Das ist doch erstaunlich, was man an Obst und Gemüse aus einer kleinen Schrebergarten-Parzelle herausholen kann. Drei Haushalte wurden in diesem Jahr schon gut versorgt mit Mirabellen, Birnen und Zucchini usw. und jetzt geht es weiter mit den Trauben.
Blick über den Gartenzaun in eine Aachener Schrebergarten-Parzelle.
Wer gern im einzigen Aachener Freibad schwimmen geht, kann sich freuen. Die Saison wird verlängert – bis zum 27. September. In den vergangenen Jahren war gewöhnlich schon Mitte September Schluss.
Das Freibad ist beliebt wie eh und je. „Wir haben die Besucherstatistiken der geöffneten Bäder gesichtet und festgestellt, dass das Freibad, trotz der bekannten Einschränkungen, im Tagesdurchschnitt von deutlich mehr Menschen in Anspruch genommen wird, als die bereits geöffneten Schwimmhallen“, erklärt Sportdezernentin Susanne Schwier die Beweggründe der Stadtverwaltung.
Was ist mit Schwimmhalle Süd und Elisabethhalle ?
Der Fachbereich Sport hat vor wenigen Tagen die Elisabethhalle für den Vereinsbetrieb freigegeben. Eine Nutzung durch die Öffentlichkeit ist derzeit noch nicht möglich. Die Öffentlichkeit kann bald die Schwimmhalle Süd besuchen, in der die Vorbereitungen dazu inzwischen anlaufen.
„Die Schwimmhalle Süd steht unter normalen Bedingungen an 363 Tagen im Jahr täglich bis 21 Uhr zur Verfügung “, erläutert Petra Prömpler, Leiterin des Fachbereichs Sport, die Pläne der Stadtverwaltung. Diese Schwimmhalle (Süd) werde als nächstes geöffnet, damit etwa Berufstätige eine tägliche Schwimmmöglichkeit morgens und in den Abendstunden haben. Damit aber auch den Familien mit Kindern (mit dem Bachlauf und der Spielecke) ein Angebot gemacht werden kann.
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Schwimmen trainiert die Muskeln, ohne die Gelenke zu belasten. Schwimmen korrigiert Fehlhaltungen, baut Stress ab, trainiert Kraft und Ausdauer – und das bei einem sehr geringen Verletzungsrisiko. Beim Schwimmen wirkt der Körper schwerelos, das schont Knorpel und Knochen, während fast jeder Muskel trainiert wird.
Noch nicht zu: das wunderbare Freibad am Hangeweiher. Bis Ende September wird man da noch schwimmen können. Sich mit schwimmen fit zu halten, das ist bestimmt kein Fehler.
Viele haben jetzt schon ihre Briefwahlunterlagen bekommen und stellen fest: Meine Stimmzettel haben oben eine Ecke ab und außerdem unten Löcher.
Sind die Stimmzettel gezinkt? Keinesfalls. Sie sind nur behindertenfreundlich, und darüber kann man sich freuen. „Die abgeschnittene rechte obere Ecke dient ausschließlich der Erkennbarkeit der Vorderseite des Stimmzettels für blinde und sehbehinderte Menschen!“ Das steht winzig klein auf dem lindgrünen Zettel.
Und auf den drei anderen Stimmzetteln steht: „Die Lochung und die abgeschnittene rechte obere Ecke dienen ausschließlich der Erkennbarkeit der unterschiedlichen Stimmzettel für blinde und sehbehinderte Menschen!“
Also alles gut, jetzt nur noch 4 Kreuzchen machen, Stimmzettel in den blauen Umschlag. Und dann den blauen Umschlag mit dem Wahlschein (unterschrieben) in den roten Briefumschlag und ab in den Briefkasten.
Die Stimmzettel haben Löcher. Das hilft Blinden und Sehbehinderten, sich zu orientieren.
Weiter geht es mit den Bildbetrachtungen. Heute: die Liberalen.
„Hallo, mein Name ist Wilhelm Helg.“ Jo, wissen wir. Mehr Inhalt ist nicht drin? Schade. Fällt den Aachener Liberalen gar nichts ein? Oder wollen sie einfach nicht öffentlich machen, was ihre Ziele sind? Man weiß es nicht.
