Kitas vor dem Kollaps. Personalmangel ohne Ende.

Erzieherinnen und Erzieher sind mit dem Latein am Ende. Das machten sie der Politik klar, als sich die Damen und Herren jüngst in den Burtscheider Kurparkterrassen zu Beratungen trafen.

Kommt es in Aachen zum Kita-Kollaps? Das muss man sich wirklich fragen, denn viele Kitas klagen über massiven Personalmangel. Es gibt weit und breit viel zu wenig Erzieher*innen und Kinderpfleger*innen. In der StädteRegion, im Ruhrgebiet, überall. Da ist es auch egal, wohin man schaut: Ob in die Kitas der Stadt Aachen, der StädteRegion, AWO, kath. Kirche und andere – überall ist wegen Mangel an Personal die Arbeit in den Kindergärten gefährdet. 

Wie konnte es dazu kommen? Viele Erzieherinnen werden pensioniert und wollen nicht mehr länger arbeiten. Andere werden schwanger und wieder andere sind einfach ausgebrannt, krank. Corona gibt zahllosen anderen den Rest. Und es gibt auch noch das Vorurteil, dass man als Erzieher*in extrem wenig verdient. Dabei ist das längst nicht mehr der Fall. Ein Einstiegsgehalt von 3104,00 Euro ist nicht schlecht. 

Der Personalmangel ist unausweichlich, wenn in der Gesellschaft weiterhin an dem Vorurteil festgehalten wird, dass mit einem Erzieher*innen-Gehalt kein eigenständiges Leben zu finanzieren ist. Da muss sofort aufgeklärt und eine knackige Werbekampagne (auf junge Menschen zugeschnitten) gestartet werden. 

In Aachen ist es schon vorgekommen, dass eine Kita wegen Personalmangel eine Woche lang geschlossen werden musste. Andere schlossen immer mal wieder für einen Tag oder können die zugesagte Randzeiten-Betreuung nicht leisten. Das sind Zeiten, wo die Kinder besonders früh in den Kindergarten gebracht oder besonders spät wieder abgeholt werden. Es gibt ja Eltern, die z. B. von morgens 7 Uhr bis zum frühen Nachmittag arbeiten. Das ist unmöglich, wenn eine Kita erst um 9 Uhr öffnet. 

Überhaupt muss der Notstand auch mal von Arbeitgeber-Seite aus betrachtet werden. Da möchte jemand eine junge Frau beschäftigen, aber dazu kommt es nicht, weil die Frau für ihr Kind keinen passenden Platz im Kindergarten (oder in der OGS) findet. Oder weil sie immer mal wieder plötzlich einen Tag zu Hause bleiben muss. Das ist keine Seltenheit, die Arbeitgeber werden diesbezüglich sicher noch bei der Politik vorstellig werden. 

Der Kita-Kollaps geht nicht nur junge Familien etwas an. Wenn die Kitas nicht mehr funktionieren, ist auch für uns andere bald niemand mehr da, die uns in den Geschäften bedient und uns die Haare macht usw. Die Frauen müssen zu Hause bei ihren Kindern bleiben. 

***

Eine Lösung wäre es, mehr Tagespflegepersonen (vormals Tagesmütter genannt) auszubilden. Die Ausbildung dauert knapp ein Jahr und ist mittlerweile gut und vor allen Dingen intensiv. In Aachen gibt es schon über 100 Tagespflegepersonen, warum nicht noch 100 zusätzliche ausbilden?

Dagegen wird argumentiert, dass die Eltern nun mal die Kitas bevorzugen und der Elternwille muss – ohne Zweifel –  berücksichtigt werden. Die Alternative heißt aber nicht mehr: Kita oder Tagespflege? Die Alternative wird für viele lauten: Tagespflege oder gar nichts! 

Auch wird gesagt, die Tagespflegepersonen seien nicht wirklich gut ausgebildet. Eine Erzieherin lernt mehrere Jahre und wird im Praktikum angeleitet, eine Pflegeperson nur ein paar Monate, so lautet ein Vorurteil. Aber so schlecht ausgebildet sind diese Personen nicht: denn 300 Stunden Kurs plus 80 Stunden Praktikum plus Selbstlerneinheiten, dazu lernen in kleinen Gruppen mit jeweils 2 Dozent*innen. Viele bringen Vorwissen mit, nicht wenige waren mal als Erzieherinnen in einer Kita im Einsatz.

