GEZ ins Klosett

Die Umstellung kommt zwar erst in zwei Jahren, aber jetzt ist gerade eine Kampagne losgetreten worden, „um die Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen“.  Es geht um die Gebühreneinzugszentrale (GEZ), die wird nämlich 2013 abgeschafft. Die Gebühren, die in Wirklichkeit eine Zusatzsteuer sind, werden demnächst pro Haushalt erhoben, und nicht mehr pro Gerät. Und da sollen in zwei Jahren die Leute nicht massenhaft sagen: „Häää, was soll denn jetzt der Scheiß? Wir wollen gar keine Umstellung.“

Okay, es geht also weg von der gerätebezogenen Gebühr, hin zur wohnungsbezogenen Gebühr. Jede Wohnung bezahlt, egal wieviele Geräte da sind. Die Schnüffelei der Heinis von der Gebührenzentrale wird abgelöst durch eine andere Schnüffelei, bei der eine riesige Datenbank entsteht.

Genau mit dieser Datenbank und wer da wie registriert wird, sollten sich die Piraten mal  befassen. Und der Bevölkerung mal mitteilen, was da eigentlich gemacht und miteinander abgeglichen wird.

Pech auch für die, die ganz wenig Geld haben und bisher auf TV verzichtet haben und  mit Radio ausgekommen sind.  Die müssen demnächst mehr bezahlen. 

Ich denke:  Wenn ich gezwungen werde, das TV-Programm der Öffentlich-Rechtlichen zu bezahlen, dann werde ich mich darum kümmern, wie es aussieht und ob es wirklich das Geld wert ist. Dann kann ich mich nicht mehr raustun und sagen: Das TV-Programm interessiert mich nicht. Es wird mich interessieren, es wird dann nämlich mit meinem Geld gemacht.

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Christentum und Grundgesetz

An dieser Stelle könnte man mal ein paar Worte zum Thema Religion verlieren ;-)).

Das Thema wird ja nämlich seit Jahren langsam, langsam immer wichtiger. Jüngst war von Christentum und Grundgesetz die Rede, und ob das eine mit dem anderen was zu tun hat.

Es gibt ja Leute, die sagen, man müsse Gesetze auf der einen Seite und Religion und Moral auf der anderen Seite strikt getrennt halten und getrennt sehen.  Gesetze hält man ein, weil man sich an das halten will, was man sich selbst ausgedacht hat und wo man übereingekommen ist, sich danach zu richten.  Bei Moral und Religion wäre das anders, so heißt es. Religiöse Vorschriften  gelten als von Gott gemacht, also von einer höheren Instanz, und man habe sich an diese Vorschriften zu halten, weil sie eben von jemand kommen, der bedeutender ist als alle Menschen. Bei der Moral ist es so, dass gesagt wird, moralische Vorstellungen sind langsam irgendwie gewachsen,  sie sind nicht in einem Akt der Selbstbestimmung und Übereinkunft von Menschen ausgedacht und ausgewählt. 

Insofern hätten quasi das Grundgesetz  und das Christentum als Religion nichts miteinander zu tun. Zumal das Grundgesetz auch noch eine Art Ausfluss der Aufklärung sei, einer Denkrichtung, die die Vertreter der christlichen Religion seinerzeit wie blöde bekämpft haben.

So. Jetzte mache ich mich mal ziemlich unbeliebt. Denn ich bin der Ansicht, dass dem Grundgesetz und dem Christentum dieselben grundlegenden Gedanken angehören. Und dass die Aufklärung selbstverständlich im Christentum angelegt ist. Dass das Christentum, so wie es „gebaut“ ist, vom Menschen verlangt, dass er sich gefällig seines Verstandes bedient, sich aus selbstverschuldeter Unmündigkeit befreit, dass Gott genau  das von  uns dringend fordert. 

Der Gott der Christen ist zweifellos traurig, wenn ein Mensch sich nicht aus selbstverschuldeter Unmündigkeit befreit. Wie man es uns  Kindern erklärte: „Jetzt habe ich euch“, so sagt Gott, „schon den Verstand gegeben, jetzt müsst ihr ihn aber auch mal einsetzen“. 

Na ja. Andere Religionen haben diesen Impetus, diesen ausdrücklichen Bezug zum Gebrauch des Verstandes nicht.

Ganz blöd ist es übrigens, das Christentum mit der katholischen oder der evangelischen Kirche gleichzusetzen. Hahaha. Nur weil  ein paar Hansel in Rom oder sonstwo behaupten, sie allein hätten alle Rechte an dem Wort Gottes, hätten allein die Deutungshoheit, sollen wir tun, was sie so immer an uns rantragen. Eben nicht.

