Neue Bauten in Aachen

Ein neues Bürogebäude ist am Eisenbahnweg aus dem Boden gewachsen. Im Grunde sind es zwei Bauwerke mit Tiefgarage. Das Gebäude links im Bild ist in Modulbauweise entstanden und wurde geplant, als von Corona und ausuferndem Homeoffice noch nicht die Rede war. Jetzt sind die Anwohner gespannt, ob in den Büros tatsächlich gearbeitet wird. Mieten wird hier einmal der Zoll, der auch schon früher auf dem Grundstück seine Aachener Zweigstelle hatte. Ganz rechts hinten sieht man das meist leerstehende Parkhaus der bald gänzlich leerstehenden Aachen Arkaden.
Fast fertig ist das neue Hotel in der Großkölnstraße, im Dezember soll es eröffnet werden. Es gibt 157 Zimmer auf dem 1100 Quadratmeter großen Grundstück, alles sehr preiswert und wenig personalintensiv. An dieser Stelle haben zuletzt vor 20 Jahren im Bekleidungshaus Pfeiffer Kundinnen Textilien erstanden. Jetzt ist dort die französische Hotelkette B & B vertreten. Wenn die Gäste aus den Fenstern blicken, schauen sie auf diese runtergerockte Straßenzeile mit leeren Ladenlokalen (s. unten). Die könnte eigentlich die Stadt anmieten und für wenig Geld weitervermieten an Architekten und ihre Büros, an Künstler und andere Kreative. Bedarf besteht.
Leerstand in der Großkölnstraße. Derzeit läuft unter dem Titel „Citygold“ eine Kampagne des Aachener Citymanagements (gibt es bei der Stadt seit Anfang des Jahres). Die Stadt will leere Schaufenster in Ausstellungsflächen mit regionalem Potenzial verwandeln. Über die Schaufenster können sich dann Aachener Startups, Designer, Künstler, aber auch Projekte aus der Wissenschaft, dem Ehrenamt und viele mehr präsentieren. Der negativen Strahlkraft von Leerständen sollen Gestaltungswillen und Ideenreichtum von kreativen Menschen entgegengesetzt werden. Die Innenstadt soll damit spannender werden und die Menschen mehr als bisher zum Flanieren einladen.

Ein weitere Hotelbau entsteht gegenüber vom Stadttheater. Dazu später mehr.

Im Gebiet Zeppelinstraße/Freunder Weg wurde nunmehr jedes Fleckchen Grün mit Wohnungsbau versiegelt. Dort dürfte es in den kommenden Sommern extra heiß werden, mit Zugluft ist infolge dichter Bebauung nicht mehr zu rechnen.

Ecke Zeppelinstraße/Freunder Weg.
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Nach langem Stillstand gibt es jetzt Bewegung . . .

. . . auf dem Baugrundstück in der Alfonsstraße/Augustastraße in Aachen. Hier gab es mal 80 sehr preiswerte Wohnungen (Postwohnungen). Geplant ist, Mietwohnungen und Eigentumswohnungen zu errichten.

Ein cooles Video. Ton auf laut stellen und Bild auf maximale Größe.

Preiswerter Wohnraum wurde vernichtet, teure Wohnungen/Eigentumswohnungen werden gebaut. Klarer Fall von Gentrifizierung: Die ursprünglich im Viertel wohnende Bevölkerung muss an den Rand der Städte in preiswerte Wohnungen ziehen, wohlhabende Menschen ziehen in Innenstadt-nahe Gebiete. Es kommt (in Großstädten) zum Austausch von Bevölkerungsgruppen.

Positiv: Hier wird keine bisher unbebaute Grünfläche zugebaut (Bauen im Bestand). Ansonsten in Aachen ein zu häufig gewähltes Verfahren um neuen Wohnraum zu schaffen.

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App ortet gestohlenes Smartphon. Dieb geht der Polizei ins Netz

Gestern Morgen, so teilt die Polizei mit, musste ein Ehepaar in der Elsa-Brandström-Straße feststellen, dass es in der Nacht offenbar ungebetenen Besuch hatte. Ein Einbrecher war in die Wohnung gelangt und hatte mehrere Gegenstände geklaut. Darunter auch das Handy des Mannes.

