Flächen nutzen in Aachen: Eure Meinung ist gefragt

Damit auch nur ja keiner den Termin verpasst, verlässt sich die Verwaltung nicht allen auf Veröffentlichungen in den Tageszeitungen und Werbeblättchen. In der Jakobstraße hängt ein Flyer an einem Laternenpfahl.

Damit nur ja keiner den Termin verpasst, verlässt sich die Verwaltung nicht mehr allein auf Veröffentlichungen in den Tageszeitungen und Werbeblättchen. In der Jakobstraße hängt ein Flyer an einem Laternenpfahl.

„Bürgeranhörung zum neuen Flächennutzungsplan“, steht da.

Liebe Leute, ihr fragt euch jetzt vielleicht: „Hä??? Was ist ein Flächennutzungsplan und was hab ich damit zu tun?“ Oder so.

Und wenn ihr bei Wikipedia unter „Flächennutzungsplan“ nachschaut, versteht ihr auch nur Bahnhof. Dabei geht es um die Zukunft. Und darum, wie die Fläche von unserem geliebten Vaterstädtchen in der Zukunft aussehen/genutzt wird. Wo wir Unternehmen hin haben wollen, wo Windkraftanlagen, Friedhöfe, Sportplätze, Kanäle und Straßen, Schulen und Kitas, wo Wiese ist und bleiben soll, wo jetzt noch Wiesen sind aber mal Häuser hinkommen sollen und so Sachen.

Es geht nicht darum, eine Karte vom Ist-Zustand anzufertigen. Sondern es geht um „eine in die Zukunft gerichtete konzeptionelle Entwicklungsplanung“. Da dürfen die Bürgerin und der Bürger ein Wörtchen mitreden. 

Und zwar am kommenden Montag, 23. Juni, um 16.30 Uhr im Ballsaal vom Alten Kurhaus in der Komphausbadstraße (gegenüber von Lust for Life). Mehr dazu schreibt die Stadtverwaltung auf ihrer Aachen-Seite:

http://www.aachen.de/flaechennutzungsplan

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. . . Es kommen herrliche Zeiten

Ich freu mich ja jetzt schon auf die Zeit, wenn gewisse, noch relativ unerfahrene Kommunalpolitiker folgendes mal realisiert haben werden: Dass jemand ein Grundstück in einer Stadt gekauft hat, das bedeutet noch lange nicht, dass er auch das Recht hat, an dieser Stelle etwas zu errichten, was kaum ein Mensch will.

Viele Diskussionen über Stadtgestaltung sind leider schnell zu Ende, wenn jemand sagt: Das Grundstück gehört einem Investor. „Ja ne is klar. Da kann man ja dann nix machen“, denken sich viele. Erst bei Grundstücken, die der Stadt gehören, erlaubt man sich den Gedanken, dass Bürger auf die Gestaltung dieses Fleckchens Innenstadt Einfluss nehmen könnten.

Wenn die gewählten Politiker meinen, ein bestimmter Bereich in der Innenstadt oder in den Randgebieten, sei zum Wohle der Allgemeinheit nicht in einen Konsumtempel zu verwandeln, dann gibt es nur eins: verhandeln, verhandeln, verhandeln. Normal ist, dass auch ein Investor sich an bestimmte Vorschriften zu halten hat, die in Aachen zum Beispiel vom ARCHITEKTENBEIRAT vorgelegt werden. Und normal ist, dass ein Investor angewiesen ist  auf eine gewisse Akzeptanz  – der Nachbarschaft und der Stadt, in der er investiert.

Der Bushof mag wohl in Teilen einem Investor gehören. Das bedeutet nicht automatisch, dass der Investor alle Bestrebungen der Stadt, diese Ecke neu und schön zu gestalten, torpedieren kann. Da muss eben mit dem Mann verhandelt werden. Auch Investoren empfinden manchmal eine gewisse Liebe zu ihrer Stadt und wollen sich mit einem „schönen“ Bauwerk ein Denkmal setzen. Das funktioniert nicht mit so einer Scheußlichkeit, wie es der Bushof, das Parkhaus Büchel oder das CityCenter ist (Ecke Franzstraße/Alexianerstraße).

