Das steht im Polizeibericht: Die einen klauen Metall, andere zocken ältere Damen ab

Intensive Ermittlungsarbeit der Aachener Kriminalpolizei führte auf die Spur eines 49- jährigen Aacheners, der bislang mehr als 200 Metalldiebstähle bzw. Unterschlagungsdelikte begangen haben soll.

Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen war das Ziel des Mannes immer ein und dieselbe Firma im Stadtteil Rothe Erde. Bei dem metallverarbeitenden Betrieb entstand ein Schaden im siebenstelligen Bereich; rund 80 Tonnen Metall konnte der 49- Jährige erbeuten und veräußern.

Bei Durchsuchungen fanden die Beamten eine Vielzahl an Verkaufsbelegen für Metallstoffe. Zwei Mittäter aus Aachen und Eschweiler sollen dem Mann bei seinen Taten zudem geholfen haben. Die Drei müssen sich nun wegen schweren Bandendiebstahls verantworten. Die Ermittlungen laufen. (pw)

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Eine Seniorin aus Aachen ist gestern Nachmittag Opfer von Telefonbetrügern geworden. Dieses Mal ging es in dem Telefonat um einen „Immobilienkauf“. Die Täterin am Hörer gab sich als Schwester des Opfers aus und sagte, sie brauche Geld für den Notar. Eine Komplizin, die sich als Sekretärin des Juristen ausgab, nahm wenig später mehrere tausend Euro Bargeld vom Opfer entgegen. Von beiden fehlt jede Spur. Die Kripo ermittelt.

Betrügereien am Telefon beschäftigen die Polizei mittlerweile nahezu täglich. Mal sind es die falschen Enkel, die dringend Bargeld benötigen. Mal sind es falsche Polizisten, die den wertvollen Schmuck in Verwahrung nehmen wollen. Die Schadensummen sind enorm.

Im Jahr 2021 lag der Schaden bei knapp 2 Mio. Euro. Die Polizei geht von einer hohen Dunkelziffer aus. Bitte klärt ältere Menschen in eurem Verwandten- und Bekanntenkreis über diese Maschen auf.

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Die Unterkünfte füllen sich. Jetzt wird dringend Wohnraum gesucht.

Ukraine-Krise und kein Ende. Bereits jetzt sind in Aachen die 500 Plätze in städtischen Unterkünften nahezu komplett belegt. Derzeit werden die Turnhallen Reumontstraße, Königstraße und Vetschauer Straße sowie die Turn- und Gymnastikhalle Peliserkerstraße für eine kurzfristige Unterbringung vorbereitet und in den nächsten Tagen auch belegt.

„Weitere Unterbringungsmöglichkeiten werden mit Hochdruck auf den Weg gebracht“, ist aus dem Rathaus zu hören. Dort gibt man sich die größte Mühe und hat aus Erfahrungen gelernt.

Dabei appelliert die Stadt auch an die Bürgerinnen und Bürger: „Die Frauen und Kinder sind teilweise traumatisiert und haben schlimme Erfahrungen hinter sich“, sagt Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. Deshalb könne die Unterbringung in Turnhallen immer nur eine Notlösung sein. „Wir bitten daher alle Eigentümer*innen, uns Wohnraum zu melden, der zur Verfügung gestellt werden kann. Jede Wohnung zählt.“

Eigentümer*innen, die Wohnraum zur Verfügung stellen möchten, können die Stadt per E-Mail an helfen@mail.aachen.de erreichen. Ziel ist, allen Schutzsuchenden eine sichere Unterkunft anzubieten und stets 500 Plätze vorzuhalten, um auch kurzfristig ankommende Gruppen aufnehmen zu können.

Wichtig zu wissen: Vor Ort in Aachen werden von den Hilfsorganisationen nur zielgerichtet Sachspenden gesammelt. Gebraucht werden vor allem Medikamente und Verbandsmaterial beziehungsweise Geld, um die benötigten Dinge zu organisieren. Aktuelle Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten unter: www.aachen.de/aachenhilft.

Klar ist: Die Geflüchteten haben oftmals spezielle Bedarfe, die für sie organisiert werden müssen, sei es gesundheitlich, sozial oder sonstiges. Sollte die (dringend gewünschte) Verteilung durch das Land wieder nach dem so genannten Königsteiner Schlüssel erfolgen, ist damit zu rechnen, dass Aachen rund 2.700 Geflüchtete zugewiesen werden. 

