Fahrradtraining für Erwachsene am 9. Oktober

Wir Piraten hoffen ja sehr, dass die Mehrheit im Stadtrat doch mal eines Tages den Ausbau der holprigen Radwege zu Radvorrangstraßen ernsthaft in Angriff nimmt. Bis

Jakobstraße, Nähe Markt:  Immer mehr Leute fahren Rad. Es fehlt an Abstellplätzen. Die zuständige Verwaltung (da könnt ihr ganz sicher sein) macht: NICHTS

dahin lebt man als Radler*in in Aachen gefährlich, sehr sogar. Nichtsdestoweniger steigen jetzt immer mehr Unerfahrene auf die Sättel und treten in die Pedale. Da bietet die Stadtverwaltung ein Training an. Die Herrschaften in der Pressestelle der Stadt schreiben:

„Immer mehr ältere Menschen entdecken das Radfahren wieder für sich. Es ist eine gute Möglichkeit, leistungsfähig und beweglich zu bleiben. Die Stadt bietet im Rahmen ihrer Kampagne „FahrRad in Aachen“ ein kostenloses Trainingsprogramm an. Es richtet sich an ältere Radfahrerinnen und Radfahrer, die Rad fahren können, sich aber noch unsicher fühlen und ihre Fahrpraxis auffrischen möchten.

Das nächste Fahrradtraining für Erwachsene findet am Dienstag, 9. Oktober, von 16 bis 19 Uhr auf dem Verkehrsübungsplatz in der Hohenstaufenallee 3 statt. Wer kein Fahrrad hat, kann vor Ort ein Fahrrad ausleihen. Die Teilnehmerzahl ist auf zehn Personen begrenzt. Wer mitmachen möchte, muss einen Fahrradhelm tragen.

Eine Anmeldung ist bei Dr. Stephanie Küpper erforderlich: telefonisch über 0241 432 6133 oder per Mail: fahrrad-in-aachen@mail.aachen.de. “

Das will geübt sein: Fahren auf einem Witz von einem Radweg. Wenn das Radwegsymbol schon nicht richtig reinpasst, dann hast auch du mit deinem Rad zu wenig Platz. Wahrscheinlich soll hier der Autofahrer vor dem Radfahrer geschützt werden.        Foto: Archiv

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Hunko (MdB) protestiert gegen Polizeieinsatz im Audimax der RWTH

Heute schickte das Büro des Aachener Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko folgende Pressemitteilung:

Am 12. September 2018 haben uniformierte Polizisten ohne Anlass eine Informationsveranstaltung zum Braunkohletagebau an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen aufgesucht. Die BesucherInnen wurden durchgezählt und die Personalien des Veranstaltungsleiters aufgenommen. Dieser ist aktiv bei dem Sozialistisch-demokratischen Studierendenverband Die Linke.SDS.

Hierzu erklären Die Linke.SDS. und der Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko, dessen Wahlkreis sich in Aachen befindet:

„Wir werten dies als Einschüchterungsversuch und verurteilen dies sehr deutlich. Wir fordern den Landesinnenminister Herbert Reul sowie den Aachener Polizeipräsident Dirk Weinspach auf, sich für den antidemokratischen Vorfall zu entschuldigen. Repressalien der Polizei haben bei Bildungsveranstaltungen nichts verloren, das gilt insbesondere an Hochschulen.

In einer Stellungnahme, die uns schriftlich vorliegt, schreibt das Präsidium der RWTH Aachen, nichts von den polizeilichen Vorgängen gewusst zu haben, an der polizeilichen Störung der studentischen Bildungsveranstaltung aber auch nichts Kritikwürdiges zu finden.

