Sei im Internet dabei, wenn der OB die Presse informiert. Heute um 11 Uhr.

Die tägliche Pressekonferenz (PK) zur Corona-Krise wird heute, 11 Uhr, im Internet live übertragen. Angekündigt sind Statements von Oberbürgermeister Marcel Philipp und Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier.

Die Krisenstäbe von Stadt Aachen und StädteRegion laden zur Pressekonferenz „Sachstand Corona COVID-19“ ein. Die aktuelle Lage vor Ort und die Umsetzung der Erlasse der Landesregierung auf die kommunale Situation sind die Themen.

Im Pressefoyer von Haus Löwenstein am Markt muss wegen der Lage und wegen der jetzt geltenden Vorschriften die Zahl der Journalist*innen stark begrenzt werden. Pro Medium ist nur eine Person zugelassen. So wird die Pressekonferenz (PK) live auf www.aachen.de und www.staedteregion-aachen.de sowie auf den Facebook– und Twitter-Kanälen der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen ausgestrahlt.

Damit kein Missverständnis entstehen: Heute, das ist Donnerstag, 19. März, um 11 Uhr. Hoffen wir mal, dass technisch alles klappt.

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Die Piratenpartei Aachen hatte schon vor zwei Tagen unter anderem öffentlich mitgeteilt: . „. . . wir hoffen, dass Themen wie papierlose Ratsarbeit und die Teilnahme an Sitzungen über das Internet in Zukunft schnell umgesetzt werden. Dazu gehört für uns auch das Streamen von Sitzungen, was wir seit Jahren gerade unter dem Stichwort Barrierefreiheit fordern, aber bisher leider abgelehnt wurde.“

Weiter hat Piraten-Oberbürgermeister-Kandidat Matthias Achilles die Öffentlichkeit wissen lassen: „Wir wünschen uns, dass die vorhandene Technik zukünftig dazu genutzt wird, einen Betrieb von Politik und Schulen digital auch und gerade in Ausnahmesituationen zu ermöglichen und besser zu gestalten.“

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. . . erzähl ihm deine Pläne

Gestern – mit Abstand zu anderen Menschen – Bücher gekauft. Die Stadtbibliothek ist ja zu (traurig, ich mag halt das Papier). Ein Buch hab ich bestellt, das ich hoffentlich vor der totalen Ausgangssperre noch abholen kann: „1918 – Die Welt im Fieber: Wie die Spanische Grippe die Gesellschaft veränderte“. Daraus werde ich dann hier berichten, falls das erwünscht ist. Dass ich mich mal über Plastikfolie bei Büchern freuen würde, hätte ich vor einem halben Jahr auch nicht gedacht. – Jetzt wissen wir: Willst du den lieben Gott zum Lachen bringen, dann erzähl ihm deine Pläne.

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Wissenschaft, die man sich reinziehen kann

Das Beste, was es zur Zeit im Bereich Podcast und Corona-Virus gibt: Wissenschaftsjournalistin Corinna Hennig spricht jeden Werktag etwa eine halbe Stunde lang mit dem Virologen Professor Christian Drosten. Folge 15:

Sein Forschungsschwerpunkt sind neu auftretende Viren. Drosten gehört – laut Wikipedia – zu den Mitentdeckern des SARS-assoziierten Coronavirus (SARS-CoV). Zusammen mit Stephan Günther gelang ihm 2003, wenige Tage nach der Identifizierung und noch vor dem Centers for Disease Control and Prevention in Atlanta, die Entwicklung eines diagnostischen Tests auf das neu identifizierte Virus.

Ein Freund frei zugänglichen Wissens

Seine Erkenntnisse zu SARS stellte Drosten der Wissenschaftsgemeinde über das Internet sofort zur Verfügung, noch bevor sein Beitrag im Mai 2003 im New England Journal of Medicine erschien.

Für das erstmals im Dezember 2019 aufgetretene Coronavirus SARS-CoV-2 entwickelte die von Drosten geleitete Forschungsgruppe einen Test, den sie Mitte Januar 2020 weltweit zur Verfügung stellte.

Drosten setzt sich für die transparente Verbreitung von wissenschaftlichen Daten ein. Viel Spaß beim Zuhören.

