Der immergrüne Baum ist ein Symbol des Lebens

Alte Schriften verzeichnen einen ersten geschmückten Weihnachtsbaum nicht in Aachen, sondern in Freiburg im 15. Jahrhundert. Bekannt und weltweit beliebt wurde der Weihnachtsbaum erst viel später, nämlich ab dem 19. Jahrhundert.

In Aachen hat als erster das Warenhaus Leonhard Tietz den Rat der Stadt gebeten, auf dem Marktplatz einen Baum – auf eigene Kosten – aufstellen zu dürfen. Ihm wurde die Erlaubnis erteilt (s. hier). Ob sich heute die Bewunderer dieses prachtvollen Baumes daran erinnern?

Der Weihnachtsbaum ist keine christliche Erfindung. Aber die Christen nahmen wie so vieles den eigentlich heidnischen Brauch in ihre religiöse Symbolik auf. Denn wie Wacholder- und Mistelzweige (immergrün) standen Tanne oder Fichte für ewiges Leben, Ausdauer und Überleben. 

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Mal eine – vermutlich – einsame Einzelmeinung zu Katar

Mich erstaunt das Ausmaß an Kritik, das an Katar und seiner Fußball-Weltmeisterschaft geübt wird. Die ganze Aufregung finde ich etwas übertrieben. Meine Güte, gehts noch? 

Die Menschen dort waren vor wenigen Jahrzehnten noch bettelarm und versuchen, auf sich aufmerksam zu machen. Sie wollen sich in die moderne Zeit reinschrauben, in eine Zukunft, die ihre und nicht unsere ist, klar. Es ist ein kleines Land, auf dem wird rumgetrampelt, was man sich bei China und Rußland nicht getraut hat. 

Als die Olympischen Spiele in Peking stattfanden, war die Kritik längst nicht so krass. Dabei ist China ein Land, wo es nicht einen Funken politische Freiheit gibt. Die Kataris geben sich wenigstens Mühe. Die wissen auch, dass sie noch viel aufzuholen haben an politischen Freiheiten usw. Als alles nach Rußland blickte, nach Sotschi, 2014, olympische Winterspiele, hatte Russland schon Teile der Ukraine besetzt. Oppositionelle landeten in Straflagern. Im Zuge der Bauarbeiten für die Olympischen Winterspiele 2014 wurden in Sotschi tausende Bürger zwangsenteignet und umgesiedelt. 

12 Prozent der Einwohner in Katar sind Einheimische, alle anderen sind sog. Gastarbeiter, die schuften für wenig Geld. Viele Menschen sind beim Bau der Stadien gestorben, alles wahre Katastrophen. Mehrere 100.000 Menschen haben zugleich dort ihren Lebensunterhalt verdient, haben ihre Existenz gesichert, ihren Familien Geld geschickt. Man möchte sich gar nicht vorstellen, was in Deutschland los wäre, wenn es hier so viele ausländische Arbeiter gäbe. 

Erstaunlich auch, wie häufig bei Katar die Diskriminierung der LGBTQ-Personen angesprochen wird. Aber es werden in jedem muslimischen Land Menschen mit abweichendem sexuellen Verhalten verfolgt. Auch in Ägypten zum Beispiel, wo jetzt die Staatschefs der Welt sich zur Weltklimakonferenz getroffen haben. Was meint ihr, was die dort mit Homosexuellen machen? 

Gekaufte Fußball-Weltmeisterschaft? Da kann man in Deutschland ja mitreden. Diese Spiele werden immer gekauft, nehme ich stark an. Wie auch die Fußballspieler. Warum spielen sie in den Vereinen? Weil sie gekauft wurden. Fußball ist Kommerz und Entertainment, sonst nichts.

Wenn es nur in den Ländern sportliche Großereignisse von Weltrang gäbe, wo es keine Menschenrechtsverletzungen gibt, wäre die Auswahl ziemlich klein. Korrupte Vergabe, geknechtete Arbeiter, sinnlose Bauten . . . (alles wie immer) sollen auf einmal bewirken, dass man sich die Spiele und die Berichterstattung im TV nicht mehr ansieht. Hallo? Hinsehen ist angesagt, nicht wegsehen.

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In Aachen fehlt es an Wohnungen. Ist ein Umzug in die Region die Lösung?

Kommt nach der Mobilitätswende und der Wärmewende jetzt die Wohnwende? Liegt die Lösung für den städtischen Wohnraummangel in der Region? Wie können Stadt und Region sich gemeinsam den Herausforderungen stellen? Diese Fragen werden bei einem Zukunftsforum aufgegriffen und zu beantworten versucht.

