Vor einem Jahr hatten wir bei AachenNews die Hoffnung, dass 2022 alles etwas besser wird. Und so ist es auch dieses Jahr, so schauen wir in Richtung 2023. Mit anderen Worten: Jammern hilft nix – wirmüssen optimistisch sein.
Das vergangene Jahr hat uns alle viel Kraft gekostet. Ein Krieg hat alles verändert, man spürte förmlich wie das Leben in rasender Fahrt eine scharfe Kurve nahm. Man musste sich festhalten, aneinander und an den eigenen rationalen Vorstellungen. Jetzt wünschen wir allen für die kommenden Tage von Herzen eine erholsame Auszeit. Gutes Essen, wenig Streit mit der Familie, frohe (!) Weihnachten!
Wir gönnen uns eine kleine AachenNews-Winterpause und melden uns zwischen den Jahren mit vorgefertigten Berichten aus der Kommunalpolitik.
Es bleibt nur noch eins zu sagen: Danke! Danke für Hinweise, Lob und Kritik, für das Vertrauen. Es ist gleichermaßen Ehre und Freude, mit euch liebe Leserinnen und Leser gemeinsam durch das Jahr zu kommen. Im nächsten geht’s weiter – vielleicht ja sogar mit noch mehr Verkehrsberuhigung, funktionierender Kinderbetreuung, mehr Wohnungsbau und Grün in der Stadt.
Eis im Hörnchen und im Becher gab es an dieser Ecke (Bismarckstraße/A’weg) bis Herbst 2020, danach war Feierabend. Aachens bestes Eis, das Delzepich-Eis, kann man seitdem irgendwo in Würselen kaufen, wir wissen auch nicht genau wo. Seit einem Monat ist an der Ecke „aiXtra“, das ist ein Mini-Supermarkt auf 130 Quadratmetern. Und das Eis kommt aus der Kühltruhe und ist am Stiel.
Benannt war damals das leckere Eis nach dem ursprünglichen Besitzer Willi Delzepich (1934-2006). „Delzepich“ oder kurz „Delze“ – das bedeutet so etwas wie ein Code für Aachener und Ex-Aachener. Jede/r, der in Aachen lebt oder irgendwann hier gelebt hat, kennt Delzepich. Also zumindest die Älteren.
„aixtra“ ist ein Maxi-Kiosk und ist geöffnet von 9 Uhr bis 3 Uhr nachts. Dort konnte man einmal extrem leckeres Eis bekommen.
Shisha Tabak und Zubehör gibt es in dem Laden jetzt, dazu Lebensmittel, Getränke, Süßigkeiten und Guthabenkarten. Tja, und 50 Meter weiter ist ein großer Netto-Laden. Da gibt es das alles auch.
Große Portionen Eis (mit Sahne) haben wir schon den ganzen Sommer über in der Bismarckstraße bei einem Italiener gekauft. Und man möchte fast sagen: Es ist mindestens genauso gut wie das Delzepich-Eis.
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Weihnachtszeit, Familienzeit. Was tun mit dem Besuch, der sich eventuell zwischen den Feiertagen angesagt hat, also zwischen Weihnachten und Neujahr? Die Museen haben eigens ein Familienprogramm aufgelegt. Sie sind in der Kalenderwoche 52 geöffnet und bieten in dieser Zeit (mit Unterstützung der Stawag AG) ein kostenloses Programm für Familien an.
Alle Aachener Museen sind mit dabei: Couven Museum, Ludwig Forum für Internationale Kunst, Suermondt-Ludwig-Museum, Zollmuseum, das Centre Charlemagne sowie das Internationale Zeitungsmuseum.
