Platz satt, er wird nur nicht bebaut

Am Hohenzollernplatz: Auf diesem innenstadtnahen Grundstück wird, trotz wachsender Wohnungsnot in Aachen, seit über 20 Jahren nicht gebaut. Warum eigentlich nicht?

Die Stadtverwaltung ist händeringend auf der Suche nach Grund und Boden in Aachen, auf dem sich Wohnungsbau realisieren lässt. Mindestens ein derartiges Gelände gibt es, doch das ist seit Jahren im Besitz von Personen, die es liegen lassen, ohne es zu bebauen. Kommunalpolitiker im Planungsausschuss deuteten jüngst an, dass sie es mit einem Fall von Spekulation zu tun haben.

Die Rede ist vom – früher – Wertz-Gelände genannten Areal an der Stolberger Straße, 8000 Quadratmeter groß. Es bietet Platz für schätzungsweise fast 400 Wohnungen. Es gehört der Aachener Immobiliengesellschaft, in der Gerd Sauren den Ton angibt.

Diese Gesellschaft ist außerdem in der Alfonsstraße aktiv, ihr gehören zudem die heruntergekommenen Häuser in der unteren Adalbertstraße gegenüber vom Aquis Plaza, die schon lange unbewohnt sind. Und ihr gehört auch das Areal am Hohenzollernplatz – Stolberger Straße/Ecke Joseph-von-Görres-Straße –  Abbildung siehe oben. Vor Jahren wurden dort Reste eines Bunkers entfernt. Da hieß es zwar öfters: Das Gelände wurde verkauft, mit dem Bau von Wohnungen wird in absehbarer Zeit begonnen. Was aber wirklich geschah, war platterdings: nichts. Soweit mir bekannt ist, liegt der Stadtverwaltung auch derzeit kein Bauantrag vor.

Die Aachener Stadtverwaltung samt Politik können niemanden zwingen, sein Grundstück dem Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen. Und so können wir davon ausgehen, dass Sauren wartet, bis seiner Meinung nach die Wohnungsnot ihren Höhepunkt erreicht hat, um dann gut Kasse zu machen. Indem er das Grundstück zu einem Preis verkauft, der weit über dem liegt, für den er es einmal erworben hat. Ein klarer Fall von „Geld verdienen durch Nichtstun“.

Zum Weiterlesen, falls die Bezahlschranke aufgehoben ist, was immer ein paar Tage nach Erscheinen des Textes in Print der Fall ist:

http://www.aachener-zeitung.de/mobile/lokales/aachen/wertz-gelaende-notfalls-schlaegt-stadt-zu-1.1864607?redir=checkmobile

 

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Aachen: Die neue Moschee ist fertig

Wird nach sieben Jahren Bauzeit am 12. Mai mit viel Prominenz eröffnet: die neue DITIB-Moschee in Aachen.

Die Yunus-Emre-Moschee an der Stolberger Straße ist fertig. Mitsamt 40 Meter hohem Minarett und der Kuppel wird sie am Samstag, 12. Mai, feierlich eröffnet. Ministerpräsident Armin Laschet und weitere prominente Damen und Herren haben ihr Erscheinen zugesagt.

Viele Jahre lang hatten zuvor die meist türkischstämmigen Aachener in einer Industriehalle gebetet. Sie haben lange auf ihre Moschee warten müssen. Der Bau wurde in keiner Weise von ausländerfeindlichen Aktionen gestört und von der Stadtverwaltung wohlwollend begleitet.

In der Moschee gibt es einen Gebetsraum, eine Bibliothek, Klassenräume, einen Seminarraum, eine Küche und oben ein Dutzend Wohnungen. Die Gemeinde will den Bau aus Spenden finanziert haben. Von 8,5 Millionen Euro ist die Rede. Zuletzt erhielt die Moschee einen schönen Vorplatz, auf dem sich an den Wochenenden bei schönem Wetter Erwachsene und Kinder treffen.

Die Moschee befindet sich in einem Gewerbegebiet von Aachen. Sie gehört zum türkischen Moscheeverband DITIB, der wiederum dem Religionsministerium in Ankara untersteht. Der Verband DITIB leugnet den Völkermord an den Armeniern und rief im Vorfeld der Bundestagsabstimmung vom 2. Juni 2016 zur Völkermord-Resolution zusammen mit anderen türkischen Verbänden und Organisationen zu Protesten auf.

