Bei der Wahl am 15. Mai: Wer möchte helfen?

Gesucht werden Personen, die sich bei der kommenden Wahl ehrenamtlich engagieren möchten. Gesehen am Kaiserplatz.

Am Sonntag, 15. Mai, ist Landtagswahl. Die Stadt Aachen sucht rund 2.000 Wahlhelfer*innen für die 162 eingerichteten Urnen- und 71 Briefwahlbezirke.

Alle wahlberechtigten Bürger*innen können vom Grundsatz her auch Wahlhelfer*in werden und sich so ehrenamtlich engagieren. Für dieses Engagement gibt es je nach Funktion im Wahlvorstand zwischen 40 und 50 Euro als so genanntes „Erfrischungsgeld“. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Der Bereich Wahlen bietet auch Schulungen an, in denen Abläufe des Wahltages erklärt und Fragen beantwortet werden. Und: Auch Wünsche zum Einsatzort können in der Regel berücksichtigt werden. Gesucht werden auch Helfer*innen, die als „Reserve“ fungieren und einspringen, wenn es am Wahltag kurzfristige Ausfälle gibt. 

Bei Fragen hilft man im städtischen Bereich Wahlen, Blücherplatz 43, weiter. Telefonisch unter 0241- 432-1625 sowie unter 0241-432-1603 oder 0241-432-1605 bzw. per Mail unter wahlhilfe@mail.aachen.de

Alle Infos zur Landtagswahl unter www.aachen.de/wahlen.

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Zur Wahl stehen im Mai folgende Personen: Jan van Hurk und Renate Wallraff (SPD), Holger Brantin und Annika Frohn (CDU), Astrid Vogelheim und Henning Nießen (Grüne), Claudia Cormann und Philip Cierniak (FDP). Bei der Partei Die Linke können Sunaja Baltic und Igor Grozden gewählt werden. Sie alle wollen für Wahlkreis I bzw. Wahlkreis II in den Landtag in Düsseldorf.

Mit Spannung wird erwartet, ob die Grünen in Aachen wieder ein so überragend gutes Ergebnis erzielen werden, wie zuletzt bei der Bundestagswahl im Oktober 2021.

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Von Aachen aus in die Ukraine – Hilfskonvoi ist unterwegs – 4 Fahrzeuge als Geschenke

Sie bringen die Fahrzeuge an die polnisch-ukrainische Grenze: Freiwillige Feuerwehrmänner und Berufsfeuerwehrleute aus Aachen. Fotos: Stadt Aachen/Björn Gürtler

Heute (Freitag, 18. März) ist ein Hilfskonvoi der Feuerwehr Aachen in Richtung der polnisch-ukrainischen Grenze aufgebrochen. Er transportiert vier gebrauchte Spendenfahrzeuge – zwei Löschfahrzeuge und zwei Krankentransportwagen – mit kompletter Beladung. Das teilte die Pressestelle der Stadt Aachen mit.

Die Fahrzeuge „entsprechen zwar nicht mehr dem in Deutschland erforderlichen Stand der Technik und wurden daher für den Einsatzdienst in Aachen ausgemustert“, heißt es in der Mitteilung. Sie seien aber immer noch voll funktionsfähig und erfüllten im Kriegsgebiet Ukraine einen sinnvollen Zweck.

Der Teamleiter Technik bei der Feuerwehr Aachen meinte, es kostet einiges an Bürokratie, um die Fahrzeuge zu überführen und zu verschenken. Aber: In den letzten Tagen seien alle Fahrzeuge und das Material auf Herz und Nieren geprüft, repariert, gesäubert und ausgetauscht worden. Für die Gruppe, die sich aus Berufsfeuerwehrleuten und Feuerwehrleuten der Freiwilligen Feuerwehr zusammensetzt, waren viele der Arbeitsstunden Freizeit.

Ziel des Konvois ist die Stadt Nisko, im östlichen Polen, genauer eine Feuerwehrschule, an der die Übergabe der Fahrzeuge an ukrainische Kräfte stattfindet. Dort treffe man sich mit einigen polnischen und ukrainischen Kollegen, und es werde eine kurze Einweisung für die Fahrzeuge geben.

