Elektrische Leihroller bald auch in Aachen

Die E-Mopeds machen die lange Parkplatzsuche überflüssig. Foto von felyx (vor dem Super C, Templergraben)

Die elektrischen Leihroller des Amsterdamer Unternehmens felyx flitzen ab dem 4. März auch durch Aachen. Man startet mit einer Flotte von 160 E-Mopeds. Aachen ist somit nach Berlin, Hamburg und Düsseldorf die vierte deutsche Stadt, in der die grünen Roller gefahren werden.

Mit 0,25 Euro pro Minute (und für Fahrer mit Minutenpaketen sogar ab 0,18 Euro pro Minute) seien die Fahrzeuge in derselben Preisklasse und „teilweise sogar günstiger als die bisher in Aachen verfügbaren Angebote“, teilt die Firma mit. Und weiter: Im flotten Tempo der NIU E-Roller von 45 km/h komme man nicht nur schneller und ohne langwierige Parkplatzsuche ans Ziel. Dank der 2 Helme in der Helmbox könne man sich die Fahrt auch mit einem Freund oder einer Freundin teilen.

Gegen achtloses Parken und Fahren unter Alkoholeinfluss ist ein Kraut gewachsen. So ist es bei felyx nicht nur Pflicht, seinen Führerschein vor der ersten Fahrt hochzuladen. Nach jeder Fahrt muss zudem ein Foto des geparkten Rollers gemacht werden. Dadurch kann felyx Falschparker identifizieren und wenn nötig vom Service ausschließen.

Mehr Infos: https://felyx.com/de/de/felyx-in-aachen

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Jemand hat es auf Senior*innen abgesehen. Muster erkannt. Sonderkommission gegründet.

Nachdem es in den vergangenen Wochen zu mehreren Raub- und Diebstahlsdelikten auf Senioren und Seniorinnen gekommen ist, hat die Aachener Polizei eine Sonderkommission eingerichtet und die Ermittlungen gebündelt.

Die Ermittler erkennen seit Ende Januar 2022 bei etwa einem Dutzend Taten ein übereinstimmendes Muster: Der Täter passt ältere Menschen an der Haustüre ab oder verfolgt sie unerkannt bis in den Hausflur. Dort bietet er seine Hilfe beim Tragen der Einkäufe oder der Gehhilfe an oder nutzt direkt einen günstigen Moment, um das Portemonnaie oder Wertgegenstände der Opfer zu stehlen.

In wenigen Fällen kam es auch zu körperlichen Übergriffen, um an die Beute zu gelangen. Eine Fahndung nach dem Täter blieb bislang ohne Erfolg. An den Tatorten konnten Spuren gesichert werden. Die Auswertung läuft derzeit auf Hochtouren.

Ob alle Taten tatsächlich auf das Konto ein und desselben Täters gehen, ist bislang noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Die Polizei rät in diesem Zusammenhang: Seien Sie aufmerksam bei der Rückkehr zu Ihrer Wohnanschrift. Vergewissern Sie sich, dass Ihnen kein Fremder in den Hausflur folgt. Werden Sie skeptisch, wenn Ihnen ein Unbekannter an der Tür Hilfe beim Tragen anbietet.

Melden Sie verdächtige Beobachtungen, die auf die beschriebene Masche hindeuten, sofort der Polizei unter dem Notruf 110. (am)

Quelle: Polizei Aachen

Ein Beispiel. Zeugen gesucht.

Eine Frau (81) ist am Samstag (19. Februar, 13 Uhr) Opfer eines Raubes geworden. Der Täter hatte die Frau, die auf einen Rollator angewiesen ist, bis in den Flur eines Mehrfamilienhauses am Brüsseler Ring verfolgt und ihr dort die Handtasche mitsamt dem Bargeld entwendet. Die Seniorin blieb unverletzt. Der Mann flüchtete nach der Tat in unbekannte Richtung.

Die Dame war kurz vor der Tat, gemeinsam mit ihrem Mann, mit dem Bus der Linie 2 unterwegs. Beide stiegen um kurz vor 13 Uhr an der Haltestelle Ronheide aus. Möglicherweise wurden sie bereits dort von dem Täter verfolgt.

