Wie sonderbar: An einem Sonntag (gestern) wird – wie man im Vorbeigehen hört – in einer Unterführung gearbeitet??? Die Unterführung selbst ist nicht zugänglich, Gitter schließen sie ab. Was hat das zu bedeuten?
Dunkel und grau, das war einmal. Jetzt sieht man plötzlich leuchtende Farben. Jemand kommt raus und sagt, was man schon sieht, dass man nämlich nicht rein darf und am Freitag, 19. Juni, wär alles fertig.
Wie auch immer, ich denke, es wird viel zu sehen sein.
Rumfragen ergibt: Unter dem Pontwall und der Turmstraße ist der Künstler, der sich Senor Schnu nennt zugange. Er konnte – bei einer Art Wettbewerb – mit seinen Vorschlägen für die Gestaltung der Unterführung überzeugen und wurde vom Asta der RWTH ausgesucht.
Nach unbestätigten Aussagen soll Senior Schnu in Berlin leben (wo auch sonst?) und aus Monschaus Ortsteil Imgenbroich stammen. Urbane Kunst mit Witz ist sein Markenzeichen.
Gleich nebenan wartet eine weitere Unterführung auf Gestaltung, die führt von der Pontstraße bis zur Roermond Straße.
Wie man Unterführungen überhaupt bauen konnte, ist mir ein Rätsel. Menschen gehen gar nicht gern unter die Erde. Man muss ihnen schon Geld und Gold anbieten, freiwillig machen die das nicht gern. Stadtplaner, die keine Antenne dafür haben, was Wohlbefinden auslöst, haben sich die Unterführungen ausgedacht.
Stinkt stark nach Pisse, ist dunkel, und man ist froh, wenn man wieder rauskommt: die Unterführung am Ponttor in Aachen. Wenn Stadtplanern und Architekten etwas gründlich misslingt, also echt scheiße aussieht und von Menschen gemieden wird, dann muss entweder die Graffiti-Kunst ran oder es kommen Pflanzen zum Einsatz. Ich finde, die neue Schängchen-Plastik könnte hier stehen. Sie würde dort jedenfalls nichts mehr kaputt machen.
Auch Brücken müssen mal erneuert werden, Kanäle ebenfalls und Fahrbahnen desgleichen. Da kann man jammern und heulen: Es lässt sich nicht ändern. Manche Sachen halten einfach nicht ewig. Deshalb: Die Brücke über die Eisenbahngleise an der Turmstraße ist erneuerungsbedürftig. Sie muss abgerissen und neu gebaut werden. Die umfangreichen Vorbereitungen planerischer Art haben begonnen. Das teilte die Stadtverwaltung jetzt mit. Und nicht nur das.
Der Netzbetreiber Regionetz beginnt im Sommer 2020 mit der Erneuerung des Kanals und der Versorgungsleitungen in der Ludwigsallee. Danach will die Stadt die Fahrbahn der Ludwigsallee erneuern und die Verkehrsflächen entsprechend den Zielen des Radentscheids neu aufteilen.
Was voll der Hammer ist: Die beiden Bauvorhaben werden sich im Jahr 2022 über rund acht Monate hinweg zeitlich überschneiden. Dann haben wir es mit zwei Großbaustellen echt schwer in Aachen. Wer davon schon mal vier Wochen in die Eifel fahren kann (Urlaub am Rursee) oder nach Belgien an die Küste, der/die sollte entsprechend planen.
„Die Aachener Bevölkerung muss sich für längere Zeit auf zwei größere Baustellen auf dem nördlichen Alleenring zwischen Krefelder Straße und Professor-Pirlet-Straße einstellen“, schreibt das Presseamt.
Der Netzbetreiber Regionetz wird den Kanal und alle Versorgungsleitungen (Gas, Wasser, Strom) auf der Ludwigsallee zwischen der Krefelder Straße und der Kupferstraße erneuern. Und die Stadt wird die stark erneuerungsbedürftige Brücke über die Eisenbahngleise an der Turmstraße zwischen Claßenstraße und Professor-Pirlet-Straße abreißen und neu bauen lassen.
Anwohner werden für Müllabfuhr, Feuerwehr und Notarzt immer erreichbar sein.
Hier wird demnächst der Kanal erneuert: Ludwigsallee. Der Verkehr wird dann über die Saarstraße geführt, die parallel zur Ludwigsallee läuft. Dort wird es entsprechend eng. Fußgängerweg entlang der Ludwigsallee. Nicht besonders gepflegt, aber schön. Ich glaube übrigens nicht, dass man in Aachen noch jemand findet, der so pflastern kann.
Im April/Mai 2022 werde die heutige Brücke Turmstraße, so wurde mitgeteilt, für etwa sechs Wochen voll gesperrt und abgerissen. Die bereits aufgebaute Behelfsbrücke werde sodann bis Ende Mai so in die Lücke geschoben, dass sie für den Fuß- und Radverkehr sowie für den motorisierten Individualverkehr auf einer Fahrspur in Richtung Langer Turm/Professor-Pirlet-Straße nutzbar ist.
