Westpark: Schwimmobjekte reinigen das Wasser des Weihers (hoffentlich)

Da kommt Freude auf: Am Zugang zum Westpark (von der Valses Straße aus) gesehen.

Wer am Weiher des Aachener Westparks spazieren geht, sieht dort zwei sonderbare, schwimmende Geräte auf der Wasseroberfläche. Bei diesen Geräten handelt es sich um eine neue Technologie, mit der die Wasserqualität von Teichen verbessert werden soll.  

Das Aachener Unternehmen ahu GmbH testet (mit Zustimmung der Stadt Aachen) zwei Jahren lang die Wirksamkeit der sogenannten OLOID-Technologie. Eine nachhaltige Verbesserung der Wasserqualität soll durch eine dauerhafte Belüftung des Gewässers erreicht werden.  

Die Belüftung erfolgt so, dass die sauerstoffreichen oberen Wasserschichten mit den sauerstoffärmeren unteren Schichten vermischt werden. „Hierbei ist die Technologie nicht nur besonders energieeffizient, sondern stört durch ihre sanften Bewegungen auch nicht die im und am Wasser ansässige Tierwelt“, weiß die Pressestelle der Stadtverwaltung zu berichten. 

Ferner erwarten die Fachleute, dass sich was zum Besseren hin entwickelt: Die Sauerstoffkonzentration im Wasser erhöht sich, das Algenwachstum kann verringert werden und die Zahl der Fische nimmt zu. Die im Wasser zusätzlich installierten Sensoren werden die Wasserqualität des Teiches laufend überwachen.

Foto: Stadt Aachen/ahu
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Ab heute möglich: Spontan zum Impfzentrum fahren und sich impfen lassen

Impfungen ohne Termin sind ab heute (Freitag, 09. 07.) im Impfzentrum für alle ab 16 Jahren möglich. Late-Night-Impfen ist bis 22 Uhr möglich. Das teilte jetzt Gesundheitsdezernent Dr. Michael Ziemons auf Facebook mit. Aber auch über das Presseamt der Stadt und die Zeitungen wurde diese gute Nachricht verbreitet.

Man ist sicher, dass alle impfwilligen Menschen bedient werden können. Mehr als der Personalausweis und – nur wenn vorhanden – das gelbe Impfheft sind nicht notwendig. Aufgrund der hohen Liefermengen könne zudem auch jeder vor Ort seinen Impfstoff frei wählen.

Wenn es gelingt, jetzt ganz viele Leute zu impfen, bleibt uns höchstwahrscheinlich im Herbst eine weitere Welle mit allen elenden Begleiterscheinungen erspart. Hinweis: Besser wäre es gewesen, es hätte diese Massenimpfungs-Möglichkeiten ein paar Wochen vor den Sommerferien gegeben.

Das Impfzentrum ist an diesem Wochenende (Freitag bis Sonntag) jeweils von 7.30 Uhr bis 22.30 Uhr geöffnet. Impfwillige ohne Termin werden bis 22 Uhr angenommen.
Da ab dem Wochenende auch die Clubs und Diskotheken in NRW wieder öffnen dürfen, wird speziell an diesem Wochenende für alle das „Late-Night-Impfen“ angeboten.

Wer also endlich wieder feiern gehen möchte und noch nicht geimpft ist, sollte im Impfzentrum den Auftakt machen. Bis jeweils 22 Uhr können alle ab 16 Jahren dazu gerne am Freitag bis Sonntag ohne vorherige Anmeldung vorbeikommen. Ab Montag ist das Impfzentrum dann wieder von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Impfwillige ohne Termin werden dann bis 19 Uhr angenommen.

Auch die Teletubbies werben für die Corona-Impfung. Stolz zeigen Tinky Winky, Dipsy, Laa-Laa und Po ihren Impfpass. Sie haben die Impfstoffe „AstraTubbica“ und „Noo-nson & Noo-nson“ bekommen.

Ab der kommenden Woche werden zudem Impfbusse aufsuchende Impfungen in der StädteRegion anbieten. Sie werden vor allem bei öffentlichen Veranstaltungen, in Fußgängerzonen und in dafür vorgeschlagenen Stadtteilen Station machen. Auch hier werden sehr niedrigschwellig und ohne Voranmeldung Impfungen angeboten. Der Impfstoff kann frei gewählt werden. Derzeit werden dazu noch die Fahrpläne vorbereitet.

„Details werden in Kürze bekanntgegeben“, verspricht die Stadtverwaltung.

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Wildblumen kämpfen mit satten Farben um deine Aufmerksamkeit

Aachens zweiter Name ist bekanntlich Baustellen-City. Aber es ist diesen Sommer auch „leuchtende-Blumenbeete-City“. In Parkanlagen, kleinen Grünstreifen und rund um Straßenbäume kämpfen Wildblumen mit satten Farben um deine Aufmerksamkeit. Es eignet sich nicht jeder Standort, aber der Stadtbetrieb versucht offenbar, immer mehr Flächen in Wildblumenwiesen zu verwandeln.

„Es wurden vereinzelt bereits mehrjährige Blumenmischungen von den Gärtner*innen des Stadtbetriebs ausgebracht, die nun testen, wie sich die Haltbarkeit der Pflanzen entwickelt“, erfahren wir aus einer Pressemitteilung. 

Möglicherweise profitieren von dem ganzen Blühzeug die Bienen und sonstigen Insekten, deren Nahrung und Lebensraum bisher zügig vernichtet wurde. Die Firma Bayer machte in der Vergangenheit Kasse mit unserer Aversion gegen Insekten.

Bei der Gestaltung werden in Aachen die Blühflächen übrigens so angelegt, dass viele Menschen sie sehen. „Das sind beispielsweise stark frequentierte Straßen, Plätze und Grünanlagen, aber auch das Umfeld öffentlicher Gebäude“, sagt Christoph Ruckert vom städtischen Fachbereich Klima und Umwelt.

Unzählige sehenswerte Blumenbeete und Blühstreifen verteilen sich quer durch das Stadtgebiet: Staudenbeete am Frankenberger Park, Beete im Elisengarten, Hochbeete am Burtscheider Markt und oberhalb der Kurparkterrassen oder Blühwiesen im Stadtgarten, unter anderem entlang der Monheimsallee.

Nicht wirklich überzeugend: Blumenkübel, wie sie einst in Beton in Einkaufsstraßen aufgestellt wurden, deren Ödnis sie aufhellen sollten. – Noch weniger überzeugend: die Bäumchen in mobilen Gefäßen (s. unten), großspurig „Wanderbaumallee“ genannt. Diese Installation am Templergraben soll wohl fantasielosen Zeitgenossen verdeutlichen, wie nett begrünter Straßenraum aussehen kann. Nur: Wer das bis jetzt nicht weiß, wird es NIE mehr lernen.
Templergraben in Aachen.
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Auf dem Templergraben: Als gäbe es keine Gitter und keine Verbotsschilder

Reagierte unfreundlich, als er von einem Fahrradfahrer drauf hingewiesen wurde, dass er sich auf einem Stück Straße befindet, auf dem er nicht hätte sein dürfen: ein Autofahrer (von vielen) auf dem Templergraben.

Gestern im Reallabor auf dem Templergraben in Aachen. Dort soll erprobt werden, ob eine Straße auch ein Ort der Begegnung sein kann, und ob sich das System Innenstadtverkehr verbessern lässt. Es war genau so, wie Bernd Müllender es in seinem TAZ-Bericht („Lerneffekte im Reallabor“) dargestellt hat: Alle paar Minuten zischte ein Kraftfahrzeug am RWTH-Hauptgebäude und am Super C vorbei, als gäbe es keine Gitter und keine Verbotsschilder.

