Technischer Fortschritt ist nicht immer nur schlecht

Von einer neuen „Strahlenbelastung für Aachen“ ist in einer Petition die Rede, die dieser Tage vielen Aachener Bürgerinnen und Bürgern zugemailt wurde. Man soll diese Petition unterschreiben, steht da.

Die „Petition zum neuen Mobilfunkstandard“, 5G, enthält lauter Unwahrheiten und handelt – wie erwähnt – von angeblich gesundheitlich bedenklicher Strahlenbelastung. Dabei ist mit 5G genau das Gegenteil der Fall, die Strahlung wird mit 5G niedriger.

Die Technikfeindlichkeit kann einen wirklich traurig machen, und es ist schade, dass es in Deutschland, dem Land der Erfinder und Ingenieure, jemals dazu kommen konnte. Offenbar folgt auf jahrzehntelange hemmungslose Technik-Begeisterung jetzt das genaue Gegenteil. So geht es von einem Extrem ins andere. Die Petition werde ich nicht unterschreiben und auch nicht weiterverbreiten.

Zu dem Vorgang schreibt Matthias Achilles, Kandidat der Piratenpartei für den Rat der Stadt Aachen:

Nein, ich möchte keine Petition gegen digitalen Infrastrukturausbau in
Aachen unterschreiben.
Es gibt nach meinem besten Wissen keinen Zusammenhang zwischen
Gesundheitsproblemen und einer normalen Mobilfunknutzung.
Ja, 5G benötigt mehr Basisstationen, die aber jeweils mit weniger
Leistung senden. Und die höhere Energiedichte bei höheren Frequenzen
führt lediglich dazu, dass diese elektromagnetischen Wellen stark
gedämpft werden
und nicht merklich in einen menschlichen Körper
eindringen können.

Wer sich dazu einen tieferen Einblick verschaffen will, der/dem sei
folgendes Video empfohlen (in Englisch):
https://www.youtube.com/watch?v=g-gGeAe-PJA

Informiert euch, bleibt bei den wissenschaftlichen Fakten und gestaltet
mit uns eine Zukunft, in der wir alle vom technischen Fortschritt
profitieren.

Viele Grüße,

Matthias Achilles
Oberbürgermeisterkandidat Piraten Aachen
Für einen Generationenwechsel im Rathaus

Matthias Achilles
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Fahrrad gestohlen und im Internet zum Kauf angeboten

Nach Einbrüchen ist manchmal beim Blick ins Internet die Überraschung groß. Nicht selten landet nämlich Diebesgut auf Online-Marktplätzen. Dann treten Diebe als Online-Händler auf.

Auf einer Verkaufsplattform im Internet erkannte auch ein Mann aus Aachen sein gestohlenes Fahrrad wieder. Er informierte die Polizei und vereinbarte mit dem Verkäufer einen Übergabetermin.

Am gestrigen Abend (8. Juli), so teilt die Polizei mit, gegen 19 Uhr kam es zu dem vereinbarten Treffen, bei dem der einschlägig bekannte Tatverdächtige (30) von der Polizei festgenommen werden konnte. Bei Durchsuchungen fanden die Beamten bei ihm noch Drogen, Bargeld und diverse andere gestohlene Gegenstände.

Da der Tatverdächtige zum Treffen mit dem Pkw angereist war und offensichtlich unter Drogen- und Alkoholeinwirkung stand, entnahm ihm ein Arzt auf der Wache auch noch eine Blutprobe. (fp)

Einst gab es noch Hühnerdiebe (s. Foto). Heute – in der zeitgemäßen Variante – sind es Fahrraddiebe, die auf sich aufmerksam machen. Diebe nerven. Aber: Die Branche stirbt nicht aus. Foto: Archiv

***

Die „Initiative Cyclerid“, von der noch nie jemand was gehört hat, hat einen Negativ-Preis verliehen, an Aachen natürlich, sonst würde ich hier nicht berichten. Es ist ein Preis für am wenigsten fahrrad-freundliche Städte.

