Und ewig jammert der Einzelhandel

Schwarz vor Menschen war die Innenstadt – also der Bereich rund um Dom und Rathaus – am vergangenen Samstag. Gleichwohl jammern Einzelhandels-Vertreter jetzt schon zum dritten Mal und langweilen uns. Anstatt zur Abwechslung mal irgendetwas anzuführen, was im Einzelhandel noch einigermaßen gut klappt. . . Man möchte den Einzelhandel schon wegen der miesen Stimmung, die dort herrscht meiden. Das Weihnachtsgeschäft komme nicht richtig in Gang, ja klar. Hatte jemand etwas anderes erwartet?

Weihnachtsbaum auf dem Aachener Marktplatz.

Du musst zu Besuch in ein Krankenhaus? Das ist umständlich. Besuche sind nur noch geimpften und genesenen Personen erlaubt, die zusätzlich einen Testnachweis vorlegen können. Auch für Kinder ab fünf Jahren ist der Test einer zugelassenen Teststelle erforderlich! Je Patient*in sind weiterhin maximal zwei Besucher*innen gleichzeitig erlaubt. Der Besuch von Covid-19-Patienten ist aufgrund der Quarantäne grundsätzlich nicht gestattet. Die Begleitung Sterbender bleibt weiterhin jederzeit möglich. 

Patient*innen, die zu einer ambulanten Behandlung oder Sprechstunde in das Krankenhaus kommen, müssen immer einen negativen Test vorweisen – auch, wenn Sie vollständig geimpft, geboostert oder genesen sind. Das gilt auch für Begleitpersonen. Der Testnachweis muss von einer zugelassenen Teststelle ausgestellt worden sein. Ein Bürgertest (PoC)-Test ist maximal 24 Stunden gültig, ein PCR-Test hat eine Gültigkeit von maximal 48 Stunden. Notaufnahmen sind von der Regelung grundsätzlich nicht betroffen.

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Die Aachener SPD bedauert, dass es in Aachens Innenstadt keinen wirklich schönen Kinderspielplatz gibt. Die Herrschaften sollten mal zu normalen Zeiten, also wenn es keinen Weihnachtsmarkt gibt, durch die Innenstadt gehen. Da sehen sie innerhalb von Stunden keine 10 Kinder. Es wohnen einfach kaum noch Kinder in der Innenstadt. Die Wohnungen sind zu teuer, die Situation für Kinder zu gefährlich. Einzig am Lindenplatz spielen im Sommer gelegentlich Kinder. 

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Die Silvesterböllerei soll ausfallen. Man hat einfach in den Krankenhäusern keinen Platz mehr für die, die sich einen Finger wegsprengen oder ein Auge oder sonstige Verbrennungen zufügen. Mal sehen, wie sich das in Aachen gestaltet. Kürzlich waren Bund und Länder der Forderung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und dem von ihr initiierten breiten Bündnis aus Umwelt- und TierschützernGewerkschaft der Polizei sowie Ärzten gefolgt und haben das zweite Jahr in Folge ein Verkaufsverbot (das ist kein Böllerverbot) für private Silvesterböller und Raketen beschlossen. 

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Die Aachener Grundschulen haben ihre Anmeldezahlen bekannt gegeben. Und welche Schule verzeichnet die meisten Anmeldungen für das Schuljahr 2022/23? Tja, es ist die Montessori-Schule in der Mataréstraße. 92 Kinder wurden für das 1. Schuljahr angemeldet, man startet 3-zügig. Wieso aber ausgerechnet diese beliebte Schule seit vielen Jahren auf die dringend erforderliche, bauliche  Erweiterung wartet, das ist ein Rätsel, bzw. kein Rätsel, es ist eine ausgemachte Gemeinheit den Kindern gegenüber. Was hat die Verwaltung eigentlich genau gegen diese Schule, wo die Kinder im Keller ihr Mittagessen einnehmen hinter vergitterten Fenstern?