Auch, was die von vielen Bürgern favorisierten Pläne für eine Markthalle betrifft, so ist dort noch lange nicht aller Tage Abend, nur weil das Gelände vielleicht einem Investor gehört. Nach meinem Kenntnisstand gehört es übrigens der Stadt Aachen, also uns allen. Und warum sollen wir da nicht mitbestimmen dürfen, was dort gebaut wird?

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Mach mal Pause am Fischmarkt in Aachen

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Wer es bunt mag, darf sich hier niederlassen. In Aachen in Dom-Nähe gibt es jede Menge Außengastronomie, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Da kann man bei einer Tasse Kaffee und einer leckeren Waffel stundenlang sitzen und plaudern oder Passanten beobachten. (schau auch hier)

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Und jetzt noch die Stichwahl, dann haben wir es

Am kommenden Sonntag sollten wir zur Wahl gehen.

Am kommenden Sonntag sollten wir zur Wahl gehen.

Der letzte Akt der Kommunalwahl 2014 liegt vor uns: In der StädteRegion Aachen ist am kommenden Sonntag Stichwahl. Es geht um den Vorsitz im Städteregionstag. Werden wir eine Überraschung erleben? Möglich ist es.

Dass in dem Gremium CDU und Grüne die Mehrheit haben, das steht schon fest. Und natürlich auch, dass diese beiden eine Koalition bilden, wie sie es schon seit 20 Jahren tun. In dieser Koalition sind die Grünen ein kleiner starker, durchsetzungsfähiger Partner. Die Grünen prägen die Politik deutlich. Das bekommt uns allen nicht schlecht, aber man wundert sich, dass die Christdemokraten in der hiesigen Region das so immer mitmachen.

Aber wer übernimmt nun den Vorsitz im Städteregionstag? Der Amtsinhaber Helmut Etschenberg (CDU) oder seine Herausforderin Christiane Karl (SPD), die wir bei Wikipedia noch nicht gefunden haben? Bei der ersten Wahl war kürzlich Helmut Etschenberg zur allgemeinen Verwunderung nicht auf 50 Prozent der Stimmen gekommen. Und Christiane Karl hatte ein überraschend gutes Ergebnis eingefahren.

Sensationell: Das 50er Jahre Treppenhaus im Haus der Städteregion Aachen, Zollernstraße.

Sensationell: Das 50er Jahre Treppenhaus im Haus der StädteRegion Aachen, Zollernstraße.

Offenlage: Ich habe von der Existenz dieser Dame zum ersten Mal erfahren, als ihr Konterfei auf den Wahlplakaten erschien. Ich kann mir aber vorstellen, dass viele sich gesagt haben: „Ich wähl jetzt mal die Frau, denn dass die eine Hälfte der Bevölkerung in der Kommunalpolitik so drastisch unterrepräsentiert ist, ist ja auf die Dauer auch kein Zustand. Und wenn sie es sich schon zutraut . . .“ Oder so. Wahlentscheidungen sind ja nicht immer rational.

Neun Gemeinden plus Aachen werden von Aachen, Zollernstraße, aus verwaltet und regiert. Das sind mehr als eine halbe Million Einwohner. Es gibt traumhaft schöne Flüsse, Bäche, Seen, Talsperren im südlichen Teil des Gebietes. Es gibt Amtsgerichte, ein Landgericht, Museen, veritable Burgen, tolle Verkehrswege, Krankenhäuser, Schulen, Hochschulen, starke Unternehmen . . .  alles da, was man zum guten Leben braucht und mehr. Außerdem viel Grenze zu Belgien und Holland, und die Internationalität ist ja auch nicht zu verachten.

Mit einer hohen Wahlbeteiligung kann nicht gerechnet werden.  Und man fragt sich, wieso nach der Abschaffung später von ROT/Grün im Landtag das Stichwahl-Verfahren wieder eingeführt wurde. Angeblich soll es bewirken, dass die Gewählten von mehr Menschen ihre Zustimmung erhalten, als zuvor. Die Kalkulation geht aber hinten und vorne nicht auf.