Die Brücke Turmstraße wurde 1971 gebaut und überquert die Geschwister-Scholl-Straße sowie sieben Eisenbahngleise. Wie alle Brücken wurde auch sie regelmäßig untersucht. Bei diesen Untersuchungen zeigte sich, dass sich der Zustand der Brücke zusehends seit 2004 verschlechterte. Eine lange Liste an Mängeln, die unter anderem auch auf Ausführungsfehler in den 1970er Jahren zurückzuführen sind, wurden in einer aktuellen Verwaltungsvorlage für den Mobilitätsausschuss und die Bezirksvertretung Mitte zusammengestellt.
Die Brücke Turmstraße von unten. Mit Abriss und Neubau kann – wegen des schlechten Zustandes der Brücke – nicht mehr lange gewartet werden.
Gutachter haben herausgefunden: Die Stand- und auch die Verkehrssicherheit der Brücke sind nicht mehr in dem Maße gegeben, dass die Stadt noch lange warten könnte, bis sie handelt. Auf Grundlage verschiedener Gutachten sind die Fachleute der Verwaltung zudem zu der Erkenntnis gelangt, dass der Abriss und Neubau der Brücke preiswerter ist, als die Brücke aufwendig zu sanieren.
Die Kupferstraße im Lousbergviertel, bis zu der der Kanal erneuert wird. Zur Zeit sieht man vor lauter Bäumen die alten Hausfassaden nicht.
Das Corona-Virus, heute wieder ganz schlecht drauf. Von einem Kind in der Montessori-Grundschule in der Mataréstraße gemalt.
Die Corona-Pandemie hat auch das kulturelle Leben beeinträchtigt. Insbesondere freie Künstlerinnen und Künstler kämpfen um ihre Existenz. Um die kulturelle Vielfalt in Aachen zu erhalten, fordert Die Linke schnelle, unbürokratische und phantasievolle Maßnahmen.
Um noch vor den Sommerferien eine Lösung zu finden, wurde für die Kulturausschusssitzung am 23. Juni die Einrichtung eines „Corona-Kulturfonds“ zur Finanzierung eines Ad-Hoc Programms beantragt. Das Programm hat Chancen, eine Mehrheit zu finden. Schließlich gibt es im September Wahlen, und CDU und SPD wollen sich beliebt machen.
Die Idee ist gut: Der Kulturbetrieb soll beauftragt werden, gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern kleine Projekte zu entwickeln, die auf Plätzen und in Parks des Stadtgebietes angeboten werden können. Neben angemessenen Honoraren soll auch sichergestellt werden, dass die Örtlichkeiten genehmigt sind und keinerlei Kosten für die Künstler entstehen.
„Insbesondere durch den Ausfall von sommerlichen Großveranstaltungen – wie Kurpark Classix und September Special – sind Ideen für alternative Kunstformate eine Entschädigung für die Bürger*innen“, erklärt Ulla Epstein, kulturpolitische Sprecherin der Linken im Rat der Stadt Aachen. Ein Sommer ohne Kultur, Musik und Tanz sei nämlich „wie ein Frühling ohne Vogelgezwitscher“, stumm.
In Anbetracht der neu geschaffenen Möglichkeit für das Stadttheater, im Freibad Hangeweiher vor bis zu 100 Zuschauer*innen aufzutreten sei ein durch Corona begründetes generelles Auftrittsverbot für die freie Kultur nicht nachzuvollziehbar, teilte der Fraktionsvorsitzende Leo Deumens fest.
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Unterdessen freut sich Oberbürgermeister (OB) Marcel Philipp über die Zusage von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier, die Schirmherrschaft über die große Dürer-Ausstellung in Aachen zu übernehmen. Das sei zweifellos, so der OB, eine zusätzliche Motivation für die Ausstellungsmacherinnen und -macher, die wegen der Corona-Krise die für Oktober 2020 geplante Ausstellung umorganisieren und teilweise verschieben mussten.
Der neue Zeitplan sieht wie folgt aus: Auftakt ist mit der Schau „Der gekaufte Kaiser – Die Krönung Karls V. und der Wandel der Welt“ im Centre Charlemagne ab dem 23. Oktober 2020. Weiter geht es mit „Bon Voyage! Reisen in der Kunst der Gegenwart“ im Ludwig Forum für Internationale Kunst ab dem 13. November. Die große Schau „Dürer war hier. Eine Reise wird Legende“ folgt dann im Sommer 2021 im Suermondt-Ludwig-Museum ab 18. Juli.
Fällt nicht aus, wird nur zu einem anderen Zeitpunkt und in anderer Form präsentiert: die große Dürer-Ausstellung in Aachen. Für sie wurde bereits an der Außenmauer des Standesamtes (Bild) geworben.
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Das Theater K ist auch durch eine Pandemie nicht zu stoppen: 15 Kreative präsentieren Miniaturen im Freien.
Wie durch ein Loch im Zaun kann das kulturell ausgehungerte Publikum derzeit im Park des Ludwig Forum einem Reigen von theatralen und musikalischen Szenen folgen und sich entführen lassen – in eine unbeschwerte Sommerfrische. Dieses wunderschöne Wort, das schon im 16. Jahrhundert „die kühle Labung im Schatten“ beschrieb, wird vielleicht im gegenwärtigen Corona-Jahr 2020 eine Renaissance erfahren. „Fernreisen und sonniger Süden müssen warten – entdecken wir die nahe Natur – und die lokale Kultur“, teilt das Theater K. mit.
