Stadtbetrieb bittet: Gießt die Bäume, jeder Eimer zählt.

Bäume und Pflanzen in Aachen haben Durst.

„Wegen der anhaltenden Trockenheit schwindet das Wasser im Boden“, so teilt die Stadtverwaltung mit. Dies führe dazu, dass zahlreiche Bäume nur noch von der eigenen Restfeuchtigkeit leben.

Bereits jetzt sind die Auswirkungen zu sehen: Das Laub wird viel heller und welk. Manche Bäume haben sogar schon einen permanenten Welkepunkt erreicht. „Das ist wie ein Herzstillstand“, beschreibt Andreas Schulz, Teamleiter Baumpflege des Aachener Stadtbetriebes, den Zustand. Besonders junge Bäume seien davon betroffen, denn sie konnten noch nicht ausreichend breite und tiefe Wurzeln bilden. „Doch dieser Punkt kann abgewendet werden, indem die Bäume gegossen werden.“

Der Aachener Staatsbetrieb bittet daher um Mithilfe: Seit Wochen gießen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Bäume und Pflanzen. Dies können die Bürgerinnen und Bürger unterstützen, indem sie Bäume in der eigenen Wohnstraße mit Wasser versorgen.

Leitungs- und Regenwasser sind gleichermaßen geeignet. Dabei gilt: Zu viel gibt es nicht, und jeder Eimer oder jede Gießkanne zählt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtbetriebs danken im Voraus für die Unterstützung!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Sternfahrt gegen Tihange und Doel – Raddemo – Tour Becquerel

Das Bild, wenn fast 1000 Radler im Pulk die Trierer Straße runtergefahren kommen, das muss man auch mal gesehen haben. Sehr eindrucksvoll. Dieses Foto hier entstand dagegen am Elisenbrunnen.

Die Grünen hatten Flyer gedruckt, Plakate gehängt und vor der Tour viele gelbe Westen verkauft. Alles für die Sternfahrt gegen Tihange und Doel, wo sich ja bekanntlich die schäbigsten Atomkraftwerke Belgiens befinden – leider nur 60 Kilometer Luftlinie von Aachen entfernt. Infos: hier.

Zur heutigen Tour Becquerel mit Ziel Aachener Markt gehörten Radfahrer aus der Eifel, aus Baesweiler und Alsdorf, aus Herzogenrath und Laurensberg, Vaals, Belgien und Aachen Innenstadt natürlich. Ein riesiger Zug, der gar keinen Krach verursachte. Man konnte bei der Fahrt nett mit dem Nachbarn plaudern, in Ruhe die roten Ampeln überfahren und sich die ein oder andere Neuerung im Stadtbild vom Fahrrad aus begucken.

Auf dem Markt sprach unter anderen Oliver Krischer, der für die Grünen im Bundestag sitzt. Russisch-Roulette werde mit unserer Gesundheit gespielt, meinte er wütend und erhielt viel Beifall. In der Tat werden die Risse-Reaktoren alle Nase lang ab- und wieder angeschaltet. Man blickt überhaupt nicht mehr durch bei der Frage, was jetzt alles defekt ist an den Reaktoren. Ständig gibt es neue Horrormeldungen, wir sitzen wirklich auf einem Pulverfass.

Krischer empörte sich auch nicht schlecht über Daniela Jansen (SPD), die in einem Gespräch mit den „Nachrichten“ gesagt hatte, aus dem Tihange-Thema müsse die Hysterie herausgenommen werden, und sie wolle als Nachfolgerin von StädteRegionsrat Helmut Etschenberg (CDU) dessen „Panik-Strategie“ verändern. Danke, aber nein. So eine Etschenberg-Nachfolgerin braucht kein Mensch.

4000 sollen teilgenommen haben. Manch einer schätzte mehr, die Polizei wird wohl von 2000 ausgehen, aber die konnte ja noch nie richtig zählen.

Die nächste Aktion wird bereits geplant. Am 26. August werden zwei Personen zu Fuß von Tihange nach Aachen gehen. Start: 4. Uhr morgens. Jede/r ist eingeladen, diese beiden unterwegs anzufeuern und sie über Teile der Strecke zu begleiten (zu Fuß oder mit dem Fahrrad). Weitere Infos gibt es demnächst auf stop-tihange.org

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Großdemo in Düsseldorf mit Aachener Beteiligung

Foto: Marc Teuku

Fast 20.000 sollen es sein, die gerade (07. 07., nachmittags) friedlich durch die NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf ziehen. Feministinnen genauso wie Fußball-Fans, Piraten aus Aachen, Linke, Juristen und alle möglichen anderen Individuen. Via Internet kann man einen guten Überblick bekommen, die Demo fällt durch originelle Sprüche auf Transparenten auf.