Und auch das war zu beobachten: Wenn Fahrradfahrer*innen die Geisterfahrer über die Sperrung informierten, reagierten diese unfreundlich. So ist der Art: Man lasse sich doch von einem Fahrradfahrer nicht die Verkehrsregeln erklären. Tja.

Bis die Ordnungsmacht in Gestalt zweier Polizistinnen aufkreuzt und sich der Sache annimmt.

Zwei Polizistinnen stoppen Autofahrer*innen und verlangen als erstes „Ausweis und Autopapiere bitte“.

Sperrschilder scheinen für manche Zeitgenossen nur freundliche Empfehlungen zu sein, denen man nicht unbedingt entsprechen muss.

Vier Monate lang wird das 260 Meter lange Straßenstück zwischen Wüllnerstraße und Schinkelstraße allein Radlern und Bussen, dem Lieferverkehr und den Fußgänger*innen vorbehalten sein. Unterdessen sollte man unter Kommunalpolitiker*innen die Frage diskutieren, ob man – nach einem grandios absolvierten Radentscheid – nicht einfach mit dem Umbau des Straßenverkehrs beginnen sollte und sich Reallabore sparen kann, mittels denen der weniger fahrradfreundliche Teil der Bevölkerung die Vorzüge der Entschleunigung kennenlernen soll. Die Gegner fußgänger- und fahrradfreundlicher Verkehrswege sind ja noch nicht mal mit Zahlen zu Verkehrstoten und -verletzten zum Einlenken zu bewegen.

Vor dem Super C in Aachen.
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Du bist 16 oder wirst es dieses Jahr? – Du kannst jetzt einen Impftermin buchen

Das angesagte Accessoire der Saison. Oben im Bild, etwas schwer zu erkennen.

Wer (ab 16 Jahren) bisher noch keinen Impftermin erhalten hat, kann einen Termin für die Impfung im Impfzentrum in Aachen online über www.116117.de oder telefonisch über die zentrale Rufnummer 116 117 oder die zusätzliche Rufnummer (0800) 116 117 01 buchen.

Wichtig: Es sind aktuell sehr zeitnah Termine verfügbar. Das teilen Stadt und StädteRegion Aachen mit.

Sonderaktion für Schüler*innen 

Da die Schüler*innen weitestgehend noch nicht geimpft ist, gibt es das Angebot, unter den unten aufgeführten Links kurzfristig Impftermine mit den für die Zielgruppe zugelassenen Impfstoffen zu buchen. 

Es liegt eine STIKO-Empfehlung zur Verwendung des Impfstoffs von Johnson&Johnson ab 60 Jahren vor. Allerdings ist der Impfstoff ab 18 Jahren zugelassen. Wer eine Impfung wünscht, kann diese deshalb bekommen. Die Termine werden jeweils so freigeschaltet, wie der Impfstoff zur Verfügung steht. „Das bedeutet, dass wir laufend neue Terminslots freischalten, so wie der Impfstoff in Aachen angeliefert wird. Sollten Termine ausgebucht sein, lohnt es sich also, regelmäßig neu nachzusehen“, so steht es in der offiziellen Mitteilung. 

QR-Cod



Alles easy: Digitalen Impfnachweis via Warn-App kassiert. Sorry, aber da man im Impfzentrum nicht mal die Wände mit den Hinweisschildern fotografieren durfte (für euch getestet), gehen AachenNews die Motive aus, um die Corona-Infos zu bebildern.

Für die Nutzung des digitalen Impfnachweises mittels App muss für jede Impfung ein QR-Code eingescannt werden. Alle Informationen zum digitalen Impfnachweis findet man unter: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/faq-covid-19-impfung/faq-digitaler-impfnachweis.html.

Unter www.mein-apothekenmanager.de erfährt man, welche Apotheken in Aachen und in der StädteRegion Aachen den Service „Digitales Impfzertifikat“ anbieten. Wichtig zu wissen für alle Bürger*innen, die bereits einen Termin im Impfzentrum hatten: Sie bekommen die Codes automatisch per Post zugeschickt.