In Aachen gibt es einen großen Mangel an Wohnungen, sowohl für Einzelpersonen als auch für Familien mit wenig Geld. Dem stimmt zwar die zuständige NRW-Ministerin in Düsseldorf sonderbarerweise nicht zu, aber es ist eine Tatsache: In Aachen herrscht Wohnungsnot. Was ist zu tun?

Sollte man den Menschen raten, einen Umzug in die Region zu erwägen? Bleibt eigentlich noch etwas anderes übrig? In Aachen fehlt es nämlich nicht nur an sofort beziehbaren Wohnungen, es fehlt auch massiv an Grundstücken. Es ist praktisch alles voll.

Wohnanlage „Guter Freund“ in Rothe Erde Foto: AachenNews Archiv.

Um über die aktuellen Herausforderungen zu sprechen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, diskutieren auf Einladung der Aachener Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen am Donnerstag, 24. November, ab 18 Uhr im Krönungssaal des Aachener Rathauses Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian (Herzogenrath), Bürgermeisterin Nadine Leonhardt (Eschweiler), Bürgermeisterin Dr. Carmen Krämer (Monschau) sowie Jean-Paul Kompier (Vaals) und Mario Pitz (Schöffe Gemeinde Raeren) mit Expert*innen aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung zum Thema „Wohnen für alle – ist die Region die Lösung?“

„Städtischer Wohnraum ist knapp, und bezahlbare Wohnungen in den Großstädten sind absolute Mangelware“, weiß die Pressestelle der Stadtverwaltung. Und weiter: Die Mieten entwickelten sich immer weiter nach oben. Vor diesem Hintergrund komme der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Wohnraumentwicklung in Zukunft eine neue Bedeutung zu.

Bundesweit leben 30,7 Prozent der Familien mit drei oder mehr Kindern in zu kleinen Wohnungen.

Bei diesem ersten Aachener Zukunftsforum zum Thema Wohnen werden Zahlen, Daten, Fakten und Diskussionsrunden geboten. Zudem gibt es viel Raum für Anregungen aus dem Publikum. Highlight sind das Fachgespräch mit Norbert Plum, Vorsitzender des Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss, Helena Schulte, Lehrstuhl für Planungstheorie RWTH Aachen, Friederike Schweer von der Initiative Aachen sowie die Podiumsdiskussion der Bürgermeister*innen und Beigeordneten der Region.

Die Stadt Aachen lädt ein, der Eintritt ist frei. Eine formlose Anmeldung ist unter handlungskonzeptwohnen@mail.aachen.de möglich.

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Etwas Musik

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Für die Freiheit der Menschen im Iran

Eine Gruppe von jungen Menschen aus Aachen organisiert Demonstrationen, bei denen sie ihre Solidarität mit den Protesten im Iran ausdrücken. Sie wünschen sich, dass es im Iran eine Revolution geben möge, die die religiösen Fanatiker aus den Positionen der Macht entfernt. Schon seit sieben Wochen sieht man diese Menschen immer samstags friedlich in Aachen demonstrieren.

Für den kommenden Samstag, 19. November, haben sie einen Demonstrationszug geplant, zu dem sie herzlich einladen. Dieses Mal ist das Thema das „Stille Massaker“ vom November 2019 im Iran. Am Samstag werden gleichzeitig in mehreren Städten weltweit Demonstrationen zum selben Thema stattfinden.

Man trifft sich um 15 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz in Aachen.

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Vortrag über das Aachener Kaufhaus Tietz

Einst waren die großen Kaufhäuser der letzte Schrei und total angesagt. Etwas ganz und gar Neues, sehr modern. Die anderen Läden verloren mehr und mehr ihre Kundschaft, alles strömte in die Kaufhäuser, die wie eine Wunderwelt bestaunt und besucht wurden. So viele unterschiedliche Waren auf einmal, das war der Hit.

Heute geht es den Kaufhäusern so wie einst den Läden, die damals nur wenige und immer die gleichen Waren anboten. Sie sind aus der Mode gekommen, man mag sie nicht mehr aufsuchen. Heute bevorzugen es die Kundin und der Kunde, auf dem Sofa sitzend via Internet einzukaufen. Das Angebot ist unendlich viel größer als in jedem üblichen Kaufhaus.

Dr. René Rohrkamp, Dr. Thomas Müller und Professor Dr. Daniel Lohmann laden am Freitag, 18. November, um 19 Uhr zu einem Vortrag über das Warenhaus Tietz in Aachen in das Foyer der Nadelfabrik, Reichsweg 30, ein. Der Vortrag ordnet das Warenhaus Tietz aus der Perspektive der Bau- und Architekturgeschichte in die Stadt-, Wirtschafts- und Zeitgeschichte ein. 

Der Kölner Kaufmann Leonhard Tietz eröffnete 1892 eine erste kleine Filiale in Aachen und bezog in den folgenden Jahren mehrmals einen neuen und größeren Standort. Der 1905/06 errichtete Warenhausneubau am Markt war der vierte Aachener Standort des Unternehmens und blieb es bis zur Eröffnung des Kaufhof-Gebäudes an der Adalbertstraße im Jahr 1955.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Aachener Stadtarchivs mit der Nadelfabrik und wird durch Ludger Singer am Flügel musikalisch begleitet. Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

s. auch Bericht über „Ein Warenhaus, dessen Verschwinden noch heute bedauert wird

und Archivale des Monats

Das Kaufhaus Tietz am Aachener Markt

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Nach 142 Jahren: Ihre Zeit ist abgelaufen

Wir wissen nicht, wie lange der Baum noch am Drei-Räuber-Eck stehen kann. Die Telefonsäule aber hat es bald hinter sich, wenn die Telekom ihre Ankündigungen wahr macht. Ach so. Du bist übrigens Aachener*in, wenn du weißt, wo das Drei-Räuber-Eck ist und warum es so heißt.

Telefonzellen werden Zug um Zug abgebaut, und da sind diese Säulen bestimmt mitgemeint. Oder? Hier nachzulesen. Gebührentelefone im öffentlichen Raum sind vom technischen Fortschritt überrollt worden.

Am Montag, 21. November, wird an den bundesweit noch rund 12.000 verbliebenen Fernsprechern die Münzzahlung „deaktiviert“, teilt die Telekom per Blogeintrag mit . 1881 in Berlin hatte alles angefangen mit dem ersten „Fernsprechkiosk“.

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Was ist los mit den Grundschulen und Kitas? Gedanken zu einer schwierigen Situation

Die neue Bildungsstudie, innerhalb der Viertklässler getestet wurden, hat es gezeigt: Grundschulkinder beherrschen oftmals selbst die Grundlagen des Lesens, Schreibens und Rechnens nicht. Nach sage und schreibe vier (4!) Jahren Unterricht können viele noch nicht so lesen, dass sie verstehen, was der Inhalt des Textes ist. 

Defizite wurden schon 2011 sichtbar, seitdem wurde es nicht besser. Das Einmaleins beherrschen die Kinder ebenso nur mangelhaft wie die Rechtschreibung. Viele Erwachsenen sind entsetzt.

Diese Studie, im Oktober vorgelegt, nennt sämtliche Schwächen unseres Bildungssystems. Die Probleme liegen zum Beispiel an der Klassengröße. Man laboriert an dem Problem herum. Langfristig müssen die Klassen kleiner werden. Die Städte und Gemeinden müssen sich darauf vorbereiten, sie werden die nötigen Bauten und Räume zur Verfügung  stellen müssen.

Es wäre übrigens einfach, den Leistungsabfall mit der Pandemie zu erklären, aber das stimmt nicht. Die Pandemie hat die Misere nur verstärkt. Die schulischen Leistungen der Grundschüler*innen gehen seit Jahren kontinuierlich nach unten. 

Laut Bildungsstudien erreichten 2011 noch 67,9 Prozent der Viertklässler den Regelstandard in Mathematik. 2016 waren es noch 62,2 Prozent und 2021 noch 54,8 Prozent. Ähnlich ist das Bild bei der Lesekompetenz. 2011 schafften 66,7 Prozent den Regelstandard, 2016 noch 65,5  und 2021 noch 57,6 Prozent. 

Es liegt viel an der ungerechten Bezahlung der Lehrer*innen. „Alles funktioniert, wenn die Politik genug Geld für eine Sache zur Verfügung stellt“, konnte man neulich lesen. Zusätzlich: Die Zustände an den Schulen führen dazu, dass junge Erwachsene nicht die geringste Lust haben, Lehrer*innen zu werden. Dies, weil sich längst rumgesprochen hat, dass die Zustände an den Schulen in NRW so schrecklich sind. 

Enorme Unterscheide gibt es zwischen den Bundesländern. Was macht Bayern richtig?: Sie bezahlen den Lehrerinnen und Lehrern genug und sie bezahlen genug Lehrkräfte. Die Misere zeigt sich bei armen Familien am krassesten. 

Wir stellen fest: Es fehlt in den Schulen 1. an Räumen und es fehlt 2. an Personal. 

Ein Text aus der UN-Kinderrechtskonvention, gesehen in einem Gebäude der Stadtverwaltung in der Mozartstraße. Fast alle Staaten haben sie unterschrieben, längst nicht alle halten sich daran.

Aber auch die Kitas müssen besser ausgestattet werden, vor allem mit Personal. Gebraucht werden verbindliche Sprachstandserhebungen mit verbindlichen Sprachfördermaßnahmen in den Kitas. Wir brauchen in den Grundschulen in jeder Klasse Inklusionsassistenten (KOBSI-Modell), die Assistenten brauchen unbefristete Verträge (keine 1-Jahres-Verträge) und müssen besser als bisher bezahlt werden. (4.000 Euro monatlich ist schon besser als vor Jahren, es sollte aber noch Sachkosten-Erstattung hinzukommen). 

Vier Jahre Grundschule liegen hinter den Kindern. Und in diesen immerhin 4 Jahren kriegen die in den Schulen längst nicht allen Kindern lesen und schreiben und ein bisschen Mathematik beigebracht. Man fasst es nicht. Kinder, die unter ihren Möglichkeiten bleiben, die schlecht ausgebildet sind, das bedeutet für eine Gesellschaft mittel- und langfristig weniger fähige Arbeitnehmer*innen und infolgedessen Wohlstandsverlust

Zu den Kitas: Erzieherinnen müssten eingestellt werden, doch es gibt sie nicht. Da hätte die Landespolitik schon viel früher reagieren müssen. Man sieht ja, wie die Geburtenzahlen sind (und sollte sich freuen). Wann die Kids vor den Kitas stehen und vor den Schulen, das kann man alles wunderbar berechnen. Ausbaden müssen alles die Eltern. Meistens müssen die Mütter den Kids helfen, aber die Mütter werden ganz dringend im Erwerbsbereich gebraucht. 

Da mit gut funktionierenden Kitas kurz und mittelfristig nicht gerechnet werden kann, muss die Kindertagespflege einspringen. Über 600 Kinder unter 3 Jahren werden heute schon in Aachen bei Tagespflegepersonen untergebracht. Diese Personen müssen in Aachen besser bezahlt werden als bisher, ihnen steigen die Sachkosten über den Kopf.

Warum wurde nicht früher gehandelt? Warum wird nicht wenigstens jetzt gehandelt. Die StädteRegion sollte sich z. B. massiver für eine Grundschullehrer*innen-Ausbildung in Aachen (oder in der StädteRegion) einsetzen und erreichen, dass man sich in Düsseldorf über die Widerstände der RWTH hinwegsetzt. Das wäre immerhin schon mal ein Anfang.

Ebenfalls: UN-Kinderrechtskonvention

s. dazu auch: Vier-Tage-Woche wegen Personalmangel.

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Wiese soll Wohnquartier werden. Stadt informiert am 23. November

Im Quartier Driescher Hof soll auf der Wiesenfläche zwischen Grauenhofer Weg und Stettiner Straße ein neues Wohnquartier entstehen. Das neue Quartier soll mit einem Mix aus Mehrfamilien- und Reihenhäusern punkten. Die Wohnungen im geförderten wie im frei finanzierten Segment sollen Raum für unterschiedliche Wohnformen und Nutzer*innengruppen schaffen.

Zudem ist die Errichtung einer fünfgruppigen Kindertagesstätte vorgesehen, um die soziale Infrastruktur im Ortsteil zu stärken. Vorhandene Wegeverbindungen werden im Plangebiet weitergeführt und verbinden die Bestandsquartiere mit dem neuen Wohngebiet.

Der Planungsausschuss hat für den Bebauungsplan „Grauenhofer Weg/Stettiner Straße“ die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen. Die findet von Montag, 21. November, bis Mittwoch, 21. Dezember, in der Städtischen Gemeinschaftsschule Driescher Hof, Gleiwitzer Straße 10, statt. Öffnungszeiten: mo. bis fr. von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr. Die Unterlagen stehen auch online unter www.aachen.de/bauleitplanung zur Verfügung. Dort können Bürger*innen Kommentare direkt online abgeben.