Eventuell kommende neue Polizeigesetze treiben die Menschen auf die Straße. Gesetze, die die eigentlich positive Polizeikultur im Lande stark verändern würden. Die Polizei würde mit umfassender Macht ausgestattet (u. a. dürften  Verdächtige bis zu einem Monat in Gewahrsam genommen werden, bisher nur 48 Stunden). NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat zwar schon angekündigt, der vorgelegte Gesetzentwurf sei mangelhaft und müsse noch einmal komplett überarbeitet werden. Doch angesichts von Hausdurchsuchungen in den letzte Tagen hat man bereits einen Vorgeschmack auf das bekommen, was uns mit einem neuen Polizeigesetz bevorsteht.

Hier findet ihre eine Mitteilung des CCC, verfasst von Linus Neumann, dessen Räume in Dortmund mehrfach (soweit ich sehen kann) von Polizisten durchsucht worden sind, teils mit Maschinengewehr im Anschlag. Lest euch die Darstellung des Wissenschaftsladen Dortmund durch, dort wurde alles durchsucht und es wurden Türen zertrümmert, die die Leute dort auch gern mittels ihrem Schlüssel geöffnet hätten. Man glaubt es nicht. https://www.wissenschaftsladen-dortmund.de/2018/07/05/tag-der-offenen-tueren-schwer-bewaffnete-einbrecher-besetzen-den-langen-august-und-entwenden-server-aus-dem-wila-sic/ 

Insofern ist es kein Wunder, dass trotz Fußball und Höllenhitze so viele auf die Straße gehen. Als https://twitter.com/feuertinte habe ich ein paar Tweets weitergeleitet. Offenlage: Ich bin selbst nicht in Düsseldorf, unter dem Hashtag  könnt ihr euch weiter informieren.

Foto: Dirk Szagunn

War im Vorfeld von der Polizei durch strenge Auflagen eingeschränkt worden: die Demonstration gegen das neue Polizeigesetz in Düsseldorf.      Foto: Dirk Szagunn

Hier ein sehenswertes Video https://youtu.be/-HpMruWwLRs

 

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

„Kunst auf Zeit – Zeit für Kunst“

Das KuK in Monschau hat die Gründung einer Artothek ins Auge gefasst. Wie weit die Pläne gediehen sind, weiß ich nicht. Aber dieser Tage sah ich in der Eingangshalle eines großen Gebäudes in Köln eine Ausstellung, bei der sich neun  Artotheken aus dem Rheinland und Westfalen vorstellten. Was ist eine Artothek?

Du hast seit Jahren immer dieselben Bilder an den Wänden? Die du kaum noch richtig wahrnimmst? Das muss nicht sein. Bilder kann man wie Bücher ausleihen. Sorge für Abwechslung und nimm Kontakt zu einer Artothek auf: www.artothek.org

Wie ich sehen konnte, sind die Bilder meist wirklich wertvoll und die Ausleihgebühr (etwa für zehn Wochen) ist niedrig. Die Gefahr ist allerdings, dass du nach zehn Wochen das Bild nicht mehr hergeben willst. Dann besteht manchmal die Möglichkeit, es zu kaufen, das ginge aber ins Geld. Ich sah ein Bild mit einem dicken, fetten, barocken Rahmen aus Holz, kunstvoll geschnitzt und vergoldet. Da ist natürlich der Rahmen auch ein Kunstwerk. Was wäre denn eigentlich, wenn ich (fanatischer Bauhaus-Fan) mal sowas in der Wohnung hängen hätte? Probeweise.

So eine Artothek will Menschen kostengünstigen Zugang zu Werken der bildenden Kunst verschaffen und den Künstlerinnen und Künstlern neue Wirkungsfelder erschließen. Fast immer wird zeitgenössische Kunst verliehen. So auch in Monschau, dort soll es um Fotokunst von Menschen aus der hiesigen Region gehen. Ich freu mich, wenn was draus wird.