Wer möchte, kann sich einer Führung durch die neue Moschee anschließen. Am 4., 7., 9. und 10. Mai gibt es welche. Die weiteren Termine und Uhrzeiten erfahrt ihr hier: http://yunusemre-aachen.de Ein Besuch in der Moschee lohnt sich sicherlich.Und: Die Gastfreundschaft türkischstämmiger Menschen ist mit Sicherheit größer als die der deutschstämmigen.

Im Ostviertel von Aachen: die neue Moschee mit ihrer Kuppel. Sie ist innen prächtig ausgemalt. Mehrere hundert Menschen haben im Gebetsraum Platz.

 

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Optimistische Stadtverwaltung

Den Kauf dieses eAutos hätte sich der Aachener sparen können. Das meint jedenfalls die Stadtverwaltung. Der OB und seine Truppe gehen davon aus, dass es in Aachen kein Fahrverbot für Autos mit Verbrennungsmotor geben wird. Never. Ever.

Aachen hat eine grandios optimistische Stadtverwaltung. Da kann man nur staunen. Ihren Optimismus hat die Verwaltung jetzt auch offiziell und schriftlich mitgeteilt.

In ihrer Reaktion auf den Piraten-Vorschlag, man möge sich auf ein Fahrverbot vorbereiten und für Aachen ein Konzept ausarbeiten, damit ab 2025 keine Wagen mit Verbrennungsmotor mehr in der Innenstadt rumfahren, heißt es:

„Die Verwaltung ist optimistisch, dass bei konsequenter Umsetzung der geplanten kommunalen Maßnahmen und gleichzeitiger Hardware-Nachrüstung von Dieseln (durch die Automobilindustrie) verbunden mit einer nachhaltigen Mobilitätspolitik des Bundes und des Landes ein Fahrverbot für die Stadt vermieden werden kann.“ (s. hier)

Die Piraten gehen – wie erwähnt – davon aus, dass ab 2025 sowieso ein Fahrverbot für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor in der Aachener Innenstadt eingeführt wird. Darum der Wunsch, man möge sich darauf gezielt vorbereiten.

Gar nicht nötig, denkt offenbar der Oberbürgermeister mit seiner Truppe: Die Automobilindustrie werde schon die Diesel nachrüsten (hahaha) und Bund und Land kämen bestimmt demnächst mit einer „nachhaltigen Mobilitätspolitik“ rüber. Cool, da fragt man sich, wovon die bei der Verwaltung nachts noch so träumen.

Die ganze Chose kommt am kommenden Donnerstag, 3. Mai, um 17 Uhr im Mobilitätsausschuss zur Sprache. Man trifft sich im Verwaltungsgebäude Marschiertor, Lagerhausstraße 20.

Da geht es dann außerdem noch um das Thema „Vennbahnstraße wird Fahrradstraße“. und die Frage, ob eMobile nicht von Parkgebühren befreit werden sollen.

Zum Weiterlesen:  Sicherstellung der zukünftigen Mobilität 

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Wohnblock wird abgerissen

Alfonsstraße/Ecke Augustastraße: Auch dieses Mehrfamilienhaus wird abgerissen. Bis auf eine Familie sind schon alle Mieter ausgezogen.

In der Aachener Alfonsstraße wird ein Wohnblock abgerissen. Es handelt sich um die sogenannten Postwohnungen – in den 60er Jahren errichtet. Darin haben zuletzt Flüchtlinge gewohnt.

Abgerissen wird aber auch das Gebäude auf der Ecke Alfonsstraße/Augustastraße, das allem Anschein nach aus den 70er Jahren stammt und noch gut in Schuss ist. Bis auf eine (türkisch-stämmige) Familie sind schon alle Mieter ausgezogen.

Laut Presse (AN, 23. 04. 2018) ist der Abriss des preiswerten Wohnraums genehmigt.

