Zwei Texte, die man lesen sollte

Christian Drosten ist Virologe und Professor. Er erklärt Deutschland den Corona-Viren-Ausbruch und alles, was damit zu tun hat. Seinen Podcast im NDR hören jeden Tag Zehntausende.

Während man im Rahmen der Klimakrise nicht den Eindruck hatte, dass die ältere Generation auf die Wissenschaftler hört und ihr Handeln danach ausrichtet, scheint es bei den Corona-Krise anders zu sein: Alle Welt hört auf das, was die Virologen und andere Wissenschaftler sagen. Das ist doch schon mal gut.

Bei Christian Drosten ist angenehm, dass er das, was er bezüglich der Pandemie vermutet, was er nicht genau weiß, was er annimmt und warum er es annimmt . . . dass er das alles mitteilt und sich nicht darstellt, als sei er allwissend.

ZEIT ONLINE hat Drosten in seinem Büro im Institut für Virologie an der Berliner Charité getroffen. 

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-03/christian-drosten-coronavirus-pandemie-deutschland-virologe-charite

#WirBleibenZuhause appellieren am heutigen Samstag zahlreiche Tageszeitungen und drucken ein Aktionsplakat, das Leser*innen sich „gut sichtbar in ein Fenster“ hängen sollen.

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Leider ist nicht nur das wissenschaftliche Denken, sondern es sind auch Nationalstaaten wieder in Mode. Was die Pandemie aus der Perspektive eines Soziologen und Politikwissenschaftlers bedeutet, ist in dem anderen Text erklärt (s. unten).

Danke, @zeitonline, dass ihr diesen Artikel entdeckt und übersetzt habt:

https://www.zeit.de/gesellschaft/2020-03/coronavirus-pandemie-auswirkungen-folgen-panik-wirtschaft-zukunft-europa

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Warnhinweis (aus dem Tagesspiegel)! Falls euch irgendwo die wirren Corona-Thesen des Lungenarztes und Ex-SPD-Abgeordneten Wolfgang Wodarg begegnen: Hier steht, warum ihr dazu auf größtmögliche coronale Distanz gehen sollten (es sei denn, ihr haltet auch den Klimawandel für eine Erfindung der geheimen Untergrundarmee von Angela Merkel – aber dann wärst du hier sowieso im falschen Film).

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ASEAG stellt um auf Ferienfahrplan. Polizei mit Krisenstab

Schaltet ab kommenden Montag in Aachen in den Ferienmodus: die Aseag.

Bei der ASEAG gilt ab Montag, 23. März, der Ferienfahrplan. Es wird geraten, auch im Bus auf Abstand zu achten. Einschränkungen gibt es bei Fahrten in der Nacht. Alle Fahrten, die ab 1.00 Uhr nachts beginnen, sowie alle Nachtexpresslinien N 1 bis N 9 und N 60 werden ab Freitag, 20. März, bis auf weiteres nicht mehr angeboten. Das ASEAG-Sammel-Auto (ASA) fährt weiter wie bisher.

In den Bussen bleibt die vordere Tür jetzt immer geschlossen. Zudem werden im Bus keine Tickets mehr verkauft. Das Kunden-Center der ASEAG in der Schumacherstraße 14 in Aachen bleibt wie gewohnt geöffnet: Montag bis Freitag: 7.30 Uhr bis 18.00 Uhr, Samstag: 8.30 Uhr bis 14.00 Uhr. 

Die ASEAG bittet: Vermeiden Sie den Besuch des Kunden-Centers, sofern dies nicht unbedingt erforderlich ist und nutzen Sie unsere Online-Services sowie unser Kontaktformular. Zahlen Sie im Kunden-Center möglichst bargeldlos.

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Wie man sich selbst einen Mundschutz baut, dazu verweist der Berliner Tagesspiegel auf diese Seite https://diymask.site

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Ein Berliner Bezirksbürgermeister hat eine Ansprache gehalten mit einer grandiosen Videobotschaft für alle, die es immer noch nicht verstanden haben. Unbedingt anschauen/anhören.