Ab sofort kann der QR-Code auch direkt nach der Impfung in der Wartezone des Impfzentrums erstellt und ausgehändigt werden.

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Sound des Tages wird noch gesucht. Are You Even Real?

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Wie so oft: Altes Gebäude ist in schlechterem Zustand als zunächst angenommen

Unsere Lieblingbaustelle

Das Neue Kurhaus. Das Erdgeschoss (Bild oben) sowie das Kellergeschoss (unten) und die Obergeschosse sind auf den Bauzäunen abgebildet. Wie die weitläufigen Räume mal genutzt werden, ist dort abzulesen. Über Mangel an Transparenz kann sich niemand beklagen.

Doch leider ist die Bausubstanz kaputter als man gedacht hatte. Die Bauzeit wird sich vermutlich um ein Jahr verlängern. Jetzt wird erst mal untersucht, die Baustelle liegt still. Ob sie auch teurer wird als die früher genannten 50 Millionen Euro, ist noch nicht bekannt.

Zur Geschichte: Vor dem Neuen Kurhaus stand an gleicher Stelle (Monheimsallee, neben dem Eurogress) ein für die damalige Zeit hochmodernes Krankenhaus. Die pompöse Architektur und die großzügige Anlage machten das Mariahilfhospital (was für ein Name!) zu einem der damals eindrucksvollsten Krankenhäuser Deutschlands. Es wurde 1914 abgerissen.

Ob das jetzt hier für diese wenigen Zeilen das richtige Format ist, das ist auch noch nicht entschieden. Die Bilder sind zu klein, aber wenn man drauf klickt, werden sie größer.

Prachtvolle Kassettendecke in einem Saal im Neuen Kurhaus an der Monheimsallee.

Die Decken sind das Problem. Sie haben sich als instabiler erwiesen, als zunächst angenommen wurde. Sollten sie ersetzt werden müssen, würde damit auch manch erhaltenswertes Teilstück verschwinden. Ein herber Verlust für die Freunde der Denkmalpflege.

Die Revitalisierung des alten Kastens hatte im Rathaus zu Kontroversen geführt: Grüne und Piraten wollten das Gebäude verkaufen, jedenfalls keine 50 Millionen Euro für die Restaurierung ausgeben. Insbesondere CDU und SPD, aber auch Die Linke und die FDP wollten es im Eigentum der Stadt Aachen belassen.

Wird erwartungsgemäß später fertig, erst Ende 2024. Und es wird vermutlich auch – das steht aber noch nicht fest – teurer als zunächst geplant: das Neue Kurhaus. Es ist ein großartiges Gebäude, mit dem viele Aachener*innen besondere Erinnerungen verbinden. Dort wurde z. B. grandios Karneval gefeiert.

Zuletzt war es ein Spielkasino. Im dazugehörenden Restaurant „Gala“ kochte einst Sterne-Koch Gerhard Gartner.

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Straßenarbeiten in der Adenauerallee. Lothringer Straße wird endlich rot.

Der Aachener Stadtbetrieb repariert ab sofort die Fahrbahnflächen in der Adenauerallee. Zwischen den Kreuzungen Branderhofer Weg und Karl-Marx-Allee wird zwischen Montag, 5. Juli, und dem 26. Juli gearbeitet.

Zunächst wird die Adenauer-Allee auf diesem Abschnitt von Montag, 5. Juli, bis Freitag, 23. Juli, in Richtung Karl-Marx-Allee zur Einbahnstraße.  

Von Freitag, 23. Juli, bis Montag, 26. Juli, ist im Bauabschnitt eine Vollsperrung für die abschließenden Arbeiten erforderlich. An diesen Tagen wird die neue Deckschicht eingebaut. 

