Mutige Aktion in Aachen.

Foto: Owe

Aktivist*innen haben in Aachen wie in 30 anderen Städten der Bundesrepublik eine Spontan-Radspur gebaut. Heute, Samstag, 23. Mai. Noch bis 13 Uhr könnt ihr die Spur nutzen. Sie befindet sich auf der Jülicher Straße, in der Nähe der Passstraße.

Pop-up-Radwege schießen wie Pilze aus dem Boden, viele mit Unterstützung der jeweiligen Stadträte, wie hier in München.

Mehr über Pop-up-bike-lanes hier und hier

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Wieder freie Fahrt auf dem Vennbahnweg

Breiter und schöner: der Vennbahnweg. Im Bild das Rollefbachtal-Viadukt. Foto: Archiv

Der Vennbahnweg in Brand ist auf dem Abschnitt zwischen dem Kreisverkehr Niederforstbacher Straße und dem Rollefbachtal-Viadukt für den Fuß- und Radverkehr nach mehrwöchigen Bauarbeiten wieder freigegeben worden und kann  durchgängig und ohne Umleitung genutzt werden. Das teilt das Presseamt der Stadtverwaltung mit.

Die Bauarbeiten waren nötig, weil das Neubaugebiet Tuchmacherviertel an die Kanalisation angeschlossen wurde. Zum anderen hat die Stadt den Vennbahnweg  zwischen Kreisverkehr und Viadukt deutlich verbreitern lassen. Zwischen der Niederforstbacher Straße und der Beckerstraße ist die Trasse nun durchgängig 3,50 Meter breit, von der Beckerstraße bis kurz vor das Viadukt konnte sie sogar auf vier Meter ausgeweitet werden. 

In Kürze wird noch ein Rastplatz mit zwei Bänken und einem Abfallbehälter angelegt. Von hier aus können Rastende ins Tal und in die Ferne schauen. Und im November werden noch 23 Bäume auf diesem Abschnitt des Vennbahnwegs nachgepflanzt. Im Zuge der Bauarbeiten mussten Bäume gefällt werden.

Zum Weiterschauen: hier und hier und hier

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Aachen: Bürgerforum mit interessantem Themenmix

Steht überwiegend leer, obwohl im benachbarten Frankenberger Viertel hoher Parkdruck herrscht: Das Parkhaus der Aachen Arkaden. Foto: Archiv

Das war wieder eine interessante Sitzung des Bürgerforums*. Sie dauerte fast zweieinhalb Stunden und fand wegen der neuen Hygiene-Bestimmungen im Eurogress statt. Hier in aller Kürze die Ergebnisse: 

1. Hitlers Vorzeigekünstler, in Aachen geboren und Vollblut-Nazi, einst Präsident der Akademie der Künste in Berlin, Arthur Kampf, wird derzeit noch in Aachen geehrt; nach ihm ist eine kleine Straße benannt. Nicht mehr lange, denn die Politik findet die Ehrung unpassend und hat einen behördlichen Vorgang eingeleitet, der zum Ziel hat, dass die Straße umbenannt werden könnte. (Hier wird weiter berichtet.)

2. Seit ewigen Zeiten wünschen sich die Händler, dass der Markt vom Marktplatz weg zum Elisenbrunnen verlegt wird. Denn: Die an- und abfahrenden Busse spülen den Händlern die Kund*innen in Massen vor die Stände, so werden mehr Menschen mit guten Lebensmitteln versorgt und man spart sich einen Minibus, der geplant ist, um Personen höheren Alters zum Wochenmarkt auf den Marktplatz zu fahren. Abgelehnt. Mal wieder. Der Argumentation der Pirat*innen, die für eine Verlegung plädieren, wurde wieder nicht gefolgt. Schade.

3. Über die Förderung von eSports wird die Politik demnächst noch mal  diskutieren, nachdem das Thema vor 3 Jahren von der Fraktion der Piraten in zwei Ausschüsse gebracht aber dort irgendwie nicht befriedigend behandelt werden konnte. Ziel (noch in weiter Ferne): Aachen soll ein eSport-Leistungszentrum bekommen. Leerstehende Läden und Hallen gibt es ja genug.