Wenn – zur Verhinderung des Totalzusammenbruchs – demnächst in den Kitas Personen eingestellt werden, die keine pädagogische Ausbildung haben, dann könnte ein Kind bei einer Tagespflegeperson zumindest gleich gut untergebracht sein.

***

OMG unterdessen melden sich 2 Erzieherinnen und meinen, das Gehalt bleibe dann auch ewig bei der Summe stehen. Es ärgert sie, dass es heißt, sie würden gut verdienen. Wenn man denn mal eine Stufe höher komme, habe man nicht mal 100 Euro mehr.

Viele Kinder hätten in der Corona-Zeit sehr gelitten, hätten Störungen, das müsse alles in der täglichen Arbeit aufgefangen werden. Hinzu komme jetzt der Krieg, „die Kinder spüren die Ängste und Sorgen von uns Erwachsenen“. Auch das müssten die Erzieherinnen auffangen, wobei sie selbst wegen Krieg und Teuerungen große Sorgen hätten.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Energiespar-Aktionstag, Bürgerforum und eine Befragung in 4 Sprachen

Das Thema „Energiesparen“ kommt einem schon zu den Ohren raus. ABER: Es ist in diesem Winter wichtiger denn je. Von Russland fest zugesagte Gaslieferungen bleiben aus. Ein bisher zuverlässiger Vertragspartner erweist sich als Kriegstreiber, Betrüger und hat jetzt sogar dem eigenen Volk den Krieg erklärt. Hunderttausende (junge) Männer sollen sich in der Ukraine totschießen lassen. Man fasst es nicht.

Zurück zum Energiesparen. Die Stadt Aachen lädt ein zu einem Energiespar-Aktionstag am Donnerstag, 29. September. Beginn: 10 Uhr am Elisenbrunnen (bis 17 Uhr). Die Veranstaltung soll Bürger*innen und Gewerbebetriebe dazu anregen, im privaten Haushalt und im Betrieb Energie einzusparen. Alle sollen weniger Gas und Strom verbrauchen. 

Die Aktion stehe in enger Verbindung mit der aktuellen Gaskrise in Deutschland und Europa, so teilt der Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadtverwaltung mit. Die Krise sei bekanntlich durch den Krieg in der Ukraine verursacht worden und die Menge an geliefertem Erdgas krass zurückgegangen.

Die Heizperiode beginnt Anfang Oktober, und das Thema bekommt eine noch größere Brisanz. Jeder Haushalt und Gewerbebetrieb ist aufgefordert, rund 20 Prozent weniger Energie als in früheren Jahren zu verbrauchen. 20 Prozent, das ist eine krasse Hausnummer! Beim Energiespar-Aktionstag wird darüber informiert, mit welchen Maßnahmen man konkret dazu beitragen kann, das gesetzte Einsparziel zu erreichen.

Irre Mengen an Energie verbrauchen Handys und Computer. Im Foto: eine Serie von Handys, aufgenommen im Museum Zinkhütter Hof in Stolberg.

***

Das Bürgerforum ist eigens dafür „erfunden“ worden, damit die Menschen in Aachen der Politik sagen können, was gut und was schlecht läuft und dringend verbessert werden muss. Meistens nimmt sogar Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen an den Versammlungen teil. Zum nächsten Bürgerforum sind die Bürgerinnen und Bürger wieder eingeladen. Es findet statt am kommenden Dienstag, 27. September, ab 18 Uhr in der Aula der Maria-Montessori-Gesamtschule, Bergische Gasse 18. 

Nach der offenen Fragerunde stellt die Bürgersstiftung Lebensraum ihr Projekt „Platz für Demokratie“ vor. In einem weiteren Tagesordnungspunkt wird der Bürgerantrag der Arbeitsgemeinschaft „Mobilität im Frankenberger Viertel“ des Vereins Frankenb(u)erger „Transformationsprozess Frankenberger Viertel“ diskutiert.

