Corona-Virus: Die aktuelle Lage in Stadt und Städteregion

Aktuelle Zahlen: Die Krisenstäbe der Stadt und StädteRegion Aachen informieren im Folgenden über die aktuelle Lage in Sachen Corona-Virus. Es gibt insgesamt in der StädteRegion nunmehr 2568 positive Fälle, somit 18 mehr als Freitag, den 18. September 2020.

2350 ehemals positiv auf das Corona-Virus getestete Personen sind inzwischen wieder gesund. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle liegt bei 104. Hinzugekommen ist ein 88-jähriger Mann. Damit sind aktuell 114 Menschen in der StädteRegion Aachen nachgewiesen infiziert. 

Die Fälle verteilen sich wie folgt auf die Kommunen:

KommuneAktive FälleGesamtzahl der Fälle
Aachen521252
Alsdorf28174
Baesweiler2111
Eschweiler15208
Herzogenrath4221
Monschau166
Roetgen122
Simmerath181
Stolberg4217
Würselen6216
Gesamtergebnis1142568

Sieben-Tage-Inzidenz: Für den Fall eines neuerlichen Anstiegs der Infektionszahlen wurde eine Bemessungsgröße für ein Notfall-Szenario festgelegt. Dieses greift, wenn mehr als 35 Neuinfizierte in den zurückliegenden sieben Tagen auf 100.000 Einwohner auftreten. In diesem Fall stimmen die betroffenen Kommunen, das Landeszentrum Gesundheit und die zuständige Bezirksregierung umgehend weitere konkrete Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens ab und setzen diese um.

Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 sind zwingend zusätzliche Schutzmaßnahmen anzuordnen. Dann muss für die betreffende Region ein neues Beschränkungskonzept vorgelegt werden. In der StädteRegion Aachen liegt diese Zahl aktuell bei 19,6.

Coronaeinreiseverordnung: Die Coronaeinreiseverordnung vom 15. September 2020 wurde um den Hinweis ergänzt, dass eine Durchreise auf direktem Weg und ohne Übernachtung im Risikogebiet nicht als Aufenthalt gilt. Generell gilt weiterhin, dass Personen, die auf dem Land-, See-, oder Luftweg aus dem Ausland in das Land Nordrhein-Westfalen einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, verpflichtet sind, unverzüglich das für sie zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren und auf ihren Aufenthalt in einem Risikogebiet hinzuweisen.

Diese Personen sind ferner für die Dauer von 14 Tagen seit der Einreise verpflichtet, beim Auftreten von Symptomen, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 im Sinne der dafür jeweils aktuellen Kriterien des Robert Koch-Instituts hinweisen, das zuständige Gesundheitsamt hierüber unverzüglich zu informieren. Diese Verordnung tritt am Tag mit Ablauf des 30. September 2020 außer Kraft.

Infos zu aktuellen Entwicklungen

Die Arbeit der Krisenstäbe ist ausgerichtet an den Erlassen und Entscheidungen der Landesregierung. Die Seiten der NRW-Staatskanzlei (www.land.nrw/corona), des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (www.mags.nrw.de) und des NRW-Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (www.mkffi.nrw.de) geben weitere Infos zu aktuellen Entwicklungen. 

Bürgertelefon: Für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen ist für allgemeine Informationen (nicht für die persönliche medizinische Beratung!) rund um das Thema eine Corona-Info-Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis freitags unter 0241/510051 von 9 Uhr bis 15 Uhr zu erreichen.

Quelle: Stadtverwaltung Aachen

There is Glory in Prevention

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Abfalltipps aus dem Stadtbetrieb: Der richtige Umgang mit Papierabfällen

„Hiiiilfe, unser Müll wurde nicht abgeholt.“ Diesen Aufschrei bedauernswerter Zeitgenossen hat jede/r schon mal gehört (Liebe Grüße). Und wo einmal Müll/Abfall nicht mitgenommen wurde, da sammelt sich schnell weiterer Unrat. Die Erfahrung lehrt: Die Tonne wurde nicht geleert, weil sie falsch befüllt war. Im Papiercontainer finden sich z. B. oft Plastikteile. Und im Plastikcontainer findet sich Restmüll. Den genervten Menschen, die auf ihrem Abfall sitzen bleiben, hilft nur eins: korrekt trennen.

Aber Papier ist nicht gleich Papier.