Das Christentum ist nicht deshalb schlecht, weil eine komische Gruppe von Männern es für sich benutzt, um Macht zu bekommen und Geld und um über das Leben anderer zu bestimmen.

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Als Christ in Ankara

Bundespräsident Wulff in Ankara vor der türklischen Nationalversammlung, 19.10.2010

Auszug: „Mit Respekt und Sympathie betrachtet Deutschland die Schritte, die die Türkei unternimmt, um die Beziehungen zu ihren Nachbarn positiv zu gestalten. Für die Annäherung zwischen Ihrem Land und Armenien haben Sie unsere volle Unterstützung. Die Normalisierung der Beziehungen wäre ein Schritt in eine gemeinsame Zukunft – mit einer offenen Grenze, die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Austausch ermöglicht, bei dem auch umstrittene Themen nicht mehr ausgeblendet werden. Dies wäre auch ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung der Region. Ich möchte Sie bitten und ermutigen, auf diesem Weg voranzuschreiten.

Die Bundesrepublik Deutschland hatte das Glück, dass ihr nach dem Zweiten Weltkrieg die ehemaligen Gegner die Hand reichten. Die NATO-Partner standen uns beim Aufbau einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung zur Seite und bezogen unser Land in das Geflecht europäischer Sicherheit und Zusammenarbeit ein. Die Verankerung in der NATO und die europäische Integration schufen die Voraussetzungen dafür, einen Aussöhnungsprozess mit unseren Nachbarn zu beginnen. Zuerst im Westen, insbesondere mit Frankreich. Dann, vor allem nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, auch mit unseren Nachbarn Polen und Tschechien im Osten.

Mut und politischer Wille waren dazu nötig. Die Überwindung historischer Gegensätze ist nicht möglich, ohne sich mit der eigenen Verantwortung auseinanderzusetzen. Dabei haben wir eins gelernt: Auch wenn es ein mühsamer und manchmal schmerzhafter Prozess ist, es lohnt sich! Nur durch Versöhnung kann eine neue Basis des Vertrauens entstehen. Unsere Nationen gehören schon seit langem gemeinsam dem Europarat an. Seine Prinzipien, Menschenrechte, Demokratie und Rechtstaatlichkeit, wie sie in der Europäischen Menschenrechtskonvention niedergelegt sind, binden uns. Dazu gehört auch der Schutz der Minderheiten sowie religiöser und kultureller Pluralismus. Muslime können in Deutschland ihren Glauben in würdigem Rahmen praktizieren. Die zunehmende Zahl der Moscheen zeugt hiervon. Gleichzeitig erwarten wir, dass Christen in islamischen Ländern das gleiche Recht haben, ihren Glauben öffentlich zu leben, theologischen Nachwuchs auszubilden und Kirchen zu bauen. In allen Ländern müssen Menschen die gleichen Rechte und Chancen genießen, unabhängig von ihrer Religion.

Hier in der Türkei hat auch das Christentum eine lange Tradition. Das Christentum gehört zweifelsfrei zur Türkei. Ich freue mich, an diesem Donnerstag in Tarsus einen ökumenischen Gottesdienst mitfeiern zu können. Ich höre mit großer Begeisterung, dass in der Türkei Stimmen zu hören sind, die mehr Kirchen für Gottesdienste öffnen wollen. Zu dieser Entwicklung möchte ich Sie nachhaltig ermutigen: Die Religionsfreiheit ist Teil unseres Verständnisses von Europa als Wertegemeinschaft. Wir müssen religiösen Minderheiten die freie Ausübung ihres Glaubens ermöglichen. Das ist nicht unumstritten, aber es ist notwendig. Das friedliche Miteinander der verschiedenen Religionen ist eine der großen Zukunftsaufgaben dieser Welt im 21. Jahrhundert. Sie ist bei gutem Willen und Respekt vor der Würde eines jeden Menschen lösbar.“

 Wow. Gut gebrüllt, Löwe.

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nie mehr anonym

Das hat mir immer sehr gefallen, mir Pseudonyme zuzulegen! Und unter diesen Namen Kommentare und Berichte im Netz zu verfassen. Jetzt gefällt es mir gar nicht mehr, ich möchte weg von allen Screennamen, aber es geht nicht. Die Verwirrung bei den Lesern wäre komplett. Bin ich jetzt an meine Pseudonyme so gefesselt wie einst an meinen Klarnamen?