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Mal was Historisches: Ein Text aus Januar 2008

http://www.aachener-zeitung.de/blogs/serendipity/index.php?/archives/711-Die-Rueckriem-Stadt.html

Ein Künstler, dessen Arbeiten ich schon lange bewundere, ist Ulrich Rückriem. Eine Arbeit von ihm ist hier: schloss dyck Ulrich Rückriem ist ein weltberühmter Bildhauer, wahrscheinlich der beste lebende deutsche Bildhauer.

 

Er lässt Steine spalten, schneiden, schleifen, polieren und . . . setzt sie dann wieder in der ursprünglichen Form, wie er sie im Steinbruch vorgefunden hat, zusammen. Wichtig bei diesen Kunstwerken ist der gesamte Raum, in dem sie stehen. Wichtig ist nicht der Block für sich allein.

Zehn Rückriem-Stelen vier Meter hoch, gibt es in Düren. Sehenswert.
„Ja, dieses Genie . . .“ sagt der liebe M. aus I., der ein Kunstbanause ist und alles, was nach 1920 an Kunst entstanden ist, für Schund hält, einschließlich übrigens Picasso.

Rückriems Arbeiten sind unvorstellbar teuer, sage ich, weil Sachen, die viel kosten das schlichte Gemüt vom lieben M. aus I. meist beeindrucken. In diesem Fall: Fehlanzeige. „Dass sie in vier geteilt sind, zeigt, dass in allen vier Himmelsrichtungen das Leben hart ist“, interpretiert und lästert das Freundchen. „Unten ist Afrika, die tragen die gesamte Last“ , sagt er. „Oben, wo es am schönsten ist, da ist der Katschhof.“

Ich bin ein geduldiger Mensch und gebe nicht schnell auf, wenn es um gute Kunst geht. „Dieses Kunst-Objeckt heisst: Frankensteins Steine“, wagt M. aus I. ein Wortspiel. Ich zeige ihm weitere Fotos.

Rueckriem

Ulrich Rückriem wurde VOR dem berühmten Peter Eisenman gefragt, ob er das Holocaust-Denkmal in Berlin machen will. Rückriem hat abgelehnt. Ich versuche durch Anekdoten Interesse zu wecken.

„Mann, das als Kunst, das kaufen nur Deppen“, wendet er ein und das Gespräch gewinnt auch danach nicht an Tiefe. Rückriem war 1978 bei der Bienale in Venedig, vier mal nahm er an einer documenta in Kassel teil. Dieser Mann ist in der Kunst unserer Zeit EIN WELTMEISTER, den Rückriem meine ich.

“ Ja . . . toll, nicht in meiner Welt. . . “ schallt es mir entgegen. Okay, sage ich, ein letztes Bild, dann höre ich auf. Vor der Neuen Nationalgalerie Berlin steht diese Arbeit:

Granit gespalten

M. aus I. fühlt sich jetzt angeblich „intellektuell unterfordert“. Ich frage ihn: Sind die, die das vor die Nationalgalerie in Berlin stellen, denn alle bekloppt???

Ich finde, ob eine Stadt sich ein Hakenkreuz aus Stacheldraht (wie Stolberg am Museum Zinkhütterhof), eine Pferdchengruppe (wie Aachen am Bahnhof) oder Stelen von Ulrich Rückriem aufstellt, das macht einen Unterschied. Was meinst du?

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Es geht los: Neue Fraktion nimmt Arbeit auf

Udo Rüttgers (Pirat), Hans Jürgen Fink (UFW) und Bertram Eckert (Pirat) sind jetzt als Fraktion in der StädteRegion Aachen aktiv.

Udo Rüttgers (Pirat, links), Hans Jürgen Fink (UFW, Mitte) und Bertram Eckert (Pirat, rechts) sind jetzt als Fraktion in der StädteRegion Aachen aktiv.

Im Gebäude der StädteRegion in Aachen hat sich kürzlich eine kleine, neue Fraktion zusammengefunden und erste Vorbereitungen für die Arbeit im Städteregionstag getroffen. Es war ein erfreulich produktives Treffen, das öffentlich stattfand.