Die Stadtverwaltung teilt mit: „Es wird dringend empfohlen, die angespritzte Fahrbahnfläche nicht zu betreten, da Kleidung dauerhaft verschmutzt werden könnte. Gleiches gilt für das Befahren mit Fahrzeugen. Das Parken auf den Seitenstreifen ist während der gesamten Bauzeit untersagt. Die Anwohner*innen wurden im Vorfeld durch den Aachener Stadtbetrieb über die Maßnahme informiert.“ 

Umleitungen

Umleitungsstrecken für den Kfz-Verkehr sind über Branderhofer Weg und Kornelimünsterweg sowie über Karl-Marx-Allee, Forster Weg und Branderhofer Weg ausgeschildert. Der Fußverkehr kann weiter über die Adenauerallee erfolgen, Radfahrer*innen werden gebeten, abzusteigen und ebenfalls den Fußweg zu benutzen.

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Lothringerstraße. Hier wird bald alles rot. Foto: AachenNews Archiv

Die Lothringerstraße wird zwischen Wilhelm- und Richardstraße von Montag, 5. Juli, bis 13. Juli komplett gesperrt. Wer hier zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, kommt an der Baustelle in beiden Richtungen vorbei.

Die Zufahrt ins Suermondtviertel über die Theater- und Harscampstraße ist wieder möglich, weil die aktuelle Baustelle in der Harscampstraße für einige Wochen provisorisch verschlossen wird. Das Parkhaus Lothringerstraße ist nur über die Theaterstraße erreichbar. 

Bei trockenem Wetter: In der Zeit vom 5. bis 13. Juli wird der Asphalt der Lothringerstraße rot eingefärbt und die Fahrradstraßen-Markierungen dauerhaft aufgetragen. Das Einfärben und das dauerhafte Markieren einer Straße ist nur bei komplett trockener Fahrbahnoberfläche und bei Temperaturen von mindestens vier bis fünf, besser zehn Grad Celsius möglich sind. Genau deshalb war ein erster Vorstoß im Frühjahr gescheitert, diese Arbeiten um Ostern 2021 herum zu erledigen.

Allerdings konnten damals wie geplant die neuen Sitzbänke und Fahrradbügel aufgestellt und die sieben neuen Säulenhainbuchen gepflanzt werden. Sie sind wichtige baulich-gestalterische Elemente des parallel verlaufenden neuen Premiumfußwegs zwischen der Innenstadt und dem Frankenberger Viertel in der Lothringerstraße.  

Weitere Informationen: www.aachen.de/rvr

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Am Johannisbach

Das Café Einstein bleibt Aachen erhalten

Ein Café gibt es, das war zwar monatelang geschlossen, wartet allerdings jetzt wieder auf neue Gäste. Das Café Einstein ist eigentlich eine Kneipe, aber bei schönem Wetter ist ganz sicher die große Außenterrasse die Hauptattraktion. Die haben wir in den letzten sonnigen Tagen schon heftig frequentiert. Unter wunderbar duftenden Bäumen sitzt man auf dem Lindenplatz wirklich besonders schön.

Ein paar Schritte weiter, am Marktplatz, schließt angeblich das dortige Burgerista, macht Platz für ein anderes Burger-Restaurant. Und in der Kleinmarschierstraße eröffnet nach umfassendem Umbau am kommenden Mittwoch, wie die Betreiber mitteilten, ein weiteres Café (s. Foto unten). Die Älteren wissen: Das ist da, wo früher Brot-Schneider war.

Wo sich vor über 2 Jahren mal ein Laden mit allerlei Antiquitätchen (aus den 1950er Jahren) und ein improvisiertes Café befanden, werden ab kommenden Mittwoch wieder Kaffee, Cappuccino und vieles mehr serviert. Dort sieht innen alles sehr freundlich und gemütlich aus. Also: Nichts wie hin.