Lazy65 (Matthes Straetmans) dokumentiert seine Arbeit an seinem Bild am Bushof. Er hat in Aachen viele Fans. Neuerdings gehört auch Heidemarie Ernst von der Stadtverwaltung dazu.
Der Wahlkampf tobt vor sich hin und deshalb werden jetzt – so darf angenommen werden – sogar Themen ausführlich behandelt, die zwar den Leuten auf den Nägeln brennen, die aber normalerweise von CDU und SPD ratzfatz abserviert werden. So ein Thema ist (seit über 20 Jahren) die Schließung des Templergrabens für den Durchgangsverkehr.
Die nächste Sitzung des Bürgerforums befasst sich mit diesem Thema. Sie findet am Dienstag, 1. September, um 18 Uhr im Depot an der Talstraße statt. Die Wortgefechte der Politiker*innen pro und contra werden dominant sein, hoffentlich kommen überhaupt Bürger*innen zu Wort.
Manfred Bausch (SPD) wird sich wieder darüber auslassen, wie unfair es ist, dass ich (Margret Vallot) sage, ich vertrete hier die Meinung der Fraktion der Piraten. Eine Info, die ihn aus mir völlig unbekannten Grünen zur Weißglut treibt. Sei’s drum.
Im Vorfeld der Sitzung wird von der Verwaltung mitgeteilt:
Ein Thema, das bereits seit Jahren vielschichtig von Politik, Verwaltung und den lokalen Medien behandelt wird, wurde nun als Bürgerantrag erneut von einer Initiative von Aachener Studierenden an das Bürgerforum der Stadt Aachen gerichtet. Angeregt werden eine effektive Unterbindung der Schleichverkehre auf dem Templergraben, sowie die Ergreifung von Maßnahmen gegen entstehende Ausweichverkehre auf dem Annuntiatenbach und auf der Jakobstraße.
Den Templergraben fußgänger- und radfahrerfreundlicher zu machen, ist in den vergangenen Jahrzehnten bereits vielfach diskutiert worden. Die derzeitige Regelung – Tempo 30 als verkehrsberuhigende Maßnahme – zeigt sich laut der Initiative „Uni-Urban-Mobil“ als unzureichend, um den hohen Anforderungen des Fuß- und Radverkehrs, sowie des ÖPNV gerecht zu werden.
Weitere Beratungsthemen:
Außerdem wird über die Umsetzung der Global Goals für nachhaltige Entwicklung an den Aachener Schulen beraten, und es werden bauliche Maßnahmen für den innerstädtischen, nicht-motorisierten Individualverkehr diskutiert.
Infos zur Sitzung und zu den Tagesordnungspunkten findet ihr im Ratsinformationssystem auf der Homepage der Stadt Aachen. Die Sitzung ist öffentlich, sämtliche Maßnahmen nach Coronaschutzverordnung werden gewährleistet. Das Tragen einer Alltagsmaske außerhalb der Sitzplätze ist erforderlich.
Im Depot in der Talstraße treffen sich am 1. September die Mitglieder des Bürgerforums. Der Templergraben mit dem Hauptgebäude der RWTH: Er soll vom Durchgangsverkehr befreit werden. Das fordert eine studentische Initiative, deren Antrag im Bürgerforum am kommenden Dienstag beraten wird. Foto: Archiv
Annelies Podbielski (StudentsForFuture, Mitte links), Felix Hartz (Uni.Urban.Mobil, links), Anita Ni (StudentsForFuture, PAN Aachen, rechts) mit dem Rektor der RWTH, Professor Ulrich Rüdiger. Foto: Lennard Gottlieb (StudentsForFuture)
Students For Future Aachen hat sich mit dem Rektor der RWTH, Professor Rüdiger, zur Übergabe eines offenen Briefs (siehe unten: im Wortlaut) getroffen. Der Brief wurde anlässlich der Abstimmung über das „Integrierte Klimaschutzkonzept“ der Stadt Aachen überreicht.
Mit dem Brief bitten verschiedene studentische Initiativen den Rektor als Stellvertreter der Hochschule, Teil der Wissenschaft und Akteur in der Stadt um Hilfe. Hauptkritikpunkte an dem Konzept sind unzureichende Ziele und noch unzureichendere Maßnahmen. Insbesondere wird kritisiert, dass 1,75° C Erderwärmung deutlich zu hoch ist und es dringend der Zielsetzung von einer Erderwärmung von maximal 1,5° C bedarf.