Die Initiative verleiht Jahr für Jahr den „Pannenflicken“ in Gold und Silber. Aachen hat jetzt Silber gemacht. Die Initiative bemängelt, dass in Aachen vielfach Radfahrer*innen auf Streifen fahren müssen – genau zwischen rechts parkenden Pkw und links fahrenden Pkw. Das ist gefährlich und wird nicht ganz zu Unrecht kritisiert, die Initiative schreibt auf ihrer Homepage:

Aachen sticht nicht außergewöhnlich aus der Grupppe derjenigen Orte hervor, die Schutzstreifen oder Radfahrstreifen ohne Sicherheitsstreifen zu Parkständen anlegen oder Mindestmaße kombinieren. Sie hätten alle einen Preis verdient.

Was Aachen aus dieser Gruppe hervorhebt ist die relative Gefährlichkeit.

Der Templergraben scheint relativ stark befahren und die Parkwechselfrequenz ist hoch. Das bedeutet ein hohes Risiko von Unfällen gegenüber den anderen Nominierten. Wobei auch Bamberg nicht mit Fahrradunfällen spart; ein direkter Vergleich mit Aachen war aber nicht möglich, da sich NRW nicht am Unfallatlas unfallatlas.statistikportal.de beteiligt.

Ein weiterer Grund für Aachen: Die Stadt weiß offenbar, wie man sichere Straßen plant (von der RTWH), belässt aber hier eine Gefährdung.

Nebenbei: Eine Untersuchung der TU Dresden zeigt, dass Radfahrstreifen und Schutzstreifen nur dann attraktiv für Radfahrer sind, wenn sich daneben keine Parkplätze befinden. Ob ein Sicherheitsstreifen vorhanden und wie breit er ist, das spielt für die Attraktivität eine untergeordnete Rolle. Eine attraktive, den Radverkehr fördernde Radverkehrsanlage sieht anders aus als diese Aachener Straße.

***

Mal ganz was anderes: Wer in diesen Tagen vor seinem Rasen steht und auf Klee oder Gänseblümchen blickt, der fragt sich vielleicht, wie der ALRV das immer schafft, den Rasen zum Reitturnier so perfekt hinzukriegen. Hier erfahrt ihr, welche Anstrengungen diesbezüglich vom ALRV unternommen werden. Lesenswert.

Und da wir schon mal beim Sport sind, hier was zum Golfen in Aachen, vom besten Reporter in Deutschlands westlichster Ecke: Bernd Müllender.

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Aachen: Was man in Sachen Corona-Virus wissen muss

Es gibt in der StädteRegion nunmehr 2010 (bekannte) positive Fälle, davon 999 in der Stadt Aachen. 1900 ehemals positiv auf das Corona-Virus getestete Personen sind inzwischen wieder gesund (Folgeschäden offenbar nicht registriert).

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle liegt jetzt bei 99. Hinzugekommen ist ein 68-jähriger Mann. Damit sind aktuell 11 Menschen in der StädteRegion nachgewiesen infiziert. Die nächsten Zahlen werden (z. B. auf der Seite der Stadt Aachen) am Freitag, 10. Juli, veröffentlicht.

Notfall-Szenario: Für den Fall eines neuerlichen Anstiegs der Infektionszahlen wurde eine Bemessungsgröße für ein Notfall-Szenario festgelegt. Dieses greift, wenn mehr als 50 Neuinfizierte in den zurückliegenden sieben Tagen auf 100.000 Einwohner auftreten.

In der StädteRegion Aachen liegt, umgerechnet auf besagte Gleichung, derzeit die Zahl der Neuinfizierten auf 100.000 Einwohnern bei 1,08.

