Fahrräder müssen draußen bleiben (s. Schild oben rechts). Wer auf dem Rad durch die Fußgängerzone brettert, gefährdet sich und andere. Gilt das auch für Lastenräder?
Das macht Sinn: Die Krämerstraße ist eine Fußgängerzone und Radfahrer*innen sollen dort auf keinen Fall rauf- und runterfahren. Dafür ist die Straße zu eng und tagsüber auch meist voller Menschen. Wegen der vielen Geschäfte ist es natürlich wohl erlaubt, mit einem Kraftfahrzeug vormittags alle möglichen Waren anzuliefern.
Die Krämerstraße ist übrigens nicht die einzige Fußgängerzone in Aachen, wo aus Rücksicht auf die Fußgänger*innen die Radler ihre Drahtesel schieben müssen. Doch weil Lastenräder auch Räder sind, dürfen sie ebenfalls nicht in die Fußgängerzone rein. Das macht nun keinen Sinn mehr, denn immer öfter nutzen neuerdings Lieferanten ein Lastenrad zum Transport von Waren.
Lkw dürfen rein, Lastenräder nicht? Das Problem hat die Verwaltung erkannt und so gelöst: Ein neues Straßenschild muss her und ist schon so gut wie fertig gebastelt. Das besagt, dass zu bestimmten Zeiten eben auch Lastenräder in die Straße reindürfen und wird demnächst auch aufgestellt.
Wer sich gern zu Fuß durch Aachen bewegt, der ist bei einem Fußverkehrs-Check richtig. Im Hörsaalgebäude C.A.R.L. in der Claßenstraße wurden jetzt Ergebnisse der Checker von den Fachleuten des Planungsbüros Planersocietät vorgestellt und mit Baudezernentin Frauke Burgdorff diskutiert.
Es zeigte sich unter anderem wieder, wie sehr sich Fußgängerinnen und Fußgänger von E-Rollern, Radfahrer*innen und Pkw bedrängt und eingeschränkt fühlen. Mehrfach gefordert wurde eine deutlicherer Trennung der Verkehrsbereiche und eine striktere Bestrafung derjenigen, die die Bürgersteige zuparken. Großen Raum nahm das Thema Barrierefreiheit ein.
Sogenannte Begehungen führten durch den Aachener Westen und den Aachener Osten Es gab im C.A.R.L. auch einen Ausblick auf die nächsten Schritte.
Die Mitmachaktion will mit Hilfe der speziellen Analysemethode eines Fußverkehrs-Checks die Sicherheit und den Komfort derer überprüfen, die zu Fuß in der Stadt unterwegs sind. Und das sind in Aachen überraschend viele, wie jüngst ermittelt wurde. Defizite wurden bei den Begehungen fotografiert, gute Ideen gab es reichlich. Die Checks sollen helfen, die unterschiedlichen Bedürfnisse von Fußgänger*innen zu erkennen und bewusster zu machen. Das Planungsbüros Planersocietät betreut die Stadt Aachen im Rahmen der Fußverkehrs-Checks.
Der Fußverkehrs-Check in Nordrhein-Westfalen wird seit 2019 vom Zukunftsnetz Mobilität NRW (www.zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de) jährlich an 12 Mitgliedskommunen vergeben, die sich dafür beworben haben. In diesem Jahr wurde auch Aachen ausgewählt.
Ergebnisse werden vorgestellt.
Weitere Infos zum Fußverkehrs-Check
Das Verfahren der Checks gliederte sich in drei Teile. Beim Auftakt-Workshop im August wurden gemeinsam mit den Bürger*innen thematische und räumliche Schwerpunkte auf konkreten Routen festgelegt. Die beiden Rundgänge im September vertieften die Erkenntnisse vor Ort.
Das Instrument des Fußverkehr-Checks soll die Kommunen bei der Förderung des Fußverkehrs auf kommunaler Ebene unterstützen. Es soll das Gehen stärker ins Bewusstsein von Politik, Bürgerschaft und Verwaltung rücken und seinen Stellenwert als gleichberechtigte Form der Mobilität erhöhen und stärken. Ziel sind sichere und attraktive Fußwege mit hoher Aufenthalts- und Lebensqualität.
Die Kosten für die Betreuung der Stadt Aachen durch das Planungsbüro hat das Land Nordrhein-Westfalen übernommen.
