Polizei löst Party auf, findet Drogen und einen Mann im Schrank

Am vergangenen Samstagabend (23. Januar) gegen 23.55 Uhr wurden Polizisten wegen einer Ruhestörung zu einem Haus in der Aachener Bahnhofstraße gerufen. Im Keller lösten die Beamten eine Party mit mehreren Personen auf und fanden bei der Durchsuchung auch noch diverse Drogen.

Anschließend durchsuchten die Polizisten mithilfe eines Drogenspürhundes die Wohnung, in deren Keller die Party stattgefunden hatte. Neben weiteren Drogen und den entsprechenden Utensilien stöberte die Spürnase im Schlafzimmerschrank eine weitere Person auf, die sich dort versteckte.

Der Mann wurde leicht verletzt und wollte nach eigenen Angaben dort lediglich übernachten. Aufgrund der Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, die Corona-Schutzverordnung und wegen der Ruhestörung leiteten die Polizisten Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren ein und stellten die Drogen sicher.

Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. (fp)

Das alte Polizeipräsidium in der Soers steht leer und soll abgerissen werden, die Polizisten sind bekanntlich in Richtung Brand verzogen.
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Wegen Schnee in Aachen: Die Müllabfuhr kann diverse Straßen nicht anfahren

Vorsicht! Äste brechen unter der Last des Schnees ab

Der Winterdienst des Aachener Stadtbetriebs hat mit Hochdruck am Wochenende und auch in den heutigen frühen Morgenstunden gearbeitet und für Verkehrssicherheit in der Stadt gesorgt. Dennoch konnten die schweren Müllfahrzeuge des Stadtbetriebs einige Straßen wegen Schneefall und Glätte nicht anfahren und die dortigen Abfallbehälter nicht leeren. Das teilt die Pressestelle der Stadt Aachen mit.

Dies betrifft neben Stichstraßen und Sackgassen auch gewerbliche Privatgrundstücke, die nicht oder nicht ausreichend geräumt waren.   

Die Leerungen werden am kommenden Montag, 1. Februar, nachgeholt. Möglicher entstehender „Überhang-Abfall“ darf in diesem Fall in handelsüblichen Abfallsäcken entsorgt werden. Zur Abholung können diese Säcke am 1. Februar an den Straßenrand gestellt werden, dies gilt sowohl im Teil- als auch im Vollservice.

Diese Regelung betrifft auch die Abholung der Gelben Säcke. Die Entsorgung der heute nicht gesammelten Gelben Säcke wird ebenfalls am kommenden Montag nachgeholt.

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Seit der Nacht von Samstag bis heute ist es im Stadtgebiet zu einer erheblichen Anzahl von Schneebrüchen gekommen. Auch ausladende Nadelbäume wie z.B. Kiefern sind anfällig.  

Da die Schneemassen durch das dichte, oft auch gefrorene Kronendach der Bäume nicht abgleiten können, ist die Schneelast auf den Baumkronen hoch. Durch die entstehende Hebelwirkung neigen sich die Bäume teilweise stark, sodass die Biegebelastung zu hoch werden kann. Mögliche Folgen können plötzlich herabstürzenden Äste, Wipfelbrüche oder sogar umstürzende Bäume sein. So war es bereits am Wochenende zu zahlreichen umgestürzten Bäumen in der Stadt Aachen gekommen.  

Vorsichtig mit einem Besen rütteln 

Die Mitarbeiter*innen der Baumkolonne des Aachener Stadtbetriebs kontrollieren zwar derzeit Parkanlagen, Spielplätze und Straßenbäume. Durch den erneuten und weiter vorhergesagten Schneefall, „kann sich die Lage noch ausweiten“.

(Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Presse und Marketing

Andreas Schulz, Leiter der Baumkolonne des Stadtbetriebs, bittet daher um besondere Vorsicht beim Besuch von Park- und Freizeitanlagen, die aktuell stark frequentiert sind. „Wir appellieren an die Bürgerinnen und Bürger: Schauen Sie sich die Bäume an und halten nach Möglichkeit eine Baumlänge Abstand. Bitte laufen Sie unter Bäumen, die offensichtlich unter der Schneelast leiden, etwa durch stark herabhängende Äste, nicht durch!“

Die Außengelände der städtischen Schulen und Kindertagesstätten werden derzeit ebenso kontrolliert wie die städtischen Spiel- und Bolzplätze. 

Gleiches gilt für die Baumbestände auf den städtischen Friedhöfen. Da auf dem Ostfriedhof derzeit keine Beisetzungen terminiert sind, wird dieser wegen seines alten Baumbestandes gesperrt. Wegen der akuten Schneefalllage werden voraussichtlich weitere Friedhöfe gesperrt werden müssen. 

Die durch die Schneelast tief herabhängenden Äste der Bäume führen auch bei Bäumen in Gärten zu einer hohen Biegebelastung. Darum gibt Andreas Schulz noch einen Tipp: „Es ist für den Baum sehr hilfreich, wenn die unteren Äste vom Schnee befreit werden. Dazu kann man einfach mit einer langen Stange oder einem Besenstiel vorsichtig am Baum rütteln. So wird der Baum vor einem Schneebruch geschützt.“ 

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Der neue heiße Scheiß in der social media Welt: Clubhouse

Ein Tipp zum Reinhören. Clubhouse fasziniert zur Zeit netzaffine Zeitgenossen gewaltig. Politiker*innen, Journalist*innen und wer sonst noch über viel Zeit im 2. Lockdown verfügt interessiert sich für diese neue Marke.

„Clubhouse ist wie der Blick durchs Schlüsselloch – nur mit den Ohren“, erfahren wir im Podcast von Holger Klein (bei Übermedien). Zum Format: Der Journalist Holger Klein ruft jede Woche jemand an und fragt: Was ist da eigentlich los? Er lässt sich dann etwa 30 Minuten lang einiges erklären und wir dürfen mithören.

Die neue App könne Konferenzen ersetzen und das Bedürfnis nach Bar- oder Tischgesprächen befriedigen. Die App könnte uns die zwanglosen (Theken-)Gespräche ermöglichen, auf die wir wegen der Pandemie nun schon so lange verzichten müssen.

Ministerpräsident Bodo Ramelow jedenfalls begibt sich in der neuen Social-Media-App Clubhouse auf dünnes Eis – und bricht gnadenlos ein. Der Ministerpräsident von Thüringen macht am Freitag in gelöster Stimmung vor einem vermeintlich geschlossenen Publikum mehrere lockere, dumme Sprüche über die Corona-Krisenrunden mit der Kanzlerin.

„Die insgesamt vier Stunden, die Ramelow auf Clubhouse verbracht hat, werden als erster großer Kommunikations-Fail in die Geschichte der App in Deutschland eingehen“, schreibt turi2 und hat Recht.

Holger ruft an … wegen Politikjournalismus Holger ruft an

Gast: Christoph Hickmann (Der Spiegel) Journalisten müssen beruflich vor allem kritisieren. Die Regierung, die beschlossenen Reformen, die Politiker selbst. Zwischen all der berechtigten Kritik kommt es aber auch immer wieder vor, dass Journalisten zu sehr ins Nörgeln geraten und gehässig werden.
  1. Holger ruft an … wegen Politikjournalismus
  2. Jetzt reinhören: Nice & Nötig
  3. Holger ruft an … wegen Roland Weißmann
  4. Holger ruft an … wegen Tschernobyl
  5. Holger ruft an … wegen Ungarn

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„Wissen ist Silber – Machen ist Gold“ Die Fachhochschule Aachen wird 50.

