Stadtmöblierung: Info-Säulen für Aachens Plätze

Noch stehen die Stahlschränke nicht, und man soll Neuerungen nicht niederschreiben, bevor man sie gesehen hat. Also geht es hier lediglich um eine Ankündigung von etwas, das kommen wird. Ein weiteres Stück Aachener Stadtmöblierung nämlich.

Info-Stahlschränke, Stelen, Chronoskope: Gemeint sind Säulen, die mit Bildern, kurzen Filmen und Texten über die Geschichte bestimmter Teile von Aachen informieren. Im öffentlichen Raum. Die Säulen, angeblich 250 Zentimeter hoch und 60 Zentimeter breit und 50 Zentimeter tief, werden mitten in der Innenstadt – also rund um Dom und Rathaus – aufgestellt. Sie werden, so war bei der jüngsten Sitzung des Planungsausschuss zu erfahren, 226.000 Euro kosten. Bezahlt von uns Steuerzahlern natürlich. 

Wer spätestens am 30. April auf dem Markt herumläuft, auf dem Katschhof, dem Münsterplatz, Hühnermarkt und im Hof, der wird sie sehen. An jeder Säule kann man sich in drei verschiedenen Höhen informieren. Die Teile, so zeigte es die  Präsentation diese Woche im Planungsausschuss, sind schwarz und leuchten oben ein bisschen. 

So, wie die da rumstehen, werden sie eine echte Herausforderung für aggressive Nachtschwärmer darstellen. Und man kann nur hoffen, dass sie im Boden gut verankert sein werden. Irgendwelche Bekloppte werden nämlich bestimmt versuchen, die Teile umzulegen. Hunde werden sie bepinkeln und Jugendliche sie beschmieren. Na ja. Paten sollen noch gefunden werden, die sich ehrenamtlich um die Pflege der Objekte kümmern.

Im Planungsausschuss hat die Münchener Ausstellungsmacherin Monika Müller-Rieger die Objekte vorgestellt. Dort stimmten nur zwei Ratsmitglieder gegen das Projekt, zwei enthielten sich. Jetzt muss das Projekt noch im Stadtrat eine Mehrheit finden. Davon kann allerdings ausgegangen werden. 

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Stadtmöblierung
sehr informativ:
https://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=11949&options=4

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Ankündigung: Europa-Veranstaltung im Krönungssaal

Ich bin diese Woche Samstag in Aachen im Krönungssaal, um mir da eine Veranstaltung mit dem Präsidenten des Europaparlaments und dem FAZ-Journalisten Frank Schirrmacher anzuschauen: http://www.fes.de/aktuell/documents%202014/140215_EU_Aachen.pdf
Anmeldung nur noch bis morgen, vielleicht mag eine/r von euch ja auch.

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Klaus Dauven stellt in Aachen aus

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„Raum für Kunst“ in der Elisen-Galerie in Aachen

Raum für Kunst

Da kommt Freude auf: Eine bessere Leiterin für den wunderschönen „Raum für Kunst“ in der Aachener Elisen-Galerie hätten die leitenden Herren der Sparkasse Aachen kaum finden können. Helga Scholl (Foto) ist eine kompetente Kunsthistorikerin, Kuratorin, Kunstkritikerin und privat ein sehr umgänglicher Mensch.
Mit einem Knaller beginnt sie ihre Zeit im „Raum für Kunst“, dessen Programm sie künftig maßgeblich mitbestimmen wird. Ausgestellt sind noch bis zum 21. März Arbeiten des Künstlers Klaus Dauven.
Dauvens Leinwände sind Mauern, meistens sehr, sehr große, wie die Mauern von Talsperren. Dort „malt“ er, indem er mit einem Reinigungsgerät den Dreck wegnimmt. Es entstehen helle Bereiche auf den behandelten Flächen, die von weitem betrachtet werden müssen und dann ein Bild ergeben. Seine Methode ist „wegnehmen statt auftragen“. In der hiesigen Region gibt es von ihm eine Arbeit auf der Staumauer der Oleftalsperre.
Das Verfahren hat er im Prinzip auch bei den Bildern angewendet, die jetzt in Aachen zu sehen sind. Vorlage ist hier eine mit schwarzem Staub bedeckte Fläche, in die er mit dem Staubsauger helle Linien gezogen hat. Es entstehen Bilder, die ganz düster sind. Alles Architekturen, die ganz das Gegenteil von dem vermitteln, was die Freunde von bunten Blumenwiesen in der Kunst suchen. Klar geometrisch sind die Kunstwerke angelegt.