Zunehmend erinnere ich mich daran, dass es schön ist, mit offenem Visier für etwas zu kämpfen und zu streiten. Zunehmend stört es mich, dass es aussieht, als würde ich mich hinter einem Witznamen verstecken. Ääääääätzend. Jemand, der sich versteckt, bin ich nicht. Will ich nicht sein. Bin ich im Moment aber noch.

Die schönsten und passendsten Pseudonyme hat sich ein Freund ausgedacht. Und so drei bis vier sind mir auch selbst eingefallen. Insgesamt in den letzten 12 Jahren so sieben, acht Pseudonyme. Auf das Wort „Übergangshymne“ bin ich  übrigens widerum nicht selbst gekommen.

Generell bestimmen Eltern den Namen eines Menschen, und damit gewissermaßen seine Identität. Wer sich selbst einen Namen gibt, sagt damit, dass er sich selbst neu/anders definiert, als die Familie, die Herkunft oder die Umgebung das gemacht haben. Von manchen Menschen kenne ich den „richtigen“ Namen gar nicht. Bei manchen wiederum ist der Nachname der Vorname geworden. Kommt – besonders bei Männern –  auch nicht schlecht. Manche nennen Frauen in Texten nur mit dem Vornamen. Stephanie zu Guttenberg wird gleich nur Steffi genannt, was sehr respektlos ist. Na gut, die Dame hat es wohl nicht besser verdient, ihr Buch muss gruselig schlecht sein. Werde ich es lesen? Nein.

Jemand nur bei seinem Nachnamen zu nennen, bedeutet Respekt. Jemand nur bei seinem Vornamen zu nennen, bedeutet Respektlosigkeit.

Sich selbst zu definieren, zu benennen, das hat natürlich was. Selbst zu bestimmen, wie ich heiße und wer ich bin. Ich  bin Uebergangshymne. So. Punkt. Und was sich hinter diesem Namen  für eine Person befindet, bestimme ich. Selbst. Könnte man schön finden.

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Falschparker

Hier in Nizza ist es jetzt so, dass die Falschparker, also auch ich, von Kameras gefilmt werden.  Also die Autos werden gefilmt und insbesonder die Nummerntafeln. Die Elektronik in der Kamera erkennt automatisch, wenn einer falsch parkt und wer es ist und schickt automatisch ein Protokoll mit Zahlungsaufforderung. Jetzt wird Kasse gemacht. Wer auf die Idee käme, die Kamera zu beschädigen, wird nicht erfolgreich sein. Man kann mit einer Axt drauf rumhacken und nichts passiert.

Man kann wirklich sagen, dass auf der vierspurig befahrbaren Straße, zwei Spuren IMMER zugeparkt sind. Auch ich stelle mein Auto oft dort ab. Es sind Zustände, die nicht mehr zu ertragen sind.

Jetzt werden alle gefilmt. Und automatisch bestraft. Schrecklich, nicht wahr?

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Geldbunker

An diesem Wochenende kann man in Cochem an der Mosel erstmals einen Bunker besichtigen, von innen natürlich. Dieser Bunker wurde nicht für Menschen gebaut, und es haben ihn auch nie Menschen bewohnt. Dieser Bunker wurde zum Aufbewahren von Geldscheinen gebaut.

Dort lagerte bis 1988 eine deutsche Ersatzwährung. Tausende und abertausende Scheine wurden  dort seit der Nachkriegszeit deponiert, bei gleichbleibender Temperatur, bestrahlt von Infrarotlicht, unter komfortablen Bedingungen, wie sie Menschen nicht immer haben.

Die Ersatzwährung galt als fälschungssicher und sollte auf einen Schlag die D-Mark ersetzen. Tutto completto. Wann? Wenn der Feind (?!) versucht, durch Verbreitung von massenweise D-Mark eine Hyperinflation in Deutschland zu bewirken und so eine Destabilisierung der Verhältnisse erreichen will.

Als der Bunker für die Ersatzwährung gebaut wurde, haben sich auch Menschen beschwert und protestiert. Es wurde schließlich täglich von 7 bis 22 Uhr gearbeitet, und es gab viel Krach und Dreck. Und da kommen die Zeitungen ins Spiel, die verbreiteten, es werde ein Schutzbunker für Menschen gebaut und im Ernstfall könnte die Bevölkerung aus der Nachbarschaft ganz sicher auch da rein. Die Menschen glaubten den Zeitungen und gaben Ruhe. Die Frage ist, wusste man bei den Zeitungen Bescheid und hat die Leser wissentlich belogen? Oder nicht? Was meinst du?