Es handelt sich um einen Verstoß gegen die Freiheit, sich zu versammeln, und gegen die Freiheit der Wissenschaft. Es ist in einer Demokratie nicht hinnehmbar, wenn Klima-AktivistInnen von der Polizei beschattet und ausspioniert werden. Der Vorfall zeigt wie wichtig es ist, sich der Ausweitung polizeilicher Kompetenzen, wie sie auch in Nordrhein-Westfalen im neuen Polizeigesetz geregelt werden soll, entgegenzustellen.“

Der Aachener Andrej Hunko (links) arbeitet für Die Linke in Berlin im Bundestag, hier zu sehen bei der Friedenspreis-Demonstration am 1. September 2018 (Antikriegstag) in Aachen.  In der Mitte: Preisträger Jaime Daniel Bernal González, rechts: Ex-MdB Hans-Christian Ströbele.  Foto: Archiv

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Kunstroute: 52 Stationen und 300 Künstler

Kaiser Karl an einer Hauswand am Katschhof.   Foto: Archiv

Im Herbst geht es Schlag auf Schlag. Kunst und Kultur legen los. Die Aachener Kunstroute findet am kommenden Wochenende vom 29. und 30. September zum 21. Mal statt. Susanne Schwier, Kulturdezernentin der Stadt Aachen, teilte mit: „Die Kunstroute ist und bleibt ein echtes Erfolgsmodell. Auch dieses Jahr ist sie wieder gewachsen: 52 Stationen und 300 Künstler können am Wochenende besucht werden.“

Museen und Kunstvereine, Galerien und Künstlervereinigungen laden ein zu einem Spaziergang durch die Aachener Kunstwelt. Im Rahmenprogramm gibt es: Vernissagen, Führungen, Lesungen, musikalischen Darbietungen sowie Diskussionen mit Künstlern. Heinrich Hüsch, Organisator der Kunstroute und Sprecher der Initiative Aachener Kunstinstitutionen: „Wir haben die besondere Situation, dass hier Museen, Galerien, Kulturinstitute und freie Künstlergruppen zusammen kommen. Die gesamte Kunstszene ist vertreten.“

Die einzelnen Stationen decken dabei ein breites Spektrum ab: von Malerei, Zeichnung und Foto über Objekte, Druckgrafik und Digitaldruck bis hin zu Performance, Installation, Graffiti und Fotoaktion sind alle Sparten vertreten. Der Eintritt ist wie jedes Jahr frei. Eine Neuerung gibt es: 22 Stationen der Kunstroute bieten verlängerte Öffnungszeiten an. Sie sind am Samstag, 29. September, bis 22 Uhr geöffnet. Ansonsten gelten an beiden Tagen die bewährten Zeiten von 11 bis 18 Uhr.

Traditionell findet die Eröffnungs-Vernissage am Freitag, 28. September, um 20 Uhr in der Aula Carolina statt. Bei Live-Musik kann dort die Zentralausstellung »SPEKTRUM*18« besichtigt werden.

Infos zur Kunstroute und den einzelnen Stationen: aachenerkunstroute.de

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Heute auf dem Templergraben: Mobilität erleben

Der „Erlebnistag Mobilität“ ist Abschluss und Höhepunkt der Europäischen Woche der Mobilität 2018 in Aachen. Er beginnt am heutigen Samstag, 22. September, um 11 Uhr auf dem Templergraben zwischen Wüllner- und Schinkelstraße und dauert bis 17 Uhr. Organisiert worden ist der Erlebnistag vom „Runden Tisch Radverkehr“.

Die verschiedenen Aussteller wollen anschaulich präsentieren, wie emissionsarme Mobilität in Aachen und der Region gelingen kann. Es wird viel Zeit und Platz für die Aachener Bevölkerung geben, sich zu informieren, verschiedene Mobilitätsarten zu testen und sich auszutauschen. Fürs leibliche Wohl sei gut gesorgt, teilt das Presseamt der Stadt mit. Als Aussteller beteiligt sind folgende Initiativen, Institutionen, Verbände, Vereine, Mobildienstleister und Hersteller (in alphabetischer Reihenfolge):

ADAC, ADFC, ASEAG, AVV, Baristinho, Cambio Carsharing, CLAC Fahrradkurier, e-Go-Mobile, FDP, Grüne, Linke, Madame Cargo Nissan Deutschland, Stadt Aachen/Verkehrsplanung, Streetscooter, Urban Move/Erlebniswelt Mobilität, Velocity.