Die Hütte 16, die schon 2017 die Dimension eines kleinen Restaurants eingenommen hatte, und danach Jahr für Jahr in jeder Hinsicht über sich hinauswuchs, wird in der jetzt kommenden Weihnachtszeit im Elisengarten nicht mehr stehen dürfen. Foto: AachenNews Archiv
Die Hütte 16 wird es in der Weihnachtszeit 2022 im Elisengarten nicht geben. Das hat gestern im zuständigen politischen Ausschuss eine Mehrheit beschlossen. Die Vertreter*innen der Grünen, der Fraktion DIE Zukunft, der Linken und AfD kamen auf 9 Stimmen und überstimmten die 8 von CDU, FDP und SPD.
Die Hütte steht in einem Bereich, der nicht zum Weihnachtsmarkt gehört. Deshalb gab es Irritationen, teils zusätzlich befeuert von der lokalen Presse. Vor der Abstimmung gab es gestern eine von Besonnenheit und Sachlichkeit geprägte Diskussion, bei der man sich am Ende zumindest darüber einig war, dass für den Weihnachtsmarkt 2023 nun endlich ein neues Weihnachtsmarkt-Konzept erstellt wird. Dann mit entzerrter Buden-Aufstellung und mit einer korrekt platzierten Hütte 16.
Man fragte sich gestern, wie es eigentlich dazu kommen konnte, dass man in verschiedenen Sitzungen stets ausdrücklich „letztmalig“ eine Ausnahme beschlossen hatte. Dabei ist doch eigentlich der Märkte und Aktionskreis City e. V. (MAC) Veranstalter des Weihnachtsmarktes und muss auch den Buden ihre Plätze zuweisen. Was die Kommunikation betrifft, ist wahrscheinlich nicht alles optimal gelaufen.
In den politischen Gremien hatte es jedenfalls ordnungsgemäße Abstimmungen und die entsprechend nötigen Mehrheiten gegeben. Der Vorwurf der Vetternwirtschaft kann deshalb nicht erhoben werden. Es lief formal alles korrekt und trotzdem irgendwie schief, Einen ähnlich exquisiten Standort wie den im Elisengarten hätten andere Wirte und Händler schließlich auch gern besetzt. Statt dessen: Keine Chance. Teils bemühten sie sich erst gar nicht.
Die Politik begründete ihre jeweiligen Entschlüsse unter anderem wie folgt: Die SPD wollte jetzt zum allerletzten Mal umsetzen, was 2023 doch sowieso geändert werde. Die FDP meinte, die Hütte 16 habe nie jemand gestört und man müsse alles tun, um die Innenstadt attraktiv zu machen.
Auch ein Vertreter der CDU wollte, dass alles getan werde, „damit die Menschen in die Innenstadt strömen und Geld in der Stadt lassen“. Wegen der Zertrampelung der Grünfläche im Elisengarten erinnerte Harald Baal (CDU) daran, dass dort kürzlich noch eine Bühne und 2 Bierwagen anlässlich des September Special (organisiert vom städtischen Kulturbetrieb) gestanden habe. Auch das habe der Elisengarten verkraftet.
Alexandra Radermacher von der Fraktion Die Zukunft meinte, es müsse ein ordentliches Vergabeverfahren erfolgen mit Gleichbehandlung aller an dem bevorzugten Standort Interessierten. Dem stimmte überraschend der Vertreter der AfD ausdrücklich zu.
Der Vertreter der Grünen, Dr. Sebastian Breuer, lobte zunächst die Qualität der in der Hütte 16 angebotenen Waren. Es gehe den Grünen aber um die Transparenz. Und die habe bisher gefehlt. Immer wieder neue Ausnahmen zu gewähren, „das geht für uns nicht“. Wer seine Weihnachtsmarktbude am oder im Elisengarten aufstellen dürfe, habe einen klaren Wettbewerbsvorteil. Wie dieser Platz – wenn überhaupt – vergeben werde, dürfe nicht per Ausnahmeerlaubnis geschehen.
Jemand sagte sinngemäß, es sei wünschenswert, wenn es in all dem Weihnachtsmarkt-Remmidemmi auch eine Art Ruhezone gebe, und das sollte der Elisengarten sein. Kämmerin Annekathrin Grehling fand den Begriff „Sondergenehmigung“ nicht passend, alle fanden das Wort „Weihnachtsmarktbude“ für das Minirestaurant ganz und gar nicht passend. Jemand fand die Darstellung der Verwaltung in der Vorlage nicht zutreffend, andere fanden diese gerade sehr zutreffend. Doch es bleibt dabei: Auf die Hütte 16 muss 2022 verzichtet werden.