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Noch etwas Musik: Venus von Bananarama

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Der Marktliner – nur eine Projektionsfläche für Träume

Einen teilautonom und elektrisch fahrenden Minibus wird es auf absehbare Zeit nicht geben – entgegen vollmundiger Ankündigungen von RWTH-Professor Günther Schuh. Das kann man bedauern. Es wäre ja wirklich schön, wenn es so ein Wunder-Fahrzeug (hier schon mal zu sehen, als Animation) schon 2022 oder 2023 geben würde.

Dass damit allerdings auch der Marktliner gestorben ist, der durch Aachens Innenstadt, durch Fußgängerzonen und über den Marktplatz fahren sollte, das ist nur zu begrüßen. Auf diesen E-Mini-Bus, der hauptsächlich von CDU und FDP als die Lösung vieler Probleme herbeigesehnt wurde, muss Aachen (erwartungsgemäß) verzichten. Der Rat der Stadt Aachen hatte bei der Firma von Professor Schuh (der ist mittlerweile ausgeschieden) seinerzeit gleich mal 6 Stück bestellt, gegen die Stimmen der Piratenfraktion.

Die Vorgänge kommentiert Matthias Achilles, Mitglied des Rates der Stadt Aachen. Er schreibt:

„Der Marktliner kommt nicht, die Stadt Aachen bricht das Vorhaben ab und das ist gut so. Der Grund dafür liegt heute in Terminschwierigkeiten und Zeitrahmen für Fördermitteln, ohne die in Aachen die wenigsten Projekte auskommen. Das ist fast schon schade, weil das Projekt an sich immer eine Mischung aus nutzlos, störend, über-ambitioniert und deplatziert war, dass es eigentlich von der Politik hätte kassiert werden müssen.

Die Idee kam ursprünglich von der sonst so diszipliniert haushaltenden FDP, die damit in der letzten Ratsperiode etwa die Hälfte ihrer Ratsanträge füllte. Aber auch die Grünen griffen die Idee mit Anträgen auf und bekamen die Unterstützung aller anderen Fraktionen.

Aller bis auf eine, natürlich, denn die Piratenfraktion behielt damals als einzige einen kühlen Kopf, sprang nicht auf den „Hype-Train“ auf und sprach offen an, was alle anderen immer nur hinter vorgehaltener Hand sagten: „Das Projekt lebt nur als Projektionsfläche für Träume, die jeweils woanders viel besser Realität werden können.“

Diese Träume waren im einzelnen die Elektrifizierung und der Angebotsausbau von ÖPNV, autonomes Fahren, Barrierefreiheit, Wirtschaftsförderung von Einzelhandel und lokalen Fahrzeugherstellern und ein Zugang zum Wochenmarkt Innenstadt für alle. Alle diese Punkte würden ineffektiv bis gar nicht im Projekt Marktliner umgesetzt und das war auch immer allen klar. Bei jeder Frage zu einem einzelnen Punkt wurde sich immer darauf zurückgezogen, dass der ja vielleicht nicht gut abgebildet würde aber alle anderen das ja sicher wettmachten.

Zum Beispiel kam dann auf die Frage, ob der Markt nicht eher am Elisenbrunnen stattfinden sollte, wenn Menschen auf dem Markt(platz) Schwierigkeiten mit dem Untergrund hätten, stets ein Verweis auf das tolle autonome Fahren. Oder es wurde die Idee angebracht, dass dieses Projekt, das im Vollausbau keine 100 Menschen gleichzeitig hätte transportieren können, den Einzelhandel rettet.

Doch obwohl die Schwächen offen zu Tage lagen, kam bei jeder Abstimmung am Ende doch nur eine Gegenstimme zustande. Zu stark waren Fraktions- und Koalitionsdisziplin, zu bequem die Flucht in die Fiktion. Doch selbst nach der Wahl, also befreit von der Großen Koalition, die so viel Schaden an Aachens Verkehrspolitik zu verantworten hat, konnte das Projekt nicht politisch beendet werden.