Die Firma e.Go Mobile stellt ihren e.GO Mover vor. Hinter dem Namen verbirgt sich ein elektrischer Kleinbus mit 10 Sitz- und 5 Stehplätzen. Noch ist er in der Entwicklung, aber letztlich soll der selbstfahrend sein. Aber auch der e.Go Life, ein kleiner elektrisch betriebener PKW, wird ausgestellt sein. Dessen Produktion hat gerade in einem eigenen Werk im Gewerbepark Rothe Erde begonnen. In diesem Zusammenhang werden die Besucherinnen und Besucher auch über die Aktivitäten der zwei Initiativen „Urban Move“ und „Erlebniswelt Mobilität“ ausführlich informiert.

Der StreetScooter, ebenfalls in Aachen entwickelt, wird von der Post im Paketzustelldienst eingesetzt und auch weitervermarktet. Interessierte können sich über mittlerweile drei Typen von Lieferfahrzeugen informieren lassen. Sie sind für Handwerksbetriebe und andere Lieferdienste interessant und können auf spezielle Anforderungen zugeschnitten werden.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Waldbesetzer? Im Frühjahr 2012 ging es los

Das Foto entstand im Mai 2012 im Hambacher Forst. Damals staunte ich nicht schlecht – über den Wald und die Besetzer.

Im Mai 2012 hörte ich zum ersten Mal von einer Waldbesetzung. Hausbesetzung kannte ich und wusste, dass mittels Hausbesetzungen viele schöne, alte Häuser gerettet werden konnten. Ganze Straßenzüge im Aachener Frankenberger Viertel zum Beispiel. Aber eine Waldbesetzung? Ich weiß noch, dass ich damals lachte, weil ich meinte, das könne doch nur ein Blödsinn sein.

Immerhin wollte ich es (in meiner Funktion als Journalistin) genau wissen und machte mich auf den Weg. Skeptisch und misstrauisch. Zuerst lernte ich den Wald kennen, der war anders als der bei Monschau, der mir vertraut ist. Der Wald, den alle Hambacher Forst oder die Bürge oder Bürgewald nannten, war schon etwas Besonderes, so licht und hell. Ich war nicht wenig beeindruckt.

Schließlich fand ich nach einem längeren Spaziergang die sogenannten Waldbesetzer, die sich dann sofort die Mühe machten, mir ihr Anliegen zu erklären. Ich hatte kaum Detailkenntnisse über RWE und die Braunkohleförderung und im Laufe des Gesprächs jede Menge Fragen. Die Besetzer waren viel jünger als ich und GANZ anders drauf. Mit Internet hatten sie rein gar nichts zu tun. Sie twitterten nicht.

Telefonisch konnte man sie nicht erreichen. Ich hatte von ihrer schieren Existenz über einen „Unterstützer“  aus einem nahen Dorf erfahren.

Waldbesetzer habe ich noch öfter besucht, auch in Eis und Schnee im Januar

Kaum zu erkennen: das Wiesencamp der Waldbesetzer im Januar 2013. Der Eigentümer der Wiese musste sich gegen Räumungsaufforderungen durch viele Instanzen gerichtlich zur Wehr setzen. Er ist heute finanziell am Ende, hochverschuldet.

2013, zusammen mit Piraten-Freunden aus Düren, immer dienstlich, bis ich wirklich kapiert hatte, was sie motiviert, was ihr Anliegen ist, wie sie leben, warum sie so leben.

Die Piraten hier und die Aktivisten da im Hambacher Forst, das war wie: Fremde Welten schauen sich an. Piraten hielten sich damals am liebsten in der Nähe von Steckdosen auf.  Ich insbesondere, wir alle wollten vor allen Dingen jederzeit und überall ins Internet. Und dafür wollten wir (und wollen es noch) jederzeit und überall Energie zur Verfügung haben. Und zwar Energie im Überfluss aus Sonne, Wasser, Wind und damals – warum denn nicht – aus Braunkohle. (Offenlage: Ich bin schon lange Mitglied der Piratenpartei.)