Es fahren insgesamt acht Fahrzeuge mit, wobei drei Fahrzeuge für die Rückreise der Feuerwehrleute vorgesehen sind. Weiterhin begleitet der Werkstattwagen der Kfz-Werkstatt der Berufsfeuerwehr den Tross, der ebenfalls mit zurückkehrt. Im weiteren Verlauf trifft der Aachener Konvoi nahe Kassel, in Thüringen und bei Dresden auf weitere Spendenkonvois mit Feuerwehrfahrzeugen. Am Ende werden rund 16 gebrauchte Feuerwehrfahrzeuge an die polnische Grenze geliefert. Normalerweise würden diese Fahrzeuge über eine Börse für gebrauchte Fahrzeuge versteigert.

Die Strecke bis zum Zielort ist rund 1.500 Kilometer lang. Die Rückkehr in Aachen wird am Sonntag erwartet.

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Es kommen vor allem Frauen und Kinder. Wieder werden Betten in Turnhallen aufgestellt.

Die Turnhalle Königstraße wurde aktuell für die Unterbringung geflüchteter Menschen aus der Ukraine eingerichtet. Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

Der Strom der aus der Ukraine geflüchteten Menschen reißt nicht ab. Seit Kriegsbeginn vor über zwei Wochen haben sich bereits 1.288 geflüchtete Menschen, vor allem Frauen und Kinder, bei der Stadt Aachen gemeldet. In städtischen Noteinrichtungen, in Hotels sowie den Turnhallen Reumontstraße und Peliserkerstraße sind inzwischen weit über 700 Menschen untergebracht. Aktuell werden die Turnhallen Vetschauer Weg und Königsstraße belegt und gleichzeitig die Turnhallen Bergstraße und Haarbachtalstraße auf die Ankunft von Geflüchteten vorbereitet. 

Die Situation sei tatsächlich sehr angespannt, sagte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. „Es ist momentan schwierig, eine genaue Zahl der in Aachen anwesenden Flüchtlingen zu ermitteln. Viele ukrainischen Flüchtlingen sind über private Wege hierher gekommen und haben noch keinen Leistungsanspruch gestellt.“

Die Pressestelle der Stadt teilte mit, nach den Erfahrungen der Flüchtlingswelle 2015 und vorsichtigen Schätzungen „werden für die kommenden Wochen und Monate Unterbringungsmöglichkeiten für insgesamt 5.000 Menschen gesucht“.

Der für die Organisation rund um die Hilfeleistungen für Geflüchtete eingerichtete Krisenstab unter Leitung der Oberbürgermeisterin tagt inzwischen täglich – vor allem um Unterkünfte für die Flüchtlinge zu akquirieren. Immobilien zum Beispiel, die schnell verfügbar sind und eine hohe Belegbarkeit haben. Gleiches gilt für Lagerkapazitäten. Aber auch Flächen für ein Ankunftszentrum mit rund 500 Plätzen zur Erstaufnahme und kurzfristigen Entlastung sind in der Überlegung.

Zurzeit prüft eine breit aufgestellte TaskForce entsprechende Gebäude und Flächen im Stadtgebiet. Nach wie vor bittet Sibylle Keupen inständig alle Eigentümer*innen in der Stadt, freien Wohnraum zu melden. Jede Wohnung zähle. Um Mütter und Kinder vom Alltag in den Turnhallen zu entlasten, zu unterstützen und betreuen, bietet das Helene-Weber-Haus ab sofort in allen Turnhallen Mutter-Kind-Gruppen an.

Vom ersten Tag der Flüchtlingswelle an stehe die Verwaltung in engem Austausch mit der ukrainischen Community in Aachen, mit privaten und bürgerschaftlichen Initiativen, mit Studierenden, Hochschulangehörigen und Bürger*innen, die sich engagieren, so wurde weiter mitgeteilt. Die Hilfsbereitschaft der Aachenerinnen und Aachener sei riesig – um sie zu bündeln und zentrieren soll kurzfristig eine zentrale Anlaufstelle (das Depot in der Talstraße) für ehrenamtliches Engagement eingerichtet werden. 

