Das Land NRW hat am gestrigen Freitag (26. März) kurzfristig mitgeteilt, dass der StädteRegion Aachen einmalig zusätzliche Dosen Impfstoff zur Verfügung gestellt werden. Die StädteRegion Aachen möchte diese zusätzlichen Impfdosen vorrangig Risikopatientinnen und -patienten zur Verfügung stellen.
„Gerade diese besonders gefährdeten Gruppen, die seit Monaten Angst um ihr Leben haben, brauchen zu Beginn der dritten Welle unseren besonderen Schutz. Und wir sind froh, dass wir nun endlich helfen dürfen“, sagte Gesundheitsdezernent Dr. Michael Ziemons.
Ein einfaches Attest über die Zugehörigkeit zu einer Patientengruppe nach Paragraf 3 (Absatz 1, Ziffer 2) der Impfverordnung reiche aus, eine konkrete Diagnose sei nicht erforderlich, so Ziemons weiter. Enge Kontaktpersonen sollen perspektivisch über die Hausärzte geimpft werden, zunächst komme es darauf an, möglichst viele Risikopatienten zu schützen.
Eine Ausnahme stellen Eltern von schwerkranken Kindern dar, wo die Kinder zu jung sind, um geimpft zu werden (weil die Impfstoffe erst ab 16 Jahren zugelassen sind). Diese Eltern werden gebeten, sich über die Adresse kgs-impfbitten@staedteregion-aachen.de (oder postalisch: StädteRegion Aachen, KGS Impfbitten, 52090 Aachen) mit ihren Kontaktdaten und einem Attest des Kindes zu melden.
Auf der Seite der StädteRegion Aachen (www.staedteregion-aachen.de/impftermin-vorerkrankte) werden in dieser Sofortmaßnahme daher vorübergehend nur Termine für Risikopatienten zu vereinbaren sein, die jetzt zusätzlich gebucht werden können. Ab dem 5. April werden dann voraussichtlich auch neue Termine für Berufsgruppen freigeschaltet werden.
„Adieda Corona“, in diesem Testzentrum am Karlsgraben in Aachen hat man noch Humor. Dort kann sich jede/r Erwachsene einmal pro Woche kostenlos testen lassen. Und nicht nur dort. Es ist ein flächendeckendes Netz zum Testen aufgebaut worden.
Vor den Osterferien ist heute noch einmal die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger gefragt. Die Hohenstaufenallee soll nämlich auf dem Abschnitt zwischen der Eisenbahnbrücke und der Limburger Straße umgestaltet werden, um die Sicherheit und den Komfort des Fuß- und Radverkehrs zu verbessern.
Die Fachverwaltung möchtet wissen, was ihr dazu zu sagen habt. Fragen und Anregungen sind erwünscht. Die Veranstaltung beginnt heute, Freitag, 26. März, um 19 Uhr und wird auf dem YouTube-Kanal der Stadt Aachen ausgestrahlt: www.youtube.com/stadtaachen. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Die bisher vorliegenden Planunterlagen sind im Internet (www.aachen.de/hohenstaufenallee) zu finden. Ihr könnt euch auch hier zu den Plänen äußern: hohenstaufenallee@mail.aachen.de
***
Wegen der Osterfeiertage verschieben sich in den kommenden beiden Wochen die Abholtermine der Abfallsammlung im Stadtgebiet. In der Karwoche (Montag, 29. März bis Freitag, 2. April) werden die Termine um jeweils einen Tag nach vorne verlegt. Das bedeutet, dass bereits am morgigen Samstag, 27. März, die eigentliche Montagsleerung vorgezogen wird.
In der darauffolgenden Woche vom 5. bis 11. April werden die Abholtermine angesichts des Ostermontags ebenfalls verlegt, diesmal allerdings nach hinten. Der Termin vom Montag, 5. April, wird dann am Dienstag, 6. April, nachgeholt. Alle weiteren Abfuhren innerhalb dieser Woche verschieben sich dementsprechend auch einen Tag nach hinten. Die letzte Leerung der Woche findet daher wieder am Samstag, 10. April, statt.
***
Der Rat der Stadt hat wegen Corona eine Kultur-Förderung von 400.000 Euro beschlossen, die Leuten aus der Kultur- und Kreativszene zur Abdeckung Corona-bedingter Kosten zur Verfügung gestellt wird. Voraussetzung ist, dass ein Corona-bedingter Zuschussbedarf entstanden ist. „Zuschussfähig sind die Kompensation pandemie-bedingter Einnahmeverluste, die Stärkung der Kulturinfrastruktur oder pandemie-bedingter Investitionen sowie digitale Kulturangebote“, teilt die Verwaltung mit.
Zu Anträgen und Fragen steht der Kulturbetrieb unter kulturservice@mail.aachen.de und/oder unter Telefon 0241 432-4909 bereit.
***
Wie jedes Jahr im Frühling werden die fast 80 Aachener Brunnen nach der Winterpause wieder eingeschaltet. Die Brunneninstallation des Brunnens am Europaplatz wurde diese Woche von den Mitarbeiter*innen des städtischen Brunnendienstes vorgenommen. Lampen und Düsen wurden wieder montiert und sämtliche Leitungen angeschlossen, um im Anschluss mit dem Befüllen des Beckens zu starten: Insgesamt 3500 Kubikmeter Wasser werden über fünf Tage in den Brunnen am Europaplatz eingespeist.
Die Anlagen vor dem Neuen Kurhaus und am Elisengarten sind übrigens das ganze Jahr über in Betrieb: Das warme Thermalwasser dieser Brunnen macht sie unabhängig von frostigen Temperaturen, sodass sie auch im Winter betrieben werden können.
Wieder startklar: Lampen und Düsen des Brunnens am Europaplatz.Unter dem Europaplatz verläuft ein Tunnel in einer Länge von 50 Metern. Er dient als zweiter Zugang zum Brunnen. Fotos: Stadt Aachen/Annika Lobergh und Stadt Aachen/Julie Vandegaar
***
Der Rat der Stadt Aachen hat beschlossen, dass den Familien die Elternbeiträge für den Besuch von Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege und der offenen Ganztagsgrundschule (OGS) in der Stadt Aachen für das ganze Jahr 2021 erlassen werden. Auch für Kinder, die andere Angebote der außerunterrichtlichen Ganztags- und Betreuungsangebote im Primar- und Sekundarbereich besuchen, müssen die Familien im Jahre 2021 keinen Elternbeitrag zahlen.
Unter Einbeziehung anderer finanzieller Entlastungen bedeutet das: eine Entlastung in Höhe von rund 10,9 Millionen Euro für die Familien in Aachen.
***
Rund um den Globus gehen am Samstag, 27. März, ab 20.30 Uhr (Ortszeit) für eine Stunde die Lichter aus, so auch in Aachen. Während der Aktion „Earth Hour“ des Umweltverbands WWF (World Wildlife Fund) werden unzählige Privatpersonen zu Hause das Licht ausschalten und viele Tausend Städte symbolisch ihre bekanntesten Bauwerke in Dunkelheit hüllen.
Auch die Stadt Aachen ist dabei: In Kooperation mit der STAWAG wird an rund 40 Gebäuden oder Bauwerken die Beleuchtung abgeschaltet. Darunter sind: Dom, Stadttheater, Rathaus, Pont- und Marschiertor.
Infos entnommen den Mitteilungen des Presseamtes der Stadt Aachen
Im Rat der Stadt wurde gestern ein interessanter Beschluss mitgeteilt. Die StädteRegion mitsamt der Stadt Aachen will der Stadt Tübingen nacheifern, will Modellkommune werden. Jetzt muss nur noch die Landesregierung in Düsseldorf zustimmen.
Als Modellprojekte können extra ausgewählte Regionen mit strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens öffnen. Die Krisenstäbe von Stadt und StädteRegion haben beschlossen, sich beim Land NRW für die Durchführung eines solchen Modellprojektes zu bewerben.
Dabei soll in einem ersten Schritt versucht werden, dass zumindest die Öffnung der Außengastronomie, erweiterte Einkaufsmöglichkeiten in Geschäften, die Öffnung von Museen und Theatern und die Durchführung von bestimmten Veranstaltungen wie beispielsweise im Sport möglich werden.
Das alles allerdings immer unter strengen Hygieneauflagen und – ganz wichtig – immer nur mit einem negativen Testergebnis vom selben Tag, dem sogenannten „Tagespass“. Bundesweit macht – wie erwähnt – derzeit die baden-württembergische Stadt Tübingen als entsprechende Modellstadt bereits positive Schlagzeilen. Nur Karl Lauterbach (SPD-Politiker und Wissenschaftler) ist skeptisch, er sagte bezüglich Tübingen: Das Projekt ist gut, aber es ist nicht genug.
Über 100 Teststellen gibt es in der StädteRegion Aachen (hier: Hauptbahnhof Aachen). Jetzt möchte man einen Versuch wagen: Wer sich testen lässt, mit negativem Ergebnis, darf dieses Ergebnis als „Tagespass“ nutzen und an diesem Tag Veranstaltungen besuchen, einkaufen, Museen und Theater besuchen, draußen sitzen und die Frühlingssonne auf der Terrasse eines Cafés genießen. Könnte es sein, dass die Menschen dann noch mehr darauf achten, sich nicht anzustecken, damit ihnen diese „Freiheiten“ erhalten bleiben? Foto Henning Brinkmann
Die Stadtverwaltung teilt unterdessen mit: „Wir haben mittlerweile weit über 100 öffentliche Teststellen, Apotheken und Arztpraxen, die den Bürgertest anbieten. Zudem ist unser Gesundheitsamt an alle relevanten Programme, Apps und Tools angebunden, die auch die Kontaktpersonennachverfolgung optimieren.“ Gesundheitsdezernent Dr. Michael Ziemons sieht beste Voraussetzungen für die Umsetzung des Modellvorhabens.
Der Versuch soll wissenschaftlich begleitet werden. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sich ein solches Vorgehen auf die Inzidenzzahlen auswirkt. „Der konkrete Inzidenzwert einer Kommune spielt nicht die entscheidende Rolle“, so Ziemons, „vielmehr kommt es darauf an, ob wir durch digitale Tools das Geschehen besser in den Griff bekommen und eine bessere Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern für die Schutzmaßnahmen erreichen können“.
UPDATE:
Der Kölner Stadtanzeiger will erfahren haben, dass Aachen mit der StädteRegion tatsächlich eine von 4 Kommunen ist, wo man mit negativem Testergebnis als „Tagespass“ größere Freiheiten genießt als zuvor.
Und ehrlich gesagt: Ich finde, es ist an der Zeit, in aller Vorsicht mal etwas auszuprobieren. Immer nur zu Hause rumzusitzen, das ist fast nicht mehr auszuhalten. Dann doch lieber frisch getestet mit anderen frisch negativ Getesteten einen Kakao mit Sahne draußen trinken. 4 Monate Mini-Lockdown haben uns jedenfalls nicht wirklich weitergebracht. Und einen krassen, richtigen Lockdown will man uns nicht zumuten. Der richtige Zeitpunkt dafür ist sowieso schon längst vorbei.
Anstatt zu streiten sollten wir lieber überlegen, warum das mit dem Impfen so langsam geht. Wo gäbe es denn zusätzliche Impfdosen, und kann man mit den dortigen Politiker*innen (z. B. in USA und Israel) nicht so lange verhandeln, bis die das Zeug zu uns rüberwachsen lassen? Jede*r Infizierte kostet die Bundesrepublik horrende Summen, selbst bei milder Erkrankung entstehen Kosten durch Arbeitsausfall usw. (Pavel Mayer hat es ausgerechnet). Da sollte man diese Summen lieber in den zusätzlichen Kauf von Impfdosen investieren.
Wenn man sieht, wie die Menschen in Tübingen derzeit leben, kann man doch nur neidisch werden.
Die Leute von „Recht auf Stadt Aachen“ machen auf den „Housing Action Day“ (HAD) aufmerksam. Unter dem Motto „Wohnen für Menschen statt für Profite“ werden am „Housing Action Day“, am 27. März, in ganz Europa Aktionen organisiert.
Der Anlass ist, dass überall die Mieten in den Städten stark steigen. Überall wird eine gute Wohnung zu Luxus für diejenigen, die es sich noch leisten können. Alle anderen sind gezwungen, entweder das Meiste ihres Lohns für Miete auszugeben oder an den Rand der Stadt zu ziehen.
Die Gewinner*innen sind Eigentümer*innen und Immobilien-Unternehmen, die so hohe Gewinne einfahren wie noch nie. Rücksicht auf menschliche Bedürfnisse? Die Umwelt? Das Klima? Fehlanzeige! Immer mehr Menschen sagen weltweit: So kann es nicht weitergehen! Deswegen soll am „Housing Action Day“ ein starkes Zeichen dafür gesetzt werden, dass Wohnraum nicht länger als Ware, sondern als Grundbedürfnis behandelt werden muss.
„Recht auf Stadt Aachen“ sagt zu der Frage, warum wir den HAD auch in Aachen brauchen: Der Hauptgrund ist, dass in einigen Jahren so gut wie kein bezahlbarer Wohnraum in Aachen vorhanden sein wird.
Wer ist dafür verantwortlich? Welche Rolle spielt die Stadt? Und vor allem: Was können Mieter*innen dagegen machen? Mit diesen Fragen sollte man sich befassen. Am Samstag, 27. März, um 16 Uhr (mit Mundschutz und Abstand) am Eingang Kennedypark.
Einen guten Überblickt über die Situation in Aachen gibt es hier. Die Befassung mit der Lage des Wohnungsmarktes sollte so wichtig werden wie die Verkehrswende.
Nicht jeder Wohnraum ist guter Wohnraum. Und wer kann sich guten Wohnraum noch leisten? Warum wird in Aachen preiswerter Wohnraum bald tatsächlich noch knapper, als er es sowieso schon ist? Diese und ähnliche Fragen werden am „Housing Action Day“ diskutiert. Foto: am Aachener Klinikum
Was für den einen nichts als Müll und Unrat darstellt, ist dem anderen sein größter Schatz und Reichtum. Das haben jetzt auch die Besetzer vom Chorusberg lernen müssen, und mit ihnen die Arbeiter von Stadtbetrieb.
Der Stadtbetrieb hatte – beauftragt von wem auch immer – am Chorusberg sich der Hinterlassenschaften der Besetzer angenommen und vermeintlich „aufgeräumt“. Angeblich wurde eine Menge Unrat entsorgt. Ganz schön viel Arbeit soll das gewesen sein, wie man in der örtlichen Tageszeitung nachlesen konnte. Und auf Kosten der Steuerzahler sei das geschehen, wurde da genüßlich ausgebreitet, so als mache es dem Verfasser der Zeilen Spaß, die Besetzer als verantwortungslose Zeitgenossen und Umweltverschmutzer an den Pranger zu stellen.
Dabei ist es – wer immer sich ans Entsorgen gibt – immer mal ratsam zu fragen: „Ist das Kunst oder kann das weg?“ Diese Frage mutet zwar humorvoll an, ist aber unter kultivierten Leuten heutzutage üblich geworden. Manch einer möchte nämlich das noch verwenden, was ich für absolut unbrauchbar halte. Da nachzufragen ist Pflicht, wenn man Sachen in die graue Tonne befördert, die einem nicht gehören.
Ich erinnere mich noch gut an jenes T-Shirt – verwaschen und ein bisschen eingelaufen – das in jungen Jahren mein absolutes Lieblings-T-Shirt war, das aber von der treusorgenden Mama aus dem Verkehr gezogen wurde. Wie übel! Welcher Verlust, welche Enttäuschung! Es hagelte Vorwürfe, es gab ein echtes Zerwürfnis . . .
So auch jetzt auf dem Chorusberg. Wertvolle Seile seien da entsorgt worden, Paletten, Infomaterial und anderes habe man sich nur zur Seite gelegt, um die Sachen später abzuholen. Material im Wert von hunderten Euro sei unwiderbringlich verloren. Die Empörung ist groß, zu Recht.
Wie kann man nur denken, dass Menschen, die Bäume schützen, gleichzeitig echte Umweltsäue sind? Wie soll das gehen, es sei denn, es sind ganz und gar gespaltene Persönlichkeiten. Hat man angenommen, dass die Besetzer verrückt sind und an dem einen Tag die Natur bewahren wollen und dass ihnen am nächsten Tag Ressourcenschonung und ähnliches am Arsch vorbeigehen?
Das alles erinnert an die Aktion eines Aachener Wirtes, der nach der großen Demonstration von FridaysForFuture (Juni 2019) in Aachen ein Foto von Aachens total vermüllten Straßen nach einem Rosenmontagszug im Internet verbreitete mit dem Hinweis, dies alles seien die Hinterlassenschaften der Demonstranten. Dabei hinterließen 30.000 Demonstrierende Aachens Straßen nach dem Umzug „sauberer als zuvor“, wie von Müllwerkern bestätigt wurde.
Warum wollen manche Menschen glauben, dass die Umweltschützer durch und durch verlogene Typen sind? Dass sie es in Wahrheit gar nicht ernst meinen mit ihrem Bemühen um Ressourcenschonung und Wiederverwendung allen Materials?
Was ist passiert, was für Erfahrungen haben Menschen gemacht, die 2021 noch immer nicht erkannt haben, was für Umweltschützer charakteristisch ist? Dass die nämlich unter allen Umständen (in die Jahre gekommene) Wertstoffe der Umwelt zuliebe aufbereiten und wiederverwenden werden.
Eine „Aufräumaktion“ der Stadtverwaltung war hier höchst unerwünscht. Es wurden Seile vernichtet und es wurde Material zerstört, das die Baumschützer noch wiederverwenden wollten. Denn das ist ja charakteristisch für Umweltaktivisten: Sie wollen alles restlos recyclen.
***
Wo Seile, Kletterwerkzeug, Banner und Plakate als „Unrat“ bezeichnet werden: Hier nachlesen.
Die Grundschule in Lichtenbusch gibt es dort seit 1885. Der ganze Ort steht auf der Grenze, die Schule auch.
Dass etwas wegen überragendem Erfolg geschlossen werden muss, das hört man auch nicht jeden Tag. In Lichtenbusch kann man das zur Zeit erleben. Dort ist die Grundschule bei Kindern und Eltern so beliebt, dass sie definitiv zu klein geworden ist und über kurz oder lang schließen muss.
Es sei denn, es findet sich bis Mitte diesen Jahres eine Lösung. Von den Schwierigkeiten war jüngst im zuständigen politischen Gremium (Schulausschuss) kurz die Rede.
Die Schule in Lichtenbusch ist etwas Besonderes: Lichtenbusch ist zwar ein Ortsteil von Aachen . . . aber nur etwa zur Hälfte. Die andere Hälfte ist belgisch. Spaziert man durch den Ort, ist man ohne es zu wissen, mal in Belgien, mal in Deutschland. Und nur weil uns die Pandemie so schrecklich am Wickel hat, fragt man sich: Darf ich überhaupt aus Deutschland so einfach raus und wieder rein usw?
Das gibt es auch nur im Westen. In Lichtenbusch steht man (mitten im Ort) plötzlich vor Ortsausgangs- und Ortseingangsschildern.
Deutsche Kinder, die in Deutschland wohnen, müssen eine deutsche Schule besuchen – nicht so in Lichtenbusch. Da gehen aktuell 150 deutsche und belgische Kinder in eine belgische Schule und in den Kindergarten, denn der gehört auch noch zu der Einrichtung. Würde die Schule geschlossen, dann müssten die belgischen Kinder nach Eynatten und die deutschen Kinder ins 10 Kilometer entfernte Oberforstbach gefahren werden.
Das wär blöd, und genau das will niemand. Die Leute in Lichtenbusch machten jetzt – etwas spät – auf die Problematik aufmerksam. Die Tageszeitung und der WDR berichteten umfassend. Ein vorbildliches, gut funktionierendes, europäisches Projekt steht vor dem Aus. Das ist sehr zu bedauern.
Die Lichtenbuscher kämpfen für den Erhalt ihre Schule. Die will ihnen im Grunde auch keiner nehmen. Das Gebäude samt Containern ist einfach nur zu klein.
Die Beziehungen zwischen Belgiern und Deutschen waren längst nicht immer gutnachbarlich. Viele Belgier haben bis heute die äußerst brutalen Überfälle der Deutschen auf ihr Land nicht vergessen. Es kommt Freude auf, wenn man in Lichtenbusch erzählt bekommt, wie ausnehmend gut die Menschen hier zurecht kommen, wie man sich gegenseitig respektiert und das Zusammensein genießt. Da ist die Schule der wichtigste Anker.
Für die Schule gibt es zur Zeit leider wenig Hoffnung. Anbauen in Lichtenbusch scheint nicht möglich zu sein. Auch findet sich angeblich kein freies Grundstück im Ort, wo sich eine neue Schule errichten ließe. Und: Wer kann einen Neubau bezahlen?
Ob Brüssel mit Geld hilft? Ob es vielleicht doch noch ein Grundstück gibt? Ob die Stadt Aachen vielleicht in einer Resolution des Rates zunächst mal erklärt, dass ihr der Erhalt der Schule wirklich außerordentlich wichtig ist? Was meint der Rat der Gemeinde Raeren, zu dem der belgische Teil von Lichtenbusch gehört? Kann sich die StädteRegion des Themas annehmen?
Die Fragen sollten unverzüglich angegangen werden.
UPDATE (26. März): Der Rat der Stadt Aachen hat schon reagiert und einstimmig und offiziell seine Ansicht verkündet, dass nämlich Lichtenbusch auch weiterhin eine Schule haben sollte.
Die Europa-Sterne – bedeuten sie uns noch was? Ich denke: ja. Besonders, wenn es auf den höheren Ebenen nicht mehr so gut klappt. Innen und außen wird jeder freie Raum genutzt.
Vorab: Werft einen Blick in die Liste der Tweets in der rechten Spalte dieser kleinen Internetpostille. Es gibt ein Urteil des NRW-Oberverwaltungsgerichts.
Hier stellt die Bauverwaltung ein neues Aachener Wohnungsbau-Projekt vor. Interessant für alle, die sich für Bauen und Stadtgestaltung interessieren. Es entsteht eine neue Stadtkante. Ob es schon einen Investor gibt und wer das ist, ist hier nicht bekannt.
Die Beteiligung der Öffentlichkeit findet in der Zeit vom 29. März bis 30. April statt. Ort: Foyer des Verwaltungsgebäudes am Marschiertor, Lagerhausstraße 20. Öffnungszeiten: montags bis donnerstags von 8 Uhr bis 18 Uhr, freitags von 8 Uhr bis 15 Uhr.
Das Projekt befindet sich zwischen Burtscheider Straße und Kasinostraße, ziemlich nah an den Gleisen der Bahn und auf einem Gebiet von 5700 Quadratmetern. Es ist ein 5- bis 7-geschossiger Bau geplant, ein ruhiger Innenhof ist ebenfalls geplant. Im Video sieht das alles sehr eindrucksvoll aus, „nicht schlecht“, möchte man als Laie sagen.
Entstehen werden freifinanzierte und geförderte Wohnungen in unterschiedlicher Größe und eine Tiefgarage. In den geförderten Wohnungen könnten auch Menschen einziehen, die finanziell nicht auf Rosen gebettet sind. Geplant hat wieder das Aachener Architekturbüro Kadawittfeldarchitektur.
Wandbild des Aachener Wandmalers Klaus Paier, das sich einst in der Gördelerstraße befand. Im Ludwig Forum für internationale Kunst gibt es ein Foto von dieser eindrucksvollen Arbeit, die vor über 30 Jahren entstand. Schon damals war das Radfahren in Aachen überaus gefährlich.
Auf der Krefelder Straße ist am gestrigen Sonntag kurz vor 10 Uhr ein Radfahrer von einem Wagen zu Boden gerissen worden. Der Radfahrer (70) wurde so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Einzelheiten zu dem Unfall, der sich auf der stadteinwärts führenden Fahrspur ereignete, sind noch nicht bekannt.
Es ist dies nicht der erste und bestimmt leider auch nicht der letzte Unfall mit tödlichem Ausgang. Radfahrer*innen leben gefährlich in Aachen, davon zeugen mehrere Weiße Fahrräder, unter anderem an der Vaalser Straße, am Hansemannplatz und an der Schanz. Unfälle mit Radfahrer*innen registriert die Polizei über 300 mal im Jahr. Verkehrspolitiker*innen fordern schon lange separate, baulich getrennte Fahrspuren für Fahrräder und Kraftfahrzeuge.
