Das Ludwig Forum hat eine neue Direktorin und schließt ab sofort seine Pforten

Zur neuen Direktorin des Aachener Ludwig Forums für Internationale Kunst hat der Stadtrat Eva Birkenstock (43) bestellt. Die Kunsthistorikerin und heutige Direktorin des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen (Düsseldorf) hatte sich im Auswahlverfahren als bestgeeignete Bewerberin durchgesetzt. Sie wird ihre Arbeit im Oktober 2021 beginnen. 

Mit großer Freude nahm die künftige Direktorin des Ludwig Forums ihre Bestellung auf: „Auf die hervorragende Arbeit meiner Vorgänger*innen anknüpfend, möchte ich das Ludwig Forum mit seiner herausragenden Sammlung als möglichst vielstimmigen, diversen und interdisziplinären Verhandlungsort aktivieren. In ungewissen Zeiten wie heute, ist die Rolle von Kunst und Kultur für mich wichtiger denn je, um alternative Denk- und Handlungsräume zu entwickeln. Die immer schon global gedachte Sammlung von Peter und Irene Ludwig ermöglicht hier fraglos zahlreiche hochspannende Anknüpfungspunkte.“

Eva Birkenstock. Foto: Moritz Krauth

Eva Birkenstock studierte Kunstgeschichte, Ethnologie und spanische Romanistik in Köln, Berlin und Havanna. Bevor sie 2008 die Ko-Direktion der Halle für Kunst in Lüneburg übernahm, arbeitete sie drei Jahre als wissenschaftliche Assistentin im Kunstverein Hamburg. 2010 war in am Kunsthaus Bregenz für das Programm der KUB Arena, der KUB Bildboards und der KUB Projekte verantwortlich.

Während eines Auslandaufenthalts im Rahmen eines Kurator*innen-Austausches 2014 in New York, leitete sie den Ausstellungsraum des Goethe-Instituts – das „Ludlow 38“ – und war von 2015 bis 2019 Kuratorin des unabhängigen Performance Projekts der Liste Art Fair Basel. Seit Herbst 2016 ist Eva Birkenstock Direktorin des Düsseldorfer Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen.

Museen schließen

Aufgrund des aktuellen Bundes-Infektionsschutzgesetzes werden ab Samstag, 24. April, erneut alle Museen in der Stadt bis auf Weiteres geschlossen. 

Die Stadtverwaltung teilt mit: Bereits erworbene Tickets werden zurückgegeben, bitte informieren Sie sich hierfür auf der jeweiligen Webseite über die Modalitäten.

Kataloge kann man gegen Rechnung unter der Mail-Adresse kulturservice@mail.aachen.de erwerben.

Den Service der Stadtbibliothek kann man weiterhin per „Click and collect“ wahrnehmen. Auch für diese Einrichtung hat der Rat der Stadt eine neue Direktorin bestimmt.

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Aachen bekommt abschließbare Fahrradgaragen

Fahrrad-Unterstände gibt es in vielen Variationen. Diese stehen in München gleich neben dem Ausgang einer U-Bahn-Station. Auch Aachen wird neue Fahrradabstellanlagen bekommen. Foto: AachenNews Archiv

„Errichtung gesicherter Fahrradabstellanlagen“, das ist genau das, was sich Eigentümer edler Stahlrösser wünschen. Fahrräder sind teuer, und E-Bikes noch mal extra teuer. 3000 Euro muss man hinlegen, wenn man ein gutes Teil kaufen will. Das lockt Heerscharen von Dieben an.

Gestern behandelten Aachens Mobilitätspolitiker*innen das Thema, es ging um die Aufstellung von gesicherten Fahrradabstellanlagen. Die müssen allerdings weit mehr „gesichert“ sein, als die oben dargestellten. Bei der Ausschuss-Sitzung konnte man eine Reihe solcher Anlagen sehen. Eine schöner als die andere.