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Polizei stoppt nächtliches Autorennen auf dem A’steinweg

Auch das noch: Autorennen auf dem Adalbertsteinweg. Als hätten wir nicht schon genug Probleme.

Auf ihrer Streifenfahrt durch die Innenstadt fielen Polizeibeamten Sonntagabend gegen 23.40 Uhr zwei PS-starke Pkw ins Auge. Die Fahrzeuge hätten in erster Position nebeneinander an der roten Ampel der zweispurigen Kreuzung Kaiserplatz/Adalbertsteinweg gehalten, so teilt die Polizei mit.

Der Streifenwagen habe sich unmittelbar dahinter befunden. Der Polizeibericht wörtlich: „Als die Ampel auf Grün umschaltete, beschleunigten beide Fahrzeuge extrem schnell und bogen nach links auf den Adalbertsteinweg ein.“

Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf. Der Tacho des Streifenwagens hätte 110 km/h bei erlaubten 50 km/h gezeigt, wobei sich der Abstand zu den beiden Pkw permanent vergrößerte.

Aufgrund der roten Ampel in Höhe der Kreuzung zur Frankenstraße leiteten beide Fahrer eine Vollbremsung ein. Die Polizisten stellten den Streifenwagen vor die wartenden Pkw und kontrollierten Fahrzeuge und Insassen. Der eine Fahrer (25) konnte keinen festen Wohnsitz in Deutschland vorweisen und musste eine Sicherheitsleistung zahlen. Der andere Fahrer (26) ist in Hessen gemeldet.

Gegen beide wurden Ermittlungsverfahren wegen der Teilnahme an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen eingeleitet. Außerdem wurden beider Fahrzeuge und die Führerscheine kassiert. Hoffentlich für länger. (fp)

Der Adalbertsteinweg. Erst kürzlich wurden dort Bauarbeiten beendet. Foto: Archiv
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Veranstaltungen fallen aus, und jetzt hat auch noch die Stadtbibliothek zu

Hier saßen schon mal mehr Leute. Aachen hat ein paar Gänge runtergeschaltet.

Schöne Pleite. Da spurte ich in Richtung Stadtbibliothek, um angesichts von 100 abgesagten Terminen ersatzweise einen Beutel voller Bücher abzuschleppen, da seh ich: Die Stadtbücherei hat geschlossen.

 Und zwar bis 21. April. Okay, war ne Überraschung, hätte ich mir aber auch denken können. In Zeiten von Corona Bücher von Hand zu Hand laufen zu lassen, ist keine gute Idee.

Einmal in der Innenstadt angekommen, hatte ich den Eindruck, dass weniger Menschen als sonst unterwegs sind. Wo normalerweise etwa 100 sitzen, waren es jetzt nur 10. Also keine „volksfestähnliche Stimmung“ wie es gestern in München infolge frühlingshafter Temperaturen und viel Freizeit gewesen sein soll. 

Bis 21. April geschlossen! Damit muss man jetzt auch erst mal klarkommen.
Sonnenhungrige sitzen und lesen. Das ist bestimmt kein Fehler, wenn man Abstand hält.
In der Krämerstraße.
  • Schwer zu verstehen ist, dass Großeltern ihre Enkelkinder nicht betreuen sollen. Was stellen sich Politiker unter „Großeltern“ vor? Wohl eher Urgroßeltern. Sieht man die heute 60-Jährigen, fit und leistungsfähig im Skiurlaub, dann denkt man gleich daran, dass heute 60 das neue 40 ist. Das ist nicht in Ordnung, dass man die „Großeltern“ zu Wesen macht, die nurmehr geschont werden müssen und sonst nichts. Ich kann mir vorstellen, dass die das selbst nicht wollen.
  • Es ist auch schwer verständlich, warum einjeder unbedingt innen, im Haus bleiben soll. Man kann in Aachen von überall aus zu Fuß den Wald erreichen. Dort begegnet man niemand, kann die Natur genießen. Man kann mit den Fahrrad kleine Touren unternehmen, das ist besser, als immer innen zu sitzen.
  • In Krisenzeiten schlägt die Stunde der Scharlatane und Verschwörungstheoretiker – die sozialen Netzwerke sind voll davon. Sie verbreiten Unwahrheiten und schüren Angst. – Aber es kann auch sein, dass wir die Taten von Heros sehen. Wie es Heinrich von Kleist schildert in der Geschichte vom „Erdbeben in Chili“, wo sich die Menschen in großer Not so sehr helfen und gegenseitig stützen, wie man es zuvor noch nie erlebt und für möglich gehalten hatte. Mal sehen!