Zum Abschluss der Freiluftsaison lädt die Nadelfabrik am morgigen Samstag, 15. Oktober, von 17 bis 22 Uhr zum Parkleuchten in den Kennedypark ein. Das Parkleuchten feiert in diesem Jahr – nach einer unter anderem coronabedingten Unterbrechung – sein fünfjähriges Jubiläum.
Leider stecken wir in einer bisher nie dagewesenen Energiekrise, sitzen im Rollkragenpullover am Schreibtisch und suchen alles nach heimlichen Stromfressern ab. Ist das Parkleuchten im Kennedypark da noch zeitgemäß? Zugegeben, ich fand es immer schön, ziemlich beeindruckend.
Aber jetzt? Die Spülmaschine wird gar nicht mehr eingeschaltet, die Waschmaschine nur wenn ganz voll. Was ist mit Handy, Laptop, iPad und Staubsauger, mit E-Bike, E-Roller, Radio und TV? Verbrauchen alle weiter munter Strom. Beim Parkleuchten, so wird mitgeteilt, „hat der mit Konzept und Durchführung des Parkleuchtens betraute Lichtkünstler Jörg Rost die Veranstaltungstechnik in Bezug auf ihren Verbrauch hin überprüft.“ Aha. Die Beleuchtung der Bäume im Park werde ausschließlich und der Bühnenbetrieb weitestgehend mit Hilfe von energiesparsamen LED-Strahlern bewerkstelligt, so wird mitgeteilt.
Jörg Rost beschreibt sein Konzept „keineswegs als Materialschlacht“, es gehe vielmehr darum, „Akzente zu setzen“. Das hört sich an wie „Backen ohne Mehl“ oder wie „Überholen ohne einzuholen“ oder so. Energie wird da nicht gespart. Was ist zu tun? Stecker ziehen?
Och nööö!!! Nicht schon wieder eine Zeit ohne Kunst und Kultur.
Ich seh schon ein geschlossenes Theater, geschlossene Museen und Gaststätten vor mir. Alle Energie muss zum Heizen von Wohnungen, Schulen, Kitas und Krankenhäusern verwendet werden. Das kann passieren. – Geht da jemand ein Licht auf? Was denkt ihr?
Kommenden Samstag sollen Teile vom Kennedypark beleuchtet und mit „Walkacts“ bespielt werden. Es treten u.a. auf: die Stelzenläuferin Aurora, die Verwandlungskünstlerin Kascha B. und das Magier Duo C.T. Magic. Zum Abschluss tritt die Eifler Ska-Band „Keuners Tanzkappelle“ auf. Eintritt ist frei. Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann
Der Stadtrat hat ein Solarförderprogramm für Eigentümer*innen von Mietobjekten und für Unternehmen beschlossen. Die beiden Gruppen sollen stärker als bislang mobilisiert werden, auf ihren Gebäuden Solaranlagen zu betreiben. Die Stadt reagiert damit auf eine Entwicklung, die sich im Laufe des Jahres abgezeichnet hat. Dazu teilt der Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadtverwaltung mit:
Es wurden dazu von Anfang Januar bis Ende August 849 Anträge eingereicht.
499 Anträge wurden inzwischen bewilligt. Die Gesamtleistung der bisher im Jahr 2022 bewilligten Anlagen entspricht etwa 3.260 kWp (Kilowatt peak). Dies entspricht einer Gesamtmodulfläche von ungefähr 18.000 m². Dabei wurden zwölf Anlagen auf Mehrfamilienhäusern und 18 Anlagen auf Dächern von Unternehmen beantragt und mit Fördergeldern der Stadt bedacht.
Ansonsten waren es vorrangig Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die Fördergelder für die Installation von Solaranlagen beantragt hatten. Rund 350 Anträge müssen noch geprüft werden. Insgesamt erwartet die Verwaltung für dieses Jahr ein Gesamtvolumen zwischen 1.000 und 1.200 Anträge.