Große und kleine Leute können zum Beispiel „Auf den Spuren Kaiser Karls“ in die Zeit um 800 eintauchen, Kettenhemd, Schild und höfische Kleidung bestaunen und anfassen. Die Führung „Wohnen vor Ikea“ zeigt, wie Möbel und Einrichtungen vor 200 Jahren ausgesehen haben. In der Bürgerlichen Kunst- und Wunderkammer“ lassen sich ägyptische Mumien, Pulverflaschen, Kokosnuss-Pokal und ein ausgestopfter Hai entdecken.
Von zuhause aus kann man an einer digitalen Führung durch die Dauerausstellung des Suermondt-Ludwig-Museums teilnehmen. Wie bei einer Führung vor Ort können Fragen gestellt werden und man kann sich austauschen.
The-one-and-only-Karl ist in Aachen an jeder Ecke präsent. Im Museum am Katschhof erfahren Kinder, was es mit diesem Kaiser auf sich hat. Nach den langen Phasen, in denen in der Schule nicht besonders viel stattgefunden hat, lässt sich vielleicht die ein oder andere Bildungslücke unterhaltsam schließen. Foto. AachenNews Archiv
Die Termine im Überblick:
DIENSTAG, 27. Dezember
Museumsführung „Wohnen vor IKEA“, für Erwachsene und Kinder ab Grundschulalter, mit Belinda Petri, Uhrzeit: 12 – 13 Uhr, im Couven Museum, Hühnermarkt 17.
Kunstworkshop „Familienbande“ für Großeltern und Kinder von 6 bis 10 Jahren, Uhrzeit: 14-16 Uhr im Ludwig Forum, Jülicher Straße 97–109.
MITTWOCH, 28. Dezember
Museumsführung „Die Bürgerliche Kunstkammer“, für Erwachsene und Kinder ab Grundschulalter, mit Kustos Michael Rief, Uhrzeit: 11 – 12 Uhr, im Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstraße 18.
Schnupper-Kunstworkshop für Kinder und Jugendliche von 6 – 16 Jahren, Uhrzeit: 13-16 Uhr, mit der Künstlerin Petra Hellwig im Ludwig Forum, Jülicher Straße 97–109.
Museumsführung Zollmuseum, für Erwachsene und Kinder ab Grundschulalter, mit Peter Dinninghoff Uhrzeit: 14 – 15 Uhr im Zollmuseum, Horbacher Straße 497.
Ausstellungsführung „Ausnahmezeiten – Ein Virus übernimmt“, für Erwachsene und Jugendliche, mit Johanna Malich, Uhrzeit: 15 – 16 Uhr im Centre Charlemagne, Katschhof 1.
DONNERSTAG, 29. Dezember
Museumsführung „Vom Ereignis zur Nachricht“, für Erwachsene und Kinder ab Grundschulalter, Uhrzeit: 11 – 12 Uhr, im Internationalen Zeitungsmuseum, Pontstraße 13.
Ausstellungsführung „Belkis Ayón. Ya Estamos Aquí“, für Erwachsene und Jugendliche, mit Karl-Heinz-Jeiter, Uhrzeit: 17 – 18 Uhr, im Ludwig Forum, Jülicher Straße 97–109.
Digitale Führung zur Dauerausstellung des Suermondt-Ludwig-Museums, für Erwachsene und Jugendliche, mit Lydia Konnegen, Uhrzeit: 18 – 19 Uhr, via ZOOM / der benötigte Einwahllink wird nach der Anmeldung zugemailt.
FREITAG, 30. Dezember
Workshop „Stadt – Land – Tier“, für Eltern und Kinder ab 5 Jahren, mit Kathrin und Karl-Heinz Jeiter, Uhrzeit: 10.30 – 12.30 Uhr, im Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhemstrasse 18.
Ausstellungsführung „Die Augen der Frida Kahlo. Eine fotografische Hommage von Bert Loewenherz“, für Erwachsene und Jugendliche, für die AR-Anwendung bitte Handy mitbringen! Uhrzeit 12 – 13 Uhr, im Couven Museum, Hühnermarkt 17.