Wer sich die Sachen ansehen möchte, kann das dienstags, donnerstags, freitags und samstags machen, jeweils von 12 bis 17 Uhr. Klaus Dauven wird am Donnerstag, 20. Februar, um 19 Uhr über seine Kunst und seine weiteren Projekte sprechen.

Hier gibt es weitere Infos, und man kann sich zu ein paar tollen Fotos klicken. http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Dauven

http://www.heimat.de/raum_fuer_kunst/

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Baulücken füllen. Innenstadt als Wohnraum.

Die Tendenz ist klar und belegt: Immer mehr Menschen wollen in den Innenstädten wohnen – wegen der guten Infrastruktur, der kurzen Wege und vielen Kontakte. So auch in Aachen.

Macht es da wirklich noch Sinn, große Neubaugebiete zu planen? Wie dies in Aachen derzeit im Norden Richterichs vorgesehen ist? Wohnraum für 3000 Menschen soll dort ja angeblich in den nächsten 15 Jahren entstehen. Heute ist dort ein ländliches Idyll.

Die Verfasserin dieser Zeilen ist Fan von Neubauprojekten aller Art. Sei es eine neue Autobahn, Brücke, Wohngebiet, Talsperre oder ein Einkaufszentrum: Wenn die Bagger kommen wird Neues langsam Wirklichkeit und lässt sich im Entstehen beobachten. Hach.

Aber jenseits vom positiven Bauchgefühl muss auch der Verstand befragt werden. Und da kommen doch Zweifel auf. Wer sich einmal in Aachen auf Baulücken konzentriert, dem wird noch so einiges auffallen. Die Menschen, die in die Innenstadt ziehen wollen, sind meistens ältere Leute. Würde man nun die Baulücken füllen mit altengerechten Wohnungen, so ließe sich dieser Bedarf bestimmt befriedigen.

In der StädteRegion stehen dann die Häuser der in die Innenstadt verzogenen Senioren leer. Sollte man die nicht den jungen Familien anbieten, mitsamt einem für die Sanierung überaus günstigen Kredit von unser aller Sparkasse? Ich meine, das sollte man mal durchrechnen.

Um die Existenz von Baulücken zu beweisen, könnte man in der Innenstadt leicht innerhalb von zwei Stunden 50 Areale fotografieren, Lücken zwischen zwei Gebäuden. Meist ist dort außer einem flachen Geschäft nach dem Krieg nichts hochgezogen worden. Als Beispiel sehe man sich die Großkölnstraße an, wo auch noch das unsägliche Pfeiffer-Gebäude (leer) eine Hässlichkeit allererster Güte darstellt.

Statt Wohnghettos anzulegen und den ohnehin schon massiven Flächenverbrauch in NRW zu fördern: Freiflächen schonen. Und auf ein „Preuswald Nummer 2“ verzichten.

*
Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik sind es die Angehörigen der gehobenen Mittelschicht, die es stark in die Innenstädte zieht. Diese Menschen leiten damit einen Image-Wandel des Innenstadtwohnens ein.

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Institut_für_Urbanistik
http://www.difu.de/presse/2013-12-17/neuigkeiten-aus-der-forschung-rund-um-die-stadt.html

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Was es in Aachen geben sollte. Folge 4: Shareeconomy

Tja, ich muss zugeben, dass mir zu „Shareeconomy“ kein deutsches Wort einfällt. Es ist aber etwas, das wohl alle, die mit dem Internet aufgewachsen sind, kennen und schon praktizieren.

Manche gehen davon aus, dass sich der Wohlstand einer Gesellschaft erhöht, je mehr geteilt wird. Aber auch, wenn sich der Wohlstand nicht erhöht, wenn er also gleich bleibt, plädiere ich für eine Gesellschaft, in der das Teilen und Mitbenutzen wichtig sind und gefördert werden. Da sollte Aachen die Initiative ergreifen und Vorreiter werden.

Man kann Gegenstände mit anderen teilen, außerdem Wissen, Ideen und Erfahrungen. Wie auch immer: Das Teilen-Können gehört zu einer postmaterialistischen Welt.

Das Ford-Forschungsinstitut in Aachen ist insofern dabei, als es zusammen mit möglichst vielen Menschen seine Produkte verbessern will. Zusammen darüber nachdenken, was einem Auto fehlt und die Umsetzung den Ingenieuren überlassen. Die Idee wird prämiert. . . das machen die bei Ford in Aachen. Die Idee ist wichtig, aber allein die Umsetzung schafft den Wert.

Online-Verleihsysteme müssten eingerichtet werden. Aber auch Gebäude, beispielsweise das leerstehende ehemalige Arbeitsamt mitten in der Aachener Innenstadt (Adresse: An den Frauenbrüdern) müssten zu Tauschbörsen umgestaltet werden. Dabei sollen dort NICHT Teile abgeladen werden, die ein Haushalt vielleicht nicht mehr braucht und bequem entsorgen will. Nein, die Teile müssten eine Prüfung überstehen und dann zum Ausleihen zur Verfügung gestellt werden. Wer ausleiht und einen Gegenstand in sehr gutem Zustand wieder zurückbringt, sollte (wie bei ebay) eine Bewertung erhalten, für jeden einsehbar.

Das ist alles sehr einfach: Musik kann man teilen, Texte, Links sich zuschicken. Aber was ist mit den anderen Sachen, die die meiste Zeit zuhause ungenutzt herumliegen oder stehen? Gemeint sind hier nicht die Erinnerungsstücke, heißgeliebte Einzelteile, die man unbedingt immer bei sich haben möchte. Kamera und Auto kann auch kaum einer teilen. Geschenkt. Aber all der andere Krempel bis hin zum teuren Armreifen.

„Sharing is caring“ lautet die Devise. Es geht um die Entwicklung in Richtung „Teil- und Tauschgesellschaft“. Digitale Inhalte und Gegenstände aller Art kann man mit anderen teilen. Motto: „Nutzen statt besitzen“. Dazu gehört auch die Einrichtung von Coworking-Büros, also Gemeinschaftsbüros mit mehreren Arbeitsplätzen, die leicht von Menschen genutzt werden können, die gleichwohl nicht in einer gemeinsamen Firma arbeiten. Warum nicht einen Coworking-Raum in der Jakobstraße einrichten? Und einen in Burtscheid. Diejenigen, die solche Büros kennen und nutzen (in Berlin) schwärmen davon.

Ich möchte mich jetzt nicht darüber auslassen, ob der Impuls, etwas mit anderen zu teilen, angeboren ist. Aber die in Berlin lebende Maike Gossen könnte da bestimmt helfen und der Shareeconomie in ihrer alten Heimatstadt beispielhaft zum Durchbruch verhelfen. Sie hat zu dem Thema wissenschaftliche Erkenntnisse geschaffen und gesammelt.

Nachbarschaftshilfe war gerade unseren Vorfahren nichts Fremdes. Auch nach den beiden Weltkriegen muss es zu so etwas wie Shareeconomie schon gekommen sein. Diese Angewohnheiten der Alten kennen wir aus Erzählungen, es ist aber – wie so vieles – verloren gegangen.

siehe auch http://www.nachbarschaftsauto.de
http://www.frends.de
http://www.kleiderkreisel.de

Achtung: Hier geht es nicht um Ökologie. Eine schöne Handtasche oder ein Buch von München nach Aachen und zurück zu schicken, zwecks dem Ausleihen für kurze Zeit, das belastet die Umwelt. Es geht um Gemeinschaftssinn, um Nachbarschaftshilfe.