Es ist sinnvoll, Solarpotenziale auf den Dächern von Miethäusern vor allem in der Innenstadt und auf Gewerbegebäuden mit großen Flachdach-Hallen immer häufiger zu nutzen. Mit Blick auf die Zeit, die nötig ist, um sich für die Installation einer Solaranlage zu entscheiden, Handwerksbetriebe zu suchen und die Planung soweit voranzutreiben, dass tatsächlich Fördermittel beantragt werden können, muss diese Zielgruppe bald möglichst intensiv unterstützt werden. Nur so kann es gelingen, dass das von der Stadt Aachen zur Verfügung gestellte Förderbudget auch im Jahr 2023 ausgeschöpft wird.
Die Fachverwaltung schlägt deshalb vor, die unterstützende Beratung für die Eigentümer*innen von Mehrfamilienhäusern, vor allem auch mit Blick auf das Thema Mieterstrom, auszubauen. Das ist nur eine Hürde, die es zu überwinden gilt. Bei der Auswahl der Solaranlagen und auch bei deren Betrieb müssen steuerliche Aspekte und spezielle Meldepflichten erklärt werden. Auch Gemeinschaften von Eigentümer*innen haben besondere Fragen, die individuell beantwortet werden müssen.
Mit den vorhandenen Strukturen und Beratungsressourcen bei der Stadt ist dieser zusätzliche Aufwand nicht zu leisten. Deshalb soll die Beratung durch einen externen Dienstleister erfolgen.
Ab Mittwochmorgen, 12. Oktober, um 7 Uhr muss die Vaalser Straße aufgrund eines Wasserschadens zwischen Mauerstraße und Junkerstraße voll gesperrt werden. Das teilte jetzt die Stadtverwaltung mit.
Eine Umleitung für den Individualverkehr werde ausgeschildert, hieß es. Und: „Der Linienverkehr fährt ebenfalls eine Umleitung. Dazu wird die Haltestelle Schanz (H6) auf der Vaalser Straße an die Haltestelle Schanz (H4) Jakobstraße verlegt.“ Die Bauzeit beträgt mindestens zwei Wochen.
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Untersuchungen des Aachener Stadtbetriebs haben gezeigt, dass die Fußgängerbrücke über den Gillesbach, Wilhelm-Pitz-Weg II (B205) in einem schlechten Zustand ist. Da die derzeitige Konstruktion keinen ausreichenden Durchflussquerschnitt für zu erwartende Hochwasserabflüsse bietet, ist eine Instandsetzung nicht möglich. Das Bauwerk wird daher in versetzter Lage neu gebaut.
Die Bauarbeiten beginnen am Montag 17. Oktober und dauern voraussichtlich 10 Wochen. Die Baustellenzufahrt erfolgt über die Straße Im Gillesbachtal, sodass der Wilhelm-Pitz-Weg auf der Südseite des Gillesbachs während der Bauzeit ohne Einschränkungen weiter genutzt werden kann. Der Weg auf der nördlichen Seite des Gillesbachs muss allerdings während der Bauzeit gesperrt werden, um den Baustellenverkehr sowie den Bau des nördlichen Widerlagers sicherzustellen.
Das bedeutet, dass auch die im weiteren Bachverlauf folgende Fußgängerbrücke Wilhelm-Pitz-Weg I (B204) für den Fußgängerverkehr gesperrt werden muss.
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Die Stadt Aachen bringt die Parkpalette Kleverstraße in Burtscheid weiter auf Vordermann. Ab Montag, 17. Oktober, stehen Malerarbeiten an. Zunächst wird hierfür die komplette Fassade der Parkpalette vom Grünbelag und anderen Ablagerungen wie Graffiti befreit. Im Anschluss starten die eigentlichen Malerarbeiten. Um diese zu realisieren, muss der Aachener Stadtbetrieb vorweg das Grün um die Palette zurückschneiden und die Pflanzkübel entleeren.
Die Arbeiten werden voraussichtlich rund zwei Wochen dauern. Die Parkpalette Kleverstraße ist für diesen Zeitraum ab dem 17. Oktober komplett gesperrt.
Die Anlage war ein wenig in die Jahre gekommen und benötigte in verschiedenen Bereichen eine Auffrischung. Im vergangenen Jahr sind bereits die Stellplätze und Fahrbahnen intensiv gereinigt worden. Danach wurden u. a. die Markierungen der Parkplätze im Erdgeschoss und auf dem Oberdeck sowie die Fahrtrichtungspfeile auf dem Boden im Erdgeschoss erneuert. Die Regionetz hat zudem die Beleuchtung des dunklen Untergeschosses auf den neuesten LED-Stand gebracht.