Wie kann es aber sein, dass außer einer völlig unverbindlichen Bauvoranfrage des Investors der Behörde nichts weiter vorliegt, also kein genehmigter Bauantrag? Ja, es scheint sogar noch nicht mal ein Bauantrag eingereicht worden zu sein? Preiswerten Wohnraum zu vernichten ohne dass sichergestellt ist, dass unverzüglich neu gebaut wird, das halten wir angesichts von Wohnungsnot für ziemlich bescheuert.

In der Alfonsstraße besteht die Gefahr, dass der Investor den Wohnblock mit seinen schätzungsweise über 60 Wohnungen zwar abreißen lässt, was bis Ende Mai laut Aushang am Bauzaun geschehen sein soll. Dass er aber dann – weil er auf ein Anwachsen der Wohnungsnot spekuliert – das Grundstück 2 oder 3 Jahre unbebaut liegen lässt, ehe er überhaupt mal einen Bauantrag einreicht.

Ist der Fall jemals im zuständigen Gremium, dem Planungsausschuss, verhandelt worden? Liegt bei der Stadtverwaltung eine verbindliche Zusage des Investors vor, dass er in Kürze einen Bauantrag einreicht? Ist gesichert, dass wieder Menschen mit schmalem Geldbeutel einziehen können? Wie hoch wird einmal der Anteil der Eigentumswohnungen sein? Uns stellen sich hier Fragen über Fragen.

(vielen Dank Felix Kehren für nachhaltiges Hinweisen auf offene Fragen)

Die Wohnanlage, die zur Zeit abgerissen wird, von hinten. Dort wird neu gebaut. Wann und was gebaut wird, ist unklar. Bleiben die haushohen Bäume erhalten?

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Aachen: Problem-Immobilien nerven die Politik

Wird abgerissen: das Vegla-Bürogebäude im Frankenberger Viertel. Es ist häßlich und energetisch völlig rückständig.

Und wieder hat ein Shop in den Arkaden, Trierer Straße 1, die prallvollen Regale leergeräumt und seine Tore geschlossen. In dem Haus pfeift der Handel aus dem letzten Loch, so mein Eindruck. Will ich dort etwas kaufen, bin ich manchmal die einzige Kundin im Laden.

Zugegeben: Es ist bequem, dort einzukaufen, denn man hat immer Platz. Es gibt kein Gedrängel wie im Aquis Plaza, keine Warteschlangen an den Kassen.

Von Anfang an ein Flop: die Mall in Aachens Osten. Sie wird einfach von zu wenig Menschen frequentiert.

Jemand, für den das Einkaufen kein Vergnügen sondern lästige Pflicht ist, der ist in den Arkaden richtig. Aber viele der vor etwa 10 Jahren abgeschlossenen Mietverträge laufen aus. Die Mieter, die wohl kaum auf ihre Kosten kommen, wären bescheuert, wenn sie weiter mieten würden. Was nun aus dem Shopping-Center wird, weiß ich nicht. Es sieht gar nicht gut aus.

Dabei hat der Aachener Osten 2017 und in den ersten Monaten von 2018 einen deutlichen Zuwachs an Einwohnern erfahren. Doch das hilft offenbar nicht. Der Leerstand beträgt nach meiner Einschätzung ein Drittel, das zweite Drittel ist auf dem Sprung und das letzte Drittel will wohl bleiben. Die Hallen mit lauter Imbissbetrieben zu füllen, das halte ich für ganz abwegig. Dann schon lieber eine Salsa-Tanzschule mit Salsa-Tanzabenden am Freitag, Samstag und Sonntag. Das Parkhaus nebenan bietet Platz – zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Lies auch den Bericht von der Eröffnung hier    und den vom jüngsten Eigentümerwechsel,   hier 

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Nächste Immobilie: das Neue Kurhaus. Der Prachtbau an der Monheimsallee ist innen ziemlich kaputt, schlimmer als zunächst vermutet. Mindestens 40 Millionen Euro müssen investiert werden, soll der Tempel erhalten werden. Das Geld ist – oh Wunder – natürlich vorhanden und steht zur Verfügung.

So kam die Stadtverwaltung jetzt auf die Idee, dort das Standesamt unterzubringen und den Rest dem Eurogress zu überlassen, denn die Verwaltung vom Eurogress braucht Platz. Die musste schon Kongressveranstalter aus Platzmangel nach außerhalb Aachens verweisen. Vielen Dank für die Vorschläge, meinte bei der jüngsten Ratssitzung sinngemäß der Sprecher der CDU, doch die Politikerinnen und Politiker würden jetzt erst mal selbst überlegen, zu was der alte Kasten noch verwendet werden könnte. Die ursprünglichen Pläne (Spielkasino, Gastronomie, Eventmuseum) wurden unterdessen in die Tonne gekloppt. Unrealisierbar.

Umfassende Infos hier http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=18248

Nebenan befindet sich bekanntlich der Quellenhof. Ende 2019 läuft dessen Nutzungsvertrag aus, und die Eigentümer von Aachens einzigem Fünf-Sterne-Hotel sowie der Hoteldirektor wissen angeblich bis heute noch nicht, wie es 2020 mit dem Prachtbau weitergehen soll.

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Zwischen Bismarckstraße und Oppenhoffallee (im Frankenberger Viertel) befindet sich die nächste Problem-Immobilie, „Aquarium“ genannt (s. auch Foto oben). Ein unangenehm grünes Riesengebäude, das Vegla-Bürogebäude, wird abgerissen. Neu gebaut werden angeblich über 100 Wohnungen,

Das Vegla-Bürogebäude von der Viktoriaallee aus.

Studentenwohnungen, ein Einkaufszentrum, ein Ärztehaus, eine Kita, eine Station für Senioren und eine Tiefgarage.

Allerdings hört und liest man immer wieder neue Zahlen. Das Bauunternehmen Nesseler-Grünzig zeichnet für den Neubau verantwortlich, der äußerlich ganz an das Frankenberger Viertel angepasst werden soll. Geplant: kein einheitlicher Baukörper sondern mehrere „Häuser“ in unterschiedlicher Farbe, Höhe und Fassadengestaltung. Der Abbruch soll Anfang Juni beginnen. Der Neubau soll schon Anfang 2021 fertig sein.

s. auch: http://www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/vegla-haus-das-aquarium-ist-bald-geschichte-1.1872886

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Im Rathaus fiebert man derweil dem Himmelfahrtstag (10. Mai) entgegen. Der französische Präsident Emmanuel Macron bekommt den Karlspreis. Er hat sich vielfach und prominent für ein reformiertes Europa, für die liberale Demokratie und gegen jede Form von Nationalismus ausgesprochen. Hier.

Atomkraftgegner rüsten zum Protest, denn Macron steht für Frankreich und damit für einen mächtigen Anteilseigner an den belgischen Risse-Reaktoren. Macrons Energie- und Atompolitik passt nicht mehr in unsere Zeit. Seine Militärpolitik entsetzt –  wegen Luftangriffen auf Ziele in Syrien.

Dazu unbedingt anschauen: Martin Sonneborn im EU-Parlament.     Zwinkersmiley

Pikant: Die Grünen in Aachen – eigentlich bekannt für ihre immer wieder vorgetragene  Forderung „Stilllegung aller belgischen Pannenreaktoren“ – rufen ausdrücklich nicht zum Protest gegen Macron auf. Sie stoßen damit die Atomkraftgegner vor den Kopf, werden am Himmelfahrtstag Macron mit tosendem Applaus im Krönungssaal begrüßen. Die grüne Basis ist nachhaltig not amused, wie auf Facebook zu lesen ist.

Hier kann man eine Stunde lang kostenlos parken. Im Hintergrund: die Nadelfabrik, in der sich unter anderem das Archiv der Stadt Aachen befindet.

 

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70 Bäume werden gefällt

Der Aachener Stadtbetrieb kontrolliert regelmäßig den Zustand der Bäume im ganzen Stadtgebiet. Dazu teilte jetzt die Stadtverwaltung das Folgende mit:

Bei der letzten Baumkontrolle haben die Fachleute rund 70 Bäume in der Innenstadt und in den Stadtbezirken entdeckt, die schwer erkrankt sind und zunehmend eine Gefahr darstellen. „Aus Gründen der Verkehrssicherung werden diese Bäume in den nächsten Wochen gefällt“, so lesen wir in der Mitteilung.