Museumsführung „Auf den Spuren Kaiser Karls“, für Erwachsene und Kinder ab Grundschulalter, Uhrzeit: 15 – 16 Uhr, mit Dr. Monika Haas, im Centre Charlemagne, Katschhof 1.
Heute ist es soweit. Die Bauarbeiten am Vennbahnweg werden abgeschlossen. Da kommt Freude auf. Das Presseamt der Stadt schickte eine entsprechende Mitteilung. Darin ist zu lesen:
Der Vennbahnweg ist auf einem rund 450 Meter langen Teilstück zwischen der Philipsstraße und einer kleinen Zufahrt am Eisenbahnweg verbreitert worden. Die Bauarbeiten können am Freitag, 23. Dezember, abgeschlossen werden. Der Fuß- und Radweg wird dann wieder auf ganzer Strecke befahrbar sein. Begonnen hatten die Bauarbeiten Anfang November diesen Jahres. Der Frost der vorigen Woche hatte die Asphaltierungsarbeiten und damit den Abschluss der Bauarbeiten um etwa eine Woche verzögert.
Das ausgebaute Teilstück ist auf eine Breite von durchgängig 3,50 Meter ausgebaut worden und hat eine ganz neue Asphaltdecke erhalten. Zudem sind 30 neue Bäume zu beiden Seiten des Vennbahnwegs gepflanzt worden.
Die Gesamtkosten des Ausbaus und der Baumpflanzungen belaufen sich auf rund 320.000 Euro. Die Kosten der Maßnahme werden zu 80 Prozent gefördert. In weiten Teilen ist die beliebte Radstrecke allerdings weiterhin sehr holperig. Wäre schön, wenn die auch noch erneuert würde.
Hier radelt es sich einigermaßen schön: auf dem Vennbahnweg. Foto: AachenNews ArchivEtwas breiter und besser befestigt: 450 Meter auf dem Vennbahnweg – das ist zumindest mal ein Anfang. Der Weg ist ansonsten eher holprig bis Brand.
Blick auf einen Teil des Geländes, das jetzt gestaltet werden soll. Foto: SEGA
Da, wo sich früher ein Parkhaus befand, wird es einmal eine Wiese geben und das ein oder andere attraktive Gebäude. Das alles muss sorgfältig geplant werden. Aber nachdem man schon mehr als 20 Jahre auf den Abbruch des häßlichsten Parkhauses der Welt hat warten müssen, fallen jetzt ein oder zwei weitere Jahre nicht besonders ins Gewicht. Unterdessen kann die Stadtverwaltung mitteilen: „Die Städtische Entwicklungsgesellschaft Aachen (SEGA) kann den Aktionsplatz an der ZwischenZeit am Büchel freigeben.“
Die Bauzäune um die Vegetationsflächen müssen allerdings noch bis Ende März stehenbleiben, „damit dort ein robuster Anwuchs des Rasens und der Wildwiesen gelingen kann“. Stadtarchäologen hätten im Rahmen der Landschaftsarbeiten einige Relikte aus dem Mittelalter neben dem Gebäude Büchel 51 gefunden und gesichert, so wird mitgeteilt: Scherben, Münzen und Mauerreste.
Das Gesicht des Büchel für die Zwischennutzung bis zur endgültigen Bebauung ab ca. 2025 ist nun sichtbar: die Wegeführung, die Sandfläche in der Mitte mit den Stelen für Hängematten, Slaglines, Sonnensegel. Die Botschaft an alle künftigen Besucher*innen lautet: „Bringen Sie Ihre Ideen und Ausstattungsgegenstände einfach mit!“ Der Schriftzug Platz für Demokratie der Bürgerstiftung Lebensraum liegt bereits und drumherum sprießt erstes Grün aus dem winterlichen Boden. Dort wird die Bürgerstiftung regelmäßig Veranstaltungen zum Thema Demokratie anbieten.