Aachen kann sich umbenennen in Baustellencity. Überall wird etwas ausgebessert oder verschönert.
Nach einer ziemlich anstrengenden Woche nicht schlecht: Chillen in der Sonne auf dem Aachener Marktplatz.Alle Plätze besetzt. Aus der Apotheke Ecke Markt/Ponstraße ist die Gaststätte „markt 43“ geworden. Und vor der „Apotheke“ (s.u.) stehen jetzt ebenfalls Tische und Stühle.Die Stawag macht Werbung und nutzt dazu das schlechte Image eines Kriegstreibers, dem es gefällt, uns mit dem Abwurf einer Atombombe zu drohen. „Das ist kein Bluff.“Nirgendwo in Europa sei diesbezüglich die Angst so groß wie in Deutschland, konnte man neulich irgendwo lesen. Am niedrigsten sei sie in Ländern wie Polen, dem Baltikum, Tschechien und Bulgarien. „Sie kennen Putin etwas besser“, stand da.
Der Personalmangel in den Aachener Kitas ist so groß wie nie.
Erzieherinnen werden pensioniert, sind ausgebrannt, werden krank, suchen sich andere Jobs. Zudem sind viele abgeschreckt, sie glauben, dass Erzieherinnen so wenig verdienen würden, dass man mit dem Gehalt kein selbstständiges Leben führen könnte. (Das hat sich geändert: 3100 Euro Einstiegsgehalt)
So kommt es in Aachen öfter vor, dass der Kita-Betrieb nicht stattfinden kann, weil kein Personal da ist. Man spricht von einem Kita-Kollaps, der unmittelbar bevorsteht. Und das nicht nur in den Städtischen Kitas, von denen es etwas über 50 in Aachen gibt. In allen Kitas, also auch in denen von AWO und den Kirchen.
Weil die Probleme überall gleich sind, hat man sich nun Ende September zu einer Konferenz getroffen, an der alle teilgenommen haben, die in Aachen mit der Problematik zu tun haben: Vertreterinnen der Berufskollegs Aachen, Stolberg und Simmerath, die das Fachpersonal für die Kitas ausbilden, Elternvertreterinnen von Kita-Kindern, Erzieherinnen selbst, Personalräte, Vertreter*innen aus Politik (von jeder Fraktion eine Person) und Verwaltung (Frau Dezernentin Schwier, Heinrich Brötz) aus Aachen und der StädteRegion, die Träger waren dabei und ein Arzt, der schilderte, wie körperlich und psychisch belastend die Arbeit ist.
Alle haben mit dem gleichen Problem zu kämpfen: Es ist die Personalsituation in den Kindertagesstätten. Und alle waren sich einig, dass nämlich das System kurz vor dem Zusammenbruch steht.
Man muss einen Weg finden, wie die Betreuung von Kindern qualitätvoll und zeitlich umfangreich (so wie die Eltern es wünschen) stattfinden kann. Und zwar pronto. Hilferufe an das NRW-Ministerum hat man schon gestartet, aber die können sich auch keine ErzieherInnen aus den Rippen schneiden. Es wurde aber immerhin die Zahl der Ausbildungsplätze erhöht.
So kann es nicht weitergehen: Immer wieder müssen Gruppen vorübergehend geschlossen werden, Krankheitswellen verschärfen die Situation, und es ist sogar vorgekommen, dass eine Kita gleich für mehrere Tage geschlossen werden musste.
Das Thema betrifft durchaus nicht nur junge Eltern. Auch Arbeitgeber sind wenig begeistert, wenn Mitarbeiter*innen plötzlich mitteilen, sie können nicht zur Arbeit kommen, weil die Kita unvermittelt (wegen Personalmangel) geschlossen wurde. Die örtlichen Medien berichten umfassend.
Man verabredete sich bei der eingangs erwähnten Konferenz zu einer Arbeitsgruppe, um kurzfristig Maßnahmen zu finden. Die könnten in einer Art Seiteneinsteiger-Programm liegen. Personen, die gut mit Kindern auskommen, die einen guten Zugang zu Kindern haben und eine pädagogische Ader, könnte man als HelferInnen einstellen. Das Alltagshelfer-Programm soll weiterlaufen. Es gibt ja in Kitas Tätigkeiten, für die man nicht unbedingt eine langjährige pädagogische Ausbildung braucht. Da sollen die sogenannten Alltagshelfer*innen einspringen.
