





Auf dem Weg zur Radvorrangroute, die von Brand aus in die Innenstadt führen wird: Der Abschnitt der Sittarder Straße – von der Schopenhauerstraße bis zur Neuhausstraße – ist jetzt schon mal als Fahrradstraße neu eingefärbt.

Die nächsten Abschnitte der Radvorrangroute Brand werden – sofern es die Witterung zulässt – am heutigen Montag, 26. Juli, und am Dienstag, 27. Juli, rot beschichtet. Kachelmannwetter.com sagt übrigens für diese Woche wieder „örtliche kräftige Gewitter“ voraus, aber keine Unwetter für NRW.
Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass es witterungsbedingt leider immer wieder zu Verschiebungen der Arbeiten kommen kann und bittet um Verständnis.
Es ist nur fair, wenn neuerdings der Straßenraum, also der Platz zwischen 2 Häuserfronten, nicht mehr fast gänzlich den Pkw überlassen wird, sondern auch den Radfahrer*innen und Fußgänger*innen, den Rollern, Bussen und Rollstühlen. Mehrere Radler sind in Aachen im Straßenverkehr in den letzten Jahren zu Tode gekommen. Das kann so nicht weitergehen.
Fahrradstraßen sind keine Radwege. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt dort für alle Fahrzeuge 30 km/h. Radfahrende haben auf Fahrradstraßen das Recht, jederzeit nebeneinander zu fahren.
Es muss das Ziel sein, Pkw letztlich gänzlich von Fahrradstraßen zu verbannen.


Parkverbote am Büchel kommen (s. unten: Grafik). Beim Abbruch des Büchel-Parkhauses stehen die nächsten Schritte und Veränderungen an. Zuletzt wurde in der Fußgängerzone – also zwischen Büchel/Einmündung Mefferdatisstraße und Peterstraße – für die schweren Lkw eine Baustraße eingerichtet. Dafür wurde auf den Pflasterbelag eine dicke, schützende Asphaltschicht aufgebracht, die nach Abschluss der Bauarbeiten wieder entfernt wird.
Für Fußgänger*innen ist rechts und links ausreichend Platz, und die Geschäfte bleiben zugänglich.
Eine weitere stabile Asphalt-Schutzschicht wurde in der Ursulinerstraße aufgebracht. „Mit den Baustraßen ist die Grundlage für den Abtransport des Abbruchmaterials geschaffen“, erklärte Christoph Vogt, Geschäftsführer der Städtische Entwicklungsgesellschaft (SEGA).
Am Büchel (entlang des Parkhauses) werden in Kürze Parkverbotszonen eingerichtet und weitere erforderliche Verkehrsregelungen vorgenommen, damit der große Abbruchbagger und die Lkw Platz haben. Der Büchel bleibt für die Allgemeinheit weiterhin befahrbar, dennoch ist dort durch die Bauarbeiten auch mit einzelnen Behinderungen zu rechnen.
Christoph Vogt: „Derzeit laufen parallel zu den Abbrucharbeiten noch statische Prüfungen, um die Standsicherheit der denkmalgeschützten Gebäude an der Ecke zur Nikolausstraße zu gewährleisten.“ Es hatte sich nämlich kürzlich gezeigt, dass das Rote Haus sich quasi an das Parkhaus anlehnt und deshalb dort die Parkhauswand nicht so ohne weiteres entfernt werden konnte.


