Große Fahrrad-Demonstration. Polizei gestattet Fahrt über die Autobahn nicht

Die Klimabewegung „Fridays for Future“ hat für Freitag, 19. März, eine Fahrraddemo unter dem Motto „Verkehrswende jetzt!“ im Aachener Stadtgebiet angemeldet. „Der Anmelder rechnet mit bis zu 1500 Teilnehmern“, so teilte die Polizei mit.

Wegen der Demonstration könnte es in der Zeit von 16 bis 20 Uhr in Aachen zu Beeinträchtigungen des Verkehrs in den Bereichen Frankenberger Viertel, Breslauer Straße, Berliner Ring, Jülicher Straße, Europaplatz sowie des inneren und äußeren Grabenrings kommen. 

Die Demo wollte ursprünglich ein Stück über die Autobahn fahren. Aber: Die Aachener Polizei als zuständige Versammlungsbehörde hat die geforderte Teilroute – vom Europaplatz über die Autobahn 544 bis zur Abfahrt Rothe Erde – aus Gefahrenaspekten nicht bestätigt und eine Alternativroute benannt. Der Veranstalter hat gestern beim Aachener Verwaltungsgericht Beschwerde dagegen eingelegt. Die Entscheidung steht – soweit hier bekannt – bislang noch aus.

Bei einer Demo im vergangenen Jahr hatte das OVG Münster die Nutzung der Autobahn als Versammlungsfläche in zweiter Instanz untersagt. (am)

„Fridays for Future“ möchte nicht nur auf Fahrradstraßen und anderen Straßen demonstrieren, sondern auch auf der Autobahn. Symbolfoto: AachenNews Archiv

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Impfungen: Es geht weiter

Schon heute (Freitag, 19. 03. 2021) sollen die Impfungen wieder beginnen. Überall – auch im Impfzentrum der StädteRegion Aachen. Warum diese ganze Aufregung sein musste? Man weiß es nicht. Der Nutzen des Impfstoffs AstraZeneca ist 10.000 mal größer als das Risiko.

Hier (Krefelder Straße) wird heute wieder mit AstraZeneca geimpft. Es ist ein Impfstoff, der von Anfang an völlig zu unrecht umstritten war. Er ist preiswerter als die anderen Impfstoffe, weil er in einer Hochschule (Oxford) und nicht von einer privaten Firma erfunden wurde.

Alle, die für heute einen Termin haben, „sind herzlich eingeladen, diesen auch wahrzunehmen“, erklärt der Gesundheitsdezernent des StädteRegion, Dr. Michael Ziemons, in einer Pressemitteilung. Das gelte auch für die folgenden Tage!

„Wer Montag, Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag einen Termin gehabt hätte, kann einfach in der kommenden Woche zum vereinbarten Zeitpunkt zum Impfen kommen. Wir werden noch einmal alle, die einen Termin vereinbart hatten, per E-Mail anschreiben und den Ablauf erklären. Wer seinen Termin in der kommenden Woche nicht wahrnehmen kann oder möchte, wird um Absage oder Umbuchung gebeten“, so Ziemons.

Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca ist aus Sicht der EMA sicher. Es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass von dem Impfstoff ein allgemein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel ausgehe, teilte die Behörde mit. Die Bundesregierung hatte aufgrund einer Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts die Corona-Impfungen mit „AstraZeneca“ vorsorglich ausgesetzt, nachdem es in einigen wenige Fällen zu seltenen Hirnvenen-Thrombosen gekommen war.

Was ist AstraZeneca und wie wirkt es? Hier nachlesen.