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Einmal mit Profis: Fahrraddieb gefasst

Am vergangenen Donnerstag (12. März) gelang es der Polizei, einen Fahrraddieb mit Hilfe eines umsichtigen Fahrradfahrers (67) und dessen GPS-Tracker festzunehmen. Wie sich der Vorgang abspielte, schildert die Polizei in ihrem Pressebericht so:

„An diesem Abend informierte der Mann gegen 21.20 Uhr die Polizei und teilte mit, dass der GPS-Tracker an seinem E-Bike Alarm ausgelöst hatte. Das Fahrrad wurde offensichtlich von seinem Abstellort in der Pontstraße gestohlen.

Die Polizisten nahmen den Mann auf und verfolgten gemeinsam mit dem Handy das Signal durch die Innenstadt. Anhand der gefahrenen Geschwindigkeit und das Auffahren auf die Autobahn 544 war schnell klar, dass nach einem Kraftfahrzeug Ausschau gehalten werden musste.

Das Tracker Signal verließ an der Anschlussstelle Verlautenheide die Autobahn 544. Es führte die Beamten zu einem VW Caddy, der auf der Verlautenheidener Straße angehalten werden konnte. Bei der Durchsuchung des PKW fanden die Beamten das E-Bike. Der polizeibekannte Fahrer (48) wurde festgenommen und der PKW sichergestellt.

Das Fahrrad konnte dem rechtmäßigen Eigentümer wieder übergeben werden. Weitere Ermittlungen dauern an.“ 

Fahrräder und E-Bikes – in der Innenstadt von Aachen abgestellt – werden bisweilen eiskalt geklaut. Jetzt ist endlich mal ein Dieb an einem GPS-Tracker gescheitert.

Ein GPS-Tracker verhindert nicht den Diebstahl, kann aber hilfreich sein, dein Eigentum wiederzuerlangen. Der Sender übermittelt ständig Standortdaten z.B. auf dein Handy und kann so für eine polizeiliche Fahndung behilflich sein. 

Weitere Informationen gibt es bei der Polizeilichen Kriminalprävention unter Telefon: 0241 9577-34401.

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Seuchen, ansteckende Krankheiten.

Was nun die Seuchen betrifft, oder allgemein die ansteckenden Krankheiten, dann gehören sie bekanntlich zu den drei Problemen, die Jahrtausende lang die Menschen in Massen vom Leben zum Tod befördert haben. Wie es Kinder in der Schule lernen, so ist es auch: Hunger, Krieg und eben die Krankheiten waren es, die massenhaft Menschen töteten. 

Millionen starben wegen schlechter Ernten, Kriege konnten quasi jederzeit ausbrechen und Landschaften entvölkern. Und ansteckende Krankheiten rafften wellenartig 10, 20 oder mehr Prozent einer Bevölkerung dahin. Bis vor relativ kurzer Zeit dachte man noch, Kriege, Hunger und Krankheiten seien nun mal von Gott geschickt, und dagegen könne man nichts machen. Jedenfalls: Alles, was dagegen unternommen wurde – hauptsächlich beten – half kein bisschen. 

Heute wissen wir: Der Hunger ist besiegbar, zahlenmäßig mehr Menschen sterben heute, weil sie viel zu viel essen, als dass Menschen verhungern. Und Kriege sind ebenfalls nach heutigen Ansichten nicht von Gott oder sonstigen (bösen) Geistern geschickt, sondern das Ergebnis von Versagen der Politik, das sich hätte vermeiden lassen. Seuchen sind das Ergebnis schlechter Gesundheitspolitik, und sobald eine ausbricht werden die Verantwortlichen gesucht und benannt und ihre Fehlentscheidungen angeprangert. 