Die Arbeiten sollen noch im April beginnen und könnten bis in den Juli dieses Jahres dauern. Der Fachbereich Umwelt hat den Fällungen zugestimmt, heißt es weiter. Und: „Die ausführenden Unternehmen überprüfen vor der eigentlichen Fällung, ob Vögel in den Bäumen brüten.“

Na so viel Sorgfalt freut uns doch. Hoffentlich wird auch untersucht, warum so viele Bäume krank werden in Aachen. Vielleicht hat es ja etwas mit der Pkw-Lawine (und den Luftverschmutzungen) zu tun, die sich täglich außer sonntags durch die Stadt wälzt.

Krasse Straße in Forst, die Mataréstraße. Diese Bäume sahen im vergangenen Herbst noch ziemlich gesund aus. Ich hoffe, sie gehören nicht zu den rund 70 Bäumen, die wegen Instabilität in Kürze gefällt werden müssen.

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In Aachen in der Hüttenstraße gesehen

 

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RWTH-Hörsäle mit Firmen-Namen. Muss das sein?

Oh je, heute lese ich in meiner Aachener Tageszeitung (Seite 10), dass Studierende das „Hörsaalsponsoring“ in Ordnung finden, ja sogar begrüßen. Damit ihr wisst, worum es sich handelt, hier einige Fotos, die ich mal flott im Carl gemacht habe. Im Grunde wurden Hörsäle umbenannt, gegen Geld (Kopf auf Tisch).

Werbung im Hörsaalgebäude, für eine Hotel-Metasuche im Internet, muss das wirklich sein? Hat die RWTH das nötig? Ist da das Geld so knapp? Was sagt der Rektor der RWTH, was das NRW-Wissenschaftsministerium dazu?

Fragen über Fragen: Für wie viele Jahre ist denn nun dieser Hörsaal (um)benannt? Für welche Summe genau? Gibt es Werbung noch in anderen Hörsaalgebäuden der RWTH? In welchen? Und was an der RWTH möglich ist, wird es das bald auch an Schulen geben, an Grundschulen?

Ohne Worte.

Eine kleine, nicht repräsentative Umfrage in meinem Umfeld ergibt: Keiner mag diese Art von Werbung, im Gegenteil. „Traurig“, war noch einer der harmloseren Kommentare.

Und hier noch ein Blick aus dem Fenster des Carl. Ist schon schön, ne?

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In der Mache: Der eGO und seine „Industrie 4.0-Vorzeigefabrik“

Sieht schon fast fertig aus: Die neue Produktionsstätte des Elektro-Wägelchens, das geräuschlos fährt und zwar mit einer Batterie, also ganz ohne Sprit. Der e.GO  Life ist ein Auto und wird in Aachen hergestellt, hier wurde er auch entwickelt, und einer seiner Erfinder, Professor Günther Schuh, ist bei Radio, TV und Print ein gefragter Interview-Partner.

Im Ortsteil Rothe Erde befindet sich diese „Industrie 4.0-Vorzeigefabrik“, es ist eine Montage- und Logistikhalle, umfasst 16.000 Quadratmeter. 140 Arbeitsplätze sind neu geschaffen worden. Investiert wurden angeblich 25,7 Millionen Euro. Es gab auch Zuschüsse vom Land NRW.

100.000 Fahrzeuge sollen pro Jahr in Aachen hergestellt werden. Und: Der eGO Life soll für 16.000 Euro zu haben sein. Ihr könnt im Zeitraffer sehen, wie die Halle aus dem Boden gewachsen ist: http://www.e-go-mobile.com/de/unternehmen/webcam-produktionsstandort/

Wer dieser Tage die Philipsstraße entlang radelt, dem fallen etwa 200 Meter von der Strang-Halle entfernt, die großen, blauen Buchstaben e.GO auf dem Dach einer wirklich großen Halle auf. Dort werden einmal die Elektro-Pkw rausrollen. Über 2000 Stück sollen schon vorbestellt und bezahlt worden sein, ohne dass die Käufer/innen mal eine Proberunde fahren konnten.

