Statt dem Häuschen im Grünen lieber eine Stadtwohnung

Wohnen in der Innenstadt, das wird auch in Aachen  immer beliebter.

Wohnen in der Innenstadt, das wird auch in Aachen immer beliebter.

Ein Trend zeichnet sich in deutschen Städten ab, und das auch in Aachen. „Wohnen Sie doch nicht irgendwo dort draussen!“ rät ein Unternehmen großflächig (s. Foto oben).

Wer es sich leisten kann, kauft sich kein Häuschen im Grünen, sondern eine schicke Stadtwohnung. Da, wo jetzt noch ein ziemlich geräumiges 50er-Jahre-Bürogebäude steht, in der Nähe vom „Last Exit“, sollen über 30 neue Wohnungen errichtet werden.

„An den Frauenbrüdern“ heißt die Adresse. Noch steht das alte Gebäude da, es soll komplett abgerissen werden. Vom Neuen gibt es bisher nur Pläne. Aber der  Verkauf läuft bereits. Und ich vermute, dass die Wohnungen schnell weg sind.

Mehr dazu unter: http://www.aachen-mitte-mitte.de

Die Wohnungen sind nicht gerade preiswert. Wie Interessenten erfuhren, wird eine kleine Wohnung (52 qm) 166.000 Euro kosten. Tiefgarage ist nicht dabei. Eine Wohnung zu 66 qm gibt es für 236.000 Euro. Und wer ganz oben im Penthouse wohnen möchte, muss für 119 qm genau 497.485,80 Euro hinlegen.

Hau weg das Teil, äh. Dieses Gebäude wird einem Neubau weichen.

Hau weg das Teil. Dieses Gebäude wird einem Neubau weichen.

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Neues über die Pläne für die untere Adalbertstraße

Nach Rücksprache mit wohlinformierten Kreisen ist es endlich gelungen, bezüglich des zweiten Einkaufszentrums in der unteren Adalbertstraße etwas Klarheit zu erhalten.
Die gute Nachrichte: Es ist bei weitem noch nichts endgültig geregelt. Und von einem zweiten Einkaufszentrum kann beim besten Willen auch nicht die Rede sein. Höchstens von ein paar mehr Geschäften, als zuvor da waren.
Da, wo einmal Geschäfte waren, dürfen allerdings auch wieder Geschäfte hin. Diese Regel gilt quasi überall in NRW. Und daran wird man, soweit ich weiß, auch schwerlich etwas ändern können.
Klar ist, dass in der unteren Adalbertstraße gegenüber vom neuen Aquis Plaza eine ansprechende Häuserzeile hin muss. Und die Bezirksregierung ist dem Vernehmen nach nicht bereit, zum Abriss von drei außergewöhnlichen Fassenden dort „ja“ zu sagen.
Nach meiner jetzigen Einschätzung der Situation wurde lediglich eine Studie angefertigt, die Vorschläge macht, was man alles mit der linken Straßenseite (vom Kugelbrunnen aus gesehen) eventuell anfangen kann.
Immerhin: Ein paar Leute sind wach geworden und werden die Situation dort im Auge behalten. Es gilt vor allen Dingen darauf zu achten, was zu der Angelegenheit im Planungsausschuss zur Sprache kommt. Und zwar sowohl im öffentlichen wie im nichtöffentlichen Teil.

Wem Vorabinformationen fehlen, der lese hier: https://uebergangshymne.wordpress.com/2014/07/10/zwei-neue-einkaufszentren-das-verkraftet-aachen-nicht/

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Randvolles Museumsdepot und andere Probleme

Blick ins Depot des Suermondt-Ludwig-Museums: Hier finden sieben Katzen keine Maus mehr.

Blick ins Depot des Suermondt-Ludwig-Museums: Hier finden sieben Katzen keine Maus mehr.

Wenn Peter van den Brink von den Problemen, mit denen er sich als Chef des Suermondt-Ludwig-Museums herumschlägt erzählt, schlägt ihm eine Welle der Sympathie entgegen. Besonders von Menschen, die sich bisher mit den Freuden und Leiden der Kuratoren noch nicht sonderlich intensiv beschäftigt haben.