Eine Epidemie konnte in früheren Jahrhunderten jederzeit ausbrechen. Etwa  ab 1330 überflutete – aus dem Orient kommend – der sogenannte Schwarze Tod ganz Europa und Nordafrika. Kein Mensch hatte Flöhe und Ratten auf dem Schirm und konnte sich vorstellen, dass die etwas in sich trugen, unsichtbar klein, was den Tod von Dorf zu Dorf und in die Städte brachte. 200 Millionen Menschen sollen damals an der Pest gestorben sein. 

Millionen starben, keiner wusste wieso eigentlich. Massengebete, Prozessionen, Pogrome – alles blieb völlig ohne Wirkung auf die Seuchen. Von Bakterien und Viren hatte keiner Kenntnis. Auch die Pocken brachen aus, dieselbe Ahnungslosigkeit herrschte, Zehntausende Leichen lagen auf den Straßen rum. Die Ureinwohner der heutigen USA und Mexiko wurden halbiert. Grippe und Masern erledigten den Rest – nahezu komplett. 

Grippe, Tuberkulose und Syphiliserreger rafften später ebenfalls Menschen dahin, töteten zehnmillionenfach. 1918 dann der nächste Höhepunkt: die Spanische Grippe. Zwischen 50 und 100 Millionen Menschen starben in weniger als einem Jahr.

Solche Seuchen-Tsunamis gab es alle paar Jahrzehnte. 

Und dann war plötzlich Schluss: Medikamente, Impfstoffe, bessere Hygiene,  gute Gesundheitssysteme und Antibiotika usw brachten die Wende. Gegen die Pocken wurde sogar so umfassend geimpft, dass es eines Tages  (2014 ) hieß, die Pocken seien vom Erdball verschwunden und die Impfungen wurden eingestellt. 

Wenn jetzt neue Seuchen auftreten, weiß man, was los ist und was zu tun ist. Und es kam bisher nicht vor, dass Gegenmaßnahmen nicht eingeleitet wurden. Manche spät zwar, fast schon zu spät, aber dann doch. Es waren: 

2002/2003 SARS
2005 die Vogelgrippe,
2009/2010 die Schweinegrippe,
2014 Ebola.

sowie AIDS Anfang der 1980er Jahre. Und jetzt Corona. Mit dieser Seuche haben wir gerade jetzt zu tun.

Bis auf Corona wurden die Seuchen erfolgreich an der Ausbreitung gehindert, ja, auch die AIDS-Epidemie ließ sich verlangsamen. Medikamente bewirkten, dass AIDS jetzt nicht mehr zwingend tödlich ist. AIDS ist eine chronische Krankheit geworden. 

Ansteckende Krankheiten töten heute immer noch viele Menschen, aber bei weitem nicht mehr so viele wie die Pest oder die Spanische Grippe dies taten. Die Wissenschaftler kommen jedem neuen Erreger schnell auf die Spur. Mehr als 2 Jahre dauert es nicht, dass die Mechanismen, Funktionsweisen und Spezifika eines Erregers gefunden werden und Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Insofern können wir gespannt sein, wie es mit Corona weitergeht, insbesondere in Aachen. Wie mir scheint, haben hier leider sehr viele Leute keine Ahnung davon, was das Wort exponentiell bedeutet..

Wird ergänzt und fortgesetzt.

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Auf Twitter gelesen: Derzeit werden nun leider viele Kettenbriefe, Fake news oder Hoax zu Covid_19 verbreitet – mit angeblichen ärztlichen oder universitären Insiderinformationen. Bitte beachtet in diesen Zeiten vor allem eins: Viren und Fake news lassen sich nur stoppen, wenn man diese nicht weitergibt.

Still ruht der . . . Hangeweiher, das Freibad von Aachen. Wir haben kein Foto, das die Corona-Krise illustrieren könnte.
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Seriöse Infos zu Corona gibt es im Podcast mit Professor Drosten

Sehr zu empfehlen für alle, die in Sachen Corona einigermaßen gut informiert sein wollen, ist der Podcast mit Professor Christian Drosten.