Verwiesen wird in dem Brief außerdem auf die vorangegangene gemeinsame Kritik von „Runder Tisch Klimanotstand Aachen (AG-Verkehr)“, „VCD Aachen-Düren“, „ADFC Aachen“, „Radentscheid Aachen“ und „Uni.Urban.Mobil“ (https://www.uum-ac.de/iksk/) und der Kritik von Health For Future Aachen (https://www.facebook.com/HealthForFutureAachen).
Zur Sitzung des Rates der Stadt findet außerdem heute um 16 Uhr am Eurogress eine Kundgebung zum „Integrierten Klimaschutzkonzept“ statt. StudentsForFuture Aachen wird ebenfalls anwesend sein.
Im Wortlaut
Sehr geehrter Herr Professor Rüdiger,
Aachen, 25. August 2020
vor dem Hintergrund der anstehenden Verabschiedung des Aachener „Integrierten Klimaschutzkonzepts“ bitten wir Sie im Bereich Klimaschutz und Klimagerechtigkeit ein zweites Mal um Unterstützung.
Am 26. August 2020 entscheidet der Stadtrat über das „Integrierte Klimaschutzkonzept“ (IKSK) [1], bestehend aus einem Strategiekonzept für das nächste Jahrzehnt und einem Handlungsprogramm bis 2025. Dies ist die erste ernsthafte Reaktion der Lokalpolitik auf die Klimakrise. Nur durch ein gemeinsames Handeln von allen Akteuren kann diese abgewendet werden.
Die Stadt Aachen steht in der Verantwortung, ihre anteiligen CO2 – Emissionen in Einklang mit dem 1,5° C – Zieli des Bundes-Klimaschutzgesetzes zu begrenzen.
Das IKSK sehen wir nicht als ambitionierten Klimaschutz an: Im Mobilitätsbereich beklagen die lokalen Verkehrsverbände und Initiativen in einer gemeinsamen Stellungnahme mit der AG-Verkehr des Runden Tischs Klimanotstand ein Defizit. Gefordert werden stattdessen konkret nachverfolgbare Meilensteine für die Erreichung des 1,5°C – Zielsi [6]. Auch kritisiert der Runde Tisch Klimanotstand die weiteren zu beschließenden Maßnahmen, da sie das 1,5°C – Ziel verfehlen werden. Gleichzeitigbeklagt „Health for Future Aachen“, dass auch im Gesundheitssektor die Folgen zu spüren sein werden, dies im Aachener Konzept aber nicht berücksichtigt wird [7].
In der EU-Konsultation zum Klimazielplan sprechen Sie sich für eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um mindestens 55 Prozent bis 2030 im Vergleich zu 1990 aus. Das IKSK strebt nur eine Reduktion von 50 Prozent im selben Zeitraum an. Wir bitten Sie, Ihre Aussage von der europäischen auf die lokale Ebene zu übertragen, als Hochschule die anteilige Verantwortung zur Einhaltung des CO2 – Restbudgets wahrzunehmen und damit der Stadt Aachen und ihren Einwohner:innen öffentlich zu signalisieren, dass gemeinsam das 1,5°C – Zieli zu erreichen ist. Mit einem gemeinsamen ehrgeizigen Vorgehen können Stadt und Hochschule nicht nur zur Erhaltung der Lebensqualität der Menschen vor Ort beitragen, sondern auch dazu, dass global bestehende Ungleichheiten nicht weiter zunehmen, und damit eine Vorreiterrolle in Nordrhein-Westfalen einnehmen.
Für Ihre Teilnahme an den EU-Konsultationen zum Klimapakt und zum Klimazielplan möchten wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken. Wir hoffen nun, auf Sie als zukünftigen Klimabotschafter zählen zu können und würden uns über eine öffentliche Stellungnahme aus wissenschaftlicher Sicht zu den Klimazielen der Stadt Aachen freuen.