Doch der Plan ging nicht ganz auf: Mit einer App gelang es dem Bestohlenen, das entwendete Smartphone zu orten und die Polizei zu dem Standort zu lotsen. In der Talstraße konnte ein 39-jähriger Aachener schließlich in seiner Wohnung festgenommen werden. Er hatte sich noch kurz zuvor seiner Beute in einem Mülleimer entledigt.

Smartphones lassen sich finden.

Bei der richterlich angeordneten Wohnungsdurchsuchung fand die Polizei weitere Gegenstände wie Laptops, Handys und Navigationsgeräte, die vermutlich bei weiteren Taten erbeutet wurden. Eine erste Überprüfung führte die Ermittler bereits zu einem weiteren Fall: Eine bei der Durchsuchung gefundene Bankkarte wurde demnach am 19. März 2020 aus einem Haus im Karlsburgweg gestohlen.

Die weiteren Ermittlungen dauern derzeit noch an, so schreibt die Polizei. Der Tatverdächtige sei vorläufig festgenommen und zur Wache gebracht worden. (am)

 

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NRW-Ministerin kommt nach Aachen und überreicht Förderbescheide

Wie immer vor einer Kommunalwahl, also wenn die Mannschaft im Stadtrat neu zusammengesetzt wird, kommen „zufällig“ aus Düsseldorf allerlei Minister oder auch mal eine Ministerin nach Aachen, um Schecks zu überreichen. Das bedeutet: Für Projekte in Aachen sind aus der Kasse des Landes NRW ein paar Millionen übrig. Der Gast, der Oberbürgermeister und seine Parteifreunde stellen sich zum Foto zusammen und alle freuen sich.

So ist nun mal der Brauch. Und wenn auch das Geld ohnehin für Aachen zur Verfügung gestanden hätte und in Nicht-Wahlkampfzeiten einfach still überwiesen worden wäre, so kann man sich doch freuen: Hurra, unsere Steuergroschen kommen zu uns zurückgeflossen.

So geschah es auch gestern (5. August), als Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung gleich mehrere Couverts überreichte. Geld für die Umgestaltung Pontstraße/Platz am Marienbongard, für die Spielplätze Lindenplatz und Augustinergasse, für die Umgestaltung Markt und Mitte rund um St. Germanus in Haaren und für das Nachbarschaftszentrum Gut Branderhof.

Die Stadt Aachen erhält sogar 1,8 Millionen Euro mehr, als beantragt wurden. „Projekte, die besondere Aufenthaltsqualität, baukulturelle Impulse, soziale Teilhabe und letztendlich das Zusammenleben und das Miteinander in unserer Stadt unterstützen“, würden gefördert, so freute sich – laut Mitteilung seiner Presseleute – Oberbürgermeister Marcel Philipp.

Grund für AachenNews, an die hochwillkommenen baulichen Veränderungen zu erinnern, die beschlossen wurden und auf uns alle noch zukommen – wie auch immer die Wahl am 13. September ausgehen wird.

Auf dem Gelände des ehemaligen Reiterhofs am Branderhofer Weg 55 wird ein Modellprojekt der nachhaltigen Stadtentwicklung realisiert, das Wohnen, Wohnumfeld und Quartier in einem engen Zusammenhang denkt und Antworten auf die demographischen Herausforderungen im Quartier Burtscheid-Beverau geben soll. Kernprojekt ist dabei die Aufwertung des denkmalgeschützten Gutshofes „Gut Branderhof“ zum Nachbarschafts- und Begegnungszentrum, welche auf eine Initiative aus der Bürgerschaft, den Verein Gut! Branderhof e.V., zurückgeht.

Die Umgestaltung des Pontstraßenabschnittes zwischen Kreuzherrenstraße und Driescher Gässchen soll den Qualitätsansprüchen eines Premiumfußweges zukünftig gerecht werden. Dies umfasst vor allem den Abbau von Barrieren und mehr Komfort für Menschen mit und ohne körperliche Einschränkungen. Der angrenzende Platz am Marienbongard soll zu einem attraktiven Ort des Treffens und der Begegnung werden – mit hoher Aufenthaltsqualität für alle Generationen. 