Neu ist die Fahrradbox in der Ecke zur Mefferdatisstraße. Die Anlage sei durch die Stadt Aachen mit Förderung durch die Europäische Union und das Land NRW aufgestellt worden und werde Anfang 2023 in Betrieb gehen, so wird mitgeteilt.
Das stetig wachsende Programm, die Ansprechpartner*innen und die künftigen Akteur*innen der ZwischenZeit am Büchel findet man auf www.zzab.de.
Wen es relativ unvorbereitet einmal nach Magdeburg verschlägt, der/die wird überrascht sein: Es ist eine wunderbare, sehens- und erlebenswerte Stadt. Ob dieses Gebäude (genannt: Grüne Zitadelle und Hundertwasserhaus) in Aachen Freunde und Bewunderer finden würde, eventuell als Randbebauung der neuen Büchel-Wiese, ist sehr fraglich. Auch in Magdeburg war das Bauwerk umstritten. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Domplatz und zum Landtag. Alle Fotos: Henning BrinkmannWahre Lichterfluten haben sich die Magdeburger auf den Plätzen und in den Straßen ihrer Stadt geleistet. Oben nur ein Beispiel von vielen. Ein Hotel in Magdeburg. „Ziemlich imposant“ möchte man da sagen.
Einstimmig hat es der Stadtrat beschlossen, und ob die Bürgerinnen und Bürger mitziehen, das muss sich erst noch zeigen. Die Rede ist von der sogenannten Solidaritätspartnerschaft zur Stadt Chernihiv in der Ukraine.
Der Bürgermeister dieser vom Krieg schwer in Mitleidenschaft gezogenen Stadt, Vladyslav Atroshenko, war bei der jüngsten Ratssitzung via Zoom zugeschaltet. Der Mann machte einen bedrückten, sorgenvollen Eindruck, das ließ sich nicht übersehen und ist ja auch kein Wunder. Große Teile der Infrastruktur seiner Stadt sind zerstört.
Die Stadt liegt nordöstlich von Kiew, nur 90 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Der dortige Stadtrat hat der Partnerschaft schon am 30. November zugestimmt. Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen war dabei ihrerseits via Zoom zugeschaltet. Die Solidaritätspartnerschaft mit initiiert hatte der Verein „Ukrainer in Aachen“.
Das muss manche/r noch lernen: Um sicher und frei leben zu können, muss man sich so aufstellen, dass kein Despot, Diktator oder Tyrann einer anderen Macht jemals einen Angriff wagt, bzw. nicht im Traum daran denkt.
Ob Bürgermeister Atroshenko am Donnerstag, 18. Mai, zur Karlspreisverleihung an den ukrainischen Präsidenten Volodymir Selenskyj nach Aachen kommen kann, ist noch vollkommen ungewiss. Vielleicht kann nicht mal Selenskyj selber kommen. Glaubt man den Experten, so wird der Krieg mindestens noch bis zum Sommer dauern. Vorher gibt sich Russlands Präsident Putin, der bisher schon 31 mal mit einem Atomschlag gedroht hat, nicht geschlagen. Dabei ist er mit seiner Gurkentruppe (schlecht ausgebildet, schlecht ausgerüstet, wenig motiviert) eigentlich schon jetzt komplett am Ende. Warum diese Männer nicht zu Tausenden desertieren ist ein Rätsel.
Unterdessen lädt der Kulturbetrieb der Stadt Aachen gemeinsam mit dem Verein „Ukrainer in Aachen“ alle Bürger*innen zu einem Benefitskonzert ein. Am kommenden Donnerstag, 29. Dezember, findet um 19 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) ein Freundschaftskonzert in der Klangbrücke, Kurhausstraße 1, statt. Gespielt werden klassische und ukrainische Stücke von den beiden jungen Akkordeonvirtuosen Ihor und Denys Pankiv aus Lliv, Lemberg, die bereits im Europaparlament in Straßburg und beim Jugendkarlspreis 2022 aufgetreten sind.