Wieviel Geflüchtete sich bereits jetzt in Aachen in Privatunterkünften aufhalten, ist nicht bekannt. Die Verwaltung bittet: „Um einen Eindruck davon zu bekommen, wie viele Schutzsuchende sich insgesamt hier befinden, wird dringend darum gebeten, dass auch Geflüchtete, die nicht städtisch untergebracht sind, ihre Kontaktdaten angeben. Möglich ist dies ab nächster Woche im Ausländeramt der Städteregion Aachen in der Hackländer Straße.“

Wichtige Zusatzinfo

UPDATE: Jetzt kommen schon so viele Geflüchtete zum Ausländeramt, dass sich die Menschen dort in langen Schlangen anstellen, und die Behörde mitteilt, es gebe „keine Notwendigkeit, sich im Ausländeramt registrieren zu lassen! “ Wörtlich heißt es: „Natürlich werden Menschen aus der Ukraine, die beim Ausländeramt der StädteRegion vorsprechen möchten, auch kurzfristig bedient. Es besteht derzeit aber keineswegs die Notwendigkeit, zum Ausländeramt zu kommen!“ Man könne sich bis zum 23. Mai 2022 Zeit lassen und wahrscheinlich sogar noch darüber hinaus.

Wer helfen möchte, kann sich auf der Seite aachen.de/aachenhilft informieren.

Im Frankenberger Viertel.
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Bietet jetzt reichlich Bedrohungspotential: die fragile Kerntechnik

In Stadt und StädteRegion. Für den Ernstfall gibt es Jodtabletten

Russlands Attacken auf nukleare Anlagen zeigen mal wieder, wie fragil die Kerntechnik ist. Es ist vermutlich die für Mensch und Umwelt gefährlichste Form der Energiegewinnung. Mit jeder unserer Einmischung in den Krieg zugunsten der Menschen in der Ukraine muss man befürchten, dass Putin – als Reaktion – ein nukleares Fiasko anrichtet.

Ein Fiasko vermutlich nicht in der Ukraine, nicht in Europa, sondern als eine Warnung irgendwo in der Nähe US-amerikanischer Einrichtungen/Schiffe, wobei er darauf achten wird, dass keine Menschen zu Schaden kommen.

Wie auch immer (I): Die Einnahme nuklearer Anlagen durch die Russen gefährden nicht nur die Reaktorkerne, sondern auch die Kühlsysteme, die Stromversorgungen und Brennelemente-Lager, sowie die Überwachung, Wartung und Reparatur, Kommunikation und Versorgung, und auch die Stabilität des Personals. Es wäre wunderbar, wenn die bundesrepublikanische Regierung bei dem Vorhaben bliebe, in Deutschland die Reaktoren außer Funktion zu nehmen.

Wie auch immer (II): Die Menschen in unserer Region fragen sich, ob sie eigentlich mit Jodtabletten noch gut versorgt sind? Denn die Atomkriegs-Drohungen Putins muss man ernst nehmen.

Im Herbst 2017 wurden Jodtabletten verteilt, weil man sich vor den belgischen Schrott-Reaktoren Tihange und Doel fürchtete. „Die Packungen der damals ausgegebenen Tabletten geben als Ablaufdatum Dezember 2021 an“, teilte jetzt die Stadtverwaltung mit. Die direkte Verteilung an alle betroffenen Menschen sei von Beginn an als einmalige Aktion geplant gewesen. 

Stadt und StädteRegion Aachen haben in der Zwischenzeit eine gute Versorgungsstruktur mit zentral vom Bund beschafften und in den Kommunen vorgehaltenen Tablettenkontingenten aufgebaut. Diese sichere im Ernstfall eine zügige Verteilung an die Bürger*innen. Die Verteilstellen seien auf die einzelnen Kommunen der StädteRegion und innerhalb des Stadtgebietes Aachen so verteilt, „dass sie gut erreichbar sind“. Stadt und StädteRegion erachten daher eine erneute Vorverteilung als nicht sinnvoll. Alle Kommunen hätten jeweils eigene Verteilkonzepte entwickelt. Die Verteilstellen werden – laut Pressemitteilung – im Ernstfall über die Medien bekanntgegeben. 

Die Jodtabletten, die von Stadt und StädteRegion für den Katastrophenschutz vorgehalten werden, „verfügen über kein Verfallsdatum“, so heißt es in der Mitteilung weiter. Die Tabletten würden regelmäßig stichprobenartig auf ihre Wirksamkeit überprüft.

