Müllender präsentiert „Ach, Aachen!“

Journalist Bernd Müllender hat wieder zugeschlagen. Textmäßig, wie es sich für einen Journalist gehört. Es geht ihm mal wieder um Aachen.

Ab kommenden Samstag, 30. April, ist sein neuestes Werk (unter anderem in der Buchhandlung Schmetz am Dom) mit Ansichten, Aussichten, Ameröllche und Amerölle aus fünf Jahrzehnten zu haben. Müllender dürfte vielen Aachenerinnen und Aachenern zuletzt bekannt geworden sein durch seinen Roman „Die Zahl 38.185“ aus dem Jahr 2021, in dem er sich sehr persönlich mit dem Bürgerbegehren Radentscheid in Aachen auseinander setzt.

„Ach, Aachen!“ ist der Titel des neuen Buches. Es ist angeblich „keine Hommage an unser Aachen, keine Huldigung, keine Beweihräucherung und keine Liebeserklärung, auch wenn von ungezählten, liebenswürdigen Aspekten und Personen ausführlich die Rede ist“. Es geht dem Vernehmen nach um eine Stadt voller Seltsamkeiten, politischer, kultureller und fußballerischer Unfähigkeiten, es geht um Absurditäten und bemühte Weltläufigkeit.

Wir werden uns das Büchlein besorgen und vom Leseerlebnis berichten. Weitere Infos in der Buchhandlung: https://www.buchhandlung-schmetz.de

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Parallel zur Landtagswahl: Seniorenrat wählen

Derzeit kann man per Briefwahl an der NRW-Landtagswahl teilnehmen und – wenn man über 60 ist – auch an der Wahl des Seniorenrats. Die läuft ebenfalls noch bis zum Tag der Landtagswahl, 15. Mai, als reine Briefwahl.

Mehr als 62.000 Senior*innen können ihre Stimme abgeben. Vor 5 Jahren lag die Wahlbeteiligung in Aachen bei 23 Prozent. Es sieht so aus, dass es diesmal mehr werden. Die Gewählten setzen sich für die Interessen der Senioren im Stadtviertel ein, aber oft sind diese Interessen mit den Interessen der jüngeren Menschen völlig deckungsgleich. So sind zum Beispiel saubere und nicht durch E-Roller vollgestellte Bürgersteige für Senior*innen genauso wichtig wie für Mütter und Väter mit Kinderwagen. Es soll nicht verschwiegen werden, dass auch im Stadtrat selbst mehrheitlich Menschen über 60 Politik für Aachen machen (außer in den Fraktionen von Bündnis90/die Grünen und Zukunft).

Die Stadt Aachen teilte mit, sie habe die Wahl-Unterlagen an alle wahlberechtigten Menschen in der Stadt längst verschickt. Und weiter: „Die Wahlunterlagen der Seniorenratswahl dürfen nicht im Wahllokal zur Landtagswahl abgegeben werden: Die Stimmabgabe wäre damit ungültig.“

Ein Mangel: Es ist auf den Wahlzetteln leider nicht erkennbar, welcher Partei die Senior*innen nahestehen. Angeblich soll auch eine dem ultrarechten Lager nahestehende Dame dabei sein.

Der Seniorenrat wird für fünf Jahre gewählt. Wahlberechtigt und wählbar sind alle Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Aachen ab 60, die seit dem 42. Tag vor der Wahl in Aachen ihren Hauptwohnsitz haben. 

Die Gewählten arbeiten ehrenamtlich. Insgesamt stellen sich jetzt 84 Kandidatinnen und Kandidaten in 14 Wahlbezirken zur Wahl. Infos unter www.aachen.de/aelterwerden 

Beim Wählen kann man sich durchaus dafür entscheiden, diejenigen zu wählen, die die Interessen der Kinder und Jugendlichen bevorzugt in den Blick nehmen. Gesehen bei einer Demonstration in Aachen, Theaterstraße. Foto: AachenNews Archiv

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Diskussion: Die Mitte liegt ostwärts

Stadt Aachen, RWTH und das Karlspreisdirektorium laden zu einer Diskussions-Veranstaltung ein. Am Dienstag, 10. Mai, im Ludwig Forum für Internationale Kunst,  Jülicher Straße 97-109, in Aachen geht es um das Thema „Die Mitte liegt ostwärts: Belarus, Ukraine, Polen“

Professor Dr. Karl Schlögel im Gespräch mit Professor Dr. Helmut König werden sich interessanten Fragen widmen. Wie konnte es zu den Konflikten und zum Krieg gegen die Ukraine kommen? Karl Schlögel, einer der renommiertesten Osteuropahistoriker, diskutiert mit dem Politikwissenschaftler Helmut König die Lage in Belarus, der Ukraine und Polen.

Was treibt Putin an? Werden wir nach dem Krieg gegen die Ukraine einen neuen „Kalten Krieg“ erleben? Wie sieht die Zukunft von Belarus und der Ukraine aus, und welche Sorgen treiben Polen um? Es sind zwei Wissenschaftler, die sich einmischen, die Stellung beziehen, die sich in den Ländern, in deren Geschichte und Gegenwart auskennen.

Beginn ist um 18.30 Uhr.

Prof. em. Dr. Karl Schlögel war Hochschullehrer in Konstanz und Frankfurt an der Oder. 
Prof. em. Dr. Helmut König lehrte an der RWTH Aachen.
Der Eintritt ist frei. Anmeldung bitte unter: kultur@mail.aachen.de

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Tags drauf (11. Mai, Beginn 18.30 Uhr) gibt es eine weitere Veranstaltung im Auditorium des Centre Charlemagne, Katschhof 1 in Aachen. Titel: „Wir waren vor Ort:  Minsk, Hrodna, Viciebsk“ mit André Böhm und Maryna Rakhlei.

Dazu teilen die Veranstalter mit: Seit der Reiseführer „Weißrussland“, in dem Belarus historisch, kulturell und politisch vorgestellt wird, 2015 im Trescher Verlag erschien, hat sich in Belarus einiges getan. Nach der Präsidentschaftswahl im August 2020 war das Land im Aufruhr, fast eine Million Menschen gingen gegen Wahlmanipulationen und eine autoritäre Herrschaft auf die Straße. Diese Proteste zeigten vor allem das weibliche und das friedliche Gesicht der Nation.

Infolge harter Repressionen mussten mehrere Hunderttausend Menschen das Land verlassen, mehr als 1000 in belarussischen Gefängnissen inhaftierte Personen gelten offiziell als politische Gefangene. Seit Februar 2022 gibt es ein anderes Bild: Belarus als Mittäter im russischen Krieg gegen Ukraine.

Die beiden Autoren des Reiseführers, André Böhm, Slawist und Übersetzer belarussischer Literatur, und Maryna Rakhlei, belarussische Autorin und Europawissenschaftlerin, sprechen über die aktuelle Situation in Belarus. 

André Böhm hat lange Zeit in Belarus und der Ukraine gelebt. 
Maryna Rakhlei arbeitet beim German Marshall Fund in Berlin.

Moderation: Olaf Müller, Leiter des Kulturbetriebs der Stadt Aachen. Der Eintritt ist frei. Anmeldung bitte unter: kultur@mail.aachen.de

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Stichwahl: Über 40 Prozent der Wähler*innen wollen, dass Migranten wie „Menschen zweiter Klasse“ behandelt werden

Was für ein Geschrei, was für ein Jubel! Emmanuel Macron hat die Stichwahl gewonnen. Und Putin hat es weiterhin mit Macron und nicht mit Marine LePen zu tun. Die in Paris beschlossenen Waffenlieferungen an die Ukraine werden nicht gestoppt.

Für viele Menschen in Frankreich war es eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Macron weiß, dass viele ihn nur gewählt haben, um eine rechtsextreme Präsidentin zu verhindern. Und: Gewählt haben ihn hauptsächlich Rentner. Insofern verwundert es, nebenbei gesagt, dass es eine Techno-Wahlparty am Eiffelturm gegeben hat. 

Wer den Wahlkampf beobachtet hat, musste sich geradezu ekeln, so sehr waren rechtsextreme Auftritte an der Tagesordnung. Und dann diese extrem-nationalistischen Sprüche, die skandiert wurden! Dieses Gebrüll, diese Hetze. 

Die Presse (auch die deutsche) hatte Marine Le Pen als quasi gemäßigt dargestellt, verharmlosend „Rechtspopulistin“ genannt – angesichts eines noch krasser rechts (rassistisch, nationalistisch) argumentierenden weiteren Kandidaten. Es lief einem kalt den Rücken runter bei so viel Verharmlosung von Faschismus.

Über 40 Prozent aller Wählerinnen und Wähler haben sich für eine von dem Kriegsverbrecher Putin gekaufte Frau entschieden, eine Faschistin, für die Migranten Menschen zweiter Klasse sind und auch so behandelt werden sollen, eine Deutschland- und EU-Hasserin. Kann man da noch Urlaub machen? Wie soll man das in Einklang bringen mit dem Gefühl, das einen bei jeder Parisreise aufs neue befällt, dass man sich nämlich spätestens am 2. Tag des Besuchs fragt: Warum lebe ich eigentlich nicht hier? 

Was erwartet uns in 5 Jahren? Le Pen kündigte an, in fünf Jahren nicht wieder antreten zu wollen. Macron darf dann nicht mehr wiedergewählt werden. 

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Auch Slowenien (2 Millionen Einwohner) hat gewählt. Gewonnen hat – klarer als erwartet – der grün-liberale Politik-Neuling und Pro-Europäer Robert Golob (55). Freude. 

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Karlspreis für 3 Aktivistinnen. Festrede: Annalena Baerbock. Rahmenprogramm mit 40 Veranstaltungen beginnt morgen.

Erstmals steht in diesem Jahr der Karlspreis im Zeichen von Frauen-Power. Drei Aktivistinnen aus Belarus werden ausgezeichnet, die Laudatio hält Außenministerin Annalena Baerbock. Am Himmelfahrtstag, 26. Mai, stehen Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Weronica Tsepkalo im Mittelpunkt des Geschehens im Aachener Krönungssaal. Es gibt ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Putins Krieg gegen das ukrainische Volk, seine brutalen Angriffe gegen ein friedliches Land, unschuldige Menschen, die Souveränität eines Staates und sein Angriff auch auf die europäischen Werte sowie Lukaschenkos schamlose Unterstützung, die Beihilfe zum Überfall auf die Ukraine, die Unterdrückung des belarussischen Volkes und die Verachtung von Recht und Humanität hätten die Karlspreis-Verantwortlichen dazu veranlasst, den Internationalen Karlspreis 2022 als Aufruf der Europäer für Frieden, Freiheit, Demokratie und Recht zu gestalten.

Von der Idee, dem Präsidenten der Ukraine Wolodymyr Selenskyj in diesem Jahr einen außerordentlichen Karlspreis zu verleihen ist man wieder abgekommen.

Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Weronica Tsepkalo erhalten den Karlspreis „für ihren mutigen und ermutigenden Einsatz gegen die brutale staatliche Willkür, Folter, Unterdrückung und die Verletzung elementarer Menschenrechte“, so teilte es Alt-OB Dr. Jürgen Linden vom Karlspreisdirektorium mit. Es sei eine Wahl des Aufbruchs, denn die drei politischen Aktivistinnen würden für das eintreten, was den Kern des europäischen Projekts ausmacht: Menschenrechte, Frieden und Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Solidarität.

Die Veranstaltungen des Rahmenprogramms, das in Aachen normalerweise auf großes Interesse stößt, beziehen sich auf Persönlichkeit und Wirken der Preisträgerinnen. Wichtige Themen, die auch bei ihrer Wahl und in der Begründung des Direktoriums eine zentrale Rolle gespielt haben, werden aufgegriffen. Themenschwerpunkt ist vor allem die aktuelle Situation in Osteuropa.

Zum Umdenken gezwungen

Das aktuelle Programm beginnt am Dienstag, 26. April, und endet am 29. Mai. Es umfasst rund 40 Veranstaltungen, Projekte und Auftritte aus unterschiedlichen Bereichen – zum Beispiel Ausstellungen, Konzerte und Filmvorführungen, Workshops, Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen sowie Lesungen und Preisverleihungen.

Jürgen Linden betonte, dass der aktuelle Karlspreis ein ganz besonderer Karlspreis ist, der direkt unter dem Einfluss und unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine stehe. „Was wir dort momentan erleben, zwingt uns zum Umdenken und lässt den Krieg und seine ‚gute Kehrseite‘, den Frieden, in den Mittelpunkt des gesamten Karlspreises und damit auch des Rahmenprogramms rücken.“ 

Karlspreisträgerinnen an der RWTH

Im Hörsaalzentrum der RWTH werden die designierten Karlspreisträgerinnen am 25. Mai über die aktuelle Situation in Belarus und Osteuropa sprechen und diskutieren. Gerade diese lebhaften Gespräche insbesondere mit den Studierenden sind vielen Karlspreisträgerinnen und Karlspreisträgern sehr nachhaltig in Erinnerung geblieben.

Alle Termine des Karlspreisrahmenprogramms findet man digital unter www.aachen.de/karlspreis und www.karlspreis.de sowie ab sofort in Form einer gedruckten Broschüre an den üblichen Auslagestellen in der Stadt. Den altehrwürdigen Karlspreis gibt es neuerdings auch auf Twitter @KarlspreisAC und auf Facebook @IntlKarlspreis .

Olaf Müller vom Kulturbetrieb, Dr. Jürgen Linden als Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums, Bernd Vincken, Geschäftsführer der Stiftung Internationaler Karlspreis und die städtische Protokollchefin Claudia Wellen-Spix (von links), stellten das Programm zur Karlspreisverleihung 2022 vor. Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann
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Ein Wahlabend mit böser Überraschung?

Frankreich wählt morgen und alle Welt meint: das wird schon gutgehen! Damit ist gemeint, dass die rechtsradikale Marine Le Pen bestimmt verlieren, und dass der nächste Präsident in Frankreich wieder Emmanuel Macron heißen wird. Schön wär’s!

Es sei daran erinnert, dass seinerzeit auch kaum jemand dachte, dass in den USA Trump die Präsidentschaftswahl gewinnt, oder dass es in England eine Mehrheit für den Brexit geben würde. Es hatte auch niemand mit einer weltweiten Seuche gerechnet (außer ein paar Virologen). Dass es jemals einen so altmodischen Krieg in Europa mitsamt Atomkriegs-Drohung geben würde, hatte ebenfalls niemand auf den Schirm.

So ist ja in den letzten Jahren auf der großen Bühne praktisch alles schiefgegangen, was schiefgehen konnte. Insofern ist nun in Frankreich definitiv mit Le Pen zu rechnen.

Die Frau steht für einen krass-rechten, nationalistischen und ausländerfeindlichen, außerdem EU-feindlichen Kurs und ist zudem noch eine Deutschland-Hasserin, die eine ungute Nähe zu Wladimir Putin pflegt. Wie Trump konnte sie den Anschein erwecken, es gehe ihr um „unten gegen oben“. – Macron schaffte vor 5 Jahren die Vermögenssteuer ab und galt seither als Präsident der Reichen, was unfair ist. Er driftet allerdings manchmal ins Napoleonische ab. Überblick über beide Positionen hier in der Süddeutschen.

Geht es nach den Stimmen, die Macron bei der 1. Wahl aus Reims, der Partnerstadt Aachens bekommen hat, dann kommen wir an der Katastrophe vorbei. In Reims lag Macron deutlich vor Marine Le Pen.

Schaut man indes auf Monschaus Partnerstadt BourgSaint-Andéol, so liegt dort mit über 30 Prozent Le Pen glasklar vorn.

In Stolbergs Partnerstadt Faches-Thumesnil wiederum will die Mehrheit von Le Pen gar nichts wissen und entschied sich in der Vorwahl für den dritten (ultralinken) Kandidaten Jean-Luc Mélenchon (der neue Star der franz. Linken).

Was ist mit Dürens Partnerstadt Valenciennes? Dort lag bisher Macron klar vorn.

Bleibt zu hoffen, dass demnächst nicht auch diese Beziehungen (zu den französischen Partnerstädten) „eingefroren“ werden müssen, wie die von Aachen zu Kostroma (in Russland).

Falls Le Pen gewinnt, das hat sie oft genug gesagt, werde sie viele Kooperationen mit Deutschland NICHT fortführen. Sind da Städtepartnerschaften eingeschlossen? Das wäre schade. Doch es liegt auch an uns, ob wir den Kontakt abbrechen oder sogar intensivieren und uns als gute Freunde erweisen, die auch mal eine schwierige Phase aushalten.

Das hat zu allem Schrecklichen noch gefehlt, dass es in Frankreich eine Wahl für die Tonne geben könnte. Foto: AachenNews Archiv

Interessanter Podcast, für alle, die Zeit haben: Frankreichs Medien und der Aufstieg der Rechtsextremen.

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Verkehr am Hansemann rollt wieder. Ende der Bauarbeiten in der Ludwigsallee in Sicht

Die Reparaturarbeiten an der Ampelanlage am Hansemannplatz sind abgeschlossen worden. Die Stadtverwaltung hat die stark frequentierte Innenstadtkreuzung am heutigen Freitag, 22. April, wieder für den Verkehr freigegeben.

Jetzt können alle Fahrzeuge, so teilt das Presseamt mit, wieder wie gewohnt den Platz aus Richtung Peterstraße bzw. Jülicher Straße kommend kreuzen. Die jeweilige Linksabbiegespuren können ebenfalls wieder genutzt werden. 

Nachdem es vor einer guten Woche zu einem Unfall am Hansemannplatz kam, bei dem die Ampelanlage stark beschädigt wurde, musste die Stadt kurzfristig eine teilweise Sperrung des Platzes einrichten. Neben den Ampelmasten wurden in den vergangenen Tagen auch defekte Kabelleitungen im Erdreich erneuert.

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Nach dem Ende der Bauarbeiten in der Ludwigsallee wird die Saarstraße nicht mehr als Umleitungsstrecke im Gegenverkehr benötigt. Ab voraussichtlich, Samstag, 14. Mai, wird der fließende Verkehr wieder zweispurig geführt:

·          Von der Bastei in Richtung Ponttor auf der Ludwigsallee.

·          Vom Ponttor in Richtung Bastei auf der Saarstraße.

Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit bleibt der separate Radfahrstreifen auf der Saarstraße zunächst als Übergangslösung erhalten.

Die zuständigen Politiker*innen haben über die Aufteilung der Verkehrsflächen in der Saarstraße beraten und entschieden: Die Verkehrssicherheit in der Saarstraße soll vor allem für Radfahrer*innen verbessert werden.

Die Verwaltung erarbeitet in den kommenden Monaten Vorschläge für eine künftige Aufteilung der Verkehrsflächen. Sie wird diese in einem Bürger*innendialog vorstellen und daran anschließend den politischen Gremien zur Beratung und Entscheidung vorlegen.

Bis zur Umsetzung der dauerhaften Lösung stehen zwischen Veltmanplatz und der Kreuzung Bastei wie früher zwei Spuren für den motorisierten Verkehr zur Verfügung. Rechts daneben entsteht ein sicherer, baulich getrennter Radweg. Dieser wird zunächst als Übergangslösung in Fortsetzung der Baustellenverkehrsführung eingerichtet.

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Asphaltarbeiten auf der Roermonder Straße

Die Asphaltdecke auf der Roermonder Straße zwischen den Einmündungen Schurzelter Straße und Kackertstraße wird instandgesetzt. Auch darüber informiert freundlicherweise die Pressestelle der Stadtverwaltung.

In zwei Bauabschnitten wird von Montag, 25. April, bis Mittwoch, 18. Mai, gearbeitet werden.

Von  Montag, 25. April, bis Montag, 2. Mai, wird zunächst an der Kreuzung Kackertstraße gearbeitet. Die Einmündung zur Kackertstraße ist während dieser Zeit komplett gesperrt, die Umleitung erfolgt über Ritterstraße, Henricistraße und Jupp-Müller-Straße. Auf der Roermonder Straße wird der Verkehr an der Kreuzung über eine Fahrspur geführt und per Ampelanlage an der Baustelle vorbei gesteuert.