Nach Vorstellung der beiden Themen ist eine Diskussion mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur möglich, sondern ausdrücklich erwünscht. Die Politik möchte wissen, was die Menschen speziell im Frankenberger Viertel sich vorstellen und wünschen. Außerdem sollen sich die verschiedenen Interessengruppen austauschen können. Im Bürgerforum haben alle Aachener*innen die Möglichkeit, aktiv am Gespräch teilzunehmen. Jede Meinung ist gefragt.

***

Die Stadt Aachen führt aktuell im Stadtteil Driescher Hof eine empirische Bürger*innen-Befragung durch. Noch bis Mitte Oktober werden rund 3.000 Haushalte befragt, was das Viertel aus ihrer Sicht attraktiv macht, aber auch wo Verbesserungsbedarf besteht. Themenschwerpunkte sind die individuelle Wohnsituation, soziale Netzwerke vor Ort sowie die jeweils eigene Wahrnehmung des Wohnumfeldes. Die Befragung soll dazu beitragen, den Stadtteil in den kommenden Jahren gemeinsam mit den Bewohner*innen zu stärken und lebenswerter zu machen.

Die Befragung erfolgt sowohl schriftlich durch Anschreiben an die Haushalte als auch in Form von Befragungen städtischer Mitarbeiter*innen im öffentlichen Raum. Der entsprechende Fragebogen liegt in vier Sprachen vor und ist analog sowie digital ausfüllbar. 

Allgemeine Zahlen, Daten und Fakten zum Lebensraum Driescher Hof kann man im Update zum Dritten Sozialentwicklungsplan der Stadt Aachen unter www.aachen.de/sozialentwicklungsplan finden. Ansprechpartnerin vor Ort ist Quartiersmanagerin Sabine Müller vom Stadtteilbüro Forst/Driescher Hof. Infos zum Stadtteilbüro gibt es unter www.aachen.de/quartiersmanagement.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

3 Glascontainer, die keiner haben will

An diesen 3 Glascontainern in der Zeppelinstraße/Ecke Mataréstraße scheiden sich die Geister.

Wer in der Mataréstraße wohnt (u. a. die Autorin dieser Zeilen) verfolgt mit Spannung die Entwicklung des Quartiers, das außergewöhnlich dicht besiedelt ist. Es ist der untere Teil von Forst, in dem es in den letzten Jahren eine relativ große Bautätigkeit gegeben hat.

Problem: Man ist sich nicht einig, wo die 3 oben abgebildeten Container aufgestellt werden sollen. Den einen sind die Container ein Dorn im Auge. Es sammelt sich drumherum angeblich ständig Müll. Die anderen finden die Container richtig aufgestellt aber sonst das Viertel bis vor kurzem noch nicht ausreichend beachtet vom Stadtbetrieb. Das hat sich in den letzten 3 bis 4 Monaten geändert/verbessert. Der Stadtbetrieb will jetzt aber die Container woanders aufstellen.

Die Anwohner trieb das jüngst in die Sitzung der Bezirksvertretung-Mitte. Denn es steht tatsächlich die Frage im Raum: Wo sollen die 3 Glascontainer hingestellt werden? In die Zeppelinstraße oder – ganz zentral und prominent – quasi auf die Kreuzung Eisenbahnweg/Freunder Weg/Mataréstraße, mehr oder weniger vor die Einfahrt einer Tiefgarage?

Wo jetzt noch 4 Autos parken, sollen demnächst 3 Clascontainer stehen. Die Anwohner sind nicht begeistert. An der vielbefahrenen Ecke könnten Fremde ganz schnell ihren Abfall loswerden ohne erwischt zu werden, so wird befürchtet.

Die Menschen, die die Container an ihrem Platz in der Zeppelinstraße belassen wollen, überreichten den Politiker*innen eine Liste mit 54 Unterschriften (in 48 Stunden gesammelt) und stellten ihren Standpunkt in mehreren Redebeiträgen dar. Die Gegenseite hatte zwar keine Unterschriften, stellte aber auch ihren Standpunkt dar.