Wer sich für Einzelheiten interessiert, schaue hier in die Vorlage der Stadtverwaltung. 14 Standorte sind vorgesehen, die 1. Anlage erhält der Bahnhof Aachen Schanz. 2.500 Stellplätze in bewachten Fahrradparkhäusern an Bahnhöfen mit hohem Pendleraufkommen zu schaffen, das schreibt der Radentscheid vor. Außerdem weitere 2.500 überdachte und beleuchtete Stellplätze an weiteren Bahnhöfen und wichtigen Verknüpfungspunkten des ÖPNV.

Pedelecs sind ein Verkaufsschlager. Im ersten Halbjahr 2020 stieg der Verkauf von Pedelecs in Deutschland um 15,8 Prozent (im Vergleich zum Vorjahreszeitraum).

Die Zahl der Fahrraddiebstähle ist in Aachen auf einem konstant hohen Niveau. Nach einem Rückgang im Jahr 2017 ist die Zahl der Fahrraddiebstähle in den letzten 2 Jahren wieder um 28 Prozent auf insgesamt 2.147 angestiegen. Jede/r kennt wohl einen, dem schon mal das Fahrrad geklaut wurde, manche wurden zweimal beklaut. Die Aufklärungsquote liegt in Aachen annähernd konstant bei unter 7 Prozent.

Mit Blick auf die Kombination Bahn/Rad bietet es sich an, Fahrradunterstände an den Bahnhöfen aufzustellen. „An Aachen Hauptbahnhof, Rothe Erde, Schanz und Westbahnhof stiegen 2019 täglich 19.955 Personen in den Nahverkehr ein“, steht in der Vorlage. Das seien 4 Prozent mehr gegenüber 2015.

Besonders an der Schanz und am Bahnhof Rothe Erde fehlt es an gesicherten Fahrradabstellmöglichkeiten. Über Standorte, Kosten und Finanzierung informiert euch die Vorlage.

Für ihre Enge ist die Stadt Aachen bekannt. Aachen hat kaum Freiflächen. Es wird eine Umstrukturierung einiger Pkw-Parkflächen zugunsten gesicherter Fahrradabstellanlagen – laut Verwaltung – „als nötig erachtet“. Das Protest-Geschrei der Liebhaber von Kraftfahrzeugen wird gigantisch sein, wenn erst mal die ersten Parkplätze den Radgaragen zum Opfer fallen.

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In Aachens Fußgängerzonen und Parks: Maskenpflicht. Unterdessen: Schauspieler*innen auf dem Holzweg

Kaum haben wir weniger Infizierte, weniger Kranke auf den Intensivstationen, weniger Tote, da werden die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gelockert. Dann – man hat es zur Genüge erlebt – folgt nach der Lockerung prompt eine Zunahme der Inzidenz. Nach einigem Zögern wird dann wieder verschärft, dann wieder gelockert, dann wieder verschärft und so geht es schon eine ganze Weile.

Will die Politik das Virus gar nicht plattmachen? Was hat die Politik eigentlich gegen Covid 19, das sich in Richtung NULL bewegt, dass sie immer wieder neu lockert, sobald Land in Sicht kommt? s. „Zero Covid“

AachenNews-Prognose: Die sonderbare Bundesnotbremse wird sofort wieder aufgehoben, sollte sich die Inzidenz in – schätzungsweise – Richtung 70 bewegen. Als wäre es der Politik vollkommen egal, wie es den Menschen geht, z. B. denen, die auf den Intensivstationen arbeiten.

Voll daneben

Auf die ganze, verfahrene Situation reagieren jetzt 53 sehr bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler vollkommen falsch, nämlich mit Bitterkeit, Zynismus und Ironie https://allesdichtmachen.de und bekommen Lob zum Beispiel von Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans Georg Maaßen (der bekanntlich als Abgeordneter der CDU in den Bundestag gewählt werden will) und anderen der AfD nahestehenden Personen. Die Beiträge sind so dermaßen missverständlich, dass die ganze Seite vermutlich bald gar nicht mehr erreichbar sein wird.