Mit Infos des Fachbereichs Kommunikation und Stadtmarketing der Stadt Aachen
In seinen Trauma-Ambulanzen bietet der Landschaftsverband (LVR) den von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen Hilfe an. Nicht wenige benötigen dringend psychotherapeutische Beratung oder Unterstützung. Auch die Trauma-Ambulanzen anderer Träger im Rheinland stehen den Menschen offen.
Diese Ambulanzen sind regulär für traumatisierte Opfer von Gewalttaten, sowie deren Angehörige und Hinterbliebene tätig. Aktuell können derzeit auch Betroffene des Hochwassers dort Hilfe erhalten, soweit die jeweiligen Kapazitäten dies erlauben. Die Ambulanzen sind im Umgang mit seelischen Verletzungen sehr erfahren und können ohne vorherigen formalen Antrag aufgesucht werden.
Auch können beispielsweise Angehörige, die nahe Verwandte oder eine verschwägerte Person verloren haben, diese Hilfe erhalten. Betroffene bekommen bis zu 5 Sitzungen finanziert. Unter www.lvr.de/traumaambulanzen steht eine Übersicht der Ambulanzen im Rheinland zum Download zur Verfügung, bei denen Betroffene Hilfe erfragen können.
Man kann sich auch zentral unter der Telefonnummer 0800/654 6546 beraten lassen.
„Die Situation stellt viele Menschen vor enorme Herausforderungen. Angehörige wurden getötet oder verletzt, Existenzen zerstört. Aus unserer Erfahrung wissen wir, wie schwerwiegend solche traumatischen Ereignisse für die Menschen sein können. Oftmals kann eine psychotherapeutische Beratung oder Unterstützung zur Verarbeitung des Erlebten notwendig sein. Unsere LVR-Kliniken stehen allen Menschen, die Hilfe benötigen, jederzeit offen“, erklärt Martina Wenzel-Jankowski, LVR-Dezernentin.
In allen 9 psychiatrischen Kliniken des LVR finden von der Flutkatastrophe traumatisierte Menschen Hilfe – egal ob in den Trauma-Ambulanzen oder auch in den psychiatrischen Institutsambulanzen. An den Standorten Bedburg-Hau, Bonn, Düsseldorf, Essen und Viersen gibt es außerdem spezielle Angebote für betroffene Kinder und Jugendliche.
Diese 4 LVR-Kliniken liegen in den am stärksten von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten bzw. in unmittelbarer Nähe:
LVR-Klinik Bonn: www.klinik-bonn.lvr.de , 0228 551-3131 (Erwachsene), 0228 551-2850 (Kinder und Jugendliche)
LVR-Klinik Düren: www.klinik-dueren.lvr.de , 02421 40-2602
LVR-Klinik Köln: www.klinik-koeln.lvr.de , 0221 8993-610
LVR-Klinik Langenfeld: www.klinik-langenfeld.lvr.de , 02173 102-2044
Einen Überblick und Links zu sämtlichen LVR-Kliniken hier: Übersichtsseite LVR-Kliniken

Alle Infos: Pressestelle des Landschaftsverband Rheinland (LVR)
Viele Denkmale sind durch das Hochwasser beschädigt worden. Auf Aachener Stadtgebiet hat es vor allem denkmalgeschützte Gebäude in Kornelimünster getroffen. Die Stadtverwaltung teilt diesbezüglich mit, dass bereits Fachleute der Denkmalpflege vor Ort waren und dass es einen ersten direkten Austausch mit betroffenen Eigentümer*innen gegeben habe.
Die Denkmalpflege der Stadt Aachen weist bezüglich Fördermöglichkeiten und weiterer Abstimmungen darauf hin, dass das zuständige NRW-Ministerium angekündigt hat, vom Starkregen betroffene Denkmaleigentümer*innen im Rahmen des Möglichen bei der Beseitigung dieser Schäden zu unterstützen.
„Bitte wenden Sie sich hier an die Bezirksregierung in Köln: denkmalpflege@bezreg-koeln.nrw.de.“ Auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz habe eine Sonderförderung angekündigt. Deshalb möge man sich außerdem direkt wenden an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Schlegelstraße 1, 53113 Bonn Tel. 0228 90 91-262, Fax 0228 90 91-229, Mail: Annette.Liebeskind@denkmalschutz.de, – www.denkmalschutz.de.
Wer mailt, möge auch die zuständige Untere Denkmalbehörde Aachen informieren! Denn: Die vorgesehenen Maßnahmen „werden mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern so unbürokratisch wie nur möglich abgestimmt“, so wird mitgeteilt.
Die Denkmalbehörde rät: Nehmen Sie die städtische Denkmalpflege mit ins CC, wenn Sie die Bezirksregierung Köln oder die Deutsche Stiftung Denkmalschutz per E-Mail anschreiben. denkmalpflege@mail.aachen.de.