Die Besetzer waren – ich erwähnte es bereits – ganz anders drauf. Sie boten schon bald „Führungen“ an und erklärten ihre Ansichten allen, die sich in den Hambacher Forst begaben. Die Gruppen wurden immer größer, die Leute brachten Kaffee und Kuchen mit. Und Bretter für Baumhäuser.

Ich erinnere mich noch, anfangs (unter anderen) zwei Fragen gestellt zu haben: „Ist es nicht total langweilig hier so tagaus, tagein rumzuhängen?“ und „Wie lange werdet ihr bleiben?“ Dazu wurde gesagt: Wie haben viel zu tun, denn wir werden Baumhäuser bauen. Und: Wir bleiben, bis RWE mit dem Abbau der  Braunkohle aufhört.

Im März 2013 startete (meines Wissens nach) die Polizei den ersten Versuch, Leute aus halbfertigen Baumhäusern runter zu holen. Das gelang zunächst, doch war der „Erfolg“ nur von kurzer Dauer. Für solche Kletter-Einsätze, so konnte ich sehen, hat die Polizei eigens Personal ausgebildet.

Wald hin oder her, worum es eigentlich geht, das ist die Klimaerwärmung. Es ist eine Menschheitsbedrohung, auf die die Politik ungenügend reagiert. Massen von Menschen protestieren nur dann so massiv, wenn es wirklich um existentielle Bedrohungen geht und wenn sodann, auf diese existentiellen Bedrohungen die Politik hilflos und falsch reagiert. Versagen der Politik steht am Anfang.

Wer meint, dass die Gefahr besteht, dass wir alle durch radioaktive Strahlen grausam geschädigt werden, der engagiert sich gegen Atomkraftwerke. Wer meint, dass Ausländer/Moslems die Bundesrepublik in ein muslimisches Land verwandeln werden, der geht zur AfD. Und wer erkennt, dass die Energieerzeuger das Klima der Erde ruinieren dürfen. . .  dann kommt es eben zu Waldbesetzungen, unterstützt von tausenden Menschen.

Möge sich doch jede/r mal vorstellen: Du produzierst etwas, irgendetwas. Dabei entsteht jede Menge Dreck. Wohin damit? Na? Du darfst den Dreck kostenlos in der Atmosphäre entsorgen. Ja. Alles rein in die Atmosphäre. Ist das nicht wunderbar? Bequem und kostenlos? Schon verständlich, dass RWE noch ganz lange damit weitermachen will.

Dem Tagebaubetreiber RWE gehört der Hambacher Forst und RWE hat die Erlaubnis bekommen, dort Braunkohle abzubauen. Insoweit geschieht (bis zu den nächsten Urteilen) das alles nach Recht und Gesetz, wie man es in einem Rechtsstaat schöner nicht haben kann. RWE macht nichts Ungesetzliches. Wer sich darüber freut, dass Kommunen RWE-Aktien verkaufen, ist doppelt dumm: Er bedenkt nicht, dass die Aktien mitsamt dem Einfluss dann in andere Hände geraten, und er bedenkt nicht, dass die Erlaubnis zum Abbau von Braunkohle und zum Verstromen derselben nicht davon abhängig sind, wem die Aktien zufällig gerade gehören.

Unter Rot/Grün wurde die Erlaubnis erteilt, Braunkohle abzubauen und zu verbrennen mit verheerenden Folgen für das Klima. Und unter Schwarz/Gelb wird dieses Erlaubnis nicht zurückgenommen. Jetzt müssen wir uns die Frage stellen, ob wir diesen Strom von RWE noch kaufen wollen. Oder vielleicht doch lieber den Strom von Greenpeace.

Der Anfang vom Ende (im Oktober 2012): Die Erhaltung des Waldes wird wichtig, und das Ende des Braunkohle-Abbaus beginnt.