Entschieden wurde im Rathaus noch nichts. Aber es wäre schon ein Gewinn, wenn Stadtbetrieb und Politik verstanden hätten, dass in dichtbebauten Vierteln in puncto Sauberkeit mehr getan werden muss, als zum Bespiel da, wo viel weniger Menschen wohnen.

***

Die Mataréstraße. Links befindet sich die Montessori-Grundschule, rechts (nicht zu sehen) die berühmte Kirche St. Bonifatius von Architekt Rudolf Schwarz (s. auch hier).
Veröffentlicht unter Uncategorized | 2 Kommentare

In den Aachen-Arkaden wird wieder geimpft

In den Aachen-Arkaden, direkt gegenüber vom Bahnhof Rothe Erde, gibt es die nächste Impfung. Geöffnet: Montag bis Freitag von 10.30 Uhr bis 17.30 Uhr.

Es geht wieder los. Menschen über 60 und Personen mit Vorerkrankungen jeden Alters bekommen in Aachen/Forst den Impfstoff ihrer Wahl. In den vergangenen Tagen war zwar nicht gerade Hochbetrieb, aber die Mitarbeiter vom Roten Kreuz hatten doch gut zu tun. Man kann sich anmelden, kann aber auch spontan vorbeikommen.

Wenn die dritte Impfung gegen Corona ein halbes Jahr oder länger zurückliegt, ist eine Auffrischung ganz nützlich, sagen die Ärzte. Der Impfstoff ist jetzt an das veränderte Virus angepasst.

Zur Trierer Straße 1 in die Arkaden muss man seinen Impfpass und den Personalausweis mitbringen und vor Ort wieder ein Formular ausfüllen. Alles in allem muss man schon eine gute halbe Stunde Zeit mitbringen und darf danach keinen Sport treiben oder sich sonstwie anstrengen. Man kann sich allerdings auch bei einem niedergelassenen Arzt impfen lassen.

Infos und Anmeldung in Aachen unter drk-coronaschutzzentrum.de

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Hallo „Intellektuelle“, ihr braucht jetzt keine Briefe mehr zu schreiben

Wie merkwürdig: Der gestrigen Putin-Rede konnte man entnehmen, dass nicht so sehr ukrainische Neonazis seine Feinde sind. Nein, die Demokratien in Europa, also wir, sind Putins eigentlicher Feind.

Wir können uns darauf einstellen, dass es für uns in diesem Winter kein russisches Gas und kein Öl mehr geben wird. Und auch die kommenden Jahre nicht. Putin hasst uns offenbar schon seit Jahren, und wir haben es nicht gemerkt. „Russland ist ein zuverlässiger Partner, mit dem sich gute Geschäfte machen lassen.“ Diesen Satz hätten sicher 99 Prozent aller Deutschen noch vor einem Jahr unterschrieben. Sofern sie sich überhaupt dafür interessieren, welche Beziehungen Handel und Politik in Deutschland zum Ausland haben.

Doch damals ließ Putin schon lange die Gastanks leerlaufen – angeblich wegen Reparaturen an der technischen Anlage.

Putin können wir nie mehr etwas glauben, sehr bedauerlich. Wenn er etwas zusagt, bedeutet das noch lange nicht, dass er es auch hält. Das war bei den Sowjets anders: Wenn sie mal was unterschrieben haben, dann hielten sie sich auch dran.

Intellektuelle und Gefühlsexperten brauchen keine Briefe mehr zu schreiben oder Talkshowreden zu halten, „dass schon irgendwie Frieden einkehren würde, wenn man der Ukraine nur keine Waffen zur Selbstverteidigung gegen die Kriegsverbrechen mehr lieferte”. Das schreibt der „Checkpoint“ des Berliner Tagesspiegel ganz richtig. Und nennt auch gleich in seinem Internet-Auftritt eine wichtige Adresse.

Politiker, die Deutschland abhängig von russischen Rohstoffen gemacht haben (sehr gute „Correctiv“-Recherche hier), sollten nicht mehr das Einfrieren eines Konflikts herbeizureden versuchen. Eines Konflikts, dessen Ausbruch sie durch ihre Lobbyarbeit für den Kreml erst begünstigt haben. Dieser Krieg wird unser Alltag bleiben, solange Moskau glaubt, ihn führen zu können.

