Arbeitsplätze schaffen oder Bäume schützen, das ist hier die Frage

Die Baumschutz-Aktion am Chorusberg ist noch nicht beendet, da könnte schon neue Arbeit auf die Aachener Baumbesetzer-Szene zukommen.

Abiomed, an der Vaalser Straße/Ecke Neuenhofer Weg. Das Unternehmen will expandieren, dafür müssen Bäume gefällt werden.

Die Firma Abiomed Europe GmbH ist ein wachsendes und erfolgreiches Unternehmen, ansässig in Aachen an der Vaalser Straße. Über 400 Menschen entwickeln und produzieren dort Herzunterstützungssysteme, also Geräte, die Menschen zu einem längeren Leben verhelfen. Abiomed möchte in Aachen expandieren, möchte 200 bis 250 zusätzliche Mitarbeiter*innen einstellen. 

Dazu möchte das Unternehmen am Standort großzügig anbauen. Auch ein Parkhaus soll errichtet werden, denn mehr Mitarbeiter*innen bedeutet auch, so wird angenommen, dass mehr Autos in der Nähe vom Arbeitsplatz abgestellt werden müssen. Ein Parkhaus muss also her. Genau zwischen Sportplatz und Vaalser Straße, auf einem städtischen Grundstück. Die Sache wurde jetzt im Planungsausschuss der Stadt öffentlich behandelt und wird am Mittwoch, 10. März, im Rat der Stadt beschlossen – Update: Dieser Tagesordnungspunkt wurde inzwischen zurückgezogen.

Der Firma kann man zu ihrem geschäftlichen Erfolg nur gratulieren, ein Problem bereitet aber z. B. das neue Parkhaus: Da wo es hinkommt, befindet sich schon etwas – nämlich Bäume. Und die müssen alle niedergelegt werden. Es sind zum Teil besonders geschützte Bäume.

Mal sehen, ob auch an der Vaalser Straße Ratsvertreter der Partei Die Grünen aktiv werden (wie am Chorusberg). Im Planungsausschuss haben sie den Anbauplänen samt Parkhaus-Bau jedenfalls zugestimmt. Einzig der Vertreter der Fraktion „Zukunft“, Christoph Allemand, stimmte gegen das Vorhaben und damit für den Erhalt von gut 50 update: 150 Bäumen. 

Die Angelegenheit (Bebauungsplan 998) wird hier dargestellt. Einfach ganz nach unten scrollen und die Anlagen anklicken, dann sieht man, was geplant ist und wo.

Luftbild. Der eingestrichelte schmale Streifen rechts markiert das Gebiet, wo das Parkhaus für etwa 200 Pkw hinkommt.
Übersichtsplan. Für das Parkhaus ist eine intensive Dachbegrünung vorgesehen.

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Stadtarchiv sucht Material zum Kaufhaus Tietz

Foto: Stadtarchiv_Aachen – Straßenfotos – Markt -Tietz (Fotograf unbekannt)

Am Markt in Aachen befand sich einst das imposante Gebäude des Kaufhaus Tietz. Es stand dort seit 1896 und wurde in den 1960er Jahren leider abgerissen.

Architekt war Albert Schneiders, bei dem auch Ludwig Mies van der Rohe kurze Zeit arbeitete. Man nimmt sogar an, dass der berühmte Mies van der Rohe an den Plänen für das Kaufhaus mitgearbeitet hat.

Um den Alltag im Kaufhaus und das Leben der Aachener*innen mit und im Tietz greifbarer zu machen, sucht das Stadtarchiv nun Quellenmaterial: unbekanntes Material zum Kaufhaus Tietz, beziehungsweise zum Kaufhof am alten Standort Markt. Das können Fotos, Audio- und Videomaterial, Werbung, Plakate und ähnliches, aber auch persönliche Erinnerungen sein, die das Stadtarchiv gern dokumentieren möchte.

Das Stadtarchiv wird ein Buch zum Kaufhaus Tietz am Markt, dem späteren Kaufhof, herausgeben. Das neue Buch soll die bewegte Geschichte des Gebäudes bis zu seinem Abriss im Jahr 1965, aber auch die Geschichte des Unternehmens Tietz in der Stadt, erforschen. Gleichzeitig werden historische Quellen zu diesen Themen aus dem Stadtarchiv vorgestellt. 