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Die Polizei ist zur Zeit in Aachen verstärkt präsent. Seit Ende Februar hat der Krisenstab der Polizei mit Fachkräften, Polizeiarzt und Vertretern des Arbeitsschutzes seine Arbeit aufgenommen. Zu ihrer Arbeit teilt die Polizei unter anderem mit:

Hygieneschutzartikel wurden an die Einsatzkräfte ausgegeben und Handlungsanweisungen übermittelt. Ausgewählte Leute wurden intern zu Pandemiehelfern geschult. Besprechungen werden im Rahmen von Telefon- oder Videokonferenzen abgehalten. Polizeiinterne Fortbildungsveranstaltungen sind ausgesetzt. 

Selbstverständlich werden Einsätze wie gewohnt wahrgenommen, allerdings versucht die Polizei den direkten persönlichen Kontakt zur Bevölkerung aufs Nötigste zu beschränken. Es gibt keine Präventionsveranstaltungen, keine Führungen von Besuchergruppen, sonstige Veranstaltungen wie Lesungen oder auch der Girls-Day und Schülerpraktika fallen aus. 

Für alle nicht aufschiebbaren Angelegenheiten ist die Aachener Polizei auch weiter zu erreichen. Wörtlich heißt es: „Wir weisen auf die Möglichkeit hin, sich über das Internet zu informieren und per Email oder per Telefon (0241/ 9577- 0) Kontakt aufzunehmen. Wenn keine Sofortmaßnahmen der Polizei von Nöten sind, muss eine Anzeige nicht zwingend persönlich erstattet werden, sondern kann auch telefonisch oder online (Internet- Wache) aufgegeben werden.“

Anträge und sonstige Unterlagen das Waffenrecht betreffend sollen per Post oder Email geschickt werden. Eine Abgabe von Waffen und Munition im Polizeipräsidium ist weiterhin möglich. Die Kantine im Präsidium an der Trierer Straße ist – zeitlich eingeschränkt – weiter für externe Gäste geöffnet. Es gilt, die neuen Verhaltensregeln und die neuen Öffnungszeiten zu beachten: montags bis freitags von 13 – 14 Uhr 

Hilfreiche Links:

Allgemein: https://aachen.polizei.nrw/

Internet- Wache: https://polizei.nrw/internetwache

Prävention: https://aachen.polizei.nrw/artikel/kriminalpraevention-9

Waffen: https://aachen.polizei.nrw/artikel/waffenrecht-und-formulare

Bitte wählt nur in dringenden Notfällen die polizeiliche Notrufnummer 110. 

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In Aachen: Ausführliche Auskünfte bei Corona-PK

Die Geschwindigkeit, mit der sich das Corona-Virus ausbreitet, muss reduziert werden. Oberbürgermeister (OB) Marcel Philipp sprach von einer „Vollbremsung“ und begründete diese heute bei der im Internet übertragenen Pressekonferenz (PK). Zusammen mit Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier informierte der OB ausführlich und sehr sachlich.

334 positiv Getestete gebe es derzeit in der gesamten StädteRegion, und die Zahl verdrei- bis vierfache sich pro Woche. Wegen dieser Steigerungsrate, wegen dieser Verbreitungsgeschwindigkeit  seien ungewöhnliche Maßnahmen erforderlich.

„Meiden Sie Ansammlungen! – Halten Sie Abstand!“ – Sozialkontakt lasse sich auch anders als im direkten Zusammensein realisieren. Und: Den Hilfskräften und der Polizei sei unbedingt Respekt entgegenzubringen. „Akzeptieren Sie deren Verhaltensaufforderungen!“, so Philipp.