4. Die bessere Nutzung des Parkhaus Aachen Arkaden (im Eigentum der APCOA GmbH Stuttgart) wird die Verwaltung erneut in Angriff nehmen. Eine Bürgerin aus dem Frankenberger Viertel hatte das Thema vorgetragen. Das Parkhaus hat 832 Stellplätze und mindestens 700 sind ständig leer. Werbung macht die APCOA nicht, aber man kann dort für monatlich 51,38 Euro prima parken. Warum das nicht genutzt wird: Unklar.

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*Offenlage: Ich bin als sachkundige Bürgerin für die Fraktion der Piraten Mitglied des Bürgerforums. Diese Doppelfunktion: engagiert in der Politik und zugleich engagierte Journalistin ist problematisch. Es ist ein Experiment, das aber sowieso beendet ist, wenn die Piraten bei der Kommunalwahl zu schlecht abschneiden.

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Corona-Krise: Was bedeutet eigentlich „inzwischen wieder gesund“?

„1791 ehemals positiv auf das Corona-Virus getestete Personen sind inzwischen wieder gesund.“ Das teilten – in wünschenswerter Transparenz – die Krisenstäbe der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen jetzt mit.

Aber was bedeutet: Sind wieder gesund? Gänzlich ohne Folgewirkung soll das Virus nicht sein, so erklären die Virologen derzeit in ihren Podcasts, bei TV-Interviews und auch sonst überall. Es mehren sich ja die Anzeichen, dass das Virus die Lunge dauerhaft und außerdem auch Herz und Nieren schädigen kann. Und da es den Geruchssinn beeinflusst, gelangt es also auch ins Gehirn.

Viel über die Folgeschäden kann man noch nicht sagen, weil es quasi noch niemanden gibt, der vor einem oder zwei Jahren erkrankte, dann wieder „gesund“ wurde und wo man nun untersuchen könnte, wie der Gesundheitszustand heute ist. Die Wissenschaft kennt und forscht an diesem Virus erst ein knappes halbes Jahr. Vorher war dieses spezielle Virus noch gar nicht bekannt.

So muss man den Hinweis „wieder gesund“ mit Vorsicht genießen, denke ich. Werden erkrankte Schauspieler wieder so lungenstark sprechen können, dass man ihr Flüstern bis auf den letzten Platz eines Theaters wird hören können? Werden Personen höheren Alters vorzeitig dement? Alles unklar.

So verstehe ich auch nicht die Befürworter einer sogenannten „Durchseuchung“. Selbst wenn tausende Menschen die Krankheit bekommen und überstehen: Welche Kosten werden der Gesellschaft entstehen, weil viele Menschen wegen der Folgeschäden behandelt werden müssen und nicht mehr voll leistungsfähig sind? Und welches Leid werden all die Folgeschäden bewirken? Möchte man das Risiko eingehen? Bloß nicht.

Das Grenzlandtheater hat sich einen Mundschutz verpasst. Zweifellos eine symbolische Aktion mit einem traurigen Hintergrund.

Bis heute, Dienstag, gab es 89 Todesfälle in der Städteregion (etwa 555.000 Einwohner), so wird aktuell mitgeteilt. Berlin ist 6 X so groß wie die Städteregion Aachen, hat aber längst nicht dementsprechend so viele Todesfälle wie die Städteregion, noch nicht einmal 3 X so viele (182). Das zeigt, dass wir in einer besonders gefährdeten Region leben.

Es gilt also weiterhin: Mundschutz tragen, Abstand halten, Hände waschen.

Hinweis: Das Abstrichzentrum am Aachener Tivoli ist an Werktagen von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Alle Menschen, die getestet werden wollen, müssen vorher die Telefonhotline 0241/5198-7500 anrufen.