Da ist das übervolle Depot, das tatsächlich so zugestopft ist, dass man schon nicht mehr weiß, was eigentlich drin ist. Da ist die Stadtverwaltung, also jedenfalls Teile davon, die angeblich auf die Anfragen, Ideen und Vorschläge des Museumsleiters gar nicht oder nur sehr zögerlich reagieren. Da sind die Politiker, die Gelder kürzen und keine 20.000 Euro rausrücken, um von Stiftungen das Vielfache zu erhalten. Da ist die Kunstszene, die jedes Konzept überflüssig macht, indem sie von den Aachener Museen die Präsentation ihrer Arbeiten verlangt. Und da sind die Mitarbeiter, also zumindest einer, der den Geburtstag eines wichtigen Aachener Künstlers verpennt. Peter van den Brink kann einem leid tun, es hat sich alles gegen ihn verschworen.

Kulturpolitiker haben jüngst eine Strukturkommission gegründet, um zügig Vorschläge zu machen: Wie sollen die Aachener Museen funktionieren, was wird erwartet, was müssen sie leisten, welche Konzepte sind sinnvoll? Was muss sich ändern?

Lauter Objekte, an die man nicht mehr rankommt. In einem Depot des Suermondt-Ludwig-Museums.

Lauter Objekte, an die man nicht mehr rankommt. In einem Depot des Suermondt-Ludwig-Museums.

Sicher ist, dass sich etwas ändern soll. Denn die Kunstszene der Region ist unzufrieden. Es gibt hier Künstler und Künstlerinnen von internationalem Rang, deren Arbeiten man als Aachener nur noch auswärts sehen kann. Außerdem haben die beiden großen Museen allem Anschein nach einen Teil ihres angestammten Publikums verloren. Diese Menschen muss ein (von der Öffentlichkeit finanziertes) Museum in einer Stadt mindestens erreichen: Die Kunstlehrer in den Schulen, die Studierenden und Dozenten der Fachhochschule für Design und der einschlägigen Studiengänge der RWTH, die Künstler und Künstlerinnen der Region und ihre Freunde, die hiesigen Galeristen und Sammler, die Kulturpolitiker und -kenner und die Kritiker (um nur einige zu nennen). Kurz alles, was sich normalerweise angesprochen fühlt, wenn es um die Perspektive geht, aus der heraus Künstler die Welt betrachten und beurteilen.

Und obwohl jetzt mit den drei großen Karls-Ausstellungen besonders viele Kunstinteressierte nach Aachen kommen, war das Suermondt-Ludwig-Museum doch leer während mehrerer Stunden, als sich beispielsweise drei Piraten und eine weitere Kulturpolitikerin dort jüngst vom freundlichen Museumschef informieren ließen.

Vergangenheit, bye bye

Ein zu kleines Depot allein kann nicht die Ursache sein für ein nachlassendes Interesse. Aber es ist natürlich ein Klotz am Bein. Nur: Die Depots fast aller Museen in Deutschland quellen über, es wird einfach zu viel Krempel gesammelt. Möglichst viel Zeug aus der Vergangenheit aufzubewahren, das ist ein Trend. Und irgendwann sind sicher auch die Ikea-Möbel museumsreif, so etwa in 500 Jahren. Aber müssen wir deshalb alles konservieren? Museumsleute müssen in der Lage sein, die Spreu vom Weizen zu trennen, das Wertvolle vom weniger Wertvollen. Laien sind damit selbstverständlich überfordert.

Im Depot befinden sich auch Bilder, doch nicht wenige sind zugestellt.

Im Depot befinden sich auch Bilder, doch nicht wenige sind zugestellt.