Der Notfallverbund Kölner Archive und Bibliotheken bittet zur Rettung von alten Dokumenten, Urkunden und Bibliotheken um Hilfe. Der Verbund wurde in Köln 2018 gegründet und hat sich erst vor wenigen Monaten – in weiser Voraussicht – mit entsprechender Rettungs-Technik ausgestattet. Vorsitzende ist Dr. Christiane Hoffrath.
Eine Vakuum-Gefriertrocknungsanlage steht für Notfälle in rheinischen Archiven, Bibliotheken und allen Institutionen, die sich mit dem Gedächtnis und der Vergangenheit der Menschen befassen zur Verfügung. Seit Oktober 2020 steht ein „Abrollbehälter Kulturgutschutz“ zum Einsatz bei Kulturgut-Havarien parat. Der kommt jetzt in Stolberg zum Einsatz.
Der Verband teilt in seinem Aufruf mit: „Die Unwetterkatastrophe hat zu massiven Schäden in Archiven und Bibliotheken geführt. Unzählige Kulturgüter liegen auch eine Woche später noch im verschlammten Wasser und müssen geborgen, grob gereinigt, foliert und eingefroren werden.“ (Gefriertrocknung ist eine schonende Trocknung.)
Der Notfallverbund Kölner Archive und Bibliotheken ist mit seinem Notfallcontainer dieser Tage in Stolberg bei der Bergung einer Außenstelle des Stadtarchivs im Einsatz.
Betroffen sind jedoch auch Archive und Bibliotheken, beispielsweise in Eschweiler, Kall, Bad Münstereifel und Leichlingen und es fehlen weiterhin freiwillige Helfer. Dr. Christiane Hoffrath teilt mit: „Sollten Sie helfen wollen und/oder Menschen kennen, die bereit wären, uns bei der Rettung von Kulturgut zu unterstützen, dann würden ich mich sehr freuen, wenn Sie sich melden.“
Zur Koordination werden zwei Telefonnummern angegeben, wo man „gerne auch am Wochenende“ Kontakt aufnehmen kann: 0221/470-2403 und 0176/666 38649. Es ist wichtig, dass die Einsätze koordiniert werden. Die Helferinnen und Helfer könnten sich sonst selbst im Weg stehen oder die professionellen Rettungskräfte behindern.

Hier ein Bericht über die Rettung von Kulturgut in der Stadt Stolberg. Bürgermeister Patrick Haas wird mit den Worten zitiert: „Unsere komplette Stadtgeschichte ist abgesoffen, das ganze Archivmaterial stand im Wasser.“
UPDATE:
„Flutkatastrophe hat Bibliotheken im Regierungsbezirk Köln besonders getroffen“ – Hier eine Auflistung der betroffenen Einrichtungen und was passiert ist.
Der Deutschlandfunk (Kultur) berichtete relativ ausführlich. Dort wird der Stolberger Archivleiter zitiert mit den Worten, auch ohne drohende Naturgewalten gehöre ein Stadtarchiv nicht in einen Keller: „Im Grunde ist dieses Archiv ein Gedächtnis der Stadt und daher von immenser Bedeutung.“
Es wurde auch eine Facebook-Seite eingerichtet, über die noch 2 Wochen nach der Katastrophe Hilfe organisiert wird.