Keine Theateraufführungen, keine Ausstellungen, kein Konzert. Auftritte im Internet sind zwar möglich, aber nur eine plötzlich entdeckte, eigene, quasi zusätzliche Form der Präsentation von Kunst.
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Krankenhäuser ab Mittwoch wieder zugänglich. Freibad öffnet.

Es wird weiter gelockert: Am kommenden Mittwoch, 20. Mai, werden die Besuchsverbote in den Krankenhäusern aufgehoben. Und die Freibadsaison startet mit 20 Tagen Verspätung ebenfalls am 20. Mai: Der Hangeweiher öffnet seine Tore. 

Besuche in Krankenhäusern sind ab dem 20. Mai eingeschränkt gestattet. Die Besuchszeiten werden auf den Homepages der jeweiligen Krankenhäuser genannt. Pro Patient und Tag ist nur ein Besucher erlaubt. Eine Ausnahme besteht für Kinder, die ein Elternteil zum Besuch des anderen Elternteils begleiten, oder für Besucher, die aus medizinischen Gründen eine Begleitung benötigen.

Die Besuchszeit beträgt maximal zwei Stunden. Besucher sollen bitte einen Mund-Nasen-Schutz mitbringen. Ebenfalls zu beachten sind die Abstandsregelung (mindestens 1,5 Meter) und die Maßnahmen zur Händehygiene.

Alle Krankenhäuser sind verpflichtet, von allen Besuchern Name und Kontaktdaten sowie den Namen des zu besuchenden Patienten zu dokumentieren. Es müssen auch Fragen beantwortet werden.

Noch zu, aber nicht mehr lange: Das Freibad Hangeweiher. Dort ist ein normaler Freibad-Tag nicht mehr möglich. Foto: Stadt Aachen/Katharina Franke

Zum Hangeweiher: Hygiene- und Abstandsvorgaben zur Eindämmung des Corona-Virus führen dazu, dass in diesem Jahr deutlich weniger Menschen auf einmal das 23.000 Quadratmeter große Areal betreten dürfen und in den beiden Becken schwimmen können. Das teilt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit.

Es dürfen statt der mehr als 5.000 Besucherinnen und Besucher in dieser Saison nur 280 gleichzeitig auf die Liegewiesen und in die Becken. Um möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu einer Erfrischung im kühlen Nass zu gewähren, gilt es, die Einhaltung der zwei Stunden Aufenthaltsmöglichkeit zu beachten. Anschließend wird – nach einer kurzen Reinigungspause – wieder eine neue Gruppe eingelassen.

In den Becken werden immer zwei Bahnen zusammen abgetrennt, so dass Schwimmer*innen in eine Richtung hin und in die andere zurück schwimmen können. Dann bleibt eine Bahn daneben gesperrt. Dann folgt wieder eine abgetrennte Doppelbahn, dann wieder eine gesperrte und so weiter. Im Kleinkindbereich will man so verfahren wie auf Spielplätzen: Planschbecken und Spielgeräte sind grundsätzlich geöffnet.

Auch die Tickets können in dieser Saison nur online gekauft werden. Dies soll ab heute, 18. Mai, möglich sein. Die Kartenautomaten stehen nur für Personen mit gültigen „Bonuskarten (plus)“ zur Verfügung, weil dort Abstände nicht einzuhalten wären. Auch Nicht-Zahler sowie Kunden mit Jahres- oder Bonuskarten müssen ein sogenanntes „Zugangsticket“ kostenfrei online im Service-Portal „Mein Aachen“ unter www.aachen.de buchen!

Wer allerdings gar keinen Zugang zum Internet hat, kann sich in absoluten Ausnahmenfällen am Info-Point neben der Kasse melden.

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An einem Tag: neun (9) Demos mit insgesamt 550 Personen

Endlich mal wieder Leute auf den Straßen von Aachens Innenstadt! Viele waren es am Samstag, 16. Mai, zwar nicht, besonders, wenn man bedenkt, dass gleich mehrere Demos, Mahnwachen und Kundgebungen angekündigt wurden.

