Irgendjemand ist hier anscheinend sehr wütend gewesen. Warum?Auf dem Ostfriedhof von Aachen befinden sich die Gräber von Franz Oppenhoff (Oberbürgermeister), Felix Kreusch (Dombaumeister), aber auch das Grab vom Nazi-Oberbürgermeister Quirin Jansen. Beide Fotos: Stadt Aachen
Der ganze Ostfriedhof steht seit 1988 unter Denkmalschutz. Er ist in letzter Zeit seltsamerweise Zielobjekt von Vandalismus und Zerstörungswut. Was macht einen an einem Friedhof wütend? Missfällt der Blumenschmuck? Die Beleuchtung oder die altmodische Einfassung der Gräber? Die Mitarbeiter*innen des Aachener Stadtbetriebs stehen vor einem Rätsel.
„Erneut ist ein historisches Grabdenkmal auf dem Ostfriedhof zerstört worden“, so wurde jetzt mitgeteilt. Der Stadtbetrieb habe das verwüstete Grab am Montagnachmittag bei einem Kontrollgang entdeckt. „Es macht uns fassungslos, mit welcher brachialen Gewalt diese Schandtaten verübt werden“, sagt Wolfgang Berg, Bereichsleiter Friedhofwesen und Krematorium des Stadtbetriebs.
Mehr als 100 Jahre war das historische Denkmal, das jetzt so herb beschädigt wurde, alt. Der Grabstein war mit einem Aufsatz und einem Hochkreuz versehen und insgesamt rund vier Meter hoch. Das Kreuz muss mit entsprechendem Kraftaufwand umgestoßen worden sein, sodass es auf die Gruftplatte fiel, die, wie auch der Grabstein, in viele Teile zersprang. Haben vielleicht Heranwachsende ihre Kräfte gemessen? Wäre da nicht ein Fitness-Center der passendere Ort?
Schon vor einigen Tagen hatte die Polizei mitgeteilt: Insgesamt wurden nach derzeitigem Kenntnisstand im Zeitraum vom 23. Dezember 2022 bis 9. Januar 2023 genau 17 Gräber „offensichtlich unter Einsatz massiver Gewalt“ beschädigt sowie mehrere Grabtafeln zerschlagen.
In den letzten drei Jahren waren über Fördermittel des Landes NRW und Eigenaufwendungen der Friedhofsverwaltung knapp 80.000 Euro in die Restaurierung auf dem Ostfriedhof geflossen. Zeugen, die sachdienliche Hinweise auf die Täter*innen geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Rufnummer 0241/ 9577-33201 oder unter 0241/ 9577-34210 zu melden.
Es kommentiert unser Mitarbeiter Johann Gottfried Seume mal ganz generell: „Privilegien aller Art sind das Grab von Freiheit und Gerechtigkeit.“
Nachts schlugen Unbekannte Löcher in die Glasscheibe der Geschäftsstelle der Grünen.Es wollte anscheinend jemand seiner Wut über die Räumung des Dorfes Lützerath Ausdruck verleihen. Ein emotionaler Ausbruch, den man sich verbieten sollte. Die Kosten übernimmt aber bestimmt eine Versicherung.
„Grüße aus Lützi“ stand – in blauer Schrift – quer über den Scheiben, als jüngst nachts eine grüne Landtagsabgeordnete und die Polizei zur grünen Geschäftsstelle in die Franzstraße gerufen wurden. Es hatte mindestens vier schwere Hammerschläge gegen die Scheiben gegeben, die Anwohner müssen etwas gehört haben. Die Scheibe hat jetzt Löcher.
Die Grünen sind entsprechend not amused. Sie haben im Landtag zusammen mit der CDU für das völlig überflüssige Abbaggern des Dorfes Lützerath gestimmt. Unter dem Dorf befindet sich jede Menge Braunkohle, pures Gift für das Klima (wenn die Kohle in Strom umgewandelt wird). Bei der CDU in Aachen in der Martinstraße gab es ebenfalls Schmierereien. „Lützi lebt“, steht dort – in blauer Schrift – auf der Wand.
