hier über die Straße gelangen. Manche Menschen sind nicht aufmerksam, zu Fuß sind sie sehr flott unterwegs, weil sie ihren Zug oder Bus noch bekommen möchten. Es kommt zu Rempeleien.

Die Liste und was die Polizei zu diesen Stellen mitzuteilen hat, findet ihr hier. Sie waren nämlich Thema in einem städtischen Gremium. Schaut mal, ob eure Wohngegend dabei ist.

Es wird auch kurz mitgeteilt, wie sich die Unfälle ereignet haben und ob etwas unternommen wird oder die Situation nur einfach weiter beobachtet wird. Die Liste ist nicht 100prozentig aktuell, sie ist aber das Aktuellste, was derzeit zu haben ist.

Unfälle passieren und rufen dann die Rettungskräfte und die Polizei auf den Plan. Unfälle zu verhindern, das ist Politik, Stadtverwaltung und Polizei ein wichtiges Anliegen. Foto: Archiv
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Stadtverwaltung: Der Wilde Müll kostet jedes Jahr eine Million Euro

Eine der sinnlosesten Aktionen ist das Abladen von Müll in der Gegend, am Straßenrand und hinter Containern. Im Jahr kostet die Beseitigung eine Million Euro, hat man in der Stadtverwaltung ausgerechnet. Geld, das an anderer Stelle besser investiert wäre. Foto: Stadt Aachen

Fast täglich erreichen Sven Hänscheid, Mitarbeiter des städtischen Immobilienmanagements, Meldungen, dass am Schotterparkplatz an der Hermann-Löns-Allee wild abgelagerter Müll entdeckt wurde. Eine Meldung erfolgt dann an den Stadtbetrieb, der sich der Entsorgung annimmt. „Doch manchmal sind die Mengen so groß, dass wir eine Fremdfirma beauftragen müssen, die dann mit einem Radlader den Abfall in Container hebt“, erklärt Hänscheid.

Denn neben den genannten Abfällen ist ein Hauptproblem der dort wild abgelagerte Grünschnitt. Rund sechs Tonnen davon mussten allein in diesem Jahr von diesem Parkplatz abgeholt werden. Und das, obwohl an genau dieser Stelle wöchentlich ein Grünschnittcontainer steht. 

Täglich eine Tonne Wilder Müll 

Auf dem Parkplatz an der Hermann-Löns-Allee wird täglich Wilder Müll abgelagert. Aber: Überall im Stadtgebiet gibt es neuralgische Punkte, an denen immer wieder Wilder Müll deponiert wird.

Restmüll findet sich dabei ebenso häufig wie Elektro(klein-)geräte und Farbeimer. Vieles davon sammelt die Stadtreinigung in Säcken bei ihrer täglichen Tour. Hinzu kommt das wild abgelagerte Sperrgut.

Insgesamt fällt so etwa täglich eine Tonne wilder Müll/wilder Sperrmüll an. Dabei entstehen der Abfallwirtschaft jährliche Kosten von etwa einer Million Euro. Die Zahlen sind seit Jahren konstant. Für das Geld könnte man sich auch was anderes leisten.

Kostenlose Entsorgungsmöglichkeiten

Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Entsorgung. Grünschnittcontainer stehen wöchentlich im Stadtgebiet, am Wertstoffmobil können Kleinteile abgegeben werden, für größere Mengen stehen in Aachen 2 (zwei !!!) Recyclinghöfe zur Verfügung. „Die Nutzung ist für die Bürgerinnen und Bürger KOSTENLOS“, betont Manuela Wolf, Abfallberaterin des Stadtbetriebs.

Restabfallsäcke (die grauen, gibt es im Supermarkt) helfen bei temporär mehr anfallendem Restmüll. Farb- und Lackdosen können an der Schadstoffannahmestelle abgegeben werden. „Bei Farbeimern, also bei Dispersionsfarben, kann man die Farbe auch trocknen lassen. Dann kann die getrocknete Farbe über den Restmüll entsorgt werden und der Eimer, als Verpackung, in den Gelben Sack“, erklärt Wolf.

Werden Verursacher des Wilden Mülls erwischt, drohen im Einzelfall, je nach Art des (toxischen) Abfalls, Bußgelder bis zu 50.000 Euro.