Einreiseverordnung: Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gilt, dass sie sich nach ihrer Wiedereinreise in Deutschland zwei Wochen lang in Quarantäne begeben müssen. Eine Freitestung ist als Selbstzahlerleistung bei den Hausärzten und der StädteRegion Aachen möglich. Es gilt immer die Einstufung des Landes am Tage der Wiedereinreise nach Deutschland. Die tagesaktuelle Liste der vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiete findet man unter der Adresse https://www.staedteregion-aachen.de/risikogebiete

Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich beim Gesundheitsamt der StädteRegion Aachen (Tel: 0241-51985300 oder Mail: infektionsschutz@staedteregion-aachen.de) melden. 

Corona-Warn-App: Die Krisenstäbe weisen auf das richtige Verhalten hin, wenn die Corona-Warn-App ein „erhöhtes Risiko“ meldet:

  1. Soziale Kontakte sind sofort zu reduzieren und die Regeln zu Abstand, Hygiene und Alltagsmasken besonders zu befolgen. 
  2. Man soll umgehend Kontakt mit dem jeweiligen Hausarzt aufnehmen und sich testen lassen. Darauf hat jeder mit dieser Risikomeldung einen Anspruch, auch ohne Symptome.
  3. Das Gesundheitsamt ist schnellstmöglich unter Tel: 0241/5198-5300 oder Mail: infektionsschutz@staedteregion-aachen.de zu kontaktieren. Hier werden auf den jeweiligen Einzelfall bezogen die weiteren Maßnahmen besprochen. 

Wichtiger Hinweis: Das Gesundheitsamt kann keine technischen Fragen zur Corona-Warn-App beantworten! Dazu kann man sich an die bundesweite Hotline unter 0800-7540001 wenden.

Corona-Schutzmaßnahmen: Die Coronaschutzverordnung (CoronaSchVo) wurde am 7. Juli aktualisiert. Die Regelungen sind im Wesentlichen unverändert und gelten bis zum 16. Juli 2020. Große Festveranstaltungen sind nunmehr bis zum 31. Oktober 2020 untersagt. Die Regelungen sind auf der Homepage der Stadt Aachen nachzulesen: www.aachen.de/corona

Appell: Die Krisenstäbe weisen darauf hin, dass die beschlossenen Maßnahmen weiterhin eingehalten werden müssen. Dies gilt auch für das Verhalten am Arbeitsplatz, da besonders hier die Gefahr besteht, dass Teile der Belegschaft bei Nicht-Beachtung in Quarantäne geschickt werden müssten. Die Krisenstäbe in von Stadt und StädteRegion bitten weiterhin um solidarisches Verhalten und appellieren an das Verantwortungsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger. 

Bürgertelefon: Für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen ist für allgemeine Informationen (nicht für die persönliche medizinische Beratung!) rund um das Thema eine Corona-Info-Hotline eingerichtet. Diese ist unter 0241/510051 Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 15 Uhr zu erreichen.

Eisdiele in Brand: Eingang, Ausgang, Maskenpflicht. Dort haben Appelle an das Verantwortungsbewusstsein gefruchtet. (Foto ausgetauscht. Hier war zuvor ein anderes Foto.)
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Geld für Tradition und Brauchtum jetzt beantragen

Tradition und Brauchtum finden vielfach Ausdruck im Aachener Stadtbild. Zum Beispiel auf der Trierer Straße in Brand – eine Arbeit von Bonifatius Stirnberg: Frau mit Kinderwagen, darin drei Kinder, ein Kind auf ihren Schultern. Tja, wer sowas gerne sieht . . . der stellt sich demnächst auch noch eine Schängchen-Plastik auf. Ein entsprechender Verein hat sich längst gegründet.

Wenn einem Brauchtumsverein die Pleite droht, weil wegen Corona bestimmte Einkünfte (z. B. von Festen) wegfallen, gibt es Hilfe von der Landesregierung. Dazu wird (leicht gekürzt) von offizieller Seite mitgeteilt:

Gemeinnützige Vereine oder Organisationen, die mit Heimat, Tradition und Brauchtum zu tun haben, sollen zur Überwindung eines Liquiditätsengpasses beim Land Nordrhein-Westfalen (NRW) einen einmaligen Zuschuss in Höhe von bis zu 15.000 Euro beantragen können. Die Pleite muss durch die Corona-Krise verursacht sein und die Existenz gefährden.