Das ist wichtig:

Die kommunalen Integrationsmanager*innen der Stadt Aachen stehen jeder geflüchteten Person zur Seite, aber auch denjenigen, die als private Gastgeber*innen Geflüchtete aufnehmen. Zu erreichen sind die kommunalen Integrationsmanager*innen per Telefon unter 432-56640 oder per Mail an integration_kim@mail.aachen.de

Wer in dieser Krise helfen möchte, kann sich auf der Seite aachen.de/aachenhilft informieren. Auf dieser Seite finden sich unter anderem Antworten auf die häufigsten Fragen von Hilfswilligen oder Helfenden, Spendenmöglichkeiten und mehr. 

Eigentümer*innen, die Wohnraum zur Verfügung stellen möchten, können die Stadt per Mail an helfen@mail.aachen.de erreichen.

Es ist Putins Krieg, nicht der Krieg der Russinnen und Russen. Das wird in Aachen (Bismarckstraße) bisweilen sehr deutlich zum Ausdruck gebracht.
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Archivale des Monats zeigt: Ein Krieg ist nie vorbei. Für manche dauert er ein ganzes Leben.

Das Aachener Stadtarchiv zeigt aus seinen Magazinen regelmäßig interessante Stücke als Archivale des Monats. Das Stück mit einem kurzen Begleittext wird in einem Schaukasten im Foyer des Stadtarchivs am Reichsweg sowie digital auf der Homepage des Archivs präsentiert.

Das Archivale des Monats März 2022 zeigt ein handschriftliches Konzept des städtischen Gesundheitsfürsorgeamts aus dem Frühsommer 1927 als Antwort zu Ermittlungen bezüglich der unehelichen Kinder unter sechs Jahren, deren Väter Angehörige der Besatzung waren.

Nach dem Krieg und noch während der Besatzungszeit machte sich die Aachener Behörde auf die Suche nach unehelichen Kindern. Quelle: Stadtarchiv Aachen, PRZ 30-440, fol. 44 verso

Mit der Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg begann für Aachen die Besatzungszeit. Am 28. November 1918 waren die ersten belgischen Offiziere in Aachen eingetroffen, in der Folge wurde Aachen zu einem wichtigen Standort der alliierten Besatzungstruppen bis zu ihrem Abzug am 30. November 1929.

In der Stadt waren dauerhaft belgische Soldaten stationiert, es gab aber keine kolonialen Besatzungstruppen, die aus afrikanischen Soldaten aufgestellt worden waren wie zum Beispiel in Stolberg und Eschweiler. In Aachen wurden die belgischen Soldaten in diesen Jahren zu einem Teil der Stadtgesellschaft, sie waren im Stadtbild sichtbar, benutzten verschiedene Gebäude in der Stadt, kontrollierten bestimmte Teile des öffentlichen Lebens und der Verwaltung. 

Unterstützung durch die städtische Fürsorge

Aber es entstanden auch Beziehungen und Liebschaften, Aachener Frauen wurden schwanger und brachten – oft uneheliche – Kinder zur Welt. Die von den Besatzungssoldaten gezeugten Kinder benötigten, vor allem wenn ihre Mütter alleinstehende Frauen waren, oft Unterstützung durch die städtische Fürsorge. Diese Kosten aber wollten die Verwaltungen der besetzten Gebiete, die sich im Verband der Stadt- und Landkreise der besetzten Gebiete zusammengeschlossen hatten, bei den Besatzungsbehörden geltend machen. Hierzu mussten belastbare Statistiken vorgelegt werden. 

Ende Mai 1927 fragte der in Mainz sitzende Verband bei den betroffenen Gemeinden und Kreisen ab, „wie viele uneheliche Kinder unter 6 Jahren überhaupt“ und „wie viele uneheliche Kinder unter 6 Jahren, deren Väter Angehörige der Besatzung sind oder sein sollen, hier in Aachen noch beaufsichtigt werden.“ Das Gesundheitsfürsorgeamt antwortete vier Wochen später in dem Schreiben, dessen handschriftliches Konzept als Archivale des Monats präsentiert wird, wie folgt: „[…] die Ermittlungen bezüglich der unehelichen Kinder unter 6 Jahren [sind] nunmehr abgeschlossen. Es ergeben sich folgende Zahlen: a) 731 uneheliche Kinder unter 6 Jahren werden zurzeit hier [beim Gesundheitsfürsorgeamt] noch beaufsichtigt; b) von diesen sind 38 uneheliche Kinder unter 6 Jahren, deren Väter Angehörige der Besatzung sind oder sein sollen.“

Nicht aufgezählt sind hier die Kinder, die nicht durch die städtische Fürsorge unterstützt wurden.

