Wie viele sind wir eigentlich, und wo wohnen wir? NRW-Volkszählung startet heute.

Keine wichtige Entscheidung ohne vorherigen Blick in die Statistik. Seit heute läuft eine Art Volksbefragung, der Zensus 2022, auf vollen Touren. Rund 1,5 Millionen Personen (und bei der Gebäude- und Wohnungszählung etwa vier Millionen Eigentümer*innen von Wohnraum bzw. deren Beauftragte) werden in NRW befragt.

Bei der Haushaltebefragung wird in NRW etwa jeder 12. Haushalt befragt. Während in der größten Stadt Köln rund 90.600 Personen Auskunft geben müssen, sind es in der kleinsten Gemeinde Heimbach etwa 1000 Personen.

In Aachen werden 22.900 Personen befragt, und in der StädteRegion insgesamt 49.200. In Monschau (mit seinen Ortsteilen) übrigens nur 1200. Wie viele Personen in den Gemeinden und Städten im einzelnen befragt werden, könnt ihr hier finden: https://www.it.nrw/sites/default/files/atoms/files/196_22_0.pdf

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Keine Befragung ohne vorherige Ankündigung: Bei einem Termin an der Wohnungstüre/Haustüre werden nur die wichtigsten Fragen für die Ermittlung der Einwohnerzahlen gestellt. Die Interviewer*innen kündigen sich mit einem Anschreiben und einer Terminankündigungs-Karte an. Die Interviews dauern etwa fünf bis zehn Minuten und können kontaktarm an der Haus- bzw. Wohnungstür stattfinden.

Fragen zur Bildung und zur Erwerbstätigkeit können später über den einfach zu bedienenden Online-Fragebogen beantwortet und übermittelt werden. Die Zugangsdaten zur Anwendung erhalten die Befragten von den Interviewer*innen. Falls in Einzelfällen kein Gesprächstermin vor Ort zustande kommt, können die zuständigen Erhebungsstellen die Zugangskennungen und weiterführende Informationen zur Online-Meldung auch zusenden.

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Auch der Versand der Anschreiben an die Befragten der Gebäude- und Wohnungszählung startet in Nordrhein-Westfalen ab heute. Die Anschreiben enthalten die Zugangsdaten für den Online-Fragebogen. Das Ausfüllen dauert in der Regel weniger als zehn Minuten.

Den Befragten werden durch eine gezielte Filterführung auch nur die Fragen angezeigt, die von ihnen tatsächlich zu beantworten sind. Personen, die ihre Angaben lieber in einem traditionellen Papierfragebogen übermitteln möchten, erhalten diesen – wenn sie nicht online antworten – automatisch mit einem Erinnerungsschreiben. Der Fragebogen muss nicht extra bei IT.NRW angefordert werden.

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Was ist mit dem Datenschutz? Alles natürlich total sicher, wird mitgeteilt. Na ja, das werden wir abwarten müssen.

Das Statistische Landesamt ist optimistisch: Es weist darauf hin, dass alle beim Zensus 2022 erfragten Informationen strengsten Datenschutz- und Datensicherheitsbestimmungen unterliegen. Der Schutz der Daten jeder einzelnen befragten Person habe oberste Priorität. Individualdaten dürften den abgeschotteten Bereich der amtlichen Statistik nicht verlassen.

Für alle Befragten und alle Bürger*innen, die Fragen zum Zensus haben, wurde unter der Telefonnummer 0211 / 828 3838 3 eine Service-Hotline eingerichtet. Die Hotline ist montags bis freitags von 7 bis 21 Uhr und samstags von 9 bis 16 Uhr erreichbar.

Weitere Informationen zum Zensus 2022 in Deutschland findet ihr unter http://www.zensus2022.de 

Spezielle Informationen zum Zensus 2022 in Nordrhein- Westfalen unter https://www.it.nrw/zensus-2022. (IT.NRW)

Quelle: Pressestelle des Landesbetrieb IT.NRW, Statistik und IT-Dienstleistungen

Ausgesuchte Personen werden befragt und Gebäude werden ab heute gezählt. Quasi halbfertige Wohnkomplexe wie der hier fotografierte in der Aachener Alfonsstraße (zwischen Ostviertel und Frankenberger Viertel gelegen) bleiben ungezählt.