Ein Tipp: Statt eine Glasfront zu beschädigen kann man auch am heutigen Samstag, 14. Januar, ab 12 Uhr mittags an einer Demonstration teilnehmen. Es wird allerdings ziemlich kalt sein, windig, und mit Regen muss auch noch gerechnet werden. Man hat schon unter besseren Umständen demonstriert.
Die Demonstration wird veranstaltet von „Alle Dörfer Bleiben“, dem BUND, Greenpeace und weiteren NGOs sowie diversen Aktivist*innen. Die Bundesvorsitzende der Piratenpartei, Anne Herpertz, wird gemeinsam mit weiteren Pirat*innen um 12 Uhr an der Demonstration teilnehmen. Treffpunkt ist vor der Bäckerei Laumanns (An St. Kreuz 7) in Erkelenz-Keyenberg (4 km von Lützerath entfernt). Dort startet auch die Demo.
Hier wurde mehrmals kräftig zugeschlagen. Es kommentiert unser Mitarbeiter Friedrich Schiller: Wo rohe Kräfte sinnlos . . . usw.
Tja, das haben die Wissenschaftler*innen mal wieder nicht kommen sehen: Deutschland wächst, man muss derzeit bereits von 84 Millionen Menschen ausgehen. Dabei hieß es vor ein paar Jahren noch, die Bevölkerungszahl gehe langsam zurück, es werde speziell immer weniger Kinder geben. Man machte sich Sorgen und Zeitschriften formulierten 2015 solche Fragen: Sind die Deutschen in 400 Jahren ausgestorben? und Sterben die Deutschen wirklich aus?
Alles Quatsch, wie jetzt herauskommt. Auch Aachen wächst, derzeit freut man sich über steigende Kinderzahlen. Und diese Kleinen stehen mit ihren Eltern vor den Kitas und wollen/sollen rein. Aachen müsste jetzt den ein oder anderen Kindergarten bauen, doch die aus allen Fugen geratene Baubranche lädt dazu überhaupt nicht ein. Die Preise sind praktisch nicht mehr kalkulierbar.
Wenn aber eine Kita mal eröffnet wird, ist es immer sehr die Frage, ob der Betrieb auch umfassend stattfinden kann. Es fehlt an Personal. In 56 städtischen Kitas sind derzeit 60 Vollzeitstellen nicht besetzt. In den Kitas der anderen Träger (Kirche, AWO) sieht es nicht besser aus.
Das wurde hier alles mehrfach berichtet. Für die, die am Thema besonders interessiert sind, s. unten zwei Weiterleitungen zu interessanten Zusatzinfos.
Umfassende Berichterstattung in der örtlichen Presse. Dort gibt es allerdings oft eine Bezahlschranke. Verständlich, denn von irgendwas müssen die Blattmacher*innen auch leben.
Aachen möchte eigentlich allen Kindern (konkret: 97 Prozent) zwischen 3 und 6 Jahren einen Kita-Platz anbieten. In manchen Stadtvierteln klappt das auch beinah schon, in anderen aber nicht. Ein Beispiel: In Rothe Erde/Ostviertel gibt es nur für 74,4 Prozent der Kinder (über 3) einen Platz in einer Kita. Der Rest muss irgendwie anders betreut werden und hat entsprechend – weil ohne professionelle Förderung in einer Kita – von Anfang an schlechte Karten im Leben.
In den Grundschulen setzt sich die Benachteiligung fort: zu wenig Lehrer*innen, zu wenig Platz in Gebäuden aus den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts usw. Kein Wunder, dass diese Kids als junge Erwachsene bisweilen wütend sind und die Gesellschaft diese Wut auch spüren lassen.