Im klimatisierten Depot des Suermondt-Ludwig-Museums befinden sich jedenfalls zu (schätzungsweise 30 Prozent) Objekte, die ohne Klimatisierung auch erhalten bleiben, oder die wertlos sind oder die zu unseren Lebzeiten niemals ausgestellt werden. Von Wohnzimmerstühlen aus den 70er Jahren, von gusseisernen Bügeleisen und alten Schränken und Kommoden kann sich das Museum trennen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Suermondt-Ludwig-Museum

https://uebergangshymne.wordpress.com/2014/03/12/was-ist-mit-lufo-und-suermondt-ludwig-museum-los/

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Luxus hinterm meterhohen Drahtzaun

verrammelt und verriegelt: das Eingangstor zum Barbarossapark.

Verrammelt und verriegelt: das Eingangstor zum Barbarossapark.

Ein mehrere tausend Quadratmeter großes Areal mitten in Aachen gibt Rätsel auf. Man kann das Gelände nicht betreten, es gibt ein hohes Gitter und einen Zaun. Am Eingang eine Sprechanlage und eine Kamera zwecks Gesichtskontrolle. „Barbarossapark“ steht über dem Gitter. Wer hier wohnt, hat Angst.

Das Gelände ist ein Exot im historischen Stadtkern. Soweit Architektur zu sehen ist, hat die nichts mit der übrigen Stadt zu tun. Den Wohnpark hätte man so auch auf der grünen Wiese hinstellen können. Um die Jahrtausendwende war da noch eine Tankstelle und eine Autoreparaturwerkstatt, so meine ich mich zu erinnern. Irgendwann wurden luxuriöse Wohngebäude errichtet, und dieser über zwei Meter hohe Drahtzaun. Letzteren verziert jetzt die „Allzweckwaffe Grün“, in diesem Fall Efeu, das immer eingesetzt wird, wenn etwas Hässliches versteckt werden soll.

Ich steh am Eingangstor und mir fallen die „Gated Communities“ in den USA ein. Ältere Menschen möchten ihre Ruhe haben und auch einen gewissen Schutz vor Einbrechern. Dafür habe ich volles Verständnis. Aber dass so etwas in Aachen nötig ist! Das ist bedauerlich. Und dann noch so ohne Bezug zur historischen Bebauung, nur 200 Meter Luftlinie von Markt und Rathaus entfernt . . . Wer die Pontstraße hochgeht, sieht den Eingang, der sich gegenüber vom Café Kittel befindet. Auf der anderen Seite, am Hirschgraben, ist der 2. Eingang. Dort versteckt sich die Wohnanlage hinter der Barbarossamauer, von der sie wohl ihren Namen hat: Barbarossapark.

Oft bin ich in Eile dort vorbeigerannt, neulich habe ich erstmals richtig hingeschaut. Man sieht einen sehr gepflegten Garten und mit etwas Mühe sogar ein Stückchen von einem  kleinen See. Da lebt bestimmt kein einziges Kind. Aber gut, wer will schon Kinder in seiner Nachbarschaft haben?

Hinter der Barbarossamauer: Die Wohnanlage.

Hinter der Barbarossamauer: Die Wohnanlage vom Hirschgraben aus gesehen.

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Bunker abgerissen. Hier entsteht ein neues Hotel

Hier wird ein Hotel gebaut: an der Sandkaulstraße/Ecke Rochusstraße.

Hier wird ein Hotel gebaut: an der Sandkaulstraße/Ecke Rochusstraße.

Seit fast zehn Jahren ist schon von dem neuen Hotel die Rede, das jetzt offenbar doch noch schräg gegenüber vom Gebäude der Handwerkskammer an der Sandkaulstraße hochgezogen wird. Geplant ist ein Baukörper in Form eines Riegels entlang der Straße. Für diesen musste zunächst ein Hochbunker abgerissen werden.

Mindestens 150 Doppelzimmer wird das 4-Sterne Haus einmal haben, und ein Restaurant im obersten Stock. Investiert wird angeblich eine Summe von 15 Millionen Euro. Die Eröffnung ist für Anfang 2015 geplant. Ob es aber so flott weitergehen wird mit der Baustelle, wage ich zu bezweifeln. Der Architektenbeirat hat den Entwurf zwar abgesegnet, doch das bedeutet heutzutage nicht automatisch, dass es auch ein qualitätvoller Bau ist. Zu wünschen wäre das, denn das neue Haus befindet sich in der Innenstadt und sollte zur sonstigen Bebauung passen und mit dieser eine gute Verbindung eingehen.