Die Aachener Gruppen von VCD, ADFC und die Gruppe „Radentscheid Aachen“ laden ein zu einer Mahnwache am Unfallort (Kreuzung Krefelder Straße/Merowingerstraße/Passstraße). Heute um 17.15 Uhr. Traurig denken wir auch an die Angehörigen des getöteten Radfahrers, an die Rettungskräfte und natürlich auch an den Fahrer des beteiligten Transporters. Eine schlechte Verkehrspolitik macht sie alle zu Opfern.
UPDATE:
Zur Unfallstelle kamen heute viele Radfahrerinnen und Radfahrer. Allein: Mehr als traurig beisammen zu stehen bleibt einem nicht übrig. Was für eine schreckliche Vorstellung: Man ist 70 Jahre alt, hält sich fit, steht sonntags früh auf und schwingt sich aufs Rad . . . und stirbt elend auf der Straße im Rinnstein. Was genau geschah, das ist noch immer nicht bekannt. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden, Telefonnummer 0241 – 9577 / 42101. War der Fahrer abgelenkt, dass er nach rechts auf den Bürgersteig geraten ist? Man weiß es nicht. Die Polizei lässt sein Handy untersuchen. – Zu sehen ist auf dem Foto oben, dass man sich auf dem Rad bedrohlich nah an den Kfz befindet. Radfahrer*innen sollten auf der Krefelder Straße besser auf dem Bürgersteig fahren.
Ein neuer Fahrgastbeirat soll in diesem Jahr seine Arbeit aufnehmen. Der Beirat soll die Fahrgastinteressen vertreten und als Schnittstelle zwischen der Stadtverwaltung, der ASEAG, dem Aachener Verkehrsverbund (AVV) sowie den Verbänden und Fahrgästen dienen.
Tausende Menschen fahren täglich mit den Bussen der guten alten ASEAG, es kann zu Konflikten kommen. Die Interessen der Fahrgäste soll demnächst ein neuer Beirat vertreten. Foto: AachenNews Archiv
Von morgen, Montag, 22. März, an können sich Personen ab 14 Jahre bewerben, die in diesem neuen Gremium mitarbeiten möchten. Für Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahre ist die Einwilligung der Eltern erforderlich.
Politiker*innen der Stadt Aachen hatten die Einrichtung des Fahrgastbeirats im Dezember 2019 beschlossen. Und schon 15 (!) Monate später kann man sich für dieses Gremium bewerben! So schnell. (Ironie aus) Das zeigt – ehrlich gesagt – wie lange man in Aachen auf fortschrittliche Maßnahmen warten muss. Mit den Fahrradbügeln und den neu gepflanzten Bäumen geht es noch langsamer, aktuell in der Augusta-, Alfons- und Luisenstraße.
Mit seiner Arbeit soll der 15-köpfige Fahrgastbeirat dazu beitragen, dass sich das Angebot von Bussen und Bahnen in und um Aachen verbessert. Es werden Anregungen, Wünsche und Kritik der Fahrgäste, aber auch anstehende kundenrelevante Planungen behandelt.
Das Gremium hat eine beratende Funktion, es tagt dreimal im Jahr und seine Mitglieder arbeiten ehrenamtlich. Die Betreuung des Fahrgastbeirats erfolgt in Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, ASEAG und AVV. Die Stadtverwaltung übernimmt die Koordination.
Die erste Sitzung des Fahrgastbeirats soll voraussichtlich im Juni 2021 stattfinden. Wer Interesse hat, im Fahrgastbeirat mitzuarbeiten, kann sich vom 22. März bis zum 18. April 2021 bewerben: über die Internetseite www.aachen.de/fahrgastbeirat oder aber schriftlich mit einem Formular.
Das Formular ist in den Bürgerservice-Stellen am Katschhof und an der Hackländerstraße, im Verwaltungsgebäude Marschiertor, in allen Bezirksämtern sowie im Kundencenter der ASEAG an der Peterstraße auf Nachfrage erhältlich.
Persönlichen Kontakt zu Aachener Einzelhändler*innen: Das ermöglicht der dritte digitale Einkaufsbummel am Donnerstag, 25. März, von 18 bis 20 Uhr. Über die Plattform „Wonder.me“ ist es erneut möglich, online durch Aachener Geschäfte zu gelangen, sich im Video-Chat persönlich zu sehen und bequem von zu Hause aus lokal zu shoppen bzw. den Einkauf vorzubereiten.
Im Rahmen des Kooperationsprojektes „Hybrider Einzelhandel“ der Stadt Aachen und des IMA der RWTH Aachen fanden in den vergangenen Monaten bereits zwei digitale Einkaufsbummel statt. Mit Erfolg: Für viele Einzelhandelsgeschäfte ist der digitale Einkaufsbummel inzwischen zu einem gelungenen Vertriebs- und Kommunikationskanal geworden. „Wir möchten einfach gerne da sein und unseren Kund*innen auf allen möglichen Kanälen begegnen“, sagt Julia Babendreyer von Görg & Görg Wolle, die von Anfang an dabei war.
Mit einer Internetanbindung ist die Teilnahme ohne Anmeldung kostenfrei möglich. Kamera und Mikrophon sind von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig. Der Zugangslink ist hier: www.hybrider-einzelhandel-aachen.de .
Die Apotheken in Aachen beteiligen sich am bundesweiten Protesttag der Apothekerschaft am 23. März unter dem Motto „Apothekensterben stoppen – Koalitionsvertrag umsetzen“. Hintergrund seien „die seit Jahren unzureichenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“ für Apotheken, so wurde mitgeteilt, sowie die anhaltende Schließungswelle in Deutschland. Am Protesttag bleiben viele Apotheken in Aachen geschlossen.
OB in Haaren
Die Stadt Aachen lädt am Mittwoch, 18. März, ein zu einem Stadtteilspaziergang durch Haaren mit Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons. Beginn: 17 Uhr am Bezirksamt Haaren. Es besteht die Gelegenheit, sich vor Ort über aktuelle Themen auszutauschen und Anregungen einzubringen. Der Spaziergang endet gegen 18 Uhr am Zielort der anschließenden Sitzung der Bezirksvertretung.
Notenbasar
Am Mittwoch, 18. März, veranstaltet die Stadtbibliothek einen Notenbasar zugunsten des Fördervereins. Der Basar wird ganztägig während der regulären Öffnungszeiten der Bibliothek veranstaltet. Zum Verkauf stehen Notenhefte aus Rock, Pop, Jazz und Klassik. Alle Notenhefte werden zum Einheitspreis von 1 Euro pro Heft angeboten.
Ferienspiele
Ab sofort können Eltern und Kinder sich über www.aachen.de/ferienspiele die schönsten und spannendsten Angebote aussuchen und anmelden. Wer jetzt noch nichts Passendes gefunden hat: Das Angebot wird laufend aktualisiert und es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Im Portal finden sich auch die Einverständniserklärung und ein Datenschutzhinweis.
Dieser Tage jährte sich der Überfall zum vierten Mal. 1460 Tage, in denen es 300 Millionen Europäern nicht gelungen ist, den barbarischen Anführer von 150 Millionen Russen zu stoppen. „Nie mehr Krieg“, das bedeutet, dass man in der Lage ist, sich zu wehren, so dass kriegslüsterne, niederträchtige Diktatoren und Massenmörder erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Krieg zu beginnen.
***
In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Azubi-Speed-Dating
Vom 16. bis 21. März können Schüler*innen in Aachen an Thementagen Berufe kennenlernen, ausprobieren und beim Azubi-Speed-Dating direkt mit Ausbildungsbetrieben in Kontakt treten. Am Samstag, 21. März, ist das zdi-Netzwerk Aachen und Kreis Heinsberg als Aussteller im Aquis Plaza um Einblicke in MINT-Berufe und digitale Workshops zu geben. Weiterlesen
Neue Tretroller
Ein 4. Anbieter verleiht seine E-Tretrollern ab März in Aachen. Es handelt sich um den skandinavischen Mikromobilitätsanbieter Ryde. Er erweitert das bestehende Angebot der drei, bereits in Aachen engagierten E-Scooter-Betreiber Dott, Ridemovie und VOI. Die Gesamtmenge an Leih-E-Tretrollern in Höhe von 2000 Fahrzeugen bleibt erhalten. hier.
Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält künftig regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Zwischen dem 14. und 16. April steuert das Wertstoffmobil wieder die genannten Supermarkt-Parkplätze an. Hier Infos zu Terminen und Wertstoffen,Quelle: Presseamt
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org
***
Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.