Die Ferien sind zu Ende und schon fordert wieder die Personalnot in den Kitas unsere ganze Aufmerksamkeit. Zur Erinnerung: Es gibt zu wenig Erzieherinnen, zu wenig Kinderpflegerinnen, zu wenig Alltagshelferinnen in den Kitas. Etliche Einrichtungen können den Kleinen deshalb das volle Programm nicht mehr bieten.
Viele Erzieherinnen orientieren sich beruflich neu, andere werden pensioniert, wieder andere werden krank oder schwanger. Kräfte aus Spanien konnten nicht gehalten werden, wollten nicht in Deutschland bleiben. Berufsrückkehrer zeigten bisher wenig Neigung, die Arbeit in einer Kita wieder aufzunehmen. Lehrer*innen, Logopäd*innen usw. wollen sich dem Stress mit den Kids erst recht nicht aussetzen. Hinzu kommt, dass bei uns ausländische Abschlüsse in dem Bereich oft nicht anerkannt werden.
Es leiden die Erzieherinnen/das Personal, die (berufstätigen) Eltern, die sich nicht mehr darauf verlassen können, dass ihr Nachwuchs betreut wird und natürlich die Kinder, die ein Recht auf eine qualitätsolle Betreuung haben.
Ob städtische Kita oder kirchliche oder die eines anderen Trägers (AWO): Überall ist das Personal unvorstellbar knapp, das verbliebene Personal macht darauf aufmerksam. Hier: Kita Mataréstraße
Das sieht alles nicht gut aus. Und wenn ihr, liebe Leserinnen und Leser ein paar Stunden die Woche Zeit habt, geht doch mal in den nächstgelegenen Kindergarten und bietet eure Mitwirkung an. Als Vorleser*innen zum Beispiel oder Helfer*innen beim Lernen (Zähneputzen und Händewaschen).
Die Stadtverwaltung, die diesen schlimmen Zustand nicht verschuldet hat, reißt sich derzeit ein Bein nach dem anderen aus um an Personal zu kommen. Jetzt hat man sich entschlossen, pädagogisch-ungelerntes Personal einzustellen, und zwar sowohl solche Personen, die in den Beruf reinkommen wollen als auch solche, die keine Karriereambitionen (mehr) haben. Ob das die Lösung ist . . .?
Das Verfahren muss von der Kommunalpolitik und von der Bezirksverwaltung in Köln erlaubt werden. Am Dienstag, 17. Januar, findet deshalb in Aachen eine Sondersitzung des zuständigen Ausschuss statt.
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Falls ihr als ausgebildete Erzieherin vielleicht doch einen Wiedereinstieg in den Beruf versuchen möchtet: Im März soll im Rahmen des Konzepts „Zurück in den Beruf“ ein dreimonatiges Praktikum starten, das Wiedereinsteiger*innen anwerben und ihnen wieder Lust auf den Beruf machen soll.
Junge mit Segelschiff und Pferdefüßen. Zählt eigentlich nicht zu den Graffiti in Aachen, überrascht aber und ist schön. Name des Künstlers leider gerade entfallen (update: s. Kommentar).
Jetzt ist gerade nicht die Zeit für schöne Graffiti, bzw. man findet gerade keine wirklich coolen Graffiti mehr. Liegt vielleicht an der Jahreszeit. Was man findet, sind oft durch schlechtere Teile übermalte schöne Teile, also nur noch Reste von schönen kann man sehen.
Wäre nett, wenn ihr euch auf Facebook mal anhört, was lazy65 (Matthes Straetmans) bei „Papa auf Erkundungstour,“ Folge 17, zu sagen hat. Er war neulich im Moltkepark unterwegs. Seine Resümee: „Der Respekt vor gutgemachten Sachen in Aachen, der könnte größer sein.“
Am kommenden Mittwoch, 11. Januar, lädt die Bezirksvertretung Aachen-Mitte zu einem gemeinsamen Rundgang durch die Aachener Innenstadt mit Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen ein. Alle Bürger*innen sind herzlich eingeladen, am Rundgang teilzunehmen.