Die demonstrierenden Grüppchen vor dem Elisenbrunnen, vor dem Bahnhof und vor dem Theater sowie auf dem Katschhof waren überschaubar, in großer Zahl war allein die Polizei vertreten. Die Beamten hatten wohl Schlimmeres erwartet, sie langweilten sich auf dem Bahnhofs-Vorplatz.

In den Geschäften wird unterdessen hochwertige Ware (für kühle Frühjahrstage) quasi verramscht. Wer sich einem warmen Kaschmir-Pulli auf Halde legen will, der sollte jetzt mal ein Fachgeschäft aufsuchen. Was normalerweise unerschwinglich ist, ist im bezahlbaren Bereich angekommen. Krass.

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Etwas Grundsätzliches: Die Demonstrationsfreiheit ist im März und April ziemlich unter die Räder gekommen. Es ist ein Grundrecht, also ein Recht, das den Bürger*innen eines Staates GARANTIERT wird. So musste die Polizei in Aachen jetzt neun Demos möglich machen.

Demonstrationen müssen nicht genehmigt werden, sie sind automatisch erlaubt. Sie müssen zwar normalerweise angemeldet werden und können dann mit Auflagen versehen werden (z. B. wie viele Ordner man haben muss usw). Aber es gibt keine ungenehmigten Demonstrationen in Deutschland.

Und Presseleute sollten den Ausdruck „genehmigte Demonstration“ aus ihrem Wortschatz streichen. Das ist der Wortschatz von Diktatoren und Polizeistaaten, wo die Menschen fragen müssen, ob sie vielleicht Kritik üben dürfen an der Regierung und den Behörden.

Als allerletztes Mittel kann – wenn die öffentliche Sicherheit in Gefahr ist, wenn z. B. als gewalttätig bekannte Menschen Gewaltaktionen planen – eine Demonstration untersagt werden. Aber Polizei und Gerichte müssen immer zuvor intensiv überlegen, unter welchen Bedingungen eine Demonstration vielleicht doch noch stattfinden kann. (Dazu hören: „Lage der Nation“, Podcast, Folge 185, Ulf Buermeyer und Philip Banse)

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Falls der Polizeibericht doch noch besondere Vorkommnisse für Aachen verzeichnet, werden die in Kürze hier noch mitgeteilt.

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UPDATE:

Der Polizeibericht liegt mittlerweile vor. Darin heißt es, es seien insgesamt „neun im Vorfeld angemeldete Demonstrationen“ gewesen. Die Beamten hätten „gemäß ihrem gesetzlichen Auftrag“ diese Demonstrationen geschützt.

Und weiter: „Alle Versammlungen blieben friedlich, nur ein Teilnehmer im Bereich des Bahnhofplatzes/ Bahnhofstraße verstieß gegen das Vermummungsverbot und musste von den Beamten zur Identitätsfeststellung in Gewahrsam genommen werden; ihn erwartet nun eine Strafanzeige. Vier weitere Personen erhielten aufgrund von störendem Verhalten einen Platzverweis.“

Insgesamt hätten an allen Versammlungen insgesamt etwa 550 Personen teilgenommen. (pw)

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Ab Montag: Eisenbahnweg bleibt wochenlang zu

Hier werden 2 große Bürogebäude hochgezogen, rechts sieht man den vielbefahrenen Eisenbahnweg. Die Straße wird teilweise voll gesperrt.

Der Eisenbahnweg wird zwischen Philipsstraße und dem Kreisverkehr auf Höhe der Stichstraße An der Birk von Montag, 18. Mai, bis voraussichtlich Anfang Juli gesperrt. Die Vollsperrung wird nötig wegen der voranschreitenden Hochbauarbeiten an einem zukünftigen Bürogebäude nahe dem Kreisverkehr im Umfeld der Aachen-Arkaden.

Zwei Umleitungen sind ausgeschildert: über den Madrider Ring und die Trierer Straße sowie über Philipsstraße, Hüttenstraße und Reichsweg.