Rund 135.000 Menschen haben vor viereinhalb Jahren das Angebot angenommen, um sich im Ernstfall selbst zu versorgen. Sollten im Einzelfall Personen weiterhin ein Interesse an Kaliumiodidtabletten haben bzw. ihre abgelaufenen Tabletten ersetzen wollen, weisen Stadt Aachen und StädteRegion Aachen darauf hin, „dass diese über die Apotheken kommerziell zu erwerben sind“. 

Ganz wichtig: Jodtabletten dürfen nicht vorsorglich, sondern nur nach entsprechender Aufforderung der Katastrophenschutzbehörde eingenommen werden.

Weitere Informationen unter www.jodblockade.de

Bei Nobis in Aachen im Schaufenster: Aus Berlinern sind Ukrainer geworden. Innen drin vermutlich die gute Zentis Erdbeer-Marmelade.
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Schwere Zeiten für die Geschäfte in der Jakobstraße

Wer mit dem Auto in die Jakobstraße einbiegt und vielleicht gerade überlegt, ob jetzt eigentlich die Covid-19-Krise oder die jetzige Ukraine-Russland-Krise schlimmer ist, wer also gerade nicht genau aufpasst, der steht alsbald vor dieser Situation und reibt sich die Augen:

Großbaustelle Jakobstraße. Dort geht es mit dem Auto nicht weiter, es werden alle Leitungen erneuert.

Die gute alte Jakobstraße mit ihren vielen kleinen Geschäften ist in ihrem unteren Teil (von der Klappergasse bis zur Paulusstraße) eine einzige Baustelle. Und das seit Anfang Februar und war auch umfangreich angekündigt worden. Aber wer nicht gerade dort wohnt, kann das auch mal vergessen haben.

Neun Monate soll es dauern, bis die Regionetz dort Leitungen für Gas, Wasser, Strom und Glasfaser erneuert hat. Danach soll drei Monate lang der Straßenraum neu aufgeteilt werden, es soll den Fußgängern und Radfahrer*innen mehr Platz eingeräumt werden.

Derzeit sind alle Geschäfte und Hauseingänge erreichbar, das soll auch so bleiben. Mehr Infos gibt es hier. Die Bauarbeiten werden übrigens von Archäologen begleitet. Er kommen also möglicherweise noch wertvolle Reste aus Aachens Vergangenheit an die Oberfläche.

Am Wehrhaften Schmied (Jakobstraße, unteres Ende). Man kommt gerade noch bis zur Trichtergasse, dann ist Schluss. Es gibt natürlich Umwege, aber um sich nicht heillos zu verfahren, dafür muss man sich schon sehr gut auskennen in Aachen.

Mehr Bäume, Bänke, Fahrradbügel und breitere Bürgersteige bekommt die Straße. Aachen ist schließlich eine Fußgänger-Stadt, 30 Prozent aller Wege werden zu Fuß erledigt. In anderen Städten ist es viel weniger. – Von heute 51 Parkplätzen bleiben in der Jakobstraße 40 übrig – und wenn das alles fertig ist, dann haben wir einen „Premiumfußweg“ mitten hinein ins Grüne (Johannisbachtal). Autos, Busse und Lkw werden aber weiterhin rauf und runter fahren können.

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Es fällt schwer, sich angesichts der Gesamtlage auf so Nebensächlichkeiten wie die Erneuerung einer Straße in Aachen oder auf ähnliche Themen zu konzentrieren. Aber hier in AachenNews soll ausdrücklich nicht nur vom Krieg die Rede sein, das haben wir entschieden. Gleichwohl haben uns Videos in den vergangenen Tagen sehr beeindruckt.

Der frühere Oligarch und russische Unternehmer Michail Borissowitsch Chodorkowski kann bei einem Interview die Tränen nicht mehr stoppen. Der Übersetzer des Europaparlaments muss hörbar gegen die Tränen kämpfen, als er den ukrainischen Präsidenten ins Englische übersetzt und bereits zuvor musste die Übersetzerin der Welt aufgrund von Tränen pausieren, während sie ebenfalls eine Rede von Selenskyj übersetzte.

Das sind Gefühle, die Menschen zum Ausdruck bringen. Es beeindruckt uns so sehr, weil es genau die Gefühle sind, die wir auch haben.

Der Krieg produziert offenbar auch neuen Lieder. Das haben wir oft angezeigt bekommen. Hier geht es um Drohnen, die aus der Türkei stammen sollen, und die in dem Krieg eine große Rolle spielen. War is hell. Hier.