Ich bin dankbar, dass ich diese Leute kennenlernen durfte. Es ist eine Elite.

https://www.aachener-zeitung.de/nrw-region/streit-um-protestcamp-eigentuemer-laesst-nicht-raeumen_aid-26162409

https://www.aachener-zeitung.de/kreis-schickt-ordnungsverfuegung-an-eigentuemer-der-wiese_aid-26211697

https://www.aachener-nachrichten.de/lokales/dueren/geht-eine-komplette-kapelle-auf-reisen_aid-31885527

Diese Bilder (unten) entstanden im April 2017, als ich mit der Fraktion der Freien Wähler des Landschaftsverband (LVR) den Tagebau Hambach besichtigen konnte.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 2 Kommentare

Kurhaus gehört jetzt zum Eurogress

neues_kurhaus_aachen

Das Neue Kurhaus an der Monheimsalle ist alt und sanierungsbedürftig. Es steht unter Denkmalschutz. Nicht im Bild ist das Eurogress, das sich links befindet.       Foto: Archiv

Jetzt ist es entschieden: Das Neue Kurhaus an der Monheimsallee, in dem sich einst das Aachener Spielcasino befand, wird für (vermutlich) 40 Millionen Euro totalsaniert und dann dem Eurogress für Kongresse/Tagungen und Konzerte zur Verfügung gestellt. Ins Obergeschoss sollen Büros rein, in den Keller vielleicht ein Club. Die Sanierung kann allerdings auch etwas teurer werden.

Die Parteien bekamen sich vor dem Entschluss noch kräftig in die Haare, denn Grüne und Piraten wollten das Geld lieber für sozialen Wohnungsbau ausgeben, die Piraten insbesondere auch noch für den Bau von Fahrradwegen/-straßen, die diesen Namen auch verdienen. Allein: CDU und SPD, FDP und Die Linke überstimmten die Oppositionellen locker.

Es war in der Tat eine schwierige Entscheidung: Seit drei Jahren steht das ehemalige Prachtbauwerk schon leer und verrottet. Es bricht einem das Herz,

Neues Kurhaus Spielkasino

Schwer in die Jahre gekommen: das Neue Kurhaus in Aachen.

wenn man sich vorstellt, dass dieses Denkmal-geschützte Bauwerk noch weitere Jahre dem Verrotten preisgegeben wird. Aber längst nicht jeder verbindet etwas mit dem Begriff „Neues Kurhaus“. Nicht wenigen wäre es völlig egal, wenn es einfach abgerissen würde.

Insbesondere die Grünen, aber auch die Piraten wollten es am liebsten so lange leer stehenlassen, bis jemand mit einer zündenden Idee vorbeikommt. Den einstigen Kur-Tempel einfach dem Eurogress zuzuschlagen, das war Grünen und Piraten zu blöd. Ihnen fiel allerdings auch nichts Besseres ein.

SPD und Linke hatten ernsthafte Probleme damit, sich gegen sozialen Wohnungsbau und für die teure Sanierung zu entscheiden. Dass betont wurde, dass die Sache auf eine Entscheidung „gegen den sozialen Wohnungsbau“ hinauslaufe, nannten die Sozis „populistisch“. Was natürlich von der Gegenseite mit Verwunderung aufgenommen wurde: Aha, die SPD nennt die Forderung nach Wohnungsbau „populistisch“. Wann gab es das denn jemals?!

***

Im Rat wurde auch eine Erhöhung der Parkgebühren beschlossen.

Wer kennt das nicht? Man zockelt im Pkw 5, 10, 20 Minuten durch die Innenstadt auf der Suche nach einem Parkplatz am Straßenrand. Hunderte

Unter der Erde ist Platz satt. Oben verpesten die Pkw im Parksuchverkehr die Luft. Fotos: Archiv

machen das täglich. Gleichzeitig stehen immer in vier bis fünf Innenstadtparkhäusern mehrere Etagen leer.

Wie bekommen wir die Autofahrer in die Parkhäuser rein? Vor dieser schwierigen Aufgabe stand der Rat. Und hat sich dafür entschieden, die Parkgebühren am Straßenrand fett zu erhöhen. Damit will man auch für saubere Luft in der Innenstadt sorgen.