Im Freunder Weg wird an diesem Baum regelmäßig Wilder Müll abgelegt. Es ist sicher: Das wird eine Person ganz schön arm machen, wenn rauskommt, wer dafür verantwortlich ist.
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„Wir sind verärgert, entsetzt und peinlich berührt.“

Das Kreuz und das Grundgesetz, die Friedenstaube oder andere Symbole, die für Frieden und Gerechtigkeit stehen wollen, werden von der Querdenken-Bewegung verwendet. Dagegen wehren sich jetzt verschiedene Organisationen. Foto: Archiv

Ärzte, Christen, Antifaschisten und Friedensfreunde haben sich – was schon lange erwartet wurde – endlich zusammengefunden und sich geäußert. Und zwar zu der Gruppe Querdenken und insbesondere zur andauernden Verwendung ihrer Symbole durch diese Chaoten in Aachen. Sie schreiben:

„Wir als langjährige Mitglieder der unten aufgeführten und in Aachen aktiven Friedensgruppen sind verärgert, entsetzt und peinlich berührt, dass Menschen in der sogenannten Querdenker-Bewegung Symbole der Friedensbewegung wie die blaue Friedenstaube oder die Pace-Regenbogenfahne de facto als „Mitgliedsausweis“ einer demokratischen Bewegung vorzeigen. Tatsächlich wollen sie damit nur verdecken, dass ihre kruden und antidemokratischen Thesen keiner ernsthaften wissenschaftlichen Überprüfung standhalten.

Das missbräuchliche Benutzen von Symbolen einer demokratischen Bewegung zieht diese in den Augen der Öffentlichkeit leider in den Schmutz.

Die Grundrechte wurden einst als Konsequenz aus den Erfahrungen mit dem nationalsozialistischen Terrorregime formuliert; sie gelten als unveräußerliche Abwehrrechte der Bürger*innen gegen die Allmacht eines Staates und sind somit von uns Bürger*innen gegen solche Tendenzen und Bestrebungen zu verteidigen!

Und Ja; trotz der grundsätzlichen Akzeptanz der AHA-Regeln zum Schutz vor einer potentiell tödlichen Infektion gibt es auch bei uns Kritik z. B. an der Unstimmigkeit oder Verhältnismäßigkeit einzelner Maßnahmen, an einer fehlenden Langzeitstrategie oder der mangelnden Beteiligung der Legislative. Auch an der unzureichenden materiellen und personellen Ausstattung des Gesundheitswesens, an der Privatisierung oder dem dadurch wachsenden Einfluss von Großspendern wie Bill Gates z.B. auf die WHO (die dadurch ihren ursprünglich sozialmedizinischen Ansatz mehr und mehr zurückfährt).

Das alles rechtfertigt aber keineswegs die bei den „VerQuer-Gläubigen“ übliche Leugnung der Existenz oder der Gefährlichkeit dieser pandemischen Erkrankung. Geradezu widerwärtig wird es, wenn sich die Teilnehmenden dieser Bewegung als Opfer einer Diktatur wähnen und sich schamlos erdreisten, Vergleiche zu 1933 zu ziehen und „Judensterne“ anzuheften.

Statt sich der tatsächlichen Probleme der Menschheit anzunehmen und z.B. gegen die Hochrüstung und die Gefahr neuer Kriege, gegen die Klimaerhitzung, gegen die soziale Spaltung und für mehr Bildung und eine bessere Gesundheitsversorgung oder die tatsächlich menschenrechtsverletzende Politik der EU an ihren Außengrenzen zu demonstrieren, wedelt man mit dem Grundgesetz unter dem Arm für in Wirklichkeit zutiefst egoistische, sozialdarwinistische und jeglicher gesellschaftlicher Solidarität widersprechende Ziele.

Dass dabei auch Pegida-Wutbürger, die AfD, Reichsbürger, die Identitären oder die NPD mitmarschieren, zeigt überdeutlich, dass es gar nicht um „Frieden und Freiheit“ gehen kann.

Wir wissen: Faschismus an der Macht heißt Diktatur, Verfolgung, Krieg und Vernichtung. Wer sich davon nicht distanziert, hat mit Demokratie, und mit einer Friedensbewegung rein gar nichts zu tun!