Zudem wird ein Gesangs-Quartett aus der Hochschule für Musik in Lliv (Lemberg) auftreten. Der Eintritt ist frei. Der Kulturbetrieb bittet jedoch um Spenden.
Vor dem Finanzamt in Aachen, Krefelder Straße. Foto: AachenNews Archiv
Der Berliner „Tagesspiegel“ hat sich neu erfunden, ist jetzt dicker und vom Format her kleiner, und bei „Bild“ und „Welt“ kündigen sich ebenfalls große Veränderungen an. Springer-Chef Mathias Döpfner spricht von „tiefgreifenden Umstrukturierungen und Kostensenkungen“. Nicht zuletzt werden in Aachen die „Nachrichten“ gänzlich von der Bildfläche verschwinden.
Offenlage: Ich liebe Zeitungen, gehöre aber nicht zur Zielgruppe der Unter-30-Jährigen. Ich bin ein Fan von Gedrucktem, lese auch gern Bücher. Ich finde die Abgeschlossenheit von Zeitungen schön, man hat etwas in der Hand, was für den heutigen Tag fertig und gut ist, was nicht mehr verändert wird. Das entspannt.
Die Plattformen im Internet dagegen sind nie am Ende, sind endlos, rastlos, der Fluß der Nachrichten geht immer weiter. Die Endlosigkeit des Netzes ermüdet.
Schon lange sieht man in Bus und Bahn niemand mehr in einer Tageszeitung lesen. Wir sind eine digitale Gesellschaft und schauen in unsere Handys auf einen nie versiegenden, riesenhaften Strom von Infos. Darunter viel Hass und Quatsch, aber auch Witziges. Das kostet Aufmerksamkeit, wer kann sich da noch konzentrieren?
Zeitungen herauszugeben (auf totem Holz) das sei umweltschädlich, hört man manchmal. Stimmt aber nicht. Das Internet ist viel umweltschädlicher, was kaum eine/r weiß.
Print hat sich bis zur Jahrtausendwende sehr gut mit Werbung finanziert. Das klappt sogar heute noch – nur eingeschränkt. Der Kleinanzeigenmarkt ist komplett weggebrochen, die Werbung ist in die sozialen Netzwerke abgewandert. Dort einzusteigen, das haben die Verleger verpasst, und ein neues Geschäftsmodel ist ihnen bis jetzt nicht eingefallen.
Dazu haben sich wegen diverser Krisen die Papierpreise fast verdreifach. Die Tageszeitung wird immer teurer. Und außerdem: Wer hat eigentlich noch die Zeit (eine knappe Stunde am Tag), so viel Text zu lesen? Lohnt es sich, eine Zeitung zu abonnieren, die man mehrmals pro Woche ungelesen wegwerfen muss? Wäre es nicht besser, die Erscheinungsweise umzustellen auf 3 mal pro Woche – montags, mittwochs und samstags?
Ein Beispiel: Baumbesetzung am Chorusberg im Februar 2021. Über Mangel an Infos konnten sich zumindest Zeitungsleser*innen nicht beklagen. Doch wer hat noch Zeit, so viel zu lesen? Foto: AachenNews Archiv
Eine Stadt oder Gemeinde ohne Tageszeitung ist eine arme Kommune. Da fehlt es an Kontrolle der Politik durch unabhängige Journalist*innen, die recherchieren, kommentieren und Anfeindungen durch Leser*innen, Geschäftsleute und Kommunalpolitiker*innen nicht aus dem Weg gehen. Die am Ende einer Ratsperiode fragen: Was ist aus den Wahlversprechen geworden? Nichts? Wurde die Gemeinde, die Stadt gut verwaltet? Wurde sie ein Stück nach vorne gebracht, sinnvoll entwickelt und modernisiert? Oder gab es Stillstand ohne Ende?