 

Ausstellung im Landeshaus des LVR in Köln/Deutz, Kennedy-Ufer 2. Zu sehen noch bis 26. August.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Das zahlt sich aus für die StädteRegion

4,70 Milliarden Euro fließen 2017 in rheinische Städte, Kreise und die StädteRegion Aachen

60 Prozent der Mittel für Menschen mit Behinderungen

Der LVR als Arbeitgeber, sozialer Dienstleister und Förderer der Kultur

Der LVR und sein Schwesterverband feiern sich gelegentlich ein bisschen.

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) ist „ein stiller Riese“. Er tut viel Gutes und wirtschaftet transparent. Jeder kann erfahren, wie es beim LVR mit den Finanzen aussieht. So teilt der LVR jetzt in einer Leistungsübersicht mit:

Leistungen in Höhe von rund 4,70 Milliarden Euro flossen im Haushaltsjahr 2017 vom Landschaftsverband Rheinland in die rheinischen Städte, Kreise und in die StädteRegion Aachen. Rund 2,68 Milliarden Euro hiervon sind Eigenmittel des LVR und circa 2,02 Milliarden Euro stammen aus Bundes- und Landesmitteln sowie aus der Ausgleichsabgabe. Im gleichen Zeitraum zahlten die Kommunen rund 2,47 Milliarden Euro als Landschaftsumlage an den LVR.

Freude: Der Jahresabschluss 2017 sah dabei eine Senkung der Landschaftsumlage vor. Mit einer Absenkung des Umlagesatzes um 0,75 Prozentpunkte auf 15,4 Prozent entlastete der LVR seine Mitgliedskörperschaften für das Jahr 2017 um insgesamt 120,2 Millionen Euro. Finanzmittel, die damit für andere Zwecke zur Verfügung stehen. Auch für das Jahr 2018 wurde im Mai dieses Jahres eine Umlagesenkung auf nun 14,7 Prozent beschlossen.

Der LVR nimmt überdies im gesamten Rheinland eine wichtige Rolle als Arbeitgeber ein. Der LVR erbringt mit rund 19.000 Beschäftigten dabei für die

Die Fraktion der Freien Wähler, der ich als Mitglied der Piratenpartei angehöre, bei der Arbeit. Der milliardenschwere Haushalt will durchgearbeitet sein.    Alle Fotos: Archiv

rund 9,6 Millionen Menschen im Rheinland zahlreiche Dienstleistungen: Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 19 Museen und Kultureinrichtungen, drei Heilpädagogischen Netzen, vier Jugendhilfeeinrichtungen und dem Landesjugendamt erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden.

60 Prozent der Leistungen kommen Menschen mit Behinderungen zugute: Circa 2,79 Milliarden Euro wurden gezahlt für die Sozialhilfeleistungen der Menschen mit Behinderungen sowie für die Förderschulen, die Kriegsopferfürsorge und Hilfen für schwerbehinderte Menschen im Beruf. Mit rund 12,9 Millionen Euro förderte der LVR Aktivitäten im Rahmen der Kulturpflege.

Der LVR ist als regionaler Kommunalverband zuständig für Aufgaben in den Handlungsfeldern Soziales, Gesundheit, Schulen, Jugend sowie Kultur und Umwelt. Diese werden finanziert aus der Umlage der 26 Städte und Gemeinden im Rheinland sowie aus Bundes- und Landesmitteln, die vom LVR bewirtschaftet werden.

Die Arbeit des LVR wird politisch gestaltet und kontrolliert von der

In Köln tagt das Parlament des Landschaftsverband mehrmals im Jahr. In diesem „Landschaftsversammlung“ genannten Parlament bilden CDU/SPD eine Große Koalition. In der Opposition sind Grüne, Die Linke, FDP und die Freien Wähler.

Landschaftsversammlung Rheinland. In der Landschaftversammlung vertreten Politikerinnen und Politiker (und die Sachkundigen) aus den Stadträten, Kreistagen und dem StädteRegionstag ihre Kommunen.

Die Leistungsübersichten der 26 Mitgliedskörperschaften sind hier abrufbar. Dürener, Euskirchener und Leute aus der StädteRegion, schaut nach, was ihr 2017 bekommen habt und seid glücklich. 😉

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Die nächsten Terrorpoller kommen in die Erde

Ganz schön anstrengend: Arbeiten in sengender Hitze. Am Büchel werden die nächsten Terrorpoller installiert, zwei Stück vor dem Schaufenster eines Juweliers, die bei Gelegenheit ein- und ausgefahren werden. Kaum hatte man die Erde aufgerissen, traten übrigens römische Reste zutage. Der komplette Marktbereich scheint einst von Römern besiedelt worden zu sein (s. dazu auch unten den Kommentar von Peer).