Es geht um: „Existenzgefährdung in Form einer drohenden Zahlungsunfähigkeit“, so steht in der Mitteilung. Und weiter nochmals: „Die existenzbedrohende wirtschaftliche Lage, beziehungsweise der finanzielle Engpass muss aufgrund des Wegfalls von Einnahmen und/oder nicht zu verhindernden Ausgaben durch die Corona-Pandemie eingetreten sein.“

Ein Beispiel: Vereine erzielen bei Festen oder durch zeitweise Vermietung oder durch Eintrittsgelder zwischen März und August regelmäßig Erlöse, die zur Deckung laufender Kosten zwingend erforderlich sind. Kann der Wegfall dieser Erlöse aufgrund der Corona-Pandemie nicht ausgeglichen werden, kann der Betrag gefördert werden, der zur Deckung unvermeidlicher laufenden Kosten erforderlich ist.

Infos zum Sonderprogramm sind auf der Homepage des NRW-Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung abrufbar. Anträge können ab 15. Juli 2020 hier gestellt werden.

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Wer ist das denn? Hallo?

Will Olli Kahn in Aachen Oberbürgermeister werden? Der alte Perfektionist und Titan. Der dürfte wenig geeignet sein für die Arbeit im verträumten Aachener Rathaus, wenn man an seine ganzen Wutanfälle denkt.

Obwohl, seine Antwort von 2003 könnte 2020 noch mal passen: Dann antwortet er auf die Frage eines Reporters, was dem FC Bayern den Aachener Ratsleuten fehlt, wieder: „Eier!“ 

Beim 2. Blick sieht man natürlich: Mathias Dopatka ist das, der da für die SPD ins Rennen um den Oberbürgermeisterposten geht. Und der sieht auch echt frischer aus als der olle Olli. Kein Wunder, ist ja auch über 10 Jahre jünger.

Mathias Dopatka und seine stylische schwarz-weiße Wahlwerbung sind übrigens nichts für alte Männer. Wer immer auf Facebook nur nach rückwärts denkt, mag keine Querdenker, Vordenker und sonstigen denkfreudigen Menschen. „Immer alles so machen wie immer“, ist natürlich auch ein Wahlkampflebensmotto. 

Die Wahlwerbung beschäftigt die Fantasie, heute glaubte jemand, darauf den Christian Lindner (FDP) zu erkennen. Wie das? Ist etwa jeder Mann ein bisschen Mathias Dopatka? Lindner jedenfalls würde auch dauernd nach unten gucken wie der SPD-Oberbürgermeister-Kandidat auf der Werbefläche. Und da könnte man die beiden schon mal verwechseln. 

Na gut. Olli Kahn oder Christian Lindner. Wer Mathias Dopatka ist, lässt sich nicht ermitteln, wir wissen es nicht. Aber eine Frage muss doch zu klären sein: Worüber lacht der Mann auf dem Plakat?

Ich gebe die Frage an die Community. Zwinkersmiley

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Aachen: So war das im Bürgerforum

Für die Fraktion der Piraten im Rat bin ich Mitglied im Bürgerforum. Das tagt zwar nur alle zwei Monate, ist aber ein wichtiges politisches Gremium in Aachen. Denn im Bürgerforum können sich die Bürger*innen mit allem, was sie gut oder schlecht finden in Aachen ausführlich zu Wort melden, und die Politik muss sich damit befassen.

Wie es bisher war: Das Bürgerforum tagt (nach einer kleinen Neuorientierung vor 2 Jahren) genau in dem Ortsteil, wo die Bürger*innen gerade die meisten Probleme haben. Oft trifft man sich dann in der jeweiligen OT oder in der Aula der Schule im Viertel, für jeden fußläufig zu erreichen. 