Update: Unten 2 Fotos, die am 29. 07. enstanden sind. Das Hotel bekommt offenbar eine veritable Tiefgarage. Und jetzt ist auch dargestellt, wie alles einmal aussehen  soll.

Eine ziemlich große Baugrube. Im Hintergrund, rechts, das Gebäude der Handwerkskammer.

Eine ziemlich große Baugrube. Im Hintergrund, rechts, das Gebäude der Handwerkskammer.

So wird das "Hotel Inside" einmal aussehen.

So wird das „Hotel Innside“ in Aachen, Sandkaulstraße, einmal aussehen.

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Zwei neue Einkaufszentren: Das verkraftet Aachen nicht

Aquis Plaza, Stand 15. Juni 2014. Direkt rechts daneben kommt ein weiteres Einkaufszentrum hin. Die Hinweise verdichten sich, und man hört keinen Widerspruch.

Aquis Plaza, Stand 15. Juni 2014. Direkt rechts daneben kommt ein weiteres Einkaufszentrum hin. Die Hinweise verdichten sich, und man hört keinen Widerspruch.

Noch ein Einkaufszentrum für Aachen (außer dem Aquis Plaza aka Kaiserplatz Galerie). Der WDR hat in seiner Aktuellen Stunde noch mal nachgelegt und alles ausführlich geschildert. Die Verwaltung der Stadt sieht sich offenbar nicht in der Lage, die zweite Einkaufsmall zu verhindern.

Das bedeutet eine echte Bedrohung für die Geschäftswelt im gesamten Rest der Stadt. Und eine Bedrohung für die Geschäfte in der StädteRegion, besonders Stolberg, Eschweiler, Simmerath, Roetgen und Monschau werden betroffen sein. Das dürfte auch Städteregionsrat Helmut Etschenberg nicht gleichgültig lassen. Die Kunden werden alle zunächst Aachen ansteuern und die 2 neuen Malls kennenlernen wollen. Die Kaufkraft wird noch mehr als bisher nach Aachen fließen.

Insgesamt scheint es, dass das Aussehen der Stadt nicht von den gewählten Vertretern der Bürgerinnen und Bürger bestimmt wird, sondern von Investoren. Eine sehr üble Entwicklung. Schaut selbst: http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit/lokalzeit-aus-aachen/videonocheineinkaufszentrum100_size-L.html?autostart=true#banner

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Fußball, philosophisch betrachtet – Und in das Stadion kommt Leben rein

Links: das Trianel-Hauptgebäude, rechts: das Alemannia-Stadion, wo im Winter das Aachener Spielcasino einziehen wird.

Links: das Trianel-Hauptgebäude, rechts: das Alemannia-Stadion, wo im Winter das Aachener Spielcasino einziehen wird.

Von der Weltmeisterschaft und dem Fußballspiel im Allgemeinen habe ich neuerdings ein besonders tiefes Verständnis erlangt. Ich habe eine Veranstaltung des Instituts „Logoi“ besucht, und ich kann nur sagen: Wieder mal haben zwei kluge Leute und das interessiert fragende Publikum mich dort bestens informiert und dazu noch prima unterhalten. Das Fußballspiel wurde philosophisch durchleuchtet und die Frage beantwortet, warum wir uns beim Anblick der Kämpfe so aufregen – mal in Freude, mal in Wut geraten.

Vorgestellt wurde eine Kombination von philosophischen Aspekten, die – alle zusammengenommen – vieles mehr als nur oberflächlich erklären.

Fußballspielen, das ist nicht Hochkultur, da wird mit den Füßen agiert, unter anderem mit Kraft und Tritten kommt man zum Sieg.