In ganz Deutschland werden etwa 30 Millionen Menschen befragt. Die Befragten sind alle zufällig ausgesucht worden. Was man wissen will: Name, Geburtsdatum, Geschlecht, Familienstand, Wohnsituation, Migrationshintergrund, Staatsangehörigkeit, Bildungsabschluss, Erwerbstätigkeit. Auch Menschen in Wohnheimen werden erfasst.

Bei der Gebäude- und Wohnungszählung müsst ihr als Eigentümer*innen angeben: Art des Gebäudes, Baujahr, Größe, Nettokaltmiete, Leerstandsdauer, Leerstandsgründe (da wüsste man doch gerne, was z. B der Eigentümer der Gebäude in der unteren Adalbertstraße alles Blaues vom Himmel erzählt, bitterlach) , Heizungsart und Energieträger.

Die ausgesuchten Personen sind auskunftspflichtig, andernfalls: Zwangsgeld. Die Erhebung soll bis Mitte August abgeschlossen sein. Ergebnisse liegen erst Ende 2023 vor.

Die Europäische Union verpflichtet ihre Mitgliedsstaaten, alle 10 Jahre einen Zensus durchzuführen. Eigentlich sollte das alles 2021 über die Bühne gehen. Hat aber wegen Corona nicht geklappt.

Bundesweit werden 100.000 Interviewer*innen im Einsatz sein. Die haben sich zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet. Toi, toi, toi. sagen wir dazu mal.

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Reste einer Römerstraße, einer mittelalterlichen Siedlung und einer Holzwasserleitung entdeckt

In Süsterfeld errichtet die Aachener Firma Derichs und Konertz mit Famos Immobilien aus Korchenbroich derzeit das Bürogebäude „Office West“, das die RWTH Aachen University langfristig angemietet hat. Und – wie fast immer wenn man in Aachen in die Tiefe geht – kommen die Überreste unserer vor-römischen, römischen und mittelalterlichen Altvorderen zum Vorschein.

Genau hier erkennen Archäologen nichts weniger als eine römische Straße. Man weiß nicht wie und woran genau, aber sie sind sich sicher. Foto: Stadt Aachen/Andreas Schaub

Bei archäologischen Untersuchungen im Nordwesten der Aachener Innenstadt (Süsterfeld) sind jüngst spannende Entdeckungen gemacht worden. Schon bevor die ersten Bagger anrückten, vermuteten die Experten um Stadtarchäologe Andreas Schaub, dass in dem Bereich Interessantes über Aachens Geschichte im Erdreich schlummern könnte.

„Grund dafür ist eine römische Siedlung, die beim Bau von Pariser bzw. Toledoring Anfang der 1980er Jahre entdeckt und deren Fortsetzung im Baufeld vermutet wurde“, erklärte Schaub vor Ort. 

Die römische Siedlung habe unmittelbar an der römischen Straße Aachen – Heerlen – Xanten gelegen, so wurde mitgeteilt. Um deren exakten Verlauf im Plangebiet zu ermitteln, seien seitens der Stadtarchäologie zwei Sondierungsgräben angelegt worden. Dieses Vorgehen sei schon in einem frühen Planungsstadium des Projektes mit den Verantwortlichen abgestimmt worden.

Die Römerstraße sei tatsächlich östlichen der beiden Sondierungsflächen in rund zwei Metern Tiefe angetroffen worden. „Sie bestand aus einer kompakten Schicht aus Feuersteinkies“, erläuterte Schaub. Durch die intensive Nutzung der Straße hätten sich tiefe Karrenspuren in die Trasse eingegraben.