Es kommen immer zwischen 70 und 300 Personen, die sollen nicht nur zuhören, die sollen zu Wort kommen und mal richtig sagen, wo sie der Schuh drückt. Wie der Name sagt: BürgerFORUM.

Vor der Sitzung plaudert man mit den anderen Politikern, mit den Verwaltungsleuten, mit den Bürger*innen. Tags zuvor habe ich schon jedes Mal die Örtlichkeit aufgesucht und geschaut, wieso die Probleme gerade da so groß sind.

Nach dem sogenannten Shutdown ( der kein richtiger Shutdown war) gab es bisher zwei weitere Sitzungen des Bürgerforums. Die eine fand nicht etwa vor Ort statt, sondern im Eurogress. Hier hieß die Devise: Abstand, Abstand, Abstand. Es kamen nur 20 bis 30 Bürger*innen. Bei den Themen, die wir behandelt haben, wären es normalerweise bestimmt 100 gewesen. Da bin ich sicher.

Blick in die Schlossstraße. Klarer Fall für das Bürgerforum, denn hier müssen die Anwohner darüber reden, dass Platz für Lieferwagen zum Be-und Entladen von Geschäften fehlt. Außerdem gibt es zu wenig Fahrradbügel.

Die nächste Sitzung fand dann wieder vor Ort statt, nämlich in Eilendorf am Bürgerhaus im Freien. Da flogen die Aerosole schnell weg, dort hat sich bestimmt niemand angesteckt, so vermute ich. Es flogen anfangs auch die Unterlagen weg, die waren aber flott wieder eingesammelt. Ich frage mich, warum im Juni nicht alle Sitzungen im Freien stattfanden, das Wetter hätte dies zugelassen. Es störte dort auch niemand, und verstehen konnte man sich in großer Runde ebenfalls gut.

Zurück zur Sitzung im Eurogress. Die Menschen, deren Straße eventuell umbenannt wird (Arthur-Kampf-Straße), haben sich z. B. gar nicht ins Eurogress getraut. Das ist extrem schade, ist es doch das oberste Prinzip des Bürgerforums, dass hauptsächlich Betroffene sprechen sollen. Ich fand schlecht, dass die Entfernungen im Eurogress zwischen den Menschen so groß sein müssen. Man konnte gar nicht mehr erkennen, welchen Gesichtsausdruck eine/r beim Sprechen macht. Für mich gehört das zu einer gelingenden Kommunikation dazu.

Wie soll es weitergehen? Ich möchte unbedingt, dass das Bürgerforum vermehrt von Menschen unter 40 als Medium benutzt wird, um in Aachen mit der Politik ins Gespräch zu kommen. Es werden dort zwar insgesamt auch junge Leute vorstellig (wg. Skater//eSport//OTs). Aber das könnten ruhig noch mehr werden.

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Abendstimmung auf dem Lousberg

Der Drehturm auf dem Lousberg. Fotos: Henning Brinkmann
Ihr seht: Ahha (Altgermanisch, gesprochen Acha), Aachen wie es einmal geheißen haben soll. Ahha bedeutet Wasser. Andere meinen, der Name leitet sich von Aqua (Lateinisch) ab, bedeutet auch Wasser.

Die einen mühen sich bei einer Aufstellungsversammlung mit den Formalitäten und Wahlvorbereitungen für September 2020 herum, die anderen versuchen, Zugang zur neueren Literatur zu bekommen – bei einer Lesung auf dem Aachener Lousberg.

So eine Lesung kann einen auf andere Gedanken bringen. Und ist in der Coronazeit ein angemessener Zeitvertreib. Dabei entstand auch das Foto vom Aachener Belvedere. Das ist ein in den 50er Jahren errichteter Wasserturm, der seit den 70er Jahren in seiner obersten Etage ein Restaurant beherbergt.

Heute gibt es dort oben immer noch Gastronomie, derzeit Corona-bedingt leider geschlossen. Die Örtlichkeit dreht sich in knapp einer Stunde einmal um sich selber. Die Aussicht von dort oben ist außergewöhnlich. Ganz Aachen liegt einem zu Füßen. In den drei Stockwerken unter dem Café haben Firmen ihre Büros.