Die Kommunalwahlen hatten neulich ergeben, dass etliche Wählerinnen und Wähler im Städteregionstag gern von 2 Piraten und einem Mitglied der „Unabhängigen und Freien Wählergemeinschaft“ (UFW) vertreten werden wollen. Da wurde nicht lange gezögert und die Fraktion „Piraten/UFW“ gegründet.

Leider ist es so, dass man in einem Kommunalparlament so gut wie nichts bewirkt, wenn man nicht als Fraktion vorstellig wird. Dazu braucht man hier 3 Personen. Als Einzelkämpfer kann man eigentlich seine Zeit besser zu Hause verbringen als im Parlament. Da nun der Gesetzgeber das so misslich eingerichtet hat, muss er sich nicht wundern, wenn sich die Einzelnen zusammentun zu Fraktionen, damit ihr Engagement überhaupt einen Sinn macht.

Die Fraktion „Piraten/UFW“, das sind die Piraten Bertram Eckert und Udo Rüttgers sowie Hans Jürgen Fink von der UFW. Allerdings, ganz wichtig: Zum Team gehören noch Birgit Beckers als Sekretärin und der Pirat Maximilian Möhring als Fraktionsgeschäftsführer. Dieser hat beim ersten Treffen schon so viele konkrete Arbeitsaufträge bekommen, dass an der Ernsthaftigkeit der Arbeit nicht der geringste Zweifel bestehen kann. Dem Team stehen zwei Räume im Verwaltungsgebäude an der Aachener Zollernstraße zur Verfügung sowie diverse Medien und bei Bedarf auch noch größere Versammlungsräume. Es gibt sogar einen Etat, zum Beispiel falls man sich mittels Fachreferent mal über etwas schlau machen will.

Erstaunlich auch, wie viele Formalitäten erledigt werden müssen. Ich will jetzt nicht langweilen und alles aufzählen, aber es war so viel, dass ich zeitweise nicht mehr wusste, von was jetzt eigentlich die Rede war. Von Schlüssel für das Haus bis hin zu diversen Protokollen war alles dabei. Die relativ politik-unerfahrenen Piraten haben jetzt den Vorteil, dass ihnen reines Faktenwissen schnell zur Verfügung steht. Das zeigte sich schon bei der ersten Sitzung und wurde auch als Vorteil erkannt.

Das nächste Treffen ist wieder öffentlich und findet statt am Mittwoch, 25. Juni, um 18 Uhr im Raum 189/199. Dann geht es unter anderem um die Ernennung von „sachkundigen Bürgern“, die die Arbeit der Abgeordneten begleiten, fast so, als wären sie selbst gewählte Mitglieder des Städteregiontages.

Offenlage: Ich habe mich bisher nicht intensiv mit diesem politischen Gremium befasst. Informiert euch zusätzlich, erst mal hier über den StädteRegionstag: http://de.wikipedia.org/wiki/Städteregion_Aachen

Zur finanziellen Dimension:  Der StädteRegionstag gibt 2014 die Summe von 590 Millionen Euro aus, wofür auch immer. Er nimmt 579 Millionen Euro ein und so ist klar: Der Haushalt ist nicht ausgeglichen.

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Die einen sind willig, die anderen mit sich selbst befasst

Bleibt das  Kasino Aachen erhalten?  Wird das Eurogress schwarze Zahlen schreiben? Mit derartigen Fragen muss sich der Rat befassen.

Bleibt das Kasino Aachen erhalten? Wird das Eurogress schwarze Zahlen schreiben? Mit derartigen Fragen muss sich der Rat befassen.

Wie geht es jetzt weiter mit der Politik in Aachen? Der Rat ist nach der Kommunalwahl auf 76 Mitglieder angeschwollen. Viel zu viele für eine Stadt wie Aachen. 45 würden reichen.

Marcel Philipp (CDU) ist – wie erwartet – im ersten Anlauf wieder zum Oberbürgermeister gewählt worden. Das war ja klar. Die CDU ist in der alten Bischhofsstadt auch wieder die stärkste Fraktion, braucht aber einen Koalitionspartner.