Die Frage aller Fragen ist: Wie bekommen wir mehr Menschen ins System? Wobei Innovation gefragt ist. Nach den Ferien schon will man damit beginnen. Der Personalmangel ist aber auf allen Gebieten/in allen Branchen groß. Ob es noch jemand gibt in Aachen, der/die zuhause sitzt und auf ein Angebot wartet? – Als Fraktion im Rat der Stadt plädiert DIE Zukunft für eine Ausweitung der Kinderbetreuung durch Tagespflegepersonen (vormals Tagesmütter genannt). Die müssten dann allerdings die Sachkosten und ihre Arbeitszeit besser finanziert bekommen (aus der Stadtkasse) als dies bisher der Fall ist. – (Dazu später mehr.)
7. Oktober. vormittags: Auf dem Gelände an der Vaalser Straße fegt gerade noch ein Arbeiter die letzten Reste etlicher gesunder Bäume zusammen. Es wurde in kürzester Zeit ein kleiner Wald abgeholzt und niemand hat sich dem in den Weg gestellt. Umweltschutz made in Aachen. Die Bäume mussten weg, weil die Firma Abiomed für die Pkw der Mitarbeiter*innen ein Parkhaus errichten will. Mehrere Baumstümpfe (r.) zeugen von einer Baufäll-Aktion, wie man sie in Aachen – mit der Billigung des Rates der Stadt – in den letzten Jahren nicht mehr gesehen hat. Weitere Bäume werden fallen.Mehr dazu ist auch in der lokalen Presse zu lesen. Es ist wenig sinnvoll, genau die vom Leben zum Tod zu befördern, die uns so gut dienen, die Schatten spenden und Luftfeuchtigkeit erhalten, die das Klima erträglich halten und der Verschmutzung der Luft entgegenwirken.
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Herbst in Aachen. Selbst wenn einem rational nicht einleuchtet, welche wichtige Funktion Bäume in einer Stadt wie Aachen haben, so sollte man sich zumindest von Farbenpracht und Anmut emotional beeindrucken lassen.
An der Vaalser Straße/Ecke Neuenhofer Weg, wenn man in die Stadt reinfährt links, werden derzeit Bäume gefällt.Hier müssen Bäume Platz machen für 250 Autos. Ein Vorgang, der nicht in unsere Zeit passt.
Die Sägen kreischen, die Bäume fallen Stück für Stück zu Boden. Heute (4. Oktober) hat an der Vaalser Straße eine Baumfäll-Aktion begonnen, wie man sie selten erlebt. Das Unternehmen Abiomed will die Produktion erweitern, will zusätzliches Personal einstellen und ihm fehlt dazu ein Parkhaus. Für dieses Parkhaus wird jetzt aus gesunden, dicken Bäume Kleinholz gemacht.
Eine Firma, die sich „Baumpflege“ auf die Lkw geschrieben hat, ist seit heute morgen zugange. Und bis gegen 16 Uhr lagen schon etliche Bäume auf dem Parkplatz, auf dem demnächst das Parkhaus errichtet wird. Von Baumschützern und Aktivisten übrigens weit und breit keine Spur.
Wegen der Fällung hatte es im Vorfeld heftige Diskussionen gegeben. Abiomed konnte mehr oder weniger gut nachweisen, dass das Parkhaus dringend gebraucht wird. Schließlich kommen etliche Mitarbeiter*innen von auswärts, teils abends zu Spätschichten, Busse fahren da nicht mehr. Auch das Parken im neuen Parkhaus am Klinikum (über 1000 Plätze) sei für Abiomed-Personal nicht nutzbar, so hieß es.
Schließlich stimmten im Stadtrat von Aachen alle Parteien (auch die Grünen) der Baumfäll-Aktion (es ist städtisches Gelände) zu. Alle? Nein, Mitglieder der Fraktion DIE Zukunft stimmten dagegen oder enthielten sich.
Jetzt ist alles zu spät. Gut 100 große und kleine Bäume werden es am Ende sein, die dem Parkhaus weichen müssen. Und das in einer Zeit, da einem von den zuständigen Stellen der Stadtverwaltung versichert wird, dass in Aachen der Baum-Verlust schneller als erwartet vonstatten geht. Viel schneller, und zwar hauptsächlich wegen Hitze und Wassermangel und anderer schlechter Bedingungen in der ungewöhnlich eng bebauten Innenstadt.
