In Aachens Fußgängerzonen und Parks: Maskenpflicht. Unterdessen: Schauspieler*innen auf dem Holzweg

Kaum haben wir weniger Infizierte, weniger Kranke auf den Intensivstationen, weniger Tote, da werden die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gelockert. Dann – man hat es zur Genüge erlebt – folgt nach der Lockerung prompt eine Zunahme der Inzidenz. Nach einigem Zögern wird dann wieder verschärft, dann wieder gelockert, dann wieder verschärft und so geht es schon eine ganze Weile.

Will die Politik das Virus gar nicht plattmachen? Was hat die Politik eigentlich gegen Covid 19, das sich in Richtung NULL bewegt, dass sie immer wieder neu lockert, sobald Land in Sicht kommt? s. „Zero Covid“

AachenNews-Prognose: Die sonderbare Bundesnotbremse wird sofort wieder aufgehoben, sollte sich die Inzidenz in – schätzungsweise – Richtung 70 bewegen. Als wäre es der Politik vollkommen egal, wie es den Menschen geht, z. B. denen, die auf den Intensivstationen arbeiten.

Voll daneben

Auf die ganze, verfahrene Situation reagieren jetzt 53 sehr bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler vollkommen falsch, nämlich mit Bitterkeit, Zynismus und Ironie https://allesdichtmachen.de und bekommen Lob zum Beispiel von Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans Georg Maaßen (der bekanntlich als Abgeordneter der CDU in den Bundestag gewählt werden will) und anderen der AfD nahestehenden Personen. Die Beiträge sind so dermaßen missverständlich, dass die ganze Seite vermutlich bald gar nicht mehr erreichbar sein wird.

Dazu beim Berliner „Tagesspiegel“ weiterlesen. Hier.

Immer griffbereit: der Mund- Nasen-Schutz. Foto: AachenNews Archiv

Ab sofort ist in Aachen jedenfalls wieder Eindämmung der Infektionszahlen angesagt. Die neue Verordnung gilt ab sofort – in den Fußgängerzonen und ergänzend auch in bestimmten Parks und Grünanlagen. Die Verfügung ist nachzulesen unter aachen.de/corona in der Rubrik „Allgemeinverfügung Stadt Aachen Maskenpflicht“ und gilt zunächst bis zum 26. April.

Viele Menschen nehmen sich die strengen Vorgaben des Infektionsschutzes zu Herzen. Aber zunehmend scheint es, als würden die Menschen die strenge Notwendigkeit, sich zu schützen durch Distanz und Mund-Nasen-Schutz außer Acht lassen, vermutet man in der Aachener Stadtverwaltung. Wen wundert’s? Es wird doch sowieso gleich wieder gelockert, wenn die Zahlen sich nach unten bewegen.

Maskenpflicht gilt jetzt in den Fußgängerzonen: Augustinerplatz, Kockerellstraße, obere Pontstraße (von Markt bis Neupforte und von Driescher Gässchen bis Heilig Kreuz), Markt, Jakobstraße (bis Johannes-Paul-II Straße), Johannes-Paul-II Straße, Ritter-Chorus-Straße, Katschhof (inklusive der rückwärtigen Treppe des Rathauses), Krämerstraße, Hühnermarkt, Rethelstraße, Rommelsgasse, Hof, Körbergässchen, Romaneygasse, Münsterplatz, Kleinmarschierstraße (ab Jesuitenstraße), Schmiedstraße, Spitzgässchen, Domhof, Fischmarkt, Annastraße (von Fischmarkt bis Ecke Frère-Roger-Straße), Adalbertstraße, Holzgraben, Dahmengraben, Großkölnstraße, Buchkremerstraße, Ursulinerstraße, Wirichsbongardstraße (zwischen Reihstraße und Friedrich-Wilhelm-Platz), Burtscheider Markt (ab Ecke Hauptstraße), Kapellenstraße (im Bereich Viehhofstraße bis Altdorfstraße) und Altdorfstraße (bis Wendehammer).