Französische Kolonialtruppen mit afrikanischen Soldaten

Während in Aachen unter belgischer Besatzung stand, waren in vielen besetzten deutschen Regionen französischen Besatzungstruppen vorherrschend. Zeitweise bestand rund die Hälfte der französischen Besatzungstruppe in Deutschland aus Einheiten der französischen Kolonialtruppen mit afrikanischen Soldaten. Der Einsatz dieser Besatzungstruppen durch Frankreich wurde in einer von Deutschland ausgehenden, internationalen rassistischen Kampagne politisiert und propagandistisch aufgeladen – das Schlagwort der „Schwarzen Schmach“ bestimmte über mehrere Jahre die öffentlichen Debatten.

Aus den Beziehungen der afrikanischen Soldaten mit deutschen Frauen gingen Kinder mit schwarzer Hautfarbe hervor; diese Kinder, die unter der ausgrenzenden Bezeichnung „Rheinlandbastarde“ zum politischen Thema gemacht wurden, lebten unter erschwerten Bedingungen: Sie waren rassistischen Anfeindungen ausgesetzt, wurden benachteiligt und ein Teil von ihnen wurde in der Zeit des Nationalsozialismus ohne gesetzliche Grundlage zwangsweise unfruchtbar gemacht. Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchten Betroffene, Wiedergutmachungen zu erreichen. Leider oftmals erfolglos.

Vortrag von Stadtarchiv Aachen und NRWeltoffen

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus findet ein vom Stadtarchiv Aachen und NRWeltoffen ausgerichteter Vortrag zu diesem Thema statt. Der Leiter des Stadtarchivs Mönchengladbach, Dr. Helge Kleifeld, referiert am Donnerstag, 17. März, um 19 Uhr im Foyer der Nadelfabrik am Reichsweg 30 zum Thema: „Gescheiterte Wiedergutmachung am Beispiel eines ‚Rheinlandbastards‘ aus Mönchengladbach“.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Anmeldungen zu diesem Vortrag sind telefonisch unter der Nummer 0241 432 4972 oder per Mail unter stadtarchiv@mail.aachen.de  möglich.

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Krefelder Straße: Infos über Verbesserungen für den Radverkehr

Im Rahmen des von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen geförderten Klimaschutzprojekts „AachenMooVe!“ sollen die Bedingungen für den Radverkehr auf der Krefelder Straße im Abschnitt zwischen dem Soerser Weg und der Kreuzung Bastei verbessert werden. Im Abschnitt Soerser Weg bis Kardinalstraße – so teilt die Stadtverwaltung mit – soll ein zwei Meter breiter, rot eingefärbter Schutzstreifen angelegt werden.

Zwischen Kardinalstraße und der Kreuzung Bastei ist ein 2,30 Meter breiter geschützter Radfahrstreifen geplant, der ebenfalls rot eingefärbt wird.

Interessierte können die Planunterlagen und eine vertonte Präsentation mit Erläuterungen zur Planung und zu den Hintergründen im Internet abrufen: www.aachen.de/krefelderstrasse

Überdies sind die Planunterlagen im Foyer des Verwaltungsgebäudes „Am Marschiertor“, Lagerhausstraße 20, ausgestellt. Das Verwaltungsgebäude ist montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr geöffnet. Ein 3G-Nachweis ist erforderlich.

Wer Hinweise, Anregungen und Bemerkungen zum Thema einbringen möchte, kann dies bis zum 23. März im Foyer des Verwaltungsgebäudes schriftlich tun, wo ein Briefkasten hängt, oder eine Mail an folgende Adresse verschicken: krefelderstrasse@mail.aachen.de.