Die 28 CDU-Ratsmitglieder können es sich aussuchen, mit wem sie regieren. Es kommen Grüne (12) und Sozialdemokraten (20) infrage. Beide sind – so kennen wir sie – sehr willig und zu allem bereit, um als Koalitionspartner von der CDU erwählt zu werden. Toll.

Die Liberalen in Aachen haben die erwartete Klatsche bekommen, sind aber immerhin noch mit drei Vertretern im Rat, einer mehr, als ich erwartet hatte. Und die Grünen machen weiterhin als altbekannte Seniorenriege in Aachen Politik: 8 von ihren 12 Ratsmitgliedern sind in den 50er Jahren geboren und bestimmt schon Großeltern.

Solche Klobrillen werden in Aachen nicht ohne die Zustimmung der Mehrheit der Ratsvertreter aufgestellt. Auf kommende Entscheidungen darf man gespannt sein.

Solche Klobrillen werden in Aachen nicht ohne die Zustimmung der Mehrheit der Ratsvertreter aufgestellt. Auf kommende Entscheidungen darf man gespannt sein.

Allerdings muss hier auch einmal angemerkt werden, dass man schon über SEHR viel Freizeit verfügen muss, um in einem Stadtrat wie dem Aachener wirklich aktiv mitzuarbeiten. Und wer in seinen 30ern und 40ern an einer Karriere bastelt und Familie hat, der schafft das nie und nimmer. Jedenfalls nicht in einer Stadt von der Größe Aachens. Doch wenn man beruflich und privat „aus dem Gröbsten raus“ ist, dann bleibt tatsächlich Zeit, sich um mehr zu kümmern als nur um die eigenen Belange. Und das ist so, obwohl jeder Arbeitgeber verpflichtet ist, seinem gewählten Angestellten die Zeit für die Ratsarbeit frei zu geben.

Traurig, aber jetzt auch nicht DIE große Katastrophe ist die Wahl eines ProNRW-Kandidaten in den Rat. Der wird noch Ärger machen. Ein Glück, dass es nur einer ist.

Müssen jetzt zwei Leute einstellen, die ihnen zuarbeiten: 3 Piraten im Stadtrat von Aachen.

Müssen jetzt zwei Leute einstellen, die ihnen zuarbeiten: 3 Piraten im Stadtrat von Aachen.

Erwartungsgemäß in den Rat gekommen sind auch die 3 Piraten. Aber, so nehme ich an, von denen wird man frühestens in einem Jahr mal wieder was hören/in der Zeitung lesen. Denn die werden zur Besetzung der beiden Jobs (Sekretär/in und Fraktionsgeschäftsführer/in) sehr viel Zeit brauchen. Vermutlich wird erst mal lange über die Anforderungen dieser Personen diskutiert. Dann wird erst ein Text für eine Ausschreibung formuliert, das dauert. Dann wird ausgeschrieben (Frist: 3 Wochen) und schließlich werden die Bewerber/innen zu Gesprächen vorgeladen.

Sodann wird ein langer, langer Entscheidungsprozess kommen . . . um nach den ersten Wochen die ausgewählte Person (jemand aus Köln oder von noch weiter weg) zu entlassen, weil nichts klappt und die ausgewählte Person sich in Aachen nicht auskennt. Oder so.

2 Piraten sind als Fraktion auch im Rat von Herzogenrath vertreten, 2 weitere bilden (zusammen mit jemand von der FWG) ebenfalls in der StädteRegion eine Fraktion.

Aber was geschehen wird, wenn noch im Juni im fernen Halle (!!!) die Partei in zwei Teile zerbricht, weiß ja auch  niemand.


schau auch hier: http://feuertinte.tumblr.com

 

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Büchel: Markthalle könnte Parkhaus ersetzen

So könnte laut Albert Sous die Markthalle aussehen, die den Platz vom Parkhaus Büchel einnehmen soll.

So könnte laut Albert Sous die Markthalle aussehen, die den Platz vom Parkhaus Büchel einnehmen soll.