Dort fand sich unter anderem ein zerbrochenes Hufeisen. Andreas Schaub: „Dieser Fund stammt sicher aus nachrömischer Zeit und zeigt an, dass die Straße auch noch lange nach den Römern bestanden hatte. In Flurkarten des 18. und 19. Jahrhunderts lebte sie als ‚Süstergasse‘ fort. Diese führte weiter nach Nordwesten, an der Ölmühle vorbei über den Wildbach. Knapp neben dem Wildbachübergang lag auch das seit der Karolingerzeit bestehende Hofgut Schurzelt.“

Die Grabungen zeigen, dass die Straßentrasse nach der Römerzeit mindestens zweimal grundlegend erneuert wurde. Mindestens in einem Fall geschah dies, nachdem sich anstelle der Straßentrasse eine Art Teich gebildet hatte. Es wird derzeit an der RWTH (Lehr- und Forschungsgebiet Neotektonik und Georisiken) untersucht, ob es sich dabei um die Folge einer seismisch beeinflussten Bodenverschiebung handelte, die einen natürlichen Abfluss anfallenden Hangwassers vom Hörnhügel verhinderte.

Im zweiten Sondierungsschnitt fanden sich überraschenderweise Spuren einer bis dato völlig unbekannten mittelalterlichen Siedlung. Nach den Funden zu schließen, bestand sie etwa zwischen dem 12. und 15./16. Jahrhundert. Einzelne Keramik- und Feuersteinfunde deuten zudem auf eine vorrömische Besiedlung im näheren Umfeld hin, von der sich in den Sondagen aber keine weiteren Spuren nachweisen ließen.

War für die Sondagen die Stadtarchäologie verantwortlich, so erfolgt die weitere archäologische Begleitung des Bauvorhabens durch die archäologische Fachfirma sk ArcheoConsult aus Aachen. Diese konnte bereits bei ersten Kanalbauarbeiten ebenfalls die Römerstraße untersuchen.

Völlig überraschend sei dabei auch eine römische Holzwasserleitung gefunden, die möglicherweise eine unweit des Plangebiets liegende Badeanlage speiste, teilte das Presseamt mit.

Weitere Infos zur Aachener Stadtarchäologie: www.zeitreise.ac.

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Beliebter Historiker, Autor und Fernsehmoderator Christopher Clark wird in Aachen ausgezeichnet

Sonderpreis für „The Kyiv Independent“

Der Historiker, Autor und Fernsehmoderator Christopher Clark erhält am kommenden Donnerstag, 19. Mai, in Aachen die Karlsmedaille für europäische Medien, die „Médaille Charlemagne pour les Médias Européens“.

Mit dieser Medaille wird seit dem Jahr 2000 im Umfeld der Karlspreis-Feierlichkeiten eine europäische Persönlichkeit oder Institution ausgezeichnet, „die sich auf dem Gebiet der Medien in besonderer Weise um den Prozess der europäischen Einigung und um die Herausbildung einer europäischen Identität verdient gemacht hat.“ Das teilte jetzt das Presseamt der Stadt Aachen mit.

Wer bei der Preisverleihung im Krönungssaal dabei sein möchte, muss sich jetzt schnellstens anmelden.

Erstmals vergibt der Verein „Médaille Charlemagne pour les Médias Européens“ in diesem Jahr einen Sonderpreis. Damit würdigt der Verein das Engagement der Journalistinnen und Journalisten des ukrainischen Online-Mediums „The Kyiv Independent“ (https://kyivindependent.com) für deren unabhängige und kritische Berichterstattung während des andauernden Angriffskriegs gegen die Ukraine. 

Die Laudatio auf Christopher Clark im Aachener Krönungssaal hält die Fernsehmoderatorin und Journalistin Shakuntala Banerjee. Die Hörfunk- und Fernsehmoderatorin Sonja Marx wird die Verleihungszeremonie moderieren.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, sich im Internet unter https://eveeno.com/MedailleCharlemagne2022 zur Teilnahme an der Preisverleihung (Beginn: 17 Uhr) anzumelden. 

Weitere Infos gibt es unter www.medaille-charlemagne.eu .

Wichtig: Bei dieser Veranstaltung gilt die 3G-Regel: geimpft, genesen, getestet. Das Presseamt schreibt dazu: „Halten Sie bitte einen Nachweis über Impfung, Genesung oder negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, bereit. Weiterhin besteht im Rathaus der Stadt Aachen Maskenpflicht (medizinische Maske oder FFP2-Maske).

Am Sitzplatz kann auf das Tragen der Maske verzichtet werden.