Deutlich mehr Bäume werden aus dem Stadtbild verschwinden als neue gepflanzt werden können.
Das Aachener Unternehmen Abiomed produziert medizinische Geräte, die Leben retten oder verlängern können. An der Vaalser Straße will man in jeder Hinsicht expandieren. Für die Pkw vom Personal müssen angeblich Parkmöglichkeiten geschaffen werden.
Am Grünen Weg, Höhe Hausnummer 3, ist am 11. März, ein Teil der Straße abgesackt. Es wird jetzt eine Notbaumaßnahme umgesetzt. Erste Erkenntnisse ergaben, dass in dem Bereich die Straße unterspült wurde, wodurch ein Teil der Straße einstürzte. Verletzt wurde niemand. Die Notbaumaßnahme wird bis voraussichtlich Donnerstag, 9. April, abgeschlossen sein.
OB in Haaren
Die Stadt Aachen lädt am Mittwoch, 18. März, ein zu einem Stadtteilspaziergang durch Haaren mit Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons. Beginn: 17 Uhr am Bezirksamt Haaren. Es besteht die Gelegenheit, sich vor Ort über aktuelle Themen auszutauschen und Anregungen einzubringen. Der Spaziergang endet gegen 18 Uhr am Zielort der anschließenden Sitzung der Bezirksvertretung.
Notenbasar
Am Mittwoch, 18. März, veranstaltet die Stadtbibliothek einen Notenbasar zugunsten des Fördervereins. Der Basar wird ganztägig während der regulären Öffnungszeiten der Bibliothek veranstaltet. Zum Verkauf stehen Notenhefte aus Rock, Pop, Jazz und Klassik. Alle Notenhefte werden zum Einheitspreis von 1 Euro pro Heft angeboten.
Ferienspiele
Ab sofort können Eltern und Kinder sich über www.aachen.de/ferienspiele die schönsten und spannendsten Angebote aussuchen und anmelden. Wer jetzt noch nichts Passendes gefunden hat: Das Angebot wird laufend aktualisiert und es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Im Portal finden sich auch die Einverständniserklärung und ein Datenschutzhinweis.
OB in der Kneipe
Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons setzt den persönlichen Dialog mit Aachenerinnen und Aachenern fort und lädt am Montag, 16. März, zur nächsten Kneipensprechstunde ein. Von 19 bis 21 Uhr besteht im „Last Exit“, Krakaustraße 1, die Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre direkt mit dem OB ins Gespräch zu kommen.
Dieser Tage jährte sich der Überfall zum vierten Mal. 1460 Tage, in denen es 300 Millionen Europäern nicht gelungen ist, den barbarischen Anführer von 150 Millionen Russen zu stoppen. „Nie mehr Krieg“, das bedeutet, dass man in der Lage ist, sich zu wehren, so dass kriegslüsterne, niederträchtige Diktatoren und Massenmörder erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Krieg zu beginnen.
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In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Azubi-Speed-Dating
Vom 16. bis 21. März können Schüler*innen in Aachen an Thementagen Berufe kennenlernen, ausprobieren und beim Azubi-Speed-Dating direkt mit Ausbildungsbetrieben in Kontakt treten. Am Samstag, 21. März, ist das zdi-Netzwerk Aachen und Kreis Heinsberg als Aussteller im Aquis Plaza um Einblicke in MINT-Berufe und digitale Workshops zu geben. Weiterlesen
Neue Tretroller
Ein 4. Anbieter verleiht seine E-Tretrollern ab März in Aachen. Es handelt sich um den skandinavischen Mikromobilitätsanbieter Ryde. Er erweitert das bestehende Angebot der drei, bereits in Aachen engagierten E-Scooter-Betreiber Dott, Ridemovie und VOI. Die Gesamtmenge an Leih-E-Tretrollern in Höhe von 2000 Fahrzeugen bleibt erhalten. hier.
Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält künftig regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Zwischen dem 14. und 16. April steuert das Wertstoffmobil wieder die genannten Supermarkt-Parkplätze an. Hier Infos zu Terminen und Wertstoffen,Quelle: Presseamt
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org
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Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.