Außerdem forscht das Stadtarchiv nach Zeitzeugen und Zeitzeuginnen, die früher im Kaufhaus Tietz gearbeitet haben und auch bereit wären, über diese Zeit zu berichten. Kontakt zum Archiv:  stadtarchiv@mail.aachen.de und/oder unter der Telefonnummer 0241-432 4972.

Wer war Leonhard Tietz ?

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„Pandemie, Profit und peinliche Proleten“ – Böhmermann über Fußball – Sehenswert

Comedian Jan Böhmermann profiliert sich immer mehr als Enthüllungsjournalist. Bravo. Er nimmt in seinem ZDF Magazin Royale den Profi-Fußball auseinander und den Sportjournalismus gleich mit. Und er ruft in Anlehnung an Studiogast Arnd Zeigler die Rubrik „Böhmis wunderbare Welt des Fußballs“ ins Leben. Darin bekommen u.a. die „Bild“ und deren Chefredakteur („Graf Koks von der Gasanstalt“) ihr Fett weg.

Böhmermann versucht den Beweis zu führen, dass das Blatt an den Lockerungs­gesprächen im Frühjahr 2020 beteiligt gewesen sei und zwei Ministerpräsidenten unter Druck gesetzt hat. Seht euch das 19-Min-Video an, es ist sehr gut gemacht.

Comedian, Satiriker, Entertainer, Journalist, Multitalent Jan Böhmermann knöpft sich die Welt des Fußballs vor.

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Streetart: Video zeigt Banksy bei der Arbeit

Ein Instagram-Video von Streetart-Ikone Banksy zeigt, wie der geheimnisvolle Künstler ein neues Schwarz-Weiß-Graffito an ein ehemaliges Gefängnis in London sprüht. Banksys Arbeiten werden gelegentlich buchstäblich von Häuserwänden runtergeholt, sie erzielen bei Versteigerungen Millionen Dollar/Euro/Pfund.

Wer ist Banksy? Banksy ist ein weltbekannter Streetart-Künstler, der seine Identität geheimhalten will. Zigtausende pilgern zu seinen Arbeiten und wollen sie sehen. Oft sind es Schablonen-Graffiti. Hier bitte lesen, es lohnt sich.

Banksys Kunst ist nicht unpolitisch. Der Spiegel schreibt über ihn und sein Graffito, das Gegenstand des Videos ist, dass der Künstler (vielleicht ist es auch eine Frau) sich dafür ausspricht, das ehemalige Gefängnis als eine Stätte für Kunst und Kultur zu nutzen. Der Spiegel schreibt weiter: Man kann „Banksy sogar ein bisschen bei der Arbeit über die Schulter schauen. Zu sehen sind unter anderem kleinteilig ausgeschnittene Schablonen, Sprühdosen, Filzstifte und Malerrollen, mit denen der Künstler im Schein einer Stirnlampe arbeitet“. 

Sehr witzig: Der längst verstorbene Fernsehmoderator und Hobby-Maler Bob Ross scheint in dem nun auf Instagram veröffentlichten 3-Min-Video die Arbeitsschritte zu kommentieren.

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Sei online dabei: Heute gibt es Infos zum Abriss des maroden Büchel-Parkhauses

Zu einem Info-Abend „Abbruch des Parkhaus Büchel“ lädt die Stadtverwaltung zusammen mit der städtischen Entwicklungsgesellschaft Aachen (SEGA) am heutigen Freitag, 5. März, ein. Beginn: 17.30 Uhr.

Der Abbruch des alten Bauwerks ist eine sehr komplizierte Sache und gleicht einem chirurgischen Eingriff. Der Beton muss ganz vorsichtig von den Baggern Stückchen für Stückchen quasi abgeknabbert werden. Das Parkhaus grenzt unmittelbar an Gebäude, die nicht in Mitleidenschaft geraten sollen. Die Anwohner müssen mit viel Staub und Krach rechnen. Unter dem Bauwerk, unter einer kolossalen Betonplatte, befindet sich heißes Thermalwasser. Das soll auf keinen Fall hervorsprudeln, die Betonplatte soll nicht entfernt werden. Man rechnet insofern nicht mit archäologischen Funden.

Wegen der Corona-Pandemie findet der Info-Abend als digitale Veranstaltung mit einer Live-Übertragung im Internet statt: https://youtu.be/KQqFq6v_edA. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.   

Zuerst gibt es eine Einführung und Einordnung des Projektes durch Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und SEGA-Geschäftsführer Christoph Vogt. Dann werden Frank Schneiderwind vom städtischen Gebäudemanagement und Isabel Strehle, Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung, Stadtplanung und Mobilitätsinfrastruktur, den Abbruch erörtern. Den städtebaulichen Ausblick zum Projekt Büchel gibt Planungsdezernentin Frauke Burgdorff. 

Während des Live-Streams kann man wieder im Chat Fragen stellen und Meinungen äußern. 

Der Eingangsbereich des längst geschlossenen Parkhauses in der Innenstadt von Aachen. Unmittelbar daneben (links): das sogenannte Rote Haus. Foto: Archiv

Mehr Infos zum Altstadtquartier Büchel:  www.buechel-aachen.de.  

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1. Schuljahr: Montessori-Grundschule Mataréstraße muss 30 Kinder abweisen

An der Montessori-Grundschule Mataréstraße wurden zum kommenden Schuljahr (2021/22) genau 95 Schülerinnen und Schüler  (SuS) angemeldet, davon 70 Anspruchsschüler*innen. Die dreizügige Schule unterrichtet jahrgangsübergreifend und kann insgesamt 65 SuS neu aufnehmen.

30 Kinder können voraussichtlich nicht aufgenommen werden. Das nicht zum ersten Mal. Die Schule ist zu klein, sie muss dringend erweitert werden und insbesondere eine vernünftige Mensa bekommen. Und so heißt es in der Vorlage für die Politiker*innen in Aachen:

In Abstimmung mit der Schulaufsicht bei der StädteRegion Aachen und der Schulleiterin der Montessori-Grundschule Mataréstraße wird die Bildung einer zusätzlichen Eingangsklasse aufgrund von räumlichen und organisatorischen Gründen nicht befürwortet.  

Für die Kinder, die nicht aufgenommen werden können, stehen Schulplätze an der benachbarten Grundschule Schönforst zur Verfügung. Darüber hinaus müssen Schülerinnen und Schüler auf andere Grundschulen verteilt werden. Freie Plätze sind noch an der KGS Luisenstraße, der KGS Beeckstraße und der KGS Am Fischmarkt vorhanden.

Die Schulleitung der Montessori-Grundschule Mataréstraße wird die Eltern der Kinder, die nicht aufgenommen werden können, entsprechend beraten und auf die freien Plätze an den anderen Schulen hinweisen.

Hier findet man im Anhang wichtige Zahlen zu den Grundschulen in Aachen. Nach unten scrollen.

Im Oktober 2019 bei einem Tag der offenen Tür konnte man die Grundschule besichtigen, auch die Mensa. Ein eng wirkender, gekachelter Raum und Gitter vor den Fenstern. Inzwischen wurden Pläne für einen Anbau auf den Weg gebracht. In der Schule möchten auch Eltern ihr Kind anmelden, die gar nicht in dem Viertel wohnen. Foto: AachenNews Archiv
Sehr dicht an den Schulhof der Montessori-Grundschule in der Mataréstraße wurden im Jahr 2020 Wohnungen gebaut. Die sind mittlerweile fast fertig. Man blickt aus deren Fenstern unmittelbar auf den Schulhof.

s. dazu auch den Kommentar

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Kauft die Stadt das Grundstück? Lösung für den Chorusberg ist in Sicht.

Am Chorusberg zeichnet sich eine Lösung ab. Die Bäume werden vielleicht doch nicht gefällt, jemand könnte das Grundstück kaufen und wäre dann für die Pflege der Bäume zuständig.

Die Oberbürgermeisterin (OB) schreckt vor nichts zurück. Sie hat sich gestern wegen der Bäume am Chorusberg mit Grundstückseigentümer Gerd Sauren getroffen. Es soll „ein konstruktives Gespräch“ gewesen sein. Kaum zu glauben, Sauren redet nämlich auch mit Damen – vorsichtig gesagt – etwas laut, wenn ihm was nicht passt. Aber vielleicht stimmt es ja sogar.

Über die öffentlichen Proteste und Aktionen zum Erhalt der Bäume am Chorusberg wurde hier berichtet. Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen hatte die Baumschützer dieser Tage persönlich aufgesucht und ihnen ihre Solidarität ausgedrückt. Sie soll in dem Gespräch mit Sauren deutlich gemacht haben – so teilt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit – dass ihr der Erhalt und der Wiederaufbau eines wichtigen Stücks Grün an dieser Stelle der Stadt am Herzen liegt.

Sauren habe in dem Gespräch seine Bereitschaft erklärt, das betroffene Waldgrundstück an interessierte Nachbarn oder die Stadt zu veräußern. Einigkeit habe darüber bestanden, dass dann der Käufer die anstehenden Verkehrssicherungsmaßnahmen, die angeblich ursächlich für die Fällaktionen sind und waren, übernimmt.

Die Bäume stehen zumindest teilweise nah an den Nachbargrundstücken oder sind so hoch, dass sie bei Sturm auf diese Grundstücke fallen könnten. Hab ich jetzt nicht gesehen, als ich vor Ort war, aber egal. Wie den Besetzer*innen (unter ihnen der Sprecher der Grünen im Stadtrat) und den Nachbarn durch Herrn Sauren bekannt gewesen sei, soll dieser mit dem Forstamt die Wiederaufforstung mit Stieleichen abgestimmt haben.

Die Wiederaufforstung sei auf jeden Fall gewährleistet, schreibt jetzt die Pressestelle. Das ist keine schlechte Nachricht.

Für die in der Vergangenheit von Nachbarn bzw. Anwohnern mit anwaltlicher Unterstützung geforderte Einhaltung von Ruhe und Ordnung in dem Wäldchen, besonders in sommerlichen Nachtzeiten, sei dann von dem/den Käufer/n zu sorgen.

Das Gespräch zwischen der Oberbürgermeisterin und dem Investor „fand in einer sehr angenehmen Atmosphäre statt“, so wurde mitgeteilt. Beide Gesprächspartner sähen mit einem Verkauf des Grundstücks die Möglichkeit, die restlichen Bäume des Wäldchens zu erhalten. Die Details sollen in weiteren Gesprächen mit den Anwohner*innen und dem Fachbereich Liegenschaften bei der Stadtverwaltung geklärt werden.

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„Was immer auch die Zukunft bringt: Schöner wird sie, wenn man singt.“

Das (Überschrift) sagt der Slam-Poet Diego Hagen.

Hier ein Rap zum Beethoven-Jahr von Kindern der Thomas-Mann-Grundschule in Berlin.

***

Aber auch diese Meldung aus dem „Tagesspiegel“ in Berlin sollte man zur Kenntnis nehmen. Massenkeilerei zwischen Kindern. Man kann gut sehen, wie die Welt der Kinder auseinanderklafft, wie die Unterschiede überdeutlich sichtbar werden. Die einen musizieren in der Pandemie, die anderen verabreden sich zur Schlägerei.

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Nicht für jede Kleinigkeit zum Recyclinghof fahren. Die Termine für März.

Die fleißigen Leute im Presseamt haben wieder die Termine für das Wertstoffmobil geschickt. Dort könnt ihr zum Beispiel Elektrokleingeräte, Alttextilien, Kunststoff- und Metallabfälle oder Batterien abgeben. Alles in kleinen und haushaltsüblichen Mengen.

So sollen Fahrten zum Recyclinghof und eine nicht-sachgerechte Entsorgung vermieden werden. Dieser Service erfreut sich seit seiner Einführung im September großer Beliebtheit und ist ein Schritt zu mehr Nachhaltigkeit in der Stadt.

Alle Informationen zur Abgabe, Zeiten und Standorten findet ihr auch unter www.aachen.de/wertstoffmobil


Die Termine für März im Überblick:

Dienstag, 9. März:

Richterich: Grünenthaler Straße / Parkplatz Sportplatz 10 bis 11 Uhr

Orsbach: Düserhofstraße 11.30 bis 12.30 Uhr

Horbach: Parkplatz Friedhof, Horbacher Straße 13.30 bis 14.30 Uhr

Laurensberg: Parkplatz Schulzentrum Hander Weg 15 bis 16 Uhr.