Putins Rede ins Deutsche übertragen: Hier klicken

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Eine Verbesserung, die glatt das Gegenteil ist

Heute befasst sich die Bezirksvertretung Aachen-Mitte mit der Verschönerung einer Gegend (Mataréstraße, Freunder Weg, Eisenbahnweg), das ist kein Grund zur Freude. Die Verschönerung ist nämlich gar keine Verschönerung, sondern eher das Gegenteil. Es sollen drei Glascontainer umgesetzt werden; sie sollen – ganz prominent – an der Kreuzung Mataréstraße/Freunder Weg/ Eisenbahnweg aufgestellt werden. Auf Wunsch einiger weniger Personen.

Drei Glascontainer sind es, die jetzt noch woanders (Zeppelinstraße, am Bunker) stehen und um die herum sich bisweilen etwas Müll sammelt.

Das Quartier ist dich bewohnt. Wo viele Menschen dicht beieinander wohnen, da hat man zwar immer wieder neue, nette Nachbarschaft und es existiert eine gewisse Lebendigkeit. Nur: Die Straßen müssen öfter gesäubert werden als in den Vierteln, wo nur alle 50 Meter mal ein Einfamilienhaus steht und einfach nicht so viele Menschen verkehren.

Es ist leider so: Einige Beschwerdeführer*innen konnten sich Gehör verschaffen, und was die Mehrheit gar nicht für möglich hielt: Politik und Stadtbetrieb befassten sich mit den 3 Containern und sehen sich nun offenbar zum Handeln gezwungen. Schade, schade. Man kann hier mal sehen, wie sich eine Minderheit gegen eine Mehrheit durchsetzen kann.

Die Beschwerdeführer sprachen von Bergen von Abfall und wollten sogar Drogenhändler und Ratten in großer Zahl in der Gegend beobachtet haben. Eine Wahrnehmung, die wirklich Rätsel aufgibt. Anwohner von einem neuen Wohnkomplex haben in den letzten Wochen quasi Tag und Nacht Augen und Ohren offengehalten. Aber von so viel Müll, von Drogendealern keine Spur, und auch die Ratten hat man nicht gesehen.

Wie ist das nur möglich, dass in einem Quartier zwei so unterschiedliche Erlebnisweisen vorhanden sind? Was bedeutet dieser übertriebene Schrei nach „Sauberkeit“?

Die Mataréstraße. Ganz unten sollen nun Glascontainer aufgestellt werden. Die Anwohner – insbesondere rechts – halten das für eine Maßnahme, die dem Quartier schadet. Demnächst werden nun also an 2 Stellen Tüten mit Abfall abgelegt: Am Bunker und an der Kreuzung Eisenbahnweg/Freunder Weg/ Mataréstraße.

Heute, Mittwoch, 21. September, um 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathaus in Aachen am Markt

Freunder Weg. Beide Fotos: AachenNews Archiv

Bitte lest auch den Leserbrief, der inzwischen angekommen ist. Außerdem gilt es im Hinterkopf zu behalten, dass wir alle haargenau dasselbe wollen: Nämlich dass das Quartier einigermaßen sauber ist. Nur über den Weg dahin gibt es ganz offensichtlich unterschiedliche Ansichten.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Heizlüfter? Computer sagt: nein

Ein Büro in Aachen: Wer dort arbeitet, sollte dies bei einer Temperatur von nicht mehr als 19 Grad tun. Schulen und Kitas bleiben von Einschränkungen verschont. So steht es in der neuen Energiesparverordnung der Bundesregierung.

Manche Leute sind sehr schwerfällig, wenn Umdenken erforderlich ist. Andere wiederum, von denen man eigentlich diesbezüglich keine Leistung erwartet hätte, sind plötzlich an vorderster Front – beim Energiesparen zum Beispiel.