Löhergraben in Aachen.
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Ukraine-Schock: Stadt überwältigt von der Hilfsbereitschaft. Fraktionen im Rat äußern sich zur Lage und zum weiteren Vorgehen.

Die Stadtverwaltung teilt mit: Die Stadt Aachen ist überwältigt von der großen Hilfsbereitschaft der Aachener Bürger*innen für die Ukraine und die ankommenden Flüchtlinge. Vor allem die Rückmeldungen von ehrenamtlichen Dolmetscher*innen ist so groß, dass zunächst keine weiteren mehr benötigt werden. Die Stadt dankt allen Freiwilligen.

Alle Angebote und Informationen zu Sachspenden, Unterkünften, Initiativen, die die Stadt hat, werden unter  www.aachen.de/aachenhilft gebündelt und zur Verfügung gestellt. Die Seiten werden laufend aktualisiert und erweitert.

Neubau in der Bismarckstraße (früher: Vegla-Gebäude) in den Farben der Ukraine (blau/gelb) gestrichen. Absicht? Nein, Zufall.

Fraktionen im Rat der Stadt haben eine gemeinsame Stellungnahme verfasst.

In dem Text, der anlässlich des Krieges in der Ukraine verfasst wurde, heißt es, man begrüße die Zeichen der weithin sichtbaren Unterstützung, wenn z. B. Gebäude in den Landesfarben der Ukraine angestrahlt werden oder wenn Plätze mit der ukrainischen und der europäischen Fahne beflaggt werden.

Die Politiker*innen begrüßen es außerdem, dass sich die Stadt auf die Aufnahme von Geflüchteten vorbereitet und die Kapazitäten zur Aufnahme von Geflüchteten an die aktuelle Entwicklung angepasst. Dies in Abstimmung mit der Landesregierung, mit dem Städtetag und der StädteRegion.

„In konstruktiver Tonalität“ sollen die Medienorgane in Russland besonders online über Aachens vielfältige Hilfsmaßnahmen für die Ukraine informiert werden. Pauschal heißt es in dem Text, alle 10 Partnerstädte Aachens – also auch die russische Partnerstadt Kostroma, die aber nicht namentlich erwähnt wird – sollen über Maßnahmen der Solidarität unterrichtet werden und gebeten werden, „ähnliche Maßnahmen zu ergreifen“.

Die Oberbürgermeisterin als Spitze der Verwaltung wird gebeten, in der nächsten Ratssitzung  über die Aktivitäten und unterstützenden Maßnahmen zu berichten.

Beratungsstelle für Geflüchtete und Helfer*innen

Viele Menschen aus der Ukraine haben sich auf den Weg gemacht. Gerade jetzt sind die Mitarbeiter*innen des Kommunalen Integrationsmanagements (KIM) des Fachbereichs Wohnen, Soziales und Integration dauerhaft im Einsatz.

Die kommunalen Integrationsmanager*innen der Stadt Aachen stehen jeder geflüchteten Person zur Seite, aber auch denjenigen, die als private Gastgeber*innen Geflüchtete aufnehmen. Inhalte der Beratung und Hilfe sind u.a. Wohnen, finanzielle Unterstützung, Gesundheit, Sprache, Kita- und Schulplätze. Alle Gespräche bleiben vertraulich und das Angebot ist kostenfrei.

Zu erreichen sind die kommunalen Integrationsmanager*innen unter 0241 / 432-56640 oder per Mail unter integration_kim@mail.aachen.de

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Ein Lastenrad ist gar nicht so teuer. Die Stadt hilft.

Die Stadt Aachen unterstützt diejenigen, die sich ein Lastend anschaffen wollen.

Die Stadt hat ein Förderprogramm für Lastenräder speziell für Familien aufgelegt. Es soll Familien, Alleinerziehende sowie Lebenspartnerschaften mit Kindern bei der Anschaffung und Finanzierung von Lastenrädern unterstützen. 

„Das Ziel der Förderung ist, die Mobilitätswende auf ganz praktische Art und Weise in den Alltag der Aachener Familien zu integrieren. Wochenendeinkauf und Kindertransport lassen sich bequem nachhaltig miteinander verbinden“, sagt Pablo Plum vom Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Mobilitäts­infra­struktur. Er ist bei der Stadt für das Förderprogramm verantwortlich.