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Tag der Städtebauförderung beginnt heute um 15 Uhr

Die Stadt Aachen beteiligt sich in diesem Jahr am bundesweit stattfindenden „Tag der Städtebauförderung “. Am heutigen Samstag, 14. Mai, stehen zwei große Stadtentwicklungsprojekte im Fokus: die Umgestaltung des Theaterplatzes und die Entwicklung des Altstadtquartiers Büchel. Zusätzlich findet in der Innenstadt der 14. Aachener Fahrradtag (am Elisenbrunnen) statt.

Unter anderem wird Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen heute um 15 Uhr das sogenannte ZwischenFest am Büchel offiziell eröffnen. Es folgt ein buntes Programm mit Talks, Theater und Livemusik.

Zuvor gibt es auf dem Theaterplatz bereits zahlreiche Aktionen und Programmpunkte, unter anderem geht dort die Siegerehrung des Fotowettbewerbs zum Theaterplatz über die Bühne. Die Ausstellung der Entwürfe für den neu gestalteten Theaterplatz ist zu sehen (PlanBar, Theaterplatz 7). Es gab/gibt anlässlich dieses Tages außerdem zwei Stadtspaziergänge (11 und 13.30 Uhr). 

Beim Fahrradtag am Elisenbrunnen treffen gegen 14.30 Uhr die Teilnehmenden der Sternenfahrt ein mit anschließender Urkundenverleihung.

Eine Übersicht über das gesamte Programm gibt es unter https://bit.ly/3LpaIvD

Weitere Infos zu den Projekten im Internet: 

Theaterplatz:  www.aachen.de/theaterplatz

Büchel:  www.buechel-aachen.de

Fahrradtag:  www.aachen.de/fahrrad

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Aachen, CHIO-Gelände: Der Wahnsinn auf zwei Rädern

3Rides“ auf dem CHIO-Gelände an der Krefelder Straße gibt es noch heute und morgen.

Ein mehrtägiges Fahrrad-Spektakel geht noch heute und morgen (Samstag und Sonntag) in der Aachener Soers über die Bühne. Dort dreht sich zum ersten Mal alles nicht um Pferde, sondern um Fahrräder. Es wird mit insgesamt 20.000 Besucherinnen und Besuchern gerechnet.

Als in Zeiten der galoppierenden Pandemie die Rede davon war, dass in Aachen eine großes, dreitägiges Fahrrad-Festival stattfinden sollte, dachte man sich: Wie optimistisch kann man sein? Jetzt steht die Show, aber 9,50 Euro kostet das Normal-Zahler-Tagesticket, das soll nicht verschwiegen werden.

Essen, trinken, etwas Kultur und etliche Attraktionen soll es geben. Im Mittelpunkt stehen aber die Zweiräder in allen bekannten Varianten, so wurde mitgeteilt. Warum das Festival „3Rides“ heißt, ist hier übrigens noch nicht klar geworden, mag aber mit den Touren zu tun haben, die vom CHIO-Gelände aus unternommen werden.

Über 70 Aussteller sollen vor Ort sein und vom Zweirad bis zum Helm alles anbieten, was mit Fahrrädern zu tun hat. Angeblich soll man dort auch Räder und Zubehör kaufen können. Probefahren auf 3 Teststrecken soll ebenfalls möglich sein. Schon jetzt weiß man, dass das Festival eine Fortsetzung finden soll. Aus allem, was in diesem Jahr nicht rund läuft, will man lernen.

Infos und Ticket-Vorverkauf: 3rides-festival.com

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UPDATE: Das Fahrrad-Festival ist am heutigen Samstag ziemlich spärlich besucht. Das hat den Vorteil, dass man sich nicht durch Trupps von Menschen schlängeln muss, um an die begehrten Objekte ranzukommen. Das Fachpersonal hat auch jede Menge Zeit. die Teile zu erklären.

Am Eingang kann man bequem Karten kaufen, das eigene Rad muss allerdings vor dem Eingang abgestellt werden, darf nicht mit aufs Gelände.