Alle reden von der RWTH und was dort alles erforscht und gelehrt wird. Aber sehr interessant und schön ist, dass es in Aachen auch die Fachhochschule gibt, seit 50 Jahren übrigens.

Glückwünsche gingen schon reichlich ein – per Video natürlich. Chef dieser wunderbaren Einrichtung ist noch für ein paar Monate Marcus Baumann (s. Foto, oben, mit Hütchen). Er geht bald als Rektor in den Ruhestand.

Zuletzt doch noch fertig geworden: das neueste Gebäude der Fachhochschule. Das Kompetenzzentrum Mobilität in der Hohenstaufenallee/Mariabrunnstraße.
Gebaut nach dem Entwurf des Architekten Benno Helpenstein, der als Aachener Mitglied des New Yorker Architekturbüros MDA ist. Derzeit wird noch innen ausgebaut. Außerdem müssen die Außenbereiche noch fertiggestellt werden.

Mehr als 15.000 Studierende hat die Fachhochschule Aachen, die lernen in 106 Studiengängen, 2325 Mitarbeiter gibt es dort. Und außer dem Geld, das die Landesregierung in die Fachhochschule steckt, konnten dort 2020 auch 18,7 Millionen Euro an Drittmitteln für die Forschung eingeworben werden.

Zur Zeit findet Lehre unter Corona-Bedingungen statt. Und das scheint weitgehend ohne Ausfall zu klappen. „Wissen ist Silber – Machen ist Gold“ steht auf den Plakaten der Fachhochschule. Ein cooles Motto für das Jubiläumsprogramm. Alles nachzulesen unter fh-aachen.de

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Dienstag: Bürger*innen-Dialog zum Branderhof

Wer in Burtscheid rund um den Branderhof wohnt, für den/die ist das hier wichtig: Es gibt einen digitalen Bürger*innen-Dialog zum Branderhof, jede/r kann zuhören und im Chat auch seine Meinung äußern. Wegen Corona ist der Austausch wieder nur digital möglich, aber das klappt ja immer gut.

Am kommenden Dienstag, 26. Januar, startet um 20 Uhr der Livestream auf dem YouTube-Kanal der Stadt Aachen: https://youtu.be/fjblvWSxNoc. Fachleute werden die Quartiersentwicklung in Burtscheid mit dem ehemaligen Reiterhof Gut Branderhof hin zu einem Nachbarschafts- und Begegnungszentrum vorstellen und erläutern. 

Es geht außerdem um das dort geplante gemeinschaftliche Wohnen. Es kommt die Frage zur Sprache, wie hoch rund um den Hof gebaut werden darf. Anwohner hatten Befürchtungen, dass ihnen viel zu hohe Bauten vor den Nase gesetzt werden.

Die Verwaltung möchte mit euch in den Austausch kommen! Daher können alle schon jetzt per E-Mail an Branderhof.Beverau@mail.aachen.de Anmerkungen, Fragen, Kritik, Anregungen usw. schicken. Das ist an die genannte E-Mail-Adresse auch noch nach der Veranstaltung bis einschließlich 2. Februar möglich. 

Mehr Infos auf:  www.aachen.de/branderhof – Mit Blick auf den anstehenden Bürger*innen-Dialog findet ihr dort in der rechten Spalte unter „Weiterführendes“ auch einen aktuellen Fragen-und-Antworten-Katalog (FAQs). 

Beim Bürger*innen-Dialog besteht am 26. Januar die Möglichkeit, die Ziele und Zusammenhänge der parallel laufenden Planungsprozesse des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) „Beverau“ zu diskutieren und offene Fragen zu folgenden Themen zu klären:

  • Revitalisierung des Gutshofes zum Nachbarschaftszentrum,
  • Bebauungsplanverfahren „Branderhofer Weg/Am Römerhof“,
  • geplante kooperative Wohnbauprojekte,
  • Sanierungssatzung „Beverau“.  