Treffpunkt ist um 15 Uhr vor dem Treppenaufgang des Rathauses am Markt. Das Ende der Veranstaltung ist gegen 16.30 Uhr bei den meffi.s in der Mefferdatisstraße geplant.
Entlang einer Auswahl aktueller und geplanter Projekte im Bezirk Mitte soll es die Gelegenheit zu einem lockeren Austausch mit der Oberbürgermeisterin und mit Vertreter*innen aus Politik, Stadtgesellschaft und Verwaltung zu zukünftigen Entwicklungen geben. In gut eineinhalb Stunden geht es durch die Großkölnstraße, zum Büchel, Bushof und in die Mefferdatisstraße.
Blick in die Mefferdatisstraße, die mitten im Kern der Aachener Innenstadt ein Ausbund an Häßlichkeit ist. Dort stimmt so gut wie nichts. Mit Sibylle Keupen, Oberbürgermeisterin von Aachen, kann man in Kürze über Teile von Aachens Innenstadt diskutieren, die seit Jahrzehnten ungepflegt und unansehnlich sind, wo sich aber noch nie was änderte. Foto: AachenNews Archiv
Der Stadtbetrieb kümmert sich um die Aachener Friedhöfe und wie diese als Parks eventuell genutzt werden können. Bäume, Wiesen, allerlei Pflanzungen werden auf unseren Friedhöfen gepflegt und teils wunderbar in Schuss gehalten. In letzter Zeit war schon von einer „parkähnlichen Atmosphäre“ die Rede, die sich herstellen ließ. Dazu gehört aber, dass kranke Bäume gefällt werden.
Die Baumunterhaltung des Aachener Stadtbetriebs beginnt in diesen Tagen mit Baumfällungen auf dem Westfriedhof. Insgesamt seien, so wird mitgeteilt, 120 Nadelbäume betroffen, größtenteils Fichten, „in einem schlechten Zustand und nicht mehr verkehrssicher“. Dadurch würden sie sowohl eine Gefahr für Besucher*innen des Friedhofs als auch für den angrenzenden Zugverkehr darstellen, heißt es in der Mitteilung.
Die Bäume seien „Flachwurzler“ und auf die oberen Bodenschichten angewiesen. Diese seien aber bedingt durch die trockenen Sommer der vergangenen Jahre zu dürr. So haben vor allem die klimatischen Belastungen zur schlechten Vitalität der Bäume geführt. Die allseits unterschätzte Klimakatastrophe schlägt also auch auf Aachens Friedhöfen zu.
Die Fläche eines Friedhofs als Park nutzen, geht das?Im Bild: der Friedhof Kolpingstraße in Brand. Foto: Stadt Aachen/Elisa Bresser
Dass eine parkähnliche Atmosphäre auf einem Friedhof entsteht (s. Foto oben, Friedhof in Brand), kommt durch die vielen Freiflächen. Die stark zunehmende Urnenbestattung führt dazu, dass zahlreiche Bereiche nicht (mehr) benötigt werden. Von „Überhangflächen“ sprechen die Expert*innen des Stadtbetriebs und erläutern in dem Zusammenhang, dass die Möglichkeit besteht, Randbereiche zu entwidmen und anderen Nutzungen zur Verfügung zu stellen.
Welche Flächen das sind, wie viele Hektar und welche Entwicklungsmöglichkeiten es dazu gibt, wird im Friedhofsentwicklungskonzept vom Stadtbetrieb erarbeitet. Am Beispiel des Friedhofs Kolpingstraße sind es gut zehn Prozent der Gesamtfläche von zehn Hektar, die unmittelbar ausgegliedert werden können, erläuterte kürzlich Wolfgang Berg, Bereichsleiter Friedhofwesen und Krematorium des Aachener Stadtbetriebs.
