Die Feuerwehr in Aachen startet ein Twittergewitter (am 11.2.)

Bald ist wieder Notruftag, und da gibt es in diesem Jahr wieder das schöne Twittergewitter.

Die Stadtverwaltung teilt mit: Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr steht auch 2020 am 11. Februar eine deutschlandweite Großwetterlage in den Schlagzeilen – das „Twittergewitter“ der Feuerwehren.

Am Dienstag, 11. Februar, lassen zahlreiche Berufsfeuerwehren aus ganz Deutschland die Bevölkerung live über den Kurznachrichtendienst Twitter an ihrem Alltag teilhaben. Die Feuerwehr Aachen berichtet dann von der Brandbekämpfung, vom Rettungsdienst, von der Ausbildung der Brandmeisteranwärterinnen und Brandmeisteranwärter und von der Leitstelle. Dazu gibt es Tipps: wie man einen Notruf absetzt und womit man Rettungskräfte unterstützen kann.   

Die Pressestelle so: „Unter den Hashtags #112live und #Aachen112 berichten wir den ganzen Tag über hautnah von den Feuerwachen aus dem Alltag der Kolleginnen und Kollegen.“  

Seit 2009 gilt der 11. Februar (11.2.) als Europäischer Tag des Notrufs. Ziel ist es, die EU-weite Gültigkeit des Euronotrufs 112 sichtbarer und die Vorteile der europaweiten Notrufnummer bekannter zu machen.

Dem Twittergewitter der Aachener Feuerwehr könnt ihr unter http://www.twitter.com/presseamtaachen folgen. Außerdem lohnt sich eventuell ein Blick auf www.facebook.com/unseraachen und www.instagram.com/stadtaachen.

Twitter ist echt was für JournalistInnen, für politisch sehr interessierte Menschen, für PolitikerInnen, die Polizei, und leider fuhrwerkt dort auch Donald Trump herum (Er macht immer dieselben Rechtschreibfehler. Traut sich etwa keine/r, ihn darauf aufmerksam zu machen? ). Man gelangt zu meiner Twitter-Timeline auch auf dieser Seite hier über die rechte Spalte unten. Ein Beispiel:

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Rund um die Container sammelt sich der Müll

Wer kennt das nicht in seiner Nachbarschaft? Wo auch immer Abfall-Container stehen (hier: Zeppelinstraße), da liegt auch Müll drumrum oder obendrauf. Und der gammelt vor sich hin und sieht eklig aus. Dass man so nicht agieren sollte, weiß jede/r, nützt aber nichts. Was also ist zu tun? Ich habe keine Ahnung und keine Idee.
Fliegt dann auch weiträumig in der Gegend herum: der am Glascontainer abgelegte Müll. Mein Eindruck: Er wird nicht weniger, sondern mehr und lockt Ungeziefer an. Das komplette Ostviertel ist übrigens in die höchste Reinigungstufe eingeordnet worden, wie sonst nur die Innenstadt. Von 80 Reinigungskräften des Stadtbetriebs sind dort 6 immer werktags unterwegs und schleppen Abfall weg.
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Wohin mit all den Autos? Politik kann Anwohnern nicht helfen

Das Bürgerforum tagte in der Alkuinschule, die sich in der Nähe vom Möbelhaus Porta befindet. Etwa 150 Menschen aus den umliegenden Straßen kamen, die meisten wollten über ihre Parkplatz-Not diskutieren. Die Straßen rechts und links von der Krefelder Straße sind so dicht mit Autos vollgestellt, dass ich mich beim Hinfahren schon wunderte und dachte, „hier hat wohl jeder Haushalt 5 Autos oder wie oder was?“

1. Doch zunächst ging es um die Frage, ob auf dem Waldfriedhof und dem Friedhof Lintert ein Belag mit Kies/Steinen gestattet werden soll? Ich argumentierte für die Piraten gegen den Steinbelag auf den Gräbern und ließ spontan im Publikum ein Meinungsbild erstellen.

Ergebnis: Nur 10 Personen in der Schulaula votierten für Steine. Alle anderen legten Wert auf das Garten- und Park-Flair und wollten es komplett erhalten wissen.

Grab mit Kieselsteinbelag, das ist auf dem Ostfriedhof gestattet. Auf dem Waldfriedhof nicht.