Mai Thi Nguyen-Kim hat eine Nachtschicht eingelegt und erklärt alles noch mal sehr gut:

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Aachen kann neuerdings „zukunftsweisende Stadtentwicklung“ und Berlin schickt Geld

Dieses kaputte Parkhaus mitten in Aachen ist bald Geschichte. Für die Entwicklung des Büchels schickt Berlin eine Portion Extra-Geld. Foto: AachenNews Archiv

Eine tatsächlich erfreuliche Nachricht hat die Stadt Aachen erreicht: Bundesminister Horst Seehofer hat angekündigt, die Entwicklung des Altstadtquartiers Büchel mit bis zu 5,5 Millionen Euro zu fördern. Aachen ist damit eine von vier Kommunen in NRW, die den Zuschlag bekommen haben. Mit der Höhe der Fördersumme steht die Stadt bundesweit an dritter Stelle. 

Es freuen sich besonders: Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen („Das ist eine super Botschaft“) und Baudezernentin Frauke Burgdorff („Die Aachener Politik hat sich geschlossen hinter das Projekt gestellt und Rückendeckung bei Land und Bund geleistet. Danke dafür!“).

Aus der Projektübersicht des Bundesministeriums: „Wissen, Wohnen, Wiese“ sind die Schlagworte, unter denen im Herzen der Aachener Altstadt in einem kooperativen und beispielgebenden Entwicklungsprozess ein nutzungsgemischtes, urbanes Quartier entstehen soll, das von der Stadtgesellschaft gewollt und getragen wird. – Soweit das Ministerium.

In einem Verfahren, an dem sich viele Aachenerinnen und Aachener beteiligt haben, wurde ermittelt, dass man das Grundstück mitten in Aachen unter drei Aspekten neu gestalten möchte: Es könnte ein Wissensareal geschaffen werden, es könnte auch ein neuer Wohnbereich entstehen oder eine Art Wiese (ein Stückchen Grün inmitten des Häusermeeres). Für alle drei Aspekte liegen schon gute Pläne vor, jetzt muss nur noch entschieden werden, welchem man den Vorzug gibt und ihn realisiert.

Insgesamt werden 24 Projekte für zukunftsweisende Stadtentwicklung mit insgesamt rund 75 Millionen Euro vom Bund gefördert. Auf die Förderung hatten sich 98 Städte und Gemeinden aus ganz Deutschland beworben.

Weitere Infos zum Büchel unter www.buechel-aachen.de.

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Die Polizei warnt wieder vor Betrügern

Die Lage ist immer noch ernst, die Pandemie wird eher noch unangenehmer und das Virus noch gefährlicher als dass sich alles langsam zum Guten wendet. Der Situation scheint eine Steigerung zum Schlechten hin inne zu wohnen.

Jetzt wurde auch noch ein Impfstoff zurückgezogen, als wären wir nicht in einer Pandemie, also in einer ungeheuer gefährlichen Situation, sondern müssten – wie in einer „normalen“ Lage – mal eben vor einem eventuell gefährlichen Medikament geschützt werden. Dabei sind wir wohl eher in Lebensgefahr und alles ist erlaubt uns zu schützen. – Insofern sind viele Frauen und Männer verunsichert, und das nutzen andere aus, um Kasse zu machen.

Wieder muss die Polizei vor Betrügern warnen. Die Pressestelle der Polizei teilt mit:

Seit einem Tag melden sich erneut viele besorgte Bürgerinnen und Bürger bei der Aachener Polizei. Gestern gingen bereits mehr als ein Dutzend Anrufe ein. Betrüger geben sich am Telefon als Ärzte oder Verwandte aus und täuschen eine akute, zumeist medizinische, Notlage vor. Es werde dringend Geld für eine lebensrettende Behandlung gebraucht; ein Vermittler würde dieses dann zeitnah abholen. 

Immer wieder gelingt es Tätern mit solchen Betrugsmaschen, vor allem bei Senioren Bargeld oder Wertgegenstände zu erbeuten. „Bislang reagierten die Betroffenen richtig, beendeten das Gespräch und kontaktierten direkt die Polizei“, so wird mitgeteilt.

Außerdem bittet die Polizei: „Bitte informieren Sie Angehörige, Bekannte und Freunde über diese kriminelle Vorgehensweise.“

Weitere Hinweise hier: https://www.polizei-beratung.de/medienangebot/detail/228-im-alter-sicher-leben/

(pw)

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Hohenstaufenallee: Eure Einmischung ist erwünscht. Update: ein Link wurde korrigiert

Die Stadtverwaltung und die Politik bemühen sich z.Z. ehrlich, die Bürgerinnen und Bürger mitreden zu lassen, wenn es um den Umbau einer Straße geht. Man möchte die Wünsche der Leute kennenlernen und dann original umsetzen, sofern nicht gegen geltendes Recht verstoßen wird. Das ist schwieriger als man denkt.

Einfach mitteilen: „Hallo Leute, wir wollen die Hohenstaufenallee besser machen für Fußgänger und Radfahrer, teilt uns mal mit, wie ihr das haben wollt“, das geht so leider nicht. Wie aber dann? Die Verwaltung startet einen neuen Versuch. Sie teilt mit:

Die Hohenstaufenallee soll auf dem Abschnitt zwischen der Eisenbahnbrücke und der Limburger Straße umgestaltet werden, um die Sicherheit und den Komfort des Fuß- und Radverkehr zu verbessern.  

Die Fachverwaltung möchte der Öffentlichkeit die bisherigen Planungsideen im Auftrag der Politik bei einer Digitalveranstaltung vorstellen und mit ihr in den Dialog treten. Fragen und Anregungen sind erwünscht. Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 26. März, um 19 Uhr und wird auf dem YouTube-Kanal der Stadt Aachen ausgestrahlt: www.youtube.com/stadtaachen.

Wer teilnimmt, kann über das interaktive Online-Werkzeug „Slido“ Fragen stellen und Anregungen formulieren. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Die bisher vorliegenden Planunterlagen sind auch im Internet (www.aachen.de/hohenstaufenallee) oder im Foyer des Verwaltungsgebäudes „Marschiertor“, Lagerhausstraße 20, zu finden. Das Verwaltungsgebäude ist montags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr geöffnet.

Wer sich zu den Planungsvorschlägen der Fachverwaltung äußern möchte, kann das schriftlich im Foyer des Verwaltungsgebäudes tun, wo ein Briefkasten hängt, oder auch per Mail: hohenstaufenallee@mail.aachen.de

Internet: www.aachen.de/hohenstaufenalleewww.aachen.de/aachenmoove

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Hier seht ihr, was euch inspirieren könnte bei der Suche nach einer Lösung. Hoffentlich klappt es mit dem Link.

Sicherlich das markanteste Gebäude in der Hohenstaufenallee: Das neue Kompetenzzentrum Mobilität der Aachener Fachhochschule (Ecke Mariabrunnstraße).

Und schon ist der Kommentar einer Leserinn eingegangen, dem ich nur gänzlich zustimmen kann. Lest selbst:

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CDU verliert und Laschet meldet sich nicht

Bei der Wahl gestern sind zwei Parteien baden gegangen: CDU und AfD. Bei der AfD haben jetzt offenbar mehr Leute gemerkt, dass die genau NULL Ideen hat hinsichtlich Pandemie und insbesondere hinsichtlich der Not der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Bei der CDU scheint auch keiner mehr Lust zu haben, sich noch in die Schlacht zu werfen. Was will man gegen zwei so starke Persönlichkeiten wie Winfried Kretschmann (Grüne) und Malu Dreyer (SPD) ausrichten??? Nichts. Da kann man doch nur verlieren. Auffallend: Armin Laschet als Chef der CDU hat gestern kein Tönchen von sich gegeben, nicht mal einen Tweet setzte er ab. Finde das zu wenig.

 Keiner zu Hause bei der CDU? Seien wir ehrlich: Mit Merkels Abgang im September diesen Jahres ist klar, dass auch Klöckner, Altmaier, Seehofer und Kramp-Karrenbauer gehen werden. Die werden wir alle nach der Bundestagswahl nicht mehr sehen, egal wie die Wahl ausgeht

Und die haben auch jetzt schon keine richtige Lust mehr. „Sollen doch andere sehen, wie mit der Pandemie klarzukommen ist“, denken die sich. Jetzt gerade sind die beschäftigt mit der Suche nach anderen Jobs, nehme ich mal an. Andreas Scheuer werden wir in der Autoindustrie wiederfinden.

Zum Wahlergebnis: Die Masken-Affaire von CDU/CSU kann eigentlich nicht auf das Wahlergebnis durchgeschlagen sein – bei 65 Prozent Briefwahlen z. B. in Rheinland-Pfalz kam die Affaire zu spät. Das Impf-Desaster hat Stimmen gekostet, aber am meisten die Farblosigkeit der Spitzenkandidaten. Umso wichtiger wäre es, dass jetzt Laschet Profil zeigt und den Wähler*innen mal krass deutlich sagt, wo es seiner Ansicht nach ab September genau hingehen soll mit Deutschland.

Richtig schön ist, dass es der CDU gelungen ist, massiv Stimmen von der AfD geholt zu haben. In dieser Hinsicht kann man nur sagen: Weiter so.

Die CDU holte Stimmen von der AfD zurück, verlor aber an Grüne und FDP. Immerhin 80.000 sind mit allem einverstanden und gehen nicht zur Wahl.
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Neues E-Scooter-Geschwader ist da, der Tierpark ist wieder offen und: Haus zu kaufen gesucht.

Die nächste E-Scooter-Flotte ist in Aachen angekommen. Außer VOI und TIER können wir jetzt auch noch auf E-Rollern von LIME durch Aachen flitzen. Die Roller sollen ein Beitrag zur Verkehrswende sein.

Die drei E-Scooter in Hellgrün/Weiß sind neu in Aachen. Das vordere Teil ist alt. Gesehen: vor dem Tierpark, Obere Drimbornstraße.

„Anytrip. Anytime. Anywhere.“ Ja, schön wär’s. Davon träumen viele in der Pandemie, ist aber nur ein Werbespruch von LIME. Weiter als bis zur Stadtgrenze geht es auf diesen Minirollern ohnehin nicht.

LIME ist der 3. Anbieter in Aachen. Sehr von Vorteil ist es, dass man diese Teile nach der Tour quasi überall abstellen kann (nicht in Fußgängerzonen). Allerdings nervte das wilde Parken auf Bürgersteigen und in Einfahrten schon den ein oder anderen. Die Linke brachte im Rat einen Antrag ein, dass die Stadtverwaltung dafür sorgen soll, dass das E-Roller-Aufkommen in Aachen in geregelten Bahnen abläuft.

1550 Stück sind heute auf Aachens Straßen unterwegs. 700 von VOI und 600 von TIER. Der Rest von LIME. Zugriff auf die Teile erhält man über eine App auf dem Smartphone. Nachts werden die Akkus aufgeladen.

UPDATE: Der E-Scooter-Vermieter Bird investiert 150 Mio. Dollar in seine Expansion nach Europa. Mehr als 50 Standorte sollen 2021 dazukommen. Aktuell ist Bird in knapp zwei Dutzend europäischen Städten aktiv, u.a. in Berlin, Köln und München. Vermutlich auch noch irgendwann in Aachen.

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Der Eingang vom Tierpark (Euregio Zoo)

Der Aachener Tierpark ist wieder offen und wurde am Sonntag sehr gut besucht. Man muss sich via elektronischem Buchungstool anmelden. Das Tool (hier zu finden) hat ein Mitarbeiter der RWTH freundlicherweise gebastelt, als er erfuhr, dass der Zoo zwar öffnen darf, aber kein Anmeldeportal im Internet hat (und auch keins kaufen könnte) und so eigentlich geschlossen bleiben müsste.

Man muss beim Anmelden angeben, wann man am Tierpark ankommen wird. Auch werden die Besucher*innen gezählt, damit nicht zu viele sich im Park drängeln. Es kann also sein, dass man trotz Anmeldung warten muss. – Tja, 2021 ist alles komplizierter geworden.

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Falls ihr gerade ein Haus zu verkaufen habt: Hier wäre ein Interessent.

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Tunnel Hüttenstraße bleibt noch vier bis fünf Monate zu

Die Tunneldurchfahrt Hüttenstraße unter der Eisenbahnlinie Aachen-Köln muss bis auf weiteres für den Kraftfahrzeugverkehr vollständig gesperrt bleiben. Das teilte jetzt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit.

Hier dürfen nur noch Fußgänger und Radfahrer passieren. Wie es innen aussieht: s. unten.

Anfang Februar hatte sich gezeigt, dass dauerhaft Wasser durch Fugen und schadhafte Stellen im Asphalt ausgetreten ist. Der Tunnel wurde daraufhin für den Verkehr gesperrt und die Asphaltfläche an der Stelle geöffnet, wo besonders viel Wasser nach außen drängte. Die Regionetz GmbH konnte bei der Überprüfung der Wasserleitungen keine undichten Stellen feststellen.

Daraufhin wurde eine tiefere Grube im Tunnel ausgeschachtet, um feststellen zu können, woher die großen Wassermengen kamen. Inzwischen steht fest, dass Grundwasser permanent an die Oberfläche drängt. Ein von der Stadt beauftragter Gutachter hat die Situation vor Ort überprüft und einige Maßnahmen vorgeschlagen, wie das Wasser aufgefangen und geordnet abgeleitet werden kann.

Jede Menge Wasser im Tunnel.

Die Stadt arbeitet mit Hochdruck daran, die dringend erforderlichen Bauarbeiten schnell auszuschreiben, zu vergeben und mit ihnen anzufangen. Aber sie kann zurzeit noch nicht sagen, wie lange der Tunnel Hüttenstraße noch gesperrt bleiben muss.

Nach Einschätzung der Fachleute könnten eventuell noch vier bis fünf Monate bis zum Ende der Bauarbeiten im Tunnel vergehen. 

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„Öcher machen Politik“. Fragt sich nur in welcher Form.

Man könnte manchmal denken, dass in Aachen ein richtiger Wettstreit im Gange ist. Motto: „Wer macht die beste/einzig wahre Bürgerbeteiligung der Stadt?“ Wer sich – wie so viele – nur am Rande mit Lokalpolitik befasst (manche haben tatsächlich noch was anderes zu tun), hat es wahrscheinlich noch nicht bemerkt. Aber in den Parteien schreien bei der Antwort auf die Frage alle: Ich, hier ich, ich, ich ich, hier, ich. – Na gut, die FDP ist eher still.

Die parteilose Oberbürgermeisterin (OB) und die Grünen wollen die Bürgerinnen und Bürger an Entscheidungen beteiligen, das haben sie uns ja schon im Wahlkampf wissen lassen. Die OB nutzt u. a. Facebook, dabei äußerst misstrauisch beobachtet von den Sozialdemokraten, die deutlich weniger sympathisch in den Sozialen Medien unterwegs sind.

Die Aachener Sozialdemokraten preschen vor und geben – gefühlt – ALLES, um das Thema Bürgerbeteiligung an sich zu reißen und es in das von ihnen selbst geführte Bürgerforum zu ziehen. Sie haben einen entsprechenden Antrag gestellt, der regelt, dass das Bürgerforum „Dreh- und Angelpunkt der Beteiligung“ sein soll. Dreh- und Angelpunkt? Sehr seltsam.

Die Bürgerbeteiligung von Aachen soll ganz in der Hand der SPD sein. Und sie soll tatsächlich auch noch „zentral organisiert werden“. Lest selbst und schaut, ob ihr euch über dieses Ansinnen freuen könnt. Hier Antrag Nr. 21 lesen. Dort geht es nebenbei auch um die Öffentlichkeitsarbeit der Verwaltung, die den Sozis irgendwie nicht gefällt (zu wenig Text über die tolle Arbeit der SPD-Fraktion?)

Punkt 4 aus dem SPD-Antrag: „Die zentrale Institution“ der Bürgerbeteiligung soll das Bürgerform (!) sein. Mal sehen, ob es dafür eine Mehrheit im Rat gibt. Vorsitzender des Bürgerforums ist der ehemalige OB-Kandidat der SPD, Mathias Dopatka.

Dabei möchte – als weiteres Medium der Beteiligung – in Aachen jetzt auch noch ein Bürgerrat die Arbeit aufnehmen (s. u.).

Wer behält da noch den Überblick? War es wirklich die mangelnde Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, die den Niedergang der Innenstadt in Gang setzte, das Klima zum Thema Nummer 1 machte und die Grünen zum Hoffnungsträger mit am Ende der größten Fraktion im Rat? Hab ich da was verpasst?

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Was will der Bürgerrat? Am kommenden Dienstag, 16. März, erfährt man es. Da berät das Bürgerforum ab 18 Uhr im Rahmen eines Zoom Webinars den Antrag einer Initiative engagierter Bürger*innen aus Aachen.

Unter dem Motto „Öcher machen Politik“ wird die Einrichtung eines Bürgerrats für Aachen vorgeschlagen. Die Initiative stellt ihr Konzept zu Struktur und Abläufen dieses Bürgerrats vor und diskutiert es mit dem Bürgerforum, mit Expert*innen und interessierten Aachener*innen.

„Reden Sie mit“, so lautet die Aufforderung einer neuen Initiative in Aachen. Gesehen im Fenster der Fraktion „DIE Zukunft“. Ist das nicht alles ein wenig zu viel Bürgerbeteiligung? Wer behält da den Überblick?

Mehr Infos sowie den Zugangslink zur Dialogveranstaltung gibt es unter 
www.aachen.de/buergerforum sowie auch unter www.buergerrat-aachen.de. Wer an der Veranstaltung nicht teilnehmen kann, hat voraussichtlich ab Donnerstag die Möglichkeit, sie online auf dem YouTube-Kanal der Stadt Aachen unter www.youtube.com/stadtaachen anzusehen.

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Ein (Schul-)Beispiel für schlechte Kommunikation und PR

Hier wird der Weg nachgezeichnet vom State of the Art zum 2.-Wahl-Produkt. Was für ein Fail! Da kann man mal echt was draus lernen.

„Wegen schlechter Kommunikation und PR“ hat der Corona-Impfstoff von AstraZeneca Lade­hemmungen, sagt Philipp Walulis. Der PR-Berater Marc Däumler nennt den Fall ein „PR-Desaster für die Geschichtsbücher“ und begründet: „Man hat die Arbeitsweise der modernen Medien nicht beachtet.“

Als Höhepunkt kamen zuletzt noch Informationen um den in Dänemark gestoppten Einsatz des Impfstoffs AstraZeneca, die danach relativiert wurden mit dem Hinweis, wer 1 Million sehr alte Menschen impft, müsse damit rechnen, dass nach dem Impfen – quasi innerhalb der natürlichen Sterberate – einige dieser Menschen versterben. Ohjeohjeohje. Alles mehr als nur krass ungeschickt.

Wer sich für schlechte/gute PR interessiert und dafür, wie aus dem Nichts eine große Skepsis entsteht, schaue sich dieses 20-Minuten-Video an. Lustig ist es aber nicht.

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Ebenfalls sehenswert diese Woche mal wieder, Jan Böhmermann. Darinnen die Wahrheit über Österreich und den Beginn der Pandemie in Ischgl.

https://www.zdf.de/comedy/zdf-magazin-royale/zdf-magazin-royale-vom-12-maerz-2021-100.html?newsletter=true

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