Demnach sollen in der Zone 1 (im Innenstadtbereich) künftig 20 Cent je fünf Minuten Parkzeit bezahlt werden. Parkhöchstdauer ist eine Stunde, der Mindesteinwurf liegt bei einem Euro. Die Bedienzeiten bleiben unverändert.

In der Zone 2 (außerhalb des Innenstadtbereiches) kostet das Parken künftig 50 Cent je 30 Minuten, bei einem Mindesteinwurf von 50 Cent. Höchstparkdauer und Bedienzeiten sowie eventuelle Angebote von Tagestickets bleiben dort unverändert.

Oft stehen hier ganze Etagen leer: im Parkhaus unter dem Bushof (Eingang Couvenstraße) zum Beispiel und im Parkhaus an der Nikolauskirche.

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar

LVR gibt wieder Geld aus für Kultur und Museen

Fördert kulturelle Initiativen und verschiedene Museen im Rheinland: der Landschaftsverband (LVR), dessen Parlament in dem hier dargestellten Raum in Köln tagt. Foto: Archiv

Der Kulturausschuss des LVR-Parlements hat gestern für das laufende Jahr die Unterstützung von 13 Museumsprojekten mit insgesamt 312.650 Euro beschlossen. Damit ermöglicht der Landschaftsverband Rheinland (LVR) im Rahmen seiner Museumsförderung Projekte, Ideen und konkrete Aktivitäten rheinischer Museen.

„Hier steht der LVR einmal mehr als wichtiger und kompetenter Partner den Städten und Gemeinden tatkräftig zur Seite. Für die Museen bedeutet es oft, bestehende Angebote zu verbessern und neue Ideen umzusetzen“, sagt  der Kulturausschuss-Vorsitzende Professor Jürgen Rolle. Mit dem Geld werden  zum Beispiel  Ausstellungskonzeption und -realisierung, Museumsplanung und Restaurierung, ebenso wie Publikationen und museumspädagogische Angebote unterstützt.

Zu den aktuell geförderten Museen zählen große und kleine Häuser in der vielfältigen rheinischen Museumslandschaft: So zum Beispiel das Museum Abteiberg Mönchengladbach, das Töpfereimuseum Langerwehe im Kreis Düren, die Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur in Zülpich, das Stadtmuseum/Stadtarchiv Langenfeld, das Kindergartenmuseum in Bergisch Gladbach und das wunderbare Max Ernst Museum Brühl des LVR.

Zuvor hat der LVR im laufenden Jahr bereits elf weitere Museumsprojekte im Rheinland mit 170.900 Euro gefördert. Die finanzielle Unterstützung der rheinischen Museen im Rahmen der LVR-Museumsförderung beläuft sich für 2018 somit insgesamt auf rund 500.000 Euro.

Der LVR fördert unter Einbeziehung der Regionalen Kulturförderung in 2018 somit Museen und museumsähnliche Einrichtungen in Höhe von insgesamt ca. 2 Mio. Euro.

Weitere Infos: hier 

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Noch immer unklar: Was wird aus dem Neuen Kurhaus? Mit Update

Das Neue Kurhaus in Aachen, als Bauwerk ein Schmuckstück an der Monheimsallee. Foto: Archiv

Ein Kurhaus aus dem 19. Jahrhundert, wie es sich in der Aachener Monheimsallee – neben Eurogress und Quellenhof – befindet, ist ein Mehrzweckgebäude. Es enthält üblicherweise eine repräsentative Eingangshalle, dazu Ballsaal, Theater- und Konzertsaal, Spielsaal und Gastronomie. Das Kurhaus an der Monheimsallee steht seit rund drei Jahren leer.

Die Frage ist: Was fangen wir mit dem Gebäude noch an?

Das Bauwerk gehört der Stadt Aachen, und folglich ist es Sache des Rates der Stadt zu entscheiden, was aus dem Kurhaus wird. Die PolitikerInnen werden dabei von den Experten der Stadtverwaltung beraten. Am morgigen Mittwoch, 17 Uhr, trifft sich der Stadtrat mal wieder und diskutiert u. a. über das Kurhaus und was man mit dem alten Kasten noch machen kann. Die dringend nötige Sanierung würde jedenfalls, so oder so, rund 40 Millionen Euro kosten.