Dazu beim Berliner „Tagesspiegel“ weiterlesen. Hier.

Immer griffbereit: der Mund- Nasen-Schutz. Foto: AachenNews Archiv

Ab sofort ist in Aachen jedenfalls wieder Eindämmung der Infektionszahlen angesagt. Die neue Verordnung gilt ab sofort – in den Fußgängerzonen und ergänzend auch in bestimmten Parks und Grünanlagen. Die Verfügung ist nachzulesen unter aachen.de/corona in der Rubrik „Allgemeinverfügung Stadt Aachen Maskenpflicht“ und gilt zunächst bis zum 26. April.

Viele Menschen nehmen sich die strengen Vorgaben des Infektionsschutzes zu Herzen. Aber zunehmend scheint es, als würden die Menschen die strenge Notwendigkeit, sich zu schützen durch Distanz und Mund-Nasen-Schutz außer Acht lassen, vermutet man in der Aachener Stadtverwaltung. Wen wundert’s? Es wird doch sowieso gleich wieder gelockert, wenn die Zahlen sich nach unten bewegen.

Maskenpflicht gilt jetzt in den Fußgängerzonen: Augustinerplatz, Kockerellstraße, obere Pontstraße (von Markt bis Neupforte und von Driescher Gässchen bis Heilig Kreuz), Markt, Jakobstraße (bis Johannes-Paul-II Straße), Johannes-Paul-II Straße, Ritter-Chorus-Straße, Katschhof (inklusive der rückwärtigen Treppe des Rathauses), Krämerstraße, Hühnermarkt, Rethelstraße, Rommelsgasse, Hof, Körbergässchen, Romaneygasse, Münsterplatz, Kleinmarschierstraße (ab Jesuitenstraße), Schmiedstraße, Spitzgässchen, Domhof, Fischmarkt, Annastraße (von Fischmarkt bis Ecke Frère-Roger-Straße), Adalbertstraße, Holzgraben, Dahmengraben, Großkölnstraße, Buchkremerstraße, Ursulinerstraße, Wirichsbongardstraße (zwischen Reihstraße und Friedrich-Wilhelm-Platz), Burtscheider Markt (ab Ecke Hauptstraße), Kapellenstraße (im Bereich Viehhofstraße bis Altdorfstraße) und Altdorfstraße (bis Wendehammer).

Zudem gilt ab sofort in folgenden Parks die Pflicht zum Tragen einer Alltagsmaske: Elisengarten, Müschpark, Farwickpark, Stadtgarten, Kennedypark, Frankenberger Park, Bürger- und Jugendpark Moltkebahnhof, Burtscheider Kurgarten, Ferberpark, Nelson-Mandela-Park, Kaiser-Friedrich-Park, Von-Halfern-Park, Westpark, Hollandwiese.

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Hier ein interessanter Bericht über einen Pockenausbruch in Monschau im 19. Jahrhundert.

Hier ist ein Video, das man sich ansehen kann, wenn man sich fragt, was gegen die Pandemie zu tun ist. Und ob man überhaupt etwas dagegen unternehmen kann.

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5G steht in der StädteRegion Aachen erstmals „auf eigenen Beinen“

„Mobilfunk-Premiere in der StädteRegion Aachen: Als erster Anbieter in Europa hat Vodafone 5G Standalone freigeschaltet und macht damit erstmals den Datenaustausch in Echtzeit möglich.“ Das schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Demnach funkt die neue Mobilfunk-Generation 5G seit dem 16. April völlig unabhängig von der Vorgänger-Technologie LTE. Bislang werde 5G im Kernnetz europaweit von der bestehenden LTE-Infrastruktur unterstützt. „Vodafone stellt die LTE-Stützräder im 5G-Netz nun beiseite, Privat- und Industriekunden können die neue und komplett eigenständige 5G-Technik schon in diesem Monat kostenfrei mit ersten Smartphones nutzen.“

Als von 5G noch lange nicht die Rede war . . . Symbolbild

Kunden profitieren – laut Vodafone – dann von hohen Bandbreiten und den niedrigsten Latenzzeiten, die europaweit im Mobilfunk möglich sind. Und weiter heißt es: „Daten werden in der Städteregion Aachen ab sofort mit Verzögerungszeiten von gerade einmal 10 Millisekunden übertragen. Das ist so schnell wie das menschliche Nervensystem.“

Das bringe beispielsweise Vorteile für Gamer bei Online-Spielen und ermögliche neue Anwendungen in der Augmented Reality. Zudem verbrauchten die Handys mit der neuen Mobilfunktechnik rund 20 Prozent weniger Strom. Die Kunden müssten ihre Smartphones also seltener aufladen.

Damit der Datenaustausch in Echtzeit möglich wird, baut Vodafone bis 2023 angeblich insgesamt zehn 5G Rechenzentren, wo die Daten noch schneller als bislang verarbeitet werden. Das Deutschlandweit erste 5G Rechenzentrum habe Vodafone bereits in Frankfurt in Betrieb genommen.

Zeitgleich haben Vodafone-Techniker in der StädteRegion Aachen am 16. April die ersten 6 5G-Antennen an das neue 5G Rechenzentrum und das komplett eigenständige 5G-Kernnetz angebunden. Deutschlandweit seien jetzt rund 1.000 Antennen bereit für die schnellste Mobilfunk-Technik. 

„Als erster Netztreiber legen wir bei 5G die LTE-Stützräder beiseite und starten mit einem 5G Kernnetz – nicht für interne Tests, sondern im Livenetz für unsere Kunden, die in der Städteregion Aachen schon in diesem Monat an ersten Orten Echtzeit im Mobilfunk erleben können“, so lässt sich VodafoneDeutschland CEO Hannes Ametsreiter in der Pressemitteilung zitieren.

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Dazu Anke Domscheit-Berg heute im Bundestag: Recht auf schnelles Internet

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Großer Monarch winkt mit dem Klenkes

Im Zentrum von Aachen stand einst das Hotel Großer Monarch. Heute befindet sich dort ein Parkhaus, das bald abgerissen wird. Es ist geschlossen.

Unter dem Hotel gab es mal eine von Aachens heißen Quellen, die ebenfalls Großer Monarch hieß und heute noch heißt. Das Wasser, einstmals 41 Grad heiß, sprudelte aus der Erde und versorgte teilweise die Bäder des Hotels.

Durch die Förderung der benachbarten Rosen- und Kaiserquelle ist der Große Monarch heute stark beeinträchtigt. Anfang des 20. Jahrhunderts führte die Quelle noch mineralisiertes Thermalwasser mit 41 °C, heute ist sie nur noch rund 20 °C bis 26 °C warm, und das Thermalwasser ist stark mit oberflächennahem Grundwasser verdünnt.

Aachen hat die mit 72 Grad heißesten Quellen Mitteleuropas. Einzelheiten hier.

An die Quelle, von deren Existenz schätzungsweise 90 Prozent aller Aachener*innen überhaupt keine Ahnung mehr haben, erinnert plötzlich ein Schriftzug. Rechts sieht man ein Wesen, das mit dem kleinen Finger winkt. Eine Geste, die auch nur Aachener*innen richtig zu deuten wissen.

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Europa: Pirat gegen Massenüberwachung, für den Schutz der Privatsphäre

Der Katschhof bildet mit seiner Pflasterung, mit dem Dom an der einen und dem Rathaus an der anderen Seite ein Ensemble. Er markiert Aachen als Europastadt, in der der bedeutendste europäische Preis (Karlspreis) verliehen wird. Rechts: das Gebäude der Domsingschule. Foto: Henning Brinkmann

Der französische Staatsgerichtshof hat heute die 12-monatige Vorratsspeicherung von Informationen über die Kontakte und Bewegungen der kompletten Bevölkerung aufrecht erhalten, da eine „Bedrohung der nationalen Sicherheit“ vorliege. Es liege ein erhöhtes Risiko von Terroranschlägen und ausländischer Spionage vor. Der Gerichtshof erlaubte außerdem, die Vorratsdaten weiter für allgemeine Strafverfolgungszwecke zu verwenden.

Der Europaparlamentarier und Bürgerrechtler Patrick Breyer (Piratenpartei) kritisiert das Urteil scharf. Er teilt mit:

Das pauschale Sammeln von Metadaten aller Menschen macht uns im Grunde genommen nackt im System und verstößt fundamental gegen EU-Grundrechte. Das wahllose Sammeln von sensiblen Informationen über soziale Kontakte (auch Geschäftskontakte), Bewegungen und das Privatleben (z.B. Kontakte zu Ärzt*innen, Anwält*innen, Betriebsrät*innen, Psycholog*innen, Beratungsstellen etc.) von Millionen unverdächtiger Bürger*innen ist
eine radikale Maßnahme der Massenüberwachung.

Nur in Ausnahmesituationen, wie z.B. bei einem drohenden Terroranschlag, hat der Europäische Gerichtshof eine pauschale Vorratsdatenspeicherung vorübergehend erlaubt, aber das französische Urteil macht sie zur Regel und zum Dauerzustand. Dies pervertiert die EU-Rechtsprechung zum Schutz unserer Grundrechte auf Privatsphäre und Meinungsfreiheit.

Ich rufe unsere französischen Freunde auf, diese Entscheidung und den darin zum Ausdruck kommenden französischen Exzeptionalismus anzufechten. Eine pauschale Vorratsdatenspeicherung schafft untragbare Risiken des Missbrauchs und des Verlusts vertraulicher Informationen über unsere privaten und geschäftlichen Kontakte, Bewegungen und Interessen.

Lassen Sie uns dafür sorgen, dass Freiheit herrscht und nicht Generalverdacht
und Angst!“

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Hier eine Meldung aus dem Berliner „TAGESSPIEGEL“-Redaktion. Klar wird, dass die einmal erhobenen Daten fleißig missbraucht werden. Sogar von Polizeibeamten.

Die Sanktionsstelle der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit haben 2020 insgesamt 47 Bußgelder in Höhe von insgesamt 77.250 Euro festgesetzt. Daneben seien 38 Zwangsgeldbescheide erlassen worden; in fünf Fällen sei ein Strafantrag gestellt worden.

Ein Großteil der Verfahren (33), so berichtet der Tagesspiegel, hätten sich gegen Polizeibeamt*innen gerichtet, die unbefugt „personenbezogene Daten Dritter aus der polizeiinternen Datenbank POLIKS“ abgerufen hätten. In einem Fall habe eine Polizistin POLIKS genutzt, um die Ex-Freundinnen des neuen Lebensgefährten ausfindig zu machen und zu Gesprächen aufzusuchen.

In einem anderen Fall hätte ein Polizist die Daten sämtlicher Nachbar*innen aus dem eigenen Mehrfamilienhaus abgefragt, um sie später in nachbarschaftlichen Streitigkeiten auszuspielen.

Ein Polizist habe POLIKS als Suchmaschine für die Kontaktdaten eines Kartenspielverkäufers genutzt, nachdem er die richtige Telefonnummer über „Google“ nicht gefunden hätte.

Quellen: https://checkpoint.tagesspiegel.de/langmeldung/2o5fmD9Qc2KYESezlggmIs

und hier: https://www.morgenpost.de/berlin/article231988439/Polizisten-missbrauchen-Datenbank-fuer-private-Zwecke.html

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Mobilitätausschuss tagt, und ihr könnt online dabei sein

Unser aller Mobilität ist (lässt man mal kurz die Pandemie außer Acht) das Thema der Politik in Aachen schlechthin. Die Stadt erstickt in „normalen“ Zeiten im Verkehr. Auf den Bürgersteigen werden Leute von Radlern erschreckt und angefahren. Auf den Straßen werden Radfahrer*innen von Autos und Bussen in die Enge getrieben und schlimmeres. Pkw stehen in allen Straßen rum und im Stau und verpesten die Luft im Talkessel. Und zwischen allem fahren und stehen auch noch Busse und Lkw.

Die autogerechte Stadt hat sich als lebensfeindlich erwiesen, kein Mensch möchte sie erhalten. Was aber wollen wir dann?

Diese Fragen behandelt in Aachen der Mobilitätsausschuss, und dessen Arbeit könnt ihr beobachten, dann entscheiden, wer da die vernünftigste Politik macht und entsprechend in ein paar Jahren die Leute wählen, die euren Interessen gemäß gearbeitet haben.

Die nächste Sitzung des Mobilitätsausschuss tagt am Donnerstag, 22. April. Er beginnt mit einer digitalen Veranstaltung um 17 Uhr. Interessierte können teilnehmen und die teils sehr kontroversen Debatten der Ausschussmitglieder verfolgen. Ihr könnt nur zuschauen und zuhören, könnt aber nicht mitreden. 

Wer an der Digitalveranstaltung in Form eines Zoom-Webinars teilnehmen möchte, kann sich über folgenden Link registrieren lassen: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_6mmoL594SjiPeLshK41WeQ

Nach Eingabe des Namens und der Mailadresse bekommt ihr die Zugangsdaten für die Onlinesitzung direkt per Mail zugesandt. Es ist wirklich ganz einfach.

Online dürfen die Politiker leider nicht abstimmen. Dazu muss man persönlich anwesend sein. Deshalb werden die benötigten Beschlüsse zu den einzelnen Tagesordnungspunkten in einer Präsenzsitzung des Mobilitätsausschusses im Eurogress gefasst. Diese Sitzung beginnt nach der Online-Sitzung um 20.30 Uhr im Sitzungssaal K1. Auch die ist öffentlich. Eine Teilnahme dort sollte aber aufgrund der aktuellen Corona-Lage gut überlegt sein.

Jede Menge Traffic (hier: Theaterstraße in Aachen). Wieviel davon muss tatsächlich stattfinden? Wieviel lässt sich reduzieren? Womit? Derartige Fragen versucht die Politik im Mobilitätsausschuss zu klären. Foto: AachenNews Archiv
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Neue Sicherheitskurse für alle, die auf ein Pedelec umsteigen

Es ist ein richtiger Hype. Erstaunlich viele Menschen kaufen sich ein Pedelec – natürlich auch in Aachen. Das Fahren ist ein Vergnügen, verlangt aber eine gewisse Wendigkeit, die einem fehlt, wenn man z. B. seit über 20 Jahren nicht mehr auf einem Fahrrad oder Mofa gesessen hat.

Der „Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing“ der Stadtverwaltung, der auf AachenNews immer schlicht „Presseamt“ genannt wird, was eigentlich eine falsche Bezeichnung ist, aber griffig und kurz, teilt mit:

Die Stadt bietet am Mittwoch, 28. April, von 16 bis 19 Uhr für Pedelec-Nutzer*innen einen Grundkurs im Floriansdorf und am Donnerstag, 29. April, von 16 bis 19 Uhr einen Aufbaukurs für Pedelecs auf dem Verkehrsübungsplatz an der Hohenstaufenallee an. 

„Mit unserer Kampagne ‚FahrRad in Aachen‘ möchten wir erreichen, dass mehr Aachenerinnen und Aachener mit dem Fahrrad sicher unterwegs sind.“ Das sagt Dr. Stephanie Küpper, Projektleiterin von „Fahrrad in Aachen“. Dabei ist ihr natürlich der Aspekt der Verkehrssicherheit sehr wichtig. Wer mit dem Rad unterwegs ist, habe keine Knautschzone und daher sei es wichtig, sich auf dem Fahrrad sicher zu fühlen. Besonders der Umstieg auf ein Pedelec sollte daher geübt werden. 

Die Teilnehmer*innen lernen anhand spezieller Übungen, sich mit der Technik von Pedelecs vertraut zu machen. Für diejenigen, die überlegen, ein Pedelec anzuschaffen, steht ein begrenztes Kontingent an verschiedenen Modellen für eine Probefahrt zur Verfügung.

Anmeldung ist erforderlich und möglich über: fahrrad-in-aachen@mail.aachen.de .

Statt sich also in einen vollen Bus der ASEAG zu setzen (s. Foto), kann man natürlich auch sein gespartes Geld zusammenkratzen und sich ein Pedelec leisten.

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Europa im Klimawandel. Online-Diskussion mit Sven Giegold (Grüne)

Foto: EUROPE DIRECT Aachen

Gleich zu Beginn ihrer Amtszeit hat die EU-Kommission einen Vorschlag für einen „European Green Deal“ vorgelegt, um bis zur Mitte des Jahrhunderts klimaneutral zu werden. Doch kann damit die dringend notwendige ökologische Transformation der europäischen Wirtschaft gelingen?

Unterstützt die deutsche Bundesregierung den europäischen Plan ausreichend? Und was bedeutet das für die Menschen und Unternehmen vor Ort?

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen und die Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen laden gemeinsam zu einer Online-Diskussion am Mittwoch, 21. April, um 18 Uhr ein. Der Referent des Abends ist Sven Giegold, Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion für Wirtschafts- und Finanzpolitik und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Der Wirtschaftswissenschaftler ist seit über 20 Jahren in sozialen und ökologischen Bewegungen aktiv. 

Bei der Diskussion könnt ihr online Fragen und Kommentare per Tastatur eingeben, Moderatorin Eva Johanna Onkels wird die Fragen weitergeben. Anmeldung erfolgt online unter https://ogy.de/Klimawandel-21-04-2021.

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Gigantische Baustelle im Frankenberger Viertel

Wo einmal das grüne Gebäude der Vegla (Bismarckstraße) stand, wachsen hinter Bauzäunen die Gerüste in die Höhe. Es entstehen Wohnungen, Büros, Arztpraxen und Läden. 400 Menschen werden einmal zusätzlich im Frankenberger Viertel wohnen und an schönen Tagen in den Frankenberger Park gehen. Hoffentlich denken sie daran, dass sie ihre Pkw sehr preisgünstig im Parkhaus der Aachen Arkaden abstellen können. Dort ist noch viel Platz.

Ein gigantischer Rohbau schiebt sich auf 9000 Quadratmetern so langsam die Bismarckstraße hinauf. Und das soll angeblich alles schon Ende 2022 tippitoppi fertig sein? Kaum zu glauben.

Zwischen Oppenhoffallee und Bismackstraße entsteht das Projekt „Viktoria“, ausgeführt von der Vivawest, die es vom Aachener Bauentwickler Nüsseler übernommen hat.

9 Mehrfamilienhäuser werden gebaut, alle 5- bis 6-geschossig, was ziemlich hoch ist im Vergleich zur direkten Nachbarschaft. Es sind 65 frei finanzierte Wohnungen und 28 öffentlich geförderte Wohnungen (letztere sind preiswert zu mieten), alle sind 44 bis 163 Quadratmeter groß. Hinzu kommen noch etwas über 100 Appartements für Studierende.

Es gibt eine Tiefgarage und angeblich über 300 Fahrradabstellplätze. Es wird ein ReWe-Markt einziehen, 4 Arztpraxen und ein dm-Markt. Die AWO wird dort eine Kita eröffnen (5-zügig) und natürlich wird es auf 2000 Quadratmetern noch Büros geben.

„Werde Erstmieter“ steht auf einem Bauzaun. Foto folgt.

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