Von  Montag, 2. Mai, bis Mittwoch, 18. Mai, wird die Roermonder Straße zwischen Schurzelter Straße und Kackertstraße stadtauswärts in Richtung Laurensberg/Richterich zur Einbahnstraße. Die Umleitung stadteinwärts führt ab Laurensberg über die Rathausstraße, Brunnenstraße, Süsterfeldstraße und Kackertstraße zurück auf die Roermonder Straße. Rad- und Fußwege bleiben frei.

Ab Donnerstag, 19. Mai ist die Roermonder Straße in beiden Richtungen wieder befahrbar. Die Anwohner*innen wurden im Vorfeld über das Vorhaben informiert. Es wird dringend empfohlen, die angespritzte Fahrbahnfläche nicht zu betreten, da Kleidung dauerhaft verschmutzt werden könnte. Gleiches gilt für das Befahren mit Fahrzeugen.

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Bald haben wir mal wieder 2 Stimmen

Auf jeder Seite vom Stimmzettel darf nur ein Kreuzchen gemacht werden. Eins für die Partei, die man bevorzugt, und eins für den Kandidaten oder die Kandidatin.

Sage und schreibe 69 Zentimeter lang sind die Stimmzettel für die NRW-Landtagswahl am 15. Mai. In etwas mehr als drei Wochen ist es so weit: Die Menschen in Nordrhein-Westfalen wählen sich einen neuen Landtag. Derzeit werden schon die Briefwahl-Unterlagen verschickt, die Wahlbenachrichtigungen müssten längst in den Haushalten angekommen sein.

Die Spitzenkandidaten sind für die CDU Hendrik Wüst und für die SPD Thomas Kutschaty, beide sind in der Bevölkerung praktisch unbekannt. Man wird sich also jeweils bei der Wahl für eine Partei entscheiden, nicht für eine Person. Oder wählt gleich die FDP (Spitzenkandidat: Dr. Joachim Stamp) oder Mona Neubaur (Grüne) oder eine/n Vertreter*in den anderen 25 Parteien.

Wer sich für die Briefwahl entscheidet, kann den langen Stimmzettel zu Hause ausführlich betrachten. Und findet unter den üblichen Verdächtigen auch wieder Exoten: wie z. B. die DSP (deutsche Sportpartei), Die Urbane, Gesundheitsforschung (Partei für Gesundheitsforschung), Liebe, Familie, neo (Wohlstand für alle), die Humanisten, PdF (Partei des Fortschritts), LfK (Lobbyisten für Kinder), Tierschutzpartei, Team Todenhöfer und weitere. Auch die Piratenpartei kann gewählt werden.

Mit Kandidat*innen vor Ort sind (im Wahlkreis II) folgende Parteien dabei: CDU, SPD, FDP, Grüne, Die Linke, Die Partei, Die Basis und Volt.

Etwa 23.000 haben bisher (21. April) schon Briefwahl beantragt, weitere werden hinzukommen. Schätzungsweise mindestens 40.000 werden wohl insgesamt die Briefwahl bevorzugen. Bei der letzten Wahl vor 5 Jahren waren es „nur“ 38.675. Man kann annehmen, dass mit der Pandemie viele gemerkt haben, wie bequem so eine Briefwahl ist.

Wählen können in Aachen 171.727 Menschen. Und auch wenn die nicht alle an der Wahl teilnehmen (was ihr gutes Recht ist, es gibt keine Wahlpflicht), so ist doch die Wahl mit enorm viel Arbeit verbunden. Ehrenamtliche Wahlhelfer werden noch dringend gesucht.

Unter wahlhilfe@mail.aachen.de bekommt man Kontakt zum Wahlamt der Stadt Aachen. Foto: AachenNews Archiv

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Unfassbar: Deutschland hilft der Ukraine nicht, den Frieden zu erreichen

Man fragt sich bei manchen Kommentaren, ob das eigentlich derselbe Krieg ist, den man in den Blick genommen hat, wie derjenige Journalist, der gerade darüber schreibt. Einige meinen tatsächlich, Deutschland hätte einen gewissen Einfluß darauf, ob Putin den Krieg über die Grenzen der Ukraine hinaus eskaliert. Nein Leute, das bestimmt allein Putin, ob und wann Russland weitere Länder (Finnland, Polen, Deutschland, Republik Moldau oder die baltischen Staaten) angreift.