Um die Distanzregeln für das auf max. 30 Zuschauer*innen begrenzte Publikum zu gewährleisten, werden nur vorab reservierte Karten ausgegeben. Termine und Reservierungen einsehen über die Webseite: theater-k.de oder telefonisch unter +49 241 151155.
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Das Ensemble des Stadttheaters tritt unterdessen – vor ebenfalls reduziertem Publikum – im Freibad des Hangeweiher auf. Einzelheiten erfährt man hier.
Ein Name wie aus dem Lexikon der Menschenverachtung: Café zum Mohren. Müssen wir da unseren Kuchen kaufen? Ich frag ja nur.
Triggerwarnung: Hier kommen Worte vor, die bei PoC Schmerz auslösen (update:) auslösen könnten.
Während in Bristol und in anderen Städten die Statuen von Sklavenhändlern vom Sockel geholt und sogar ins Meer geworfen werden, und weltweit Unternehmen und Einzelpersonen ihr Verhalten auf eingeschliffene rassistische Teile hin überprüfen, gibt es mitten in Aachen noch immer das Café zum Mohren.
„Mohr“ von griechisch μωρός mōros, „stumpf, töricht, dumm“, ist allgemein die Bezeichnung für den dunkelhäutigen Diener eines weißen Menschen. „Möhrchen“ nennen ältere Menschen in Aachen ein peschschwarzes Kätzchen. Meine Aachener Oma (geb. 1899) verwendete die Worte „Mohr“ und „Neger“ gleichermaßen, wenn sie von dunkelhäutigen Menschen sprach. Diese wurden dann auch noch – stereotyp – immer so dargestellt: dunkle bis schwarze Haut, dicke Lippen, krauses Haar, oft mit großen Ohrringen, Baströckchen oder anderen Attributen „wilder Völker“.
Bei den großen Dichtern früherer Jahrhunderte ist der Mohr auch oft der Teufel. Man liest die Worte Affengesicht und Nickneger. Alles Begriffe, die Menschen mit dunkler Haut verletzen und wohl auch verletzen sollen.
Aus aktuellen Anlass haben wir mal freundlich nachgefragt, ob es bei dem Café im Hof von Aachen bei dem Namen bleibt. Die Kuchenverkäuferin fühlte sich angegriffen und meinte patzig: Ja, da sei sie sich ganz sicher. „Der ist so und der bleibt auch so.“
Kuchen habe ich dann da nicht mehr gekauft, ich hatte die Frage auch nicht böse gemeint, ist aber wohl falsch rübergekommen. Mir ist nämlich klar, dass eine Umbenennung nicht so leicht ist, dass sie teuer werden kann. Da wäre Phantasie gefragt. Das ganze Haus heißt ja schon immer „Haus zum Mohren“. Allerdings: Wie viele Ungeheuerlichkeiten waren einst normal und erlaubt und sind nun gottseidank abgeschafft?
Beim „Café zum Mohren“ dauert es jetzt aber schon sehr lange. Schade.
Tja, und nu? Es ist übrigens nicht sinnvoll, dieses Thema in aufgeheizter Atmosphäre zu diskutieren. Wer nicht sachlich bleiben kann, sage lieber nichts.
Und schon gibt es Reaktionen, danke: Mohren-Apotheke in Frankfurt, U-Bahn Station Mohrenstraße in Berlin. Alle denken über den Namen nach und was er mit den Menschen macht. Nichts Gutes, soviel ist klar.
PoC bedeutet Person of color (Plural: people of color). Es ist ein Begriff aus dem anglo-amerikanischen Raum für Menschen, die gegenüber der amerikanischen Mehrheitsgesellschaft als nicht-weiß gelten und wegen ethnischer Zuschreibungen („Sichtbarkeit“) alltäglichen, institutionellen und anderen Formen des Rassismus ausgesetzt sind (aus Wikipedia).
Für Person of Color haben wir in Deutschland keinen adäquaten Ausdruck, auch nicht für Racial Profiling. Das erinnert mich an den Begriff „sexuelle Belästigung“, den es in den 1960er Jahren ebenfalls noch nicht gab. Diese ekelhafte Belästigung gab es aber, wie vielfach berichtet wird.
Ein Bürogebäude wird am Aachener Eisenbahnweg in Modulbauweise zusammengesetzt. Das geht flott! Mitte Mai sah das Grundstück noch so aus. Bauherr ist ein großer Aachener Investor (Landmarken AG). Was sonst noch los war in Aachen: siehe untenDer Neubau zwischen Eisenbahnweg und An der Birk, von oben gesehen. Rechts ragt die Wohnanlage Guter Freund ins Bild.
Die Stadt Aachen möchte Familien wegen der Corona-Pandemie mit geringeren und mittleren Einkünften finanziell entlasten. Die Politiker*innen haben für das Kindergartenjahr 2020/2021 entschieden, dass Familien mit einem Einkommen von bis zu 40.000 Euro keinen Elternbeitrag zahlen müssen. Bei Familien mit einem Einkommen bis zu 54.000 Euro soll der Beitrag um 50 Prozent abgesenkt werden.