Die Lage werde sich bis Ostern nicht verbessen, so vermutet der OB. Und sollten die Aufforderungen nicht eingehalten werden (s. Corona-Partys), müssten die Vorschriften noch verschärft werden, was sich eigentlich niemand wünschen könne. 

Dr. Tim Grüttemeier wurde konkret: Seit 4. März sei in Eschweiler das neue Abstrichzentrum aktiv. Dort hätten bisher schon über 1800 Testungen stattgefunden. Allerdings könne sich dort niemand einfach so auf Verdacht testen lassen. Grüttemeier erklärte, unter welchen Bedingungen dort Menschen getestet werden. 

480 Test könnten dort jetzt pro Tag stattfinden, die Kapazitäten würden in Kürze auf 600 pro Tag erhöht. 

Aber: Die Labore seien so dermaßen ausgelastet, dass die Testergebnisse nicht innerhalb von 24 Stunden vorlägen, sondern erst nach zwei Tagen. Wer erkrankt und ohne Krankenhausaufenthalt zu Hause wieder gesund geworden sei, werde nicht mehr nachträglich getestet. Nur noch die schweren Fälle, die im Krankenhaus gesundet seien. 

Die Versorgung der Kinder und Jugendlichen, die weder Kitas noch Schulen besuchen dürfen, laufe soweit nicht schlecht, so war zu erfahren. 
Mitarbeiter der Verwaltungen müssten ebenso wie Krankenschwestern, Ärzte und anderes Personal weiter arbeiten, um die Infrastruktur am Laufen zu halten. Wo irgend möglich werde zu Hause gearbeitet. Auch die Politik bleibe, in deutlich reduzierten Gremien, handlungsfähig.

Wegen der Planung der kommenden Tage und Woche stehe man mit dem Regierungspräsidium und der Landesregierung in täglichem Kontakt. Material für die nächsten 14 Tag für die Krankenhäuser der Region sei vorhanden, weiteres werde gerade geordert.

Die Lage sei so dynamisch, ändere sich so rasant, dass auch einmal gefasste Beschlüsse eventuell revidiert werden müssten, das könne vorkommen, so war zu erfahren. Das größte Problem sei es, in Zukunft immer ausreichend Fachpersonal zur Verfügung zu haben – für alle Menschen, die eventuell erkranken. 

Auf Nachfrage meinte Grüttemeier, („weil viele denken, sie befinden sich in Corona-Ferien“) er wolle das vorhandene Personal lieber nicht einsetzen, damit es Corona-Partys und Zusammenkünfte in Parks  verhindert, sondern sinnvoller. Den Anordnungen der Polizei nicht Folge zu leisten, das sei strafrechtlich relevant. Allerdings sprachen beide Behördenvertreter davon, dass sie davon ausgehen, dass wir uns alle in der StädteRegion klug verhalten werden und Zusammenkünfte vermeiden. 

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Bitte informiert euch über das, was in unserer Region und in der Stadt Aachen abläuft bei seriösen Quellen. https://www.aachener-nachrichten.de/lokales/ Menschen, die krude Verschwörungstheorien verbreiten sind haufenweise unterwegs. Beteiligt euch nicht an deren Treiben, sie wollen nur Angst verbreiten.

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Sei im Internet dabei, wenn der OB die Presse informiert. Heute um 11 Uhr.

Die tägliche Pressekonferenz (PK) zur Corona-Krise wird heute, 11 Uhr, im Internet live übertragen. Angekündigt sind Statements von Oberbürgermeister Marcel Philipp und Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier.

Die Krisenstäbe von Stadt Aachen und StädteRegion laden zur Pressekonferenz „Sachstand Corona COVID-19“ ein. Die aktuelle Lage vor Ort und die Umsetzung der Erlasse der Landesregierung auf die kommunale Situation sind die Themen.