Drosten ist ein deutscher Virologe. Ein Forschungsschwerpunkt von ihm sind neuauftretende Viren. Er ist Direktor des Instituts für Virologie der Berliner Charité.

Die Sache mit diesem neuen Virus ist kompliziert, über das Virus weiß man längst nicht Bescheid, Medikamente gibt es noch nicht und auch keine Impfstoffe. Die Lage entwickelt sich sehr dynamisch, es ist ratsam, jeweils den aktuellen Podcast zu hören, denn was heute empfohlen wird, ist morgen schon wieder infrage zu stellen.

Für den Fall, dass wir uns alle noch mehr als bisher von unseren Mitmenschen isolieren müssen, gibt es im Podcast (in der 1. Hälfte) von Tim Pritlove und Linus Neumann Hinweise, wie man es vermeidet, in Vereinsamung und in eine Depression zu geraten. Tabu-Thema Depression.

https://logbuch-netzpolitik.de

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Die Stadt Aachen teilte mit:

Die gemeinsam tagenden Krisenstäbe der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen haben sich am Sonntag erneut getroffen, um die aktuelle Lage in Sachen Corona-Virus zu besprechen. Dabei wurde festgehalten, dass es insgesamt in der StädteRegion nunmehr 155 positive Fälle gibt, davon 75 in der Stadt Aachen. 

Von den insgesamt 155 Fällen ist mittlerweile eine Anzahl (am Samstag waren es 28) über so genannte „Frei-Testungen“ nachweislich wieder gesund. Die aktuelle Zahl hierzu folgt am morgigen Montag.

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Wichtig – und das hat höchstwahrscheinlich mittlerweile jede/r kapiert – ist: Dass wir nicht alle quasi gleichzeitig erkranken und alle gleichzeitig die Ärzte und Krankenhäuser aufsuchen. Das würde das Gesundheitssystem überlasten und zum Zusammenbruch führen. Nein, wichtig ist, dass wir möglichst nacheinander erkranken, wenn wir schon erkranken müssen. Und allem Anschein nach werden weit über die Hälfte aller Aachener über Kurz oder Lang mit dem Virus infiziert.

Wenn aber – wie jetzt festgestellt – ein Infizierter normalerweise drei weitere Personen infiziert, dann gilt es, die Zahl der Neuinfizierten auf < 1 zu bringen. d. h.: Ein Infizierter muss möglichst weniger als einen anderen Menschen infizieren. Geschähe das, bekämen wir die Seuche in den Griff und zum Stoppen.

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Auch die Stadt Aachen informiert in vorbildlicher Weise und seriös. Was am heutigen Sonntag mitgeteilt wurde, ist folgendes:

Aktuelle Lage Stadt und StädteRegion Aachen zum Corona-Virus; Sonntag, 15.03.20, zum Umgang mit Kitas und Kindertagespflege, 11 Uhr

·         „Betretungsverbot“: Kitas und Kindertagespflege sind ab dem morgigen Montag bis zum 19. April geschlossen.

·         Ausnahmen gelten für Kinder von Schlüsselpersonen, die mit ihrer Arbeit zentrale Funktionen des öffentlichen Lebens aufrechterhalten. Dazu gehört auch die Gruppe der eingesetzten Erzieherinnen und Erzieher. 

·         Diese Eltern brauchen eine Bescheinigung vom Arbeitgeber. Die Kinder besuchen dann ihre angestammte Einrichtung.

Die Krisenstäbe der Stadt Aachen und StädteRegion Aachen setzen den Erlass des NRW-Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) um. Der Erlass ist überschrieben mit „Betretungsverbot von Kindertagesbetreuungsangeboten und Betreuung von Kindern von Schlüsselpersonen“.

Die NRW-Landesregierung hat am vergangenen Freitag in einer Pressekonferenz erklärt, dass ab dem morgigen Montag, 16. März 2020, bis zum 19. April ein Betretungsverbot für Kinder und Eltern in besagten Einrichtungen und in der Kindertagespflege besteht. Oberste Priorität habe nun, so die Landesregierung,  die Betreuung von Kindern von Schlüsselpersonen, die von besagtem Betretungsverbot ausgenommen sind, ab morgen, sichergestellt ist.