Ob die Poller im Ernstfall tatsächlich schützen, weiß kein Mensch. Sie sind auf jeden Fall Ausdruck von Angst vor Terror, Tod und Untergang. Angst, die geschürt wird, leider allzu oft von Journalisten auf Titelseiten und in großen Buchstaben. Texte zu Angst und Schrecken verkaufen sich gut.

Es ist gefährlich, wenn in einer völlig stabilen Lage Politiker und Journalisten hingehen und Leuten einreden, ihr Land gehe den Bach runter. Diese Stimmung darf man nicht verstärken, nicht in einem Land wie Deutschland, das flüchtenden Menschen wie das Paradies erscheint. Man kann ja manchmal Stimmungen, die man selbst geschürt hat, nicht mehr einfangen.

Die Kriminalität in der Bundesrepublik sinkt angeblich, Wir leben doppelt so lange wie nur wenige Generationen vor uns. Unser Einkommen ist knapp 10-mal so hoch wie 1950. Die Arbeitslosenrate ist niedriger als je zuvor nach der Wiedervereinigung.

Früher war fast nichts besser als heute. Schon gar nicht in den 1950er Jahren, wo Teile der CDU hinwollen, und in den 1930er Jahren, wo die AfD hinwill.

(In diesem Text wurden Tweets verwertet, die ihr unter @feuertinte lesen könnt.)

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Ein Bahnhof und ein Parkhaus

Was Menschen malen und was Menschen bauen, das ist interessant.

Das Gemalte und das Gebaute: Das sieht man im Vorbeigehen, sozusagen zwangsweise. Oben im Bild ist ein Stück vom Bahnhof Rothe Erde abgebildet. Unten ein Parkhaus auf Hochschulgelände.

Zwei Bauten, eine Funktion: Sie helfen, ganz bequem mobil zu sein. (Ich hoffe nur, dass jeder Platz in dem Parkhaus einen Anschluss zum „Betanken“ eines E-Autos hat, alles andere wäre traurig. Ein Parkhaus ohne Ladeinfrastruktur für E-Mobile, das wäre in der Tat Verkehrsplanung von Vorgestern, wie sie der Rat der Stadt leider bevorzugt, die RWTH eher nicht.)

Was die Bilder betrifft, so muss man nicht mehr zwangsweise ins Museum oder in eine Galerie. Man sieht tatsächlich Arbeiten, die einen begeistern auf Straßen und Plätzen. Nicht schlecht, möchte ich mal sagen.

In dem Zusammenhang schnell noch ein Hinweis auf eine Ausstellung am Samstag, 21. Juli, von 12 bis 20 Uhr  in den Räumen Trierer Straße 14 in Aachen. Bei „Kunst an der alten Tanke“ machen 18 Künstlerinnen und Künstler mit, darunter viele Graffiti-Künstler.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

StädteRegion: Bürgermeister schicken Armin Laschet einen Brandbrief

Einige Bürgermeister aus der StädteRegion Aachen haben sich jetzt an Ministerpräsident Armin Laschet gewandt. Der WDR berichtete dieser Tage darüber. Die Bürgermeister, so heißt es, hätten einen sogenannten Brandbrief nach Düsseldorf geschickt. Darin geht es um geduldete und ausreisepflichtige Menschen, insbesondere um die Kosten, die den Gemeinden durch die Aufnahme dieser Flüchtlinge entstehen.

Um welche Bürgermeister aus welchen Gemeinden und Städten der StädteRegion es sich genau handelt, wird nicht erwähnt. Oberbürgermeister Marcel Philipp ist aber nicht dabei. Die Rede ist von 11,6 Millionen Euro zusätzlichen Kosten, die die Landesregierung wohl erstatten soll. Die hiesigen sind übrigens nicht die einzigen Verwaltungschefs aus NRW, die sich an die Landesregierung wenden.

In den Briefen heißt es, unter den Geflüchteten ohne Bleiberecht seien viele „hochproblematische Personen“, die oft schwer psychisch krank und/oder hochkriminell seien. Was die psychisch Kranken betrifft, so sehe ich viel Arbeit auf die Landschaftsverbände zukommen.

Hier der WDR-Beitrag: https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/buergermeister-fluechtlingskosten-100.html

NRW-Integrationsminister Dr. Joachim Stamp (FDP) wurde ebenfalls von (anderen) Bürgermeistern angeschrieben. Die Landesregierung verweist auf die Bundesregierung und sieht sich von Berlin unzureichend unterstützt. Dort habe man aber mit Innenminister Seehofer bereits Gespräche geführt.