Die Zufahrt in den Eisenbahnweg ab Philipsstraße bis zur Baustelle ist möglich, die ansässigen Gewerbebetriebe sind also weiterhin erreichbar. Doch Autofahrer*innen sollten beachten, dass während der nächsten Wochen am Straßenrand immer wieder Parkverbote eingerichtet werden, um den Weg zur Baustelle für Schwertransporte freizuhalten.

Die neuen Bürogebäude bekommen übrigens absurderweise eine voluminöse Tiefgarage (geht baurechtlich nicht anders), obwohl sich in 150 Meter Entfernung von den Neubauten ein Parkhaus befindet, in dem von 830 Parkplätzen immer 800 leer stehen. Deshalb ist auf dem Boden vom Parkhaus teilweise schon Moos gewachsen (s. Foto unten)

Oben auf dem Parkhaus der Aachen Arkaden (Eisenbahnweg). Wenn statt des Parkhauses dort ein Wohnblock stünde . . . 200 Wohnungen wären in zwei Stunden vermietet oder in 2 Monaten verkauft
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54 Päckchen liegen als wilder Müll am Lousberg rum

Mit was sich die Polizei 24 Stunden sieben Tage lang beschäftigen muss, das umfasst wirklich das pralle Leben . . . aber von einer üblen Seite aus gesehen. Dem Polizeibericht ist folgende Meldung entnommen:

Mitte dieser Woche war es, da erhielten Mitarbeiter der Stadt Aachen gegen 17 Uhr einen Hinweis: jede Menge wilder Müll liege am Lousberg herum. Dort angekommen fanden die Leute am Champierweg zahlreiche Pakete und Päckchen, von denen einige aufgerissen und geleert worden waren. Sie vermuteten eine Straftat und riefen die Polizei.

Die hinzugerufene Polizei stellte die 54 Paketsendungen eines namentlich bekannten Paketdienstes sicher und ermittelt nun wegen Unterschlagung und Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses. Das sind schwere Vorwürfe.

Ersten Ermittlungen nach waren die Pakete am Mittwoch, 13. Mai, zwischen 16 Uhr und 17 Uhr dort abgelegt worden. „Der verantwortliche Fahrer des Paketdienstes wird sicherlich die eine oder andere Frage beantworten müssen“, heißt es in dem Bericht. Und weiter: „Die unversehrten Sendungen werden über kurz oder lang aber bestimmt bei den Empfängern eintreffen können.“ 

Wie immer bittet die Polizei um Hinweise – erbeten an das Kriminalkommissariat 32 unter Telefon 0241/9577-33201 oder – außerhalb der Bürodienstzeit – an die Kriminalwache unter 0241/9577-34210.

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Bei gleichzeitiger Parkplatznot: Großes Parkhaus ständig so gut wie leer

Das Parkhaus der Aachen Arkaden am Eisenbahnweg: Mindestens 4 Etagen sind ständig leer. Nur in den beiden unteren Etagen wird geparkt.

Eine Anwohnerin des Frankenberger Viertels richtet einen Antrag an das Bürgerforum der Stadt Aachen, das Parkhaus der Aachen Arkaden zu kaufen und zu einer Quartiersgarage für Bewohner des Frankenberger Viertels umzunutzen. Die schlechte Ausnutzung der Großgarage mit 832 Stellplätzen ist seit langem bekannt.

Der Parkplatzmangel im Frankenberger Viertel ist trotz Bewohnerparkzone allgegenwärtig. Erschwerend kommt dort der Wegfall diverser Stellplätze aufgrund von Langzeitbaustellen hinzu. Die Aachen Arkaden befinden sich quasi am oberen Rand des Frankenberger Viertels (Trierer Straße 1). Dort kann man derzeit parken für monatlich 50 Euro 51,38 Euro (verlangt die APCOA PARKING Deutschland GmbH für das Parken im Monat, 7 Tage, 24 Stunden). Die Stadt könnte die Parkplätze subventionieren und für maximal 20 oder 30 Euro/Monat vermieten. UPDATE: Es gibt gegen eine solche Subventionierung allerdings berechtigte Bedenken.