Das Konzept wurde vom Fachbereich Umwelt ausgearbeitet. Alle vorgeschlagenen Ziele und daraus abgeleiteten Maßnahmen basieren auf dem für Aachen anteiligen CO2 – Budget, die für das Einhalten eines 1,75 °C – Ziels notwendig wären. Dieses Klimaziel wird im IKSK von einer Veröffentlichung des Sachverständigenrats für Umweltfragen abgeleitet [1]. Jedoch droht bei einer Erderwärmung über 1,5 °Cii die Aktivierung von Kippelementen im Klimasystem, durch deren sich selbst verstärkende Wirkung weite Teile der Erde für Menschen unbewohnbar werden [2;3].
Aktuell sind die Auswirkungen der klimatischen Veränderungen in Deutschland noch gering, während sich Menschen in vielen Ländern des globalen Südens bereits jetzt schon mit existenziellen Problemen konfrontiert sehen. Lokal und global leiden die Länder und die Menschen am meisten, die am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen haben. Aber auch in Deutschland sind bereits erste Auswirkungen, wie u.a. gehäufte Hitzewellen und Dürren zu beobachten. Diese bedrohen nicht nur Lebensräume von Tieren und Pflanzen, sondern stellen auch Menschen, die z.B. in der Landwirtschaft arbeiten, vor Probleme von neuem Ausmaß. Konträr dazu fehlen international, bundesweit, landesweit und kommunal Ambitionen zum ausreichenden Klima – und Umweltschutz. Sei es ein zu später Kohleausstieg, der Bau einer Autobahn durch ein Natur- und Trinkwasserschutzgebiet im Dannenröder Forst oder die Annahme eines wesentlich zu großen Restbudgets an CO2.
Deshalb appellieren wir an Sie, öffentlich ein Zeichen an die Stadt Aachen zu senden, indem sich die RWTH mit ihren Klimaschutzmaßnahmen zur Einhaltung des 1,5°C – Ziels verpflichtet. Bundesweit und international haben sich Hochschulen bereits zu diesem Ziel bekannt: beispielsweise die TU Berlin [4] und die Chalmers University of Technology [5].
In Wahrnehmung ihrer Verantwortung für die Gesellschaft hat auch die RWTH sich für ein sozial, ökologisch und ökonomisch gerechtes Handeln auszusprechen. Die RWTH trägt insbesondere durch ihre Forschungsaktivitäten bereits zum Klimaschutz bei; sie ist aber auch ein relevanter Teil der Stadtgesellschaft. Wir bitten Sie daher, sich in ihrer neuen Rolle als zukünftiger EU-Klimabotschafter auch auf lokaler Ebene für ambitionierten Klimaschutz einzusetzen.
Das Klima gerät immer mehr aus den Fugen, und die Retter des Klimas werden langsam ungeduldig. Verständlich. Die junge Leute werden – sollte nicht unverzüglich gehandelt werden – in Mitteleuropa Zustände erleben, die ganze Städte und Landstriche unbewohnbar machen – wegen Hitze und Trockenheit. Jahresdurchschnittstemperaturen von 27 Grad werden vorausgesagt. Davor fürchten sich die, die das vermutlich erleben werden. Ältere Menschen sind unterdessen erstaunlich gleichgültig.
Mitte Juni 2019 war es soweit: Der Rat der Stadt Aachen befand, die Stadt befinde sich im Klimanotstand. Gleichzeitig wurde der Stadtverwaltung der Auftrag erteilt, ein Integriertes Klimaschutzkonzept (IKSK) zu erarbeiten. Bisherige Erfolge und Misserfolge sollten analysiert, die strategischen Schritte zur Beschleunigung der CO2-Emissionsreduktion definiert und erfolgversprechende Maßnahmen entwickelt werden.
Der Rat der Stadt Aachen reagierte also und will morgen – in seiner letzten Sitzung vor der Kommunalwahl – im Eurogress (ab 17 Uhr) das sogenannte Integrierte Klimaschutzkonzept (IKSK) beschließen. Ausführliche Darstellung in dieser schönen Vorlage. Und hier.
Das neue Klimaschutzkonzept halten aber die Mitglieder mehrerer Umweltschutzorganisationen in Aachen für nicht ausreichend. Es handelt sich um Personen, die sich schon lange mit Fragen des Klimas befassen und mMn als sachkundig gelten können.