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Was es in Aachen geben sollte. Folge 3: Willkommenskultur

Aachen ist im Grunde eine gastfreundliche Stadt. Hier sei an die hunderte Springreiter, Pferdeknechte, Wagenlenker, Dressurreiter aus aller Herren Länder, die zumindest früher allesamt während der Reitturnier-Woche in privaten Haushalten untergebracht wurden, erinnert. Es waren viele.

Außerdem hat die Stadt als Ziel einer der größeren Heiligtumsfahrten eine lange Tradition darin, Fremde zu empfangen. Man ist hier ein wenig mehr daran gewöhnt, Fremde bei sich aufzunehmen als anderswo. An diese Tradition sollte angeknüpft werden.

Aachen sollte ein Programm auflegen: „Offenheit gegenüber Migranten“. Das sollte alles ehrenamtlich geschehen, und ich glaube, die Bereitschaft dazu ist vorhanden. Es sollte Gruppen geben, die unter dem Motto „Wir gehen mit“ die Migranten beim Gang zu den Ämtern und Behörden begleiten (die Idee ist bei der Piratenpartei abgeschaut). Einige Aachener haben als Studenten im niederländischen Vaals gelebt und wissen, wie es ist, wenn man in Bank und Behörde kein Wort versteht. Überhaupt hat ja Aachen allein schon als Grenzstadt Erfahrungen mit „Fremden“.

In den Ämtern müssten dann Zug um Zug mehr Menschen mit Migrationshintergrund eingestellt werden. Also nicht nur bei der Müllabfuhr. Auch die Schulen und die Medien müsste die Kampagne erreichen. Denn an eine ausgewachsene Kampagne, die Aachen über Deutschland hinaus bekannt machen kann, denke ich.

Die Willkommendkultur, die man übrigens auch aufbauen kann, wenn noch gar nichts vorhanden ist, signalisiert Migranten, dass sie erwünscht sind und dass es für sie in Aachen Perspektiven gibt. Es muss in den Familien zum guten Ton gehören, dass mehrfach im Jahr eine ausländische Familie eingeladen wird.

Um die Kampagne zu starten, müssen sich die „Einheimischen“ in Arbeitsgruppen treffen. Sie müssen sich gut informieren über die Gewohnheiten, Sitten und Gebräuche der Ankömmlinge. Ankömmlinge meint Asylbewerber, Flüchtlinge, noch gar nicht integrierte Ausländer genauso wie hochqualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland.
Es muss eine Wertschätzung dessen erarbeitet werden, was Ankömmlinge für die Stadt leisten können. Es muss Freude an einem Zuwachs an Internationalität entstehen. Viel mehr Hilfen beim Sprachenlernen und beim Einleben in die hiesige Gesellschaft muss es geben.

Die Kampagne muss die Bürgerinnen und Bürger packen, sie muss Freude machen und selbstverständlich von allen ganz und gar freiwillig mitgetragen werden. Sie muss von ernsthaften Menschen professionell geplant werden und bei der Polizei, in Kitas und Schulen, in den Bereichen Kultur, Medien und Behörden einen starken Widerhall finden.

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Das möchte nicht jeder wissen

Das Coming-out von Ex-Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger ist Top-Thema in der deutschen und englischen Presse. Soweit ich sehe, wird es in Spanien ignoriert. Und in Italien soll es die größtmögliche Beleidigung sein: schwul.

Ich bin mir nicht sicher, ob es mit Arroganz zu tun hat. Aber: Ich will nicht wissen, wen und wie der Thomas Hitzlsperger fickt. Es interessiert mich nicht. Aber er zwingt mich, das zu wissen. Mit welchem Recht?