Schlüsselpersonen sind:

Angehörige von Berufsgruppen, deren Tätigkeit der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Bevölkerung und der Aufrechterhaltung zentraler Funktionen des öffentlichen Lebens dient.

Dazu zählen insbesondere: Alle Einrichtungen, 

·         die der Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung 

·         und der Pflege sowie der Behindertenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe. Dazu gehört auch die Gruppe der in den Einrichtungen eingesetzten Beschäftigten,

·         der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz), 

·         der Sicherstellung der öffentlichen Infrastrukturen (Telekommunikationsdienste, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung), 

·         der Lebensmittelversorgung 

·         und der Handlungsfähigkeit zentraler Stellen von Staat, Justiz und Verwaltung dienen. 

Diese SCHLÜSSELPERSONEN dürfen ihre Kinder zur Betreuung bringen, wenn sie ALLEINERZIEHEND sind ODER BEIDE ELTERNTEILE Schlüsselpersonen sind und wenn die Kinder:

·         keine Krankheitssymptome aufweisen,

·         nicht in Kontakt zu infizierten Personen stehen bzw. seit dem Kontakt mit infizierten Personen 14 Tage vergangen sind und sie keine Krankheitssymptome aufweisen,

·         sich nicht in einem Gebiet aufgehalten haben, das durch das Robert Koch- Institut (RKI) aktuell als Risikogebiet ausgewiesen ist (tagesaktuell abrufbar im Internet unter https://www.staedteregion-aachen.de/risikogebiete bzw. 14 Tage seit Rückkehr aus diesem Risikogebiet vergangen sind und sie keine Krankheitssymptome zeigen.

Hier sind die Eltern in der Verantwortung zu entscheiden, ob die Kinder betreut werden können oder nicht.

Um die Betreuung ab Montag sicherzustellen, gilt Folgendes:

Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Heilpädagogische Einrichtungen öffnen ab Montag, 16. März 2020, bzw. wenn der 16. März 2020 kein regulärer Öffnungstag ist, am nächsten regulären Betreuungstag, zunächst und bis auf Weiteres mit der regulären Personalbesetzung.

Für Kindertagespflegestellen gilt konkretisierend:

Kindertagespflegestellen (Einzelkindertagespflege und Großtagespflege) halten ihr Angebot dann aufrecht, wenn sie Kinder von alleinerziehenden Schlüsselpersonen oder Kinder, bei denen beide Eltern Schlüsselpersonen sind, betreuen. Dies kann zwischen der Tagespflegestelle und den Eltern auch über das laufende Wochenende eigenverantwortlich abgestimmt werden.

Auch hier gilt die Regelung, dass eine Betreuung nur dann möglich ist, wenn die oben genannten Infektionsschutzaspekte (Krankheitssymptome, Kontakte mit infizierten Personen, Aufenthalt in Risikogebieten, siehe oben) beachtet werden.

Für „Kinderbetreuungen in besonderen Fällen (Brückenprojekte)“ gilt das Betretungsverbot umfassend.

Sofern Kinder ab Montag keine Betreuung mehr aufsuchen dürfen, bitten Land, Stadt und StädteRegion Aachen die Eltern dringend darum, ihre Kinder nicht durch Menschen betreuen zu lassen, die nach dem Robert-Koch-Institut als besonders gefährdete Personen gelten, also insbesondere lebensältere Menschen (zum Beispiel die Großeltern) und Menschen mit Vorerkrankungen.

Über arbeitsrechtliche und weitere finanzielle Aspekte, die sich in der Folge ergeben können, wird aus Düsseldorf gesondert öffentlich informiert.

Formular / Bestätigung: Bis Mittwoch, 18. März 2020, soll eine Bescheinigung vom Arbeitgeber beigebracht werden, dass es sich bei den Erziehungsberechtigten um Schlüsselpersonen handelt. 

Sobald das vom zuständigen NRW-Ministerium hierzu angekündigte Formular vorliegt, wird es auch  auf den Homepages der Stadt www.aachen.de/corona und der StädteRegion www.staedteregion-aachen.de/coronavirus zum Download bereitgestellt. Dieses Formular müssen Eltern, die in diesen Berufen arbeiten, herunterladen und ausgefüllt (mit Bescheinigung des Arbeitsgebers) der Kita/Kindertagespflege-Stelle abgeben. 