Hier findet man Beispiele von Gesprächen der Stadtverwaltung mit den Bürgerinnen und Bürgern. Besonders das Beispiel Lütticher Straße zeigt, wie so etwas abläuft (für alle, die das Format noch nicht kennen).

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Heute ab 10 Uhr: Was wird aus dem Büchel?

Das Projekt Büchel entwickelt sich in großen Schritten. Samstag, 23. Januar, werden ab 10 Uhr live die weiterentwickelten Entwürfe der Kooperativen Planungswerkstatt vorgestellt.

Wie schon bei der Zwischenpräsentation in der vergangenen Woche kann man alles coronabedingt komplett digital auf dem Youtube-Kanal der Stadt Aachen miterleben: https://youtu.be/AWSb5Gx3gKA.

Schon ab 9.15 Uhr wird dort ein Einführungsfilm zu „Stadt machen am Büchel“ gezeigt. Ende der öffentlichen Veranstaltung ist um 13 Uhr.

300 Meter entfernt vom Weltkulturerbe Aachener Dom steht ein altes, kaputtes Parkhaus, das bald abgerissen wird. Was an seiner Stelle einmal stehen wird, darum geht es im Rahmen einer Digitalveranstaltung.

Es sind spannende Projekte zu erwarten, an denen drei renommierte Büros derzeit gemeinsam mit Stadtplaner*innen der Verwaltung final feilen, so teilt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit. Begleitet wird der Prozess von einem Empfehlungsgremium, bestehend aus Aachener Politiker*innen und externen Expert*innen.

Die öffentliche Präsentation der Zwischenergebnisse lieferte bereits Einblicke und Szenarien, welche Entwicklungspotenziale am Büchel liegen. Eine Aufzeichnung dieser Veranstaltung ist weiterhin unter dem Link https://youtu.be/B3XjHHp-8CE abrufbar. Gefordert ist ein robuster Vorentwurf, der die Leitplanken für den städtebaulichen Rahmenplan liefert, der darauf aufbauend im Frühjahr/Sommer erarbeitet wird.

Hier klicken: https://youtu.be/AWSb5Gx3gKA.

Weitere Infos zum Büchel: www.buechel-aachen.de.

Kein schöner Anblick: das alte Parkhaus mitten in Aachen. Fotos: Archiv
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16 Grundstücke in Windeseile vergeben

Vor wenigen Tagen ist das Verfahren zur Vergabe von Grundstücken für das Neubaugebiet Holunderweg/Schlehenweg in Aachen-Lichtenbusch gestartet. Das teilt das Presseamt der Stadt mit. In Lichtenbusch an der belgischen Grenze bietet die Stadt Aachen 15 Doppelhaus-Grundstücke und ein Einzelhausgrundstück zum Kauf bzw. als Erbbaurecht an.

Die Politiker*innen hatten im Vorfeld beschlossen, dass die Grundstücke in Lichtenbusch ausschließlich an Familien mit mindestens einem Kind, die nicht bereits Eigentümer eines Einfamilienhauses im Gebiet der Städteregion Aachen sind, vergeben werden sollen. Innerhalb kürzester Zeit gingen 150 Bewerbungen per E-Mail ein.

„Die Resonanz auf den Verfahrensstart war enorm“, zieht Christoph Kemperdick, Leiter des städtischen Immobilienmanagements, eine erste Bilanz. Mit den ersten 30 Familien geht man jetzt in das weitere Verfahren.

Am Ende können 16 Grundstücke an 16 Familien vergeben werden. Das bedeutet natürlich auch, dass in den vergangenen Tagen leider 120 Familien eine Absage erteilt werden musste. Dort sei man größtenteils auf Verständnis für die Absage gestoßen, als man die hohe Zahl an Bewerbungen genannt habe.

Die große Nachfrage belegt aus Sicht der Stadtverwaltung, dass es richtig ist, die Schaffung von Wohnraum für Familien mit Kindern in den Vordergrund zu stellen, und dass die Anstrengungen in diesem Bereich weiter forciert werden müssen. 