Die Stadtverwaltung teilt diesbezüglich mit:

Die Nachfrage nach Veranstaltungsräumen (die Aachen für Kongresse und Tagungen zur Verfügung stellen kann) übersteigt das Angebot. Darüber hinaus ist durch Gutachter und Experten bestätigt worden, dass der Veranstaltungsmarkt in Aachen Wachstumspotenzial hat.

Die notwendigen Kapazitäten, um die Nachfrage befriedigen zu können und am wachsenden Veranstaltungsmarkt teilnehmen zu können, könnten im Neuen Kurhaus geschaffen werden. Zudem könnte dieses aufgrund der historischen Architektur eine gelungene Ergänzung zum funktionalen Eurogress sowie zum modernen Business- und Eventbereich des Tivoli darstellen.

Somit wäre eine Erweiterung des Eurogress durch Aufstockung oder in den rückwärtigen Park- und Anlieferungsbereich entbehrlich. (Diese Erweiterung des Eurogress, so war es bisher angedacht, sollte für mehr Kapazität sorgen.) 

2,5 Millionen Euro müssten dann jedes Jahr aufgebracht werden, um das Gebäude in Schuss zu halten (genannt: Folgekosten).

Nach langem Hin und Her und diskutieren mit allen nur möglichen Leuten fände ich (persönlich) es schön, wenn das Neue Kurhaus für Kongresse, Tagungen und Kulturveranstaltungen aller Art genutzt werden könnte, wenn es dazu im Besitz der Stadt bleiben würde (kaufen will es ohnehin keiner, leider) und wenn es auch einen Club oder einen Café/Restaurantbetrieb bekommen würde.

neues_kurhaus_aachen

Der repräsentative Eingangsbereich vom Neuen Kurhaus. Alte Prachtbauten sind schön, aber man muss sie sich auch leisten können. Foto: Archiv

Von mehr Kongressen in Aachen verspreche ich mir: mehr Einkünfte (Umwegrendite) für die Geschäftswelt und so auch mehr Gewerbesteuereinnahmen für die Stadtkasse. Ich habe selbst z. B. einst Bundesparteitage der Piraten (in mindestens sieben Städten, mit jeweils mindestens 1000 Leuten) besucht und weiß noch genau, dass ich in den Städten jeweils immer zwischen 50 und 100 Euro ausgegeben habe. Mit den Kongress-Teilnehmern kommt Geld in die Stadt(kasse).

Von den im Rat vertretenen Parteien bevorzugt bisher nur die SPD die Nutzung, die auch mir gefallen würde. Auf eine definitive Entscheidung müssen wir aber wahrscheinlich noch warten.

Wer etwas über die Nutzung des Kurhauses  (besonders zur Raumaufteilung oben und unten) genauer wissen will, hier: http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=18911

UPDATE: (einen Tag später) es zeichnet sich ein Entschluss ab, dem nur Grüne und Piraten nicht zustimmen werden. Die anderen (CDU, SPD, Die Linke, FDP) wollen das Kurhaus dem Eurogress für mehr Kongresse und Konzerte zuschlagen. Bericht folgt.

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Auf dem Rad: Mit Musik nachts durch die Stadt

Fatal: Immer mehr Menschen fahren Rad, nehmen an Touren teil, und entsprechend knapp werden die Abstellplätze für Räder (hier: Hartmannstraße). Man sieht schon vor lauter Rädern die Bügel nicht mehr.

In diesem Jahr findet die erste Aachener BikeNight statt. Der Start ist am kommenden Freitag, 21. 09., um 20 Uhr am Elisenbrunnen. Von dort geht es

Jakobstraße, Nähe Markt: Auch hier alles voll. Wegen der regen Aktivität der Diebe muss man sein Rad immer an einem Bügel befestigen. Vielleicht lässt sich ja die Tour mit einer Forderung verbinden: Schafft mehr Abstellplätze für Räder!