Fahrgäste der Linie 2, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0241/9577-31501 oder (außerhalb der Bürozeiten) unter der Nummer 0241/9577-34210 zu melden. (am)

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Putin erklärt sich: eine düstere Rede

Was für eine Nacht! Ich habe mit die lange Rede von Putin angehört, in der Übersetzung und mit Putin  – im Originalton – im Hintergrund. Man konnte mitbekommen, in welcher Tonlage Putin spricht. Er meinte alles kompromisslos ernst, teils hörte man deutlich Hass heraus, teils meinte ich in der Stimme zu hören, dass er am liebsten weinen würde.

Er präsentierte im Grunde eine Art Generalabrechnung, führte aus, wie ungeheuer gemein und übel ihm und seinem Land mitgespielt worden ist. Wie nach dem Untergang der Sowjetunion die Versprechen gebrochen wurden und wie sehr die USA versucht hätten, Russland vorzuführen und klein zu machen. Wahnsinn. Wenn man die Wirklichkeit SO erlebt hat, MUSS sich ja blanker Hass entwickeln.

Ich bin absolut kein Fan der US-Amerikaner, es ist ein furchtbares Land und wird sich bei der nächsten Wahl wieder Trump zum Präsidenten wählen. Und die Menschen, das sind nicht mehr die Amerikaner, denen Deutschland so viel verdankt. Die Nato in den 90er Jahren zu erweitern, das war ein Fehler, den die Amerikaner gemacht haben. Die NATO hätte in den 90er Jahren nicht erweitert werden dürfen. 

Was Putin sagte, war wirklich erschreckend. Er schilderte insbesondere die letzten 30 Jahre, das heißt: Er interpretierte die Wirklichkeit, was alles geschehen ist bezüglich Russland in diesen Jahren und was die Amerikaner alles unternommen haben, um Russland zu schaden. Meine Güte! Das sehen deutsche Politiker*innen mit Sicherheit ganz anders.

Ausführlich legte er dar, wie die Ukraine entstanden ist. Sozusagen vom Mittelalter aus bis heute sei die Ukraine ganz und gar von Russland erschaffen worden, nicht zuletzt und buchstäblich komplett auf Kosten der selbstlosen, geduldigen Russen. Die Ukraine habe nie eine „echte Staatlichkeit“ gehabt, sagt er in seiner Ansprache. Wie redet man mit jemand, der die Wirklichkeit so erlebt hat, so ganz anders, so fremd?

Auf jeden Fall muss man akzeptieren, dass seine Wirklichkeit nun mal so ist, wie er sie in der Rede geschildert hat. Man muss ihm argumentativ etwas entgegenkommen. Möglicherweise akzeptiert er, dass sich die vergangenen 30 Jahre für Menschen im Westen etwas anders darstellen. Vielleicht aber auch nicht. Er sprach so, als halte er es für unmöglich, dass jemand die letzten 30 Jahre anders erlebt hat als er. 

Jetzt verfährt er mit der Ukraine so wie vor Jahren mit Georgien (2008). Er „schützt“ irgendwelche Separatisten, die sich mit ihren 2 Landkreisen (Donezk und Luhansk) von der Ukraine ablösen und zwei eigene Mini-Staaten gründen wollen bzw. schon gegründet haben, aber weltweit nicht anerkannt werden. Diesen gibt er vor, „helfen“ zu müssen.

Die Chefs dieser neuen Kleinst-Staaten muss man sich ansehen (alle Infos im Netz). Es sind verkrachte Existenzen. Aus einfachsten Verhältnissen gekommen (wie Putin), ein kurzer Aufstieg zu irgendwas beim Militär oder im Geheimdienst, aber dann gescheitert, meist als Unternehmer bei dem Versuch, schweinereich zu werden. ( z.B. Denis Puschilin, der als Mitarbeiter einer Aktiengesellschaft in einem Schnellballsystem viele Millionen Menschen um ihre Geldanlagen brachte, jetzt Putins bester Mann in Donezk).

Das war eine düstere Rede. Aber Putin ist weder an allem schuld, noch ist er das Unschuldslamm, als das er sich darstellt. Und der Westen (also die NATO und die EU) sind nicht die 100-prozentigen Verbrecher und sind auch nicht unschuldig an dem Konflikt. Wenn alle Beteiligten schon mal davon ausgehen würden, ich würde mir dann gern noch mal eine Nacht um die Ohren schlagen um den Fortgang der Verhandlungen zu verfolgen. 

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Der Sturm, die Roller, die Alte Vaalser Straße, der BLB – und was noch?

Es ist wieder Montag und montags lacht nicht mal die eine, die immer lacht. AachenNews schaut sich an, was los ist, was man wissen will und was man wissen sollte.

In Burtscheid in der Spaakallee riss der Sturm „Zeynep“ eine Birke um. Auch im Stadtpark hielten Bäume dem Sturm nicht stand.

Drei Stürme sind über Aachen hinweggegangen: „Ylenia“, „Zeynep“, und vergangene Nacht noch „Antonia“. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz und ist vermutlich erst Freitag fertig mit der Beseitigung der Schäden. Danke Aachener Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehren für eure ganze Mühe!

Die Leute, die mitten im Sturm ihre prallvollen gelben Säcke rausstellen, sind das eigentlich dieselben, die nicht einsehen können, dass das Impfen zwar keine Infektion verhindert, wohl aber eine Erkrankung, mit der man schließlich im Krankenhaus landet? Wahrscheinlich. – Rein intellektuell gibt es mehr Defizite bei den Leuten, als man gedacht hatte. Damit muss man auch erst mal klarkommen.

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Die „Omas gegen Rechts“ haben uns über ihre Neugründung und ihre erste Aktion informiert. Danke dafür! Sie wollen nicht unwidersprochen hinnehmen, dass die Gegner der Impffplicht zusammen mit Rechtsextremen demonstrieren. Wer mit der Gruppe Kontrakt aufnehmen will (auch Opas sind willkommen): omasgegenrechts-aachen.de

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Die Idee, die Alte Vaalser Straße als Fahrradstraße einzurichten, nimmt Formen an. Die Stadtverwaltung möchte heute die Planung vorstellen und diskutieren. Die geben sich echt viel Mühe, danke auch! Im Mittelpunkt des Dialogs stehen die Verkehrsregeln, die in Fahrradstraßen gelten. Und die Frage, wie sich die Einrichtung einer Fahrradstraße auf die Alte Vaalser Straße auswirken würde.

Die Stadt lädt zu einer digitalen Veranstaltung am heutigen Montag, 21. Februar, von 18.30 bis 20.30 Uhr ein. Fragen, Ideen und Anregungen sind erwünscht. Ihr könnt die Veranstaltung auf dem Youtube-Kanal der Stadt Aachen (www.youtube.com/stadtaachen) verfolgen oder euch aktiv in die Videokonferenz einbringen. Die entsprechenden Zugangsdaten werden am 21. Februar unter www.aachen.de/altevaalserstrasse veröffentlicht.

Die vorliegenden Planunterlagen sind im Internet über www.aachen.de/altevaalserstrasse abrufbar. Wer sich zu den Vorschlägen der Fachverwaltung äußern möchte, kann das noch bis zum 7. März im Foyer des Verwaltungsgebäudes schriftlich tun, wo ein Briefkasten hängt, oder eine Mail an folgende Adresse schicken: altevaalserstrasse@mail.aachen.de

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Sie stehen in der Innenstadt angeblich immer im Weg: Roller. Aber auch Autos stehen überall im Weg,  Die Stadtverwaltung arbeitet an Regeln, die die Zahl der Roller begrenzen soll. Die Anbieter sollen außerdem stärker in die Verantwortung genommen werden.

Sie stehen überall rum und nur wer sie nicht benutzt, ärgert sich: über die E-Scooter. Dabei stehen auch Autos überall rum, viel mehr sogar. Autos stehen auf Straßen, Bürgersteigen, Radwegen, und besonders in der Lütticher Straße auf Baumscheiben. Im Durchschnitt 23 Stunden am Tag. 2000 kleine Roller mit Elektroantrieb sind derzeit in Aachen unterwegs, vergleichsweise wenig. Allein die Schrotträder, die in der Stadt abgestellt sind, dürften zahlenmäßig mehr sein als die Miniroller.

Warum nicht einige wenige Auto-Parkplätze freimachen als Stellflächen für die Roller?

Die Politik widmet sich der Roller-Problematik mit Hingabe. Als gäbe es bei der Aachener Verkehrswende kein größeres Problem. Aber allen Bemühungen zum Trotz: Die Verkehrswende ist eine Schnecke, etliche Unfallschwerpunkte bleiben gefährlich, Straßenübergänge desgleichen. Die Zahl der Autos steigt. 

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Das ehemalige Straßenbauamt an der Karl-Marx-Allee (leer), das ehemalige Hochschulgebäude am Muffeter Weg (leer), das alte Polizeipräsidium in der Soers (leer) und der ehemalige Aachen-Münchener-Bau an der Robert-Schumann-Straße (bald leer, noch arbeiten dort 190 Mitarbeiter*innen der Bezirksregierung) – die haben alle etwas gemeinsam: Sie gehören einer Landesbehörde, dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb, kurz BLB genannt.

Was soll mit diesen Bauwerken geschehen? Warum wurden/werden sie nicht vom Land NRW in den Besitz der Stadt Aachen überstellt? Sozusagen von einer öffentlichen Hand in die andere übergeben? Die Linke müht sich, die SPD in Aachen arbeitet an dem Fall, die Grünen haben ebenfalls versucht, den BLB zu einem Geschäftsgebaren zu bewegen, das dem Gemeinwohl verpflichtet ist. Ohne. Jeden. Erfolg. Sehr bedauerlich.

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Der Wolf im Stadtwald war tatsächlich ein richtiger Wolf, haben Untersuchungen ergeben. Er soll aus Belgien 80 Kilometer weit nach Aachen gerannt sein und nicht zu dem Rudel gehören, das in der Eifel heimisch geworden ist. Da die Wölfe hierzulande keinen einzigen Feind haben, beunruhigt die ungebremste Ausbreitung. Habgier, Streitlust, Heimtücke und Verschlagenheit werden Isegrim in den alten Märchen nachgesagt. Was haben wir und was hat eigentlich der Wolf davon, wenn er sich bei uns ungebremst ansiedeln kann?

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Wer bis hierhin gelesen hat, möchte vielleicht noch wissen, was die Stadtverwaltung zu Abriss und Neubau der Brücke Turmstraße mitgeteilt hat. Stark gekürzt hier:

Die Bauarbeiten an der Brücke sind wegen ihres irreparablen Zustands unvermeidbar. Sie werden im Mai 2022 beginnen und bis Dezember 2023 dauern. Da eine Behelfsbrücke nicht verfügbar ist, muss der betroffene Straßenabschnitt während der gesamten Baumaßnahme für alle Verkehrsteilnehmer gesperrt werden. Dies hat gravierende Auswirkungen auf die Verkehrssituation im Umfeld. 

Das Verkehrsführungskonzept wird in den nächsten Wochen unter der Maxime „Führung der Umleitungsverkehre über den Außenring“ weiter verfeinert. Wichtig war aber auch der Beschluss, dass bei der weiteren Planung auf eine Öffnung des derzeit gesperrten Templergrabens „nach Möglichkeit“ verzichtet wird. Die Verkehrsführung wird während der gesamten Bauzeit analysiert und bei Bedarf angepasst.

Der externe Gutachter Dr. Michael Baier hatte in einer präzisen Analyse und Ableitung dargelegt, wie sich das Verkehrsgeschehen rund um die Großbaustelle verändern wird und wie die bisherigen Verkehre umgeleitet werden sollten. Er sprach sich sehr deutlich dafür aus, den Kraftfahrzeugverkehr vor allem in Richtung Toledoring, Pariser Ring und Vaalser Straße zu verlagern. Überdies empfahl er, an einigen empfindlichen Kreuzungen mit temporär aufgestellten Ampelanlagen zu arbeiten.