Morgen, am 26. August, von 16 bis 17 Uhr, wird die Initiative „Runder Tisch Klimanotstand“ zusammen mit anderen Initiativen am Eurogress, Monheimsallee, eine Kundgebung vor der Ratssitzung abhalten. In dieser Sitzung soll – wie erwähnt – das Integrierte Klimaschutzkonzept (IKSK) der Stadt beschlossen werden.
Die Initiativen teilen mit: „Wir möchten aufzeigen, dass das IKSK leider bei Weitem nicht ausreichend ist. Weder für das Pariser 1,5 Grad Ziel, noch für die selbstgesteckten Ziele der Stadt Aachen. Kommt gern vorbei um uns zu unterstützen!“
Die Stellungnahme der Kritiker*innen lest ihr unten im Wortlaut:
Auf dem Weg von Aachen nach Monschau: Frühzeitig werden Bäume herbstlich bunt. Die Trockenheit setzt ihnen zu. Foto: Archiv
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IM WORTLAUT:
Stellungnahme zum Integrierten Klimaschutzkonzept der Stadt Aachen
von Runder Tisch Klimanotstand Aachen (AG Verkehr), VCD Aachen-Düren, ADFC Aachen, Radentscheid Aachen und Uni.Urban.Mobil.
Die Aachener Klimapolitik steht vor großen Herausforderungen. Aachen hat sich am 22. 01. 2020 auf ein CO2-Restbudget verpflichtet, das es der Stadt ermöglicht, ihren Teil beizutragen, die Erderwärmung auf 1,75°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.
Bei aktuellem CO2-Ausstoß (2,139 Mio. t in 2018) wäre das knappe Aachener CO2-Budget (16,3 Mio. t) bereits 2028 aufgebraucht.
Die im Integrierten Klimaschutzkonzept (IKSK) vorgeschlagenen Maßnahmen gewährleisten jedoch nicht die Einhaltung dieses Restbudgets. Für den Mobilitätsbereich nennt das IKSK ein Reduktionsziel von 398.000 t CO2 bis 2030. Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen werden jedoch nur rund 5% dieses Ziels abgebildet.
Vor dem Hintergrund, dass die Emissionen des Verkehrssektors in Aachen in den vergangenen Jahrzehnten nicht gefallen, sondern noch weiter gestiegen sind (+19% gegenüber 1990), ist eine Trendwende mit deutlicher CO2- Reduktion in diesem Bereich unerlässlich. Diese Schubumkehr ist im IKSK nicht erkennbar.
Das CO2-Restbudget, das für Aachen errechnet wurde, weist drei Schwachpunkte auf:
1. Die Berechnung des CO2-Restbudgets orientiert sich an einer maximalen globalen Erderwärmung von 1,75°C und nicht an dem 1,5°C-Ziel, das von vielen WissenschaftlerInnen empfohlen wird. 2. Die historischen Emissionen Aachens finden keine Berücksichtigung im Restbudget, sie sind im Sinne der Klimagerechtigkeit gegenüber anderen Ländern und Regionen jedoch äußerst wichtig. 3. Die Berechnungsebene der virtuellen Emissionen fehlt im IKSK. Das sind Emissionen, die nicht vor Ort, also in Aachen, anfallen, aber auf Entscheidungen von Aachener BürgerInnen zurückzuführen sind. Ein Beispiel für virtuelle Emissionen sind PKW: Ihre Produktion ist CO2- intensiv. Jedes Fahrzeug trägt einen Rucksack mit Emissionen, noch bevor es zum ersten Mal genutzt wird. Dies ist auch bei E-Fahrzeugen der Fall. Diese Emissionen haben einen großen Anteil an den Gesamtemissionen einer Stadt. Daraus und angesichts des Klimanotstandes folgern wir, dass Aachen zumindest das jetzt berechnete Restbudget bedingungslos einhalten und in Konsequenz den CO2-Ausstoß drastisch reduzieren muss.