Alle eingereichten Formulare werden von den Kitas an eine zentrale Klärungsstelle von Stadt und StädteRegion weitergeleitet. Sollten bei den Prüfungen Zweifelsfälle auftreten, wendet sich die Klärungsstelle direkt an die Eltern. 

Schulen: Auch die Schulen können zur Entscheidungsfindung auf besagtes Formular zurückgreifen.

INFOS zu diesem Thema aktuell auf den…

… Informationsseiten des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (www.mags.nrw.de) und des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (www.mkffi.nrw.de).

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Aus Biomarkt wird Regionalmarkt

Den kleinen Biomarkt in Aachen auf dem Münsterplatz (jeden Samstag von 9 bis 14 Uhr) wird es bald nicht mehr geben. Ende April soll der Markt im Schatten des Domes zwar nicht abgeschafft werden. Er soll erweitert werden um Angebote, die nicht-biozertifiziert sind. Damit wäre er dann kein echter Biomarkt mehr, und die Angebotspalette wäre weniger stringent.

Das ist leider, leider erforderlich. Für die Händler ist es zu teuer, die Gebühr für ein Zertifikat zu zahlen. 400 bis 600 Euro seien jährlich fällig, so wurde von einem Händler berichtet. Preiswerter seien die Zertifikate von der Bundes-Behörde nicht zu bekommen, teilte das Presseamt der Stadt auf Anfrage mit. 

Das Zertifizierungs-Verfahren ist offensichtlich umfangreich. Alle für die Lebensmittel (z. B. Kuchen) verwendeten Zutaten müssen nachweisbar auf streng biologische Weise angebaut und bearbeite worden sein. d. h.: Was dort verkauft wird, muss aus ökologisch kontrolliertem Anbau stammen, darf nicht gentechnisch verändert sein und wird ohne Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln, Kunstdünger oder Klärschlamm angebaut. (s. hier)

Das merkt man daran, dass du, wenn du z. B. eines dieser großen Plätzchen ißt, den ganzen Tag danach keinen Hunger mehr hast. So reichhaltig schmeckt dort alles – jedenfalls haben wir es so erlebt. 

Alles Bio auf dem Aachener Biomarkt. Aber nicht mehr lange.

So wird aus dem Biomarkt, wie wir ihn seit Anfang der 1990er Jahre in Aachen kennen, in Kürze der „Regionalmarkt“.  Und wenn schon Änderung, dann wünschen sich die verbliebenen Händler auch eine andere Öffnungszeit: statt von 9 bis 14 Uhr lieber von 10 bis 15 Uhr.

Lecker. Kuchen vom Aachener Biomarkt.
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StädteRegion Aachen und das Corona-Virus (mit UPDATE)

Die Stadt Aachen informiert regelmäßig. Aktuelle Infos gibt es unter dem Link: http://www.aachen.de/DE/stadt_buerger/notfall_informationen/corona/aktuelles/index.html

Die folgenden Infos sind wegen der Geschwindigkeit der Entwicklung schon überholt.

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Die Stadtverwaltung teilt mit: am Samstag, 7. März, 2020, um 10.15 Uhr gab es 55 bestätigte Coronafälle in der StädteRegion Aachen, davon 15 in der Stadt Aachen. Das ist, wie erwähnt, eine Angabe zu Samstag, also nicht ganz aktuell. Aber: In allen Fällen ist der Krankheitsverlauf mild oder moderat.

Erfreulich, dass Zustände wie in Italien offenbar hierzulande verhindert werden können. Die Behörden sind auf Zack. Die Zahl der Infizierten steigt langsam. Wenn es so langsam weitergeht sind wir bis Sommer gut aus der Sache rausgekommen. Meine Meinung: Kann sein, dass im Herbst 2020 schon ein Impfstoff gefunden ist.

Geschlossen ist ab sofort das Berufskolleg in Stolberg – bis voraussichtlich 15. März. Auch die weiteren betroffenen Schulen und die Kita bleiben bis zum 15. März geschlossen. Die Corona-Info-Hotline über 0241/510051 bleibt weiterhin eingerichtet. 