Zudem gilt ab sofort in folgenden Parks die Pflicht zum Tragen einer Alltagsmaske: Elisengarten, Müschpark, Farwickpark, Stadtgarten, Kennedypark, Frankenberger Park, Bürger- und Jugendpark Moltkebahnhof, Burtscheider Kurgarten, Ferberpark, Nelson-Mandela-Park, Kaiser-Friedrich-Park, Von-Halfern-Park, Westpark, Hollandwiese.

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Hier ein interessanter Bericht über einen Pockenausbruch in Monschau im 19. Jahrhundert.

Hier ist ein Video, das man sich ansehen kann, wenn man sich fragt, was gegen die Pandemie zu tun ist. Und ob man überhaupt etwas dagegen unternehmen kann.

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5G steht in der StädteRegion Aachen erstmals „auf eigenen Beinen“

„Mobilfunk-Premiere in der StädteRegion Aachen: Als erster Anbieter in Europa hat Vodafone 5G Standalone freigeschaltet und macht damit erstmals den Datenaustausch in Echtzeit möglich.“ Das schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Demnach funkt die neue Mobilfunk-Generation 5G seit dem 16. April völlig unabhängig von der Vorgänger-Technologie LTE. Bislang werde 5G im Kernnetz europaweit von der bestehenden LTE-Infrastruktur unterstützt. „Vodafone stellt die LTE-Stützräder im 5G-Netz nun beiseite, Privat- und Industriekunden können die neue und komplett eigenständige 5G-Technik schon in diesem Monat kostenfrei mit ersten Smartphones nutzen.“

Als von 5G noch lange nicht die Rede war . . . Symbolbild

Kunden profitieren – laut Vodafone – dann von hohen Bandbreiten und den niedrigsten Latenzzeiten, die europaweit im Mobilfunk möglich sind. Und weiter heißt es: „Daten werden in der Städteregion Aachen ab sofort mit Verzögerungszeiten von gerade einmal 10 Millisekunden übertragen. Das ist so schnell wie das menschliche Nervensystem.“

Das bringe beispielsweise Vorteile für Gamer bei Online-Spielen und ermögliche neue Anwendungen in der Augmented Reality. Zudem verbrauchten die Handys mit der neuen Mobilfunktechnik rund 20 Prozent weniger Strom. Die Kunden müssten ihre Smartphones also seltener aufladen.

Damit der Datenaustausch in Echtzeit möglich wird, baut Vodafone bis 2023 angeblich insgesamt zehn 5G Rechenzentren, wo die Daten noch schneller als bislang verarbeitet werden. Das Deutschlandweit erste 5G Rechenzentrum habe Vodafone bereits in Frankfurt in Betrieb genommen.

Zeitgleich haben Vodafone-Techniker in der StädteRegion Aachen am 16. April die ersten 6 5G-Antennen an das neue 5G Rechenzentrum und das komplett eigenständige 5G-Kernnetz angebunden. Deutschlandweit seien jetzt rund 1.000 Antennen bereit für die schnellste Mobilfunk-Technik. 

„Als erster Netztreiber legen wir bei 5G die LTE-Stützräder beiseite und starten mit einem 5G Kernnetz – nicht für interne Tests, sondern im Livenetz für unsere Kunden, die in der Städteregion Aachen schon in diesem Monat an ersten Orten Echtzeit im Mobilfunk erleben können“, so lässt sich VodafoneDeutschland CEO Hannes Ametsreiter in der Pressemitteilung zitieren.

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Dazu Anke Domscheit-Berg heute im Bundestag: Recht auf schnelles Internet

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Großer Monarch winkt mit dem Klenkes

Im Zentrum von Aachen stand einst das Hotel Großer Monarch. Heute befindet sich dort ein Parkhaus, das bald abgerissen wird. Es ist geschlossen.

Unter dem Hotel gab es mal eine von Aachens heißen Quellen, die ebenfalls Großer Monarch hieß und heute noch heißt. Das Wasser, einstmals 41 Grad heiß, sprudelte aus der Erde und versorgte teilweise die Bäder des Hotels.

Durch die Förderung der benachbarten Rosen- und Kaiserquelle ist der Große Monarch heute stark beeinträchtigt. Anfang des 20. Jahrhunderts führte die Quelle noch mineralisiertes Thermalwasser mit 41 °C, heute ist sie nur noch rund 20 °C bis 26 °C warm, und das Thermalwasser ist stark mit oberflächennahem Grundwasser verdünnt.