Im Pressefoyer von Haus Löwenstein am Markt muss wegen der Lage und wegen der jetzt geltenden Vorschriften die Zahl der Journalist*innen stark begrenzt werden. Pro Medium ist nur eine Person zugelassen. So wird die Pressekonferenz (PK) live auf www.aachen.de und www.staedteregion-aachen.de sowie auf den Facebook– und Twitter-Kanälen der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen ausgestrahlt.

Damit kein Missverständnis entstehen: Heute, das ist Donnerstag, 19. März, um 11 Uhr. Hoffen wir mal, dass technisch alles klappt.

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Die Piratenpartei Aachen hatte schon vor zwei Tagen unter anderem öffentlich mitgeteilt: . „. . . wir hoffen, dass Themen wie papierlose Ratsarbeit und die Teilnahme an Sitzungen über das Internet in Zukunft schnell umgesetzt werden. Dazu gehört für uns auch das Streamen von Sitzungen, was wir seit Jahren gerade unter dem Stichwort Barrierefreiheit fordern, aber bisher leider abgelehnt wurde.“

Weiter hat Piraten-Oberbürgermeister-Kandidat Matthias Achilles die Öffentlichkeit wissen lassen: „Wir wünschen uns, dass die vorhandene Technik zukünftig dazu genutzt wird, einen Betrieb von Politik und Schulen digital auch und gerade in Ausnahmesituationen zu ermöglichen und besser zu gestalten.“

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. . . erzähl ihm deine Pläne

Gestern – mit Abstand zu anderen Menschen – Bücher gekauft. Die Stadtbibliothek ist ja zu (traurig, ich mag halt das Papier). Ein Buch hab ich bestellt, das ich hoffentlich vor der totalen Ausgangssperre noch abholen kann: „1918 – Die Welt im Fieber: Wie die Spanische Grippe die Gesellschaft veränderte“. Daraus werde ich dann hier berichten, falls das erwünscht ist. Dass ich mich mal über Plastikfolie bei Büchern freuen würde, hätte ich vor einem halben Jahr auch nicht gedacht. – Jetzt wissen wir: Willst du den lieben Gott zum Lachen bringen, dann erzähl ihm deine Pläne.

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Wissenschaft, die man sich reinziehen kann

Das Beste, was es zur Zeit im Bereich Podcast und Corona-Virus gibt: Wissenschaftsjournalistin Corinna Hennig spricht jeden Werktag etwa eine halbe Stunde lang mit dem Virologen Professor Christian Drosten. Folge 15:

Sein Forschungsschwerpunkt sind neu auftretende Viren. Drosten gehört – laut Wikipedia – zu den Mitentdeckern des SARS-assoziierten Coronavirus (SARS-CoV). Zusammen mit Stephan Günther gelang ihm 2003, wenige Tage nach der Identifizierung und noch vor dem Centers for Disease Control and Prevention in Atlanta, die Entwicklung eines diagnostischen Tests auf das neu identifizierte Virus.

Ein Freund frei zugänglichen Wissens

Seine Erkenntnisse zu SARS stellte Drosten der Wissenschaftsgemeinde über das Internet sofort zur Verfügung, noch bevor sein Beitrag im Mai 2003 im New England Journal of Medicine erschien.

Für das erstmals im Dezember 2019 aufgetretene Coronavirus SARS-CoV-2 entwickelte die von Drosten geleitete Forschungsgruppe einen Test, den sie Mitte Januar 2020 weltweit zur Verfügung stellte.

Drosten setzt sich für die transparente Verbreitung von wissenschaftlichen Daten ein. Viel Spaß beim Zuhören.

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Polizei stoppt nächtliches Autorennen auf dem A’steinweg

Auch das noch: Autorennen auf dem Adalbertsteinweg. Als hätten wir nicht schon genug Probleme.

Auf ihrer Streifenfahrt durch die Innenstadt fielen Polizeibeamten Sonntagabend gegen 23.40 Uhr zwei PS-starke Pkw ins Auge. Die Fahrzeuge hätten in erster Position nebeneinander an der roten Ampel der zweispurigen Kreuzung Kaiserplatz/Adalbertsteinweg gehalten, so teilt die Polizei mit.