Von einer Öffnung des Templergrabens riet der Gutachter ab. Es bestünde die Gefahr, dass sich das Verkehrsaufkommen dort um das Dreifache gegenüber der Zeit vor der Corona-Pandemie und vor der Sperrung für das Reallabor Templergraben erhöhen würde – auf bis zu 20.000 Fahrzeuge pro Tag. Das Ingenieurbüro BSV wird während der gesamten Baumaßnahme für die Planung möglicher Anpassungsmaßnahmen zur Verfügung stehen.

Im öffentlichen Raum werden erste Hinweise zur Sperrung bereits Anfang März und dann wieder Anfang Mai auf den städtischen Plakatanlagen zu finden sein. Zahlreiche weitere vorbereitende und begleitende Maßnahmen, darunter Veranstaltungen mit Bürger*innen, sind für März in Planung.

Infos unter www.aachen.de/turmstrasse. Diese Internetseite wird den Stand der Baumaßnahme fortlaufend dokumentieren.

Die Brücke Turmstraße wird abgerissen/erneuert. Gleichzeitig bleibt der Templergraben zu und die Jakobstraße ebenfalls. Auf Autofahrer*innen kommen schwere Zeiten zu.

Die erheblichen Eingriffe in den Verkehrsfluss werden weitreichende Folge für die RWTH haben. Es wird zu eingeschränkten Erreichbarkeiten von Gebäuden kommen, es müssen längere Wegstrecken und -zeiten für Fußwege, Radverkehr, KFZ und ÖPNV innerhalb und zur Hochschule eingeplant werden. Die RWTH ist in die Baumaßnahmen nicht involviert, tauscht sich aber eng mit der Stadt aus, um Einschränkungen so gering wie möglich zu halten und sie so schnell wie möglich zu kommunizieren.

Vielen Dank an alle, die sich kooperativ zeigen und nicht durch elende Dauerschimpferei hervortun.

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Übermedien.de stellt die richtigen Fragen

Muss das wirklich sein, dass Journalist*innen sich – um die Zuschauer zum In-Sicherheit-Bleiben zu bewegen – sich selbst in den fettesten Sturm stellen? Muss man sich zum Berichten da hinstellen, wo es ganz außerordentlich gefährlich ist? Wo man von durch die Luft fliegenden Teilen getroffen werden kann?

Die Redakteure befinden sich gut geschützt in den Redaktionen, die Zuschauerinnen und Zuschauer sitzen zu Hause und gruseln sich oder lachen über die missliche Lage, in der sich die Berichterstatter befinden. Und es sieht ja auch witzig aus. Sie sagen: Tut bloß nicht dasselbe wie was ich hier gerade mache.

Aber ist das nicht doch eine Nummer zu gefährlich? Ich denke: ja.

Übermedien ist ein Online-Magazin für Medienkritik. Also eine Einrichtung im Netz, wo sich Journalisten Gedanken darüber machen, wie Medien in Deutschland arbeiten und es bewerten. Besonders im Fokus der Kritik: die BILD – Übermedien wird ausschließlich von den Nutzern finanziert.

Nach dem Sturm ist übrigens vor dem Sturm. Der nächste wird uns auf Twitter von Jörg Kachelmann schon angekündigt. Und wenn der Kachelmann von Sturm und orkanartigen Böen spricht, dann weiß man, was man zu tun hat.

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Die einen demonstrieren, die anderen feiern Karneval – 4. Impfung möglich – Sportplätze zu.

Es gibt – außer dem Sturm – einen weiteren Grund, am Samstag zu Hause zu bleiben. Für den morgigen Samstag (19. Februar) sind wieder mehrere Demonstrationen angekündigt. Das teilt die Pressestelle der Polizei mit.

Die Aachener Polizei rechnet wieder mit erheblichen Verkehrsbehinderungen in der Aachener Innenstadt und zeitweise auch im Bereich des Ostviertels/ Frankenberger Viertels. Autofahrer*innen sollten die Bereiche – vor allem die Innenstadt – ab dem späten Mittag bis in den Abend hinein meiden. (sk)

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Keine „Brauchtumszonen

Eine „Brauchtumszone“ ist ein Gebiet für die Jecken zum Feiern mit klaren Hygiene-Regeln. Für die Karnevalstage können Städte und Gemeinden bestimmte Bereiche im öffentlichen Raum ausweisen, in denen zusätzliche Schutzmaßnahmen gelten. ABER: Nach intensiven Abstimmungen mit den Akteuren des Aachener Karnevals und mit Vertretern der Gastronomie haben Stadt und StädteRegion Aachen entschieden, auf die Einrichtung von „Brauchtumszonen“ für die Karnevalstage zu verzichten.

Organisierte Veranstaltungen – auch Brauchtumsveranstaltungen – „können deshalb auf der Basis der Coronaschutzverordnung durchgeführt werden“, teilt die Stadtverwaltung mit. Einen wirklichen Durchblick durch die Bestimmungen zu bekommen, das ist derzeit unmöglich. Obwohl es hier versucht wird.

Die Impfstelle des Gesundheitsamtes in Aachen, Trierer Straße 1. Innen ist fotografieren und filmen verboten.

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Die vierte Impfung

Menschen ab 70 Jahren, Menschen in Einrichtungen der Pflege sowie Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe, Menschen mit Immunschwäche ab fünf Jahren sowie Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen können ab sofort eine zweite Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten.

Die vierte Impfung soll bei gesundheitlich gefährdeten Menschen frühestens drei Monate nach der dritten Impfung erfolgen. Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen soll den zweiten Booster frühestens nach sechs Monaten erhalten.

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Container bleibt zu

Alle Wetterdienste sagen für das Wochenende Sturm und schwere Sturmböen für ganz Nordrhein-Westfalen voraus. Die Container des Abstrichzentrums auf dem Bahnhofsvorplatz in Aachen-Rothe-Erde bleiben deshalb aus Sicherheitsgründen für den Rest der Woche geschlossen.

Allerdings: Es sind weiterhin Testungen ohne Termin möglich. Die werden im Untergeschoss der Aachen-Arkaden (Trierer Str. 1) angeboten.

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Sportplätze gesperrt

Die Stadt Aachen hat unterdessen aufgrund des aufziehenden Sturmtiefs Zeynep die Sportplätze gesperrt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die Region eine amtliche Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen herausgegeben. Die Sportplätze werden in der Folge das gesamte Wochenende über gesperrt bleiben müssen. Vereins- und Spielbetrieb ist daher auf den Plätzen nicht gestattet. 

Fahrrad, vom Winde verdreht.

Etwas Musik: http://www.klezmer-musik-berlin.de/klezmer/musik/ vom Jiddish Swing Orchestra mit einem Mix aus Klarinette, Saxofon, Klavier, Akkordeon und Perkussion (links auf „Musik“ klicken und dann auf „Chribim“).

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Bisher glimpflich davongekommen

Nach einer stürmischen Nacht zeigt eine erste Bilanz für Aachen: Bis zum heutigen Donnerstag Vormittag zählte die Feuerwehr-Leitstelle lediglich 14 unwetterbedingte Einsätze auf dem Stadtgebiet. In der restlichen StädteRegion kam es zu insgesamt 27 Einsätzen – also nur die wegen Unwetter.

Viele aktuelle Infos gibt es über das heute freigeschaltete E-paper der lokalen Presse (s. unten).

An einigen Stellen mussten umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste zersägt und entfernt werden. So war unter anderem ein Baum auf die Vennbahntrasse in Kornelimünster gefallen und musste entfernt werden. In der Innenstadt brach ein großer Ast von einem Baum in der Bleiberger Straße ab und beschädigte dabei einen Pkw. Mehrere Bäume, die vor einem Forschungsinstitut an der Pauwelsstraße standen, drohten auf die Straße zu fallen. Sie wurden von den Einsatzkräften zersägt.     

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) stellt sich zunächst eine leichte Wetterberuhigung ein, bevor im Laufe des morgigen Freitagnachmittags (18. Februar) eine neue Sturmfront Deutschland erreicht. Es geht also weiter.