Das gab es zu sehen: Einige wenige alte Räder und jede Menge neue, dazu Helme, Spezialkleidung, Karten und Fahrrad-Pflegemittel. Unten: 3 mal Lastenräder.
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Von der Schanz bis zum Außenring: Bewohner werden beim Parken bevorzugt

Die Stadtverwaltung informiert Bürgerinnen und Bürger über die geplante Bewohnerparkzone „U“ und die Erweiterungen der bestehenden Zonen „J1“ und „W“ in der Zeit vom 16. bis 31. Mai. 

Quelle: Presseamt

Die folgenden Straßen sollen zur neuen Zone „U“ gehören:

Barbarossaplatz, Eichendorffweg, Emmi-Welter-Straße, Franziskusweg, Haselsteig, Hasselholzer Weg, Hohenstaufenallee zwischen Schillerstraße und Lütticher Straße, Klemensstraße, Körnerstraße, Limburger Straße, Lütticher Straße zwischen Körnerstraße und Amsterdamer Ring, Moreller Weg, Morillenhang zwischen Hasselholzer Weg und Im Johannistal und Sanatoriumstraße.

Zudem soll die Zone „J1“ um die Straßen Im Johannistal zwischen Pottenmühlenweg und Morillenhang, Lütticher Straße zwischen Boxgraben und Körnerstraße und Morillenhang zwischen Im Johannistal und Lütticher Straße erweitert werden.

Der Zone „W“ sollen die Wichernstraße und die Weberstraße zwischen Babarossaplatz und Eisenbahnbrücke hinzugefügt werden.

Die Weberstraße (zwischen Babarossaplatz und Eisenbahnbrücke) gehört zu den Straßen, die bald Parkzonen werden sollen. So oder so sieht die Straße öde aus. Wo jetzt Autos stehen, könnte man auch Gras, Blumen und Bäume wachsen lassen.

Die Fachverwaltung informiert in zwei Formaten. Eine vertonte Präsentation zur Planung ist auf der Internetseite der Stadt ab Montag, 16. Mai, über www.aachen.de/bewohnerparken abrufbar. Zudem werden die Pläne im Foyer des Verwaltungsgebäudes Marschiertor, Lagerhausstraße 20, ausgelegt.

Anregungen, Fragen und Hinweise zur Planung der Parkzone kann man handschriftlich loswerden über den Briefkasten im Foyer des Verwaltungsgebäudes Marschiertor oder per Mail über: buergerinfo-bewohnerparken@mail.aachen.de.

Alle Eingaben werden dokumentiert, im weiteren Abwägungsprozess berücksichtigt und den politischen Gremien vorgelegt.

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Mit dem Platz, den all die Wagen einnehmen, sollte man eigentlich etwas anderes machen. Ich meine, die Anwohner werden bevorzugt, weil sie öffentlichen Raum für ihr Auto benutzen dürfen. Sie dürfen ihre Karren für sehr wenig Geld (30, – Euro im Jahr) im öffentlichen Raum abstellen. Dort könnte man auch sinnvollere Sachen machen: Radwege, Blumenbeete und Bäume, Bänke zum Sitzen, Platz für Kinder zum Spielen usw.

Wie gesagt: Es ist öffenlicher Raum, der gehört uns allen und ist zu schade als Pkw-Parkplätze. Schon gar nicht für eine Gebühr von lediglich 30 Euro. Wer ein Auto hat, kann im Jahr auch 300 Euro bezahlen, um sein Auto in seiner Straße zu parkieren. Zur Erinnerung: 2023 sollen in Berlin die Anwohner-Parkgebühren von zehn auf 120 Euro pro Jahr steigen.

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Stadttheater bekommt eine neue Chefin

Zur neuen Generalintendantin des Theater Aachen hat der Stadtrat Elena Tzavara bestellt. Die 44-jährige Opernregisseurin, Librettistin und Kulturmanagerin sowie heutige Künstlerische Leiterin der Jungen Oper Stuttgart hatte sich im Auswahlverfahren als bestgeeignete Bewerberin durchgesetzt und wird ihre Arbeit zur Spielzeit 2023 / 2024 aufnehmen.

Elena Tzavara ist Nachfolgerin von Michael Schmitz-Aufterbeck, der zum August 2023 in den Ruhestand geht.