Weitere Bereiche zwischen den Grabfeldern sollen für Neupflanzung von Bäumen und das Anlegen artenreicher Biotopflächen genutzt werden, um so das ökologische Potenzial und die Artenvielfalt in Fauna und Flora zu stärken. „Die Grabflure bleiben selbstverständlich unangetastet“, betont Ilse Savelsbergh, Geschäftsbereichsleiterin der Grün- und Freiflächenpflege des Aachener Stadtbetriebs.
Für mehr Biodiversität und Naherholung
Ein mit rund 370.000 Euro vom Bund gefördertes Projekt hat das Ziel, die Aachener Bezirksfriedhöfe im Sinne der nachhaltigen Steigerung der Biodiversität und ruhigen Erholung zu entwickeln. Zehn dieser Bezirksfriedhöfe werden in den kommenden zweieinhalb Jahren unter diesen Aspekten genauer betrachtet. Neben dem Friedhof Kolpingstraße in Brand sind dies die Friedhöfe Nirmer Straße in Eilendorf, Friedenstraße und Verlautenheide im Bezirk Haaren, die Friedhöfe Schildchenweg, Walheim und Schleckheim im Bezirk Kornelimünster/Walheim, die Friedhöfe Hand und St. Laurentius in Laurensberg, sowie der Friedhof an der Kirche St. Martin in Richterich.
Dabei gliedert sich das Projekt in mehrere Bausteine: Der Erholungswert der Grünflächen soll mehr ins Bewusstsein gerückt werden, wobei mit einer Bürger*innenumfrage Ideen und Wünsche abgefragt wurden. Sitzgelegenheiten, kleine Spielpunkte, vielleicht ein Bücherschrank – die Ideen sind vielfältig. „Spannend ist für uns, ob die Bürgerinnen und Bürger die Veränderung mit Spielpunkten, Begrünung und Sitzgelegenheiten befürworten“, sagt Wolfgang Berg und ergänzt: „In anderen Städten gibt es ähnliche Konzepte.“
Schließlich folgen Baum- und Strauchpflanzungen sowie das Einsäen zusätzlicher Blühflächen mit heimischen Kräutern.
Die bezirklichen Friedhöfe haben mit einer Gesamtfläche von rund 42 Hektar einen Anteil von 46 Prozent an den bezirklichen Grünflächen ein großes Potenzial für die Sicherung der Biodiversität und die Minderung der Auswirkungen des Klimawandels. Und: Die Erarbeitung für die genannten Bezirksfriedhöfe stellen erst den Beginn dar: Auch für die innerstädtischen Friedhöfe wurde bereits ein Förderantrag zur Ausweitung des Projekts gestellt.
Orte der Trauer in Orte der Erholung umwandeln: In Aachen wird der Versuch gewagt.Mutig.Werden die Bürgerinnen und Bürger mitziehen?
Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing
Die Gruppe Health for Future Aachen schickte heute folgende Mitteilung (mit Foto):
Angehörige verschiedener Gesundheitsberufe fürchten um unser Wohlbefinden. Foto: Sonja Schmalen
Seit Montag ist damit begonnen worden, die Räumung des Dorfes Lützerath im rheinischen Braunkohlerevier vorzubereiten. Health for Future Aachen fordert ein Ende der Räumung und ein Abrissmoratoriumfür Lützerath. Dafür will die Bewegung am heutigen Mittwoch um 18 Uhr zusammen mit Fridays for Future und anderen Gruppen aus der Klimabewegung in Aachen am Elisenbrunnen demonstrieren. Zusätzlich wird sie am kommenden Sonntag, 8. Januar, am großen Dorfspaziergang zur Mahnwache in Lützerath teilnehmen.
Die Bewegung, in der sich Angehörige verschiedener Gesundheitsberufe für Klimagerechtigkeit und eine gesunde Zukunft einsetzen, hält es für fatal, dass in Lützerath die Konzerninteressen von RWE über die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens und wissenschaftliche Erkenntnisse gestellt werden.