Eigentlich meinen wir, dass wir nur mit der Sprache und dem Denken zu Erkenntnis kommen. Doch der Fußball zeigt uns, dass es auch eine Erkenntnis  durch Körperlichkeit gibt. Nicht nur: Ich bin, weil ich denke/zweifle. Sondern auch: Ich bin, weil ich stolpere. Und das ist reizvoll.

Zusätzlich ist das Wir-Gefühl vorhanden, es wird in wirklich großen Menschenmassen gejubelt und gelitten. Das Wir-Gefühl lässt sich im Fußball genießen, ohne dass ich mich selbst auflöse und in der Masse verschwinde. Das Fußballspiel zeigt, dass sich ein Wir-Gefühl erleben lässt, ohne dass dabei – wie im Nationalsozialismus – der Einzelne in der Masse untergeht. Ich empfinde das Wir-Gefühl und habe zugleich den Eindruck, ein einzigartiges Individuum zu sein. „Wir spielen heute in Rio“, das kann man bei einem Spiel der Nationalmannschaft sagen. Aber „Wir spielen heute in Rio“ sagt man nicht, wenn Simon Rattle und sein deutsches Orchester in Rio konzertieren.

Fußball hat Regeln (wie unser ganzes Leben), die eingehalten werden müssen. Aber eine gewisse Kulanz ist zu beobachten. Es erfreut uns heimlich, zu erleben, dass jemand die Regeln nicht so ganz einhält und dabei nicht erwischt wird. Auch ist so ein Spiel ein geschlossenes System, das kommt unserem Denken sehr entgegen. Das Spiel ist ein Drama, aber ein inhaltsfreies Drama, so wurde erklärt. Es ist eine Angelegenheit mit festen Regeln, und gleichwohl ist der Handlungsspielraum der Spieler so groß, dass jederzeit etwas völlig Neues, etwas noch nie Dagewesenes  passieren kann. Dauernd muss man mit einer Überraschung rechnen, weil die Handlungsbreite der Spieler (trotz Regeln) enorm groß ist.

Früher, vor 20 Jahren, war Fußball viel mehr Kampfsport als heute. Heute muss auch „schön“ gespielt werden. Und das sehen wir auf dem Spielfeld. Es ist zudem ein Spiel, bei dem die Körper zwar aneinanderrasseln, aber doch nicht so eng wie etwa beim Ringen. Beim Tennis zum Beispiel, sind die Körper weit auseinander. Beim Golf ist es am krassesten: Wenn ich spiele, verlässt der Gegner das Spielfeld.

Und so wurde einem in den Räumen in der Jakobstraße noch vieles klar. Alles in Form eines Gesprächs zwischen Dr. Jürgen Kippenhan und Professor Dr. Elk Franke. Interessant und sehr kurzweilig. Zwei Stunden vergingen wie im Fluge. Mehr über Logoi hier: http://www.logoi.de

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Das Presseamt der Stadt Aachen teilt mit: Die für Aachen neu entwickelten Chronoskope – Mediensäulen mit Hintergründen zur Geschichte Aachens –

Mediensäule bietet Hintergrundinfos zur Geschichte Aachens.

Diese Mediensäule bietet Hintergrundinfos zur Geschichte Aachens.

werden am 10. und 15. Juli an sechs Standorten in der Altstadt aufgestellt. Es sind 2,50 Meter hohe Stelen, in denen animierte Bilder und Filme zum Thema des jeweiligen Standortes laufen. So  erhält der Passant Informationen über das Besondere des jeweiligen Ortes, seine Bedeutung, seine Entstehung und seine Entwicklung über die Jahrhunderte.

Am 10.Juli ist die Aufstellung am Markt (Thema Rathaus), am Hühnermarkt (Thema Granusturm)  und am Hof (Thema Thermalquellen) geplant. Am 15.Juli folgen dann die zwei Chronoskope am Katschhof (zur Pfalz und zu den Regeln für die Königsgüter) sowie auf dem kleinen Münsterplatz (zum Dom).

Weitere Informationen zu den Standorten und Themen sind unter www.aachen.de/chronoskope zu finden. Dort sind auch alle sechs Filme abrufbar.