Vieles, was augenscheinlich ganz klar in die Papiertonne gehört, darf dort nicht hinein. Viele „Papier“-Abfälle müssen stattdessen mit dem Restmüll entsorgt werden. Deshalb gibt der Aachener Stadtbetrieb Tipps und Hinweise für den richtigen Umgang mit der blauen Tonne.

Abenteuer des Alltags: Haben wir die 3 Tonnen korrekt befüllt? Wird heute alles mitgenommen oder bleiben wir auf unserem Müll sitzen und müssen privat für die Entsorgung sorgen?

Blaue Tonne oder Restmüll – Papier-Müll richtig trennen

·         Alles Papier, was in der Küche oder für die Körperhygiene verwendet wird, gehört in den Restmüll. 

Dazu gehören zum Beispiel Küchenkrepp oder Feuchttücher.

·         Auch Taschentücher kommen in den Restmüll, denn diese können Krankheitserreger enthalten.

·         Beschichtetes Papier wie Fotos, Geschenkpapier oder Backpapier ist ebenfalls im Restmüll zu entsorgen. Deren chemische Beschichtung lässt sich beim Recycling nicht ablösen. 

·         Ebenso Kassenzettel oder Fahrkarten, denn die sind meist aus Thermopapier, das mit gesundheitsschädlichen Chemikalien beschichtet ist. 

·         Auch der mit Essensresten verschmutzte Pizzakarton gehört in den Restmüll, weil er im Recyclingprozess die Qualität des Altpapiers verschlechtert. Saubere Pizzakartons hingegen dürfen ins Altpapier.

Nachhaltig denken und sauber trennen

Es ist wichtig, das Altpapier sauber zu trennen – nachhaltig zu denken und zu agieren. Je weniger Fremdstoffe sich in der Altpapiertonne befinden, desto höher ist die Recyclingquote. Jedes sauber recycelte Papier spart Holz ein und schont die Umwelt.

Den Müllmännern reicht’s: Tonnen werden kontrolliert.

Quelle: Stadtverwaltung Aachen

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Wer das sieht, weiß: Heute ist Kindertag

Bunte Steine, z. B. in der Mataréstraße. Es ist eine schöne Straße, die bald durch die Initiative einer Anwohnerin noch schöner werden soll.

In vielen Nationen auf der Welt wird einmal im Jahr ein Kindertag gefeiert. Heute ist es bei uns soweit, an den bunten Steinen soll man das erkennen.

Die Geschichte des Kindertages geht zurück bis in die frühen 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Ziel von Kindertagen in aller Welt war und ist es, ein weltweites Zeichen für die Rechte von Kindern zu setzen. 10 Kinderrechte hier.

Die Vereinten Nationen feiern den Weltkindertag offiziell am 20. November, dem Datum an dem die UNO im Jahr 1959 die Erklärung der Kinderrechte und 1989 die Kinderrechtskonvention beschlossen hat. 

Da dieses Datum für die einzelnen Staaten jedoch nicht bindend ist, findet der Kindertag auf der ganzen Welt an unterschiedlichen Tagen statt. Aufgrund der unterschiedlichen geschichtlichen Entwicklung gibt es in Deutschland zwei Kindertage. Der 20. September (heute) ist der Weltkindertag. Der „Internationale Kindertag“ wird in Ostdeutschland hingegen am 1. Juni gefeiert. 

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Erweiterter Service in den LVR-Museen

Nachtführung im Archäologischen Park Xanten des Landschaftsverband Rheinland (LVR). Foto: Olaf Ostermann

Bereits seit Juli 2020 können Besucher*innen der LVR-Museen ihre Eintrittskarten bequem von zu Hause aus online erwerben. Ihr müßt so beim Museumsbesuch nicht mehr zur Kasse, sondern könnt euer Ticket direkt scannen lassen und eintreten.

Ab sofort erweitert der Landschaftsverband Rheinland (LVR) diesen Service: In fast allen LVR-Museen können jetzt auch Tickets für Führungen oder Veranstaltungen online im Voraus gebucht werden. Ein online gekauftes Ticket erleichtert so nicht nur den Eintritt, sondern garantiert die Teilnahme an einer Führung oder Veranstaltung auch dann, wenn aufgrund der Corona-Schutzbestimmungen deutlich weniger Gäste als üblich zugelassen sind.

Die Corona-Schutzverordnung macht es erforderlich, dass für jedes Event ein eigenes Hygienekonzept entwickelt wird. Daher ist das Angebot derzeit noch überschaubar, wächst aber kontinuierlich. Es lohnt sich also, regelmäßig in den Webshops vorbei zu schauen.

Folgende Museen des (LVR) bieten derzeit in ihren Webshops Eintrittskarten und Tickets für Veranstaltungen online an: https://www.kulturinfo-rheinland.de/de/startseite.html

LVR-Industriemuseum mit seinen 7 Schauplätzen

LVR-KULTURHAUS Landsynagoge Rödingen, Titz-Rödingen

Max Ernst Museum Brühl des LVR (ein Museum mit spannenden Ausstellungen, die selbst Kunstverächter vom Hocker reißen).

LVR-Freilichtmuseum Kommern

LVR-Archäologischer Park Xanten (Seite leider zur Zeit in Arbeit)

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Was ist überhaupt der LVR?

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet mit rund 19.000 Beschäftigten für die 9,7 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, 10 Kliniken, 20 Museen und Kultureinrichtungen, 4 Jugendhilfeeinrichtungen, dem Landesjugendamt sowie dem Verbund Heilpädagogischer Hilfen erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. „Qualität für Menschen“ ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR.

In der Landschaftsversammlung Rheinland (das ist ein Parlament, dem CDU, SPD, Grüne, FDP, Die Linke, Freie Wähler und die AfD angehören) gestalten gewählte Mitglieder aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.

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Schönes Wochenende

Erstmals was gepflanzt und dann beim Wachsen zugesehen.
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Die Rettung der Gastronomie im Corona-Winter: der Heizpilz

Im Rat: Flüchtlinge und die Heinrich-Heine Gesamtschule

„Die Stadt unterstützt die Aachener Gastronomie, damit diese die negativen Folgen der Corona-Krise besser abfedern kann.“ Das teilte jetzt das Presseamt der Stadtverwaltung mit. Gestern wurde im Stadtrat der Beschluss gefasst, dass wieder umweltschädliche Heizstrahler aufgestellt werden dürfen.  (Gasbetriebene Heizstrahler sind Klimakiller, und Aachen hat den Klimanotstand beschlossen. Alles egal.)

Vorangegangen war eine Diskussion, während der vor allem die Grünen zu erklären versuchten, dass auch mit Heizdecken und anderen Mitteln im Herbst und Winter ein gemütliches Sitzen im Freien möglich sei.

Allein: Eine Mehrheit von CDU, SPD, FDP und Die Linke (und die AfD) hat schließlich Mittwochabend (16. September) entschieden, dass Gastronomen in der nun anstehenden kühleren Jahreszeit ausnahmsweise Heizstrahler (Kosten pro Stück: etwa 500 Euro) aufstellen dürfen, um so mehr Gäste auf den Außengastro-Flächen bewirten zu können. Diese Ausnahmeregelung gilt befristet bis zum 30. April 2021. Danach können die Gastwirte die Heizpilze vermutlich wegwerfen.

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Unterdessen in der Bismarckstraße, wo eine Baustelle den Anwohnern so langsam den letzten Nerv raubt:

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Wir haben Platz.

In seiner letzten Sitzung in alter Besetzung hat der Rat der Stadt Aachen (alle Parteien außer der AfD) die Stadtverwaltung beauftragt, gegenüber dem Land Nordrhein-Westfalen sowie gegenüber dem Bundesministerium des Inneren die Bereitschaft zu erklären, kurzfristig Geflüchtete in Aachen aufzunehmen. Dies gilt insbesondere für Geflüchtete, die auf Lesbos gestrandet sind. 

Man appelliert angesichts der humanitären Notlage an die Bundesregierung, diese Menschen – unabhängig von der gewünschten Aufnahmebereitschaft anderer Staaten – einreisen zu lassen. Erweitert wurde damit der Beschluss vom 18. März 2020, der sich auf minderjährige unbegleitete Flüchtlinge aus griechischen Flüchtlingslagern bezogen hatte. 

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Bei sieben Enthaltungen hat der Rat beschlossen, dass die Heinrich-Heine-Gesamtschule (HHG) in Laurensberg nicht wegen zu geringer Anmeldezahlen in den vergangenen Jahren auslaufend geschlossen wird. Der Rat stellt sich damit gegen einen Beschluss der übergeordneten Behörde, die Bezirksregierung Köln will die Schließung.

In Aachen herrscht die Auffassung vor, dass die Gesamtschulplätze der HHG weiterhin gebraucht werden. Die Schule wiederum wurde gebeten, ihr inhaltliches Profil auf Basis der Konzepte weiter zu schärfen, die bei einer Entwicklungswerkstatt erarbeiteten wurden. Damit sollen im Anmeldeverfahren für das Schuljahr 2021/2022 wieder höhere Anmeldezahlen erreicht werden. 

(Dass das gelingt, ist eher unwahrscheinlich. Die Schule kann eigentlich nur fortbestehen, wenn sie in ein anderes Gebäude in Aachens Innenstadt umziehen könnte. Laurensberg ist komplett der falsche Standort für eine Gesamtschule.)

Darüber hinaus wurde beschlossen, dass die Verwaltung den Standort Kronenberg auf seine Eignung als Gesamtschulstandort für die Heinrich-Heine-Gesamtschule prüfen soll.

Sind nicht einverstanden mit der Idee, die Heinrich-Heine-Gesamtschule auslaufen zu lassen: Schüler und Schülerinnen bei einer Protestaktion Foto: Archiv
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Ein Phoenix am Dahmengraben

 Streetartist Michael Gerst, die Citymanager Dr. Daniela Karow-Kluge und Kai Hennes sowie Kolja Linden, Sprecher der Landmarken AG (v.l.), mit dem Kunstwerk „Phoenix aus der Asche“ am Dahmengraben. Foto: Stadt Aachen/Hedda Faber

Wo Läden leerstehen oder etwas Häßliches gebaut wurde, da kommen oft als Heilmittel Kunst oder Natur zum Einsatz. Entweder lässt man Leute dort malen oder man pflanzt z. B. Efeu, das wächst und verhüllt dann gnädig die Hässlichkeit. Manchmal entstehen dabei markante Graffiti mit rätselhafter Bedeutung, die einen staunen lassen. In Aachen wird so der Dahmengraben zur Bühne für Streetart.

Das Citymanagement der Stadt Aachen und Künstler Michael Gerst (bekannt durch sein Bild am Bunker Scheibenstraße, s. unten) verwandeln eine triste Fassade in ein Kunstwerk. Michael Gerst bringt dabei Farbe und Inspiration auf eine etwa 20 Meter lange Sperrholzfassade im Erdgeschoss. Die beiden dahinter liegenden Lokale befinden sich derzeit im Umbau.

Eine Auferstehung wie ein „Phoenix aus der Asche“ – wünscht man der Aachener Innenstadt und so heißt auch das 20 Meter lange Bild. Bei der Aktion geht es um mehr als eine pure Verschönerung der Fläche. Citymanager Kai Hennes: „Wir wollen die City als Raum für urbane Kreativität stärken.“ Schritt für Schritt soll die Innenstadt weiter vorangebracht werden. Es soll „positive Impulse“ geben.

Streetartist Michael Gerst ist Mitgründer des „Getting Up Foundation Germany“ – ein Verein, der sich für alternative Kunst und Kultur in der Region einsetzt. Eine Woche lang hat er mit einem Kollegen die Wand am Dahmengraben bemalt, kam dabei mit Passanten ins Gespräch. Der Phoenix stehe, so sagt er, für die Erneuerung der Fassade, die ja bald beginnt.

Eine weitere Arbeit von Michael Gerst befindet sich seitlich am Bunker Scheibenstraße, gegenüber vom Depot.

Die Landmarken AG als Eigentümerin der Immobilie am Dahmengraben unterstützt die Aktion und stellt auch die Fläche zur Verfügung. „Wir können uns vergleichbare Aktionen auch an anderen Standorten gut vorstellen“, sagt Kolja Linden, Sprecher der Landmarken AG.

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Platz da für die nächste Generation. Kinder-Fahrraddemo geplant.

Das wird lustig. Die Gruppe „Radentscheid Aachen“ lädt ein zur ersten Aachener Kidical Mass. Am 20. September ist es soweit, es gibt eine Kinder-Fahrrademo.

Am Sonntag, 20. September, treffen sich radfahr-begeisterte Kinder und Eltern ab 14.45 Uhr am Neumarkt im Frankenberger Viertel. Nach einer kurzen Begrüßung geht es um 15 Uhr direkt los.

Die Route der Kidical Mass ist von der Länge und dem Tempo her auch für die Kleinsten geeignet. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde. „Wir bitten alle Teilnehmenden, die Corona-Schutzbestimmungen einzuhalten, auf ausreichende Abstände zu achten und ggf. einen Mund-Nasenschutz zu tragen. Nach der Veranstaltung wird es keine Kundgebung geben. Unsere Demo endet am Frankenberger Park und wird sich dort auch auflösen“, teilen die Organisator*innen der Veranstaltung mit.