Die zukünftige Generalintendantin nahm ihre Bestellung mit viel Freude auf. Sie sagte: „Das Theater der Aachener Bürgerinnen und Bürger in dieser kulturell so reichhaltigen und europäisch pulsierenden Stadt überantwortet zu bekommen, ist mir eine große Ehre. Ich freue mich sehr auf die künftige Zusammenarbeit mit den engagierten Kolleginnen und Kollegen und auf viele inspirierende Begegnungen in diesem bedeutenden Haus.“

Elena Tzavara stammt aus Hamburg und studierte Musiktheater-Regie an der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Von 2009 bis 2013 verantwortete sie die Programme der Kinderoper Köln. Danach übernahm sie die Gesamtleitung der Festivals „Musik in den Häusern der Stadt“ und „Literatur in den Häusern der Stadt“ in Köln, Bonn, Hamburg und München. 

Bei den Salzburger Festspielen inszenierte sie die Kinderproduktion „Der Barbier von Sevilla“ (2015), „Die Feenkönigin“ (2016) sowie „Der Schauspieldirektor (2017)“. Seit 2017 ist Elena Tzavara Künstlerische Leiterin der Jungen Oper Stuttgart sowie Leiterin des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Stuttgart.

Sie hat sich in einem breit angelegten Findungsverfahren gegen 58 Bewerber*innen erfolgreich durchgesetzt und die Jury überzeugt: Elena Tzavara. Foto: Matthias Baus
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Alles unklar: Was will Wüst, was will Kutschaty? Wieder Wahlparty im Krönungssaal.

Wer ist eigentlich dieser Wüst? Der ist in NRW seit wenigen Monaten der Nachfolger von Ex-Ministerpräsident Armin Laschet und noch ziemlich unbekannt. Sein Konkurrent Kutschaty ist erst recht unbekannt. Die beiden wollen Ministerpräsident von NRW werden, gewählt wird am kommenden Sonntag. Es soll alles sehr knapp werden.

Wüst – so viel weiß man immerhin – wollte seine Partei (die CDU) mehr in Richtung konservativ aufgestellt sehen. Gegen die liberalen und sozialen Tendenzen der CDU verfasste er (mit anderen) ein Papier, das die konservative Seite der CDU betont wissen wollte. Außerdem: Hendrik Wüst war im Sommer 2021 Verkehrsminister von NRW. Nach der Flutkatastrophe am 14.07. blieb er noch satte vier Tage im Urlaub. Die Taskforce zur beschädigten Infrastruktur startete ihre Arbeit am 23.07. – neun Tage nach der Katastrophe. Unfassbar.

Über Thomas Kutschaty ist hier nur bekannt, was man auf Wikipedia über ihn lesen kann. Scheint ein streitbarer Jurist (aus dem Ruhrgebiet) zu sein, der als erster in der Familie Abitur machte.

Wie dem auch sei: In Aachen sind 171.618 Bürger*innen zur Landtagswahl aufgerufen. „Bis Mittwoch, 11. Mai, haben bereits 50.471 wahlberechtigte Aachener*innen Briefwahlunterlagen beantragt“, teilt das Presseamt mit.

Bei der Stadt Aachen hofft man auf eine insgesamt hohe Wahlbeteiligung. Die Wahllokale sind am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Zur Wahl sollte man seine Wahlbenachrichtigung, nach Möglichkeit auch den Personalausweis, mitbringen.

Sollte die Wahlbenachrichtigungskarte nicht mehr auffindbar sein, so hindert das nicht an der Ausübung des Wahlrechts. Die Vorlage einer Wahlbenachrichtigung ist nicht zwingend notwendig. In dem Fall gilt, man muss sich gegenüber dem Wahlvorstand seines Wahllokales ausweisen. 

Wahlparty im Krönungssaal

Die Stadt Aachen informiert über die Ergebnisse aus den einzelnen Stimmbezirken und das vorläufige Ergebnis der Landtagswahl im Krönungssaal des Rathauses ab 18 Uhr und auch im Internet auf der Homepage der Stadt unter aachen.de.

Wie vielfach gewünscht findet also die sog. „Wahlparty“ zur Landtagswahl (nach längerer Corona-Abstinenz) wieder im Krönungssaal des Aachener Rathauses statt. Die Veranstaltung startet am Sonntag, 15. Mai, um 18 Uhr. Die Oberbürgermeisterin lädt nicht nur Vertreter*innen der Fraktionen und Parteien ein, sondern alle Aachener*innen und deren Gäste und sonstige Interessierte.