Diesem Anspruch genügt das IKSK bisher nicht:
1. Es weist ein deutliches Ambitionsdefizit auf. Über alle betrachteten Bereiche hinweg werden mit den vorliegenden Maßnahmen nur circa 60% des Reduktionsziels angestrebt. Im Mobilitätssektor sind es sogar nur 5%. 2. Die Maßnahmen des IKSK setzen ein Umsetzungsdefizit fort: Es bleibt völlig offen, wie im Verkehrsbereich ein grundsätzlicher Wandel eingeleitet werden soll. Insbesondere fehlen Zwischenziele für die CO2-Reduktion und „Meilensteine” für eine schrittweise Maßnahmenumsetzung. Nur damit ist eine kontinuierliche Überprüfung der Budgeteinhaltung gewährleistet.
In diesem Sinn schlagen wir vor, dass der Rat eine Kombination aus gut abgeleiteten Treibhausgas-Reduktionszielen beschließt. Diese sollen mit verbindlichen Zwischenzielen unterlegt sein, die den Weg zur Klimaneutralität deutlich aufzeigen. Die Zwischenziele geben an, welche Reduktion bis zu einem bestimmten Jahr erreicht werden soll.
Eine Roadmap mit Meilensteinen und ambitionierten Umsetzungsprogrammen zeigt auf, wie vorgegangen werden wird. Ein wissenschaftliches Monitoring, das sowohl das Erreichen der Reduktionsziele als auch die Fortschritte der Umsetzung kontrolliert, ist Bestandteil des IKSK. Mit diesem Vorgehen wäre gewährleistet, dass die Stadt die Möglichkeit hat, ihren Umsetzungskurs durch weitere Maßnahmen in Richtung Klimaneutralität anzupassen, sollten Zwischenziele und Meilensteine nicht erreicht werden.
Wir fordern deshalb, dass der Rat der Stadt Aachen eine Anpassung des IKSK fordert, sodass das IKSK dem Ratsbeschluss des Klimanotstandes sowie dem Beschluss zum errechneten CO2-Budget Rechnung trägt.
Nachfolgend haben wir beispielhafte Meilensteine für den Mobilitätsbereich in Aachen erarbeitet. Diese sollen in die Neuausarbeitung des IKSK einbezogen, ergänzt und optimiert werden.
2020: Ab sofort jährliche Parkplatzreduktion in Bewohnerparkzonen und in den Zentren der Stadtbezirke um mindestens 500 Stück. Verlagerung aller Parkplätze am Straßenrand in kostendeckend betriebene Quartiersgaragen (u. a. umgenutzte Parkhäuser) bis 2028. Am Straßenrand gibt es Halte-, Liefer- und Ladezonen.
2020: Initiative beim Land, den Stellplatznachweis für Neubauten weiter deutlich zu reduzieren und auf stadtgerechte Mobilitätsformen zu begrenzen
2020: Ab sofort keine Tariferhöhungen im ÖPNV
2021: Ausbau von P+R und Stärkung der Vorteile gegenüber Parken in der Innenstadt. Offensive Vermarktung des Angebots. Erweiterung der Parkplätze je nach Bedarf in den Folgejahren.
2021: Umsetzung der Schleifenerschließung innerhalb des Alleenrings
2021: CityTakt als hochfrequentierten “echten Takt” (1) umsetzen und auf die Zentren der Stadtbezirke ausweiten. Grundsatzbeschluss zur Einführung der Regiotram.
2023: Beschluss eines Konzeptes für die Netzerweiterung der Regiotram (im Stadtgebiet und im Umland)
2025: Autofreie Innenstadt, mindestens innerhalb des Alleenrings (mit Ausnahme von z.B. AnliegerInnen, Taxen, Handwerksbetrieben, Lieferverkehr, Einsatzfahrzeugen . . .)
2027: Vollständige Umsetzung der Vision 2027 der Aseag (2)
2027: Vollständige Umsetzung des Radentscheids
1 An einer Citytakt-Haltestelle verkehren aufeinanderfolgende Busse mit festem zeitlichem Abstand zueinander
2 Ohne Konzeptbestandteile, die den Klimaschutzzielen entgegenstehen, wie z.B. Flugtaxis am Bushof oder P+R in Innenstadtnähe
Eine alte Idee ist plötzlich wieder quicklebendig: die Idee vom autofreien Templergraben. Konkret geht es um ein Stück Straße vor dem RWTH-Hauptgebäude.