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Streit um einen Radweg, die Zweite, jetzt Lintertstraße

Die Lintertstraße ist an den Rändern runter bis zur Adenauerallee mit Pkw vollgestellt. Quasi parallel zur Trierer Straße verbindet diese Straße Forst mit Brand.

Die Debatten um die Lütticher Straße* sind noch in vollem Gange, da steht heute im zuständigen Politiker-Gremium (ab 17 Uhr im Eurogress) schon der nächste Zankapfel auf der Tagesordnung. Punkt 14 und 14a: Radweg entlang der Lintertstraße – als Teil der Rad-Vorrang-Route Brand.

Die Lintertstraße war auch im Rathaus schon Gegenstand von hitzig geführten, teil-öffentlichen Beratungen. Aber dort hieß es, als ich mir die Meinungen der Parteien zu dem Projekt anhören wollte: Der Saal ist voll, mehr als 30 Personen dürfen nicht rein. Der Saal ist in der Tat – wegen der Pandemie – eigentlich für 30 Personen schon zu klein.

Jetzt gibt es also Beratungen im Eurogress. Auch dort geht es um eine Protected Bikelane, was nichts anderes bedeutet, als dass vom Straßenraum der Platz für einen Radweg mitsamt baulichen Trennelementen zur Fahrbahn hin abgezwackt werden muss. Alles in allem 3 Meter mindestens (Beide-Richtungen-Radweg). Das kostet natürlich Parkplätze, die Fahrbahn kann man schließlich nicht schmaler machen.

Mehrere Varianten stehen zur Diskussion, aber 53 Parkplätze wären mindestens futsch. Es sei denn man findet Platz für eine dieser Quartiersgaragen, die in anderen Städten jetzt immer öfter zu sehen sind. Von der Errichtung einer Quartiersgarage ist aber – soweit jetzt zu erkennen ist – bezüglich der Lintertstraße nicht die Rede.

„Eine Unverschämtheit“ und „bodenlose Frechheit“ sollen CDU-Vertreter schon den Hinweis genannt haben, es seien doch genug Garagen und Stellplätze in benachbarten Straßen vorhanden. Eine Studie will das herausgefunden haben.

Auch in den Seitenstraßen der Lintertstraße ist kein Quadratmeter frei, der als Parkplatz genutzt werden könnte. Alles voll. Wie in dieser Gegend ein Radweg untergebracht werden soll, ist vorerst ein Rätsel.

Doch ein Radweg muss her, so oder so. Anwohner, die behaupten, es seien dort nur selten mal Radfahrer*innen unterwegs sollen sich mal fragen: Warum meiden Radfahrer die Straße?

Eben weil sie ohne Radweg viel zu gefährlich ist. Aachen braucht aber Radwege, auf die sich auch etwas ängstliche, ältere Zeitgenossen trauen. Sie sollen ihre Pkw stehen lassen und aufs Fahrrad/Pedelec umsteigen können, wenn sie unbedingt wollen.

Parkende Autos nehmen im knappen öffentlichen Raum absurd viel Platz ein. Die Lintertstraße (zwischen Adenauerallee und Schönforsterstraße) zeigt das deutlich.

s. auch zwei drei Leser*innen-Kommentare

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*Die Online-Debatte um die Lüttcher Straße kann hier angesehen und mitverfolgt werden. Sie dauerte zweieinhalb Stunden und zog phasenweise über 300 Aachener*innen in ihren Bann.

Sie vermittelte viele Erkenntnisse und enthält auch im Chat jede Menge Kommentare von Aachener*innen. Man sieht außerdem, wie die Lütticher Straße einmal aussehen könnte.