2. Eine Bürgerin machte sodann auf den Umstand aufmerksam, dass Menschen ohne Auto den Recyclinghof in Eilendorf mit ihrem Müll nur sehr beschwerlich oder gar nicht (per Bus oder Rad?) erreichen können. Der Stadtbetrieb will versuchen, für ausgesuchte Wertstoffe (Holz, Metall) leicht zu erreichende Sammelstellen in den Stadtvierteln einzurichten.

3. Dann ging es endlich ums Parken, bzw. der Mangel an Parkplätzen. Die Anwohner beiderseits der Krefelder Straße (ab Höhe Rolandplatz) wollen Anwohnerparkscheine bekommen, sie wollen ein Anwohnerparkbereich werden. Das wollen in Aachen viele hunderte Menschen in vielen Straßen, sie warten auf die Umwandlung ihrer Straßen in entsprechende Zonen. Derzeit gibt es in Aachen schon 23 Anwohnerparkzonen mit insgesamt 15.113 Parkplätzen. (2017 gab es 19 solcher Zonen mit 12.992 Parkplätzen.)

Weitere 10 Anwohnerparkbereiche muss Aachen mindestens noch einrichten. Es gibt eine Prioritätenliste. Aus Mangel an Arbeitskräften können nur jedes Jahr maximal 2 neue Zonen eingerichtet werden. Das ist wenig. Die Stadtverwaltung hatte sich auf die Suche nach mehr Personal für diese Aufgabe gemacht, doch es fand sich niemand. Fachkräftemangel.

Die Anwohner, die in die Alkuinschule gekommen waren, wollten bevorzugt auf die Prioritätenliste eingestellt werden, Spitzenposition. – Mindestens 10 Aachener Gebiete warten – wie erwähnt – ebenfalls auf Umwandlung in einen Anwohnerparkbereich.

Der Ausschuss lehnte es mit Mehrheit ab, sich dafür einzusetzen, dass die Anwohner rechts und links der Krefelder Straße bevorzugt werden, obwohl die wegen der vielen neuen Arbeitsplätze an der Krefelder Straße und wegen des Hotels und anderer schon eingerichteter Zonen sehr in Not sind. Aber wie sie stehen die AachenerInnen auch in anderen Vierteln ohne Möglichkeiten da, ihre Pkw abzustellen. Viele Anwesende machten ihrer Enttäuschung Luft.

Schuld ist aber die örtliche Lokalpolitik und die unzureichende Förderung des ÖPNV. Gäbe es bequeme und häufig fahrende Busse, könnte mancher seinen Wagen auf den Park&Ride-Parkplatz am Tivoli abstellen oder gleich ganz abschaffen. Die Masse der Autos, die in Aachen von Jahr zu Jahr – kontinuierlich – immer nur steigt, wird eines Tages die Straßen so dermaßen verstopfen, dass niemand mehr fahren kann. Vielleicht wird man dann überlegen, wie man vom Individualverkehr wegkommt.

The power of parking

“Many people will drive, even when they know they’ll be stuck in traffic they will drive. They won’t drive if they know they won’t have a place to park. That shows you the power of parking.” — sagt Stadtplanung-Experte @BrentToderian

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Zweiter E-Roller-Verleih macht sich in Aachen breit

Kaum zu glauben: Der nächste E-Scooter-Verleih lässt sich in Aachen nieder. „TIER Mobility“ ist der Ansicht, dass Aachen durchaus zwei Anbieter verträgt, damit auch nur ja jede/r von uns einen E-Scooter zur Verfügung hat.

Noch sind in Aachen ganz schön viele Leute mit dem Fahrrad unterwegs. Deutlich leichter fährt es sich mit den neuen E-Scootern. Ab heute kommen 200 zu den schon vorhanden 300 hinzu. Foto: am Bahnhof von Aachen

Am Samstag, 1. Februar, hat das Berliner Unternehmen „TIER Mobility“ schon mal 200 dieser kleinen Roller in der Stadt aufgestellt. Die Farbe: ins Türkise gehendes Grün.