Im Rathaus (hinten, im Sonnenlicht) hat Oberbürgermeister Philipp seine Unterschrift nicht unter den Brandbrief gesetzt. (Vorne wird Werbung für eine schöne Graffiti-Ausstellung im Stadtmuseum gemacht.)

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Was wächst denn da in den Himmel?

In Forst gesehen. Die einen bauen auf, die anderen ab. 

Seit Ende April wird an der Trierer Straße gebaut. Da wird das neue Polizeipräsidium errichtet, das scheinbar dreimal so groß ist wie das alte. Und es baut die Firma Brillux (s. Foto), was ein Lack- und Farbenhersteller ist.

Wer von der Eifel aus nach Aachen fährt, sieht auf der rechten Seite hinter der Kaserne ein Betongerippe in den Himmel wachsen. Sehr eindrucksvoll. Eine Halle und ein Büro- und Verwaltungsgebäude werden errichtet. Man freut sich: Trotz angeblichem Riesenmangel an Gewerbeflächen in Aachen kann noch eine Firma neu in Aachen angesiedelt werden. Derzeit ist das Unternehmen auch am Aachener Kreuz präsent.      https://www.brillux.de

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Köln und Aachen: Zwei Städte, ein Problem

Was tun, wenn preiswerter Wohnraum fehlt und Menschen anfangen, in Zelten zu leben? Wie es in Köln geschieht.

Der Landschaftsverband (LVR) in seiner alle und alles umfassenden Güte, hatte im Winter (!) stillschweigend hingenommen, dass sich der ein oder andere Obdachlose nachts dort zum Schlafen hinlegt. Rund um das LVR-Hauptgebäude in Köln ist man geschützt, wegen bestimmter Leitungen ist es nicht so kalt, man kann überleben.

Das war im Winter. Man muss wissen, dass der Landschaftsverband für etwa 9,6 Millionen Menschen im Rheinland zuständig ist, und zwar immer dann, wenn diese Menschen Hilfe brauchen. Der LVR übernimmt Aufgaben in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und auch in der Kultur. Alles Bereiche, die sich nicht selbst tragen, und naturgemäß haben die Verantwortlichen und die Beschäftigten dort – das muss man sagen – ein großes Herz.

Wie könnte man also – dermaßen der Toleranz, Hilfeleistung und auch Inklusion verpflichtet – arme Obdachlose aus seinem Innenhof verjagen? Never ever.

Die Obdachlosen durften bleiben, ich fand das beachtlich, dass da kein Hausmeister kommt und die ungepflegten Gestalten verjagt. Nur: Es wurden immer mehr. Und sie blieben mit ihren Minizelten, obwohl schon Sommer ist (s. Foto). Jetzt scheint sich dort eine kleine Zeltstadt zu entwickeln. Was tun?

Die Chefinnen dieses Verbands mit seinen 41 (Förder-)schulen, zehn Kliniken für psychisch Kranke und drei Netzen heilpädagogischer Hilfen sowie 19 Museen und Kultureinrichtungen sind durchsetzungsstark, sehr stark sogar. Da läuft weder finanziell noch bei Bauten etwas aus dem Ruder. Was also werden sie hinsichtlich der Obdachlosen unternehmen? (Ich werde berichten)

***

Offenlage: Ich bin beim LVR als Mitglied der Fraktion der Freien Wähler aktiv. Dort darf ich (Mitglied der Piratenpartei Aachen) als Sachkundige Bürgerin im LVR-Schulausschuss ein Wörtchen mitreden.

***

Andere Stadt, gleiches Thema: In der Alfonsstraße in Aachen wurde preiswerter Wohnraum zerstört. Und nicht einmal der Stadtverwaltung ist klar, was hier der Investor zu bauen gedenkt und wer dort wohnen wird. Menschen, die dauerhaft in Zelten leben, haben wir in Aachen noch nicht gesehen.

Aachen, Alfonsstraße. Die Gebäude aus den 60er Jahren wurden abgerissen. Zuletzt hatten hier Flüchtlinge gewohnt. Wir warten gespannt darauf, ob und was nun hier gebaut wird.

Diese Gebäude in der Alfonsstraße werden ebenfalls noch abgerissen.

Seht euch unbedingt an, wie unsere Freunde, die Amerikaner, mit dem Problem umgehen. https://www.youtube.com/watch?v=KF7hWzqdPDk

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar