Aachen: Schule kämpft schon viele Jahre für mehr Platz für immer mehr Kinder

Heute um 17 Uhr gibt es eine Sondersitzung des Ausschusses, der u. a. für die Aachener Schulen zuständig ist. Auch für die Montessori-Grundschule in der Mataréstraße. Diese Schule muss jedes Jahr viele Kinder abweisen, sogar solche, deren ältere Geschwister schon die Schule besuchen. Es sind einfach restlos alle Eingangsklassen im Nu voll. Deshalb soll die Schule – auf einem Stück von ihrem Schulhof in der Zeppelinstraße – eine Art Anbau bekommen. Soll dieser nun 2 Etagen haben oder 3 ??? Darum geht es heute in dem Ausschuss. Entscheiden müssen die Politiker*innen.

In diesem Viertel von Aachen (Forst) wurde in den letzten Jahren viel gebaut. So viel, dass sogar ein weiterer Kindergarten eröffnet hat und zwei neue Straßen installiert wurden: Die Straße „An der Birk“ und der „Auguste-von-Sartorius-Weg“. In die zahlreichen Neubauten sind viele junge Familien mit Kindern eingezogen. Da wäre es ja schön, wenn diese Kinder nicht nur ihre Kita, sondern auch die Grundschule in ihrer Nähe wüssten.

Ein Neubaugebiet, mit dem viele junge Familien in das Ostviertel von Aachen gezogen sind.

Die Montessori-Grundschule hat nicht nur zu wenige Klassenräume, auch die Mensa ist viel zu klein. Für die von all den berufstätigen Eltern gewünschte Nachmittagsbetreuung ist ebenfalls deutlich zu wenig Raum vorhanden. Man fragt sich wirklich, ob Eltern und Kindern in einem anderen Aachener Stadtviertel eine derartige Enge zugemutet würde? Wahrscheinlich nicht.

Nebenbei: Wenn erst mal die Wohnanlage in der nahe gelegenen oberen Bismackstraße fertig ist und dort gut 200 Familien eingezogen sind, dann werden auch von dort Kinder Aufnahme in die Montessori-Grundschule in der Mataréstraße begehren. 

Die Stadtverwaltung, die an der Erweiterung dieser Schule aus völlig unerklärlichen Gründen schon mehr als fünf (5!) Jahre herumlaboriert ohne zu irgendeinem Ergebnis zu kommen, schlägt natürlich vor, den neu zu bauenden Teil nur 2 Etagen hoch zu bauen. Man will ermittelt haben, dass mehr Raumbedarf gar nicht besteht. 

Ganz anders das Lehrerkollegium, das zuletzt wegen der Unwetterkatastrophe im Sommer erleben musste, dass im Untergeschoss der Schule Räume durch Überflutung unbenutzbar wurden. Das Kollegium kennt zudem den Beratungsbedarf, den im Ostviertel viele Eltern haben und dass z. B. dafür auch Räume gebraucht werden. Es hält einen Ausbau mit 3 Etagen für notwendig. 

Wie die Verwaltung die beiden Entwürfe 2 Etagen versus 3 Etagen darstellt, könnt ihr hier nachlesen.

Die Sitzung ist öffentlich und findet statt in der großen Tivoli Club Lounge 1 in Aachen, Krefelder Straße. Wer teilnimmt, muss entweder geimpft oder genesen oder getestet sein und seinen Perso mitbringen.

Im Aachener Ostviertel: Bei so vielen neuen Wohngebäuden auf Freiflächen müssen auch neue Straßen her. Und die örtliche Grundschule muss dringend ihren Erweiterungsbau bekommen. Warum daran nicht schon längst gebaut wird, ist selbst Politikern ein Rätsel, wie jüngst zu hören war.
Neue Wohnungen, neue Straßen, neue Velocity-Stationen: Alles rundum schön geworden. Auf einer Brache zwischen Freunder Weg und Mataréstraße entstanden Wohnungen für junge Familien im Niedrigpreissegment. Nur die dortige Grundschule muss sich schon viel zu lange mit beengten Verhältnissen abfinden. Das Warten führt zu nichts, nur zu einer Verteuerung der dringend erforderlichen Baumaßnahme.

Weitere Berichte zum Thema.

UPDATE Wie die Politik entschieden hat: hier nachzulesen. Die Grünen haben nach ausführlicher Diskussion mit CDU und FDP gegen die großzügige Variante gestimmt. Sie überstimmten dabei die Vertreter von SPD, Die Linke und Die Zukunft.

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Nix für Vegetarier: Die Weihnachtsleberwurst

„Kein Rindfleisch, kein Schweinefleisch“, das essen die Menschen in der idealen Welt, die in dem Roman „Every“ der Autor Dave Eggers entwirft. Die Handlung in dem mittelmäßigen Bestseller spielt „in der nahen Zukunft“ wie es in den dem Text vorgestellten Zeilen heißt. Was hat das mit Aachen zu tun?

Nun, in Aachen wurde dieser Tage eine Spezialität im Rathaus präsentiert, die diesjährige „Weihnachtsleberwurst“, und man kann davon ausgehen, dass sie zu 99 Prozent aus Fleisch besteht, konkret: aus Fleisch, Backen (das sind Teilstücke des Schweinekopfes), aus Fett, zu 30 bis 33 % übrigens aus Tierleber. Wie diese Tiere, speziell die Schweine, gequält werden, das weiß mittlerweile ja jede/r. Schmiert man sich sowas gern auf’s Brot?

In der Wurst beigemischt übrigens: Gewürze wie zum Beispiel Koriander, Kardamom und Anis sowie verschiedene Nüsse, Preiselbeeren und sogar Honig. Die Aachener Fleischer informieren. Die Seite ist ein Traum, total retro, geschätzt von Ende der 1990er Jahre. 

Die genaue Zusammensetzung der Gewürze ist geheim. Nicht geheim ist natürlich der Zeitpunkt, ab dem die „Öcher Chressmesleäverwooesch“ genannte Wurst gekauft werden kann. Nämlich, nachdem sie mit viel Trara im Rathaus „angeschnitten“ ist – dieser Tage ganz traditionell und prominent von Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. 

Sibylle Keupen sagte nicht nur: „Mit dem Anschnitt ist die Vorweihnachtszeit offiziell eingeläutet, und schon in knapp drei Wochen beginnt der Weihnachtsmarkt.“ Sie äußerte auch einen sehr zeitgemäßen, angesichts der Klimakatastrophe angemessenen Wunsch an die versammelten Fleischer und Metzger: Nämlich, dass es in Zukunft auch eine vegetarische Alternative von der Wurst geben möge. Auf dass am Ende alle – Vegetarier und Nicht-Vegatarier in den Genuss der Aachener Spezialität kommen können. 

Wurstkritische Zeitgenossen können sich gratulieren: Sie haben eindeutig die Richtige auf den Chefposten im Rathaus gewählt. Wurstfreunde finden sich vermutlich auf dieser Seite (einschließlich der üblichen Kastrationsängste in Zusammenhang mit dem Gendern, wie im Bilderbuch) wieder: http://www.ulis-nachschlag.de/2021/20211026_weihnachtsleberwurst.php

Viel Spaß beim Lesen!

Nix für Vegetarier: die Aachener Weihnachtsleberwurst. Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

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Das Gesundheitsamt macht euch Angebote

Wer testet hier wen und was kostet das? Es ist kompliziert. Für Selbstzahler gibt es dort keine Testung.

Kommt man aus dem Bahnhof Rothe Erde raus, steht man vor diesem Abstrichzentrum. Dort hat sich die Firma Rapidcare verabschiedet, und das Gesundheitsamt hat die Regie übernommen. Statt zwei Containern sind es jetzt vier. Rapidcare testet unterdessen am anderen Ende der Stadt, auf dem Bendplatz, weiter.

Am Bahnhof Rothe Erde gibt es jetzt keine langen Schlangen mehr, und wer sich vorerst noch kostenlos testen lassen darf (z. B. Kinder, Jugendliche und Schwangere), das erfährt man hier. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 18 Uhr , sonntags von 10 bis 16 Uhr. Wer seinen Test selbst zahlen muss, wird dort nicht getestet. Diese Leute müssen ihren Hausarzt aufsuchen.

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Angeblich sind gerade im Ostviertel noch ungewöhnliche viele Erwachsene nicht geimpft. Deshalb ist es von Vorteil, dass gerade in den Aachen-Arkaden ein kleines Impfzentrum eröffnet wurde. Drei Tage die Woche (donnerstags, freitags und samstags von 13 bis 19 Uhr) wird hier ohne Voranmeldung und kostenlos der Stoff verteilt, der dein Leben retten kann.

Für Menschen ab 12 Jahren sind Erst- und Zweitimpfungen möglich. Der Impfstoff kann (bei Zweitimpfungen im Rahmen der Zulassung) frei gewählt werden. Bitte Personalausweis (Ausweis abgelaufen? Macht nichts!) nicht vergessen. Und – wenn vorhanden – den Impfpass mitbringenWer keinen Impfpass hat, erhält ihn hier kostenlos.

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Eine Booster-Impfung (Wiederholungsimpfung mit erneuernder oder verstärkender Wirkung) gibt es in den Aachen-Arkaden erst für Menschen ab einem Alter von 70. Wer jünger ist, muss sich diese Impfung beim Hausarzt verpassen lassen. Die Arztpraxen sind deshalb zur Zeit schon wieder überlaufen.

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Mobilitätspreis für Aachen: Eine Aufforderung, noch besser zu werden.

Was man aus der Innenansicht heraus oft als zu langsam, zu wenig, zu inkonsequent bewertet, genau das wird andernorts ganz anders gesehen und beurteilt: Die Verkehrswende in Aachen, Das soll hier nicht verschwiegen werden. Aachen hat einen Preis bekommen – einen Mobilitätspreis. Der Preis ist nicht unbedeutend. Dazu teilt das Presseamt der Stadtverwaltung (deren Spitze verständlicherweise mächtig stolz ist) mit:

„Europas Vorreiter in Sachen nachhaltige urbane Mobilität und Verkehr sind am gestrigen Mittwochabend (20. Oktober) bei den CIVITAS-Awards 2021 geehrt worden, die erstmals in Aachen stattfanden. Neben der Stadt Aachen wurden Parma (Italien) und Gdynia (Polen) in drei verschiedenen Kategorien ausgezeichnet und erhielten die renommiertesten europäischen Preise für nachhaltige Konzepte der urbanen Mobilität.“

Für die Stadt Aachen nahmen Isabel Strehle (Leiterin des Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Mobilitätsinfrastruktur) und Klaus Meiners (stellvertretender Leiter des Fachbereichs Klima und Umwelt) den Preis entgegen. 

Bei der Preisverleihung: Isabel Strehle und Klaus Meiners. Foto: Stadt Aachen/Andreas Steindl

Im letzten Jahr habe Aachen bei der Umgestaltung seiner Mobilitätslandschaft einen großen Schritt nach vorn gemacht, meinte die Fachjury. Die Stadt wurde als Gewinnerin des diesjährigen Preises für die überzeugendsten Ansätze zur Transformation der städtischen Mobilität ausgezeichnet. Und weiter wird aufgezählt: „Seit 2020 wurden in Aachen 4,2 Kilometer Radhauptverbindungen geschaffen, 1076 Fahrradständer gebaut, 150 neue Ladestationen für E-Fahrzeuge errichtet, die ersten Wasserstoff-Abfallsammelfahrzeuge in Deutschland eingeführt und die Kapazität ihrer Abteilung für Mobilität und Planung erhöht hat.“

Aachens Stadtbaurätin Frauke Burgdorff sagte nach der Verleihung, die im Depot in der Talstraße stattfand, sichtlich erfreut: „Aachen ist eine durch und durch europäische Stadt und wir haben mit dem CIVITAS-Preis einen europäischen Preis erhalten. Wir sind unglaublich stolz! Dieser Preis ist eine Aufforderung, noch besser zu werden. Denn es ist ein Preis für Transformation. Das heißt: Es ist kein Preis für all das, was wir bereits geschafft haben, sondern für alles, was wir noch schaffen wollen. Ich freue mich sehr, dass uns die Europäische Kommission anspornt, schneller und besser zu werden, um eine klimaneutrale Stadt zu sein.“

Auch Uwe Müller, Leiter der Abteilung Verkehrsplanung und Mobilität der Stadt Aachen, sagte, dass man auf diese Transformation wirklich stolz sein könne.

Isabel Strehle und Klaus Meiners betonten bei der Entgegennahme des Preises, dass es vor allem eine Auszeichnung für ein großes Team sei, das gemeinsam den Weg der Mobilitätswende in Aachen beschreite. Sie lobten die Entschlossenheit der Politik, die wegweisende Beschlüsse getroffen habe.

Weitere Informationen über die CIVITAS-Preise unter: https://civitas.eu/awards.

Weitere Informationen der Stadt Aachen zu Mobilitätsprojekten: www.aachen.de/moove; zu Klimaschutzprojekten: www.aachen.de/klimaschutz; zum Radentscheid: www.aachen.de/radentscheid

Aachens Konzepte urbaner Mobilität sind ganz offenbar preiswürdig. Es genügt aber leider nicht, Fahrradstraßen nur anzulegen. Man sollte auch in der Lage sein, die Fahrradstraßen für den Radverkehr freizuhalten. Foto: AachenNews Archiv
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Bei erster Gelegenheit: Freie Fahrt für Pkw auf Aachens Fahrradstraßen

Hier reiht sich Stoßstange an Stoßstange. So hatten wir uns die Nutzung der Fahrradstraßen nicht vorgestellt. Ziemlich übel, dass im Notfall die Fahrradstraßen als Erste dran glauben müssen.

Wie all die Tage zuvor so auch am vergangenen Samstag in Aachen: Nur, weil es auf der Wilhelmstraße eine Baustelle gibt, wird sofort der gesamte Pkw-Verkehr über eine Fahrradstraße geleitet. Sind wir als Radfahrer*innen so wenig wert, dass wir SOFORT zurückstecken müssen, dass wir uns als Erste einschränken müssen, verzichten müssen, nur damit die Einschränkungen für den motorisierten Individualverkehr möglichst gering ausfallen? Das fragen sich jetzt die Leute auf den Rädern. Ja, danke, wir haben verstanden.

Hauptsache, die Pkw kommen weiter, und wenn es auch auf einer Fahrradstraße ist. Freie Fahrt also, wobei von „Fahrt“ in der Lothringerstraße überhaupt nicht die Rede sein konnte. Es war ein langsames Stopp-and-Go, die Luft war unerträglich schmutzig, auch Fußgänger*innen waren wenig begeistert.

Eins ist also vorerst klar: Die Belange der Pkw-Fahrer*innen haben Vorrang, werden auch in Zukunft als erste berücksichtigt, sie gelten als übergeordnet. Vermutlich auch, wenn es um den ÖPNV geht? Und: Würde man den Pkw-Verkehr auch tagelang über den Bürgersteig oder durch eine Fußgängerzone leiten, falls eine Baustelle eingerichtet wird? – Insgesamt wird es wohl noch eine Weile dauern, bis die Fahrradstraßen die Wertschätzung erfahren, die ihnen zusteht.

(s. auch Leser*innen-Kommentar)

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Zum „Reallabor Templergraben“: Deine Meinung ist gefragt

Wie bewertet die Öffentlichkeit und vor allem: wie bewerten die Anwohner*innen das „Reallabor Templergraben“??? – Das möchten gern wissen: die RWTH Aachen, die Stadt Aachen, die studentische Initiative Uni.Urban.Mobil sowie VCD (Verkehrsclub Deutschland) und der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club).

Wie habt ihr das „Reallabor Templergraben“ erlebt und wie bewertet ihr es? Dazu gibt es einen Fragebogen (vom RWTH-Institut „Gender und Diversity in den Ingenieurwissenschaften“ entwickelt). Der kann über folgende Internetadresse aufgerufen und ausgefüllt werden: www.soscisurvey.de/rt2021

Die Menschen, die am Templergraben und in benachbarten Straßen wohnen und unmittelbar betroffen sind, „erhalten den Fragebogen mit einem Anschreiben in Papierform“, so teilt das Presseamt mit. Beides werde in die Briefkästen eingeworfen. Wer antworten möchte, könne auswählen, auf welchem Weg der Fragebogen ausgefüllt wird: digital oder schriftlich

Wer den Fragebogen per Hand ausfüllt, kann ihn zu den Öffnungszeiten im Foyer des Super C der RWTH oder im Bürgerservice Katschhof abgeben. Die Befragung endet am 15. November 2021. 

Das „Reallabor“ in seinen ersten Tagen. Selten wurde im ganzen Erdenrund um eine Straße so ein Bohei gemacht wie um dieses Stück Templergraben. – Na ja , das ist jetzt etwas übertrieben. Im Grunde freuen wir uns ja bei AachenNews über jedes Stückchen Straße, das autofrei wird. Foto: AachenNews Archiv

Zum Hintergrund: Seit 18. Juni 2021 wird am Templergraben erprobt, wie sich die sogenannte Netzunterbrechung auf den Templergraben und die umliegenden Straßen auswirkt. Der Durchgangsverkehr zwischen dem RWTH-Hauptgebäude und Super C am Templergraben ist auf den Bus-, Fuß- und Radverkehr begrenzt.

Die Sperrung für den motorisierten Individualverkehr und die dadurch entstandenen Räume werden als „Reallabor Templergraben“ bezeichnet und sind Bestandteil des neuen Verkehrskonzepts für den Grabenring.  

Mehr Infos zum Projekt: www.aachen.de/templergraben

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In der Nizzaallee darf es etwas mehr sein. Bauen in Aachen

Spaziergang in wunderbarem Herbstwetter im Lousbergviertel. „Es rauscht der Fuß im welken Laube, was blüht und grünte, ward ein Traum . . . “ Herbstlied (Luise Büchner)

War das heute der letzte Sonnentag des Jahres? Möglich ist das. So ging es heute am Nachmittag hinaus in Richtung Lousberg – spazieren. Eine Tätigkeit, die ich in jungen Jahren hasste wie die Pest. Im Laufe der Jahre ist es nicht besser geworden.

Aber man kann sich ja mal in der Nizzaallee die Neubauten ansehen. Es wurde schließlich in Planungsausschuss, Stadtrat, Bürgerschaft und Verwaltung darüber gestritten wie selten. Rat und Verwaltung wollten die Wohnungsnot bekämpfen und den Bau von Unterkünften für Studierende und Lehrende genehmigen – die Lousberg-Anwohner wollten die Gegend in ihrem ursprünglichen Zustand belassen. Sie fanden die Gebäude überdimensioniert, unpassend, sie hätten nie genehmigt werden dürfen. Die Nizzaallee mit ihren vielen Prachtbauten aus der Jahrhundertwende ist schließlich ein Juwel unter den Aachener Straßen.

Verwaltung und Rat setzten sich durch. Mittlerweile erkennt man, wie die Unterkunft für die Studierenden einmal aussehen wird. Bitteschön:

Ein Monsterbau in der noblen Nizzaallee. Aber kann man wirklich über 50.000 Personen in Aachen studieren lassen ohne dafür zu sorgen, dass diese Leute auch irgendwo wohnen?

Ein Kölner Investor lässt in der Nizzaallee nichts weniger als ein Palais mit 17 Eigentumswohnungen (s. Video und s. unten) errichten und direkt daneben noch ein Gebäude mit 157 Appartements für Studierende (s. oben). Angeblich soll es sich um eine Investition von insgesamt 35 Millionen Euro handeln.

Neubau von Eigentumswohnungen in der Nizzaallee, direkt neben dem Appartement-Gebäude für Studierende.

Beide Bauwerke befinden sich hinter großen, alten Bäumen und sind von diesen erheblich verdeckt. Das Gesamtbild der Straße wird zwar verändert, aber es hätte schlimmer kommen können. Sicher werden die Anwohner*innen da ihre eigenen Ansichten haben.

In der Alfonsstraße

In der Aachener Alfonsstraße (zwischen Ostviertel und Frankenberger Viertel gelegen) werden ebenfalls Wohnungen gebaut, aber dort immerhin auf einem Gelände, auf dem sich schon vorher Wohnungen befanden (die alle abgerissen wurden). Es wurde für den Neubau keine Grünfläche zerstört.

Wohnungsbau in der Alfonsstraße. Dem Vernehmen nach soll es sich um Mietwohnungen handeln, die hier hochgezogen werden.
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Fachhochschule Aachen feiert Geburtstag . . .

. . . und gibt am Samstag ein Konzert auf dem Katschhof

Anbei noch ein paar Bücher, die zu lesen keine vergeudete Zeit ist:

Warnung!!!Einmal angefangen . . . kann man nicht mehr aufhören zu lesen und vernachlässigt Familie, Einkauf, Wäsche, die Wohnung, und die Pflanzen bekommen kein Wasser mehr.
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Für alle, die heute in die Innenstadt fahren: Wilhelmstraße weiter zu

Eine der wichtigsten innerstädtischen Straßen ist derzeit in der Mitte unbefahrbar. Und das wird auch so bleiben, zumindest an diesem Wochenende. Konkret: Die Vollsperrung der Wilhelmstraße wird noch über das Wochenende aufrecht erhalten.

In der Wilhelmstraße mussten Bauarbeiter in die Tiefe gehen. Aus einer Straße wurden plötzlich zwei Einbahnstraßen, sehr zum Ärger viele Autofahrerinnen und -fahrer. Nicht wenige witterten eine Spezialgemeinheit von grüner Politik und Verwaltung. Das ist aber Quatsch. Es musste eine Unterspülung beseitigt werden. Foto: AachenNews Archiv

Wetterbedingt konnten die notwendigen Markierungsarbeiten bisher nicht durchgeführt werden, teilt die Regionetz mit. Geplant ist, dass die Fahrbahnmarkierungen am heutigen Samstag aufgebracht werden, so dass die Straße zum Schulstart wieder freigegeben sein soll.

Achtung, hier trocknet Farbe. Immerhin ist die Baugrube geschlossen.

Diese Arbeiten sind sehr wetterabhängig und können sich bei Dauerregen verzögern. Die Regionetz bedauert die Unannehmlichkeiten und bittet die Anwohner und Pendler um Verständnis.

Übrigens: Mögliche Verzögerungen an der Wilhelmstraße können auch zu Verzögerungen bei der Baumaßnahme Harscampstraße führen. Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis und verspricht, alle Welt zügig zu informieren, falls die Lage sich bessert.

Special: Baumaßnahme Harscampstraße

Die Bauarbeiten in der Harscampstraße zwischen Theater- und Lothringerstraße dauern voraussichtlich bis Dezember. Sie waren zunächst einmal beendet worden, um die Harscampstraße für den Autoverkehr wieder freigeben und so die Verkehrssituation im Suermondtviertel entlasten zu können. Das ist gelungen. 

Im Zuge des Ausbaus der Premiumfußwege werden nun Teile des östlichen Gehwegs der Harscampstraße, also auf der Seite mit ungeraden Hausnummern, auf eine Breite von bis zu 2,90 Meter ausgebaut.

Die Baufirma wird sicherstellen, dass alle Anwohnerinnen und Anwohner ihre Häuser jederzeit erreichen können. Alle Bauarbeiten sind nur unter Vollsperrung der Harscampstraße zwischen Theater- und Lothringerstraße möglich. 

Wer Fragen zu den Arbeiten hat, melde sich bei der Bauleitung der Stadt Aachen, die während der Dienstzeiten von 8 bis 16 Uhr von Montag bis Freitag erreichbar ist: Telefon 0241/432-6823.

Dieser Bus wollte ganz offensichtlich in die Harscampstraße (zwischen Theater- und Lothringerstraße) hineinfahren, scheiterte aber an der dortigen Baustelle.

Wer jetzt meint, das seien aber alles ziemlich viele Baustellen auf einmal, der soll sich mal mit der Jakobstraße befassen, die Anfang kommenden Jahres im unteren Teil (zwischen Trichtergasse und Paulusstraße) gesperrt werden muss. Auch dort sind Arbeiten (Gas, Wasser, Strom, Glasfaser – alles neu) der Regionetz dringend erforderlich. Es dauert 4 Monate, aber dann kommt der 2. Bauabschnitt, und der dauert 5 Monate – die üblichen Verzögerungen durch archäologische Funde nicht mitgerechnet. (Bleibt dran)

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Kleine Finanzspritze aus der Stadtkasse

Was sich in Einzelhandel und Gastronomie bestimmt schon rumgesprochen hat: Es gibt jetzt einen Fonds zur Belebung der Aachener Innenstadt und den Stadtteilen. Mit Hilfe des Fonds sollen Anreize für Gestaltungs-, Marketing- und Hygienemaßnahmen, Veranstaltungen sowie für Schulungen und Maßnahmen in puncto Digitalisierung geschaffen werden. Zusammen mit einer weiteren Subvention stehen 400.000 Euro zur Verfügung.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen ist positiv gestimmt: „Der Einzelhandel und die Gastronomie haben einen entscheidenden Einfluss auf die Attraktivität der Aachener Innenstadt. Allerdings haben auch genau diese Branchen im letzten Jahr viel durchgemacht. Der Fonds bietet zahlreiche Umsetzungschancen, um möglicherweise aufgeschobene Ideen umzusetzen und damit die Innenstadt und die Stadtteile neu zu beleben.“

Antragsstellung ab sofort möglich

Ab sofort haben Aachener Interessen-, Werbe- und Straßengemeinschaften sowie Vereine und Verbände die Möglichkeit, ihre Anträge bis zum zunächst 30. November 2021 in Form eines digitalen Formulars einzureichen. Auch lokale Unternehmen aus dem Einzelhandel, der Gastronomie und dem Handwerk können im Zusammenschluss mit mindestens einem anderen Unternehmen aus diesen Branchen, einen Antrag stellen. Für die Umsetzung der jeweiligen Vorhaben sind sechs Monate, beginnend ab Anfang Dezember, vorgesehen.

Die zuvor genannten Unternehmenszusammenschlüsse können einen einmaligen Zuschuss von bis zu 10.000 Euro erhalten, die für (Beratungs-)Dienstleistungen und Sachausgaben eingesetzt werden können.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular sind zu finden unter www.aachen.de/wirtschaft.

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