Drohen wird Putin auf jeden Fall, das ist in Russland Tradition. Manche Deutsche kommen mir vor wie Leute, deren Nachbar im übernächsten Haus gerade überfallen wird, der dann um Hilfe schreit und du sagst: Jau, ich hab zwar eine Keule, aber die geb ich dir nicht. Ich kann dir Geld geben, damit du dir in meinem Laden in der Großkölnstraße eine Waffe kaufst.

Unglaublich, dass wir die passenden Waffen haben und nicht mal versuchen, Teile davon in die Ukraine zu bringen, damit die Leute sich dort gegen einen Aggressor wehren können, damit sie einen Kampf auf Leben und Tod beenden können und Frieden erreichen. Nein, wir brauchen unsere Waffen selbst, heißt es einzelkindisch. Und ein Öl- und Gasembargo verhängen wir auch nicht.

Dabei schicken sogar die Niederländer Panzer in die Ukraine. Nicht zu reden von den Ländern, wo gewissermaßen noch eine Erinnerung daran vorhanden ist, wie es war von der Sowjetunion besetzt zu sein.

Wer so handelt wie die Bundesregierung unter Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bereitet künftigen Überfällen den Boden. Das wird sich Putin schön merken, dass die Deutschen so unterwürfig sind und es vorziehen, ihm nicht in die Quere zu kommen. Und wie leicht er sie (alles angeblich Profi-Politiker*innen) täuschen konnte! Sollte Putin den Krieg gegen die Ukraine gewinnen, fällt er als nächstes in Moldavien ein. Sollte dann noch (am kommenden Sonntag) Le Pen die Wahl in Frankreich gewinnen, dann sind Deutschland und Frankreich die beiden Staaten, die der Europäischen Union am meisten geschadet haben werden.

Was ist da eigentlich los im Bundeskanzleramt?

Schaufensterdekoration in der Kleinmarschierstraße in Aachen.

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Mit Schreckschusswaffe auf dem Bend

„Jetzt ist hier aber der Bend auf . . .!“ Diese Ur-Öcher Redensart wird, wie jede/r weiß, nicht nur anlässlich der Eröffnung des Volksfestes namens Bend verwendet. Vielmehr findet dieser Spruch auch dann Anwendung, wenn es irgendwelchen Ärger gibt, also wenn dem Angesprochenen Ungemach droht. Und eben das steht für einen 24jährigen Aachener zu befürchten.

Am Ostermontag gegen 22.45 Uhr wollte der junge Mann den traditionellen Rummel mit seinem Besuch beehren. Doch schon bei der Eingangskontrolle wurde ihm sein Ansinnen verwehrt. Dem Sicherheitsdienst war seine auffällig ausgebeulte Umhängetasche aufgefallen.

Eine Nachschau brachte dann Überraschendes zutage. Es fand sich dort, neben den üblichen Sachen, auch ein Revolver – wie sich später herausstellte eine Schreckschusswaffe. Zwar konnte der Mann den hinzugerufenen Polizeibeamten einen „Kleinen Waffenschein“ vorweisen, doch musste er sich trotzdem von dem Teil verabschieden.

Neben einem zweijährigen Betretungsverbot für die Kirmes gab es eine Strafanzeige obendrauf.

Aus gegebenem Anlass weißt die Polizei gerne noch einmal auf folgende Spitzfindigkeiten und Regularien für Volksfeste hin: Geboxt wird nur in den dafür vorgesehenen Buden, nach Alkoholgenuss darf nicht mehr mit dem Auto, sondern nur noch mit dem Karussell gefahren werden, und Waffen bevorraten ausschließlich die dortigen Schießbunden. (And.)

Mit diesem Teil wollte jetzt ein Mann dem Öcher Bend einen Besuch abstatten. Die Polizei war nicht einverstanden und kassierte die Waffe.
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