Aachen hat die mit 72 Grad heißesten Quellen Mitteleuropas. Einzelheiten hier.

An die Quelle, von deren Existenz schätzungsweise 90 Prozent aller Aachener*innen überhaupt keine Ahnung mehr haben, erinnert plötzlich ein Schriftzug. Rechts sieht man ein Wesen, das mit dem kleinen Finger winkt. Eine Geste, die auch nur Aachener*innen richtig zu deuten wissen.

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Europa: Pirat gegen Massenüberwachung, für den Schutz der Privatsphäre

Der Katschhof bildet mit seiner Pflasterung, mit dem Dom an der einen und dem Rathaus an der anderen Seite ein Ensemble. Er markiert Aachen als Europastadt, in der der bedeutendste europäische Preis (Karlspreis) verliehen wird. Rechts: das Gebäude der Domsingschule. Foto: Henning Brinkmann

Der französische Staatsgerichtshof hat heute die 12-monatige Vorratsspeicherung von Informationen über die Kontakte und Bewegungen der kompletten Bevölkerung aufrecht erhalten, da eine „Bedrohung der nationalen Sicherheit“ vorliege. Es liege ein erhöhtes Risiko von Terroranschlägen und ausländischer Spionage vor. Der Gerichtshof erlaubte außerdem, die Vorratsdaten weiter für allgemeine Strafverfolgungszwecke zu verwenden.

Der Europaparlamentarier und Bürgerrechtler Patrick Breyer (Piratenpartei) kritisiert das Urteil scharf. Er teilt mit:

Das pauschale Sammeln von Metadaten aller Menschen macht uns im Grunde genommen nackt im System und verstößt fundamental gegen EU-Grundrechte. Das wahllose Sammeln von sensiblen Informationen über soziale Kontakte (auch Geschäftskontakte), Bewegungen und das Privatleben (z.B. Kontakte zu Ärzt*innen, Anwält*innen, Betriebsrät*innen, Psycholog*innen, Beratungsstellen etc.) von Millionen unverdächtiger Bürger*innen ist
eine radikale Maßnahme der Massenüberwachung.

Nur in Ausnahmesituationen, wie z.B. bei einem drohenden Terroranschlag, hat der Europäische Gerichtshof eine pauschale Vorratsdatenspeicherung vorübergehend erlaubt, aber das französische Urteil macht sie zur Regel und zum Dauerzustand. Dies pervertiert die EU-Rechtsprechung zum Schutz unserer Grundrechte auf Privatsphäre und Meinungsfreiheit.

Ich rufe unsere französischen Freunde auf, diese Entscheidung und den darin zum Ausdruck kommenden französischen Exzeptionalismus anzufechten. Eine pauschale Vorratsdatenspeicherung schafft untragbare Risiken des Missbrauchs und des Verlusts vertraulicher Informationen über unsere privaten und geschäftlichen Kontakte, Bewegungen und Interessen.

Lassen Sie uns dafür sorgen, dass Freiheit herrscht und nicht Generalverdacht
und Angst!“

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Hier eine Meldung aus dem Berliner „TAGESSPIEGEL“-Redaktion. Klar wird, dass die einmal erhobenen Daten fleißig missbraucht werden. Sogar von Polizeibeamten.

Die Sanktionsstelle der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit haben 2020 insgesamt 47 Bußgelder in Höhe von insgesamt 77.250 Euro festgesetzt. Daneben seien 38 Zwangsgeldbescheide erlassen worden; in fünf Fällen sei ein Strafantrag gestellt worden.

Ein Großteil der Verfahren (33), so berichtet der Tagesspiegel, hätten sich gegen Polizeibeamt*innen gerichtet, die unbefugt „personenbezogene Daten Dritter aus der polizeiinternen Datenbank POLIKS“ abgerufen hätten. In einem Fall habe eine Polizistin POLIKS genutzt, um die Ex-Freundinnen des neuen Lebensgefährten ausfindig zu machen und zu Gesprächen aufzusuchen.