Der Streifenwagen habe sich unmittelbar dahinter befunden. Der Polizeibericht wörtlich: „Als die Ampel auf Grün umschaltete, beschleunigten beide Fahrzeuge extrem schnell und bogen nach links auf den Adalbertsteinweg ein.“

Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf. Der Tacho des Streifenwagens hätte 110 km/h bei erlaubten 50 km/h gezeigt, wobei sich der Abstand zu den beiden Pkw permanent vergrößerte.

Aufgrund der roten Ampel in Höhe der Kreuzung zur Frankenstraße leiteten beide Fahrer eine Vollbremsung ein. Die Polizisten stellten den Streifenwagen vor die wartenden Pkw und kontrollierten Fahrzeuge und Insassen. Der eine Fahrer (25) konnte keinen festen Wohnsitz in Deutschland vorweisen und musste eine Sicherheitsleistung zahlen. Der andere Fahrer (26) ist in Hessen gemeldet.

Gegen beide wurden Ermittlungsverfahren wegen der Teilnahme an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen eingeleitet. Außerdem wurden beider Fahrzeuge und die Führerscheine kassiert. Hoffentlich für länger. (fp)

Der Adalbertsteinweg. Erst kürzlich wurden dort Bauarbeiten beendet. Foto: Archiv
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Veranstaltungen fallen aus, und jetzt hat auch noch die Stadtbibliothek zu

Hier saßen schon mal mehr Leute. Aachen hat ein paar Gänge runtergeschaltet.

Schöne Pleite. Da spurte ich in Richtung Stadtbibliothek, um angesichts von 100 abgesagten Terminen ersatzweise einen Beutel voller Bücher abzuschleppen, da seh ich: Die Stadtbücherei hat geschlossen.

 Und zwar bis 21. April. Okay, war ne Überraschung, hätte ich mir aber auch denken können. In Zeiten von Corona Bücher von Hand zu Hand laufen zu lassen, ist keine gute Idee.

Einmal in der Innenstadt angekommen, hatte ich den Eindruck, dass weniger Menschen als sonst unterwegs sind. Wo normalerweise etwa 100 sitzen, waren es jetzt nur 10. Also keine „volksfestähnliche Stimmung“ wie es gestern in München infolge frühlingshafter Temperaturen und viel Freizeit gewesen sein soll. 

Bis 21. April geschlossen! Damit muss man jetzt auch erst mal klarkommen.
Sonnenhungrige sitzen und lesen. Das ist bestimmt kein Fehler, wenn man Abstand hält.
In der Krämerstraße.
  • Schwer zu verstehen ist, dass Großeltern ihre Enkelkinder nicht betreuen sollen. Was stellen sich Politiker unter „Großeltern“ vor? Wohl eher Urgroßeltern. Sieht man die heute 60-Jährigen, fit und leistungsfähig im Skiurlaub, dann denkt man gleich daran, dass heute 60 das neue 40 ist. Das ist nicht in Ordnung, dass man die „Großeltern“ zu Wesen macht, die nurmehr geschont werden müssen und sonst nichts. Ich kann mir vorstellen, dass die das selbst nicht wollen.
  • Es ist auch schwer verständlich, warum einjeder unbedingt innen, im Haus bleiben soll. Man kann in Aachen von überall aus zu Fuß den Wald erreichen. Dort begegnet man niemand, kann die Natur genießen. Man kann mit den Fahrrad kleine Touren unternehmen, das ist besser, als immer innen zu sitzen.
  • In Krisenzeiten schlägt die Stunde der Scharlatane und Verschwörungstheoretiker – die sozialen Netzwerke sind voll davon. Sie verbreiten Unwahrheiten und schüren Angst. – Aber es kann auch sein, dass wir die Taten von Heros sehen. Wie es Heinrich von Kleist schildert in der Geschichte vom „Erdbeben in Chili“, wo sich die Menschen in großer Not so sehr helfen und gegenseitig stützen, wie man es zuvor noch nie erlebt und für möglich gehalten hatte. Mal sehen!