„Im Gesundheitssystem sind wissenschaftliche Erkenntnisse unabdingbare Grundlage für die Gesundheit unserer Patient*innen – in der Klimapolitik sind sie unabdingbar für die Gesundheit aller Menschen. Schon heute fordern die Folgen der Klimakrise und der Verbrennung fossiler Energieträger auch bei uns in Deutschland jedes Jahr hunderttausende Todesopfer“, sagt Juliane Küchenhoff von Health for Future Aachen. Es mache sie fassungslos, dass sich die Politik entgegen den wissenschaftlichen Erkenntnissen „für die Zerstörung des Dorfes entschieden hat“.
Die Verbrennung der Kohle unter Lützerath würde dazu führen, dass Deutschland keinen gerechten Beitrag mehr zur Einhaltung der in Paris vereinbarten 1,5 Grad-Grenze leisten kann, zudem zeige eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), dass die Kohle trotz der aktuellen Energiekrise für die Versorgungssicherheit nicht gebraucht wird.
Zwischen Köln und Aachen: Dort sind gigantische tote Löcher in der Welt. Es ist unverständlich, wie Menschen so etwas jemals richtig und gesund und schlau gefunden haben. Foto: AachenNews Archiv
Der Aachener Stadtbetrieb sammelt wieder die Weihnachtsbäume ein. In diesem Jahr gibt es in der Aachener Innenstadt eine Neuerung: Die abgeschmückten Tannenbäume werden „haushaltsnah“ abgeholt. Bürger*innen können ihren Weihnachtsbaum an den Standplatz oder Bereitstellungsplatz der Abfallbehälter stellen. Bei Großwohnanlagen sollte ein gut erreichbarer Platz gewählt werden, der den Verkehrsbereich nicht einschränkt. Das teilte die Stadtverwaltung jetzt mit.
Nach kurzer Lebenszeit werden die Bäume jetzt abgeholt, sie müssen allerdings abgeschmückt sein.
Es werden nur vollständig abgeschmückte Weihnachtsbäume abgeholt; Bäume, an denen beispielsweise noch Lametta hängt, werden nicht eingesammelt. Auch Weihnachtsbäume in Säcken werden nicht mitgenommen. Das Rauslegen der Weihnachtsbäume ist am Vortag der Sammlung ab 18 Uhr gestattet.
Bürger*innen, die bereits vorher Tannenbäume zur Abholung auf öffentliche Bereiche ablegen, begehen eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeldern geahndet werden kann. Die jeweiligen Termine zur Abfuhr können dem Abfallkalender entnommen werden. Im Online-Kalender ist ein Weihnachtsbaumsymbol eingezeichnet. Wichtig: Es wird kein Vollservice bei der Weihnachtsbaumsammlung ausgeführt.
Das bedeutet, dass Weihnachtsbäume zur Abholung selbst bereitgestellt werden müssen.
2-Meter-Bäume bitte zersägen
Die haushaltsnahe Sammlung der Weihnachtsbäume ist nur mit den sogenannten Presswagen der Abfallwirtschaft möglich. Wegen der Kantenbreite der Ladeöffnung von 2 Metern Breite müssen Tannenbäume, die größer als zwei Meter sind, von den Eigentümer*innen vorher zersägt werden. Alle verfügbaren Presswagen des Stadtbetriebs werden im Zeitraum von Montag, 9., bis Freitag, 20. Januar, für die Weihnachtsbaumsammlung in der Innenstadt eingesetzt.
Die Sammelplätze in der Innenstadt, die in den vergangenen Jahren eingerichtet waren, dürfen nicht zum Ablegen von (abgeschmückten) Weihnachtsbäumen genutzt werden. Die Plätze werden vom Stadtbetrieb nicht angefahren.
Keine Änderungen in den Außenbezirken
Für die Außenbezirke gibt es keine Änderungen. Dort können die abgeschmückten Weihnachtsbäume weiterhin kostenfrei bei den Kompostcontainern oder den Recyclinghöfen an der Kellershaustraße und Camp Pirotte abgegeben werden. Eine haushaltsnahe Sammlung erfolgt dort nicht, auch, um beispielsweise den vielerorts tätigen Pfadfinder*innen die Möglichkeit der Sammlung zu überlassen.
Wie möchten sich junge Aachenerinnen und Aachener bei Themen einbringen, die ihnen wichtig sind? Antworten darauf soll die Umfrage „Mitreden in Aachen“ liefern. Interessierte können noch bis zum 15. Mai online unter www.aachen.de/jugendumfrage teilnehmen. Alle 11- bis 19-Jährigen haben in den letzten Tagen bereits eine Einladung zur Jugendumfrage per Post erhalten. Darüber hinaus sind auch junge Erwachsene über 19 Jahren herzlich eingeladen, sich zu beteiligen.
Mit nassen Füßen
Für Familien mit Kindern von ca. 7 – 13 Jahren gibt es Samstag, 2. Mai, von 14 bis 17 Uhr, Erkundung am & im Wildbach. Zu sehen sind: Weitgehend naturbelassene Landschaft, Zeugen der industriellen Vergangenheit mit Mühlen und Tuchindustrie, ein Bach in dem viel Leben steckt. Bitte mitbringen: Wasserfeste Schuhe, Handtuch, Wechselkleidung, Picknick. Start: Parkplatz Tuchwerk, Strüverweg 116. Anmeldung bis 30. April: h.heers@gmx.de oder 0172 7733 237, Kostenbeitrag: Kinder 5,-€ (eine Begleitperson frei), Erwachsene 9,- €
Seit Januar 2025 werden unter der Erde Leitungen und Kanäle erneuert. Dabei kamen überraschende archäologische Funde ans Licht: Gräber, Mauerreste und Alltagsgegenstände. Die archäologischen Arbeiten werden ab dem 29. April inklusive einiger Originalfunde im Rahmen einer Ausstellung in der Planbar, Theaterplatz 7, beleuchtet. Öffnungszeiten: dienstags bis samstags 15 bis 18 Uhr.
Zu Unrecht inhaftiert
IG Metall und Amnesty International stellen zum 1. Mai Soli-Postkarten für inhaftierte Gewerkschafter*innen zur Verfügung. In diesem Jahr richtet sich der Protest gegen die Inhaftierung von Volha Brytsikava (ehemalige Vorsitzende der unabhängigen Gewerkschaft in der Ölraffinerie Naftan; Belarus) und Lee Cheuk-yan (ehem. Generalsekretär des unabhängigen Gewerkschaftsbundes von Hongkong), die seit Jahren inhaftiert sind.
Die Postkarten liegen auf einem Infotisch in der Citykirche, Großkölnstraße, aus und können dort unterschrieben und in den gelben Amnesty-Briefkasten eingeworfen werden.
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Über4 Jahre, in denen es 300 Millionen Europäern nicht gelungen ist, den barbarischen Anführer von 150 Millionen Russen zu stoppen. „Nie mehr Krieg“, das bedeutet, dass man in der Lage ist, sich zu wehren, so dass kriegslüsterne, niederträchtige Diktatoren und Massenmörder erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Krieg zu beginnen.
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In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält künftig regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Im April steuert das Wertstoffmobil wieder die genannten Supermarkt-Parkplätze an. Hier Infos zu Terminen und Wertstoffen,Quelle: Presseamt
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org
Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.
Wer das Fahrrad meidet, noch immer im Auto unterwegs ist, für den/die ist vielleicht diese Seite interessant. Dort wird Geblitzten geholfen, Bußgelder und Flensburg-Punkte anzufechten. In Aachen fordern 5 feste Blitzen zum Langsam-fahren auf. Eher mäßig: Unter 50 deutschen Städten landet Aachen nur auf Platz 40, wenn man die Verteilung der Blitzgeräte auf die Straßenfläche nimmt. Feste Blitzen sind außer Ecke Lothringerstraße/Wilhelmstraße:
Krefelder Straße (B57): Ecke Monheimsallee (stadtauswärts, Ampelblitzer).