Als friedensbewegte Organisationen in Aachen distanzieren wir uns daher eindeutig von den Demonstrationen der sogenannten Querdenker-Bewegung. Wir werden weder heute noch künftig mit Menschen dieser Bewegung zusammen arbeiten und wehren uns gegen eine evtl. Beteiligung aus diesen Reihen bei unseren Veranstaltungen oder Aktionen.“

Friedegard Siepmann-Karrenbrock, Bernd Bremen, vertretend für die DFG-VK Städteregion Aachen

Dr. Odette Klepper, Dr. Volker Siller, vertretend für die IPPNW-Regionalgruppe Aachen

Kristina Blömer, vertretend für pax christi im Bistum Aachen

Detlef Peikert, vertretend für die VVN-BdA Kreisvereinigung Aachen

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Die wunderbare Unterwasserwelt von Lazy65

Mathes Straetman (Lazy65) und Heidemarie Ernst von der Koordinationstelle Bushof vor dem Wandbild. Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

Die Verwandlung der schmuddeligen Abluftanlage am Bushof von Aachen in eine bunte Unterwasserwelt ist fertig. Die Entstehung wurde von der Aachener Fotografin Stephanie Jünger über Wochen mit der Kamera dokumentiert. Der Aachener Künstler Mathes Straetmans erreichte, dass zahlreiche Menschen erstmalig live bei der Entstehung eines Graffitis zusehen konnten.

Heidemarie Ernst, die von Seiten der Stadtverwaltung für die Mal-Aktion verantwortlich zeichnet, hat die vier schönsten Motive der Graffiti-Serie nun als Postkarten herausgegeben. Die liegen bei Stephanie Jünger, Fotostudio Jünger, Kurhausstraße 2, gratis zum Abholen bereit.

Digital kann man unter dem Link www.aachen.de/streetart einen Blick auf die Postkarten, aber auch die komplette Dokumentation der „StreetArt im Dialog“ am Bushof werfen.

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Falls dich das Fernweh plagt

Du bist Single und musst nicht ständig die Sachen wegräumen, die dein/e Mitbewohner*in herumliegen lässt? Du lebst allein und musst auch nicht ständig Essen machen, weil dein Kumpel Hunger hat und sich mit Tütensuppen nicht mehr abfinden will? Du bist solo und beim Podcast-Hören machst du die Wohnung sauber, und die wird dann auch vorerst überhaupt nicht mehr schmutzig? Kinder hast du auch keine und musst diese sympathischen Wesen nicht von morgens bis abends irgendwie beschäftigen?

Dann hast du vielleicht gerade jetzt und gerade am Wochenende viel Zeit. Und es kommt möglicherweise Langeweile auf. Nicht zu reden vom vielen Fernweh. Ein Tipp: Sieh dich mal bei Google Street View um.

Einen Hinweis aus dem Checkpoint des Berliner Tagesspiegel geben wir gern weiter: Mit weiten Streifzügen durch die Straßen von Google Street View lässt es sich stundenlang von tollkühne Roadtrips träumen. Wer gern Rätsel löst, kann die virtuelle Reise mit einer Prise Tüftelei kombinieren: Die Rätsel-Plattform „Geoguessr“ lässt ihre Spieler mitten auf eine der Straßen der Erde plumpsen, die es dann zu erraten gilt – vom sibirischen Feldweg bis zum französischen Prachtboulevard.

Wo finden sich Hinweisschilder? Was verrät der Sonnenstand? Zur digitalen Spritztour bitte hier entlang.

Hier muss nicht lange gerätselt werden. Wir befinden uns in Aachen, wo Wohnungsnot herrscht, und schauen auf ein leeres Grundstück, das seit Jahren darauf wartet, mit 800 Wohnungen bebaut zu werden.

Und auch Turi2 hat etwas zu bieten: Reisen sollten zwar aktuell besser nicht unternommen werden. Wer sich dennoch in die Ferne träumen will, kann das mit Google Street View sowie Google Arts & Culture – so kann man mal eben durch Machu Picchu spazieren oder die Nordlichter in Finnland sehen. Die besten Erlebnisse sind hier gesammelt.

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