Es ist eine endlose Geschichte. Und es geht und geht nicht weiter. Die Rede ist von der Neugestaltung eines Areals mitten in Aachens Innenstadt. Das marode „Parkhaus Büchel“ ist ja an Hässlichkeit kaum noch zu überbieten, und das Areal drum herum ist ebenfalls alles andere als schön.

Dazu gibt es seit mindestens 20 Jahren Überlegungen. Die Investoren und Eigentümer kamen und gingen. Und auch die zuletzt hymnisch gefeierten Vorschläge zweier Aachener Investoren scheinen nicht recht voran zu kommen. Vom Scheitern des Projekts „Bel Etage“ hat man aus der Zeitung erfahren.

Jetzt macht der Bildhauer Albert Sous einen Vorschlag, den auch einige Piraten für diskussionswürdig halten. Das konnte man auf  Twitter schon lesen.

Sous schlägt vor, eine Markthalle zu errichten. Er wirbt auf Flugblättern für seine Idee und bittet die Bürgerinnen und Bürger um eine Meinungsäußerung. Die Markthalle sieht er als „eine Antwort auf Globalisierung und Ladenketten“. Eine Markthalle steht für qualitätvollen, ursprünglichen Handel und Wandel und ist auch ein Ort der Kommunikation. Die Waren, meistens Lebensmittel, sind unmittelbarer zu erleben. Man kann oft die Produzenten antreffen und sogar nach den Waren befragen. Die Wochenmärkte auf Markt und Münsterplatz könnte man sich dann sparen.

„Frisch, lebendig, vielfältig“, so stellt sich Sous die Markthalle samt Inhalt vor. Nachmittags sollten die Händler den Raum in der Halle räumen und Platz machen für allerlei Veranstaltungen. In Außenläden könnte es Cafés, kleine Küchen oder kleine Restaurants geben, auch Geschäfte und Werkstätten.

Sous stellt sich einen offenen, lichtdurchfluteten Bau vor. Er schreibt: „Die Anlehnung an einen Basilikabau läge nahe.“ Die hohe Halle sollte den Anforderungen der Marktstände (Platz, gute Zulieferbedingungen usw) genügen. Sein Entwurf folgt traditionellen Mustern der Baukunst. „Die Bögen, konstruiert aus farblich abgesetzten Sichtbetonblöcken“, erinnern an das orientalisch anmutende Innere des Domes aus karolingischer Zeit.

Geplant ist jetzt eine Podiumsdiskussion (laut Flyer) zu dem Thema, der Termin wird hier, auf Twitter und auf Facebook noch bekannt gegeben. Und vielleicht bringen die Piraten die Idee als „Open Antrag“ in den Rat.

(Hier war mal ein Link mit Kommentaren zum Thema, der führt aber im Juli 2020 leider ins Leere.)

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Endlich: Der Wahlkampf ist vorbei, jetzt nur noch wählen

Abschlussveranstaltung von Martin Schulz (SPD) mit dem Dom im Hintergrund. Kritiker des Freihandelsabkommens TTIP waren nicht zu übersehen.

Abschlussveranstaltung von Martin Schulz (SPD) mit dem Dom im Hintergrund. Kritiker des Freihandelsabkommens TTIP waren nicht zu übersehen.

Martin Schulz (SPD) hat seinen Europawahl-Wahlkampf in Aachen beendet. Knapp 2000 Menschen kamen zum Katschhof, darunter auch etliche Kritiker des umstrittenen Freihandelsabkommens TTIP. Dieses, so wird befürchtet, werde dazu führen, dass der Lebensstandard der Menschen in Europa deutlich sinken wird. Profitieren werden einige große US-amerikanische Firmen. Genaueres weiß man nicht, denn das Abkommen wird völlig intransparent unter großer Geheimhaltung ausgehandelt. Nur so viel: Geheime Schiedsgerichte sollen den Konzernen „nicht diskriminierten“ Zugang zum europäischen Markt gewähren, andernfalls drohen Strafen.

Prima Kegelbahn  mit Hörl-Zwergen, die den rechten Arm zum Hitler-Gruß heben.

Prima Kegelbahn mit Hörl-Zwergen, die den rechten Arm zum Hitler-Gruß heben.