„Zusätzlich sollen zukünftig Eltern sowohl von den beitragsfreien Jahren des Landes, als auch von der seit Jahren geltenden Geschwisterkindregelung der Stadt Aachen profitieren“, erläuterte Dezernentin Susanne Schwier im Rathaus. Im Gesamtpaket werden rund 2.200 Kinder und deren Familien im kommenden Kindergartenjahr in einem Gesamtvolumen von circa 1,56 Millionen Euro entlastet.
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Das Kommunale Abstrichzentrum von Stadt und StädteRegion am Tivoli schließt zum 13. Juni. Es war wegen der Corona-Pandemie eingerichtet worden. Am Freitag, 12. Juni, werden noch bis 16 Uhr Termine angeboten. Anmelden unter Tel.: 0241/5198-7500.
Das Abstrichzentrum am Tivoli wird geschlossen. Foto: Archiv
Oberbürgermeister Marcel Philipp und Städteregionsrat Tim Grüttemeier danken allen Helfern. Insgesamt wurden seit März über 23.000 Tests in den Abstrichzentren von Aachen und Eschweiler genommen. Zuletzt gab es nur noch deutlich weniger als 100 Testungen pro Tag. Hausärzte und Krankenhäuser übernehmen die Abstriche bei ihren Patienten. Zwei mobile Abstrich-Teams arbeiten weiter vom Gesundheitsamt aus gezielt in Einrichtungen und sogenannten Hotspots, also überall da, wo Corona-Infizierte entdeckt oder vermutet werden. Bei besonderen Ausbrüchen, so teilt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit, sei die Reaktivierung eines kommunalen Abstrichzentrums jederzeit möglich.
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Ein attraktiver Templergraben für Fußgänger*innen, Radfahrende und Busfahrgäste – dieses Ziel verfolgen Uni.Urban.Mobil. (U.U.M.), eine Initiative von Aachener Studierenden, sowie die Verkehrsverbände VCD und ADFC. Sie haben jetzt gemeinsam eine entsprechende Bürgeranregung an die Stadt gerichtet. Unterstützer können dazu die Petition unter https://uum-ac.de/templergraben mitzeichnen.
Der Templergraben – vor dem seltsam verpackten Hauptgebäude der RWTH – soll autofrei werden, fordert eine Initiative. Foto: Archiv
Kern des Konzepts ist die Unterbrechung des Templergrabens für den Autoverkehr vor dem Hauptgebäude der Universität. Mögliche Ausweichverkehre auf der Jakobstraße und dem Annuntiatenbach sollen durch weitere Maßnahmen verhindert werden. Die Verkehrsentlastung werde mindestens von der Königstraße bis zur Wüllnerstraße reichen.
Fußgänger und Radler teilen sich bisher den Straßenraum mit dichtem Autoverkehr, der zu Stoßzeiten lange Staus verursacht und viele abschreckt, die auch in der Innenstadt gerne mit dem Rad unterwegs wären. Der Grabenring als zukünftiger Verteiler für das Radvorrang-Netz würde hier in einem ersten Abschnitt Realität.
Auch die Busfahrgäste profitierten, der Fahrplan könne besser eingehalten werden. Nicht zuletzt würden Anwohner*innen von Lärm und schlechter Luft entlastet. Das teilt die Initiative mit. Die Bürgeranregung wird bereits durch zahlreiche Fachschaften, Initiativen und Einzelhändler*innen unterstützt, die unter https://uum-ac.de/templergraben gelistet sind.
Hier schon mal ein Ausblick auf die Zeit nach der Sommerpause, denn auch da wird – hoffentlich – das Bürgerforum zusammenkommen und die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger behandeln. Folgende Themen stehen an:
1. Renaturierung des Hangeweiher Gebietes.
2. Bauliche Maßnahmen für den innerstädtischen, nicht motorisierten Individualverkehr.
3. Unterbindung der Schleichverkehre auf dem Templergraben im Bereich des Hauptgebäudes der Hochschule.
4. Benennung von Straßen und Plätzen nach Personen.
Alle vier Themen sind für die kommenden Sitzungen des Bürgerforums am 1. September und/oder am 17. November 2020 vorgesehen. Auf alle Punkte bereiten sich die Piraten im Rat der Stadt vor, insbesondere ich selbst, da ich Mitglied des Bürgerforums bin.
Und weil es auch um die Benennung von Straßen und Plätzen nach Personen (Punkt 4) geht, wurden ausgewählte Straßen und Skulpturen/Plastiken Aachens von Felix Kehren einmal auf ihre Namen hin angeschaut. Die Ergebnisse seiner Recherche sind möglicherweise unvollständig, aber jede/r kann sie nachvollziehen.
Hubert-Wienen-Straße: https://de.wikipedia.org/wiki/Aachen-Laurensberger_Rennverein Mitbegründer des Aachen-Laurensberger Rennvereins. Trat als ALRV-Vorsitzender der NSDAP bei, was innerhalb des Vereins zu zahlreichen Austritten verdienter Mitglieder wie beispielsweise Richard Talbot führte und lud hochrangige Nazis (z. B. Hermann Göring) zum Turnier ein.