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Einmal mit Profis: Fahrraddieb gefasst

Am vergangenen Donnerstag (12. März) gelang es der Polizei, einen Fahrraddieb mit Hilfe eines umsichtigen Fahrradfahrers (67) und dessen GPS-Tracker festzunehmen. Wie sich der Vorgang abspielte, schildert die Polizei in ihrem Pressebericht so:

„An diesem Abend informierte der Mann gegen 21.20 Uhr die Polizei und teilte mit, dass der GPS-Tracker an seinem E-Bike Alarm ausgelöst hatte. Das Fahrrad wurde offensichtlich von seinem Abstellort in der Pontstraße gestohlen.

Die Polizisten nahmen den Mann auf und verfolgten gemeinsam mit dem Handy das Signal durch die Innenstadt. Anhand der gefahrenen Geschwindigkeit und das Auffahren auf die Autobahn 544 war schnell klar, dass nach einem Kraftfahrzeug Ausschau gehalten werden musste.

Das Tracker Signal verließ an der Anschlussstelle Verlautenheide die Autobahn 544. Es führte die Beamten zu einem VW Caddy, der auf der Verlautenheidener Straße angehalten werden konnte. Bei der Durchsuchung des PKW fanden die Beamten das E-Bike. Der polizeibekannte Fahrer (48) wurde festgenommen und der PKW sichergestellt.

Das Fahrrad konnte dem rechtmäßigen Eigentümer wieder übergeben werden. Weitere Ermittlungen dauern an.“ 

Fahrräder und E-Bikes – in der Innenstadt von Aachen abgestellt – werden bisweilen eiskalt geklaut. Jetzt ist endlich mal ein Dieb an einem GPS-Tracker gescheitert.

Ein GPS-Tracker verhindert nicht den Diebstahl, kann aber hilfreich sein, dein Eigentum wiederzuerlangen. Der Sender übermittelt ständig Standortdaten z.B. auf dein Handy und kann so für eine polizeiliche Fahndung behilflich sein. 

Weitere Informationen gibt es bei der Polizeilichen Kriminalprävention unter Telefon: 0241 9577-34401.

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Seuchen, ansteckende Krankheiten.

Was nun die Seuchen betrifft, oder allgemein die ansteckenden Krankheiten, dann gehören sie bekanntlich zu den drei Problemen, die Jahrtausende lang die Menschen in Massen vom Leben zum Tod befördert haben. Wie es Kinder in der Schule lernen, so ist es auch: Hunger, Krieg und eben die Krankheiten waren es, die massenhaft Menschen töteten. 

Millionen starben wegen schlechter Ernten, Kriege konnten quasi jederzeit ausbrechen und Landschaften entvölkern. Und ansteckende Krankheiten rafften wellenartig 10, 20 oder mehr Prozent einer Bevölkerung dahin. Bis vor relativ kurzer Zeit dachte man noch, Kriege, Hunger und Krankheiten seien nun mal von Gott geschickt, und dagegen könne man nichts machen. Jedenfalls: Alles, was dagegen unternommen wurde – hauptsächlich beten – half kein bisschen. 

Heute wissen wir: Der Hunger ist besiegbar, zahlenmäßig mehr Menschen sterben heute, weil sie viel zu viel essen, als dass Menschen verhungern. Und Kriege sind ebenfalls nach heutigen Ansichten nicht von Gott oder sonstigen (bösen) Geistern geschickt, sondern das Ergebnis von Versagen der Politik, das sich hätte vermeiden lassen. Seuchen sind das Ergebnis schlechter Gesundheitspolitik, und sobald eine ausbricht werden die Verantwortlichen gesucht und benannt und ihre Fehlentscheidungen angeprangert. 