In einem anderen Fall hätte ein Polizist die Daten sämtlicher Nachbar*innen aus dem eigenen Mehrfamilienhaus abgefragt, um sie später in nachbarschaftlichen Streitigkeiten auszuspielen.

Ein Polizist habe POLIKS als Suchmaschine für die Kontaktdaten eines Kartenspielverkäufers genutzt, nachdem er die richtige Telefonnummer über „Google“ nicht gefunden hätte.

Quellen: https://checkpoint.tagesspiegel.de/langmeldung/2o5fmD9Qc2KYESezlggmIs

und hier: https://www.morgenpost.de/berlin/article231988439/Polizisten-missbrauchen-Datenbank-fuer-private-Zwecke.html

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Mobilitätausschuss tagt, und ihr könnt online dabei sein

Unser aller Mobilität ist (lässt man mal kurz die Pandemie außer Acht) das Thema der Politik in Aachen schlechthin. Die Stadt erstickt in „normalen“ Zeiten im Verkehr. Auf den Bürgersteigen werden Leute von Radlern erschreckt und angefahren. Auf den Straßen werden Radfahrer*innen von Autos und Bussen in die Enge getrieben und schlimmeres. Pkw stehen in allen Straßen rum und im Stau und verpesten die Luft im Talkessel. Und zwischen allem fahren und stehen auch noch Busse und Lkw.

Die autogerechte Stadt hat sich als lebensfeindlich erwiesen, kein Mensch möchte sie erhalten. Was aber wollen wir dann?

Diese Fragen behandelt in Aachen der Mobilitätsausschuss, und dessen Arbeit könnt ihr beobachten, dann entscheiden, wer da die vernünftigste Politik macht und entsprechend in ein paar Jahren die Leute wählen, die euren Interessen gemäß gearbeitet haben.

Die nächste Sitzung des Mobilitätsausschuss tagt am Donnerstag, 22. April. Er beginnt mit einer digitalen Veranstaltung um 17 Uhr. Interessierte können teilnehmen und die teils sehr kontroversen Debatten der Ausschussmitglieder verfolgen. Ihr könnt nur zuschauen und zuhören, könnt aber nicht mitreden. 

Wer an der Digitalveranstaltung in Form eines Zoom-Webinars teilnehmen möchte, kann sich über folgenden Link registrieren lassen: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_6mmoL594SjiPeLshK41WeQ

Nach Eingabe des Namens und der Mailadresse bekommt ihr die Zugangsdaten für die Onlinesitzung direkt per Mail zugesandt. Es ist wirklich ganz einfach.

Online dürfen die Politiker leider nicht abstimmen. Dazu muss man persönlich anwesend sein. Deshalb werden die benötigten Beschlüsse zu den einzelnen Tagesordnungspunkten in einer Präsenzsitzung des Mobilitätsausschusses im Eurogress gefasst. Diese Sitzung beginnt nach der Online-Sitzung um 20.30 Uhr im Sitzungssaal K1. Auch die ist öffentlich. Eine Teilnahme dort sollte aber aufgrund der aktuellen Corona-Lage gut überlegt sein.

Jede Menge Traffic (hier: Theaterstraße in Aachen). Wieviel davon muss tatsächlich stattfinden? Wieviel lässt sich reduzieren? Womit? Derartige Fragen versucht die Politik im Mobilitätsausschuss zu klären. Foto: AachenNews Archiv
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Neue Sicherheitskurse für alle, die auf ein Pedelec umsteigen

Es ist ein richtiger Hype. Erstaunlich viele Menschen kaufen sich ein Pedelec – natürlich auch in Aachen. Das Fahren ist ein Vergnügen, verlangt aber eine gewisse Wendigkeit, die einem fehlt, wenn man z. B. seit über 20 Jahren nicht mehr auf einem Fahrrad oder Mofa gesessen hat.

Der „Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing“ der Stadtverwaltung, der auf AachenNews immer schlicht „Presseamt“ genannt wird, was eigentlich eine falsche Bezeichnung ist, aber griffig und kurz, teilt mit:

Die Stadt bietet am Mittwoch, 28. April, von 16 bis 19 Uhr für Pedelec-Nutzer*innen einen Grundkurs im Floriansdorf und am Donnerstag, 29. April, von 16 bis 19 Uhr einen Aufbaukurs für Pedelecs auf dem Verkehrsübungsplatz an der Hohenstaufenallee an. 