Mit 300 rosa orange Röllerchen hatte ja – ihr erinnert euch – erst im Oktober die schwedische Firma VOI die Stadt geflutet und der Menschheit in Aachen zu mehr Mobilität verholfen. Jetzt kommt noch TIER hinzu. Ob das alles ist? Wahrscheinlich nicht. (Es gibt u. a. noch BIRD, CIRC und Time)

Das Unternehmen ließ per Pressemitteilung wissen: Es werden „Scooter der neusten Generation mit austauschbaren Batterien in Aachen aufgestellt“. Zu finden sind die E-Roller ab heute an zentralen Verkehrsknotenpunkten sowie in belebten Bereichen der Stadt. „Sie stehen Nutzern rund um die Uhr zur Verfügung.“

Die neuen Miniroller haben – wie erwähnt – austauschbaren Batterien, dadurch werde das tägliche Hin-und-her-bringen der Scooter zum Aufladen in Lagerhäusern überflüssig. Mit einer neuen Flotte aus Elektrofahrzeugen könne ein Team in Aachen leere Batterien direkt vor Ort durch geladene Batterien ersetzen, „ohne Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren nutzen zu müssen“.

Die Ökobilanz der Teile ist eine Katastrophe, aber zumindest müssen die Roller von TIER zum Aufladen der Batterien nicht dauernd hin und her transportiert werden.

Das teilt das Unternehmen selbst über seine E-Scooter mit: „Die neue Generation von TIER-Scootern sorgt mit einem größeren Vorderrad, Hinterradantrieb und einem höheren Gewicht für bessere Bodenhaftung bei winterlichen Straßenverhältnissen. Die Scooter kommen so mit rutschigem Untergrund noch besser zurecht und weisen eine verbesserte Bremsleistung auf.

Wer mehr wissen will, hier klicken. Helmpflicht besteht übrigens nicht. AachenNews.org wünscht insofern gute Fahrt und kein Hals- und Beinbruch.

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Etwas Musik – aus Gründen.

(Da kann man sehen, was alles schiefgehen kann bei der direkten Demokratie, sagt Ulf Buermeister im Podcast „Lage der Nation“. )

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Polizei warnt: Betrüger bieten überteuerte Hilfe an

Im Januar diesen Jahres wurden der Polizei bislang zwei Fälle in der Städteregion bekannt, in denen „windige Gesellen“, wie die Polizei schreibt, älteren Hausbewohnern ihre handwerklichen Dienste anboten und dann zu Wucherpreisen abrechneten.

In einem Fall setzten die Täter mit einem Hauseigentümer – auf einem Schmierzettel – einen vermeintlichen Vertrag auf, in dem man zu einem erheblich überhöhten Preis Arbeiten an Haus und Dach vereinbarte. In einem späteren Gespräch konnte der Geldbetrag zwar noch relativiert werden, trotzdem wurde nach Abschluss der Arbeiten ein immer noch zu hoher Betrag verlangt und der dann auch gezahlt.

Eine Quittung oder Rechnung erhielt der Geschädigte nicht. In einem anderen Fall nannten die Betrüger zunächst einen sehr niedrigen Preis, ebenfalls für Arbeiten am Dach bzw. an der Fassade. Nachdem sie dann ein paar Fallrohre am Haus ausgetauscht hatten, verlangten die Spitzbuben plötzlich jedoch ein Vielfaches des zuvor ausgemachten Betrages.

Trotz Einwand des Geschädigten, zahlte er schließlich einen Großteil des verlangten Geldes. Ein Quittungsbeleg war nur unzureichend bzw. mit falschem Namen ausgestellt worden.

In beiden Fällen fuhren die Täter in einem weißen Lieferwagen vor die Häuser, sprachen die Leute an und gaben sich als Handwerker aus. Ihre Gesprächsführung war dabei renitent und äußerst fordernd, teils in bedrohlicher Art und Weise drängten sie sich den Bewohnern auf. Die Kriminalpolizei hat in beiden Fällen die Ermittlungen wegen Betrug aufgenommen. 

Die aktuellen Sachverhalte nimmt die Polizei Aachen zum Anlass und rät den Bürgerinnen und Bürgern, besondere Vorsicht walten zu lassen, wenn sogenannte Handwerker ihre Dienste auf diese Art und Weise anbieten. 