Aachen möchte dem Radverkehr mehr Platz einräumen. Auch und gerade auf der Krefelder Straße. Foto: AachenNews Archiv
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Das steht im Polizeibericht: Die einen klauen Metall, andere zocken ältere Damen ab

Intensive Ermittlungsarbeit der Aachener Kriminalpolizei führte auf die Spur eines 49- jährigen Aacheners, der bislang mehr als 200 Metalldiebstähle bzw. Unterschlagungsdelikte begangen haben soll.

Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen war das Ziel des Mannes immer ein und dieselbe Firma im Stadtteil Rothe Erde. Bei dem metallverarbeitenden Betrieb entstand ein Schaden im siebenstelligen Bereich; rund 80 Tonnen Metall konnte der 49- Jährige erbeuten und veräußern.

Bei Durchsuchungen fanden die Beamten eine Vielzahl an Verkaufsbelegen für Metallstoffe. Zwei Mittäter aus Aachen und Eschweiler sollen dem Mann bei seinen Taten zudem geholfen haben. Die Drei müssen sich nun wegen schweren Bandendiebstahls verantworten. Die Ermittlungen laufen. (pw)

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Eine Seniorin aus Aachen ist gestern Nachmittag Opfer von Telefonbetrügern geworden. Dieses Mal ging es in dem Telefonat um einen „Immobilienkauf“. Die Täterin am Hörer gab sich als Schwester des Opfers aus und sagte, sie brauche Geld für den Notar. Eine Komplizin, die sich als Sekretärin des Juristen ausgab, nahm wenig später mehrere tausend Euro Bargeld vom Opfer entgegen. Von beiden fehlt jede Spur. Die Kripo ermittelt.

Betrügereien am Telefon beschäftigen die Polizei mittlerweile nahezu täglich. Mal sind es die falschen Enkel, die dringend Bargeld benötigen. Mal sind es falsche Polizisten, die den wertvollen Schmuck in Verwahrung nehmen wollen. Die Schadensummen sind enorm.

Im Jahr 2021 lag der Schaden bei knapp 2 Mio. Euro. Die Polizei geht von einer hohen Dunkelziffer aus. Bitte klärt ältere Menschen in eurem Verwandten- und Bekanntenkreis über diese Maschen auf.

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Die Unterkünfte füllen sich. Jetzt wird dringend Wohnraum gesucht.

Ukraine-Krise und kein Ende. Bereits jetzt sind in Aachen die 500 Plätze in städtischen Unterkünften nahezu komplett belegt. Derzeit werden die Turnhallen Reumontstraße, Königstraße und Vetschauer Straße sowie die Turn- und Gymnastikhalle Peliserkerstraße für eine kurzfristige Unterbringung vorbereitet und in den nächsten Tagen auch belegt.

„Weitere Unterbringungsmöglichkeiten werden mit Hochdruck auf den Weg gebracht“, ist aus dem Rathaus zu hören. Dort gibt man sich die größte Mühe und hat aus Erfahrungen gelernt.

Dabei appelliert die Stadt auch an die Bürgerinnen und Bürger: „Die Frauen und Kinder sind teilweise traumatisiert und haben schlimme Erfahrungen hinter sich“, sagt Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. Deshalb könne die Unterbringung in Turnhallen immer nur eine Notlösung sein. „Wir bitten daher alle Eigentümer*innen, uns Wohnraum zu melden, der zur Verfügung gestellt werden kann. Jede Wohnung zählt.“

Eigentümer*innen, die Wohnraum zur Verfügung stellen möchten, können die Stadt per E-Mail an helfen@mail.aachen.de erreichen. Ziel ist, allen Schutzsuchenden eine sichere Unterkunft anzubieten und stets 500 Plätze vorzuhalten, um auch kurzfristig ankommende Gruppen aufnehmen zu können.

Wichtig zu wissen: Vor Ort in Aachen werden von den Hilfsorganisationen nur zielgerichtet Sachspenden gesammelt. Gebraucht werden vor allem Medikamente und Verbandsmaterial beziehungsweise Geld, um die benötigten Dinge zu organisieren. Aktuelle Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten unter: www.aachen.de/aachenhilft.

Klar ist: Die Geflüchteten haben oftmals spezielle Bedarfe, die für sie organisiert werden müssen, sei es gesundheitlich, sozial oder sonstiges. Sollte die (dringend gewünschte) Verteilung durch das Land wieder nach dem so genannten Königsteiner Schlüssel erfolgen, ist damit zu rechnen, dass Aachen rund 2.700 Geflüchtete zugewiesen werden. 