Von der Verlagerung des ruhenden Verkehrs auf eine Quartiersgarage verspricht sich die Antragstellerin eine nachhaltige Entspannung der vorherrschenden, stressigen Situation.

Das Bürgerforum tritt am Dienstag, 19. Mai, im Eurogress zusammen, um mit den Bürgerinnen und Bürgern deren Fragen und Anregungen zu besprechen und eventuell einer Realisierung näher zu bringen. Beginn der öffentlichen Sitzung ist um 18 Uhr. Das Gremium tagt im Eurogress, weil zwischen den Teilnehmer*innen ein Abstand von 1,50 Metern eingehalten werden muss.

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Bekommt der eSport in Aachen doch noch eine Chance?

Da kommt Freude auf. Der Corona-bedingte, beinah überstürzte Aufbruch ins Digitale hat auch Gutes: Im kommenden Bürgerforum am 19. Mai steht der Antrag eines Bürgers auf der Tagesordnung, in dem es darum geht, die eSport Bewegung nachhaltig zu fördern. Und die regierende CDU/SPD blockt die Sache tatsächlich nicht ab.

Ein Antrag, den so ähnlich die Piratenfraktion im Rat der Stadt bereits im April 2017 gestellt hatte und der damals auf pures Unverständnis, Hohnlachen („Was für ein Quatsch ist das denn?“) und Weigerung, sich intensiv damit zu beschäftigen stieß.

Aber man soll nicht nachtragend sein und sich freuen, wenn meistens rückschrittlich orientierte Herrschaften sich mal eines Besseren besinnen.

„Vor dem Hintergrund der rasant fortschreitenden Digitalisierung ist es dem Antragsteller ein Anliegen, dass die Stadt einen Beitrag dazu leistet, Begegnungsstätten wie auch eine nachhaltige gesellschaftliche Integration des eSports in unser soziales Gefüge zu schaffen.“ So zu lesen in dem Text, den die Verwaltung den Politiker*innen im Bürgerforum zur Abstimmung/Weiterleitung vorlegt.

In der Sitzung (ist öffentlich) am kommenden Dienstag, 19. Mai, 18 Uhr, im Eurogress kann der Antragsteller die positiven Seiten des eSports herausstellen – als da wären: soziale Kontakte fördern, Gesundheitsvorsorge, Kombination von traditionellem Sport und eSport, „Safergaming“, Suchtprävention entwickeln usw.

Der Antragsteller ist der Ansicht, dass die Stadt Aachen bereits jetzt den Anschluss an diese Entwicklung zu verlieren droht. Und da hat er Recht. Aktuell gebe es in Aachen keine notwendige Infrastruktur, auf die Menschen oder Vereine zurückgreifen könnten. Er empfiehlt Förderprogramme in diesem Bereich da Aachen im Dreiländereck die besten Voraussetzungen hat, um kultur- und länderübergreifend Menschen spielend zusammenzubringen.

Allerdings gibt es ja in Aachen bereits eine eSport-Abteilung bei der Alemannia mit diversen Aktivitäten, wie man dieser Seite entnehmen kann. Und auch auf Städteregion-Ebene soll es eine Initiative geben.

Der Antrag der Piraten wurde seinerzeit erst im Sportausschuss behandelt und von da in den Kulturausschuss abgeschoben und dort recht oberflächlich behandelt (Sitzung vom 26. 09. 2017, Tagesordnungspunkt Ö 13) Im September 2017 kam man nämlich zu dem Ergebnis, dass eSport nicht als Sport anerkannt ist und möglicherweise eine kulturelle Angelegenheit ist. Und die Sache sei zwar irgendwie förderungswürdig, aber gefördert hat man dann nichts.

In der Vorlage heißt es, der Kulturbetrieb der Stadt Aachen wird im Rahmen der Sitzung des Bürgerforums zum Antrag mündlich Stellung nehmen. Da sind wird dann mal gespannt, ob Aachen noch die Kurve kriegt.

Links zum Thema: Osnabrück, Gera, Kiel, Berlin

eSport Aachen bei Twitter, leider wenig gepflegt: hier

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