Eine Epidemie konnte in früheren Jahrhunderten jederzeit ausbrechen. Etwa  ab 1330 überflutete – aus dem Orient kommend – der sogenannte Schwarze Tod ganz Europa und Nordafrika. Kein Mensch hatte Flöhe und Ratten auf dem Schirm und konnte sich vorstellen, dass die etwas in sich trugen, unsichtbar klein, was den Tod von Dorf zu Dorf und in die Städte brachte. 200 Millionen Menschen sollen damals an der Pest gestorben sein. 

Millionen starben, keiner wusste wieso eigentlich. Massengebete, Prozessionen, Pogrome – alles blieb völlig ohne Wirkung auf die Seuchen. Von Bakterien und Viren hatte keiner Kenntnis. Auch die Pocken brachen aus, dieselbe Ahnungslosigkeit herrschte, Zehntausende Leichen lagen auf den Straßen rum. Die Ureinwohner der heutigen USA und Mexiko wurden halbiert. Grippe und Masern erledigten den Rest – nahezu komplett. 

Grippe, Tuberkulose und Syphiliserreger rafften später ebenfalls Menschen dahin, töteten zehnmillionenfach. 1918 dann der nächste Höhepunkt: die Spanische Grippe. Zwischen 50 und 100 Millionen Menschen starben in weniger als einem Jahr.

Solche Seuchen-Tsunamis gab es alle paar Jahrzehnte. 

Und dann war plötzlich Schluss: Medikamente, Impfstoffe, bessere Hygiene,  gute Gesundheitssysteme und Antibiotika usw brachten die Wende. Gegen die Pocken wurde sogar so umfassend geimpft, dass es eines Tages  (2014 ) hieß, die Pocken seien vom Erdball verschwunden und die Impfungen wurden eingestellt. 

Wenn jetzt neue Seuchen auftreten, weiß man, was los ist und was zu tun ist. Und es kam bisher nicht vor, dass Gegenmaßnahmen nicht eingeleitet wurden. Manche spät zwar, fast schon zu spät, aber dann doch. Es waren: 

2002/2003 SARS
2005 die Vogelgrippe,
2009/2010 die Schweinegrippe,
2014 Ebola.

sowie AIDS Anfang der 1980er Jahre. Und jetzt Corona. Mit dieser Seuche haben wir gerade jetzt zu tun.

Bis auf Corona wurden die Seuchen erfolgreich an der Ausbreitung gehindert, ja, auch die AIDS-Epidemie ließ sich verlangsamen. Medikamente bewirkten, dass AIDS jetzt nicht mehr zwingend tödlich ist. AIDS ist eine chronische Krankheit geworden. 

Ansteckende Krankheiten töten heute immer noch viele Menschen, aber bei weitem nicht mehr so viele wie die Pest oder die Spanische Grippe dies taten. Die Wissenschaftler kommen jedem neuen Erreger schnell auf die Spur. Mehr als 2 Jahre dauert es nicht, dass die Mechanismen, Funktionsweisen und Spezifika eines Erregers gefunden werden und Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Insofern können wir gespannt sein, wie es mit Corona weitergeht, insbesondere in Aachen. Wie mir scheint, haben hier leider sehr viele Leute keine Ahnung davon, was das Wort exponentiell bedeutet..

Wird ergänzt und fortgesetzt.

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Auf Twitter gelesen: Derzeit werden nun leider viele Kettenbriefe, Fake news oder Hoax zu Covid_19 verbreitet – mit angeblichen ärztlichen oder universitären Insiderinformationen. Bitte beachtet in diesen Zeiten vor allem eins: Viren und Fake news lassen sich nur stoppen, wenn man diese nicht weitergibt.

Still ruht der . . . Hangeweiher, das Freibad von Aachen. Wir haben kein Foto, das die Corona-Krise illustrieren könnte.
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