Schulz versprach natürlich, dass es mit ihm keine Absenkung irgendwelcher europäischer Standards geben werde. Aber wer glaubt das? Ich nicht.

Bei der morgigen Wahl des Europaparlaments rechne ich mit etwa 10 Prozent für die Nationalisten, Rechtsradikalen und Europaskeptiker. Sollten es wider Erwarten 20 Prozent sein, so ist das gesamte Parlament lahm gelegt, also handlungsunfähig.

Ohnehin ist das Parlament eine recht handzahme, ja lahme Veranstaltung. Stimmt nur ein Land gegen ein neues Gesetz, so ist alles blockiert. Die Bürgerinnen und Bürger dürfen über gar nichts abstimmen, insbesondere nicht über Erweiterungen mit Mitgliedern, von denen jeder weiß, dass sie die Beitrittsbedingungen gar nicht erfüllen. Abstimmen dürfen höchstens mal die Iren über einen Verfassungsvertrag – und das gleich zweimal, bis das Votum positiv ausfällt.

Wer genau für dieses Banner verantwortlich zeichnet, ist hier nicht bekannt. AfD?

Wer genau für dieses Banner verantwortlich zeichnet, ist hier nicht bekannt. AfD?

Auf dem Katschhof in Aachen konnte Martin Schulz seine Anhänger, unter ihnen auch NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, phasenweise begeistern. Wohl in Anlehnung an die Erweiterungen der EU, die gelegentlich als eine Folge von Großmannssucht erscheinen, hatten einige Kritiker formuliert: „Keine Großreiche! Für niemanden!“ (s. Foto). Wer die jungen Leute waren, die das Banner durch die Menschenmenge trugen, ist mir nicht bekannt. Es stellten sich aber immer Jusos mit Flaggen vor das Banner. Ich hatte viel Mühe, es zu fotografieren.

(Update: Über die Facebook-Seite von Klarmann_Michael_Aachen kommt man an Infos über die Schulz-Kritiker. Klarmann kennt Fakten und nennt Namen.)

Schulz auf dem Katschhof, eine Ecke weiter: diese Versammlung.

Schulz auf dem Katschhof, eine Ecke weiter: diese Versammlung.

Unterdessen machten sich auf dem Markt etwa 500 junge Menschen für den Erhalt der Aachener Clubkultur stark (s. Foto). Sie machten jede Menge Krach, und hätte ich von dieser Demo nicht im Vorfeld schon Kenntnis gehabt, ich hätte wirklich nicht rausbekommen können, was der Sinn diese Versammlung sein sollte. Es gelang mir aber auch hier, ein entsprechendes Foto zu machen.

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Von Düren aus wird in Bosnien geholfen

Marcus Seiler organisiert Hilfe für Bosnien.

Marcus Seiler organisiert Hilfe für Bosnien.

Marcus Seiler organisiert in Düren Hilfe für Bosnien. In dem Balkan-Land hat eine Flutkatastrophe unzählige Menschen in große Not und Elend gestürzt. Seltsamerweise wurde noch keine großangelegte Hilfsaktion via TV bekannt gemacht. Gleichwohl haben hierzulande Menschen das Bedürfnis zu helfen. Das ist gut. Hier ein paar Infos über das, was geschehen ist. http://www.tagesschau.de/ausland/serbien-hochwasser102.html

Seiler kennt das Land wie seine Westentasche. Er hat vor 2001 in Düren die Städtepartnerschaft Düren/Gradacac mit aufgebaut. Damals war er noch Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten  Josef Vosen (SPD). http://de.wikipedia.org/wiki/Gradacac

Seiler ist jetzt schon lange Pressesprecher des Wasserverband Eifel Rur (WVER) und ein sehr zuverlässiger und vertrauenswürdiger Mensch. http://www.wver.de/aktuelles/index.php

Wer den Flutopfern helfen will, sollte Kontakt zu Marcus Seiler aufnehmen.

Achtung update: Uwe Möcker, Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Düren, hat ein Spendenkonto in Düren eingerichtet: Stichwort Hochwasser Gradačac, Spendenkonto: 1359006010, Sparkasse Düren, BLZ: 395 501 10.

 

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