„Mit unserer Kampagne ‚FahrRad in Aachen‘ möchten wir erreichen, dass mehr Aachenerinnen und Aachener mit dem Fahrrad sicher unterwegs sind.“ Das sagt Dr. Stephanie Küpper, Projektleiterin von „Fahrrad in Aachen“. Dabei ist ihr natürlich der Aspekt der Verkehrssicherheit sehr wichtig. Wer mit dem Rad unterwegs ist, habe keine Knautschzone und daher sei es wichtig, sich auf dem Fahrrad sicher zu fühlen. Besonders der Umstieg auf ein Pedelec sollte daher geübt werden. 

Die Teilnehmer*innen lernen anhand spezieller Übungen, sich mit der Technik von Pedelecs vertraut zu machen. Für diejenigen, die überlegen, ein Pedelec anzuschaffen, steht ein begrenztes Kontingent an verschiedenen Modellen für eine Probefahrt zur Verfügung.

Anmeldung ist erforderlich und möglich über: fahrrad-in-aachen@mail.aachen.de .

Statt sich also in einen vollen Bus der ASEAG zu setzen (s. Foto), kann man natürlich auch sein gespartes Geld zusammenkratzen und sich ein Pedelec leisten.

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Europa im Klimawandel. Online-Diskussion mit Sven Giegold (Grüne)

Foto: EUROPE DIRECT Aachen

Gleich zu Beginn ihrer Amtszeit hat die EU-Kommission einen Vorschlag für einen „European Green Deal“ vorgelegt, um bis zur Mitte des Jahrhunderts klimaneutral zu werden. Doch kann damit die dringend notwendige ökologische Transformation der europäischen Wirtschaft gelingen?

Unterstützt die deutsche Bundesregierung den europäischen Plan ausreichend? Und was bedeutet das für die Menschen und Unternehmen vor Ort?

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen und die Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen laden gemeinsam zu einer Online-Diskussion am Mittwoch, 21. April, um 18 Uhr ein. Der Referent des Abends ist Sven Giegold, Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion für Wirtschafts- und Finanzpolitik und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Der Wirtschaftswissenschaftler ist seit über 20 Jahren in sozialen und ökologischen Bewegungen aktiv. 

Bei der Diskussion könnt ihr online Fragen und Kommentare per Tastatur eingeben, Moderatorin Eva Johanna Onkels wird die Fragen weitergeben. Anmeldung erfolgt online unter https://ogy.de/Klimawandel-21-04-2021.

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Gigantische Baustelle im Frankenberger Viertel

Wo einmal das grüne Gebäude der Vegla (Bismarckstraße) stand, wachsen hinter Bauzäunen die Gerüste in die Höhe. Es entstehen Wohnungen, Büros, Arztpraxen und Läden. 400 Menschen werden einmal zusätzlich im Frankenberger Viertel wohnen und an schönen Tagen in den Frankenberger Park gehen. Hoffentlich denken sie daran, dass sie ihre Pkw sehr preisgünstig im Parkhaus der Aachen Arkaden abstellen können. Dort ist noch viel Platz.

Ein gigantischer Rohbau schiebt sich auf 9000 Quadratmetern so langsam die Bismarckstraße hinauf. Und das soll angeblich alles schon Ende 2022 tippitoppi fertig sein? Kaum zu glauben.

Zwischen Oppenhoffallee und Bismackstraße entsteht das Projekt „Viktoria“, ausgeführt von der Vivawest, die es vom Aachener Bauentwickler Nüsseler übernommen hat.

9 Mehrfamilienhäuser werden gebaut, alle 5- bis 6-geschossig, was ziemlich hoch ist im Vergleich zur direkten Nachbarschaft. Es sind 65 frei finanzierte Wohnungen und 28 öffentlich geförderte Wohnungen (letztere sind preiswert zu mieten), alle sind 44 bis 163 Quadratmeter groß. Hinzu kommen noch etwas über 100 Appartements für Studierende.

Es gibt eine Tiefgarage und angeblich über 300 Fahrradabstellplätze. Es wird ein ReWe-Markt einziehen, 4 Arztpraxen und ein dm-Markt. Die AWO wird dort eine Kita eröffnen (5-zügig) und natürlich wird es auf 2000 Quadratmetern noch Büros geben.

„Werde Erstmieter“ steht auf einem Bauzaun. Foto folgt.

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In Zeiten von Kontaktbeschränkungen besonders schwer: Willkommenskultur erhalten

Während uns die CDU – ohne Ende – mit ihren Personalproblemen belästigt (Söder oder Laschet?) und wir ohne negativen Test noch nicht mal bei SINN in Aachen ein paar warme Socken kaufen können, andererseits aber die Industrie zu keinerlei Testen gezwungen wird, nur gebeten, steigen die Inzidenzwerte. CDU-Politiker (z. B. Horst Seehofer), die wegen ihres Alters AstraZeneca bekommen dürfen, lassen sich mit Moderna impfen und nehmen damit Jüngeren den Impfstoff weg. 11 (elf!) CDU-Leute mussten wegen Korruption zurücktreten. Sie nutzten die Situation, um sich die Taschen zu füllen. Ob bei der Wahl im September noch eine/r daran denkt?

Man kann auch andere Themen finden, fällt aber nicht leicht.

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Wer z. B. neu in ein anderes Land kommt, tut sich oft schwer, Kontakte mit Einheimischen zu knüpfen und der örtlichen Kultur näher zu kommen. Je fremder die neue Kultur und Sprache, desto größer sind auch die Hürden für Neuankömmlinge. Das weiß man auch im Presseamt der Stadt und schickt folgende Mitteilung:

Der Newcomer-Service der Stadt Aachen und das Projekt „Start with a Friend“ haben beide das Ziel, Neuankömmlingen (Newcomern) in Aachen beim Ankommen und Einleben zu helfen. Gemeinsam laden sie zu einem digitalen Infoabend am Montag, 19. April, ab 19 Uhr ein. Stephan Schäfer vom Newcomer-Service und Petra Gramer vom Verein „Start with a Friend Aachen“ stehen zum Gespräch bereit. Wer teilnehmen möchte, melde sich über folgende Mailadresse an: newcomerservice@mail.aachen.de.

Die Zugangsdaten zur Zoom-Veranstaltung am Montag werden zeitnah zugeschickt. 

Der Newcomer-Service der Stadt Aachen bietet zugewanderten Fachkräften ein Veranstaltungsprogramm an, das dabei helfen soll, den neuen Wohnort kennenzulernen und gleichzeitig soziale Kontakte zu knüpfen. Pandemiebedingt können seit Oktober 2020 aber keine Veranstaltungen mehr stattfinden. Und es ist auch nicht absehbar, wann Veranstaltungen wieder möglich sein werden.

Die Kontaktaufnahme über ein digitales Format soll die Chance bieten, die durch die Corona-Pandemie ausgelöste soziale Isolation internationaler Fachkräfte zu lindern. „Die Stadt hat ein großes Interesse daran, diese Fachleute auf längere Sicht an Aachen zu binden“, so teilt das Presseamt mit. 

Der Newcomer-Service und der Verein „Start with a Friend“ wollen allen Neuankömmlingen weiterhin einheimische Tandempartner*innen zur Seite stellen, gerade auch in Zeiten andauernder Kontaktbeschränkungen. Dabei kommen auch Newcomer von gestern zum Einsatz. 

Web: www.aachen.de/newcomerservice

Was es mit diesem Bild von Wandmaler Klaus Paier auf sich hat, fragt sich vermutlich jede/r, der neu nach Aachen kommt und sich mal die Innenstadt rund um Dom und Rathaus ansieht. Das Bild steht unter Denkmalschutz, es ist gleichwohl heruntergekommen und vernachlässigt. Foto: AachenNews Archiv

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Eine Katastrophe, die auf mehreren Ebenen nach Aachen schwappt

Hilflose Aktion eines Senior-Firmenchefs. Er sieht seine Freunde in Brasilien schutzlos dem Virus ausgesetzt und setzt die Flagge auf Halbmast.

Das fällt auf. Wir sind auf dem Weg zum Stadtarchiv, wo man sich aus alten Zeitungsbänden über Aachens jüngere Geschichte informieren kann. Vor dem roten  Gebäude der Rhein Nadel Automation GmbH im Reichsweg weht eine Flagge auf Halbmast – es ist die brasilianische. 

Nur wenige Aachener wissen, dass Firmenchef Klaus Pavel in Brasilien aufgewachsen ist und sich diesem Land sehr verbunden fühlt. So sehr, dass er ehrenamtlich mit seiner Frau Gudrun den Ärmsten der Armen in diesem Land schon viel Gutes getan hat, seit mindestens 30 Jahren, was hier gar nicht alles aufgezählt werden kann. 

Das Ehepaar engagiert sich besonders im brasilianischen Bundesstaat Maranhão. Das Ziel ist es, Kinder und Jugendliche mit zahlreichen Aktivitäten frühzeitig von der Straße zu holen und ihnen einen geregelten Tagesablauf anzubieten. Für ihr soziales Engagement in Brasilien erhielt das Ehepaar Pavel im Jahr 2016 die Unterstützung von Papst Franziskus und Gudrun Pavel im Mai 2017 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse.

Gerade in Brasilien lässt derzeit ein verantwortungsloser Staatschef (Jair Bolsonaro) die Menschen zu Tausenden allein mit dem Corona Virus. Mehr als 4000 Tote täglich müssen unter die Erde gebracht werden, die Bilder von Massengräbern schocken uns hier in Deutschland.

Das Virus darf sich dort so hemmungslos austoben, dass es schon die Mutante P1 gebildet hat, die auch prompt bereits bei uns (im Ruhrgebiet) angekommen ist. 

Bolsonaro, der Corona für „eine kleine Grippe“ hält, schädigt nicht nur sein eigenes Volk. 
Er tut einfach nichts, was der Pandemie entgegenwirkt. Dass das den brasilianischen Honorarkonsul Klaus Pavel fertig machen muss, weiß jeder, der einmal mit ihm über Brasilien und die Menschen dort sprechen durfte. Daran denkt man und schaut traurig auf die Flagge im Halbmast. 

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Zum Weiterlesen dringend empfohlen: Brasilien steuert auf eine Katastrophe zu. https://www.aachener-nachrichten.de/panorama/brasilien-steuert-auf-eine-katastrophe-zu_aid-57339437

Und hier: „. . . wenn Corona nahezu ungebremst wüten kann“

Pavel Children Foundation https://pavelfoundation.com/#home

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Weil ich in etwa weiß, was in den Krankenhäusern abgeht, speziell im Aachener Klinikum, frage ich mich, bzw. frage ich die CDU: „Verfickte Scheiße, warum kommt ihr nicht in die Pötte?“ Jetzt keinen wirklichen, echten Lockdown anzuordnen, mitsamt 24-Stunden-Ausgangssperre, das ist maximal bescheuert. Wäre die SPD flexibel, würde sie nachbessern und Karl Lauterbach zum Kanzlerkandidaten nachmelden.

Armin Laschet aus Aachen wird es wie Hillary Clinton gehen: Viele Linke mögen ihn nicht, hetzten gegen ihn (ekelhaft katholisch usw.) und haben am Ende geholfen, ihn als Bundeskanzler zu verhindern. Slow Clap. – Zugunsten vom wem Laschet verhindert? Na? Von Markus Söder.

Dabei bedenkt!: Die Falschen zu wählen oder gar nicht zu wählen, das ist manchmal regelrecht lebensgefährlich für bestimmte Bevölkerungsgruppen, s. Margaret Thatcher, Donald Trump, Jair Bolsonaro.

Bleibt die CDU bei ihrer Langsamkeit, ihrer Bräsigkeit und Dösigkeit, dann wehen in ganz Deutschland unsere eigenen Flaggen aber noch lange auf Halbmast. Wie Klaus Pavel sagt: Die Pandemie zu besiegen, „das ist eine Manageraufgabe“ und wie man sieht, versagt die deutsche Politik komplett.

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