Folgendes teilt die Stadtverwaltung mit:   

  1. Die Wochenmärkte in Burtscheid, Haaren und Kornelimünster finden am morgigen Freitag wie gewohnt statt. 
  2. Auch die Abfallsammlung des Stadtbetriebs läuft am Freitagmorgen wie üblich. 
  3. Das Forstamt rät allen Spaziergänger*innen, den Aachener Wald bei der aktuellen Wetterlage zu meiden. Auch in den städtischen Grünanlagen besteht die Gefahr, von herabfallenden Ästen getroffen zu werden. Diese Gefahr besteht auch noch in den Folgetagen. Daher rät das Forstamt, auch in den kommenden Tagen von Spaziergängen im Wald zu abzusehen. 
  4. Grundsätzlich wird allen Menschen empfohlen, heute und in den kommenden Tagen auf alle nicht notwendigen Aufenthalte im Freien zu verzichten.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

Wegen des Sturms: Heute können alle kostenlos E-paper lesen. Auch, wenn ihr es nicht abonniert habt.

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Wegen Sturm: Randvolle Mülltonnen bekommen plötzlich Beine

Unterricht fällt heute in ganz NRW aus

Wer heute mit dem Hund vor die Türe muss, sollte aufpassen, dass der Vierbeiner nicht wegfliegt oder ihm ein Ast auf den Kopf fällt. Es stürmt wie bekloppt. Die Sturmtiefs heißen Xandra, Ylenia und Zeynep und halten sich leider nicht an Tempo 30.

Gleich zwei Orkane wird es in den kommenden Stunden geben: einen am heutigen Donnerstag und einen am Freitag. Die Warnungen im Radio und im Internet überschlagen sich. Teils ist von Tornados die Rede. Alles, was draußen locker rumhängt oder -liegt und fliegen könnte, sollte jetzt reingeholt werden.

Laut WDR fällt heute sogar der Unterricht in allen Schulen von NRW aus. Auch die Kita-Kinder sollen möglichst zu Hause bleiben. Sicher werden auch wieder diverse Züge die Weiterfahrt einstellen.

Der Deutsche Wetterdienst hat für die Region Aachen eine Sturmwarnung für die kommende Nacht und den morgigen Donnerstag, 17. Februar, herausgegeben. Der Aachener Stadtbetrieb bittet alle Bürger*innen daher, ihre Abfallbehälter, gelbe Säcke und Sperrmüll nach Möglichkeit erst am frühen Morgen herauszustellen. 

Die Abfallsammlung startet am Morgen wie üblich. Sollte der Sturm im Verlauf des Tages stärker werden, kann es zu Unterbrechungen und dadurch Verzögerungen der Abholungen kommen.

Die starken Sturmböen sorgen auch dafür, dass leere Abfallbehälter, die nach der Leerung entsprechend leichter sind, durch den Wind vom Straßenrand wegbewegt werden und dadurch den Verkehr behindern oder auf dem Gehweg liegen bleiben. Der Stadtbetrieb bittet daher alle Bürger*innen mit Teilservice, ihre Abfallbehälter nach der Leerung möglichst umgehend wieder an den angestammten Platz oder ins Haus zu holen, um Behinderungen zu vermeiden. 

Im Einzelfall können sogar befüllte Tonnen von starken Böen umgeworfen werden. Bäume fallen um und Ziegel von den Dächern. Vorsicht auf Straßen und Gehwegen ist geboten. Die Mitarbeitenden des Stadtbetriebs sind unterwegs, um möglichst schnell wieder für saubere und sichere Straßen und Gehwege zu sorgen.

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Ein neues Hochwasser wird nicht vorausgesagt. Jedenfalls im Moment noch nicht. In Erinnerung an das, was im Sommer 2021 passierte (die Schäden sind bei weitem noch nicht beseitigt) sei von AachenNews ein Büchlein empfohlen „Wenn das Wasser kommt“ von Rutger Bregmann ( 2020, rororo, 62 Seiten).

Darin geht es auch um den niederländischen Rijkswaterstaat-Beamten Johann von Veen. Der warnte 1952 in einem Interview vor einer Flutkatastrophe in den Niederlanden. Der Chefredakteur lehnte eine Veröffentlichung ab – „reine Panikmache“. Ein Jahr später brachen die Deiche: 1836 Menschen starben, 100.000 mussten fliehen, 129.000 Hektar Land wurden überflutet.