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Das Neue Kurhaus in der Monheimsallee wird aufwendig renoviert.

Das Neue Kurhaus in der Monheimsallee wird aufwendig renoviert.

Das Aachener Spielcasino (eröffnet 1976) zieht vorübergehend in das Alemannia-Stadion. Und zwar sogar für zwei oder drei Jahre. Der Umzug soll im Dezember über die Bühne gehen.

Das Neue Kurhaus an der Monheimsallee, wo der Spielsucht-Tempel angesiedelt ist, wird nämlich renoviert. Auf Kosten der Stadt für 19 Millionen Euro, wie zu lesen war. Nach der Renovierung ziehen die Spieler, die Utensilien und die Dealer äh Croupiers wieder an die Monheimsallee.

Im Stadion stehen tausende Quadratmeter im so genannten Business-Bereich leer. Da nimmt man dort das Casino natürlich sehr gern auf.

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Noch ein Großkaufhaus am Kaiserplatz

Wie der WDR gestern (Dienstag, 1. Juli) in seiner Aktuellen Stunde berichtete, ist es ausgemachte Sache, dass neben dem neuen “Aquis Plaza” (am Kaiserplatz) ein weiteres, etwas kleineres Großkaufhaus gebaut wird. Die Grundstücke sollen schon gekauft und die Planung für die 2. Mall in Aachens unterer Adalbertstraße schon fertig und bewilligt sein. Es ist kaum zu glauben, hat man doch jetzt schon – mit dem neuen “Aquis Plaza” – die Befürchtung, dass der Bereich um Dom und Rathaus geschäftlich auf den Hund kommt. Wer geht dann am Markt noch einkaufen, wenn am anderen Ende der Innenstadt gleich 2 Malls die Kunden locken?

Die Geschäftswelt ist jedenfalls alarmiert, not amused, wie sich jeder leicht denken kann. Die Frage ist, wie die Stadtverwaltung mit Oberbürgermeister Marcell Philipp an der Spitze, die 2. Mall genehmigen konnte.

Möglicherweise kommt das Thema schon heute ab 17 Uhr im Rat zur Sprache. Ich bin gespannt.

Nachtrag: Das Thema kam am Mittwoch, 2. Juli, im Rat soweit hier bekannt nicht zur Sprache.

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Klare Kante von Anfang an

Das Parlament der Städteregion Aachen bei seiner ersten Sitzung nach der Kommunalwahl.

Das Parlament der Städteregion Aachen bei seiner ersten Sitzung nach der Kommunalwahl.

Bei der Kommunalwahl hat auch unsere schöne Städteregion, die von Kalterherberg (im Süden) über Aachen bis nach Baesweiler (im Norden) reicht, ihr neues Parlament gewählt. Gestern trafen sich die etwas über 70 Politiker und Politikerinnen zu ihrer ersten Sitzung. Und es ging gleich schön zur Sache.

Ich war zum allerersten Mal dabei. In dem Gremium, das in der Zollernstraße in Aachen residiert, bilden CDU und Grüne eine Koalition. Die beiden sagen hier in den nächsten sechs Jahren, wo es lang geht. Die SPD bildet mit einer vielköpfigen Fraktion (23 Sitze) die Opposition, zusammen mit 4 „Die Linke“-Politikern, mit 3 Leuten von der FDP und 3 von der Fraktion Piraten/UFW. Es ist auch noch ein Ultrarechter (REP) und einer von der „Alternative für Deutschland“ (AfD) dabei.

Alterspräsident Georg Helg führte unter anderem aus, dass ihm – nach all dem Scheußlichen, was die Nazizeit der Menschheit beschert habe – JEGLICHES Verständnis fehlt für Leute, die diesen Ideologien nahestehende Politiker heute noch wählen. Das und mehr sagte er eindeutig in Richtung des Politikers auf der ultrarechten Seite des Saales, der meldete sich später empört zu Wort und verlangte dafür eine Entschuldigung.