Die aktuellen Daten und Zwischenstände werden im Krönungssaal über den gesamten Abend aktuell auf Leinwand präsentiert. Getränke werden vor Ort verkauft. Eine Teilnahme ist spontan möglich, Voranmeldungen sind nicht erforderlich. Sollten die Raumkapazitäten wider Erwarten erschöpft werden, erfolgt ein „schwebender Zugang“ durch Ausgangs- und Einlasskontrollen. 

Bitte beachten: Im Rathaus gilt grundsätzlich Maskenpflicht. An den Sitz- und Stehplätzen sowie beim Verzehr von Speisen und Getränken kann die Maske natürlich abgelegt werden.

Und wieder werden wir uns aufraffen und die Wahllokale ansteuern. Vorher noch den Perso suchen und diesen mitbringen. Foto: AachenNews Archiv

Hier könnt ihr sehen, wen ihr alles wählen könnt im Wahlkreis 2 Aachen II.

Zuletzt krass überzeugt hat besonders die grüne Spitzenkandidatin Mona Neubaur, die beim Auftritt von Außenministerin Annalena Baerbock auf dem Katschhof in Aachen die Gelegenheit hatte, ihre Vorstellungen von Politik in NRW darzustellen. Sagenhaft, was bei den Grünen an Frauen-Power vorhanden ist, bzw. plötzlich aufploppt.

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Anhaltende Trockenheit gibt Straßenbäumen den Rest. Aufruf an alle: Bitte gießen.

Ein Bild aus vergangenen Tagen: ein Baum in der Mataréstraße. Foto: AachenNews Archiv

Was in den vergangenen Jahren erst im Hochsommer zum Problem wurde, zeichnet sich in diesem Jahr bereits jetzt ab: Aachens Straßenbäume leiden unter der anhaltenden Trockenheit, es bedeutet für sie Stress und einen Kampf ums Überleben.

Das Wasser im Boden schwindet. Dies führe dazu, dass zahlreiche Bäume nur noch von der eigenen Restfeuchtigkeit leben, so teilt das Presseamt mit. Normalerweise nehmen die Böden über die Wintermonate genug Feuchtigkeit auf, um eine Reserve für die heißen Tage zu haben. Das sei in den vergangenen Monaten nicht in ausreichendem Maße der Fall gewesen, wie Andreas Schulz, Leiter der Baumunterhaltung des Aachener Stadtbetriebs, berichtet.

Das einzige, was in der aktuellen Situation hilft, ist gießen. „Wir sind wieder in einer Ausnahmesituation“, sagt Schulz. „Jeder Liter, der an einen Baum kommt, zählt. Es ist nicht absehbar, dass sich die Lage entspannt. Es müsste über Tage lang anhaltend regnen, um den Boden wieder ausreichend zu befeuchten.“ Deswegen gießt der Aachener Stadtbetrieb seit einigen Tagen mit drei neuen Gießfahrzeugen im Stadtgebiet vorrangig die neu gepflanzten Bäume der vergangenen drei bis fünf Jahre.

Zum Einsatz kommen dabei zwei Kolonnen mit jeweils einem 3000 Liter Fass sowie eine Weitere mit einem 8000 Liter Fass. Die schwer zugänglichen Pflanzorte werden zusätzlich von einer Kolonne mit einem 1000 Liter Fass versorgt. 

Aufruf an die Bürgerinnen und Bürger

Der Aachener Stadtbetrieb bittet um Mithilfe: Das Gießen können die Bürgerinnen und Bürger unterstützen, indem sie Bäume in der eigenen Wohnstraße mit Wasser versorgen. 

Dazu haben die Baumpflegeexperten des Stadtbetriebs einige Tipps: Bewässert werden sollte flächig innerhalb der Kronentraufe des Baumes, der Baumscheibe oder der Verkehrsinsel. Es gilt: Jeder Eimer Wasser zählt und zu viel Wasser gibt es nicht. Leitungs- und Regenwasser sind gleichermaßen geeignet. Optimal ist es, zweimal hintereinander zu wässern, um den Boden zu öffnen. Nach der Erstaufnahme sollen betroffene Bäumen in einem Intervall von zwei bis drei Tagen gewässert werden, bis sich die aktuelle Situation durch Regen entspannt.