Die große Halle im Ortsteil Rothe Erde ist in Abschnitte aufgeteilt, sie zu Fuß zu umrunden dauert bestimmt mehr als eine halbe Stunde, so großzügig wurde gebaut. Übrigens: Neben der Freude, dass Aachen und die RWTH mit dem e.GO gerade groß rauskommen, gibt es in meinem Heimatstädtchen Aachen  auch viele Gerüchte rund um den Wagen, der ausdrücklich ein Stadtfahrzeug sein wird.

Man informiert sich am besten auf der Seite des Unternehmens e.GO Mobile AG selbst und schaut da unter Presseveröffentlichungen nach. http://www.e-go-mobile.com

Heute (11. 04. 2018) lesen wir dort etwas über Wagen, die demnächst autonom parken, „Automated Valet Parking“. Also von der Straße aus ihren Platz ganz allein finden. Weil nicht jeder in die Philipsstraße nach Rothe Erde spazieren kann: hier einige Fotos.

Noch habe ich die Halle nicht von innen besichtigen können. Bei einem eventuellen „Tag der offenen Tür“ bin ich natürlich sofort zur Stelle.

Sollte die alte Strang-Halle in Sichtweite zur e.GO-Halle eines Tages für Kultur nutzbar werden, so wird auch das dem Viertel guttun. Rothe Erde kann ein bisschen mehr Niveau durchaus vertragen.

In einer privaten Aachener Garage ist man auf Elektro-Autos schon  vorbereitet: https://goo.gl/images/SYJM7i

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Zum Weiterlesen:

http://www.e-go-mobile.com/de/news/pressemitteilungen/

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Elektromobilitaet-Drei-Versionen-des-e-Go-Life-geplant-3834576.html

http://www.fr.de/wirtschaft/mit-dem-e-auto-aendert-sich-mehr-als-man-denkt-a-1420540

http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/mitte-mai-rollt-in-rothe-erde-der-erste-ego-vom-band-1.1873631

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Der e.GO weiß auch, was Twitter ist. Ich glaube, das Folgen lohnt sich.  Hier: @eGO_Mobile_AG

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Abriss im Aachener Ostviertel

Diese Häuser werden abgerissen, neue werden sie ersetzen.

Das nennt man wohl Gentrifizierung: Alte Häuser mit billigem Wohnraum werden abgerissen, neue werden gebaut, wobei die Miete in den neuen Häusern teurer ist als die in den alten zuvor. In der Aachener Alfonsstraße, im Ostviertel also, sollen bis Ende Mai sieben mehrgeschossige 50er Jahre Wohnungsbauten abgerissen werden.

„Hier wird bezahlbarer Wohnraum vernichtet“ seht in großen Buchstaben an der Wand. Nun ja, die neuen Bewohner können sich freuen. Sie bekommen schöne, helle Wohnungen. Die alte Substanz war schon sehr heruntergekommen. Zuletzt haben Flüchtlinge die Gebäude bewohnt.

Schön fand ich die Glaswände für die Treppenhäuser im typischen 50er-Jahre-Look. Auch der Türgriff ist ganz typisch. Und vermutlich wurde die Baugenehmigung nicht erteilt ohne die Verpflichtung, dass 30 Prozent der Wohnungen für Menschen mit niedrigem Einkommen reserviert werden.

Jemand hat eine „Information“ an den Bauzaun gehängt. Demnach zeichnet die „Aachener Immobiliengesellschaft mbH“ für das verantwortlich, was auf dem Grundstück geschieht. Die Rede ist von dem ehemaligen Kaisers-Markt und den ehemaligen Postwohnungen, die einen nicht mehr zeitgemäßen Gebäudebestand bilden würden.

Die 50er-Jahre lassen grüßen: Ein kleines, flaches Dach über der Haustüre und eine große Glasfläche, in viele Fächer aufgeteilt, das mochten unsere Vorfahren.

Vorne: Der ehemalige Kaisers-Einkaufsmarkt. Ebenfalls ein echtes 50er-Jahre-gebäude. Das Dach, flach wie ein Blatt Papier; eingerahmte, möglichst große Fensterflächen; Transparenz.

 

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