In der StädteRegion Aachen sind mittlerweile Impfstoffe in Hülle und Fülle vorhanden. Wie einst gegen Kinderlähmung können wir uns jetzt gegen Covid 19 impfen lassen. Was für ein Fortschritt!
Zwei Impfbusse fahren durch die Region, und in diesen Bussen kann sich jede/r spontan impfen lassen. Beispielsweise heute und morgen und am kommenden Montag. Ausweis mitbringen!
Schon ein halbes Jahr nach „Erfindung“ der Impfstoffe sind hierzulande Ärzte*innen in der Lage, uns wirksam zu schützen. Wer hätte gedacht, dass es jemals so einfach sein würde, sich gegen die lebensbedrohliche Krankheit Covid 19 und all ihre Mutanten impfen zu lassen? Ohne mühsames Suchen im Internet nach einem Termin, ohne umständliches hin- und her Mailen, ohne mit dem Bus aus Richtung Eifel oder Baesweiler nach Aachen zu fahren.
Am heutigen Samstag, 24. Juli, steht ein Impfbus bereit.
Am Sonntag, 25. Juli, haben die meisten Menschen Zeit. Ein Bus wartet auf dich.
Am Montag, 26. Juli geht es weiter mit der Impferei.
Unterdessen hat der Gesundheitsminister ein Video anfertigen lassen, um Menschen die Vorzüge des Impfens vor Augen zu führen. Sogar mit Musik – von Heulboje Howard Carpendale („Hello again“). Nun ja, wer es mag, hier:
Weitere Termine der beiden Impfbusse: hier klicken
Trigger-Warnung: Seit Tagen sieht man in den Medien in allen Programmen krasse Bilder von unglaubliche Mengen von Müll und zerstörten Gebäuden und Straßen. Es kann einen depressiv machen. Wer glaubt, er/sie kann keine Müllberge und verzweifelte Menschen mehr sehen – volles Verständnis. Ein Tipp – mal in Distanz zum Thema gehen.
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Die Stadtverwaltung teilt unterdessen mit, dass der Aachener Stadtbetrieb im Dauereinsatz ist und seit einer Woche unzählige Sonderschichten in Aachen und der Region fährt und vor allem in den Nachbarstädten Stolberg und Eschweiler hilft. Man nimmt Schäden auf und begutachtet sie. Der Stadtbetrieb unterstützt bei der Entsorgung der Sperrgut- und Müllberge und bei der Straßenreinigung. Dafür sind täglich dutzende Aachener Kräfte und Fahrzeuge vor Ort.
Das Presseamt teilt mit, dass man sich von bestimmten beschädigten Straßen, Brücken und Wanderwegen unbedingt fern halten soll. Es ist gefährlich, dort rumzulaufen oder sich dort aufzuhalten. Akzeptiert die Absperrungen, klettert da nicht drüber. AachenNews bringt die Infos der Stadtverwaltung im Wortlaut:
Sperrungen und Einschränkungen in Aachen
Der verlängerte Teil der Dorfstraße über die Straße Bechheim (Sehenswürdigkeit: Mönchsfelsen) in Hahn ist vom Hochwasser komplett zerstört worden und kann nicht mehr befahren werden. Die Verbindung ist gesperrt und muss komplett saniert werden.
Die Hahner Straße entlang der Inde in Hahn wurde ebenfalls überschwemmt. Der Stadtbetrieb ist dabei akute Schäden zu beheben, um kurzfristig eine uneingeschränkte Nutzung der Straße wieder gewährleisten zu können. Am gestrigen Donnerstag (22. Juli) musste die Straße auf einer Länge von rund 20 Metern zudem einseitig gesperrt werden.
Nachdem das Wasser in den vergangenen Tagen ausreichend genug zurückgegangen war, konnte die Ufermauer nun von Experten genau unter die Lupe genommen werden. Die Prüfung hat ergeben, dass das Gemäuer auf einer Länge von rund 15 Meter stark ausgespült worden ist. Neben der einseitigen Sperrung für den Pkw-Verkehr ist ein Not-Fußgängerweg eingerichtet worden. Zuvor hatte der Stadtbetrieb bereits akute Schäden an der Fahrbahnoberfläche geflickt.
Gleiches wie für die Hahner Straße gilt für die Straße Friesenrather Weg, auch hier gab es Schäden im Fahrbahnbereich, die voraussichtlich bis zum Wochenende instand gesetzt sein sollten.
Die Zufahrt Eisenhütte hin zur Itertalklinik ist durch Schäden an einem Bauwerk des Wasserverbandes am Iterbach und daraus resultierende Ausspülungen beschädigt worden. Der Wasserverband hat die Schäden in Abstimmung mit dem Stadtbetrieb vorerst soweit regulieren können, damit die Erreichbarkeit der Klinik gewährleistet ist.
Die Wanderbrücke im Klauserwäldchen, die über die Inde führt, ist durch das Hochwasser komplett zerstört worden. Auch die dort nah am Indebett verlaufenden Wege hat die Flut stark beschädigt, teilweise sind sie aus- oder weggespült worden. Der Bereich ist daher komplett gesperrt und wird nach erster Einschätzung des Stadtbetriebs längerfristig als Fußwegeverbindung nicht zur Verfügung stehen.
Die Straßenbrücke Friesenrather Weg ist weiterhin für den Verkehr komplett gesperrt. Eine aufwendige Instandsetzung ist laut Experteneinschätzung notwendig. Zeitnah soll eine Prüfung ergeben, ob zumindest eine einspurige Befahrung der Brücke ermöglicht werden kann.
Durch die ebenfalls zerstörte und komplett gesperrte Wanderbrücke Hahner Straße sowie die gesperrte Straßenbrücke Friesenrather Weg ist auch die Nutzung des Premiumwanderwegs Eifelsteig derzeit beeinträchtigt.