Der inzwischen wiedergewählte Chef der Versammlung, Helmut Etschenberg, meinte dazu postwendend: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr Helg Ihnen dazu etwas sagt. WIR DENKEN NÄMLICH HIER ALLE SO WIE ER.“ Damit hatte der Erste im Städteregionstag seine Klatsche weg.
Es traf den Richtigen, wie alle meinten. Es gab für Etschenbergs Antwort nämlich zustimmenden, heftigen Applaus.

Helg hatte in seine Rede als Alterspräsident (der muss bei so etwas immer die Sitzung eröffnen) auch von seiner Europa-Begeisterung und von der Grenzregion und Aachen als Europa-Stadt gesprochen. Wir stehen zu Europa „und dazu brauchen wir keine Alternative“, rief er mit fester Stimmen in den Raum. Das sagte er sogar in einem etwa scharfen Ton, so dass ich schon dachte, huiii, hier gehts gleich zur Sache. Es gab viel Applaus für dieses Statement gegen die AfD.

Ich finde, wenn man gleich in seiner allerersten Sitzung den Rechten und „Europa-Skeptikern“ so klare Kante zeigt, das ist korrekt. Man hätte auch sagen können: Nun gut, fallen wir mal nicht mit der Tür ins Haus und machen auf die beiden nicht noch extra aufmerksam, sie haben ja noch nichts Schlimmes gemacht. Oder so.
Aber nein, der olle Helg (Jahrgang 1934) nimmt kein Blatt vor den Mund, Etschenberg ebenfalls nicht. Das war genau richtig.

Noch in anderer Hinsicht habe ich den Besuch beim Städteregions-Parlament nicht bereut. Als einziges wichtiges  Thema stand nämlich das niederländische Fraking auf der Tagesordnung. Da war offenbar schon etwas vorbereitet worden: Alle Fraktionen sprachen sich gegen diese unsichere Form der Energiegewinnung aus, und das will man den Niederländern jetzt auch schriftlich mitteilen.

Insgesamt habe ich den Eindruck, dass in unserer Region noch jede Stadt und jede Gemeinde so tut, als sei sie autonom. In Wirklichkeit ist man in der Zollernstraße (Städteregion) längst tonangebend.  Dem wird hier in Zukunft noch etwas mehr nachgegangen.

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Eindrucksvoller Beginn der Aachener Heiligtumsfahrt

Knapp 2000 haben es auf dem Katschhof gesehen, hunderte Menschen haben es im Aachener Dom miterlebt: Die Heiligtümer wurden nach sieben Jahren mal wieder aus dem Schrein geholt. Sie werden jetzt 10 Tage lang gezeigt. Die Heiligtümer, das sind sehr  unscheinbare, uralte Textilien, die gläubigen Christen etwas bedeuten. Was genau, ist unterschiedlich. Aber das Kleidungsstücke von einem geliebten Menschen, den man sehr vermisst, aufbewahrt werden, das ist mir vertraut.  - Die Stimmung auf dem Katschhof war festlich/feierlich und hat mir gefallen. Aber wer ist eigentlich dieser Melchisedech, von dem bei dem Festakt kurz die Rede war?

Knapp 2000 haben es auf dem Katschhof gesehen, hunderte Menschen haben es im Aachener Dom miterlebt: Die Heiligtümer wurden nach sieben Jahren mal wieder aus dem Schrein geholt. Sie werden jetzt noch 9 Tage lang gezeigt. Die Heiligtümer, das sind sehr unscheinbare, uralte Textilien, die gläubigen Christen etwas bedeuten. Was genau, ist unterschiedlich. Aber dass Kleidungsstücke von einem geliebten Menschen, den man sehr vermisst, aufbewahrt werden, das ist mir vertraut. – Die Stimmung auf dem Katschhof war festlich/feierlich und hat mir gefallen. Die Glocken läuteten, die Orgel brauste auf, der Chor sang, es wurden alte, orientalisch anmutende Texte zitiert – das alles in schönem Wechsel. Aber wer ist eigentlich dieser Melchisedech, von dem bei dem Festakt kurz die Rede war? 

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