Gehen Sie nicht auf Haustürgeschäfte ein. Lassen Sie sich Namen und Ausweis geben und notieren Sie diese, aber Vorsicht! Das Vorzeigen einer Reisegewerbekarte ist noch kein Beweis für eine fachmännische und korrekte Preisgestaltung.“ Und weiter warnt die Polizei: „Bestehen Sie auf ordentliche, kostenlose und schriftliche Kostenvoranschläge und Rechnungen mit Nennung der Firma und der SteuerID. Bei Zweifeln informieren Sie sich bei der örtlichen Handwerkskammer oder der Verbraucherzentrale.“ (pw)

Betrüger, die unseriöse Dienste anbieten, sollte man wegschicken. Am besten dahin, wo der Pfeffer wächst (s. unterer Pfeil).
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Statt Kino: unten 2 Geschäfte, oben 2 Büros und 24 Wohnungen

Kinos waren früher über die ganze Stadt verteilt. Auch in der Großkölnstraße 30 gab es eins, es hieß Roxy. Ganz kurz, bevor der Kinobetrieb eingestellt wurde – es muss 1978 gewesen sein – war ich einmal drin. Danach hat „Sinn“ angefangen, dort Klamotten zu verkaufen. Derzeit wird alles abgerissen. Schade ist es nicht darum.

Wir befinden uns mitten in der Innenstadt von Aachen, in der Kleinkölnstraße. Dort ist zu erkennen: Das alte Roxy-Kino wird abgerissen.

Für 10 Millionen Euro wollen zwei Versicherungsgesellschaften dort Büros und 24 Wohnungen errichten. Zu beiden Straßenseiten hin soll es große Fensterflächen geben. Unten in dem Neubau entstehen zwei Geschäfte. Als Architekten verantwortlich zeichnet das Büro „Georg Döring Architekten“ aus Düsseldorf, hier sieht man ihr Gebäude (Blick auf die Fassade von der Großkölnstraße aus).

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Als Kontrast eine Fassadengestaltung, die heute niemand mehr wählen würde für sein Haus, obwohl sie jedem besonders gut gefällt.

Gebäude (schräg gegenüber von der Josefskirche) am Adalbertsteinweg.
Ebenfalls am Adalbertsteinweg gesehen.
Fassade in Aachen, die auf jede Ausschmückung verzichtet. Ein paar Jahrzehnte später war das der Hit.

Ein Tipp: Wer gern lange Geschichten aus Aachen-Südwest lesen will, sollte hier (bei Uli Simons) mal reinschauen.

Eine Aachener Schreiberin launiger und lesenswerter Texte ist Uschi Ronnenberg. Hier zu finden.

Super Seite, hier seht ihr, wie junge Menschen ticken, falls ihr das nicht ohnehin schon wisst. https://aixformation.de

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Will als Oberbürgermeister ins Rathaus: Harald Baal (CDU)

Jetzt ist es amtlich: Für die CDU in Aachen geht deren Fraktionsvorsitzender, Harald Baal, ins Rennen. Wenn ihr den Planungspolitiker Harald Baal nicht kennt, das ist nicht schlimm. Ihr solltet ihn aber kennen. Rhetorisch und fachlich kann ihm im Rat kaum jemand das Wasser reichen.

Er ist, wie sein Vorgänger im Amt Marcel Philipp, kein Akademiker doch ein Akademiker (Korrektur. s. unten Leserbrief). Ich hätte mir einen solchen gewünscht, möglichst Jurist oder Verwaltungsfachmann. Aber das ist nur eine Nebensächlichkeit. Harald Baal (56) ist sehr selbstbewußt, er wirkte in der Vergangenheit oft arrogant gegenüber denen, die von Lokalpolitik keine Ahnung haben oder sich damit schwertun. Er polarisiert, möchte neuerdings aber lieber verbinden.

Das Rathaus von der Katschhof-Seite aus: Dort will Harald Baal (CDU) auf den Chefsessel.

In all seinen vielen Jahren als Mitglied der stärksten Fraktion des Rates, an herausragender Stelle, hat er natürlich viel gesehen, erlebt, gelernt. Er beherrscht das lokalpolitische Einmaleins aus dem Effeff. Aachen kennt er wie seine Westentasche, da kann ihm keiner was vormachen. Allein in die Tiefen irgendeiner alternativen Kultur ist er sicher noch nie vorgedrungen. Was schade ist, aber auch nicht seiner Mentalität entspricht. 

Er ist ein Konservativer, der in Aachen bereits einmal eine schwarz/grüne Koalition gezimmert hat, die aber nicht lange hielt. Er kann übrigens in feinster Manier die böswilligen und blödsinnigen Anträge und Anfragen der Ultrarechten/AfD zerhacken, dass es eine Freude ist. 