Josef-Ponten–Straße: https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Ponten Er war Schriftsteller, Kunsthistoriker und Geograph. War ein Freund von Thomas Mann, der ihm aber die Freundschaft kündigte, weil Ponten ein Fan Hitlers war.
Karl-Friedrich-Straßehttps://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Friedrich Wir wissen nicht, welcher Karl Friedrich hier gemeint ist. Viele Einträge auf Wikipedia handeln aber von NSDAP-Politikern oder Generälen. Hier würde eine Einordnung durch ein kleines Schild unter dem Straßennamen eine Verwechslung unmöglich machen.
Prinz-Eugen-Straße: (Prinz Eugen war AUCH das 2. größte Kriegsschiff im 2. Weltkrieg . . . )
Von-Broich-Straße: (Friedrich von Broich war deutscher 2. WK Nazi Offizier, gemeint ist aber wahrscheinlich Werner von Broich.)
Auch Kaiser Friedrich Wilhelm wird in Aachen mit einem Straßennamen geehrt. Seine Kolonialproblematiken sind uns noch nicht so gut bekannt, als dass wir uns da eine Einordnung erlauben würden.
Skulpturen, Plastiken, etc.
Das Ehrenmal im Marienturm (Matthias Corr): Matthias Corr war Schüler von Richard Müller, der wiederum ein sehr beliebter und bekannter Künstler des 3. Reiches war. 1933 war dieser bereits Mitglied der NSDAP und von Hitler aufgenommen in die Liste der Gottbegadneten. Inwiefern sich das auf Corrs politische Einstellung übertragen lässt, konnten wir aktuell nicht herausfinden, aber den Schüler eines Vorzeige-Nazis ein Kriegsdenkmal für die Gefallenen des 2. Weltkriegs erstellen lassen, das hat einen faden Beigeschmack.
Hühnerdieb (Hermann Joachim Pagels): Lieblingsmotiv von Pagels waren Hitler-Büsten, außerdem Keitel und Rundstedt. Größte Werke sind Büsten von Heß, Göbbels und Mussolini. Hier nachzulesen.
Badende Frauen (Fritz Klimsch): Wurde von den Nazis verehrt, seine Mitgliedschaft in der NSDAP ist aber bis heute umstritten. Im Jahr 1944, in der Endphase des ZweitenWeltkriegs, nannte ihn Hitler auf der Sonderliste der Gottbegnadetenlisten unter den 12 wichtigsten bildenden Künstlern des NS-Regimes. Trotz der Bewunderung durch die Nationalsozialisten, ist keine Mitgliedschaft Klimsch in der NSDAP nachgewiesen. Er wurde aber als NS-Belasteter von der 1955 neugegründeten Akademie der Künste ausgeschlossen.
Bismarckturm: Warum ehren wir eigentlich einen antisemitischen Opportunisten? Er war zwar mehr oder weniger gegen den Kolonialismus, hatte dann als die Wahlen anstanden auch nicht mehr wirklich so viel dagegen . . . https://www.zeit.de/zeit-geschichte/2014/04/otto-von-bismarck-juden
Kaiser-Friedrich-Denkmal: Friedrich ist auch als 99-Tage-Kaiser bekannt. Sein Sohn, der das Denkmal für ihn errichten ließ, war ein Antisemit allererster Güte und hat den 1. Weltkrieg und den Kolonialismus richtig befeuert. Das ist vielleicht auch nicht gerade ein guter Grund, um jemand Denkmale aufstellen zu lassen.
Es ist nicht von existentieller Bedeutung, aber wie die Namen der Straßen lauten, in denen wir wohnen, da sollten wir gelegentlich mal drüber nachdenken. Hier: Hasencleverstraße.
Auf Herz und Nieren haben jetzt Fachleute die Stadtverwaltung geprüft: Ob sie gut und sparsam arbeitet, was überhaupt mit dem Geld gemacht wird und wie sie genau ihr Personal einsetzt? Das Ergebnis überrascht, weil es so krass gut ausfällt.
Geprüft hat die gpaNRW (Gemeindeprüfungsanstalt). Sie ist Teil der staatlichen Aufsicht des Landes NRW über die Kommunen, wurde im Jahr 2003 gegründet. Sie muss in NRW alle 396 Kommunen, 30 Kreise und die Städteregion Aachen, die beiden Landschaftsverbände und den Regionalverbandes Ruhr (RVR) prüfen.
„Die Haushaltssituation der Stadt Aachen hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert“, steht in dem Bericht. Zu deutsch: Es ist schön viel Geld in der Kasse. Der Bericht ist allerdings noch vor der Coronakrise fertiggestellt worden. Es sollte konsequent so weitergearbeitet werden wie bisher, meinen die Prüfer, als sie den Bericht gestern im Rathaus vorstellten. Das hört man doch gern.
Das fünfköpfige Prüfteam hatte sich in Aachen folgende Themenbereiche vorgeknöpft: Finanzen, Zahlungsabwicklung, Hilfe zur Erziehung, Verkehrsflächen, Friedhofswesen und Bauaufsicht.