Mehrere Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung haben sich echt Mühe gegeben, auf die Bedenken der Anwohner*innen einzugehen und Fragen zu beantworten. Sie wurden am Ende zu Recht gelobt.

https://www.youtube.com/stadtaachen

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Im Covid-Testzentrum in der Blondelstraße

Im Testzentrum, das eigentlich ein Club ist.

Heute waren wir gegen 9.30 Uhr in der Blondelstraße 9 in einer Disco. Das „NOX“ ist jetzt ein Corona-Testzentrum, und weil wir heute einen Freund mit Vorerkrankung besuchen wollten, mussten wir ganz sicher sein, ihn nicht anzustecken.

Es ist ein privates Zentrum, in dem man sogenannte Schnellteste machen lassen kann – aber auch PCR-Tests. Man muss den ganzen Vorgang privat bezahlen, 40 Euro pro Schnelltest. Offenbar haben die Behörden dem neuen, privaten Testzentrum eine Genehmigung erteilt. So waren wir zuversichtlich und eigentlich sogar richtig froh, hier landen zu können. Eine gute Sache.

Wer vormittags so gegen 10 Uhr hinkommt, braucht sich noch nicht mal anzumelden. Man muss seinen Personalausweis vorlegen, bezahlen und kann gleich durchmarschieren in eine Testkabine im hinteren Teil der Örtlichkeit.

In der Kabine ging es gleich zur Sache, ein Miniminimini-Stäbchen (biegsam) wurde mir zuerst in den Rachen geschoben. Das hatte schon mal gleich heftiges Husten zur Folge. Dann wurde dasselbe Stäbchen in die Nase geschoben, was komischerweise jede Menge Tränenflüssigkeit aus den Augen schießen ließ.

Eins ist mal klar: So locker wie die das im Fernsehen immer darstellen, ist das ganze Testen nicht. Es ist nicht angenehm. Aber nach 5 Minuten lacht man schon wieder und freut sich, es hinter sich zu haben.

Dass wir in einem Club waren, das war nicht zu übersehen. Es ist ziemlich dunkel, alle Wände, die Decke, der Boden sind schwarz. Die Leute dort sind sehr freundlich. Auf das Ergebnis vom Schnelltest muss man 15 Minuten warten. Kein Problem, wenn man warme Kleidung trägt: Im NOX ist es eiskalt und es zieht.

Zum Schluss bekommt jede/r eine schriftliche Bestätigung des Testergebnis – mit Datum, Uhrzeit und in Deutsch und Englisch.

Die Teste waren negativ, kein SARS-Covid-2. Der Besuch bei dem sympathischen Vorerkrankten kurze Zeit später war deshalb auch unbeschwert.

Wer mehr wissen will: https://www.covid-testzentrum.de/aachen

Von außen leicht zu erkennen: das neue Testzentrum. Montag bis Samstag und an Feiertagen geöffnet von 8 bis 21 Uhr.

Die Maßnahmen gegen das Virus werden alle nicht genügen, und fast alle wissen das.

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Viel Streit wegen der Lütticher Straße

Heute geht es wieder – ganz Corona-konform – um die Lütticher Straße. Es geht um die Frage, ob diese Aachener Ausfallstraße einen Radweg bekommt und wenn ja: welchen? Und wo dieser Radweg eventuell hinkommt, wie breit er sein soll und wo bei all dem die Fußgänger*innen bleiben? Und ob es nicht sogar zwei Radwege, nämlich rechts und links der Straße, geben muss?

In Aachen steht Autos absurd viel Raum zur Verfügung. Zum Nachteil von ÖPNV, Fußgänger*innen und Radfahrer*innen. Die Lütticher Straße beweist das eindrucksvoll.

Sehr viele Anwohner und Anwohnerinnen nutzen in der Lütticher Straße den öffentlichen Raum, um ihre Autos darauf abzustellen. Und das soll möglichst auch so bleiben, so wird derzeit vor Ort in scharfem Ton gefordert. Die Politik und die Verwaltung dürfen sich auf eine harte Auseinandersetzung gefasst machen.