35 Meter hoch ist der Turm, 173 Stufen führen nach ganz oben, es gibt aber auch einen Fahrstuhl.

Hier mehr Infos

Bei der 2. Lesung. Es gab Freitag und Samstag je ein Event. Leider regnete es Samstag ein wenig.
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Von hier aus soll das neue Altstadtquartier wachsen

Das kommt alles weg: Parkhaus Büchel im Zentrum von Aachen. Fotos: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

Banner verhüllen jetzt das ehemalige Parkhaus Büchel. Mit dem 30. Juni 2020 endete die jahrzehntelange Nutzung als Pkw-Abstellort endgültig.

Mit dem 1. Juli haben Stadt und die 100-prozentige städtische Tochter SEGA (Stadtentwicklungsgesellschaft) das Gebäude übernommen und geschlossen. Vom Parkhausgrundstück aus soll das neue Altstadtquartier wachsen.

Für die Gestaltung der temporären Parkhaus-Verpackung ist das Büro „Maurer United“ verantwortlich. Marc und Nicole Maurer sind Gründer der Maastrichter Agentur für Architektur und Stadtplanung. Die SEGA hat die Agentur beauftragt, die Öffentlichkeitsarbeit rund um die aktuelle Gebietsentwicklung am Büchel zu organisieren. Insgesamt sind 54 Banner mit einer Gesamtlänge von etwa 200 Metern nötig, um das Parkhaus temporär einzupacken. 

Der einstige Einfahrtbereich des Parkhauses ist unterdessen mit Holzplatten geschlossen worden.

Neues Talkformat „Büchel Live“ geht online

Ein neues Format, dessen erste Folgen bereits online sind, heißt „Büchel Live“. Auf dem obersten Deck werden an insgesamt drei Tagen Talkshows mit jeweils drei Themenblöcken produziert, die auf den Social-Media-Kanälen der Stadt beworben und komplett auf www.buechel-aachen.de zu sehen sind. In den ersten Folgen spricht Stadtbaurätin Frauke Burgdorff mit Oberbürgermeister Marcel Philipp über das Gesamtprojekt Büchel.

Das Thema Wirtschaft mit den Aspekten Einzelhandel und Marketing stand mit Andreas Maul (Marketing Club Aachen) und Thomas Mathes (Mathes Einrichtungshaus) im Mittelpunkt. Wohnen lautete der dritte Themenblock mit Thomas Hübner (gewoge) und Dana Duikers (Stadt Aachen / Fachbereich Wohnen, Soziales und Intergration).

In der zweiten Folge „Büchel Live“ ging es mit VHS-Leiterin Beate Blüggel und RWTH-Professor Frank Piller vom Institut für Technologie- & Innovationsmanagement zum Thema Wissen weiter. Ana Sous (Geschäftsführung Atelierhaus Aachen e.V.) und Tim Berresheim (Musiker und Künstler) unterhielten sich mit Frauke Burgdorff unter der Überschrift „Wirken kreativ“.

Zum Thema Wiese waren Alexandra Kessler vom Gemeinschaftsgarten HirschGrün und Norbert Kloeter (Honorarprofessor an der FH Aachen, Fachbereich Architektur) zu Gast. Auch diese Talkshow-Folgen werden in Kürze online erscheinen.

Infos und Kontakte auf www.buechel-aachen.de.

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Fenstergespräche

Immer nur digital kommunizieren – ist auf die Dauer auch blöd. Das Stadtteilbüro im Reichsweg 30 (Nadelfabrik) in Aachen bietet derzeit Fenstergespräche an. Jeden Dienstag von 11 bis 14 Uhr und mittwochs von 15 bis 17 Uhr trifft man sich an den Fenstern des Büros. Achtung: In der Zeit von 13. bis zum 31. Juli ist geschlossen.