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Rundfunkänderungsstaatsvertrag

Dieser Tage habe ich einen Text gelesen, zweimal gelesen, da geht es um Enteignung. Soweit ich erkennen konnte, werden die Gebührenzahler (zu denen ich nicht gehöre) enteignet, indem TV-Beiträge verschwinden, die einmal entstanden sind, dadurch, dass die Gebührenzahler so fleißig ihre Gebühren bezahlt haben.
Na und jetzt sind die Sachen also weg, sozusagen ein Stück Geschichte/Zeitgeschichte ist nicht mehr auffindbar im Netz. Bei manchen Themenbereichen sind 80 Prozent der TV-Sachen verschwunden. Ob gelöscht oder nur aus dem Netz genommen oder wie, das wurde mir nicht klar. Dort waren die Sachen bis vor zwei Jahren jedenfalls noch alle abgelegt, sagt der Schreiber des Textes und er hat Recht, ich weiß es genau.
In dem ganzen Enteignung genannten Vorgang spielt ein Herr Martin Stadelmaier (SPD) wohl eine entscheidende Rolle. Der ist zwar nur im kleinen Rheinland-Pfalz eine große Nummer. Aber was soll’s? Der zieht offenbar die Fäden und ist denen immer gern zu Willen, die die Enteignung hauptsächlich betreiben. Warum ist er den Verlegern zu Willen? Antwort: Es könnte, könnte, könnte eventuell sein, dass der SPD etwas gespendet wird. In die Kasse von der SPD in Rheinland-Pfalz.
Das wird in dem Text angedeutet. Der Stadelmaier ist, wenn ich das richtig verstanden habe, Rundfunkreferent, Chef der Staatskanzlei und Staatssekretär in Rheinland-Pfalz. Aber das werde ich bei Wikipedia nochmal nachschauen. Sein Kumpel ist ein gewisser Herr Eumann (SPD), und beide zusammen haben sie ein Werk gebastelt, das hört auf den wahnwitzigen Namen „Rundfunkänderungsstaatsvertrag“. (Jetzt nicht an Planfeststellungsverfahren denken, das hat damit gar nichts zu tun, echt nicht.)
Der Rundfunkänderungsstaatsvertrag  jedenfalls schreibt das ganze Löschen vor, und wie das bei einem Vertrag so ist, haben diesen Blödsinn alle Ministerpräsidenten unterschrieben und die ganzen Länderparlamente haben den Quatsch abgenickt, also dafür gestimmt. Alles geschickt eingefädelt von dem Martin Stadelmaier. Wieviel Scheiß doch ein einzelner Mann anrichten kann. Donnerwetter.
Also ich schreibe hier nur auf, was ich dem Text entnehme.
Der Eumann, der ist auch Staatssekretär, Vorsitzender einer SPD-Medienkommission und Chef der Staatskanzlei von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in NRW. Weiß die Dame, was sie sich da angelacht hat?
Bei dem Ganzen spielt auch noch ein verklemmter Professor eine Rolle, eine ungute Rolle. Der zieht angeblich die Drähte von einer Jugendschutzmedienkommission aus und muss mit jugendschutz.net zu tun haben.

Tja, es sieht so aus, also ob hinter unser aller Rücken, oder besser: hinter meinem Rücken in den letzten zwei Jahren Sachen abgegangen sind, um die ich mich mal besser gekümmert hätte. Aber was nicht war, das ist jetzt und kann noch weiter werden.

(Dieser Text wurde nachträglich geringfügig korrigiert. Bei dem erwähnten Text handelt es sich um einen auf der Seite  www.tauss-gezwitscher.de)

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Stuttgart

Heute, am 9. Oktober, hat das ZDF in seinen späten Nachrichten mitgeteilt: „Es werden immer mehr“.  Gemeint sind natürlich Demonstranten gegen Stuttgart 21, den unterirdischen Bahnhof.  Ja wer hätte das gedacht, dass eine Protestbewegung mal ihren Anfang in Stuttgart nehmen würde? Ich nicht.

Dass die Leute gegen den Bahnhof was haben, kann ich verstehen. Zehn Jahre Baustelle, Milliarden sollen ausgegeben werden, und dann wurde noch im Verfahren sehr über die Köpfe der Menschen hinweg gehandelt.