„Der Jahresabschluss 2018 weist mit rd. 4,5 Mio. Euro erstmals seit langer Zeit wieder ein positives Ergebnis aus. Zuvor waren die Jahresergebnisse der Stadt Aachen negativ.“ Die finanzielle Trendwende sei vor dem Hintergrund einer sehr guten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die sich auch durch gestiegene Steuererträge und höhere Schlüsselzuweisungen bemerkbar machte, gelungen.
Zu deutsch: Die Kohle rauschte in die Kasse, hauptsächlich weil Düsseldorf viel rüberwachsen ließ und die Unternehmen haufenweise Steuern zahlten. – Die Gesamtbeurteilung freute die Kämmerin sehr, sie ist ja für die Stadtkasse zuständig, in die pro Jahr etwa eine Milliarde Euro reinkommen und flott wieder ausgegeben werden.
Positiv sei, so sagten die Prüfer, dass notwendige Mehrausgaben durch eigene Maßnahmen kompensiert werden konnten. Die Stadt sollte sich aber nicht allein auf die Entwicklung der Steuererträge und auf die Erträge aus dem kommunalen Finanzausgleich verlassen. Denn welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf den städtischen Haushalt hat, das weiß kein Mensch genau.
Glaubt man den Prüfern, dann erledigt die Stadt Aachen sowohl ihre Aufgaben im Bereich der Zahlungsabwicklung als auch im Segment der Vollstreckung sach- und fachgerecht. Gerade die Zahlungsabwicklung erreiche dabei mit wenig Personal eine höhere Menge an Einzahlungen als die meisten anderen kreisfreien Städte. Bei der Vollstreckung erkennt die gpaNRW Optimierungspotenzial. „Hier sollte die Stadt Aachen einen kritischen Blick auf die Aufwandsseite werfen. “
Die Hilfe zur Erziehung war ein weiterer Bestandteil der Prüfung. Hierzu sagte gpa-Prüfer Stefan Görgen: „Die Haushaltsbelastung durch die Hilfen zur Erziehung liegt in der Stadt Aachen im Vergleich zu den anderen 22 kreisfreien Städten im Mittelfeld.“ Negativ wirkten sich allerdings vergleichsweise hohe Aufwendungen für Hilfefälle im stationären Bereich aus. Erfreulich sei, dass Organisation und Steuerung der erzieherischen Hilfen in Aachen gut ausgebaut und eine Vielzahl von ambulanten Hilfen vorhanden seien.
Da freu ich mich ehrlich gesagt auch sehr drüber. An dieser Stelle wurden gestern im Rathaus auch noch Empfehlungen geben, wie man noch dies und das verbessern könnte.
„Die Straßen in Aachen weisen im Vergleich zu vielen anderen kreisfreien Städten einen geringen Abnutzungsgrad auf.“ Den Zustand unserer Straßen und Plätze kennt die Stadtverwaltung durch eine Inventur aus 2015 ganz gut. Das sei ein wichtiges Fundament, um „anstehende Herausforderungen“ zu meistern. Die sieht die gpaNRW in einer regelmäßigen Datenpflege und Datenzusammenführung in der Straßendatenbank sowie der Weiterentwicklung der Kostenrechnung, um so bessere Prognosen für künftige Straßen-Erhaltungsmaßnahmen treffen zu können.
Besonders in den Blick nahmen die gpa-Prüfer auch den Bereich Friedhofswesen. Man habe eine gute Datenlage vorgefunden, die eine gute Steuerung und Organisation des Friedhofswesens ermöglicht, lobte gpa-Projektleiter Frank Breidenbach. Als Schwierigkeit würden sich irgendwie die konkurrierenden Bestattungsangebote der Nachbarkommunen und der angrenzenden Niederlande auswirken. Auch die mit 28 hohe Anzahl von Friedhöfen fanden die Prüfer bedenklich. – Haben wir zu viele Friedhöfe?
Dazu die Prüfer: Bestattungsflächen müssten konzentriert und Folgenutzungen für aufgegebene Flächen sollten gefunden werden. Vorgeschlagen wurde ein „proaktives Flächenmanagement“, um langfristig die Gebührenstabilität bei den 28 Aachener Friedhöfen zu sichern.
Die Bauaufsicht bekam das dickste Lob, so meine Einschätzung. „Sie gehörte im Jahr 2018 zu dem Viertel der kreisfreien Städte mit der niedrigsten Gesamtlaufzeit von Bauanträgen.“ Möglichkeiten, die Bearbeitungsdauer zu optimieren, würde die Stadt Aachen gut ausschöpfen, und auch die Bauberatung sei gut aufgestellt. Einzig bei der digitalen Bearbeitung sieht die gpaNRW noch Verbesserungsmöglichkeiten.
Die Homepage dieser Gemeindeprüfungsanstalt ist hier: www.gpa.nrw.de
Wenn das Ergebnis so gut ausfällt, darf man sich bestimmt ein Gläschen oder zwei genehmigen.
Sehr empfehlenswert ist (für nervenstarke Personen) der Podcast von Sabine Rückert. Diese Dame ist jetzt stellvertretende Chefredakteurin der ZEIT und war früher lange Jahre Gerichtsreporterin für die ZEIT. In dieser Funktion hat sie in ganz Deutschland Prozesse begleitet und sich intensiv mit Juristen, Zeugen, Opfern und Täter*innen befasst.
Ihr Podcast „Zeit Verbrechen“ wurde mehrfach ausgezeichnet, und ich finde wirklich jede Folge hörenswert. Es geht immer um Verbrechen, die immer außergewöhnlich sind. Aus aktuellem Anlass könnte man sich mal die hier eingestellte Folge aus Juli 2019 anhören.
Polizeigewalt gibt es nicht nur in den USA, obwohl die gewohnheitsmäßige Brutalität der dortigen Beamten nicht vergleichbar ist mit den hiesigen Beamten. Völlig unhaltbar ist aber auch bei uns, dass die Justiz in den allermeisten Fällen nicht reagiert, wenn gegen Polizisten Anzeige erstattet wird.
Die einzigen, die in Deutschland Gewalt ausüben und mit Waffen durch die Gegend laufen dürfen, sind die Polizeibeamten. Polizisten sind deshalb besonders ausgebildet und geübt. Man kann von ihnen mehr erwarten als von anderen Menschen.
Die Polizei soll schützen und helfen. Manchmal geht das auch bei uns gründlich schief. Sabine Rückert berichtet in ihrem Podcast davon.
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„Kanackische Welle“ ist der Titel eines weiteren Podcast, mit dem man beim Anhören keine Zeit verschwendet. Es ist ein Podcast von zwei jungen, deutschen Journalisten mit palästinensischen Wurzeln, die über Popkultur, Rassismus, religiöse Spannungen und das Dasein als „Kanacke“ in Deutschland reden.
Sehr informativ und lehrreich. Glücklicherweise erreichen Marcel Aburakia und Malcolm Ohanwe mit ihrem Podcast viele tausend Menschen.
Dieser Platz, von der Schildstraße aus gesehen, soll umgebaut werden. Er soll schöner und weniger gefährlich für Fußgänger*innen, Radler und Autofahrer*innen werden.Blick von oben auf den Platz. Vorne: die Harscampstraße. Rechts ist eine Gaststätte (nicht im Bild), vor der bei gutem Wetter immer Leute gemütlich sitzen und Kaffee trinken. So wenig los wie auf diesem Bild ist dort selten.
Der Platz ist nur ein Plätzchen und hat noch nicht mal einen Namen. Gleichwohl ist das dort eine schöne Ecke, unzählige Radfahrer aus dem Frankenberger Viertel fahren (aus der Lothringer Straße kommend) über diesen Platz in Richtung Dom, Rathaus und zur RWTH. Sie weichen Pkw und Fußgänger*innen aus, und es kommt zu Beinah-Unfällen.
Der Platz und seine Umgestaltung waren nun Gegenstand von langen Diskussionen in zwei Ausschüssen der Aachener Politik (alle Varianten in der Anlage). Gegen die Stimme von Pirat Matthias Achilles sprachen sich CDU und SPD für eine Lösung aus, die auch in den Augen der Umwelt-, Rad- und Fußgänger-Verbände in Aachen nicht die beste Lösung ist. Letztere haben sich bereits entsprechend geäußert.
Über den kleinen Platz soll nämlich ein neuer Premium-Fußweg führen und gleichzeitig auch eine Fahrradstraße (konkret: die Rad-Vorrang-Routen aus Brand und Eilendorf kommend). Da werden also Radler*innen und Fußgänger*innen buchstäblich aneinander geraten, was ganz und gar nicht im Sinne von Matthias Achilles und auch nicht im Sinne des Radentscheids ist.
Volle Trennung von Rad- und Fußgängerverkehr lautet die Forderung. An anderer Stelle – in der oberen Pontstraße zwischen Templergraben und Kirche – ist dies genau so geplant, obwohl es gerade dort eigentlich überflüssig ist.
Dazu zum Nachlesen die Stellungnahme des ADFC zur Planung der Rad-Vorrang-Route im Bereich „Schildplatz“.
Und hier der Alternativvorschlag der Verbände, gerichtet an die zuständige Dezernentin in der Stadtverwaltung, Frauke Burgdorff.
Neue Serie: Die wunderbare Welt der Aachener Verkehrspolitik. Staffel: Premium-Fußweg trifft zwei Rad-Vorrang-Routen. Die Story: Die Politik entscheidet und entscheidet . . . leider falsch nicht im Sinne der Fraktion der Piratenpartei, der Fahrradclubs Brand, Haaren und Frankenberger Viertel und nicht im Sinne von VCD und ADFC.
Die örtliche Presse berichtete hier, der Fall ist enorm verwickelt. Ich bin ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich ihn schon in allen Einzelheiten durchschaue.
Die Turmstraßen-Brücke, ein schlichtes Bauwerk, ist in einem sehr schlechten Zustand. Im Hintergrund: Zwei Parkhäuser.
Eine Brücke im Hochschulviertel (Turmstraße, auf der sich zu Silvester immer viele Menschen das Feuerwerk ansehen) ist in einem sehr schlechten Zustand. Laut Experten-Gutachten macht es keinen Sinn sie zu sanieren, sie soll abgerissen und erneuert werden.