Die studentische Initiative U.U.M. macht in jüngster Zeit erstaunlich viel von sich reden, die Studies rauben der Autolobby den letzten Nerv. U.U.M. bekommt viel Zuspruch: von der grünen Opposition im Stadtrat, von Studierenden und von Menschen, die Veränderungen im Straßenverkehr nicht von vornherein ablehnen. Zuletzt sogar noch von Geschäftsleuten und Gastwirten auf dem Templergraben, wie die Gruppe mitteilt (z. B. Frankenne, copy2000, die Restaurants Burgeria, Katapult und Juno).
U.U.M. hat zusammen mit dem Verkehrsclub (VCD) und dem ADFC einen Bürgerantrag zum Templergraben eingereicht (wir berichteten). Dieser Antrag wird am 1. September öffentlich im Bürgerforum behandelt (18 Uhr, im „Depot“ Talstraße, Talstraße 2, viel Platz vorhanden). Dort werden vermutlich die Fetzen fliegen, denn es gibt auch viele Aachener*innen, die die Sperrung des Templergrabens für eine Schnapsidee halten.
Dazu muss man wissen: Der genannte Bereich soll für den Zielverkehr mit Kraftfahrzeugen weiterhin erreichbar bleiben, während der Durchgangsverkehr ausgeschlossen wird. Das von den meisten Parteien im Rat verfolgte Ziel, den Grabenring als Verteiler für den Radverkehr umzugestalten, wird damit an einer entscheidenden Stelle unterstützt.
Für ihren Antrag werden die Initiativen vorab am kommenden Freitag, 28. August, ab 19.15 Uhr mit einer Demonstration am Templergraben werben. Nähere Infos zur Bürgeranregung unter uum-ac.de/templergraben
Man glaubt es nicht, aber: Hunderte Pkw-Fahrer*innen nutzen täglich den Templergraben als Durchgangsstraße. Gleichzeitig sind dort viele Menschen auf Fahrrädern und zu Fuß unterwegs. (Die Fassade des Hauptgebäudes ist wegen Bauarbeiten quasi eingepackt.) Foto: Archiv
Ab Mittwoch, 1. April, gelten auf dem Recyclinghof Eilendorf an der Kellershaustraße die Sommeröffnungszeiten. In den Sommermonaten öffnet der Hof montags, mittwochs und freitags von 8.30 bis 16 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 8.30 bis 18 Uhr. Samstags können Wertstoffe zwischen 8.30 und 14.30 Uhr abgegeben werden.
Gäste aus USA
Die Städtepartnerschaft Aachen - Arlington hat eine über 30-jährige Tradition: Am 17. September 1993 wurde der Städtepartnerschaftsvertrag feierlich unterzeichnet. Die Tradition wird durch das Partnerschaftskomitee Aachen & Arlington e.V. und die beiden Städte gepflegt und gelebt. Vom 25. März bis zum 2. April sind erneut 50 junge Menschen aus Arlington zu Gast in Aachen.
Ferienspiele
Ab sofort können Eltern und Kinder sich über www.aachen.de/ferienspiele die schönsten und spannendsten Angebote aussuchen und anmelden. Wer jetzt noch nichts Passendes gefunden hat: Das Angebot wird laufend aktualisiert, und es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Im Portal finden sich auch die Einverständniserklärung und ein Datenschutzhinweis.
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4 Jahre, in denen es 300 Millionen Europäern nicht gelungen ist, den barbarischen Anführer von 150 Millionen Russen zu stoppen. „Nie mehr Krieg“, das bedeutet, dass man in der Lage ist, sich zu wehren, so dass kriegslüsterne, niederträchtige Diktatoren und Massenmörder erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Krieg zu beginnen.
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In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Neue Tretroller
Ein 4. Anbieter verleiht seine E-Tretrollern ab März in Aachen. Es handelt sich um den skandinavischen Mikromobilitätsanbieter Ryde. Er erweitert das bestehende Angebot der drei, bereits in Aachen engagierten E-Scooter-Betreiber Dott, Ridemovie und VOI. Die Gesamtmenge an Leih-E-Tretrollern in Höhe von 2000 Fahrzeugen bleibt erhalten. hier.
Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält künftig regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Zwischen dem 14. und 16. April steuert das Wertstoffmobil wieder die genannten Supermarkt-Parkplätze an. Hier Infos zu Terminen und Wertstoffen,Quelle: Presseamt
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org
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Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.