Andererseits war es beim Münchener Flughafen genauso: irre Proteste, dann wurde gebaut, heute ist jeder froh. Andere Länder bauen sich noch viel größere Großprojekte. Und: Warum das Geld nach Griechenland und Portugal oder Irrland schaufeln oder den Bankern geben. Da kann man es auch behalten und sich dafür einen gigantischen Bahnhof bauen.

Gut, wirklich nötig scheint niemand den Bahnhof zu haben. Ich hatte jedenfalls noch nie gehört, dass jemand die Strecke von Stuttgart nach Ulm schlecht findet. Ich meine von jemand, der früher gelegentlich von Aachen aus nach Stuttgart und dann nach Ulm weiterfuhr.

Soll ich also nach Stuttgart fahren und mitdemonstrieren? Eigentlich nicht. Ich war erst einmal in meinem Leben in Stuttgart, und dann in der Therme und abends im Musical. Es war alles recht schwäbisch dort, man vermisst auf Anhieb die rheinländische Deftigkeit und den Humor, das viele Lachen und fröhlich sein. Das ist dort nicht so wirklich zu finden.

Trotzdem möchte ich mir so eine S21-Demo natürlich mal ansehen. Um zu wissen, wie es da genau ist. Wie ich ja gern alles selbst in Augenschein nehme, was bedeutungsvoll ist. Und wenn ich das richtig sehe, tut sich derzeit in Suttgart wirklich Bedeutungsvolles für Deutschland. Deshalb: Kommenden Samstag bin ich in Stuttgart. Hin und zurück gehts per Bahn natürlich ;->))

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Sport

Zweimal die Woche geh ich ins Fitness-Studio, und das ist so teuer, dass ich mir jetzt doch etwas Sorgen mache.

Weil ich so viel sitze und nicht viel Bewegung habe, brauche ich das Training. Und wenn ich damit mal vier Wochen aufhöre, geht es mir nicht mehr so gut. So. Werde ich also bis ans Ende meines Lebens jedes Jahr 500 Euro zahlen müssen, nur damit es mir gut geht?

Obwohl: Wofür könnte man sein Geld besser ausgeben als für so viel Wohlbefinden?

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Lüge

Ein schwieriges Thema: Die Kinderporno-Lüge. Damit ist gemeint, dass manche Leute Gefahren im Internet vorgeben zu sehen, die mit Kindern und Sex zu tun haben. Gefahren, die es so in Wirklichkeit nicht gibt.

Ich bin immer dafür, dass solche Lügen aufgedeckt werden. Wer lügt sich hier was zusammen und  mit welchem Interesse? Insbesondere das Bundeskriminalamt und konservative Politiker in fast allen Parteien in Europa sind der Ansicht, dass man das Anschauen von sexuellem Missbrauch an Kindern im Netz durch Sperren und Zensurmaßnahmen sowie Aufzeichnungen von Internet-Nutzung  in den Griff bekommen kann. Dass man es verhindern kann.

Kritiker sind der Ansicht, dass es verhältnismäßig gar nicht so viele Bilder von Kinderpornografie im Netz gibt, und dass die vom BKA vorgeschlagenen Maßnahmen nicht dazu führen, dass weniger Leute derartige  Bilder anschauen können. Dass vielmehr das BKA und konservative Politiker in Wirklichkeit die rechtlichen und finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt bekommen wollen, um mehr Kontrollen jeglicher Art im Netz vornehmen zu können.

Ich habe die Argumente der Kritiker ein wenig überprüft und halte sie für zutreffend.  Sie geben die Realität korrekt wider. Wer ist also in der Lage, massenwirksam dieser Wahrheit zum Durchbruch zu verhelfen?  Immer der, der fragt.

Dazu ist zu sagen, dass ich echt nicht die Nerven und die psychische Konstitution habe, mir Kinderporno-Bilder anzuschauen. Ganz davon abgesehen, dass ich diese Recherche nicht machen darf. Aber letzteres wäre kein Hinderungsgrund. Dass jemand, der wegen Recherche im Kinderporno-Bereich zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurde, die Aufgabe übernehmen sollte, halte ich allerdings auch nicht auf Anhieb für eine ideale Lösung. Nicht aus Mangel an Sachkenntnis, sondern aus Vorsicht vor weiterer Verfolgung des Delikts.

So bin ich mit der Frage noch nicht weitergekommen.

(Zu dem Thema hatte ich einen schönen, langen  Text geschrieben. Der ist aber wegen Totalabsturz des Rechners weggekommen. Dieser Text ist jetzt ein notdürftig zusammengeflicktes Werk)

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