Unsere Fraktion DIE Zukunft hat als ein großes Projekt das Ende des Marktliners zu Gunsten von mehr barrierefreien Haltestellen für alle in die letzten Haushaltsberatungen eingebracht. Wir wurden überstimmt, das Projekt sollte leben, der Ausbau der Haltestellen nicht beschleunigt werden.

Jetzt ist der Traum geplatzt. Das Projekt wird abgewickelt, weil ein einzelner Baustein, das autonome Fahren, nicht im Zeitrahmen des Projektes geliefert werden kann. Damit fällt das ganze Projekt komplett in sich zusammen, weil der Zirkelschluss von Illusionen plötzlich eine Lücke bekommen hat.

Doch müssen wir Politiker*innen in Aachen uns auch fragen, wie es überhaupt so lange überleben konnte. Wir müssen dringend lernen, Priorität zu setzen, dafür setzen wir uns, gerade auch im Mobilitätsausschuss, ein. Eine klare Priorität für uns bleibt die barrierefreie Stadt, weshalb wir erneut versuchen werden, mehr Geld für Haltestellen-Umbau zu sichern, davon müsste ja gerade etwas frei geworden sein.“

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Am Wochenende in den Nationalpark Eifel fahren? – Es gibt Alternativen

Mit dem Rad immer an der Rur entlang

  • Der RurUfer-Radweg ist 170 Kilometer lang, man kann ihn befahren, ohne in Gelände zu geraten, in dem Touristen zwangsläufig Tiere und Pflanzen zerstören.
  • Auf diesem Radweg erlebt man das Hohe Venn, den Nationalpark Eifel, die Jülicher Börde, das Heinsberger Land und die Niederlande bei Roermond.
  • Man kann die Zitadelle in Jülich, die Fachwerkhäuser in Monschau, das Jugendstilkraftwerk in Heimbach und vieles mehr auf der Tour besichtigen.
  • Infos gibt es hier. Via Mail hier: info@rurufer-radweg.de und anrufen hier: 02446 / 805 790.
  • Foto unten: Werbung für den RurUfer-Radweg z. Z. im Stadtbild von Aachen zu sehen.
In Aachen in der Großkölnstraße

Es muss nicht immer der Nationalpark Eifel sein. Der jüngste deutsche Nationalpark – 11.000 Hektar groß – ist zur Zeit total überlaufen. Schon längst hat die Leitung des Nationalparks jede Werbung für den Park gestoppt.

Wildcamper stören dort Tiere und zertreten seltene Pflanzen. Sie entzünden Lagerfeuer, sie grillen und hinterlassen wilden Müll in Menge auf den Wanderwegen und auch abseits. 1,35 Millionen Menschen latschten schon 2020 in den Nationalpark, 2021 werden es ganz sicher noch mehr sein. Was für eine Pleite.

Der Eifel-Boom zeichnete sich schon nach dem ersten Lockdown 2020 ab, er war vorauszusehen. Im Winter strömten die Massen auf die verschneite Wege. Der Ansturm wird noch befeuert durch Outdoor-Apps wie Komoot, wo Nutzer ihre eigenen Touren einstellen können. Erst in den letzten Tagen haben die Betreiber angefangen, Hinweise einzuarbeiten. Hinweise auf Gebiete, die Touristen nicht betreten sollten.

Menschen wollen was erleben, das ist nun mal so. Eine kluge Politik hätte das berücksichtigt bei der „Bewältigung“ der Pandemie.

Menschen benehmen sich als Touristen manchmal rücksichtslos. Sogar mit Booten wird versucht, einsame Buchten im Nationalpark zu erreichen. Dabei sei am Rursee an anderer Stelle – von Einruhr bis nach Schmidt und Heimbach – alles zugänglich, notiert Marco Rose in seinem Bericht in der örtlichen Tageszeitung. Alternativen aufzuzeigen – das ist auch der Sinn des oben stehenden Hinweis auf den RurUfer-Radweg.

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