Die Grundschule am Höfling nimmt 84 I-Dötzchen auf und ist damit die zweitbeliebteste Schule. Am Römerhof, Düppelstraße, Laurensberg Reumontstraße, Richterich – ebenfalls alle 3zügig – beginnen mit maximal 70 Kindern. Mataréstraße ist 3zügig mit 92 Kids, die anderen – mit 20 Kindern weniger – ebenfalls 3zügig. Finde eigentlich nur ich das ungerecht und unfair?

Übrigens: 165 Jungen und Mädchen gibt es, die wurden noch an keiner Schule angemeldet. Es gibt nämlich tatsächlich Eltern, denen ihre Kinder total egal sind. Sie kümmern sich um gar nichts. Fristgerecht angemeldet wurden 2049 Kinder.

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Es gibt ja, Menschen, die beklagen den Umstand, dass noch niemand einen komfortablen Radweg (Protected Bike Lane) an der Lütticher Straße in Nähe der belgischen Grenze gefordert hat. Also da, wo beim besten Willen kein Radweg fehlt. Nur da, wo das Fahren für Radfahrer*innen lebensgefährlich ist (Vaalser Straße an der Grenze, Lintertstraße, Ludwigsallee usw.) da soll gerade keine Protected Bike Lane hin. Manomann wie bescheuert kann man sein?! Mal sehen, ob sich die Politiker*innen in Aachen dermaßen verarschen lassen. Ich schätze mal dass nein. 

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Im Vorbeigehen gesehen: Sarg-Geschäft in der Wilhelmstraße. Könnte das Angebot die Impfgegner interessieren?

Viel Aufsehen bei Passanten erregte am Samstag eine Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen. Diese Leute hat man am Samstag viel lernen lassen: Dass sie nämlich endlich mal im Mittelpunkt stehen können, sich einmal im Leben als Rebell fühlen können, der es besser weiß und es „denen da oben“ mal so richtig zeigt. Sie schwadronieren von Hitler und Nürnberger Prozessen und müssen dabei gar nicht in einer Diktatur leben und dort Verhaftung und Folter riskieren. 

Ahnungslos riskieren sie es, sich im Krankenhaus täglich mit Massen von Medikamenten vollpumpen zu lassen (hier zu sehen) anstatt eine kleine Menge Impfstoff in sich aufzunehmen. Na dann: Viel Erfolg. 

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Zusätzliche Impfstelle

Schütz dich und lass dich impfen!

  • Heute (Montag, 13. Dezember) nimmt in der unteren Adalbertstraße eine neue Impfstelle die Arbeit auf.
  • Geöffnet ist montags bis sonntags von 7 bis 22 Uhr. Personalausweis nicht vergessen. Abgelaufen? Egal.
  • Die Impfstelle arbeitet im Auftrag der StädteRegion, und das bedeutet: Es gibt einen hohen Qualitätsstandard.
  • Mehr Infos unter https://aachentest.de/impfen
Den ganzen Scheiß mit dem Virus werden wir nur los, wenn wir quasi alle geimpft sind. – G1, G2, G3 – es nervt total. – Auch Impfgegner können sich impfen lassen und trotzdem Impfgegner bleiben.
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Demo: Gegen Impfzwang, gegen Impfpflicht, und „keiner braucht Masken“

Ohne Abstand, ohne Mundschutz – die Impfgegner sind auf der Straße und wollen wiederkommen.
Fast 1000 Menschen demonstrierten am heutigen Samstag friedlich in der Aachener Innenstadt.

„Ich – lasse – mich – nicht – impfen!“, so hallte es heute über den Kapuzinergraben in Aachen. Applaus folgte auf die emphatisch vorgetragene Aussage. Fast 1000 Menschen können es gewesen sein, die durch die Innenstadt zogen und sich hinter die Forderung „Nein zur Impfpflicht“ stellten.

Es waren in der Mehrheit eindeutig nicht diejenigen, die sich sonst auf den Demonstrationen der Rechtsradikalen einfinden. Ohne Abstand und ohne Masken ging es am Elisenbrunnen vorbei. Die Polizei war präsent, hielt sich aber zurück. Transparenten war zu entnehmen, dass die Demonstranten befürchten, in ihren Rechten und in ihrer „Freiheit“ eingeschränkt zu werden.

Via Lautsprecher richtete sich z.B. ein Pfleger an die Leute und warnte vor dem Impfen. Ein anderer wußte von einer Gruppe von 50 hoch angesehenen Professoren, die ganz auf der Seite der Impfgegner stünden. „Warum erfährt man aus der Presse nie etwas über diese Professoren?“, fragte ein anderer mehrmals provokant.

In Nähe der Franzstraße löste sich die Demo auf. Zum Abschluss wurde das Lied „Die Gedanken sind frei“ angestimmt. Am kommenden Samstag werde man wieder demonstrieren. Treffen ist um 15 Uhr in der Monheimsallee.

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Nicht nur zu Weihnachten: Wir sind spitze beim Produzieren von Verpackungsmüll

Zu Weihnachten wird es offensichtlich: Mit den Geschenken kommt der Verpackungsmüll, die Tonnen quellen schon in der Vorweihnachtszeit über. Doch umweltschädlicher als Papier und Pape sind Milliarden Flaschen aus Plastik, die die Discounter Jahr für Jahr unter die Leute bringen.

„Deutschland verzeichnet einen neuen Höchststand beim Verpackungsmüll und bleibt damit Spitzenreiter in Europa.“ Das – so teilt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit – zeigen kürzlich veröffentlichte Zahlen des Umweltbundesamtes. Demnach fielen 2019 insgesamt 18,91 Millionen Tonnen an, 47.000 Tonnen Abfall mehr als im Vorjahr.

Das entspricht einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 227,55 Kilogramm. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch in Europa liege bei 177,38 Kilogramm. Befeuert wird der Trend zu immer mehr Verpackungen durch Einweg-to-go-Produkte, durch den wachsenden Onlinehandel und immer kleineren Verpackungsgrößen.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert die Ampel-Parteien auf, schnellstmöglich gegenzusteuern. Hierfür sei die Einführung eines Abfallvermeidungsziels, die Umsetzung der Mehrwegquote für Getränkeverpackungen von 70 Prozent und die Umlage der Plastiksteuer auf die verantwortlichen Unternehmen notwendig.

„Besonders für nicht recyclingfähige und damit besonders unökologische Verpackungen müssen die Unternehmen als Verursacher bezahlen. Derzeit übernehmen das die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Denn die von der EU vorgeschriebene Plastiksteuer wird bislang aus Steuermitteln finanziert. Allein 2021 hat die Bundesregierung rund 1,3 Milliarden Euro Steuergeld nach Brüssel überwiesen. Die Ampel-Parteien müssen dringend Abhilfe schaffen und die Plastiksteuer auf die verantwortlichen Unternehmen umlegen“, sagt die stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.

Nach Einschätzung der DUH muss die Plastiksteuer (als Lenkungssteuer) nach Recyclingfähigkeit und Rezyklateinsatz in den Verpackungen gestaffelt werden.

Quelle: Deutsche Umwelthilfe (DUH)

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In dem Zusammenhang möchtet ihr euch vielleicht über die Arbeit der Männer und Frauen informieren, die in Aachen den ganzen Müll/Abfall wegräumen und noch viel mehr machen in dieser Stadt. Es ist ein sogenannter Imagefilm. Der ist seiner Natur nach total unkritisch, aber trotzdem interessant. Dauer: 6 Minuten.

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Ein Warnung

Anwohner*innen in Diepenbenden sind am Donnerstagabend, 9. Dezember, von angeblichen Mitarbeitenden des Aachener Stadtbetriebs angesprochen worden. Die Betrüger*innen gaben sich als Müllwerker aus und forderten Anwohner*innen zu Spenden für eine Weihnachtssammlung auf.

Der Aachener Stadtbetrieb weist ausdrücklich darauf hin, dass solche Sammlungen oder Anfragen nicht von Mitarbeitenden ausgehen. Sollte es zu Beobachtungen dieser Art kommen werden Betroffene gebeten, sich an die Polizei zu wenden.

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Eine weitere Impfstelle, gefälschte Impfpässe und Platz für Kinder

Wer hätte das gedacht? Der Impfpass, den man Jahre und Jahrzehnte nicht mehr in Händen hielt und kaum wusste, in welcher Kiste er sein Dasein fristete, ist 2021 zu einem sehr wichtigen Dokument geworden. Und entsprechend ruft das Kriminelle auf den Plan.

Die Kriminellen dieser Welt sind wirklich nicht auf den Kopf gefallen, Kaum wurden die ersten Impfausweise verteilt, wurden ge- oder verfälschte Impfausweise zum Kauf angeboten. Der Gesetzgeber hat erstaunlich flott reagiert (§§ 275 ff StGB) und die Strafbarkeit klar geregelt.

Wie erkenne ich manipulierte Impfausweise? Hier klicken.

Während in den Aachen Arkaden vorne (am Haupteingang, Trierer Straße 1) Erwachsene geimpft werden, wird im hinteren Bereich schon eine weitere Impfstelle eingerichtet. Das geht alles erfreulich flott, wenn man bedenkt, wie langsam normalerweise eine Verwaltung arbeitet.

Ärzte, Ärztinnen und viele Eltern warten zur Zeit auf den Kinder-Impfstoff. Der wurde in den USA schon fast 5 Millionen mal verimpft und – wenn man den Berichten glauben kann – traten null unerwünschte Nebenwirkungen auf. Freitag, 17. Dezember, könnten eventuell die ersten Kinder ( 5 bis 11 Jahre) in den Praxen und in den Aachen Arkaden geimpft werden. Sehr ehrgeizig. Mal sehen, ob das klappt, ob genug Impfstoff vorhanden ist. AachenNews wird berichten. Mehr Infos zum Kinder-Impfen: hier klicken.

Eine Empfehlung der STIKO wird in den nächsten Tagen erwartet. Es ist richtig, mit der Planung, mit der Terminierung und der Kommunikation schon vorher anzufangen. Und zwar rechtzeitig vorher. Es bringt nichts, erst mit der Planung anzufangen, wenn die STIKO mit ihrer Empfehlung rüberkommt.

Wie Freunde berichten, die sich in den Arkaden haben impfen lassen, werden dort mittlerweile auch niederländisch und französisch sprechende Menschen vorstellig. Kein Wunder: Dort ist das Personal sehr freundlich und sachkundig. Das wird sich in Belgien und im Raum Maastricht rumsprechen. Geimpft wird jede/r, egal welche Nationalität, Geschlecht, Religion usw.

Hier: Infos in verschiedenen Sprachen.

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Als Aachen düster und trist war . . .

Achim Ferrari ist vielleicht einigen Leserinnen und Lesern als grüner Ratspolitiker bekannt, als ausgezeichneter Kenner der Menschen und Lebenswelten dieser Stadt an der äußersten Grenze Deutschlands. Aber Achim Ferrari hat sich der Stadt Aachen und der Region nicht nur auf dem Feld der Politik zugewandt. Er hat in den 80er Jahren in Aachen und Raeren Straßen, Häuser, Plätze und auch Menschen fotografiert. Stets in schwarz/weiß

Die CDU regierte und hatte schon damals keinen einzigen guten Einfall. Doch ihre Zeit war abgelaufen. 1984 bekamen SPD und Grüne im Rathaus das Steuer in die Hand.


120 Fotos präsentiert er jetzt – kurz vor Weihnachten – in einem Bildband. Die Bilder entstanden, als Ferrari (nach dem RWTH-Studium der Architektur) Fotojournalist und Mitherausgeber des damals alternativen Magazins „Klenkes“ war. 

Es sind technisch hervorragende Fotos, die alle etwas düster wirken. Aachen Anfang der 80er Jahre, das kann – geht man von dem Fotos von Achim Ferrari aus – keine bunte Stadt mit hauptsächlich lebenslustigen Menschen gewesen sein. Steinkaulstraße, Annastraße, Scheibenstraße, Dunantstraße, Franzstraße – überall fand Ferrari Ruinen, zugemauerte Fenster/schwarze Löcher, Reste von Mauern oder hohe Mauern ohne jedes Fenster und hielt sie mit der Kamera fest. 

Mit den Worten „Die große Welt des schönen Wohnens“ wirbt auf einem Foto ein Möbelmarkt – durch und durch unglaubwürdig, denn man sieht ein Stück von einem Acker, ein langweiliges, häßliches Gebäude mit kleinen Fenstern und das Dach einer Industriehalle. Alles andere als „schönes Wohnen“. 

Man könnte depressiv werden beim Durchblättern von „Aachen in den 80er Jahren“. Oder man freut sich, denn viele Schutthaufen und Baracken existieren längst nicht mehr, Unterführungen wurden geschlossen. Es sind zum Teil schöne Bauten in die Höhe gewachsen. Obwohl: Die Straßenszene zum Beispiel im sogenannten Nikolausviertel (Antoniusstraße/Mefferdatisstraße/Großkölnstraße) sieht immer noch zum Fürchten häßlich aus. 

Interessant: Zwei Fotos zeigen Wandbilder des Aachener Malers Klaus Paier, eins davon existiert nicht mehr. Schön, es im Foto noch einmal zu sehen.

Menschen und Autos sind auf vielen dieser Fotos ebenfalls abgebildet. Autos, die praktisch überall Platz einnehmen dürfen, auf Katschhof und Lindenplatz, von wo sie später verscheucht wurden, teils unter großem Protestgeschrei der Geschäftswelt. Menschen schauen auf den Fotos von Achim Ferrari traurig oder grimmig drein, wie könnte es anders sein in dieser tristen Welt? Nur Mandele Leo hat etwas zu lachen.

Achim Ferrari, „Aachen in den 80er Jahren“, Ferrari Media 2021, ISBN 978-3-942131-91-9, mit einem Vorwort von Bernd Mathieu, der das Betrachten der Fotos als eine „schöne Reise“ bezeichnet. Für 24,95 Euro z. B. in der Buchhandlung Backhaus zu haben.

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In der Kletterhalle

Mit Kindern, die bekanntlich in den letzten Monaten ziemlich wenig erlebt haben, kann man ein paar spannende Stunden in der Aachener Kletterhalle verbringen. Hier kann man sich anmelden. Man muss allerdings – um das Kind beim Klettern abzusichern – als Erwachsener ein Sicherheitstraining absolvieren. Zu diesem Training geht man am besten mit Kind hin.

Sonntags um 10 Uhr gibt es eine Eltern-Kind-Einweisung. Man bezahlt Eintritt, Material, Trainer, eventuell Kletterpass usw. mit 27,50 Euro. Man kann auch donnerstags anderthalb Stunden mit einem Trainer klettern. Von 16 bis 17.30 Uhr für Kinder ab 8 Jahren kostet es 8 Euro pro Termin.

Die Kletterhalle in Aachen erreicht man telefonisch unter 0241/157760.

Es gibt Kletter-Möglichkeiten in der Schulzeit und in den Ferien. Man kann in der Halle (Adresse: Strangenhäuschen 11) auch Badminton spielen. Während jedoch an den Kletterwänden kaum Leute hängen, sind die Badminton-Spielfelder zumindest am Wochenende alle voll.

Achtung: Ohne Anmeldung geht gar nichts: badminton-kletterhalle.de

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Leben und Leiden unserer Nachbarn. Von häufigen Staatenwechseln schwer gebeutelt.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens (DG) liegt direkt neben dem Raum Aachen und außerdem an der Sprachgrenze zwischen germanischem und romanischem Raum. Im Rahmen der Reihe „Europa am Dienstag“ beleuchtet Referent Dr. Herbert Ruland das ständige politische Hin und Her dieses Gebiets und wie die einheimische Bevölkerung dies erlebt und oft auch erlitten hat.

Häufige Staatenwechsel bedeuteten auch wechselnde Zugehörigkeiten zu verschiedenen Sozial- und Kulturkreisen. Das hat maßgebliche Auswirkungen auf das Alltagsleben der hiesigen Bevölkerung.

Dr. Herbert Ruland war bis 2017 wissenschaftlicher Leiter der Abteilung GrenzGeschichteDG an der Autonomen Hochschule in Eupen. Er gilt als der wohl profundeste Kenner der Alltagsgeschichte der Menschen im belgisch-deutsch-niederländischen und luxemburgischen Grenzland. Er erläutert bei dieser Online-Veranstaltung – lebendig und spannend – die Veränderung der Staatsstrukturen in Belgien nach dem Zweiten Weltkrieg, durch die das Land zusehends von einem Zentral- in einen Föderalstaat umgewandelt wurde. Von diesem Prozess profitierte auch die deutschsprachige Grenzbevölkerung. 

Bei der Online-Diskussion können die Gäste Fragen und Kommentare per Tastatur eingeben, die Moderator Andreas Düspohl dann aufgreifen wird. Los geht es am Dienstag, 7. Dezember, um 19 Uhr. Die Anmeldung für die kostenlose Veranstaltung erfolgt auf der Website von „Europa am Dienstag“ unter www.europa-dienstag.de .

Die Veranstaltungsreihe „Europa am Dienstag“ wird gemeinsam vom Informationszentrum EUROPE DIRECT, dem Europäischen Klassenzimmer der Route Charlemagne sowie der Bischöflichen Akademie Aachen veranstaltet.

Direkter Link zur Anmeldung: https://ogy.de/DG

Facebook: https://www.facebook.com/events/873702510177759

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Booster-Boom ist in vollem Gange

Hier werdet ihr geimpft – im Rahmen einer Aktion, die in Deutschland einzigartig ist.

Ein Impf-Marathon läuft derzeit in den Aachen-Arkaden (Trierer Straße 1). Zahlreiche Ärztinnen und Ärzte sowie Helferinnen und Helfer führen noch bis Sonntag (5. Dezember, 18 Uhr) rund um die Uhr kostenlose Impfungen gegen Corona durch. Mit allen Vor- und Nachbereitung kommen genau 60 Stunden zusammen.

Einen Termin braucht ihr nicht. Es werden Biontech (für unter 30Jährige) und Moderna (für über 30Jährige) sowie für Erstimpfungen zusätzlich optional Johnson& Johnson angeboten – solange der Vorrat reicht. Parallel werde, so wird mitgeteilt, auch in zahlreichen Praxen geimpft.

„Wir bekommen so viele Menschen binnen kurzer Zeit geimpft“, sagt Gesundheitsdezernent Dr. Michael Ziemons und bedankt sich bei der „Koordinierenden COVID-Impfeinheit“ und bei allen Helferinnen und Helfern. Es ist wohl deutschlandweit der einzige Marathon, bei dem es ums Impfen geht. Johanniter, Malteser, DRK, DLRG und THW sind mit ehrenamtlichen Kräften dabei. Zusammen mit 10 Ärztinnen und Ärzten.

Gleichzeitig ruft der Gesundheitsdezernent dazu auf, dass alle Menschen, die mobil sind, eher in die Impfstelle in den Aachen-Arkaden kommen, als zu den dezentralen Impfstellen. Bis zu zehn Impfstraßen stehen zur Verfügung, ein zweites Ladenlokal in den Aachen-Arkaden ist in Vorbereitung. Ziemons sagt: „Jede Impfung mit einem in Europa zugelassenen Impfstoff ist besser als keine Impfung.“

Die Auffrischungsimpfung kann frühestens fünf Monate nach der Zweitimpfung erfolgen. Wer mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurde, erhält die Auffrischung frühestens 4 Wochen nach der ersten Impfung. Für Genesene, die bereits eine Impfung erhalten haben, wird eine Auffrischung nach 6 Monaten empfohlen. Auch Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel (Trimenon) wird nun eine Auffrischung nach 6 Monaten empfohlen.

Aufklärungs- und Einwilligungsbögen sowie viele weitere Informationen findet man auf den Internetseiten unter www.staedteregion-aachen.de/impfen 

Diese Dokumente sollten bereits zu Hause gut durchgelesen und in zweifacher Ausführung ausgefüllt mitgebracht werden. Das spart allen Beteiligten etwas Zeit vor Ort. Das Parken im angeschlossenen Arkaden-Parkhaus ist übrigens am Sonntag (5. Dezember) komplett und an den anderen Tagen für jeweils eine Stunde kostenlos.

Quelle: StädteRegion Aachen

Anstehen zum Impfen.
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1928: Warenhaus Tietz beantragt Aufstellung eines Weihnachtsbaums auf dem Markt

Das Aachener Stadtarchiv zeigt aus seinen Magazinen regelmäßig interessante Stücke als Archivale des Monats. Das Archivale des Monats Dezember 2021 zeigt den Antrag der Firmenleitung des Warenhauses Tietz vom November 1928, einen Weihnachtsbaum auf dem Aachener Markt aufzustellen.

Was heute ein längst alljährlich gewohntes Bild ist, ist in Aachen 1928 auf Initiative des Warenhauses Tietz entstanden – die Aufstellung eines Weihnachtsbaums auf dem Marktplatz in Aachen war nämlich eine Idee der Firmenleitung in Aachen in Person von Ernst Pintus.

In dem unten präsentierten Antrag schrieb er am 29. November 1928 an die Stadt: „In den letzten Jahren hat sich in verschiedenen deutschen Städten eine Sitte eingeführt, die wohl aus Amerika herübergekommen ist, auf öffentlichen Plätzen einen Weihnachtsbaum mit elektrischer Beleuchtung aufzustellen. Wir erlauben uns die Anregung, auch hier in Aachen auf dem historischen Marktplatz einen Weihnachtsbaum von Anfang Dezember bis Weihnachten aufzustellen, der an das städtische Lichtnetz angeschlossen wird.“

Weiter heißt es in dem Antrag: „Wir erklären uns bereit, den Baum zu stiften, für die Aufstellung und Installation der Beleuchtung zu sorgen, wenn das Elektrizitätswerk seinerseits uns den Anschluss der Lichtleitung ermöglichen wird. […] Für die Grosskölnstraße haben die Hausbesitzer eine besondere Weihnachts-Lichtdekoration beschlossen und genehmigt erhalten und wir glauben, dass als Abschluss dazu ein Weihnachtsbaum auf dem Marktplatze besonders schön wirken wird. Ueber den Aufstellungsort, ob auf dem Marktplatz oder auf dem Platz vor dem Brunnen, wäre natürlich auch noch zu unterhandeln.“

Der Baum sollte dann auf dem Marktplatz aufgestellt werden, entschied die städtische Bauverwaltung. An dem Baum durfte keine Reklame angebracht werden. Zusätzlich beschied die Bauverwaltung: Der Baum „muß eine ausreichende Standsicherheit haben, die auch einem stärkeren Sturm Widerstand leisten kann. Er darf nicht feuergefährlich oder belästigend sein.“ 

Die Korrespondenz wurde in einer Bauakte zum Tietz-Gebäude überliefert. Sie zeigt, dass der Konzern sich aktiv am öffentlichen sozialen Leben der Stadt beteiligte; sicherlich war es auch betriebswirtschaftlich sinnvoll, mit einer solch neuen Attraktion möglichst viele Aachenerinnen und Aachener zum Standort des Warenhauses zu locken. Die städtische Baupolizei genehmigte die Aufstellung eines Baumes für den Zeitraum vom 12. bis 27. Dezember 1928. Alle Kosten trug das Unternehmen.

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Diese Quelle wird mit 50 anderen im neuen Quellenband des Stadtarchivs Aachen mit dem Titel „Das Warenhaus Tietz in Aachen – Ein Bauwerk im Spannungsfeld von Zeitgeschichte und Architektur“ (Aus den Quellen des Stadtarchivs Aachen, Band 5), ISBN: 978-3-00-069326-7, vorgestellt. Das Buch umfasst Beiträge von Professor Dr. Daniel Lohmann und Maike Scholz, die das ehemalige Warenhaus Tietz – nach der so genannten Arisierung ab 1933: Kaufhof – aus der Perspektive der Bau- und Architekturgeschichte vorstellen, sowie von Dr. Thomas Müller und Dr. René Rohrkamp, die den „Tietze Lejjenad“ in der Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Stadt verorten.

Der Band umfasst 240 Seiten, vier großformatige Beilagen und eine Großpostkarte. Das Buch ist ab dem 13. Dezember für 25 Euro beim Stadtarchiv (Tel.: 0241 432 4972 oder unter stadtarchiv@mail.aachen.de ) sowie im lokalen Buchhandel erhältlich.

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