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Nicht allein, sondern in Gemeinschaft wohnen

Alternative Wohnformen werden auch in Aachen – meist von Studierenden und Senior*innen – ausprobiert. Nicht wenige mit Erfolg. Viele sind tagein, tagaus allein und hätten gern – in ihrer Wohnsituation – Austausch mit anderen Menschen. Wohnen in einer Gemeinschaft will gut vorbereitet sein. Insbesondere, wenn das Haus erst noch gebaut werden muss. Leichter ist es, wenn schon ein Haus vorhanden ist, das nur noch für das Zusammen-Wohnen hergerichtete werden muss.

Die städtische Koordinationsstelle „Bauen und Wohnen in Gemeinschaft“ bietet aktuell gleich zwei digitale Infoveranstaltungen zum Austausch über gemeinschaftliche Wohnformen an. Eingeladen zu diesen Online-Infoabenden sind alle Menschen, die sich vorstellen könnten, sich einer entsprechenden Baugruppe anzuschließen oder selbst eine Initiative zu gründen – denn für 2022 stehen verschiedene Konzeptverfahren für Wohnbauflächen der Stadt Aachen an.

Am Mittwoch, 16. Februar, findet so von 18.30 bis 20 Uhr ein erster allgemeiner Infoabend und Treff für Interessierte am gemeinschaftlichen Bauen und Wohnen statt. Am Mittwoch, 30. März, lautet, ebenfalls von 18.30 bis 20 Uhr, das Thema, „Grundstücksbewerbung mit Konzept: Wie geht das? Wie stellen wir ein Konzept auf?“

Beide Infoabend sind kostenfrei und finden als Zoom-Videokonferenz statt.

Eine Anmeldung ist unter der Mail-Adresse gemeinsambauen@mail.aachen.de möglich. Die Teilnehmer*innen erhalten ein paar Tage vor der Veranstaltung die entsprechenden Zugangsdaten. Weitere Informationen gibt es unter www.aachen.de/gemeinsambauen .

Konventionell wohnen in einer Etagenwohnung, allein oder mit Frau/Mann und Kind, das ist in Brand möglich. Wer es gern anders hätte, wer neue Wohnformen bevorzugt, ist zum Infoabend der Stadtverwaltung eingeladen. Foto: Archiv
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Innen tropft und bröckelt es

Da fährt keiner gern rein. Erstens weil Menschen naturgemäß sowieso nicht gern unterirdisch unterwegs sind. Zweitens weil Decke und Seitenwände einen ziemlich maroden Eindruck machen. Die Rede ist von dem Tunnel, der unter der Trierer Straße die Adenauerallee mit dem Madrider Ring verbindet.

Macht einen heruntergekommenen Eindruck: der Tunnel in Forst.

Irgendwann in den 1970er Jahren wurde der Tunnel gebaut. Es muss die Zeit gewesen sein, als man in der Innenstadt Fußgänger-Unterführungen schön fand (z. B. am Kaiserplatz und am Bushof). Die Unterführungen sind zu, der Tunnel unterdessen nicht. Statt ihn teuer zu erneuern, sollte man ihn vielleicht einfach zuschütten und den Verkehr oberirdisch führen?

Sanieren lässt sich das Bauwerk offenbar nicht. Zuständig für den Neubau (auch finanziell) wäre der Landesbetrieb Straßen NRW. Doch der, so war zu erfahren, habe noch auf lange Sicht genug zu tun mit dem Neubau und der Reparatur diverser Brücken, die seit der Flutkatastrophe 2021 nicht nutzbar sind.

Schon etliche Jahre wird in Aachen der schlechte Zustand des Tunnels beklagt. Wasser tropft fast ständig von der Decke, Kacheln sind abgeplatzt und Beton rieselt. An der Seite liegt etwas – im Vorbeifahren schwer zu erkennen, was das ist. Wie soll das also weitergehen, wenn der Tunnel immer mehr verkommt und der Landesbetrieb keine Kapazitäten zwecks Neubau hat? Deshalb: Zuschütten wäre eine Alternative.

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