Mit der Wohngeldreform steigt die Zahl der wohngeldberechtigten Haushalte deutschlandweit von aktuell 600.000 auf rund 2 Millionen Menschen. Die Zahl der Empfänger*innen von Wohngeld verdreifacht sich hiermit. Im Rahmen der Reform wird der Wohngeldanspruch von durchschnittlich 180 Euro auf zukünftig 370 Euro im Monat erhöht.
Die Stadt Aachen arbeitet momentan daran, die zu Beginn von 2023 erwartete Flut von Antragseingängen zu bewältigen. „Es werden zahlreiche zusätzliche Stellen zur Bearbeitung der Wohngeldanträge eingerichtet sowie entsprechende räumliche und technische Voraussetzungen geschaffen“, so teilt die Pressestelle mit.
Die Wohngeldstelle Stadtmitte richtet zusätzlich eine Anlaufstelle im Verwaltungsgebäude Bahnhofsplatz auf der ersten Etage sowie eine Telefonhotline ein.
Sehr unangenehm: Voraussichtlich erst im April des kommenden Jahres wird den Kommunen die benötigte Software zur Bearbeitung der Wohngeldanträge landesweit zur Verfügung stehen. Was bedeutet, dass die Wohngeld-Anträge der Aachener Bürger*innen erst im zweiten Quartal des Jahres 2023 bearbeitet werden können. Wenn aber zum Beispiel der Wohnungsverlust droht, weil die Miete nicht mehr gezahlt werden kann oder keine Geldrücklagen zur Verfügung stehen, ist die Auszahlung eines Pauschalbetrags möglich. Auf Antrag wird die Wohngeldstelle in diesen Härtefällen Einzelfallentscheidungen über die vorläufige Auszahlung eines Pauschalbetrags treffen.
Wohngeldanträge können ab Januar 2023 in Papierform gestellt werden. Papieranträge liegen in den Foyers der Verwaltungsgebäude Bahnhofplatz sowie Katschhof aus und können dort auch jederzeit wieder abgegeben werden. Ein Download des Antrags ist zudem im Serviceportal der Stadt Aachen möglich.
Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing
Der Fachbereich Sport der Stadt weist auf die geänderten Öffnungszeiten der städtischen Schwimmbäder zu Weihnachten und zum Jahreswechsel hin: Die Elisabethhalle, die Schwimmhalle Brand und die Ulla-Klinger-Halle sind an Heiligabend, am 1. und 2. Weihnachtstag sowie Silvester und Neujahr geschlossen.
Die Schwimmhalle Süd ist am 1. Weihnachtstag geschlossen, jedoch an Heiligabend und Silvester von 7 bis 12.30 Uhr sowie am 2. Weihnachtstag und Neujahr von 10.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Die Schwimmhalle Ost steht aufgrund der Sanierung bis einschließlich 15. Januar 2023 nicht zur Verfügung.
Der Eingangsbereich der Elisabethhalle in Aachen in der Elisabethstraße unweit vom Aachener Dom: Die Halle gehört zu den wenigen in Deutschland noch erhaltenen Schwimmhallen aus der Zeit des Jugendstils, die auch heute noch in Betrieb sind. Foto: AachenNews Archiv
Schwimmen schenken
Wer sich jetzt mit der Frage herumschlägt: Was schenke ich Familie, Freund*innen, Nachbar*innen oder Kolleg*innen? dem sei folgender Vorschlag gemacht:
Der Fachbereich Sport der Stadt Aachen übermittelte AachenNews eine Idee. An den Kassen der städtischen Bäder, also der Elisabethhalle, den Schwimmhallen Süd und Brand und der Ulla-Klinger-Halle, sind Geschenkgutscheine erhältlich.
Sport, Spaß und Entspannung schenken! Vom Einzelticket bis zur großen Bonus-Plus-Karte kann man den Geschenkbetrag individuell und flexibel wählen.