Die Brücke ist vierspurig, sie verbindet Pontor und Junkerstraße, und das seit dem Jahr 1975. Man fragt sich heute, warum damals nicht ordentlich gearbeitet wurde? Jetzt gibt es jedenfalls Betonabplatzungen, feuchte Stellen, durchgerostete Lager usw.
Beginn der Abrissarbeiten könnte Ende 2021 sein. Im Frühjahr 2024 könnte dann alles fertig sein. Das wäre eine lange Phase, in der eine wichtige Passage in Aachen nur sehr eingeschränkt zur Verfügung steht. Tausende Autos, hunderte Fußgänger*innen und Radfahrer*innen nutzen das Bauwerk jeden Tag. Unten drunter fahren ständig Züge, dort führt auch eine Straße entlang. Die Rede ist von insgesamt 6 Wochen Vollsperrung. In der restlichen Bauzeit soll der Verkehr einseitig über die Brücke geleitet werden, phasenweise auch über eine Behelfsbrücke.
Die Brücke von unten. An der Decke, z. B. rechts oben, hat der Zahn der Zeit genagt.
Die Baukosten für solch ein Projekt liegen im zweistelligen Millionenbereich. An den Kosten muss sich die Bahn AG leider nicht beteiligen, zahlen muss die Stadt Aachen.
Abriss und Neubau: Das würde für alle Aachenerinnen und Aachener eine schwere Zeit. Ein noch gewaltigeres Verkehrschaos als wir es in Aachen sowieso schon gewöhnt sind, droht. Ausweichrouten? Mir nicht bekannt. Als ich erstmals davon hörte, dachte ich gleich, ich verzieh mich für die intensivste Bauphase (schätzungsweise 6 Monate) in die Eifel. Denn: In der gleichen Zeit wird die Stadt Aachen weitere Baustellen eröffnen müssen. Und das Schlimmste: Die Ludwigsallee, die auch erneuert und lange gesperrt sein wird, wird dann noch nicht ganz fertig sein, wenn es an der Brücke losgeht.
Brücken zu erneuern, das geht üblicherweise gewaltig ins Geld.
Der Vorgang wurde in den „Aachener Nachrichten“ am 29. Mai im Lokalteil schon ausführlich dargestellt. Hier.Die Baubehörde kann das Bauprojekt im Westen von Aachen übrigens nicht so einfach um ein Jahr verschieben. Das hat mit der Bahn zu tun, die jeden Eingriff, der ihren Zugverkehr beeinträchtigt, zwei Jahre im Voraus mitgeteilt bekommen muss. – Die Fotos hier sollten euch einen kleinen Eindruck vermitteln.
Oben Autos in großer Zahl, unten Züge und eine Straße. Wird die Brücke abgerissen, droht ein Verkehrschaos. Politik und Verwaltung müssen Lösungen finden.Unter der Brücke: Kunst, durchaus nicht niedlich und süß, wie man sie ansonsten zuhauf in Aachens Innenstadt findet.
Ab Mittwoch, 1. April, gelten auf dem Recyclinghof Eilendorf an der Kellershaustraße die Sommeröffnungszeiten. In den Sommermonaten öffnet der Hof montags, mittwochs und freitags von 8.30 bis 16 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 8.30 bis 18 Uhr. Samstags können Wertstoffe zwischen 8.30 und 14.30 Uhr abgegeben werden.
Gäste aus USA
Die Städtepartnerschaft Aachen - Arlington hat eine über 30-jährige Tradition: Am 17. September 1993 wurde der Städtepartnerschaftsvertrag feierlich unterzeichnet. Die Tradition wird durch das Partnerschaftskomitee Aachen & Arlington e.V. und die beiden Städte gepflegt und gelebt. Vom 25. März bis zum 2. April sind erneut 50 junge Menschen aus Arlington zu Gast in Aachen.
Ferienspiele
Ab sofort können Eltern und Kinder sich über www.aachen.de/ferienspiele die schönsten und spannendsten Angebote aussuchen und anmelden. Wer jetzt noch nichts Passendes gefunden hat: Das Angebot wird laufend aktualisiert, und es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Im Portal finden sich auch die Einverständniserklärung und ein Datenschutzhinweis.
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4 Jahre, in denen es 300 Millionen Europäern nicht gelungen ist, den barbarischen Anführer von 150 Millionen Russen zu stoppen. „Nie mehr Krieg“, das bedeutet, dass man in der Lage ist, sich zu wehren, so dass kriegslüsterne, niederträchtige Diktatoren und Massenmörder erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Krieg zu beginnen.
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In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Neue Tretroller
Ein 4. Anbieter verleiht seine E-Tretrollern ab März in Aachen. Es handelt sich um den skandinavischen Mikromobilitätsanbieter Ryde. Er erweitert das bestehende Angebot der drei, bereits in Aachen engagierten E-Scooter-Betreiber Dott, Ridemovie und VOI. Die Gesamtmenge an Leih-E-Tretrollern in Höhe von 2000 Fahrzeugen bleibt erhalten. hier.
Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält künftig regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Zwischen dem 14. und 16. April steuert das Wertstoffmobil wieder die genannten Supermarkt-Parkplätze an. Hier Infos zu Terminen und Wertstoffen,Quelle: Presseamt
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Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
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