über eine 16 Kilometer lange Tour im gemäßigten Tempo durch die Stadt. Die Tour endet auf dem Markt.

Bei der BikeNight fahren die Teilnehmer*innen von Musik begleitet gemeinsam mit dem Fahrrad durch Aachen und bringen Leben auf die Straße. Ob mit geschmückten Fahrrädern oder verkleideten Menschen – die BikeNight lebt von der Kreativität ihrer Teilnehmer*innen und wirbt dabei für eine lebendige, sichere, nachhaltige und gesunde Stadt.

”Mit der BikeNight holen wir ein Konzept nach Aachen, das auch in anderen Städten seit mehreren Jahren sehr gut ankommt. Ich freue mich auf eine fröhliche und bunte Tour, die damit auch ein Zeichen für eine lebendige und lebenswerte Stadt setzt“, sagt Steffen van Bergerem, Initiator der ersten BikeNight.

Ein Video-Teaser zur BikeNight ist auf YouTube zu finden:

https://www.youtube.com/watch?v=HeTwJulmz5k

Die BikeNight findet im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche statt.

Am Rand vom Elisenbrunnen: Kein Platz für mein Rad. Was soll man da machen?

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Neue Straßenbahn für Aachen und den Nordkreis geplant

Im Haus der StädteRegion in der Aachener Zollernstraße wird in Kürze über Pläne für ein neues Tram-Projekt diskutiert und abgestimmt.

Bekommen Aachen und sein Umland demnächst doch noch eine neue Straßenbahn? Es sieht so aus. CDU und Grüne in der StädteRegion haben jedenfalls einen entsprechenden Antrag eingereicht, dem ein Mehrheitsbeschluss sicher ist. Über das neue Tram-Projekt wird am Donnerstag, 27. September, in der Zollernstraße öffentlich diskutiert und abgestimmt.

„Erarbeitung eines Regio-Tram-Projekts“ lautet lapidar der Tagesordnungspunkt, der vermutlich die Herzen aller hiesigen Verkehrspolitiker höher schlagen lässt. Tausende pendeln werktags in privaten Pkw aus den Nordkreis-Kommunen in Richtung Aachen. „Die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur im Individualverkehr wie im öffentlichen Busverkehr“ stoße an Grenzen, so lautet die Begründung für den neuerlichen Vorstoß. Damit ist gemeint, dass Straßen und Busse überlastet sind.

Dringend her muss, laut CDU und Grünen, eine „schienengebundene Kanalisierung der Pendlerströme“. Und dazu sollen die Verwaltungen der Nordkreis-Kommunen und der AVV zusammen das Regio-Tram-Projekt ausarbeiten.

Die Pläne haben wir in Aachen vor Jahren bereits mal diskutiert. Ergebnis: Nicht realisierbar. Doch jetzt macht offenbar eine neue Technologie möglich, was zuvor nicht machbar war. Aktiv befürworten müssten die Pläne: die Mehrheit der Politiker in Baesweiler, Alsdorf, Würselen und Aachen.

Die neue Tram würde emissionsfrei und elektrisch betrieben sein und insofern würde „ein wesentlicher Beitrag zur Luftreinhaltung“ erreicht. So steht es in der Vorlage für den 27. September (StädteRegionsausschuss). Insbesondere in Aachen würde durch das Tram-Projekt eine „effektive Reduzierung der Umweltbelastungen“ zu erwarten sein.

Abschließend heißt es in der Vorlage der Verwaltung: „Herr Sistenich, vom Vorstand der Initiative Aachen, wird erste konzeptionelle Überlegungen für das Projekt Regio-Tram als einen ergänzenden Baustein des euregiobahn-Netzes vorstellen. Dabei wird er auch auf die notwendigen Schritte zur Planung und Umsetzung eingehen und etwaige Fördermöglichkeiten aufzeigen.“

Also: Seid dabei am Donnerstag, 27. 09., um 16 Uhr im Mediensaal des Haus der StädteRegion, Zollernstraße 16.

Für mehr Infos hier klicken

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar