Der Roman zur Verkehrswende kommt aus Aachen

Das neue Buch von Bernd Müllender. Mit spitzer Feder und Humor geschrieben, aber ziemlich dick.

Die Zahl 38.185 wird in die Geschichte der Stadt eingehen. 38.185 Unterschriften waren es, die der Stadtverwaltung Aachen zur Prüfung bei Deutschlands erfolgreichstem Radentscheid vorgelegt wurden. „Die Zahl 38.185“, so lautet auch der Titel des neuen Buches von Bernd Müllender. Untertitel: „Ein Fahrrad-Roman aus der Autostadt Aachen“.

Der Autor (geb. 1956) ist seit Jahr und Tag bekannt als feinsinniger Chronist aus der Grenzregion. Er kennt sich in den Untiefen der Aachener Kommunalpolitik aus, schreibt mit Humor und spitzer Feder. Er ist Verfasser mehrerer Bücher, Mitarbeiter von Tageszeitung (TAZ), WDR und diverser anderer Medien. Und er ist passionierter Fahrradfahrer, der auch den Gang vor die Gerichte nicht scheut.

Während des Lockdown – so erzählte er kürzlich bei einer ziemlich unterhaltsamen Lesung in der Buchhandlung Backhaus – habe er das Buch verfasst. Es handelt vom Radentscheid, von seinen Gegnern und von denen, die ihn unterschrieben haben, von denen, die ihn eigentlich umsetzen müssten und von der Zukunft. Da fehlt es dem Autor nicht an originellen Einfällen.

Er habe „die Ereignisse wirklichkeitsnah weitergedacht“, erfahren wir und müssen schon nach dem Lesen der ersten Seiten lachen. Ja, so geht es zu im Streit zwischen fanatischen Autofans und Radenthusiasten. Müllender schildert Gespräche (auch die in der Stadtverwaltung) als sei er selbst dabei gewesen. Dabei merkt man schnell, auf welcher Seite der Autor steht – auf der Seite der Radfahrer*innen, die uns Leser*innen auch gern mal belehren, nicht auf der Seite der Fahrradhasser, die tüchtig durch den Kakao gezogen werden. 

Langsam, ganz langsam geht es voran mit der Umsetzung des Radentscheids. Sehr langsam kommt in dem Buch auch eine Liebesgeschichte vom Fleck. Der leidenschaftliche Biker Damian und die Sportwagenfahrerin Ariane mögen sich sehr, kommen aber auf 332 (!) Seiten irgendwie nicht zusammen. Am Schluss aber wohl, das darf man bestimmt verraten. 

Einige bedeutende Aachener werden namentlich erwähnt, die Oberbürgermeisterin natürlich und die Baudezernentin, die Namen vieler anderer sind erfunden, Ähnlichkeiten sind bestimmt nur Zufall. Wenn man sich in der Kommunalpolitik auskennt, kommen einem allerdings einige Herrschaften SEHR bekannt vor. Die Ansichten etlicher Leserbriefschreiber*innen finden sich wieder in dem Buch, und all die Zwergen-Aufstände in Hartmannstraße, Lütticher Straße, Lintertstraße usw. Sie werden mit Humor geschildert. 

Die TAZ hat aus dem Fahrrad-Roman („Geschichten aus der Verkehrswende“) von Bernd Müllender schon heftig zitiert, hier nachzulesen. Das Buch hat 332 Seiten, kostet 15 Euro und ist im Eifeler Literaturverlag (Verlagsgruppe Mainz)  erschienen. 

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Auf der Suche nach der Kundschaft

Traditionsgeschäfte schließen (hier: Großkölnstraße), weil bequemes Shoppen im Internet bevorzugt wird. Dazu muss es nicht kommen. Die Geschäftswelt reagiert, die Stadt macht ein Angebot.

Verschmelzung von Online- und Offlineangeboten – das ist die Zukunft der Geschäftswelt. Die Erhaltung attraktiver Innenstädte mit einem vielfältigen Sortiment ist im Interesse von uns allen. Da setzt das Förderprojekt „Smart Shopping Aachen“ mit der Onlineplattform smart.aachen-shopping.de an.

„Wir sind noch nicht am Ziel der Entwicklung unserer Onlineplattform angelangt, aber der jetzige Stand ist perfekt geeignet, weitere Erfahrungen zu sammeln und die Plattform am Markt einzuführen“, erläutert Jalina Maaßen, Projektleiterin bei der städtischen Wirtschaftsförderung und ergänzt: „Wir freuen uns über Feedback der Nutzer*innen.“

Viele Aachener Geschäfte und Gastronomiebetriebe sind dabei 

Ab sofort können die Nutzer*innen lokal bummeln und sich inspirieren lassen. Die Onlineplattform ist über smart.aachen-shopping.de erreichbar. Die Unternehmen freuen sich, mit möglichst vielen Nutzer*innen auch digital in Kontakt zu kommen und mit dem neuen Onlinetool praktische Erfahrungen zu sammeln. Das Tool ist rundum schön, muss man sagen.

Wer sich auf der Onlineplattform umschaut, wird merken: Man kann übergreifend nach Produkten, Marken, Schlagwörtern oder auch unmittelbar nach Geschäften und Gastronomiebetrieben suchen. Wer sich ein Produkt zur späteren Abholung reservieren lassen möchte, kann direkt einen Termin dazu vereinbaren – auch Beratungstermine können unkompliziert online angestoßen werden. Bei einigen Geschäften kann man sich sogar vorab über einen 360-Grad-Rundgang einen ersten Eindruck verschaffen. Die Gastronomiebetriebe bieten die Möglichkeit, sich die Speisekarte digital anzusehen.

Für die Zukunft steht die Entwicklung weiterer Funktionen, wie zum Beispiel die Chatfunktion oder auch die komplette Onlinekauf-Abwicklung, auf der Agenda.

Weitere Einzelhändler*innen und Gastronom*innen sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Zudem können sie sich kostenfrei auf der Plattform registrieren. Mehr Infos zum Projekt: www.smart-shopping-aachen.de

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Jetzt erst recht: Impfen in den Arkaden

Ganz schön viel los: im kleinen Impfzentrum in Aachen, Trierer Straße 1. Das war wieder eine ziemlich gute Idee von Dezernent Michael Ziemons, der in der StädteRegion federführend den Kampf gegen das Virus aufgenommen hat und mit seinem Team nicht vorhat, auch nur einen Millimeter vorzeitig zurückzuweichen. Er hat eine Impfmöglichkeit da geschaffen, wo noch die wenigsten Aachener*innen geimpft sind: im Ostviertel. Jetzt wurden sogar die Öffnungszeiten in den Aachen-Arkaden erweitert.

Einfach, schnell und ohne Termin kann man eine Impfung (1. oder 2. oder Booster für Ü70 und für alle, die vor mindestens 6 Monaten zuletzt geimpft wurden) in den Impfbussen oder beim Gesundheitsamt (Trierer Str. 1, Aachen) erhalten. Öffnungszeiten der Impfstelle: Montag bis Samstag, 13-19 Uhr. Die Impfung ist in jedem Fall kostenlos für dich. Mehr Infos: hier.

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Deutlich weniger Möglichkeiten gibt es nach der Neuregelung, sich testen zu lassen. Und das Testen ist jetzt auch nicht mehr für jede/n kostenlos. Am Hauptbahnhof in Aachen steht immer noch dieser Container (neben den Pferdchen oder sind es Ponys? Auf jeden Fall ist es Kitsch).

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Trotz Hinweisen: Kaum eine/r hält sich dran

Die Fußgängerzone in Burtscheid, vor 9 Uhr am Morgen. Pedaltreter müssen absteigen, Lieferwagen müssen Ladezeiten beachten. Tun sie aber nicht.

In der Kapellenstraße in Burtscheid kommt es zu immer mehr Beinah-Unfällen. Denn in dieser schönen Fußgängerzone, wo man alle Dinge des täglichen Lebens prima einkaufen kann und von Leerstand nicht die Rede ist, da brettern die Pedalritter*innen durch wie nichts. Zusätzlich verstopfen Lieferwagen – gerne auch außerhalb der Ladezeiten – die Straße. Beschwerden der Bürger*innen haben jüngst Politik und Stadtverwaltung erreicht.

Klagen gab es schon immer, doch die Situation hat sich zugespitzt (sonst würden sich auch die Bürger*innen nicht so heftig beschweren). Die Kapellenstraße hat auch deshalb so viele Probleme, weil die Cafés und Restaurants so viel Zulauf haben. Da trifft man sich und verbringt eine gute Zeit: Restaurant Ferbers, Café Lammerskötter, Lenis Laden, Piccolino, Mercado (um nur einige zu nennen).

Die Kapellenstraße ist für viele Radler eine Durchfahrtsstraße. Man müsste den Burtscheider Markt so umbauen, dass dort nur noch Fußgänger passieren können (in Richtung Dammstraße). Oder – andere Lösung – man baut direkt eine Fahrradspur mitten auf die Straße, um den Radfahrern ihren Platz zu gewähren. Es steigen ja doch immer mehr um aufs Rad, der Trend wird anhalten.

Die Fahrradfahrer*innen, das muss mal deutlich gesagt werden, machen viel falsch: Sie fahren zu schnell, besonders fahren sie oft zu schnell auf die Kreuzungen zu. Sie haben keine reflektierende Kleidung, manche haben noch nicht mal vorne und hinten Licht am Rad. Zu viele tragen keine Helme und brettern zu oft über Bürgersteige. Generell fühlen sie sich von Menschen, die zu Fuß oder im Auto unterwegs sind blöd angemacht, wenn die ihnen was hinterherrufen.

Weitere Ausführungen über Radler*innen verbieten sich an dieser Stelle, da einst nach einem – m.E. solide begründeten – Plädoyer für die Ausstattung der E-Bikes mit Nummernschildern ein AachenNews-Leser aus Oberforstbach sein Abo gekündigt hat.

Wir sind jetzt natürlich gespannt, welche Lösungen die Verwaltung für die Situation in Burtscheid vorschlägt.

Mit dem Fahrrad über das Kopfsteinpflaster fährt es sich schlecht. Da bevorzugen die Menschen auf den Rädern schon eher die glatten Steine an den Seiten. Dort geraten sie mit älteren Menschen aneinander, die nicht schnell genug zur Seite springen können.

UPDATE. Auf diesen Text haben bei Facebook mehrere Personen reagiert. Zwei erleben die Situation in Burtscheid komplett anders, als in dem Text oben dargestellt.

Christine Frels schreibt:

„Ich gehe Vormittags sehr oft mit meinen Tageskindern in die Fußgängerzone, und die Kinder können nicht dort laufen, ich schiebe sie im Wagen. Alles steht voller Autos, LKW, da ist halt Ladezeit und damit regelrecht Rushhour. Aber mit dem Fahrrad ist mir da noch selten jemand negativ ins Auge gefallen. Und ich achte darauf, weil ich in der Burtscheid Gruppe diese Diskussion schon öfter verfolgt habe und z.B. Jonas Paul die Problematik eher so wie ich sieht.

Es stimmt einfach nicht, dass sich „kaum jemand“ daran hält. Sehr viele Radler*innen steigen ab und schieben und viele fahren wenn, dann vernünftig. Rasende Radler*innen erlebe ich dort als Ausnahme, nicht als Regel! Da parken nämlich auch Privatwagen, fahren die Autos auch um 16 Uhr rein . . . Ich finde auch die Dimensionen der Ladezeiten krass. 6 Stunden Vormittags und Nachmittags nochmal 2,5 Stunden? Gerade für die Kitas und Tagespflegen ist da gefühlt immer alles voller Autos.Und das Ordnungsamt kontrolliert da sehr gerne die Regelung zum Fahrradfahren, parkende KFZ lassen sie aber unbeachtet.“

Jonas Paul schreibt:

„Christine, Du bringst es gut auf den Punkt. Bevor dem Artikel frage ich mich ernsthaft, ob Margret Vallot ein Praktikum bei Robert Esser gemacht hat. „Pedalritter“, die durch die Fußgängerzone „brettern“? Das ist nicht nur an der Realität vorbei, sondern auch eine absolut unsachliche und herabwürdigende Titulierung.

Zudem gibt es keinerlei Vorschriften, das Radfahrende „reflektierende Kleidung“ tragen müssten, oder sie nur langsam an Kreuzungen heranfahren dürften. Das als Fehler zu deklarieren, während der private Kfz-Verkehr bekanntlich in der Fußgängerzone, nicht der Lieferverkehr jenseits der Lieferzeiten, nicht einmal angemahnt wird, ist grotesk. Besonders erst krass ist der Sattelschlepper, der den Edeka beliefert und dazu ohne Einweisung, quasi blind, rückwärts durch die halbe Fußgängerzone fährt. Die Tatsache, dass sich Menschen lauthals über Radverkehr beschweren, ist übrigens kein Beweis dafür, dass das Problem tatsächlich so massiv ist, oder diese Menschen für die Mehrheit sprechen.“

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Schon mal was von Flip-Wiesen gehört? Bau dir eine!

Da kommt Freude auf. Artenreiche Glatthaferwiesen lösen – wie hier am Eurogress – das artenarme Einheitsgrün ab und bieten Insekten und anderen Kleintieren einen neuen Lebensraum mitten in der Stadt. Alle Fotos: Stadt Aachen

Grünflächen in Aachen werden bunt 

Auf umgepflügte Flächen in Aachen wird zur Zeit Saatgut ausgebracht. Diese Flächen sollen in artenreiche Wiesen umgewandelt werden. Michael Blankenheim vom Aachener Stadtbetrieb sagt: „In diesem Herbst wandeln wir 1,2 Hektar Grünfläche, meist häufig gemähter Einheitsrasen mit einigen wenigen Pflanzenarten, in artenreiche Wiesen um und arbeiten 120 Tonnen Sand und 50 Tonnen Splitt ein, damit die Wiesenpflanzen im nächsten Frühjahr gut wachsen.“ 

Der Stadtbetrieb Aachen legt die blütenreichen Wiesen in diesem Jahr an folgenden Stellen an: im Aachener Norden in Richterich, im Nordwesten am Schlangenweg, am Salvatorberg und am Bahnhof Nord, im Kennedy-Park im Aachener Osten, in Burtscheid am Wilhelm-Pitz-Weg, im Zentrum am Blücherplatz, im Aachener Westen auf dem Gelände des Westfriedhofs sowie an der Hanbrucher Straße an.

Damit verdoppeln sich die im Rahmen des Naturschutzprojekts FLIP angelegten Glatthaferwiesen auf öffentlichen Flächen auf insgesamt 2,4 Hektar. FLIP ist eine Abkürzung für den Titel „Förderung der Lebensqualität von Insekten und Menschen durch perfekte Wiesenwelten“.

Das Projekt wird vom Bund gefördert. Bis 2026 sollen möglichst viele Flächen in Stadt und StädteRegion Aachen in artenreiche Glatthaferwiesen umgewandelt werden. Wer Interesse hat, selbst eine „FLIP“-Wiese auf privaten Flächen anzulegen oder eine Patenschaft für eine öffentliche Fläche zu übernehmen, kann sich an den Fachbereich Klima und Umwelt der Stadt Aachen wenden: flip@mail.aachen.de

Der nächste günstige Zeitpunkt für eine Aussaat ist im Frühjahr 2022. 

Mehr Infos hier: www.flip-wiesen.de

Der Stadtbetrieb teilt mit: Vor der Einsaat werden die Grünflächen umgebrochen und gefräst. Häufig wird der Oberboden mit Sand und Splitt vermischt und dadurch ausgemagert. Durch die jahrzehntelange Mulchmahd, bei der die gesamte Biomasse auf der Fläche verbleibt, hat sich nämlich der Oberboden der Rasenflächen mit Nährstoffen angereichert. Dies erschwert eine Etablierung artenreicher Wiesen, die auf verhältnismäßig nährstoffarme Verhältnisse angewiesen sind.

Steckbrief zum Projekt FLIP:

Titel: Förderung der Lebensqualität von Insekten und Menschen durch perfekte Wiesenwelten

Laufzeit: April 2020 – März 2026

Gesamt-Finanzvolumen: 2,5 Millionen Euro 

Koordinierender Projektpartner: RWTH Aachen University (Institut für Umweltforschung und Lehrstuhl für Communication Science)

Verbundpartner: Stadt Aachen (Stadtbetrieb und Fachbereich Umwelt) und Städteregion Aachen (Bildungsbüro und Umweltamt)

Fördergeber: Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Quelle: Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadtverwaltung

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Wohin mit dem Rad, wenn du zur Miete in einer oberen Etage wohnst? Konzept erstellt.

An Laternen, Verkehrsschildern oder Kellerfenstern befestigt der Aachener sein Fahrrad. Die wild und wie abgeworfen abgestellten Räder sehen – (hier nicht, aber zum Beispiel auf dem Münsterplatz) – beschissen aus. Aber wohin mit dem Lastenrad, wenn man zur Miete in einer Etagen-Wohnung wohnt und das Rad nicht jeden Tag in die Wohnung oder in den Keller schleppen kann? Foto: in Burtscheid, Hauptstraße.

Gute Abstellplätze für Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes sind eine (von mehreren) Grundvoraussetzungen zum Umstieg vom Pkw auf das Fahrrad. Die Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes sind mittlerweile ganz schön teuer bzw. hochwertig, sie sollen diebstahlsicher und in der Nähe der eigenen Wohnung abgestellt werden.

Politik und Verwaltung finden den Ausbau der Abstellplätze für Fahrräder im gesamten Stadtgebiet und an Verknüpfungspunkten, wie z.B. Bushaltestellen, wichtig – auch weil ja schließlich zugesagt und beschlossen wurde, die Ziele des Radentscheids umzusetzen (Bis Ende 2027 je 5.000 Plätze an Fahrradbügeln außerhalb, sowie innerhalb des Alleenringes schaffen. Außerdem: 2.500 Plätze in bewachten Fahrradparkhäusern an Bahnhöfen sowie 2.500 überdachte und beleuchtete Plätze an weiteren Bahnhöfen und Haltestellen.)

Schon 2019 wurde entschieden, dass ein detailliertes Fahrradabstellkonzept durch ein externes Büro erarbeiten werden soll. Nach einer Ausschreibung erhielt das Büro verkehrskonzept, Aachen in Zusammenarbeit mit dem Planerbüro Südstadt, Köln den Zuschlag. Die Fachleute haben interessante Ergebnisse vorgelegt.

Über die Ergebnisse der Untersuchung wird in der nächsten Sitzung der Politiker*innen am Donnerstag, 11. November, berichtet. Die Fachleute werden die Ergebnisse des Gutachtens im Rahmen einer Präsentation vorstellen. Die Sitzung ist öffentlich, sie beginnt um 17 Uhr im Konferenzraum 1, im Eurogress, Monheimsallee.

Mehr zu der Angelegenheit ist hier nachzulesen. Dort erfährt man auch, dass das Untersuchungsgebiet groß war. Es umfasst das Gebiet innerhalb des Alleenringes, inklusive den Bereichen Claßenstraße, Intzestraße und den Vorbereich der Hauptmensa. Hinzu kommen Teile Burtscheids und Teile des Frankenberger Viertels. Ebenfalls Teil der Untersuchung waren die Ausfallstraßen, die Radvorrangrouten innerhalb des genannten Gebietes, die fünf Bahnhaltepunkte Aachens, die P+R Plätze, wesentliche Bushaltestellen mit Verknüpfungsrelevanz, sowie CarSharing – Stationen.

Beispiel am Münsterplatz. Ein Räder-Wirrwarr, das findet nicht jede/r schön:

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Zu Besuch im Piefenhäuschenweg

In diesem Weg war es früher mal schön, jetzt ist er ziemlich heruntergekommen und versifft. Das ist schade. Es hat schließlich außer Aachen bestimmt keine andere Stadt einen Piefenhäuschenweg. Dort konnte man früher wohnen, in Nähe der Gartenstraße, und fühlte sich viele Meilen entfernt von Aachen und dem Rest der Welt.
Einer von vielen geheimen Wegen in Aachen: Piefenhäuschenweg.
Draufklicken, wer wissen will, wie die Baustelle von der Burtscheider Brücke aus jetzt aussieht.
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Blogspione und andere schöne Seiten

Insider-Tipp: https://blogspione.wordpress.com

Reiseblogger, Modeblogger, Sportblogger, Koch- und Backblogger usw. – das sind alles kreative Leute, denen man gern durch ihren Blogger-Alltag folgt. Und erst die Gartenblogger! Bei den Blogspionen macht man sich wirklich rundum gute und interessante Gedanken über das Bloggen. Reinschauen lohnt sich. Besonders bei:

Spitzenblogs – besser geht es nicht (von 2020):

  • https://www.ploetzblog.de Diese Seite ist optisch rundum perfekt. Thema ist das Brotbacken, aber auf das Thema kommt es hier nicht an. Die Seite ist sehr gut strukturiert, mit schönen Texten und Fotos, Werbung ist gekennzeichnet und getrennt, Über-mich-Seite ist da und gut.
  • https://www.zuckerzimtundliebe.de
Sollte jemand Bloggs verschmähen und die Nase doch lieber in Bücher stecken: Hier eine Empfehlung. „Das Damengambit“ ist wunderschön zu lesen und stimmt dich positiv. „Dunkelblum“ von Eva Menasse ist etwas verwickelt und düster, sehr österreichisch. Und das Buch von Olaf Müller aus Aachen ist ein unterhaltsamer Krimi, der in unserer Region spielt.

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Soll man Heizpilze verbieten?

Draußen zu sitzen, das kann auch im Herbst schön sein. Um die Heizstrahler wird aller Voraussicht nach ein heftiger Streit entbrennen zwischen Umweltschützern und Gastwirten. Das Foto ganz oben im Header zeigt eine aktuelle Situation am Aachener Markt.

Ups, jetzt wird es richtig schwierig. Aachens Gastronomen wollen weiter Parkplätze am Straßenrand und auf Bürgersteigen nutzen, dort Tische und Stühle aufstellen. Und sie wollen Heizstrahler anwerfen, damit die Gäste nicht frieren. Außerdem sollen – als Windschutz – provisorische Wände aus (vermutlich) Plastik aufgestellt werden. 

Aus Parkplätzen durch Abtrennen mit Pflanzen gemütliche Gastronomiebereiche machen . . . wer wollte gegen diese Sondernutzung argumentieren? Keine/r. Draußen zu sitzen, ist ja sowieso angesagt. Wenn bald wieder alle möglichen Leute innen zusammenhocken, freut sich nur das Virus.

Aber soll die Politik in Aachen das Aufstellen von Heizstrahlern erlauben? Sie sind in vielen Städten wegen der hohen Kohlendioxidemissionen verboten.

Genau bis Ende diesen Jahres, am 31. 12. 2021, ist das alles noch erlaubt, und die Gebühren waren niedrig. Man hat es der Branche doppelt und dreifach gegönnt. Sie hatte wegen Corona unvorstellbare Umsatzeinbußen zu verkraften. Jetzt wird über eine erneute Erlaubnis diskutiert. Die Stadtverwaltung blickt zurück und zieht in ihrer Vorlage ein positives Fazit:

„Die einfache Antragsgestaltung führte dazu, dass 20 Gastronomen noch im September dieses Jahres Parkplätze für die Außengastronomie nutzten. Die Verteilung über das Stadtgebiet fiel dabei recht gleichmäßig aus. Eine Häufung in einzelnen Straßenzügen, die zu einem unvertretbaren Wegfall von Parkraum geführt hätte, konnte nicht festgestellt werden. Die Evaluation hat gezeigt, dass die Nutzung von öffentlichen Parkplätzen insbesondere auch mit Fokus auf „Einfachheit, Rückbaubarkeit, Ressourcenschonung“ ein gelungenes Modell der Erweiterung von Außengastronomie- Flächen darstellt.“

Heizstrahler seien allerdings „im Hinblick auf die klimarelevanten Aspekte“ nicht zu verantworten. Und Windschutzelemente (Plastikplanen) würden mega schlecht aussehen und sollten deshalb ebenfalls nicht genehmigt werden.  

Entscheiden müssen die von uns gewählten Aachener Politiker. Am morgigen Donnerstag, 4. November, um 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Die Sitzung ist öffentlich. Wenn allerdings zu viele Zuschauer*innen Einlass begehren, werden u. U. nicht alle reingelassen (wg. Corona). 

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Etwas Musik: The Ukulele Orchestra of Great Britain – The Good, The Bad and The Ugly

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UPDATE: Heizpilze sind weiterhin erlaubt, aber nur die guten.

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Neue Wohnungen entstehen, aber es sind nicht genug

Bismarckstraße/Ecke Viktoriaallee im Frankenberger Viertel.