Er sollte den Fachleuten in der Stadtverwaltung (etwa 5000 MitarbeiterInnen) viel zutrauen, es sind einige wahre Experten darunter. Ob Harald Baal die Zügel locker lassen kann, wage ich aber zu bezweifeln. Weiß er, wohin Aachen sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten entwickeln soll? Ich kann nur sagen: Wenn er das noch nicht mitbekommen haben sollte, dann können wir einpacken, dann lernt er es nicht mehr.

Harald Baal sollte verstehen, dass es ganz und gar fürchterlich ist, alles rundum kaputt-, klein- und niederzusparen, nur um – wie die Kämmerin es will – am Ende sagen zu können: Der Haushalt ist ausgeglichen und wir haben sogar einen kleinen Überschuss. Ja, wir haben einen Überschuss, aber wir haben auch WOHNUNGNOT und tun nichts dagegen und wir haben eine miserable Verkehrsinfrastruktur. Und das Klima verreckt.

Sparen ist nicht sinnvoll wenn Sparen bedeutet, dass in die Infrastruktur nicht mehr investiert wird. Das hat auf Bundesebene auch Herr Scholz (SPD) mit seiner dämlichen Schwarzen Null nicht kapiert. Er freut sich über die Schwarze Null, aber die Brücken und Schulen sind kaputt. Slow clap

Ganz ehrlich: Ich gehe davon aus, dass – wie immer in Aachen – die CDU ihren Oberbürgermeister-Kanditaten durchbringt. Es leben hier zu viele Menschen, die sich um gar nichts kümmern und nur – Wahl für Wahl – ihr Kreuzchen bei der CDU machen. Egal, wer/was da gerade angesagt ist. Aachen ist eine schwarze Stadt, auch wenn es Viertel gibt, wo die Grünen über 20 Prozent kommen.  

Am Wahlabend im Krönungssaal, 13. September 2020, wissen wir mehr.

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Das Neue Kurhaus verschwindet hinter einem Bauzaun

Das Neue Kurhaus ist erst knapp über 100 Jahre alt, und es heißt NEUES Kurhaus, weil Aachen noch ein viel älteres Kurhaus hat, das Alte Kurhaus (Komhausbadstraße). Im Neuen Kurhaus in der Monheimsallee wurde wie verrückt gefeiert, es befand sich dort aber zuletzt viele Jahre lang Aachens berühmtes Spielkasino, teuerste Disco und schönstes Sterne-Restaurant. Mit dem Gebäude verbinden viele Menschen ungeheuer viele Erinnerungen. Sie haben Angst, dass mit dem Kurhaus ihre Erinnerungen und ihr halbes Leben verschwinden würde.

Deshalb muss der alte Kasten saniert werden. Für Aachener Verhältnisse ungeheuer zügig wurden auch schon 50 Millionen Euro abgezweigt, in (für Aachener Verhältnisse) Windeseile wurde bereits ein Bauzaun aufgestellt. Zum Vergleich: Für ein halbes, neues Verkehrskonzept, also nur für das halbe Konzept, nicht die Umsetzung, braucht man hier 5 (in Worten: fünf) Jahre. Für die Aufstellung von 15.000 Fahrradständern braucht man voraussichtlich 100 Jahre. Kein Witz.

Das Neue Kurhaus in der Monheimsallee und sein Eingang: Von der Seite gesehen ist noch alles in Ordnung . . .
. . . hinter dem Gebäude (Richtung Kurpark) steht schon mal ein Bauzaun, denn das Neue Kurhaus wird ab sofort für vorerst geschätzte 50 Millionen Euro saniert (wird wahrscheinlich teurer). Rechts daneben: das Eurogress.

Der neue Bauzaun ist 350 Meter lang und 2,50 Meter hoch. „Es ist nicht irgendein Bauzaun, den das Gebäudemanagement der Stadt Aachen in diesen Tagen von einer Fachfirma an der Monheimsallee errichten lässt,“ schreibt die Pressestelle der Stadt. Und: Bis zum Abschluss der Arbeiten am Gebäude (geplant 2023) werde der Zaun dort stehen bleiben und später noch mit Plakaten behängt.

Direkter Nachbar vom Kurhaus ist das Eurogress, und das soll von den umfangreichen Umbauarbeiten so wenig wie möglich mitbekommen. Auch große Veranstaltungen wie die Kurpark Classix könnten trotz der Baumaßnahme wie gewohnt im angrenzenden Kurpark – openair – über die Bühne gehen. 

So werden in Kürze die ersten Handwerker im Gebäude loslegen. Zunächst ist die Entkernung des Bauwerks vorgesehen. Doch was nach der Fertigstellung anstellen mit dem alten Kasten, der auf dem Immobilienmarkt oft angeboten aber von niemand gekauft oder auch nur gemietet und bespielt werden wollte?

Gemäß der Mehrheits-Entscheidung des Rates der Stadt Aachen (Grüne und Piraten dagegen) soll das Neue Kurhaus künftig vor allem durch das Eurogress genutzt werden, das seine Kapazitäten und Möglichkeiten für Kongresse und Veranstaltungen „auf diese Weise signifikant erweitern kann“. Und weiter heißt es: „Neben der Schwerpunkt-Nutzung durch das Eurogress im kompletten Erdgeschoss und in größeren Teilen des ersten Geschosses ist darin auch die Vermietung an externe Gewerbetreibende auf der ersten Etage vorgesehen.“

Man hätte auch noch warten können mit der Sanierung – auf einen neuen Mieter/Pächter/Käufer, dem man das Prunkstück unter vorher definierten Bedingungen hätte anvertrauen können. Dann hätte man die 50 Millionen Euro für Wohnungsbau/Fahrradwegebau/Infrastruktur usw. verwenden können. Aber nein.

Piraten und Grüne im Stadtrat hätten diesen Weg bevorzugt. Daraus wurde dank CDU/SPD-Mehrheit nichts. Das Kurhaus soll übrigens Ende 2023 fertig saniert sein. Aber das kann man ja bei solchen Bauwerken nie genau vorhersagen.

Der Bauzaun und . . .
. . . sein Bauwerk mit dem davor liegenden Park mit Springbrunnen.

Hier soll nicht verschwiegen werden, was Marc Teuku, Mitglied der Fraktion der Piraten im Rat der Stadt, in seiner Haushaltsrede sagte. Wahre Worte.

„Worüber bei dem Thema Neues Kurhaus viel zu wenig gesprochen wird, sind die jährlichen Unterhaltskosten von 2,5 Mio, die wir uns gönnen. Die Hälfte fließt dabei aus dem städtischen Haushalt, die andere Hälfte geht auf den Deckel vom Eurogress. De facto ist das Projekt Neues Kurhaus nichts anderes als ein Konjunkturprogramm für Hotelketten, die ihre Gewerbesteuer eh nicht in Aachen zahlen.“

In direkter Nachbarschaft zum Neuen Kurhaus, ebenfalls an der Monheimsallee, befindet sich das Super-Hotel Quellenhof. Auch diesem Gebäude steht eine Totalsanierung bevor, die allerdings nicht aus Kassen der Öffentlichen Hand bezahlt werden soll.
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Polizei kontrolliert in Aachen über 180 Personen

Letzten Freitag (24. Januar) waren mehrere dutzend Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zolls und des Ordnungsamtes der Stadt Aachen gemeinsam im Einsatz. Zusammen kontrollierten sie ab nachmittags bis in die Nacht hinein mehr als 180 Personen in verschiedenen Gaststätten, Shisha- Bars, Kiosken und in einer Aachener Shopping- Mall. Folgendes teilt die Polizei mit:

Nach Beschwerden in letzter Vergangenheit stellten die eingesetzten Polizisten im Aquis Plaza mehr als 30 Personen fest, die laut dem Sicherheitsdienst die Kundschaft und die Geschäftsleute belästigten. 15 Personen erhielten schließlich ein schriftliches Hausverbot, sieben mussten mit Platzverweis der Örtlichkeit verwiesen werden.

Im Verlauf der Trierer Straße waren mehrere Kioske und ein Imbiss im Visier der Beamten. In einem Brander Kiosk wurden 2 kg Marihuana und mehrere hundert Euro gefunden und sichergestellt. Bei dem daraufhin festgenommenen Besitzer ordnete die Staatsanwaltschaft aufgrund der Funde auch noch die Durchsuchung seiner Wohnung, seines Autos und seines Imbisses an. Hier waren es aber vor allem Hygienemängel, die negativ ins Auge fielen und die dem Gesundheitsamt daraufhin gemeldet wurden.