Jede/r kann zum Plaudern vorbeikommen, sich z. B. über Hilfe und Nachbarschaftshilfe anläßlich Corona informieren. Es gibt Maskensets zum Selbermachen, Blumen und Herzen für liebe Menschen. Außerdem auch Samenkugeln zum Begrünen.

Quartiersmanagerin ist Myriam Rawak, sie ist unter 0241 – 432-56312 zu erreichen. Mehr infos unter aachen.de/quartierstermine Im Stadtteilbüro gibt es auch eine Schuldnerberatung, die AWO ist dort präsent, die VHS macht Bildungsberatung und der Seniorenrat Aachen-Ost/Rothe Erde trifft sich dort.

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Stahlbeton-Fertigteile werden am Napoleonsberg verlegt

Auf nach Kornelimünster, wo man am Napoleonsberg auf eine Vollsperrung samt Monsterbaustelle trifft.

Fotos: Stadt Aachen/Katharina Isabel Franke

Was für viele Verkehrsteilnehmer für kurze Zeit – noch bis Samstag, 11. Juli – zur Entschleunigung führt, bedeutet für die verantwortliche Brückenbauingenieurin Barbara Siodmok vom Aachener Stadtbetrieb, für Jonas Fuhrmann als Projektleiter des Ingenieurbüros Kempen und Krause Ingenieure und für den Bauleiter Nils Fouquet der ausführenden Firma Eurovia „Vollgas!“ – Auf der Baustelle geht es in großen Schritten voran.

Die Pressestelle der Stadtverwaltung informiert:

Die Vollsperrung ermöglicht es, seit Montag, 29. Juni, täglich acht zwischen zwei und vier Tonnen schwere Stahlbetonplatten einzupassen. Per Krankwagen werden die vorgefertigten Betonteile an die richtige Stelle gehoben und dann mit vereinten Kräften exakt eingefasst. „Schon ein Versatz von wenigen Millimetern kann auf der Länge von 90 Metern große Maßabweichungen verursachen“, sagt Bauleiter Fouquet. Der nicht schnurgerade Verlauf der Mauer entlang der Inde mache die Sache nicht einfacher.

Kragarmplatten lassen spätere Aufteilung schon erahnen

Am Mittwochmorgen lagen die ersten 16 Platten schon am richtigen Ort und die nächste hing bereits am Haken des Kranwagens. Die etwa fünf Meter langen Stahlbetonteile liegen auf der Mauerkrone der Inde-Stützmauer auf und werden in der Mitte der Straße an einen zuvor betonierten Tragbalken angeschlossen. 

Die Neugestaltung der Fahrbahn inklusive Gehwegverbreiterung nimmt durch das Verlegen der Kragarmplatten schon erste Formen an. Durch die über die Mauer herausragende Platte wird der Gehweg später 2,5 Meter breit und kann für Radfahrer freigegeben werden, um eine sichere Radverkehrsführung am Napoleonsberg zwischen Korneliusmarkt und Steinkaulplatz herzustellen.

Parallel zur Verlegung der Fertigteile gehen die Bewehrungsarbeiten weiter. Wenn alle 62 Fertigteile liegen, wird – wieder per Teilsperrung – der Aufbeton auf die Fertigteile aufgebracht. Damit wären die Betonarbeiten zur Herstellung der Kragarmkonstruktion beendet.

Die Sanierung der Ufermauer ist dagegen bereits abgeschlossen: Von Anfang Februar an wurden Injektionen eines speziellen Zementgemischs durch 130 Bohrlöcher in bis zu mehr als sechs Meter Tiefe gesetzt, um das alte Mauerwerk zu verfestigen. Im April wurde die Stützmauer am oberen Ende des Napoleonsbergs, angrenzend zur Treppenanlage am Steinkaulplatz, um mehr als einen Meter erhöht.

Das ist für die geplante Gehwegverbreiterung erforderlich. Die weiteren Maßnahmen inklusive der finalen Asphaltierung werden voraussichtlich Ende des Jahres abgeschlossen. sein.

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