Egal ob mit Laufrad oder Fahrrad, mit Anhänger, Lastenrad, Skateboard oder Inlineskates: Geschmückte Fahrzeuge und Verkleidungen sind gerne gesehen! Die Kleinen sollen ein Gefühl dafür bekommen, wie es ist, sich sicher und mit Freude ganz ohne (Kfz-)Elterntaxis zu bewegen.

Foto/Flyer: Radentscheid Aachen

Die Kidical Mass findet am Weltkindertag in der Woche der Europäischen Mobilität im Rahmen eines bundesweiten Aktionswochenendes statt. Über 100 Städte und Stadtteile beteiligen sich bereits deutschlandweit. Die Kidical Mass will die Menschen für eine nachhaltige Mobilität begeistern. Fahrradfahren muss sicher und bequem werden, damit alle Generationen aufsatteln. Details hier: https://kinderaufsrad.org/ Die Forderungen der Organisator*innen sind u.a.: flächendeckend innerorts Tempo30, angstfreies Radfahren für alle, sichere Schulradwege.

Man kann dem Radentscheid folgen bei Facebook als dem @RadentscheidAC oder unter www.radentscheid-aachen.de. Dort gibt es zeitnah weitere Infos, auch zur genaueren Route.

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Alles open air: Pop-Up-Konzerte und eine Lichtinstallation

Nach so viel Politik, über die hier demnächst noch ausführlich berichtet werden wird, jetzt mal etwas Erbauliches. Rund um das Stadttheater findet die Europäische Mobilitätswoche 2020 statt. In dieser Woche sollen in den Städten innovative Verkehrslösungen ausprobiert werden. Und es gibt dazu in Aachen allerhand sehenswerte Unterhaltung.

Pop-Up-Konzerte am Theaterplatz

Mit vier Ensembles begleitet die Hochschule für Musik und Tanz in Aachen die Europäische Mobilitätswoche 2020. „Sie bringt den Theaterplatz musikalisch zum Klingen“, teilt das Pressebüro der Stadt mit. Vor ihrer Haustür lädt die Hochschule zu täglichen Pop-up-Konzerten der besonderen Art unter freiem Himmel ein. Mit lautstarken und leisen Tönen umrahmen junge Musikerinnen und Musiker das Programm und zeigen unüberhörbar das Potenzial des Theaterplatzes als Kulturort.

Der Veranstaltungsreigen beginnt am heutigen  Mittwoch, 16. September, um 18 Uhr mit dem Blechbläser-Ensemble unter Leitung von Jan Böhme. 

Am Donnerstag, 17. September, folgt um 17 Uhr das Trompeten-Ensemble unter Leitung von Professorin Anna Freeman. 

Am Samstag, 19. September, spielt um 13 Uhr das Eternum Saxophonquartett mit Anna-Marie Schäfer, Eva Kotar, Ajda Antolovič und  Filip Orlović auf. 

Die Schlagzeugklasse der Musikschule unter Leitung von Patrick Kersken tritt sogar mehrfach jeweils um 18 Uhr auf: am 17., 18., 19., 21. Und 22. September.

Weitere Infos unter: www.aachen.de/ewm (Stichwort Pop-up-Konzerte)

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Lichtinstallation am Theaterplatz

Für die Europäische Mobilitätswoche haben die Kölner Künstler Roman Jungblut und Daniel Hermann eine partizipative Lichtinstallation an der rückwärtigen Theaterfassade vorbereitet. Jeden Abend (16. – 22. 09.) von 20.30 bis 21.30 Uhr, außer am Sonntag, können Aachenerinnen und Aachener die Fenster des Theaters mit Laserpointern selbst zum Leuchten bringen.

Ergänzend dazu werden programmierte Lichtsequenzen ablaufen. Der bislang von Autoscheinwerfern bestimmte Blick auf das Theater in den Abendstunden wird auf diese Weise umgedreht und der öffentliche Raum so vorbereitet, dass sich die Menschen in ihm wieder wohler fühlen können.

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Ideen für den Theaterplatz

Studierende der RWTH haben sich intensiv mit dem Theaterplatz beschäftigt. Unter der Leitung von Julia Gäckle, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur von Professor Frank Lohrberg, wurden Gestaltungs- und Nutzungskonzepte für den Theaterplatz der Zukunft erarbeitet.

Die Entwürfe zeigen unterschiedliche mögliche Zukunftsszenarien aus Sicht der Landschafts- und Freiraumplanung. Die werden während der Europäischen Mobilitätswoche vor- und ausgestellt. Die Bürger*innen sind eingeladen, die studentischen Vorschläge zu diskutieren, eigene Ideen einzubringen und über die zukünftige Gestaltung des Theaterplatzes gemeinsam nachzudenken. 

Die studentischen Entwürfe werden von Julia Gäckle vom RWTH-Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur am heutigen Mittwoch, 16. September, ab 18.30 Uhr, auf der Freifläche vor der „Planbar“, Theaterplatz 7, vorgestellt. Dr. Daniela Karow-Kluge von der Stadtverwaltung moderiert Veranstaltung und Diskussion. 

Ausgestellt werden die Entwürfe vom 16. bis 22. September jeweils von 12 bis 15 Uhr auf der Freifläche vor der „Planbar“, Theaterplatz 7.

Details zum Programm der Mobilitätswoche findet ihr hier: www.aachen.de/emw

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Nach der Wahl: Wie geht es jetzt weiter?

Wer soll nun also ab November, wenn die neue Ratsperiode beginnt, die Stadt Aachen regieren? Die Grünen sind zwar Gewinner der Wahl, sie haben 20 Sitze. Die Mehrheit (58 Sitze) haben sie damit nicht, wie sich jede*r leicht ausrechnen kann. Die Sache wird kompliziert.

Der CDU sind von 28 Sitzen nur noch 14 geblieben. Und auf diesen Sitzen wird nicht gerade der innovative CDU-Nachwuchs Platz nehmen, sondern Menschen wie Gabi Breuer, Klaus-Dieter Jacoby und Dr. Margrethe Schmeer, die schon sehr lange im Rat sind und schon seit einem Jahrzehnt nicht gerade mit neuen Einfällen glänzen. Mit der CDU kämen die Grünen auf 34 Stimmen. Eine Kooperation ist aber inhaltlich quasi unvorstellbar.

Der SPD sind nach der Wahl noch 11 Sitze geblieben. Zusammen mit der SPD kämen die Grünen auf 31 Stimmen. Wäre auch eine Mehrheit. Aber bei allem, was sich an wechselseitigen Gemeinheiten zwischen diesen beiden in der Vergangenheit abgespielt hat, da wäre ein zusammengehen ein Wunder.

Der neue Rat hat viele Einzelkämpfer und Minigruppen (maximal 3 Sitze). Inhaltlich nahe stehen den Grünen: Piraten (1 Sitz), Volt (2 Sitze) und UWG (1 Sitz). Wenn man alle Augen zudrückt auch noch Die Partei (1). Und wenn man sogar noch Die Linke (3) hinzuzählt, dann kämen die Grünen auch mit all diesen Kleinen nicht auf die nötige Mehrheit (28 von 58 sind 2 zu wenig). 

Außen vor ist bei den Überlegungen hier die AfD mit ihren 2 Sitzen.

Wenn sich die heutige GroKo – CDU und SPD haben sich politisch in ihren Zielen in den letzten Jahren recht gut verstanden – auch im neuen Rat zusammenschließt, kann diese die Beschlüsse der Grünen immer niederstimmen. Keine schöne Aussicht.

Wie es also scheint, kommt es zu schwierigen Koalitionsverhandlungen. Erste Kontaktaufnahmen gab es schon. Und es ist nicht selbstverständlich, dass sich die Kleinen von den Grünen quasi schlucken lassen. Sie könnten theoretisch auch eine eigene Fraktion bilden. Vielleicht müssen die Grünen demnächst für jeden Beschluss jeweils neue Mehrheiten suchen. Das ist umständlich und bedeutet ungeheuer viel Arbeit. 

Die Wähler*innen (also ihr, lieben Leserinnen und Leser) müssen sich indes auf eine andere Entscheidung konzentrieren: Wer soll Aachen repräsentieren, wer soll Chef*in von 5.500 Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung werden und im Rathaus von Aachen den Stuhl von Oberbürgermeister Marcel Philipp besetzen? Wichtig auch: Die Stimme der/des OB kommt jeweils zu den 58 hinzu.

Wird es der erfahrene CDU-Politiker Harald Baal oder die einen Neuanfang garantierende grüne Sibylle Keupen? Die Stichwahl findet am Sonntag, 27. September, statt. 

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