Über das oben geschilderte hinaus sind von den Trupps des Stadtbetriebs in vielen weiteren Gebieten – vorrangig im Aachener Südraum – kleinere Schäden an Fuß- und Wanderwegen festgestellt worden. Auch dort kommt es teilweise zu Sperrungen.
Die Stadtverwaltung weist eindrücklich darauf hin, diese Absperrungen ernst zu nehmen und sie nicht zu missachten. Es besteht Gefahr für Leib und Leben!
Wir müssen heute anfangen aus dem zu lernen, was geschehen ist.
Die „Jahrhundert-Ereignisse“ häufen sich. Es wird in absehbarer Zeit weitere Starkregen-Ereignissse geben.
Wegen einem solchen Ereignis ändert man seine Politik.
Die Stadt Aachen muss auf den Klimawandel angepasst werden.
Um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, müssen wir mehr tun.
Mithilfe der Spionagesoftware „Pegasus“ des israelischen Technologieunternehmens NSO sind weltweit rund 50.000 Mobiltelefone von Journalist:innen, Mitarbeiter*innen von Nicht-Regierungs-Organisationen, Politiker*innen und Menschenrechtsaktivist*innen gehackt und ausspioniert worden.
Fatal. Man wird von seinem eigenen Smartphone überwacht. Soweit hier bekannt, gibt es keinen einzigen wissenschaftlich erarbeiteten Beweis, dass Totalüberwachung zur Reduzierung von Kriminalität führt. Hin und wieder werden ein paar Drogenbosse festgenommen, was aber den weltweiten Drogenhandel nicht schmälert.
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Wer Zeit hat, sich diesem hochbrisanten Thema zu widmen, möge hier klicken. Ihr erfahrt, wie eine Firma eine Software erfand, um die Smartphones von Kriminellen und Terroristen auszuspähen – und wie diese Software weltweit als Waffe gegen Menschenrechtler und Oppositionelle missbraucht wird.
Tolle journalistische Arbeit von @astridgeisler, @kaibiermann, @holger_stark, @venohr. Folgt ihnen auf Twitter, es lohnt sich!
Außerdem: Die Süddeutsche behandelt die Angriffe auf die Demokratie in einer anderen Form, megainteressante Darstellung.
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Der Europaabgeordnete Dr. Patrick Breyer (Piratenpartei) fordert die EU-Kommission auf, Konsequenzen zu ziehen und die Hersteller von Mobiltelefontechnologie zur Verantwortung zu ziehen. Breyer teilt mit:
„Die Spionageangriffe und die Welle von Erpressungen haben eine gemeinsame Ursache: Sicherheitslücken gefährden heutzutage Menschenleben. Im Zeitalter der digitalen Revolution tragen kommerzielle Hersteller eine zentrale Verantwortung und müssen für die Folgen endlich haftbar gemacht werden, wenn sie Sicherheitslücken verschulden. Die Kommission muss auf das neueste Desaster reagieren und ihren Worten endlich Taten folgen lassen.“
Mit seiner schriftlichen Anfrage will Breyer von der Europäischen Kommission konkret wissen:
1. Wird die Kommission Rechtsvorschriften vorschlagen, die kommerzielle IT-Hersteller dazu verpflichten, Sicherheitslücken innerhalb eines angemessenen Zeitraums nach ihrer Entdeckung zu beheben und Patches bereitzustellen, und eine Herstellerhaftung für den Fall vorsehen, dass dies nicht geschieht?
2. Was könnte der Gesetzgeber sonst noch tun, um die Sicherheit mobiler Geräte zu verbessern und die Risiken von Angriffen zu mindern?
3. Ungarische Behörden stehen im Verdacht, die Smartphones von Journalisten und Politikern mit Spionageprogrammen überwacht zu haben. Wie wird die Kommission auf diese Anschuldigungen reagieren?
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Besonders in Frankreich sind Angriffe mit der Cyberwaffe Pegasus massiv. Im Verdacht: Marokko
Sehr informativer Bericht über die Frage, warum ausgerechnet Marokko Frankreichs Staatspräsident und andere hochrangige französische Politiker*innen umfassend bespitzeln und überwachen will.
Frankreichs Präsident Macron im Visier der Spione
Spannender Text über: Eine Prinzessin, die aus Dubai flieht. „Dann setzt eine Jagd ein, die alle technischen Möglichkeiten nutzt – offenbar auch das Spähprogramm Pegasus.“ https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-07/dubai-prinzessin-latifa-al-maktum-flucht-pegasus-ueberwachung-smartphone
Here’s how to check your phone for Pegasus spyware using Amnesty’s tool.