Mittwoch, 10. März: 
Eilendorf: Halfenstraße, Sportplatz 8.30 bis 9.30 Uhr

Haaren: Laachgasse, am Wendekopf 10 bis 11 Uhr

Verlautenheide: Markt, Heiderhofweg 11.30 bis 12.30 Uhr

Jülicher Straße Nr. 376: Parkplatz 13.30 bis 14.30 Uhr

Malmedyer Straße: Einhard Gymnasium 15 bis 16 Uhr

Donnerstag, 11. März: 
Elsassplatz 8.30 bis 9.30 Uhr

Driescher Hof: Parkplatz, Stettiner Straße 25 10 bis 11 Uhr

Brand: Rombachstraße, Parkplatz Tennishalle 11.30 bis 12.30 Uhr

Oberforstbach: Schwinningstraße 13.30 bis 14.30 Uhr

Forst: Kirchstraße 15 bis 16 Uhr


Freitag, 12. März:
Hangeweiher: Hermann-Löns-Allee 8.30 bis 9.30 Uhr

Lindenplatz 10 bis 11 Uhr

Neumarkt 11.30 bis 12.30 Uhr

Soers: Wendehammer Alkuinstraße 13.30 bis 14.30 Uhr

Eilendorf: Birkstraße, Turnhalle 15 bis 16 Uhr

Das Wertstoffmobil wurde angeschafft, nachdem im Bürgerforum seine Notwendigkeit zum Thema wurde. Hier steht es gerade auf dem Neumarkt.


Montag, 15. März:
Schleckheim-Nütheim: Aachener Straße/ Friedhof 8.30 bis 9.30 Uhr

Lichtenbusch: Monschauer Straße 128, Malteser Hilfsdienst 10 bis 11 Uhr

Walheim: Aachener Straße / Friedhof 11.30 bis 12.30 Uhr

Schmidthof: Hunsrückweg / Friedhof 13.30 bis 14.30 Uhr

Kornelimünster: Romerich / Parkplatz Sportplatz Inda Gymnasium 15 bis 16 Uhr


Dienstag, 16. März:
Vaalserquartier: Alte Vaalser Straße 8.30 bis 9.30 Uhr

Kronenberg: Wendeschleife Am Friedrich 10 bis 11 Uhr

Königshügel: Heerlener Straße 11.30 bis 12.30 Uhr

Preuswald: Parkplatz Walhorner Straße 13.30 bis 14.30 Uhr

Branderhofer Weg: Parkplatz 15 bis 16 Uhr

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Die Ausstellung „Was ich anhatte …“ thematisiert sexualisierte Gewalt

Die Ausstellung will darauf aufmerksam machen, dass manchmal den Opfern von sexueller Gewalt eine gewisse Mitschuld vorgeworfen wird – indem gesagt wird, sie hätten mit ihrer Kleidung falsche Signale ausgesendet.

„Haben Sie sich gewehrt?“ „Haben Sie deutlich Nein gesagt?“ „Was hatten Sie an?“ Solche Fragen werden Opfern von Vergewaltigung immer wieder gestellt. Fragen, in denen eine Mitschuld an der Tat mitschwingt und die die Opfer zusätzlich belasten.

Journalistin Beatrix Wilmes – tätig für die WDR-Sendung Frau tv – hat diese Sicht auf sexualisierte Straftaten aufgegriffen und sie mit der Ausstellung „Was ich anhatte …“ aufbereitet. Die Ausstellung zeigt Kleidungsstücke, die Frauen bei einer Vergewaltigung getragen haben. Und es wird sehr deutlich: Wie eine Frau angezogen ist, hat nichts mit der Tat zu tun. Es sind ganz alltägliche Hosen, Kleider, Schuhe und Gegenstände, die jede Frau in ihrem Kleiderschrank findet.

Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März hat das Gleichstellungsbüro der Stadt die Ausstellung nach Aachen geholt. Gezeigt wird sie bis zum 11. März in der Raststätte, Lothringer Straße 23. Wegen der Pandemie werden die Exponate im Schaufenster ausgestellt. Details können über einen QR-Code abgerufen werden, der auf den Ausstellungsplakaten angezeigt ist. Infomaterial steht ebenfalls zur Verfügung.

Dass das Thema viele Frauen betrifft, belegen beispielsweise Zahlen der Weltgesundheitsorganisation. „Jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen, jede siebte Frau von sexualisierter Gewalt“, beschreibt Loni Finken vom Aachener Gleichstellungsbüro die Dimensionen. Sie sagt: „Wir wollen das Thema gerade jetzt für die Öffentlichkeit sichtbar machen, um Betroffenen Mut zu geben, sich Hilfe und Unterstützung zu holen.“

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Bundesministerium nennt Zahlen.

Aus dem Gerichtssaal: Einer Lesung aus Akten könnte ihr heute per Livestream ab 18.30 Uhr folgen. (Buch von Strafverteidigerin Christina Clemm, „Akten Einsicht“, 20 Euro)

Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 11. März in der Lothringer Straße 23. Weitere Infos hier: http://wasichanhatte.de

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