Einige Adressen, falls sich jemand Infos wünscht:

Verbraucherzentrale NRW: https://www.verbraucherzentrale.nrw/beratungsstellen/aachen

altbau plus: http://altbauplus.info/

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: https://www.energiewechsel.de/KAENEF/Redaktion/DE/Standardartikel/Dossier/A-heizung-und-warmwasser-tipps.html

EnergieWendeBauen: https://www.energiewendebauen.de/news/de/energie_sparen_privathaushalte

RWTH Aachen: https://publications.rwth-aachen.de/record/850519

***

Die RWTH Aachen und die Fachhochschule Aachen (FH) setzen – wie die Stadtverwaltung – auf Temperaturabsenkungen in allen Gebäuden ihrer Liegenschaften und suchen nach weiteren Optionen für die Minderung des Erdgasverbrauchs, ohne dass der Lehr- und Forschungsbetrieb eingeschränkt wird.

Der Klima- und Energiebeirat empfiehlt, dass die Stadtverwaltung, dass FH und RWTH die erreichten Einsparungen fortlaufend dokumentieren und transparent an die Gebäudenutzenden und die Öffentlichkeit kommunizieren.

Der oben erwähnte Klima- und Energiebeirat hat sich intensiv mit der Erdgaskrise befasst, wie das Presseamt der Stadt mitteilt. Die Expert*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und aus namhaften Aachener Institutionen beziehen nach ihr Diskussion öffentlich Stellung: 

„Durch Russlands Angriff der Ukraine ist in diesem und im nächsten Winter mit einer spürbaren Verknappung des Erdgases in Europa zu rechnen. Auf Basis der aktuellen Szenarien der Bundesnetzagentur wird deutlich, dass der Erdgasverbrauch in Deutschland in diesem Jahr um mindestens 20 Prozent gesenkt werden muss. Ein Teil der notwendigen Einsparungen kann durch die Leistungsreduktion oder Abschaltung der Gaskraftwerke sichergestellt werden, allerdings sollte für den Schutz der heimischen Industrie und der vielen regionalen Unternehmen möglichst viel Erdgas in öffentlichen und privaten Gebäuden eingespart werden.“

Aachener Klima- und Energiebeirat

Die Fachleute teilen weiter mit, dass sie vom Einsatz von Heizlüftern dringend abraten. Heizlüfter würden nur zu einer deutlichen Erhöhung des Stromverbrauchs und zu den entsprechenden Kosten führen. Außerdem müssten Engpässe bei der Stromerzeugung oft mit Gaskraftwerken geschlossen werden und es drohten dann Komplettausfälle des Stromnetzes bei vermehrter Nutzung.

Schulen nicht betroffen

Der Energiebeirat unterstützt ausdrücklich die laufenden Bemühungen der Stadt Aachen, durch einen verbesserten Betrieb der Gebäude und durch Temperaturabsenkungen in vielen Nutzungsbereichen Einsparungen zu erreichen. Eine Raumtemperatur von 19 ° Celsius sei unter den vorliegenden Umständen in vielen Arbeitsbereichen zumutbar, „und bei geeigneter Bekleidung sind keine gesundheitlichen Belastungen zu erwarten“, heißt es dazu in der Stellungnahme des Klima- und Energiebeirats. 

Und weiter: Weil in Schulen, die immerhin 41 Prozent des Energieverbrauchs städtischer Gebäude im Bereich Wärme ausmachten, keine Temperaturabsenkung vorgegeben werden kann, seien in Schulen freiwillige Beträge und eine anwesenheitsbezogene Beheizung aller Räume erforderlich.

Warme Socken vorrätig zu haben, das kann nicht schaden. (Wie sollen wir Kälte im Bild ausdrücken, wenn es noch gar nicht richtig kalt ist?)

***

Wer mag, kann sich im Podcast des Tagesspiegel (Berlin) informieren: Wie funktioniert eigentlich Berlins Stromversorgung? Was passiert, wenn der Strom plötzlich weg ist und wegbleibt? Wie bereiten sich die Behörden vor? Und was rät ein Survival-Trainer? – zu hören genau:  hier

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Remember, remember, es ist wieder . . . am regnen

In Aachen auf dem Katschhof, zwischen Dom und Rathaus. In den Blick kommt ein Riesenrad. Es ist schön anzusehen, aber es ist auch die reine Stromfresserei. Während die Politik von den Bürger*innen verlangt, Energie zu sparen wo es nur geht, ist es weiter erlaubt, Karussell zu fahren.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Wie hättet ihr die „Büchel-Wiese“ denn gern?