Die Stadt lädt zudem zu einer öffentlichen Anhörung an Mittwoch, 23. November, 18 bis 21 Uhr, in das Kinder- und Jugendbegegnungszentrum (OT) Driescher Hof, Königsberger Straße 7a (barrierefreier Eingang Stettiner Straße 4), ein.

Infos und Kontaktadressen unter www.aachen.de/bauleitplanung.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Kostromastraße: Straßenname in Aachen erinnert an bessere Zeiten

Die Kostromastraße befindet sich in einem Aachener Neubaugebiet, ebenso wie die Ningbostraße (China) und die Arlingtonstraße (USA). Kostroma, Ningbo und Arlington sind drei von 10 Aachener Partnerstädten, wobei das Verhältnis zu der Stadt in Russland wegen des Angriffskriegs von offizieller Seite auf Eis gelegt wurde. Das finde ich schade. Eine Städtepartnerschaft sollte sich doch gerade dadurch auszeichnen, dass man auch in allerschlechtesten Zeiten ein Minimum an Kontakt aufrecht erhält.

Man kann nur hoffen, das inoffiziell die Kontakte nicht abgebrochen wurden. Vermutlich erleben nämlich dort die Menschen gerade auch keine gute Zeit, möglicherweise wurden viele Männer eingezogen und als Kanonenfutter an die Front geschickt . Oder sie sind nach Georgien geflüchtet.

Eine Straße nach einer russischen Stadt zu benennen, das deutet drauf hin, dass man nicht verfeindet ist, sondern dass man die Nähe sucht und freundschaftliche Beziehungen erwünscht sind. Vielleicht gibt es dort sogar eine Aachener Straße, wer weiß? Aufgefallen ist uns Kostroma zuletzt, weil es dort vor wenigen Tagen (Samstag, 5. November) einen Großbrand (Anschlag?) in einem populären Club gab mit mindestens 15 Toten. Ein Mann wurde als mutmaßlicher Brandstifter festgenommen.

Kostroma liegt etwa 300 Kilometer nordöstlich von Moskau. Es ist wie Aachen eine uralte, schöne Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten und einer technischen Universität. Es ist mit ziemlicher Sicherheit davon auszugehen, dass dort nicht jede/r einen Krieg gegen die Ukraine unterstützt und dass zumindest die Studierenden via Internet rausbekommen haben, auf welch hirnrissiges, grauenhaftes Unternehmen sich Putin eingelassen hat. Soweit zu sehen haben übrigens Kostromas andere Städtepartner in USA, Frankreich, Bulgarien usw. ihre Städtefreundschaft nicht eingefroren.

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Bäume in Aachen . . .

. . . an der Trierer Straße in Forst gesehen. Krass. Da hat die Kettensäge ganze Arbeit geleistet: Drei Bäume auf einen Schlag platt! Sicher waren auch sie krank, wie die zwei Kastanien auf dem Markt vor dem Rathaus oder die vier hohen, alten Bäume vor dem Haus Klappergasse/Ecke Jakobstraße. Nach über 50 Jahren sind diese Stadtbäume nicht mehr zu retten, sagen zumindest die Fachleute des Stadtbetriebs.

Abgase, Hitze und versiegelte Böden machen Stadtbäumen (und Menschen) das Leben schwer. Es gibt aber auch Baumarten, die diesen Stress ertragen können.

Vor ziemlich genau sieben Jahren fing die Wissenschaft an, der Öffentlichkeit zu erklären, warum Bäume in Innenstädten wichtig sind. Eine RWTH- Vorlesung befasste sich mit Bäumen in der Stadt und fragte: „Warum pflanzt man überhaupt Bäume in den Straßen einer Stadt? Könnten da nicht besser Autos parken?

Und weiter konnte man lesen: „Den Zuhörern (Frauen wurden damals nicht erwähnt) wird erklärt, wer den Stadtbaum erfunden hat und warum Stadtbäume heute angesichts des Klimawandels so wichtig sind.“  Besonders erfolgreich war die Wissenschaft nicht. Das merkt man am Widerstand, wenn man in Aachen Parkplätze (z. B. an der Lüttich Straße) umwandeln will.

Lütticher Straße in Aachen. Foto: AachenNews Archiv

Manche Bäume werfen Laub ab. Als Reaktion hat die Menschheit den Laubbläser erfunden. Ein Gerät, das mehr Schaden anrichtet als es gut macht. Laubbläser machen einen Höllenlärm und wirbeln Dreck auf. Wegen eines Laubbläsers kam es 2014 fast zu einer Massenschlägerei. Ein amüsanter Bericht, hier lesen.

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