Wie möchten sich junge Aachenerinnen und Aachener bei Themen einbringen, die ihnen wichtig sind? Antworten darauf soll die Umfrage „Mitreden in Aachen“ liefern. Interessierte können noch bis zum 15. Mai online unter www.aachen.de/jugendumfrage teilnehmen. Alle 11- bis 19-Jährigen haben in den letzten Tagen bereits eine Einladung zur Jugendumfrage per Post erhalten. Darüber hinaus sind auch junge Erwachsene über 19 Jahren herzlich eingeladen, sich zu beteiligen.
Mit nassen Füßen
Für Familien mit Kindern von ca. 7 – 13 Jahren gibt es Samstag, 2. Mai, von 14 bis 17 Uhr, Erkundung am & im Wildbach. Zu sehen sind: Weitgehend naturbelassene Landschaft, Zeugen der industriellen Vergangenheit mit Mühlen und Tuchindustrie, ein Bach in dem viel Leben steckt. Bitte mitbringen: Wasserfeste Schuhe, Handtuch, Wechselkleidung, Picknick. Start: Parkplatz Tuchwerk, Strüverweg 116. Anmeldung bis 30. April: h.heers@gmx.de oder 0172 7733 237, Kostenbeitrag: Kinder 5,-€ (eine Begleitperson frei), Erwachsene 9,- €
Seit Januar 2025 werden unter der Erde Leitungen und Kanäle erneuert. Dabei kamen überraschende archäologische Funde ans Licht: Gräber, Mauerreste und Alltagsgegenstände. Die archäologischen Arbeiten werden ab dem 29. April inklusive einiger Originalfunde im Rahmen einer Ausstellung in der Planbar, Theaterplatz 7, beleuchtet. Öffnungszeiten: dienstags bis samstags 15 bis 18 Uhr.
Zu Unrecht inhaftiert
IG Metall und Amnesty International stellen zum 1. Mai Soli-Postkarten für inhaftierte Gewerkschafter*innen zur Verfügung. In diesem Jahr richtet sich der Protest gegen die Inhaftierung von Volha Brytsikava (ehemalige Vorsitzende der unabhängigen Gewerkschaft in der Ölraffinerie Naftan; Belarus) und Lee Cheuk-yan (ehem. Generalsekretär des unabhängigen Gewerkschaftsbundes von Hongkong), die seit Jahren inhaftiert sind.
Die Postkarten liegen auf einem Infotisch in der Citykirche, Großkölnstraße, aus und können dort unterschrieben und in den gelben Amnesty-Briefkasten eingeworfen werden.
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Über4 Jahre, in denen es 300 Millionen Europäern nicht gelungen ist, den barbarischen Anführer von 150 Millionen Russen zu stoppen. „Nie mehr Krieg“, das bedeutet, dass man in der Lage ist, sich zu wehren, so dass kriegslüsterne, niederträchtige Diktatoren und Massenmörder erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Krieg zu beginnen.
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In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält künftig regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Im April steuert das Wertstoffmobil wieder die genannten Supermarkt-Parkplätze an. Hier Infos zu Terminen und Wertstoffen,Quelle: Presseamt
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org
Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.
Wer das Fahrrad meidet, noch immer im Auto unterwegs ist, für den/die ist vielleicht diese Seite interessant. Dort wird Geblitzten geholfen, Bußgelder und Flensburg-Punkte anzufechten. In Aachen fordern 5 feste Blitzen zum Langsam-fahren auf. Eher mäßig: Unter 50 deutschen Städten landet Aachen nur auf Platz 40, wenn man die Verteilung der Blitzgeräte auf die Straßenfläche nimmt. Feste Blitzen sind außer Ecke Lothringerstraße/Wilhelmstraße:
Krefelder Straße (B57): Ecke Monheimsallee (stadtauswärts, Ampelblitzer).