Bei einem benachbarten Kiosk fand die Polizei hinter dem Tresen einen verbotenen Elektroschocker sowie nicht gekennzeichnete Reizstoffsprühgeräte. Der Besitz solcher Gegenstände verstößt gegen das Waffengesetz, so dass der Inhaber nun mit einer Anzeige rechnen muss, die Sachen wurden sichergestellt.

In einem Kiosk in Forst zeigte man sich mit der Kontrolle nicht einverstanden und beleidigte die eingesetzten Beamten. Es folgte eine Strafanzeige wegen Beleidigung und Ermittlungen des Zolls wegen diverser arbeitsrechtlicher Verstöße.

In einer Gaststätte auf dem Adalbertsteinweg stellte der Zoll ebenfalls arbeitsrechtliche Verstöße fest. In der Innenstadt nahm man mehrere Shisha- Bars und Cafés unter die Lupe. Alleine in einer großen Shisha- Bar in der Heinrichsallee wurden mehr als 100 Personen angetroffen und kontrolliert. Zwei Personen nahm die Polizei, aufgrund ihres illegalen Aufenthalts in der Bundesrepublik, fest. 13 kg unversteuerten Tabak und mehrere tausend Euro aus unklaren Quellen fanden die Beamten. Es folgten Sicherstellungen, Strafanzeigen wegen Steuervergehen und Anzeigen wegen arbeitsrechtlicher Verstöße.

In einem Café am Gasborn kontrollierten die Beamten 30 Personen. Ein Gast war im Besitz von Kokain. Gegen den Mann wird nun wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt, die Drogen wurden sichergestellt.

Der großangelegte und gemeinsam geplante Einsatz von Polizei, Ordnungsamt und Zoll diente dazu, das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zu stärken, die Straßenkriminalität zu bekämpfen und zudem kriminelle Strukturen in vielen Bereichen zu erhellen und aufzudecken. Auch in Zukunft wird die Aachener Polizei solche Einsätze im Rahmen ihres bekannten „City- Konzeptes“ durchführen. (pw)

Den Kleinkriminellen immer hart auf den Fersen: die Aachener Polizei.
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Die gute Nachricht: Bäume gepflanzt. Die schlechte Nachricht: Pkw stehen Bäumen auf den Füßen

Die Stadtverwaltung teilt mit und schickt auch gleich ein paar Fotos rüber: „Die Baumkolonne des Aachener Stadtbetriebs hat kürzlich im Seffenter Weg 40 Silberlinden gepflanzt. Die Bäume wurden von der Baumschule Minis angeliefert und von den sieben Mitgliedern der städtischen Baumkolonne in die bereits vorbereiteten Baumgruben gesetzt.“ Das ist mal eine gute Nachricht.

Die relativ jungen Bäume haben Baumgerüste erhalten, die den Wurzeln an ihrem neuen Standort mehr Halt geben.

Baumpflanzaktion Seffenter Weg. Bald werden noch mehr Bäume gepflanzt. Foto: Stadt Aachen/David Rüben

In den nächsten Wochen und Monaten werden, so war zu erfahren, weitere 140 Bäume an verschiedenen Stellen der Stadt gepflanzt.

Am Seffenter Weg erhält jeder neue Baum noch einen sogenannten Gießring. Die Gießringe erleichtern vor allem bei sehr warmer Witterung das gezielte Bewässern der Wurzeln. Vergessen wir also diese Bäume nicht, wenn es im Sommer 2020 wieder viele Tage lang sehr heiß werden sollte.

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Wenn allerdings so (wie unten zu sehen) geparkt wird, dann werden wir an den neuen Bäumen wenig Freude haben. Die kleinen Bäume in der Aachener Chlodwigstraße (nur als Beispiel) werden von den Autofahrern aufs Ärgste malträtiert. Schwere Pkw stehen den Bäumen auf den Füßen, Tag und Nacht, kein Grashalm wächst, die Erde ist hart gepresst wie Beton. Und das am rechten Rand der ganzen Straße. Und: Alle machen es dort so.

Bäume sind diesen AutofahrerInnen egal, Hauptsache die Wagen sind komfortabel abgestellt. Eine völlig unzeitgemäße Einstellung.

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