Heute: Info-Veranstaltung zur Jakobstraße 

Die untere Jakobstraße in Aachen ist eine besondere Straße. Fast in jedem 2. Gebäude gibt es unten einen Laden. Die Geschäftswelt gestaltet sich sehr abwechslungsreich, Leerstand gibt es dort nicht. Wer dort wohnt, braucht nur wenige Meter zu Fuß um sich mit allem zu versorgen. Was dort fehlt, sind Bäume und allgemein die Farbe Grün. Insofern ist es in der Jakobstraße im Sommer unvorstellbar heiß. Statt Bäumen gibt es Autos, die Stoßstange an Stoßstange teils stehen, teils fahren, teils die Straße hoch rasen.

Die Jakobstraße in Aachen braucht dringend neue unterirdische Leitungen. Sie wird Anfang 2022 gesperrt und dann aufgerissen. Die Anwohner*innen sehen dem mit Schrecken entgegen.

In der Jakobstraße werden voraussichtlich ab Januar 2022 die Ver- und Entsorgungsleitungen auf den neuesten Stand gebracht und im Anschluss daran die Oberflächen von Fahrbahn und Gehwegen erneuert.

Die Stadtverwaltung und der Netzbetreiber Regionetz informieren über die bevorstehenden Bauarbeiten in einer Online-Informationsveranstaltung am heutigen Dienstag, 2. November. Sie beginnt um 18.30 Uhr und wird über den YouTube-Kanal der Stadt Aachen live übertragen: https://youtu.be/SfmL-skM6JU

Die Regionetz werde, so teilt es die Stadtverwaltung mit, in zwei Bauabschnitten die Versorgungsleitungen sowie die Hausanschlüsse erneuern. „Der erste Bauabschnitt reicht von der Trichtergasse bis zur Paulusstraße, der zweite Bauabschnitt geht von der Paulusstraße bis zum Löhergraben.“ Unterirdisch werde der Kanal vom Löhergraben in Richtung Paulusstraße erneuert. Dazu sei ein Schachtbauwerk vor dem Haus Jakobstraße 120 erforderlich. 

Im Anschluss an die Regionetz-Arbeiten wird die Stadt Aachen die Fahrbahnoberfläche sowie die Gehwege der Jakobstraße erneuern. Die gesamten Arbeiten werden voraussichtlich bis Mai 2023 dauern.

In der Informationsveranstaltung werden der Bauablauf, die geplante Verkehrsführung während der Bauzeit, die Straßenplanung sowie der Aspekt der Anliegerbeiträge genau erläutert.

Die untere Jakobstraße zu Karneval (Rosenmontag). Dort weiß man zu feiern. Foto: AachenNews Archiv
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Was tun gegen falsch abgestellte E-Scooter?

E-Scooter im Herbst, ein Stilleben. Diese Roller blasen keine Stickoxide in die Luft und auch keinen Feinstaub. Allerdings halten sie auch keinen Windstoß aus.

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Neu im Aachener Wald: Wildkatzen

Lange war es still um die Wildkatzen im Aachener Stadtwald. 2016 wurde zwar ein erster Nachweis einer größeren Besiedelung durch Wildkatzen in diesem Gebiet veröffentlicht. Seither wurde der Zustand dieser kleinen Population aber nicht mehr beobachtet. Das wollte der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) in Nordrhein-Westfalen nun ändern.

Foto: Thomas Stephan / BUND

Der BUND NRW schickt folgende Mitteilung, hier in Auszügen:

Nun ist es amtlich: In Aachen leben Wildkatzen. Diesen Sommer platzierte der BUND mehrere Wildtierkameras im Wald. Drei Wildkatzenbotschafter des BUND NRW und die Revierförster des Gemeindeforstamtes Aachen kontrollieren die Kameras in guter Zusammenarbeit alle zwei Wochen.

Das Vorhaben wird noch mehrere Monate fortgeführt, um den Status der kleinen Population besser einschätzen zu können. „Wir wollen wissen, wie viele Wildkatzen in etwa in diesen Wäldern leben und ob diese auch Nachwuchs haben. Denn nur wenn es Jungtiere gibt, fühlen sich die Wildkatzen richtig wohl und bleiben auch im Aachener Wald“, sagt Christine Thiel-Bender, Referentin Artenschutz des BUND in NRW.

Wildkatzen sind scheue und sensible Waldbewohner. Daher ist es wichtig, ihren Lebensraum so wenig wie möglich zu stören. Alle Aachener, die den Wald vor der eigenen Haustür genießen wollen, sollten immer daran denken, dass sie sich im Wohn- und Schlafzimmer der Wildtiere aufhalten. Daher bittet der BUND NRW darum, nicht die Wege zu verlassen und auch den Tieren Nachtruhe zu gewähren. Ebenso wichtig ist es, in der Zeit der Jungenaufzucht (April bis September) keine jungen Katzen aus dem Wald mitzunehmen. Denn Wildkatzenjunge sterben in menschlicher Obhut schnell aufgrund von Stress. Bei einem vermeintlich verlassenen Wildkatzenjunges rufen Sie den BUND NRW an: Telefon 0211-30200523.

Die Wildkatze fühlt sich in „unaufgeräumten“, naturnahen Laubmischwäldern mit vielen Versteckmöglichkeiten am wohlsten. Im Stadtwald Aachen finden die Wildkatzen genau diese Strukturen. NRW hat das Glück, etwa 10 Prozent der deutschlandweit vorkommenden 5.000 bis 8.000 Wildkatzen zu beherbergen.

Weitere Informationen:
www.bund-nrw.de/wildkatze

www.wildkatze-nrw.de

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Lesung und Jazz-Konzert in der Nadelfabrik

Die Journalistin Ciani-Sophia Hoeder liest am kommenden Sonntag, 31. Oktober, um 18.30 Uhr in der Nadelfabrik am Reichsweg 30 aus ihrem Buch „Wut und Böse“. Einlass ist ab 18 Uhr, der Eintritt zur Lesung ist frei, Impfpass nicht vergessen. 

Ciani-Sophia Hoeder ist Journalistin, „SZ Magazin“-Kolumnistin sowie Gründerin und Geschäftsführerin von „RosaMag“, dem ersten Online-Lifestylemagazin für Schwarze Frauen in Deutschland. Sie studierte Politik und Journalismus in Berlin und London und berichtet über alltäglichen und institutionellen Rassismus, das Dasein als Millennial, intersektionalen Feminismus und Popkultur. Mit dem „RosaMag“ (benannt nach der mutigen Rosa Parks) war sie 2020 für den Grimme Online Award nominiert.

Aus dem Klappentext von „Wut und Böse“ (Hanser Verlag): Wann waren Sie das letzte Mal richtig wütend? Frauen, die ihrer Wut freien Lauf lassen, haben schnell einen schlechten Ruf. Doch diese Wut kann eine mächtige Waffe gegen persönliche und politische Unterdrückung sein. Ciani-Sophia Hoeder fragt nach: Wie haben wütende Frauen Geschichte und Popkultur geprägt? Welchen Einfluss haben die Erziehung von Mädchen und der abfällige Umgang mit Sorgearbeit auf die seelische Gesundheit von Frauen? Und wie wird aus Wut Mut zur Veränderung?

So oder so gilt: Ohne Wut keine Veränderung.

Foto: MeganVadaHoeder

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Weltklasse-Jazz in der Nadelfabrik

Sie gehört zu den fünf besten Altsaxofonisten weltweit, das meint jedenfalls das amerikanische Jazzmagazin „Downbeat“: die Österreicherin Karolina Strassmayer. Sie ist in der New Yorker Jazzszene anerkannt und ist Mitglied der mit mehreren Grammys ausgezeichneten WDR Bigband Köln.  Seit 2004 ist sie sogar als erste Frau fest angestelltes Mitglied der WDR Big Band Köln.

Gemeinsam mit dem New Yorker Jazz-Schlagzeuger und Bandleader Drori Mondlak treten die Musikerin und ihr Quartett KLARO in der Aachener Nadelfabrik (Reichsweg) auf. Am Sonntag, 21. November, findet das Konzert statt, es beginnt um 18 Uhr.

Der Konzertveranstalter teilt mit: Die Band von Karolina Strassmayer verbindet die Lyrik der europäischen Klassik und Folklore mit der rhythmischen Kraft des amerikanischen Jazz und der harmonischen Raffinesse der zeitgenössischen Musik. Der musikalische Bogen spannt sich von kraftvoll-spritzigen Grooves zu poetischen Balladen und explosivem Swing. In Aachen komplettieren Hans Vroomans am Piano und Thomas Stabenow am Bass das Quartett. Sie stellen das aktuelle Album „Of Mystery and Beauty“ vor.

Achtung: Karten für dieses Konzert (12 Euro) gibt es ausschließlich und etwa 2 Wochen vor dem Konzert im Klenkes Ticketshop in Aachen, Kapuzinerkarree (alte Hauptpost).

aachen.de/nadelfabrik

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Aachen: Schule kämpft schon viele Jahre für mehr Platz für immer mehr Kinder

Heute um 17 Uhr gibt es eine Sondersitzung des Ausschusses, der u. a. für die Aachener Schulen zuständig ist. Auch für die Montessori-Grundschule in der Mataréstraße. Diese Schule muss jedes Jahr viele Kinder abweisen, sogar solche, deren ältere Geschwister schon die Schule besuchen. Es sind einfach restlos alle Eingangsklassen im Nu voll. Deshalb soll die Schule – auf einem Stück von ihrem Schulhof in der Zeppelinstraße – eine Art Anbau bekommen. Soll dieser nun 2 Etagen haben oder 3 ??? Darum geht es heute in dem Ausschuss. Entscheiden müssen die Politiker*innen.

In diesem Viertel von Aachen (Forst) wurde in den letzten Jahren viel gebaut. So viel, dass sogar ein weiterer Kindergarten eröffnet hat und zwei neue Straßen installiert wurden: Die Straße „An der Birk“ und der „Auguste-von-Sartorius-Weg“. In die zahlreichen Neubauten sind viele junge Familien mit Kindern eingezogen. Da wäre es ja schön, wenn diese Kinder nicht nur ihre Kita, sondern auch die Grundschule in ihrer Nähe wüssten.

Ein Neubaugebiet, mit dem viele junge Familien in das Ostviertel von Aachen gezogen sind.

Die Montessori-Grundschule hat nicht nur zu wenige Klassenräume, auch die Mensa ist viel zu klein. Für die von all den berufstätigen Eltern gewünschte Nachmittagsbetreuung ist ebenfalls deutlich zu wenig Raum vorhanden. Man fragt sich wirklich, ob Eltern und Kindern in einem anderen Aachener Stadtviertel eine derartige Enge zugemutet würde? Wahrscheinlich nicht.

Nebenbei: Wenn erst mal die Wohnanlage in der nahe gelegenen oberen Bismackstraße fertig ist und dort gut 200 Familien eingezogen sind, dann werden auch von dort Kinder Aufnahme in die Montessori-Grundschule in der Mataréstraße begehren. 

Die Stadtverwaltung, die an der Erweiterung dieser Schule aus völlig unerklärlichen Gründen schon mehr als fünf (5!) Jahre herumlaboriert ohne zu irgendeinem Ergebnis zu kommen, schlägt natürlich vor, den neu zu bauenden Teil nur 2 Etagen hoch zu bauen. Man will ermittelt haben, dass mehr Raumbedarf gar nicht besteht. 

Ganz anders das Lehrerkollegium, das zuletzt wegen der Unwetterkatastrophe im Sommer erleben musste, dass im Untergeschoss der Schule Räume durch Überflutung unbenutzbar wurden. Das Kollegium kennt zudem den Beratungsbedarf, den im Ostviertel viele Eltern haben und dass z. B. dafür auch Räume gebraucht werden. Es hält einen Ausbau mit 3 Etagen für notwendig. 

Wie die Verwaltung die beiden Entwürfe 2 Etagen versus 3 Etagen darstellt, könnt ihr hier nachlesen.

Die Sitzung ist öffentlich und findet statt in der großen Tivoli Club Lounge 1 in Aachen, Krefelder Straße. Wer teilnimmt, muss entweder geimpft oder genesen oder getestet sein und seinen Perso mitbringen.

Im Aachener Ostviertel: Bei so vielen neuen Wohngebäuden auf Freiflächen müssen auch neue Straßen her. Und die örtliche Grundschule muss dringend ihren Erweiterungsbau bekommen. Warum daran nicht schon längst gebaut wird, ist selbst Politikern ein Rätsel, wie jüngst zu hören war.
Neue Wohnungen, neue Straßen, neue Velocity-Stationen: Alles rundum schön geworden. Auf einer Brache zwischen Freunder Weg und Mataréstraße entstanden Wohnungen für junge Familien im Niedrigpreissegment. Nur die dortige Grundschule muss sich schon viel zu lange mit beengten Verhältnissen abfinden. Das Warten führt zu nichts, nur zu einer Verteuerung der dringend erforderlichen Baumaßnahme.

Weitere Berichte zum Thema.

UPDATE Wie die Politik entschieden hat: hier nachzulesen. Die Grünen haben nach ausführlicher Diskussion mit CDU und FDP gegen die großzügige Variante gestimmt. Sie überstimmten dabei die Vertreter von SPD, Die Linke und Die Zukunft.

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Nix für Vegetarier: Die Weihnachtsleberwurst

„Kein Rindfleisch, kein Schweinefleisch“, das essen die Menschen in der idealen Welt, die in dem Roman „Every“ der Autor Dave Eggers entwirft. Die Handlung in dem mittelmäßigen Bestseller spielt „in der nahen Zukunft“ wie es in den dem Text vorgestellten Zeilen heißt. Was hat das mit Aachen zu tun?

Nun, in Aachen wurde dieser Tage eine Spezialität im Rathaus präsentiert, die diesjährige „Weihnachtsleberwurst“, und man kann davon ausgehen, dass sie zu 99 Prozent aus Fleisch besteht, konkret: aus Fleisch, Backen (das sind Teilstücke des Schweinekopfes), aus Fett, zu 30 bis 33 % übrigens aus Tierleber. Wie diese Tiere, speziell die Schweine, gequält werden, das weiß mittlerweile ja jede/r. Schmiert man sich sowas gern auf’s Brot?

In der Wurst beigemischt übrigens: Gewürze wie zum Beispiel Koriander, Kardamom und Anis sowie verschiedene Nüsse, Preiselbeeren und sogar Honig. Die Aachener Fleischer informieren. Die Seite ist ein Traum, total retro, geschätzt von Ende der 1990er Jahre. 

Die genaue Zusammensetzung der Gewürze ist geheim. Nicht geheim ist natürlich der Zeitpunkt, ab dem die „Öcher Chressmesleäverwooesch“ genannte Wurst gekauft werden kann. Nämlich, nachdem sie mit viel Trara im Rathaus „angeschnitten“ ist – dieser Tage ganz traditionell und prominent von Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. 

Sibylle Keupen sagte nicht nur: „Mit dem Anschnitt ist die Vorweihnachtszeit offiziell eingeläutet, und schon in knapp drei Wochen beginnt der Weihnachtsmarkt.“ Sie äußerte auch einen sehr zeitgemäßen, angesichts der Klimakatastrophe angemessenen Wunsch an die versammelten Fleischer und Metzger: Nämlich, dass es in Zukunft auch eine vegetarische Alternative von der Wurst geben möge. Auf dass am Ende alle – Vegetarier und Nicht-Vegatarier in den Genuss der Aachener Spezialität kommen können. 

Wurstkritische Zeitgenossen können sich gratulieren: Sie haben eindeutig die Richtige auf den Chefposten im Rathaus gewählt. Wurstfreunde finden sich vermutlich auf dieser Seite (einschließlich der üblichen Kastrationsängste in Zusammenhang mit dem Gendern, wie im Bilderbuch) wieder: http://www.ulis-nachschlag.de/2021/20211026_weihnachtsleberwurst.php

Viel Spaß beim Lesen!

Nix für Vegetarier: die Aachener Weihnachtsleberwurst. Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

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Das Gesundheitsamt macht euch Angebote

Wer testet hier wen und was kostet das? Es ist kompliziert. Für Selbstzahler gibt es dort keine Testung.

Kommt man aus dem Bahnhof Rothe Erde raus, steht man vor diesem Abstrichzentrum. Dort hat sich die Firma Rapidcare verabschiedet, und das Gesundheitsamt hat die Regie übernommen. Statt zwei Containern sind es jetzt vier. Rapidcare testet unterdessen am anderen Ende der Stadt, auf dem Bendplatz, weiter.

Am Bahnhof Rothe Erde gibt es jetzt keine langen Schlangen mehr, und wer sich vorerst noch kostenlos testen lassen darf (z. B. Kinder, Jugendliche und Schwangere), das erfährt man hier. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 18 Uhr , sonntags von 10 bis 16 Uhr. Wer seinen Test selbst zahlen muss, wird dort nicht getestet. Diese Leute müssen ihren Hausarzt aufsuchen.

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Angeblich sind gerade im Ostviertel noch ungewöhnliche viele Erwachsene nicht geimpft. Deshalb ist es von Vorteil, dass gerade in den Aachen-Arkaden ein kleines Impfzentrum eröffnet wurde. Drei Tage die Woche (donnerstags, freitags und samstags von 13 bis 19 Uhr) wird hier ohne Voranmeldung und kostenlos der Stoff verteilt, der dein Leben retten kann.

Für Menschen ab 12 Jahren sind Erst- und Zweitimpfungen möglich. Der Impfstoff kann (bei Zweitimpfungen im Rahmen der Zulassung) frei gewählt werden. Bitte Personalausweis (Ausweis abgelaufen? Macht nichts!) nicht vergessen. Und – wenn vorhanden – den Impfpass mitbringenWer keinen Impfpass hat, erhält ihn hier kostenlos.

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Eine Booster-Impfung (Wiederholungsimpfung mit erneuernder oder verstärkender Wirkung) gibt es in den Aachen-Arkaden erst für Menschen ab einem Alter von 70. Wer jünger ist, muss sich diese Impfung beim Hausarzt verpassen lassen. Die Arztpraxen sind deshalb zur Zeit schon wieder überlaufen.

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Mobilitätspreis für Aachen: Eine Aufforderung, noch besser zu werden.

Was man aus der Innenansicht heraus oft als zu langsam, zu wenig, zu inkonsequent bewertet, genau das wird andernorts ganz anders gesehen und beurteilt: Die Verkehrswende in Aachen, Das soll hier nicht verschwiegen werden. Aachen hat einen Preis bekommen – einen Mobilitätspreis. Der Preis ist nicht unbedeutend. Dazu teilt das Presseamt der Stadtverwaltung (deren Spitze verständlicherweise mächtig stolz ist) mit:

„Europas Vorreiter in Sachen nachhaltige urbane Mobilität und Verkehr sind am gestrigen Mittwochabend (20. Oktober) bei den CIVITAS-Awards 2021 geehrt worden, die erstmals in Aachen stattfanden. Neben der Stadt Aachen wurden Parma (Italien) und Gdynia (Polen) in drei verschiedenen Kategorien ausgezeichnet und erhielten die renommiertesten europäischen Preise für nachhaltige Konzepte der urbanen Mobilität.“

Für die Stadt Aachen nahmen Isabel Strehle (Leiterin des Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Mobilitätsinfrastruktur) und Klaus Meiners (stellvertretender Leiter des Fachbereichs Klima und Umwelt) den Preis entgegen. 

Bei der Preisverleihung: Isabel Strehle und Klaus Meiners. Foto: Stadt Aachen/Andreas Steindl

Im letzten Jahr habe Aachen bei der Umgestaltung seiner Mobilitätslandschaft einen großen Schritt nach vorn gemacht, meinte die Fachjury. Die Stadt wurde als Gewinnerin des diesjährigen Preises für die überzeugendsten Ansätze zur Transformation der städtischen Mobilität ausgezeichnet. Und weiter wird aufgezählt: „Seit 2020 wurden in Aachen 4,2 Kilometer Radhauptverbindungen geschaffen, 1076 Fahrradständer gebaut, 150 neue Ladestationen für E-Fahrzeuge errichtet, die ersten Wasserstoff-Abfallsammelfahrzeuge in Deutschland eingeführt und die Kapazität ihrer Abteilung für Mobilität und Planung erhöht hat.“

Aachens Stadtbaurätin Frauke Burgdorff sagte nach der Verleihung, die im Depot in der Talstraße stattfand, sichtlich erfreut: „Aachen ist eine durch und durch europäische Stadt und wir haben mit dem CIVITAS-Preis einen europäischen Preis erhalten. Wir sind unglaublich stolz! Dieser Preis ist eine Aufforderung, noch besser zu werden. Denn es ist ein Preis für Transformation. Das heißt: Es ist kein Preis für all das, was wir bereits geschafft haben, sondern für alles, was wir noch schaffen wollen. Ich freue mich sehr, dass uns die Europäische Kommission anspornt, schneller und besser zu werden, um eine klimaneutrale Stadt zu sein.“

Auch Uwe Müller, Leiter der Abteilung Verkehrsplanung und Mobilität der Stadt Aachen, sagte, dass man auf diese Transformation wirklich stolz sein könne.

Isabel Strehle und Klaus Meiners betonten bei der Entgegennahme des Preises, dass es vor allem eine Auszeichnung für ein großes Team sei, das gemeinsam den Weg der Mobilitätswende in Aachen beschreite. Sie lobten die Entschlossenheit der Politik, die wegweisende Beschlüsse getroffen habe.

Weitere Informationen über die CIVITAS-Preise unter: https://civitas.eu/awards.

Weitere Informationen der Stadt Aachen zu Mobilitätsprojekten: www.aachen.de/moove; zu Klimaschutzprojekten: www.aachen.de/klimaschutz; zum Radentscheid: www.aachen.de/radentscheid

Aachens Konzepte urbaner Mobilität sind ganz offenbar preiswürdig. Es genügt aber leider nicht, Fahrradstraßen nur anzulegen. Man sollte auch in der Lage sein, die Fahrradstraßen für den Radverkehr freizuhalten. Foto: AachenNews Archiv
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Bei erster Gelegenheit: Freie Fahrt für Pkw auf Aachens Fahrradstraßen

Hier reiht sich Stoßstange an Stoßstange. So hatten wir uns die Nutzung der Fahrradstraßen nicht vorgestellt. Ziemlich übel, dass im Notfall die Fahrradstraßen als Erste dran glauben müssen.

Wie all die Tage zuvor so auch am vergangenen Samstag in Aachen: Nur, weil es auf der Wilhelmstraße eine Baustelle gibt, wird sofort der gesamte Pkw-Verkehr über eine Fahrradstraße geleitet. Sind wir als Radfahrer*innen so wenig wert, dass wir SOFORT zurückstecken müssen, dass wir uns als Erste einschränken müssen, verzichten müssen, nur damit die Einschränkungen für den motorisierten Individualverkehr möglichst gering ausfallen? Das fragen sich jetzt die Leute auf den Rädern. Ja, danke, wir haben verstanden.

Hauptsache, die Pkw kommen weiter, und wenn es auch auf einer Fahrradstraße ist. Freie Fahrt also, wobei von „Fahrt“ in der Lothringerstraße überhaupt nicht die Rede sein konnte. Es war ein langsames Stopp-and-Go, die Luft war unerträglich schmutzig, auch Fußgänger*innen waren wenig begeistert.

Eins ist also vorerst klar: Die Belange der Pkw-Fahrer*innen haben Vorrang, werden auch in Zukunft als erste berücksichtigt, sie gelten als übergeordnet. Vermutlich auch, wenn es um den ÖPNV geht? Und: Würde man den Pkw-Verkehr auch tagelang über den Bürgersteig oder durch eine Fußgängerzone leiten, falls eine Baustelle eingerichtet wird? – Insgesamt wird es wohl noch eine Weile dauern, bis die Fahrradstraßen die Wertschätzung erfahren, die ihnen zusteht.

(s. auch Leser*innen-Kommentar)

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Zum „Reallabor Templergraben“: Deine Meinung ist gefragt

Wie bewertet die Öffentlichkeit und vor allem: wie bewerten die Anwohner*innen das „Reallabor Templergraben“??? – Das möchten gern wissen: die RWTH Aachen, die Stadt Aachen, die studentische Initiative Uni.Urban.Mobil sowie VCD (Verkehrsclub Deutschland) und der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club).

Wie habt ihr das „Reallabor Templergraben“ erlebt und wie bewertet ihr es? Dazu gibt es einen Fragebogen (vom RWTH-Institut „Gender und Diversity in den Ingenieurwissenschaften“ entwickelt). Der kann über folgende Internetadresse aufgerufen und ausgefüllt werden: www.soscisurvey.de/rt2021

Die Menschen, die am Templergraben und in benachbarten Straßen wohnen und unmittelbar betroffen sind, „erhalten den Fragebogen mit einem Anschreiben in Papierform“, so teilt das Presseamt mit. Beides werde in die Briefkästen eingeworfen. Wer antworten möchte, könne auswählen, auf welchem Weg der Fragebogen ausgefüllt wird: digital oder schriftlich

Wer den Fragebogen per Hand ausfüllt, kann ihn zu den Öffnungszeiten im Foyer des Super C der RWTH oder im Bürgerservice Katschhof abgeben. Die Befragung endet am 15. November 2021. 

Das „Reallabor“ in seinen ersten Tagen. Selten wurde im ganzen Erdenrund um eine Straße so ein Bohei gemacht wie um dieses Stück Templergraben. – Na ja , das ist jetzt etwas übertrieben. Im Grunde freuen wir uns ja bei AachenNews über jedes Stückchen Straße, das autofrei wird. Foto: AachenNews Archiv

Zum Hintergrund: Seit 18. Juni 2021 wird am Templergraben erprobt, wie sich die sogenannte Netzunterbrechung auf den Templergraben und die umliegenden Straßen auswirkt. Der Durchgangsverkehr zwischen dem RWTH-Hauptgebäude und Super C am Templergraben ist auf den Bus-, Fuß- und Radverkehr begrenzt.

Die Sperrung für den motorisierten Individualverkehr und die dadurch entstandenen Räume werden als „Reallabor Templergraben“ bezeichnet und sind Bestandteil des neuen Verkehrskonzepts für den Grabenring.  

Mehr Infos zum Projekt: www.aachen.de/templergraben

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