Aufenthaltsqualität ist auch Hauptaugenmerk bei den Spielplätzen Lindenplatz und Augustinergasse. 

Handlungskonzept Haaren

Die Umgestaltung des Kirchenumfeldes St. Germanus ist ein Kernprojekt aus dem integrierten Handlungskonzept Haaren. Der Kirchplatz bildet zusammen mit der Alt-Haarener Straße und dem Haarener Markt das Ortszentrum sowie die kulturelle und soziale Mitte von Haaren. Daher soll das Kirchenumfeld als grüner und ruhiger Aufenthalts- und Kommunikationsraum gestärkt werden. Um dort Aufenthaltsqualität zu erreichen, wird auch eine Reduzierung des Parkverkehrs im Kirchenumfeld erfolgen. Zudem werden der bestehende prägnante Baumbestand und das Kirchenbauwerk neu in Szene gesetzt.

100-prozentige Förderung

Die Städtebau-Förderanträge wurden im Herbst vergangenen Jahres gestellt. Zusätzlich zu dem von der Stadt beantragten Fördervolumen von 5,361 Millionen Euro ersetzt das Land in diesem Jahr den kommunalen Eigenanteil von 1,804 Millionen Euro, so dass die Stadt Aachen in diesem Jahr sogar von einer Gesamtförderung in Höhe von 7,165 Millionen Euro profitiert.

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Windkraft ausbauen und das Repowering nicht weiter verzögern

Auf dem Weg zu einer klimaneutralen Stadt „müssen wir die Kohleverstromung der Region durch erneuerbare Energie aus Sonne und Wind ersetzen“. Davon sind in Aachen die Mitglieder der Piratenpartei überzeugt.

Die Piraten wollen ins Rathaus gewählt werden. Und sie wollen dort nicht rumsitzen und auf die großen Energieunternehmen der Vergangenheit warten, sondern alle Aachener*innen einladen, Teil dieser Entwicklung zu sein. Deshalb haben sich jetzt Matthias Achilles, Oberbürgermeisterkandidat und Dirk Szagunn, umweltpolitischer Sprecher der Piraten mit Pia Anderer, Elanor und Horst Kluttig von der Windkraft Aachen GbR und Arbeitsgemeinschaft „Aachen-hat-Energie“ getroffen, um über gemeinsame Ziele zu sprechen. Die Drei sind Pioniere der Bürgerbeteiligung wenn es um Windkraft geht.

Will sich im Rat der Stadt für Windenergie stark machen: Matthias Achilles.

Im Schatten der Besucherwindkraftanlage „Windfang“ konnten sich die Piraten selbst ein Bild machen von der Energie, die in diesem Thema steckt. Bürger*innen in Aachen sollten sich dazu bewegen lassen, „den Strom, den wir alle verbrauchen, umweltfreundlicher zu gestalten“.

„Wir sehen uns in unserem Ansatz bestärkt, die Energieerzeugung sowohl räumlich als auch wirtschaftlich dezentral zu gestalten.“

Dirk Szagunn, umweltpolitischer Sprecher der Piraten

Allerdings sind viele Windkraftanlagen inzwischen am Ende ihrer Lebensdauer und müssten durch neue und leistungsfähigere Anlagen ersetzt werden. Die Verfahren zu diesem so genannten „Repowering“ ziehen sich aber – sonderbarerweise – seit Jahren hin. Für Politik und Stadtverwaltung hat Windenergie offenbar keine Priorität, schon gar nicht, wenn die Stawag nicht dabei ist. Der Eindruck drängt sich geradezu auf.

Achilles fordert deshalb: „Der Klimaschutz muss Chefsache werden. Wir brauchen mehr Windenergie in Aachen, mehr Standorte für Windkraftanlagen und weniger Verzögern und Ausschließen.“

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Was steht in der Ecke und stinkt? Eine Biotonne im Sommer

Es ist Sommer. Deshalb gibt der Aachener Stadtbetrieb Hinweise und Tipps für den richtigen Umgang mit Bioabfällen in der Sommerzeit.

Gerade bei warmen Temperaturen gerät die Biotonne leicht „ins Schwitzen“, es bildet sich viel Feuchtigkeit. Die Folgen sind unangenehme Gerüche, Fliegen und eventueller Madenbefall. Daher sollte der Behälter möglichst an schattigen Plätzen aufgestellt werden. Außerdem sollte der Boden des Bioabfallbehälters mit geknülltem Zeitungspapier (kein Hochglanzpapier) oder Eierkarton zum Aufsaugen der Feuchtigkeit ausgelegt werden.

Eine Biotonne.

In der Küche können die feuchten Bioabfälle bereits in Zeitungspapier eingewickelt werden. Oder es werden Papiertüten genutzt, um die Feuchtigkeit im Biobehälter zu reduzieren. Rasenschnitt sollte vor dem Einfüllen in den Biobehälter etwas angetrocknet sein, um auch hier die Feuchtigkeit aus dem Behälter zu ziehen.

Gesteinsmehl, trockene Gartenerde oder ungelöschter Kalk helfen gegen Madenbefall.

Doch was gehört überhaupt in die Biotonne? 

Aus der Küche

Rohe oder gekochte Speisereste

Obst-, Eier- und Gemüseschalen

Fleisch- und Fischreste

Brot, Käse

Filtertüten und Kaffeesatz, Teebeutel

Speisefett (z.B. Frittierfett)

Aus dem Garten

Blumen, Zweige, Laub und Unkraut

Rasen-, Hecken- und Strauchschnitt

Fallobst

Sonstiges

Haare, Federn

Holzspäne (unbehandelt)

Zimmerpflanzen

Wie trenne ich richtig? Was genau kommt in die Biotonne? Wie kann ich die Bioabfälle verpacken? Viele Fragen gibt es rund um die richtige Abfalltrennung und im Speziellen zum Bioabfall. Das Netzwerk „Aktion Biotonne Deutschland“ hat daher bundesweite Aktionswochen zur Biotonne initiiert. 

Die Aktion geht online weiter.  Unter https://www.aktion-biotonne-deutschland.de/ gibt es viele Infos rund um die Biotonne,  zur richtigen Mülltrennung und Nachhaltigkeit. Außerdem können Bürgerinnen und Bürger ein „Biotonnen-Versprechen“ abgeben, um für mehr Klima- und Umweltschutz zu werben.

Der Aachener Stadtbetrieb unterstützt diese Online-Aktion und ruft die Aachenerinnen und Aachener zum Mitmachen auf.

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Das Virus lauert auf seinen zweiten Ausbruch

Das schützt: Abstand halten, Hände waschen, Maske tragen. Das Ministerium für Gesundheit möchte, dass wir gesund bleiben.

Das wäre ja auch zu schön gewesen: In Deutschland hatte man die Pandemie gut im Griff, doch damit ist jetzt Schluss. Wir stehen vor einer 2. Welle von Infektionen, die höchstwahrscheinlich einen 2. Lockdown erforderlich macht. Wie das wirtschaftlich zu verkraften sein wird, weiß kein Mensch.

Die Leichtfertigkeit mancher Menschen ist grenzenlos. Und: Man wundert sich, wer alles einem von Verschwörungen, Machenschaften und geheimen Verbrechen erzählt, die „in Wirklichkeit“ hinter der ganzen Angelegenheit verborgen sind. Diese Leute haben bestimmt extrem wenig Unterricht in den Fächern Biologie und Chemie erhalten. Zu wenig Bildung ist teuer, aber jetzt wissen wir, zu wenig Bildung kann lebensgefährlich sein. Die von Verschwörungen reden, die genießen es im übrigen, endlich einmal diejenigen zu sein, die besser als andere eine komplizierte Sache durchschauen und „die ganze Wahrheit“ kennen.

In der StädteRegion Aachen liegt derzeit die Zahl der Neuinfizierten auf 100.000 Einwohnern bei 7,4 , aktualisiert am heutigen Mittwoch, 5. August, bei 11,3. „Seit dem 3. August wurde eine Infektion mit dem Coronavirus bei weiteren 31 Menschen diagnostiziert“, teilt der Krisenstab heute mit. Das kann schnell noch mehr werden, erschreckend viele bringen gerade das Virus aus dem Urlaub mit nach Hause. Die Maskenpflicht bleibt unterdessen in Aachen beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln fortbestehen.

Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gilt weiterhin, dass sie sich nach ihrer Wiedereinreise in Deutschland zwei Wochen lang in Quarantäne begeben müssen. Sie sind verpflichtet, das Gesundheitsamt unverzüglich auf Ihre Einreise hinzuweisen! Das teilte der Corona-Krisenstab in Aachen mit.

Ein kostenloser Test ist beim Gesundheitsamt NICHT möglich.  

Die tagesaktuelle Liste der Risikogebiete findet man unter der Adresse https://www.staedteregion-aachen.de/risikogebiete. Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich beim Gesundheitsamt der StädteRegion Aachen (Tel: 0241/5198-5300 oder Email: infektionsschutz@staedteregion-aachen.de) melden. Die Regelungen sind auf der Homepage der Stadt Aachen nachzulesen: www.aachen.de/corona

Regelbetrieb in den Kitas ab 17. August: Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration hat mitgeteilt, dass Nordrhein-Westfalen ab dem 17. August wieder zum Regelbetrieb in der Kindertagesbetreuung unter den Bedingungen der Pandemie zurückkehrt. Alle Kinder können dann – unter ständiger Berücksichtigung des Infektionsgeschehens, der Bedürfnisse der Kinder, der Interessen der Beschäftigten und der Belange der Familien – ihre Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege wieder im vertraglich vereinbarten Umfang besuchen.

Dadurch sollen bewährte pädagogische Konzepte wieder umgesetzt werden können. Die Einhaltung des Abstandsgebots von Kindern untereinander sowie zwischen Kindern und pädagogischem Personal oder Kindertagespflegepersonen ist dann nicht mehr möglich. Auch das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen ist für Kinder nicht umsetzbar.

Wichtiger Hinweis: Das Gesundheitsamt kann keine technischen Fragen zur Corona-Warn-App beantworten! Dazu kann man sich an die bundesweite Hotline unter 0800-7540001 wenden. 

Die Krisenstäbe bitten ausdrücklich darum, die beispielsweise in Restaurants ausliegenden Listen wahrheitsgemäß und vollständig auszufüllen, damit eine Personennachverfolgung durch die Gesundheitsbehörden möglich ist. 

Bürgertelefon: Für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen ist für allgemeine Informationen (nicht für die persönliche medizinische Beratung!) rund um das Thema eine Corona-Info-Hotline eingerichtet. Die ist unter Tel.: 0241/510051 Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 15 Uhr zu erreichen.

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Viel zu lesen: Die Wahlprogramme der Parteien in Aachen

Große Plakate, die man Wesselmänner nennt, stehen bereits in Brand am Markt parat. Inhaltlich ist da nicht viel drin. Man will wohl zunächst einfach nur Präsenz zeigen.

Die Wahlprogramme liegen vor. Hier kann man sehen, wie sich die einzelnen Parteien Aachens Zukunft vorstellen. Zwischen den Politik-Entwürfen könnt ihr auswählen. Nur: Wer hat die Zeit, das alles zu lesen? Keine/r.

Die Lehrer*innen bereiten sich jetzt vor. Mit den Schülerinnen und Schülern werden sie die Wahlprogramme im Unterricht durcharbeiten. Ab 16 können die ja schon wählen und sollen ein bisschen vorbereitet werden. Aber sonst?

Deshalb werden hier nur die Links präsentiert. Chronistenpflicht. Es ist nicht uninteressant zu sehen, wie professionell die Seiten gemacht sind, besonders die der CDU. Und die der Piraten natürlich. Zwischen den neuen und den Seiten von 2014 liegen Welten.

Das CDU-Programm im Netz unter www.harald-baal.de

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Das SPD– Wahlprogramm https://www.spd-aachen.eu/5142/aachen-die-fuer-alle-stadt-unser-wahlprogramm-20202025/

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Programm der Freien Demokraten (FDP): https://www.fdp-aachen.de/Portals/fdp-aachen/documents/programme/9c6b9148-e695-478e-bcf2-0224f717fee7.pdf

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Wahlprogramm Die Linke, Aachen:   https://dielinke-aachen.de/download/wahlprogramme/kw/98-wahlprogramm-aachen-2020-a5/file

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Das Programm der Unabhängigen: https://uwg.ac

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Wahlprogramm der Grünen in Aachen:   https://www.gruene-aachen.de/wahl-2020/wahlprogramm.html

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AfD-Wahlprogramm, Endfassung:  https://www.afa.ac/wp-content/uploads/2014/04/Wahlprogramm-AfD-Aachen-Endfassung.pdf

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Das Wahlprogramm der Piratenpartei in Aachen: https://www.piratenpartei-aachen.de/wahlprogramm-2020/

Matthias Achilles
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Vorher Parkplatz, nachher Terrasse

Bitte mit dem Regler hin und her schieben.

Ein Beispiel für viele: Wo zuvor Autos viel Platz einnahmen, konnten die Parkplätze vor Gaststätten plötzlich auch anders genutzt werden. Tische, Stühle und Pflanzkübel wurden aufgestellt, fertig war die Terrasse.

Die Gäste saßen Corona-unfreundlich draußen, wo die Aerosole flott davonfliegen, der Gastwirt konnte seinen Umsatz machen und schöner aussehen tat es auch noch. Hoffentlich eine Einrichtung, die von Dauer ist.

Für das gesamte Jahr 2020 verzichtet die Stadt Aachen auf die Erhebung von Gebühren für die Nutzung des öffentlichen Raums an Straßen und Plätzen zum Zwecke der Außengastronomie. Außerdem können Gastronomiebetriebe  beantragen, ihre Flächen für Außengastronomie zu erweitern. Damit wird vor allem den notwendigen Abstandsgeboten Rechnung getragen. Durch den Gebührennachlass verzichtet die Stadtverwaltung allein in der Innenstadt auf Einnahmen in Höhe von rund 400.000 Euro.

***

Die Innenstadt von Aachen ist in den letzten zehn Jahren immer mehr heruntergekommen. Die Außenbezirke sind teils wunderschöne Wohngebiete, aber die Innenstadt . . . runtergerockt. Anders kann man es nicht nennen.

Niemand geht gern in die Großkölnstraße, am Büchel hält man sich nur auf, wenn es unbedingt nötig ist. Viele Ladenlokale stehen leer, neuerdings ist auch der Marktplatz selbst davon betroffen. Hier werden keine Fotos vom Niedergang gebracht, es würde einen nur traurig machen.

Dazu schreiben die Mitglieder der Piratenpartei in ihrem Wahlprogramm:

Die Stadt Aachen hat nur endlich viel Fläche zur Verfügung und diese Fläche ist grob umschrieben mit Wohnen, Gewerbe, Verkehr und Grün schon ausgereizt. Jeder Zugewinn für einen der vier Bereiche ist automatisch ein Verlust für andere.

Der bisherige Ansatz, die Grünflächen zu verringern, um dem restlichen Bedarf gerecht zu werden, hat sich überlebt. Außerdem wurden Gebäude bisher im wesentlichen bis zum Ende ihrer Nutzung geplant, was Rückbau und Wiederverwertung ignoriert. Wir wollen beide Probleme angehen und die Stadtverwaltung mit planungsrechtlichen Instrumenten ausrüsten, die bei jedem größeren Bauprojekt eine Handhabe bieten, um „cradle to cradle“ vorzuschreiben und den Flächenverbrauch einzudämmen.

Für eine lebenswerte Stadt ist Aufenthaltsqualität ein Hauptfaktor. Bisher ist diese Aufenthaltsqualität eher konzentriert an einigen Plätzen in der Stadt zu finden. Wir wollen diese Qualität breiter streuen und jedem Quartier Orte geben, die zum Verweilen und Flanieren einladen.