Unter den Bäumen – links im Bild – hat es einst einen Radweg gegeben, den solle man doch reaktivieren, meinen etliche Anwohner. Doch das ist leider keine Lösung, nicht praktikabel. Die Bäume sind übrigens zum Teil in einem erbärmlichen Zustand, instabil. Den nächsten großen Frühjahrssturm möchte man unter diesen Bäumen lieber nicht erleben. Einige sind nicht mehr vital.

Die Situation in der Lütticher Straße, zwischen Limburger Straße und Amsterdamer Ring im Bild. Diskutiert wird u. a. über einen 2,30 Meter breiten Eine-Richtung-Radweg, der baulich vom Fußweg und von den Bussen getrennt ist (Protected Bikelane).

Es geht um ein etwa 700 Meter langes Stück Straße, auf dem das Fahrradfahren besonders gefährlich ist. Maximal 79 Pkw-Parkplätze würden wegfallen. Um die kämpfen nun die Anwohner mit Zähnen und Klauen, möchte man sagen. Sie haben über 1000 Unterschriften gesammelt und diese Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen bereits überreicht.

Die Oberbürgermeisterin soll allerdings klargemacht haben, dass sich Aachen „am Anfang einer historischen Wende weg vom Diktat des Autos hin zur Fokussierung auf den Menschen“ befindet, wie die örtliche Tageszeitung berichtete. Die Frage ist, ob sich diese Position halten lässt. Auch in der Lintertstraße sollen zugunsten eines Radweges etliche Parkplätze wegfallen, auch dort formiert sich Protest.

Die Verwaltung möchte sich heute, Dienstag, 19. Januar, ab 19 Uhr (bis 21 Uhr) zu dem Vorhaben Lütticher Straße online äußern, auf YouTube.com/stadtaachen. Sie ist durch eine Entscheidung des Rates gebunden: Der Stadtrat hat sich 2019 mit übergroßer Mehrheit (gegen FDP und AfD) einem entsprechenden Bürgervotum (Radentscheid) angeschlossen.

Viele Bürger*innen hätten nicht unterschrieben, wenn sie gewusst hätten, was der Bürgerentscheid bedeutet, so wird argumentiert. Und: Die Grünen in Aachen (jetzt stärkste Partei im Rat) hätten die Wahl eigentlich gar nicht so überragend gewonnen, wenn man die Nicht-Wähler berücksichtigt. (Kopf auf Tisch.) Gewonnene Wahlen nicht wirklich anzuerkennen wird offenbar auch bei uns Mode. Stop the Count, wa?

Hier entsteht ein Neubau mit 63 dieser superkleinen Mikrowohneinheiten die jetzt in Aachen an allen Ecken aus dem Boden sprießen. Nur für die Hälfte stehen in der Tiefgarage Pkw-Plätze zur Verfügung. Befürchtet wird ein zunehmender Parkdruck.

Könnte der Bau einer Quartiersgarage mit nur 200 Plätzen die Anwohner schon zufriedenstellen? Und wo sollte diese überirdische Quartiersgarage hin? Bis Ende diesen Jahres kann nun überlegt und geplant werden. Denn dann wird die Straße ohnehin aufgerissen, weil Versorgungsleitungen erneuert werden müssen.

Vor dem Franziskus-Krankenhaus werden derzeit Parkplätze für Patienten und Besucher gebaut. Außerdem gibt es dort neuerdings eine Station für Leihräder.

Viele offene Fragen können heute – wie es seit Beginn der Pandemie üblich ist – im Chat gestellt werden. Die Verwaltung ist eigentlich nicht bürgerfeindlich, sie wird mit Sicherheit auf die Bürger*innen eingehen, das zeigt die Erfahrung. Also deshalb: ab 19 Uhr, YouTube.com/stadtaachen

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