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Tiere jetzt in Ruhe lassen. Eine Tonne Erde in der Innenstadt. Alter Baum ist tot.

Die Brut- und Setzzeit der heimischen Wildtiere beginnt. Sowohl tragende und brütende Tiere als auch ihr Nachwuchs sind in dieser Zeit nicht schnell oder kräftig genug, um sich vor vermeintlichen Gefahren in Sicherheit zu bringen. 

Jetzt können die gut getarnten Vogelnester von Bodenbrütern schnell übersehen und zertreten werden. Häufige Störungen führen dazu, dass Wildtiereltern ihren Nachwuchs verlassen oder ihr Nest aufgeben. Einige Waldbesucherinnen oder Waldbesucher berühren vermeintlich verlassene Jungtiere. Diese werden oft von ihren Eltern verstoßen, da sie den Geruch des „Feindes“ angenommen haben. Für alle Wildtiere gilt das Gleiche: Sie sind jetzt besonders gefährdet, sie brauchen Ruhe und Sicherheit.

Hunde sollten angeleint bleiben, am besten auch auf den Wegen. Beim Laufen und Radfahren sollten nur die offiziellen Wege in Wald und Wiese genutzt werden. Rehkitze, andere junge Wildtiere oder auch Vögel sind nicht allein. Deshalb sollten sie in Ruhe gelassen und auf alle Fälle nicht angefasst werden. Wer hilflose Tiere findet, könne dem städtischen Gemeindeforstamt den Fundort mitteilen – unter der Rufnummer 0241/432-36611.

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Die „Taskforce Innenstadtmorgen“ will Straßen attraktiver macht. Zum Beispiel die Großkölnstraße.

Am 13. Mai soll die Großkölnstraße in Gemeinschaft mit den ansässigen Händler*innen ein gutes Stück grüner werden. Im Rahmen einer Pflanzaktion wird ca. eine Tonne Erde neben der Citykirche abgeladen. In Handarbeit soll diese vor Ort in 30 große Tröge umgefüllt und gemeinschaftlich bepflanzt werden. Die Pflanztröge gehen anschließend in die Obhut und Pflege der ansässigen Händler*innen und Gastronom*innen über. Sie können sie direkt vor ihren Läden aufstellen. Start der Aktion ist um 10 Uhr, das Ende gegen 14 Uhr geplant. 

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„Ein monumentaler Baum.“ So beschreibt Andreas Schulz, Leiter der Baumpflege des Aachener Stadtbetriebs, die weißblühende Rosskastanie am Katschhof. „Es ist traurig, dass wir sie nun fällen müssen.“

Der geschätzt 120 Jahre alte Baum ist krank. Der Befall von Pseudomonas syringae, einer Pflanzerkrankung, die zu Welke und Flecken führt, und der Kastanienminiermotte haben den Baum stark geschwächt. „Seit Jahren versuchen wir mit allen Mitteln die Kastanie zu erhalten“, betont Schulz. Der schon massiv eingefaulte Holzkörper und Torsionsrisse im Stammbereich schwächen die Traglast des Baumes, wodurch seine Standsicherheit nicht mehr gewährleistet war. „Es war Gefahr im Verzug, wir mussten unmittelbar handeln“, sagt Andreas Schulz. 

Die Notwendigkeit der Fällung der rund 18 Meter hohen Kastanie unterstreichen auch Jürgen Drautmann und Sven Rachau vom Fachbereich Klima und Umwelt. Dass an den Standort ein neuer Baum gepflanzt wird, steht bereits fest. Nach derzeitiger Planung soll das im Herbst der Fall sein, ist jedoch abhängig von den archäologischen Grabungen, die an der Stelle des Baumstandortes in den kommenden Wochen und Monaten ausgeführt werden.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

Ein Bild aus vergangenen Tagen: Die alte Kastanie wird durch einen neuen Baum ersetzt. Foto: Stadt Aachen/T. Pappert
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