Wieviel Geflüchtete sich bereits jetzt in Aachen in Privatunterkünften aufhalten, ist nicht bekannt. Die Verwaltung bittet: „Um einen Eindruck davon zu bekommen, wie viele Schutzsuchende sich insgesamt hier befinden, wird dringend darum gebeten, dass auch Geflüchtete, die nicht städtisch untergebracht sind, ihre Kontaktdaten angeben. Möglich ist dies ab nächster Woche im Ausländeramt der Städteregion Aachen in der Hackländer Straße.“

Wichtige Zusatzinfo

UPDATE: Jetzt kommen schon so viele Geflüchtete zum Ausländeramt, dass sich die Menschen dort in langen Schlangen anstellen, und die Behörde mitteilt, es gebe „keine Notwendigkeit, sich im Ausländeramt registrieren zu lassen! “ Wörtlich heißt es: „Natürlich werden Menschen aus der Ukraine, die beim Ausländeramt der StädteRegion vorsprechen möchten, auch kurzfristig bedient. Es besteht derzeit aber keineswegs die Notwendigkeit, zum Ausländeramt zu kommen!“ Man könne sich bis zum 23. Mai 2022 Zeit lassen und wahrscheinlich sogar noch darüber hinaus.

Wer helfen möchte, kann sich auf der Seite aachen.de/aachenhilft informieren.

Im Frankenberger Viertel.
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Bietet jetzt reichlich Bedrohungspotential: die fragile Kerntechnik

In Stadt und StädteRegion. Für den Ernstfall gibt es Jodtabletten

Russlands Attacken auf nukleare Anlagen zeigen mal wieder, wie fragil die Kerntechnik ist. Es ist vermutlich die für Mensch und Umwelt gefährlichste Form der Energiegewinnung. Mit jeder unserer Einmischung in den Krieg zugunsten der Menschen in der Ukraine muss man befürchten, dass Putin – als Reaktion – ein nukleares Fiasko anrichtet.

Ein Fiasko vermutlich nicht in der Ukraine, nicht in Europa, sondern als eine Warnung irgendwo in der Nähe US-amerikanischer Einrichtungen/Schiffe, wobei er darauf achten wird, dass keine Menschen zu Schaden kommen.

Wie auch immer (I): Die Einnahme nuklearer Anlagen durch die Russen gefährden nicht nur die Reaktorkerne, sondern auch die Kühlsysteme, die Stromversorgungen und Brennelemente-Lager, sowie die Überwachung, Wartung und Reparatur, Kommunikation und Versorgung, und auch die Stabilität des Personals. Es wäre wunderbar, wenn die bundesrepublikanische Regierung bei dem Vorhaben bliebe, in Deutschland die Reaktoren außer Funktion zu nehmen.

Wie auch immer (II): Die Menschen in unserer Region fragen sich, ob sie eigentlich mit Jodtabletten noch gut versorgt sind? Denn die Atomkriegs-Drohungen Putins muss man ernst nehmen.

Im Herbst 2017 wurden Jodtabletten verteilt, weil man sich vor den belgischen Schrott-Reaktoren Tihange und Doel fürchtete. „Die Packungen der damals ausgegebenen Tabletten geben als Ablaufdatum Dezember 2021 an“, teilte jetzt die Stadtverwaltung mit. Die direkte Verteilung an alle betroffenen Menschen sei von Beginn an als einmalige Aktion geplant gewesen. 

Stadt und StädteRegion Aachen haben in der Zwischenzeit eine gute Versorgungsstruktur mit zentral vom Bund beschafften und in den Kommunen vorgehaltenen Tablettenkontingenten aufgebaut. Diese sichere im Ernstfall eine zügige Verteilung an die Bürger*innen. Die Verteilstellen seien auf die einzelnen Kommunen der StädteRegion und innerhalb des Stadtgebietes Aachen so verteilt, „dass sie gut erreichbar sind“. Stadt und StädteRegion erachten daher eine erneute Vorverteilung als nicht sinnvoll. Alle Kommunen hätten jeweils eigene Verteilkonzepte entwickelt. Die Verteilstellen werden – laut Pressemitteilung – im Ernstfall über die Medien bekanntgegeben. 