Die gemeinsam tagenden Krisenstäbe der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen haben sich am Samstagmorgen getroffen, um die aktuelle Lage in Sachen Corona-Virus zu besprechen.

Schulen und Kita: Vergangenen Samstag wurde bestätigt, dass auch ein Schüler des Berufskollegs der StädteRegion Aachen in Stolberg positiv getestet wurde. Deshalb hat die StädteRegion als Schulträger entschieden, die Schule voraussichtlich bis zum 15. März zu schließen. Von der Schließung ist nur der Standort in Stolberg betroffen, der Standort in Simmerath bleibt geöffnet. 

Die weiteren 7 Schulen in der StädteRegion und eine Kita mit einem positiven Corona-Fall bleiben ebenfalls noch bis 15. März geschlossen. Im Überblick sind das:

·         Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule (Herzogenrath)

·         Paul-Julius-Reuter Berufskolleg (Aachen)

·         Regenbogenschule (Stolberg)

·         Grundschule Grengracht (Baesweiler)

·         Heilig-Geist-Gymnasium (Würselen) 

·         Gymnasium Baesweiler

·         Berufskolleg Herzogenrath

·         Kita Biberburg (Alsdorf)

In allen Fällen ist der Krankheitsverlauf – wie oben schon erwähnt – mild oder moderat. Die betroffenen Personen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

Weiterhin bleibt es ein Rätsel, warum Menschen so viel Desinfektionsmittel kaufen und sogar in Krankenhäusern stehlen. Wollen die bei sich den Bürgersteig desinfizieren? Und was machen die Leute mit dem ganzen Klopapier, das jetzt offenbar gehortet wird? Wollen die sich mumifizieren? Dass Menschen Lebensmittel hamstern war vorauszusehen. In einigen Monaten/Jahren werden diese ganzen Konserven weggeworfen . . .

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UPDATE (von Montag, 9. März, morgens):

Die Pressestelle der Stadtverwaltung Aachen (und nur die ist hier relevant und wird zitiert und nicht von Unbekannten zugeschickte Mails) teilt mit: Aktuell gibt es 58 bestätigte Coronafälle in der StädteRegion Aachen (davon 20 in der Stadt Aachen).

Die Krisenstäbe treffen sich am Montagabend erneut, um über mögliche Absagen von Großveranstaltungen zu beraten. Die gemeinsam tagenden Krisenstäbe der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen haben sich am Montagmorgen getroffen, um die aktuelle Lage in Sachen Corona-Virus zu besprechen.

Veranstaltungen: Nach der Empfehlung des Bundesgesundheitsministers, Veranstaltungen ab 1000 Gästen abzusagen, beraten die Krisenstäbe derzeit die Auswirkungen für die Stadt Aachen und die übrigen Kommunen der StädteRegion Aachen. Eine Entscheidung wird in der Krisenstabssitzung, die heute, Montag, um 18 Uhr beginnt, getroffen. 

Schulen und Kita: Acht Schulen in der StädteRegion und eine Kita mit einem positiven Corona-Fall bleiben noch bis 15. März geschlossen. Im Überblick sind das:

·       Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule (Herzogenrath)

·       Paul-Julius-Reuter Berufskolleg (Aachen)

·       Regenbogenschule (Stolberg)

·       Grundschule Grengracht (Baesweiler)

·       Heilig-Geist-Gymnasium (Würselen)

·       Gymnasium Baesweiler

·       Berufskolleg Herzogenrath

·       Berufskolleg Simmerath/Stolberg !nur Standort Stolberg!

·       Kita Biberburg (Alsdorf)

In all diesen Fällen ist der Krankheitsverlauf mild oder moderat. Die betroffenen Personen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Kontaktpersonen sind nach einer Definition des Robert-Koch-Instituts alle, die mindestens 15 Minuten „face to face“, also in direktem, nahem Kontakt in einem geschlossenen Raum mit dem Betroffenen zusammen waren. Die direkten Kontaktpersonen werden gezielt vom Gesundheitsamt aufgefordert, in häuslicher Quarantäne zu bleiben.

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