Ich erzähle ja auch nicht überall, wie ich gern ficke.
Wann werden wir soweit sein, dass alle die sexuelle Orientierung eines Prominenten nicht interessiert? Mich interessiert die sexuelle Orientierung von Thomas Hitzlsperger nicht. Warum wird es mir trotzdem erzählt?

Alle Welt fordert, dass sich jetzt noch mehr Starfußballer outen. Dass sie sagen, ob sie heterosexuell, bisexuell, homosexuell oder was weiß ich sind. Wo soll das hinführen? Kein Grund zur Freude, wenn sie das täten, finde ich.

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Was es in Aachen geben sollte. Folge 2: Kostenlos surfen

Was Aachen ja dringend braucht, als Hochschulstadt und überhaupt, das sei hier noch schnell eingeschoben: Kostenloses Surfen überall.

Es ist eine Forderung, die man in Aachen nicht massiv genug vertreten kann. Am besten sollten alle Parteien, die im Mai in den Stadtrat kommen wollen, und obendrein noch der Aachener Bischof sie vertreten. Verdammt noch mal, das liegt doch so was von auf der Hand.

Dass es relativ leicht möglich ist, haben mir technisch Versierte schon mehrfach versichert. Leute, die es wirklich wissen.
Mit Freifunk, Hot-Spots in der ganzen Stadt, da lässt sich leicht was bauen. Und das funktioniert dann noch besser als in Berlin, wahrscheinlich.
Zum Informieren mal hier weiterlesen: http://blog.freifunk.net und im Leverkusener Teil des Kölner Stadtanzeigers hier: http://mobil.ksta.de/leverkusen/initiative-freifunk-surfen-auf-dem-weihnachtsmarkt,23742680,25668940.html

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Was es in Aachen geben sollte. Folge 1: Nacht-Bürgermeister

Den Björn Jansen, der jetzt in Aachen Oberbürgermeister-Kandiadt der SPD ist, kenne ich nicht, aber mit seiner Kandidatur steht er komplett auf verlorenem Posten.

Nur: Auch als von vornherein feststehender Loser kann er natürlich die Finger in die Wunden legen und es mit ein paar Vorschlägen bei bestimmten Bevölkerungsschichten krachen lassen. Piraten versuchen das auch so, wenn sie irgendwo als chancenlose Bürgermeister kandidieren.

Der Aachener OB hat sich beispielsweise in Sachen Club-Szene klar auf die Seite der Anwohner gestellt. Die sollen ihre Ruhe haben, nicht aus der Innenstadt wegziehen – in ruhigere Wohngebiete. Ich bin ja selbst Innenstadt-Bewohnerin (wie etwa 40.000 andere) und für uns wird wirklich viel getan.

ABER: Der Gegenkandidat kann sich, da ohnehin Verlierer, auf die Seite der vielen Studenten und jungen Menschen stellen. Auch die vielen Singles in der Single-Hochburg Aachen sind ja eher feierfreudige Leute. Und warum sollte Björn Jansen die Wiederbelebung der Party-Szene nicht zu einem seiner Hauptthemen machen?

Es ist doch tatsächlich so, dass es mit der Szene-Kultur in der alten Kaiserstadt seit etwas mehr als zehn Jahren krass abwärts geht. Wo will ich denn, wie noch vor Jahren beispielsweise im Westbahnhof, bis 4 Uhr morgens tanzen und abfeiern? Wo, verdammt noch mal? Ich erinnere mich noch sehr gut, wie die Leute in der Jakobstraße sonntags gegen 4 Uhr morgens nach Hause kamen, in fast jedes Haus einer/eine. Heute sind dort ab 22 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt.

Wiederbelebung des Aachener Nachtlebens könnte eine Forderung sein, von wem auch immer. Demnächst folgt hier ein kleiner Text über die nächste mögliche Forderung im Wahlkampf, die da lautet „Kein Kind ohne Mahlzeit“.

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