In der Innenstadt wollen wir das Profil als urbanes Zentrum stärken. Dafür müssen Orte wie die Umgebung des Bushofs, der Büchel und die Theaterstraße so umgebaut und gestaltet werden, dass die dichte Bebauung einer Großstadt kombiniert wird mit weiten Flächen für Fußgänger*innen und Grün. Die Innenstadt wird sich in den nächsten Jahren deutlich verändern. Der Einzelhandel als Frequenzbringer hat sich überlebt und wird in Zukunft eine deutlich kleinere Rolle spielen.

Wir wollen diese Veränderung gestalten und Leerstand durch kreative Erdgeschossnutzung vermeiden und die Innenstadt durch Grünflächen, Wasser und Gastronomie attraktiv halten.

Konkret bedeutet das:

  • Den Bushof mit hochwertigem Städtebau umgeben, damit du vom Bus in eine einladende Stadt trittst und nicht in einen abweisenden Angstraum
  • Das Quartier am Büchel mit viel Wohnraum und Grün entwickeln, damit du dich in diesem zentralen Bereich wohlfühlst, egal ob du Anwohner*in, Passant*in, Sexarbeiter*in oder einfach auf der Suche nach Wissen oder Entspannung bist
  • Die Theaterstraße mit weniger Fahrspuren und ohne Parkplätze zu einer Flaniermeile umbauen, damit du Platz zum Spazieren oder Chillen hast
  • Öffentliche Toiletten, Wasserspender und Bänke an allen belebten Orten in Aachen, damit du entspannt und ohne Konsumzwang in deiner Stadt unterwegs sein kannst
  • Mehr Platz für Grünflächen und Aachener Bäche offenlegen, damit du es in Aachen auch bei Hitze aushalten kannst
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Gar nicht übel: Fragen und Antworten zum Klimanotstand

Hier hat die Gruppe „Runder Tisch Klimanotstand“ gute Arbeit geleistet, wie mir scheint. Man hat den Parteien, die im Rathaus regieren oder mitregieren wollen, ziemlich konkrete Fragen vorgelegt. Und dann die Antworten zum Vergleichen untereinander gestellt und bewertet.

Schaut selbst, wem ihr vertraut, wer möglicherweise viel verspricht und nur die Hälfte oder gar nichts halten wird. Viele Leser*innen hier haben ja längst ihre Erfahrungen hinsichtlich Wahlversprechen gemacht. Man muss sich bei einer Wahl auch fragen, wer überhaupt in der Lage sein wird, die hier gemachten Zusagen auch umzusetzen. Wer wird kämpfen, wer geht sowieso immer den Weg des geringsten Widerstandes usw?

Macht euch einen Tee und schaut mal rein. Es ist umfangreich. Hier zum Beispiel zum Thema Mobilität: https://runder-tisch-klimanotstand-ac.de/wahlpruefsteine-mobilitaet/

Absolut hilfreich ist auch der Klima-Wahl-o-mat für Aachen. Überraschung: Bei mir kam raus, dass ich am besten UWG oder Piraten wählen sollte. Die wenigsten Übereinstimmungen hatte ich mit den Vorstellungen der FDP und der SPD. Den Klima-Wahl-o-mat findet ihr hier:

https://www.runder-tisch-klimanotstand-ac.de/klima-kommunal-o-mat/

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Die ersten Wahlplakate sind in Aachen auch schon aufgetaucht. Sie sind sehr unterschiedlich.

Die Linke erzählt auf einem Bild vorne die Geschichte von dem alten kranken Mann im Rollstuhl, der gleich von zwei (!) Pflegekräften Hilfe bekommt, während hinten jemand verzweifelt auf dem Boden sitzt und Ärzte durch Flure rennen, ohne den Mann auf dem Boden zu beachten. Oder so.
Die UWG kommt – Material sparend – mit kleinen Plakaten ohne Bild aus. Ein griffiger uralt Spruch reicht ihnen, wobei es nicht genug Farbe zum Schreiben gegeben haben muss. Es soll wohl der Eindruck von Sparsamkeit erweckt werden.
Die SPD. Hier leider – außer dass die Dame in den StädteRegionstag will – keine Botschaft.

Weitere Plakat-Präsentationen folgen.

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