Die Baubranche hat viel zu tun. Doch all die neuen Wohngebäude, die jetzt fertiggestellt werden, reichen nicht aus, die Wohnungsnot zu lindern. Es fallen in Aachen zu viele ältere Gebäude aus der Sozialbindung raus, die Mietpreisbindung entfällt.

Läden, Praxen, Büroräume, eine Tiefgarage und Wohnungen für Familien und Studierende entstehen gerade in der Bismarckstraße/Ecke Viktoriaallee – da, wo mal die grün schimmernde Zentrale der Vegla zu finden war. In AachenNews wurde schon mehrfach berichtet, immer besser lässt sich erkennen, welch gigantische Dimensionen diese Anlage angenommen hat.

Wenn die Sozialbindung entfällt, können verabredungsgemäß tausende Wohnungen (6000 in den kommenden Jahren), die zuvor nur preiswert vermietet werden durften, danach teuer vermietet werden. Kurz gesagt: Menschen, die in einer bezahlbaren Wohnung leben, müssen ausziehen, weil sie sich die Wohnung nicht mehr leisten können. Und weil die Situation in Aachen ist wie sie ist, müssen die Familien oft von Aachen wegziehen, nach Würselen oder Eschweiler oder sogar in die Eifel.

Politik und Verwaltung zermartern sich das Hirn wegen der Frage, wie man diese schwierige Situation in den Griff bekommen kann. Denn Platz zum Bauen ist in Aachen knapp, wir sind voll, sozusagen. Die letzten Wiesen, Felder und Brachen an den Rändern der Stadt möchte man nicht bebauen, weil von dort sonst deutlich zu wenig Frischluft in die Innenstadt zieht.

Noch gibt es nur ein großes Transparent. Aber auch in der Großkölnstraße gegenüber von SINN wird derzeit gebaut: Wohnungen und Geschäfte.

Mit Befremden muss man auch auf die vielen Mikroappartements schauen, die derzeit gebaut werden. Es sind ultrakleine, sehr teurer Studentenbuden, wo man sich gar nicht vorstellen kann, dass jemand es in so einem engen Raum eine Zeitlang aushält. Übrigens: Im Wintersemester 2020/21 studierten erstmals über 60.000 Menschen in Aachen.

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Die Stadtverwaltung hat unterdessen die Wohnungs-Situation analysiert und wieder einen Bericht verfasst. In dem Bericht heißt es, 2020 sei neuer Wohnraum für knapp 550 Haushalte geschaffen worden. Davon seien über 90 Wohneinheiten flächeneffizient und ressourcenschonend über Maßnahmen im Bestand – wie zum Beispiel durch Dachgeschossausbau oder die Umnutzung gewerblicher Einheiten – realisiert worden.

Weiter wird mitgeteilt: Die Stadt Aachen erteilte im vergangenen Jahr Baugenehmigungen für über 1.041 Wohnungen; davon 160 in Bestandsmaßnahmen. Zentrale Herausforderung bleibe trotz aller ergriffenen Maßnahmen die soziale Wohnraumversorgung. Bereits heute seien nur noch 7 Prozent aller Wohneinheiten öffentlich gefördert, 56 Prozent dieser Wohneinheiten fallen in den kommenden 10 Jahren aus der Bindung. Gleichzeitig sei auch das Ende der großen Flächenpotentiale real: „Die Bodenpreise steigen ebenso wie die Bau- und Materialkosten.“

Als Folge steigen auch Miet- und Eigentumspreise kontinuierlich an. So lag der mittlere Angebotsmietpreis für Wohnungen in Aachen im Jahr 2020 bei 9,13 Euro je Quadratmeter Wohnfläche.

Bürgermeister Norbert Plum (SPD) ist Stellvertreter von Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. Er betont, dass über die letzten 5 Jahre hinweg 146,8 Millionen Euro an Landesfördermitteln zur Errichtung bezahlbaren Wohnraums in Aachen ankamen. Dies entspricht einem jährlichen Durchschnitt von 29,4 Millionen Euro.

Eine gedruckte Ausgabe des Wohnungsmarktberichts 2021 kann beim Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration der Stadt Aachen unter der Telefonnummer 0241/432-56306 oder der Mail-Adresse komwob@mail.aachen.de angefordert werden. Im Internet ist der Wohnungsmarktbericht unter www.aachen.de/wohnungsmarktbericht zu finden.

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