Für die Lastenradförderung stehen in einer ersten Programmstufe Mittel in Höhe von 200.000 Euro zur Verfügung. Sie können ab sofort beantragt werden. Wer einen Antrag stellt, muss mit erstem Wohnsitz in Aachen leben und mindestens mit einem Kind unter 18 Jahre zusammenwohnen. 

Elektrisch angetriebene Lastenräder werden mit bis zu 1.600 Euro gefördert. Für Lastenräder ohne elektrische Unterstützung gibt es einen Förderbetrag in Höhe von bis zu 1.000 Euro. Wer im Besitz eines Aachen-Passes ist, bekommt nochmals 1000 Euro zusätzlich. Die Stadt geht davon aus, dass in der ersten Förderstufe rund 130 Lastenräder gefördert werden können. 

Weitere Informationen und Details zum Programm sind auf der Internetseite der Stadt Aachen unter folgendem Kurzlink zu finden: www.aachen.de/lara.

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Wie Bürger*innen Geflüchtete aus der Ukraine unterstützen können

(„Noch ist die Ukraine nicht gestorben“ – Erster Satz der Ukrainischen Nationalhymne)

Der Krieg in der Ukraine beschäftigt auch in Aachen viele Menschen mit der Frage: Wie und wo kann man helfen? Alle Angebote und Informationen, die die Stadt hat, werden unter  www.aachen.de/aachenhilft gebündelt und zur Verfügung gestellt. Die Seiten werden laufend aktualisiert und erweitert, so teilt die Stadtverwaltung mit.

Aachen ist ein sicherer Hafen: Die Stadt nimmt in Aachen ankommende Geflüchtete aus der Ukraine auf und bringt sie in städtischen Unterkünften unter. Sie erhalten umfassende Unterstützung durch die kommunalen Integrationsmanager*innen. Derzeit stehen 500 Unterkünfte zur Verfügung. Ein Krisenstab tritt seit dieser Woche regelmäßig zusammen, um die dynamische Lage zu bewerten und schnell Entscheidungen treffen zu können.

Im Frankenberger Viertel in Aachen.

Neben den behördlichen Aktivitäten ist auch bürgerliche Gastfreundschaft willkommen: Wer also eine private Unterbringung anbieten möchte, kann dies unter https://elinor.network/gastfreundschaft-ukraine/ tun.

Derzeit werden für die Menschen, die in Aachen ankommen keine Sachspenden benötigt. Initiativen, die jedoch Sachspenden in die betroffenen Gebiete in Osteuropa liefern möchten, können sich bei der Stadt Aachen unter helfen@mail.aachen.de melden. Sie werden in eine Übersichtsliste aufgenommen.

An die gleiche Mail-Adresse helfen@mail.aachen.de können sich auch bereits bestehende oder neue bürgerschaftliche Initiativen wenden, die Menschen in der Ukraine helfen möchten. Auch diese werden dann in einer Übersicht aufgelistet.

Ebenfalls gesucht werden ehrenamtliche Dolmetscher*innen, die sich zur Verfügung stellen möchten. Bitte ebenfalls per Mail an helfen@mail.aachen.de. Eine Liste für den Bedarfsfall wird derzeit zusammengestellt.

Wer Geld spenden möchte, sollte dies bitte zentral über das Hilfsbündnis „Aktion Deutschland hilft“ tun –  www.aktion-deutschland-hilft.de –, bei dem sich alle großen deutschen Hilfsorganisationen zusammengeschlossen haben. Die Stadt Aachen kann keine Geldspenden annehmen.

Gegen das kollektive Entsetzen und eine depressive Lähmung hilft: Aktion! 

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Eltern sagen DANKE

Danke zu sagen ist wichtig und gehört nicht zuletzt auch zum guten Ton. Schon als Kind werden uns die Zauberworte „bitte“ und „danke“ beigebracht. Es ist ein Teil unserer Kultur, höflich zu sein. Dazu werden wir erzogen. Die Eltern der Kinder der Montessori-Grundschule möchten sich bedanken. Jetzt, wo die schlimmste Phase der Pandemie vorbei zu sein scheint (obwohl man nicht weiß, was uns noch bevorsteht), da blicken die Eltern voller Respekt auf diejenigen, die sich für die Kids eingesetzt haben. Und das auch weiterhin jeden Tag tun. Die Pädagoginnen und Pädagogen, Helferinnen und Helfer haben sich alle die größte Mühe gegeben. „Danke für euren Einsatz“ steht da – schon seit Tagen am Zaun in der Mataréstraße umrahmt von bunten Luftballons.
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Hunderte zeigen ihre Solidarität – Stand with Ukraine

Heute auf dem Katschhof in Aachen. An die 2000 Zuhörer*innen erlebten kurze und bewegende Ansprachen von Menschen, die besondere persönliche Beziehungen zur Ukraine haben.

Pulse of Europe hatte zur Kundgebung geladen und alle kamen. Alle diejenigen, die bereits 2017 immer sonntags ihrer Sympathie gegenüber dem Projekt Europa Ausdruck verleihen wollten. Nächsten Sonntag will man sich ab 14 Uhr wieder zwischen Dom und Rathaus treffen.

Journalist Manfred Kutsch führte durch die Veranstaltung, an der auch viele Karnevalisten (in Uniform) teilnahmen. Außerdem dabei: mehrere Dutzend Ukrainer*innen, die ihr bedrängtes Land immer wieder hochleben ließen. Diverse jüngere Menschen aus der Ukraine, die in Aachen leben, schilderten am offenen Mikro ihre Sorgen, ihre Beklemmungen und auch ihre Freude darüber, dass in Aachen so viele Menschen jetzt schon an der 3. Solidaritätskundgebung teilnahmen.

Pulse of Europe ist eine überparteiliche und unabhängige Bürgerinitiative, die 2016 in Frankfurt am Main gegründet wurde. Der heutige Sonntag stand ganz im Zeichen der von Wladimir Putin und seinen Truppen überfallenen Ukraine. Über alle politischen Unterschiede hinweg waren sich die Menschen einig im Entsetzen über die Tatsache, dass jetzt tatsächlich in Europa ein Krieg stattfindet. Man distanzierte sich nicht von den Russen, wohl aber von Regierungschef Putin und den mächtigen Männern, die seine Regentschaft stützen.

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Zeigen, dass einem die Menschen in der Ukraine nicht egal sind

Das Jahr 2022 entwickelt sich zu einem Annus horribilis. Ein Jahr mit einer Pandemie und Inzidenzen über 1000, mit Demonstrationen von Rechtsradikalen, die schlechtinformierte Impfgegner für ihre Zwecke missbrauchen und jetzt auch noch das: ein Krieg. Russland bzw. Staatschef Putin will den Menschen in der Ukraine seinen Willen aufzwingen. Er will eine Art Großreich hinterlassen und niemand weiß, wie weit er in seinem Größenwahn dafür noch gehen wird.

Insbesondere wie konsequent, das ganze Land umfassend und gut vorbereitet der Krieg gegen die Ukraine geführt wird, hat die Menschen in Deutschland geschockt. Man stellt sich darauf ein, viele Flüchtlinge aufnehmen zu müssen.

Rathaus in Aachen. Foto: Marc Teuku

Die Stadt Aachen ruft in einem breiten Bündnis mit dem Verein Aachener Friedenspreis, mit den politischen Parteien und dem DGB NRW Südwest dazu auf, Solidarität mit den Menschen in der Ukraine zu zeigen.

Am morgigen Freitag, 25. Februar, um 17 Uhr trifft man sich am Markt vor dem Rathaus zu einer Solidaritätskundgebung für die Ukraine. Im Anschluss organisieren der Verein Aachener Friedenspreis und Pax Christi um 18 Uhr in der Citykirche (Großkölnstraße) eine Mahnwache mit Friedensgebet

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen lädt alle Aachenerinnen und Aachener ein, teilzunehmen und erklärte dazu: „Der erste Angriffskrieg nach 1939 auf ein Land in Europa ist ein massiver Verstoß gegen das Völkerrecht und das Selbstbestimmungsrecht der Ukraine mit ihrer demokratisch gewählten Regierung. Durch die Kundgebung möchten wir zeigen, dass wir für den Frieden in Europa eintreten und eng an der Seite der Menschen in der Ukraine stehen.“

Seit dem heutigen Vormittag hängen als Zeichen der Verbundenheit Fahnen der Mayors for Peace, der EU und der Ukraine an der Rathaus-Fassade. 

Noch am vergangenen Wochenende hatte Keupen beim Treffen mit der designierten Karlspreisträgerin Swetlana Tichanowskaja auf der Münchener Sicherheitskonferenz an die Verantwortlichen appelliert, weiter gemeinsam am wertvollen Gut des Friedens in Europa zu arbeiten.

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