Die Jodtabletten, die von Stadt und StädteRegion für den Katastrophenschutz vorgehalten werden, „verfügen über kein Verfallsdatum“, so heißt es in der Mitteilung weiter. Die Tabletten würden regelmäßig stichprobenartig auf ihre Wirksamkeit überprüft.

Rund 135.000 Menschen haben vor viereinhalb Jahren das Angebot angenommen, um sich im Ernstfall selbst zu versorgen. Sollten im Einzelfall Personen weiterhin ein Interesse an Kaliumiodidtabletten haben bzw. ihre abgelaufenen Tabletten ersetzen wollen, weisen Stadt Aachen und StädteRegion Aachen darauf hin, „dass diese über die Apotheken kommerziell zu erwerben sind“. 

Ganz wichtig: Jodtabletten dürfen nicht vorsorglich, sondern nur nach entsprechender Aufforderung der Katastrophenschutzbehörde eingenommen werden.

Weitere Informationen unter www.jodblockade.de

Bei Nobis in Aachen im Schaufenster: Aus Berlinern sind Ukrainer geworden. Innen drin vermutlich die gute Zentis Erdbeer-Marmelade.
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Schwere Zeiten für die Geschäfte in der Jakobstraße

Wer mit dem Auto in die Jakobstraße einbiegt und vielleicht gerade überlegt, ob jetzt eigentlich die Covid-19-Krise oder die jetzige Ukraine-Russland-Krise schlimmer ist, wer also gerade nicht genau aufpasst, der steht alsbald vor dieser Situation und reibt sich die Augen:

Großbaustelle Jakobstraße. Dort geht es mit dem Auto nicht weiter, es werden alle Leitungen erneuert.

Die gute alte Jakobstraße mit ihren vielen kleinen Geschäften ist in ihrem unteren Teil (von der Klappergasse bis zur Paulusstraße) eine einzige Baustelle. Und das seit Anfang Februar und war auch umfangreich angekündigt worden. Aber wer nicht gerade dort wohnt, kann das auch mal vergessen haben.

Neun Monate soll es dauern, bis die Regionetz dort Leitungen für Gas, Wasser, Strom und Glasfaser erneuert hat. Danach soll drei Monate lang der Straßenraum neu aufgeteilt werden, es soll den Fußgängern und Radfahrer*innen mehr Platz eingeräumt werden.

Derzeit sind alle Geschäfte und Hauseingänge erreichbar, das soll auch so bleiben. Mehr Infos gibt es hier. Die Bauarbeiten werden übrigens von Archäologen begleitet. Er kommen also möglicherweise noch wertvolle Reste aus Aachens Vergangenheit an die Oberfläche.

Am Wehrhaften Schmied (Jakobstraße, unteres Ende). Man kommt gerade noch bis zur Trichtergasse, dann ist Schluss. Es gibt natürlich Umwege, aber um sich nicht heillos zu verfahren, dafür muss man sich schon sehr gut auskennen in Aachen.

Mehr Bäume, Bänke, Fahrradbügel und breitere Bürgersteige bekommt die Straße. Aachen ist schließlich eine Fußgänger-Stadt, 30 Prozent aller Wege werden zu Fuß erledigt. In anderen Städten ist es viel weniger. – Von heute 51 Parkplätzen bleiben in der Jakobstraße 40 übrig – und wenn das alles fertig ist, dann haben wir einen „Premiumfußweg“ mitten hinein ins Grüne (Johannisbachtal). Autos, Busse und Lkw werden aber weiterhin rauf und runter fahren können.

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Es fällt schwer, sich angesichts der Gesamtlage auf so Nebensächlichkeiten wie die Erneuerung einer Straße in Aachen oder auf ähnliche Themen zu konzentrieren. Aber hier in AachenNews soll ausdrücklich nicht nur vom Krieg die Rede sein, das haben wir entschieden. Gleichwohl haben uns Videos in den vergangenen Tagen sehr beeindruckt.

Der frühere Oligarch und russische Unternehmer Michail Borissowitsch Chodorkowski kann bei einem Interview die Tränen nicht mehr stoppen. Der Übersetzer des Europaparlaments muss hörbar gegen die Tränen kämpfen, als er den ukrainischen Präsidenten ins Englische übersetzt und bereits zuvor musste die Übersetzerin der Welt aufgrund von Tränen pausieren, während sie ebenfalls eine Rede von Selenskyj übersetzte.

Das sind Gefühle, die Menschen zum Ausdruck bringen. Es beeindruckt uns so sehr, weil es genau die Gefühle sind, die wir auch haben.

Der Krieg produziert offenbar auch neuen Lieder. Das haben wir oft angezeigt bekommen. Hier geht es um Drohnen, die aus der Türkei stammen sollen, und die in dem Krieg eine große Rolle spielen. War is hell. Hier.

Löhergraben in Aachen.
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Ukraine-Schock: Stadt überwältigt von der Hilfsbereitschaft. Fraktionen im Rat äußern sich zur Lage und zum weiteren Vorgehen.

Die Stadtverwaltung teilt mit: Die Stadt Aachen ist überwältigt von der großen Hilfsbereitschaft der Aachener Bürger*innen für die Ukraine und die ankommenden Flüchtlinge. Vor allem die Rückmeldungen von ehrenamtlichen Dolmetscher*innen ist so groß, dass zunächst keine weiteren mehr benötigt werden. Die Stadt dankt allen Freiwilligen.

Alle Angebote und Informationen zu Sachspenden, Unterkünften, Initiativen, die die Stadt hat, werden unter  www.aachen.de/aachenhilft gebündelt und zur Verfügung gestellt. Die Seiten werden laufend aktualisiert und erweitert.

Neubau in der Bismarckstraße (früher: Vegla-Gebäude) in den Farben der Ukraine (blau/gelb) gestrichen. Absicht? Nein, Zufall.

Fraktionen im Rat der Stadt haben eine gemeinsame Stellungnahme verfasst.

In dem Text, der anlässlich des Krieges in der Ukraine verfasst wurde, heißt es, man begrüße die Zeichen der weithin sichtbaren Unterstützung, wenn z. B. Gebäude in den Landesfarben der Ukraine angestrahlt werden oder wenn Plätze mit der ukrainischen und der europäischen Fahne beflaggt werden.

Die Politiker*innen begrüßen es außerdem, dass sich die Stadt auf die Aufnahme von Geflüchteten vorbereitet und die Kapazitäten zur Aufnahme von Geflüchteten an die aktuelle Entwicklung angepasst. Dies in Abstimmung mit der Landesregierung, mit dem Städtetag und der StädteRegion.

„In konstruktiver Tonalität“ sollen die Medienorgane in Russland besonders online über Aachens vielfältige Hilfsmaßnahmen für die Ukraine informiert werden. Pauschal heißt es in dem Text, alle 10 Partnerstädte Aachens – also auch die russische Partnerstadt Kostroma, die aber nicht namentlich erwähnt wird – sollen über Maßnahmen der Solidarität unterrichtet werden und gebeten werden, „ähnliche Maßnahmen zu ergreifen“.

Die Oberbürgermeisterin als Spitze der Verwaltung wird gebeten, in der nächsten Ratssitzung  über die Aktivitäten und unterstützenden Maßnahmen zu berichten.

Beratungsstelle für Geflüchtete und Helfer*innen

Viele Menschen aus der Ukraine haben sich auf den Weg gemacht. Gerade jetzt sind die Mitarbeiter*innen des Kommunalen Integrationsmanagements (KIM) des Fachbereichs Wohnen, Soziales und Integration dauerhaft im Einsatz.

Die kommunalen Integrationsmanager*innen der Stadt Aachen stehen jeder geflüchteten Person zur Seite, aber auch denjenigen, die als private Gastgeber*innen Geflüchtete aufnehmen. Inhalte der Beratung und Hilfe sind u.a. Wohnen, finanzielle Unterstützung, Gesundheit, Sprache, Kita- und Schulplätze. Alle Gespräche bleiben vertraulich und das Angebot ist kostenfrei.

Zu erreichen sind die kommunalen Integrationsmanager*innen unter 0241 / 432-56640 oder per Mail unter integration_kim@mail.aachen.de

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