Damit die sogenannte „Wiese“ am Büchel ein lebendiger Ort wird, möchte die Städtische Entwicklungsgesellschaft (SEGA) einen landschaftsplanerischen Wettbewerb ausloben. Daher findet am Freitag, 23. September, von 11 bis 17 Uhr das Planspiel „Platzreise zur Wiese“ samt Workshop statt, zu dem alle Bürger*innen eingeladen sind. Das Motto lautet: Einfach vorbeikommen und mitmachen! Eine Anmeldung ist nicht notwendig. 

Hier stand mal ein Parkhaus. Und hier wird, bevor gebaut wird, eine Zwischenlösung gesucht. Bürger*innen können Vorschläge machen.

Die Veranstaltung findet an der Büchel-Baustelle, wo einst das Parkhaus stand, statt (bei Regen in der Volkshochschule, Peterstraße 21, Raum 2.41). Ab 18 Uhr werden das Verfahren und der Ablauf des landschaftsplanerischen Wettbewerbs vorgestellt. Dabei werden gute Beispiele für Freiräume in Aachen präsentiert und die Ergebnisse des Tages diskutiert.

Beim Planspiel sammelt das SEGA-Team also die Ideen der Bürgerschaft, welchen Charakter die „Wiese“ erhalten soll. Das Ergebnis bekommen anschließend die Planungsbüros, die am Wettbewerb teilnehmen, ins Aufgabenheft geschrieben. Die SEGA wird die Besucher*innen mit einem Aktionsbus am Büchel empfangen, um dort mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Welche Visionen zur künftigen Nutzung der Grün- und Freifläche haben die Menschen? Auf diese Frage gibt es am 23. September möglicherweise ein paar spannende Anregungen. Infos zum Altstadtquartier Büchel online: www.buechel-aachen.de

Wer weitere Fragen hat, kann sich direkt an die SEGA wenden: Antje Eickhoff, Mefferdatisstraße 16-18, Tel: 0241/942605-14, E-Mail: a.eickhoff@sega.ac

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Sonntag, letzte Chance – Freibad Hangeweiher erlebte ein Rekordjahr

Jetzt ist es so weit, der Herbst ist da. Die Rollkragenpullover liegen parat und die Decken auch. Die nächsten 2 Wochen wird es Temperaturen um 15 Grad geben, abends noch weniger. Wer in froher Runde gern draußen sitzt: Heizpilze verbieten sich von selbst. Nehmt euch Decken mit.

Der Herbst ist da – das lässt sich nicht mehr leugnen. Und deshalb besteht am Sonntag, 18. September, die letzte Chance für einen Besuch des Aachener Freibads Hangeweiher. Danach schließt es für die Freibadsaison 2022 endgültig die Tore.

Damit geht eine tolle Saison zu Ende: Zwischen dem 1. Mai und dem 13. September sind insgesamt 132.513 Schwimmbegeisterte und Sonnenhungrige in Aachens Freibad geströmt. „Das ist die zweitbeste Besucher*innenzahl in den letzten zehn Jahren – nach dem Rekordjahr 2018“, hat die Stadtverwaltung ermittelt.

Das Team des Freibads Hangeweiher „freut sich schon auf die Eröffnung der Saison 2023, pünktlich am 1. Mai“, steht in der Mitteilung. Wir – bei AachenNews – freuen uns auch und danken sehr. Wir haben im Hangeweiher (mit 3 Kids) viele schöne Stunden erlebt, hatten eine ultracoole Zeit.

Aus die Maus, Ende Gelände. Die schönen Tage im Schwimmbad sind bald vorbei. Sonntag kann man zum letzten Mal reinspringen, danach ist wieder monatelang geschlossen. Foto: AachenNews Archiv
Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar