Tourismus: Die Branche blickt in einen Abgrund

5 Jahre im Tourismus- und Kulturausschuss – da bekommt man einen guten Einblick in die Branche und kann sich mit kreativen Ideen einbringen.

„Wie geht es eigentlich dem Tourismus? Du bist doch im Tourismus- Ausschuss.“ – Ja, bin ich, und mit dem Tourismus habe ich mich in den letzten 5 Jahren – für meine Verhältnisse – ganz schön viel befasst.

Dieser Ausschuss ist ein Gremium der StädteRegion, CDU und Grüne haben darin die Mehrheit. Aber dort überlegen alle gemeinsam (also auch die Vertreter*innen von SPD, FDP, Die Linke und ich als Piratin), wie der Tourismus im Norden und im Süden der StädteRegion am wirkungsvollsten gefördert werden kann? Zum Beispiel mit bedeutenden Kunstausstellungen in Monschau, mit Technik-Ausstellungen im Alsdorfer Energetikon und natürlich ganz besonders mit Naturerlebnissen im Nationalpark und entlang der Rur zum Beispiel. 

Am 27. Mai war das, als im Ausschuss unter Punkt 7 auf der Tagesordnung stand: „Touristische Entwicklung und Aktivitäten in der Corona Krise“. 
Ja, gute Nacht zusammen, da sah man nämlich die schöne Eifeler Tourismusbranche im freien Fall nach unten.

Seit Mitte März hatte es die Welt mit einer galoppierenden Pandemie zu tun. Lockdown. Shutdown. Stillstand. Umsatzeinbußen von 50 Prozent und mehr wurden für die Tourismusbranche 2020 vorausgesagt. Ältere Menschen – eine Bevölkerungsgruppe, die gern wandert und Radtouren unternimmt – schlossen sich quasi zu Hause ein. 

Es gab keine Reisen mehr, keine Veranstaltungen, Hotels machten alle zu, Gaststätten und Cafés ebenfalls. Gastgewerbe und Reisebranche blickten in  Abgründe. Eine Welle von Insolvenzen würde auf uns zukommen, hieß es. In der Eifel wurden reihenweise Pauschalbuchungen und Führungen storniert. Von diesem Niedergang werde sich die Branche so schnell nicht mehr erholen, vermuteten Politiker.

Ob zur Narzissenblüte oder dem Frühling am Rursee: „Stay at home“ lautete die Devise und das taten die Menschen auch, registrierten dabei mit Grausen die schrecklichen Zustände im Ausland.

Als auch noch die Schulen geschlossen wurden, gab es bald nur sehr wenige Neuerkrankungen, kaum noch Tote. Man war erleichtert. – Der Sommer brachte prompt „Lockerungen“.

***

Jetzt ist der Neustart in vollem Gange. Der Wind hat sich gedreht, es geht von einem Extrem ins andere. In einer Woche sind Herbstferien.

Seit August etwa haben auch jüngere Zeitgenossen und Familien mit kleinen Kindern die Eifel als Naherholungsgebiet entdeckt. Menschen setzen sich in Wohnwagen oder machen erstmals im Leben Urlaub im Zelt. Parkplätze müssen wegen Überfüllung geschlossen werden. Gruppen wandern durch Teile des Nationalpark Eifel querfeldein, Picknickplätze findet man in Naturschutzgebieten. Alles total verboten.

Fast scheint es, als müsste der Nationalpark wegen Überfüllung geschlossen werden. https://www.nationalpark-eifel.de/de/nationalpark-erleben/aktuelle-informationen-der-nationalparkverwaltung/

Dort wurden 50 Prozent mehr Gäste registriert als im Jahr zuvor, ist in der Rheinischen Post zu lesen. Das Touristen-Aufkommen in der Eifel ist jetzt gewaltig, Naturschützer fordern schon hohe Strafen und Bußgelder für alle, die sich nicht an die Regeln halten und die Natur nicht schonen. 

Dazu ein RP-Audio-Artikel:

https://rp-online.de/nrw/panorama/urlaub-und-ausflug-in-nrw-in-corona-krise-nationalpark-und-wald-ueberlaufen_aid-53665525

***

Doch zugleich wird eine altbekannte Entwicklung stets bedrohlicher für den Tourismus. Zum Wandern und Radfahren gehört die (gemeinsame) Einkehr. Immer öfter hört man aber von Touristen, dass sie in den Eifeldörfern keine Gaststätten mehr vorfinden.

Diese mussten geschlossen werden – aus Mangel an Personal. Fachkräfte und Auszubildende wollen offenbar lieber in den Städten leben und arbeiten. Oder der Eigentümer hat das Rentenalter erreicht, hat aus Altersgründen den Zapfhahn hochgedreht und fand keine Nachfolger. Oder die Gaststätte/Pension war noch offen, aber es wurde schon viele Jahre nicht mehr in ein ansprechendes Outfit investiert. Die Touristen fanden in Nähe der Rad- und Wanderwege keine qualitativ hochwertigen Einkehrmöglichkeiten.

Schon im August war diese Entwicklung Gegenstand der Diskussion im Fachausschuss. Und es wurde beschlossen, dass sich die Verwaltung der StädteRegion intensiv damit beschäftigen soll. Hier wird unter „Sachlage“ die Situation ganz gut geschildert.

Anhand dieser Analyse will man herausfinden, was angesichts der besonderen Lage eigentlich zu tun ist? Denn was nützen die schönsten Rad- und Wanderwege, wenn Touristen fernbleiben weil sie unterwegs nicht mal ein kühles Getränk zu sich nehmen können? Oder nicht in einer Pension übernachten können, die ihren Ansprüchen entspricht?

Wie bekommt man Personal in die touristisch attraktiven, abgelegenen Dörfer? Wie überzeugt/lockt man Investoren? Der Ausschuss wird sich mit diesen und ähnlichen Fragen in den kommenden Jahren befassen. Ob ich allerdings (wegen des schlechten Abschneidens der Piratenpartei bei der Kommunalwahl) noch dabei sein werde, muss jetzt abgewartet werden.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Alkuin Realschule bis zu den Herbstferien zu

Eine Lehrperson der Alkuin Realschule wurde positiv auf das Corona-Virus getestet.“ Das teilte jetzt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit.

Aufgrund einer Veranstaltung, an der fast das komplette Lehrerkollegium teilgenommen habe, werde die Alkuin Realschule faktisch bis zu den Herbstferien (beginnen am 12. Oktober) geschlossen sein. Bei der Veranstaltung wurden angeblich AHA-Regeln nicht konsequent eingehalten. Die Lehrerinnen und Lehrer sind in häuslicher Quarantäne, dürfen aber, soweit symptomlos, von zuhause aus weiter arbeiten. 

Die Schülerinnen und Schüler der Schule seien nicht automatisch in Quarantäne, die betreffende Lehrperson habe im Unterricht Maske getragen, so wird weiter mitgeteilt. Im Schulalltag seien alle Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten sowie Mund-Nasenschutz getragen worden, so dass für Schülerinnen, Schüler und deren Eltern grundsätzlich kein Grund zur Sorge bestehe.

Auch im Couven-Gymnasium in Aachen sind einzelne Klassen bis zu den Herbstferien in Quarantäne.

***

Und jetzt mal ganz weit weg von Aachen

Unterdessen unternimmt der am Coronavirus SARS-CoV-2 erkrankte amerikanische Präsident eine Spritztour in einem komplett abgeschlossenen Wagen. Er gefährdet überflüssigerweise seine Begleiter und man fragt sich, wieso ihm das gestattet wird. Krass. Er bringt andere in Lebensgefahr um sich als gesund, stark und unverwüstlich zu zeigen.

Wenn man bedenkt, wie er in dem TV-Wahlkampfgespräch seinen Konkurrenten Joe Biden angebrüllt hat, ist es kaum glaubhaft, dass dieser nicht ebenfalls infiziert ist. Es wird wohl nicht möglich sein zu erfahren, was wirklich vorgeht in diesem Wahlkampf in den USA.

Nebenbei: Trump ist quasi ein Parade-Bespiel für die toxische Männlichkeit. Wie im Lehrbuch unterliegt er dem Zwang, sich immer als stark und unverletzlich darstellen zu müssen, niemals Schwäche zeigen zu dürfen. Dieser Zwang ist für den Betroffenen selbst gefährlich, aber leider nicht nur für ihn selbst. Er ist auch für andere lebensgefährlich.

Über 200.000 von Trumps Landsleuten sind schon an dem Virus gestorben.

Zum Runterladen. Was ist toxische Männlichkeit? Ein Podcast.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Pendler parken demnächst am Hangeweiher. Freibad wird für 1,5 Millionen modernisiert.

Soll ein P&R-Platz werden: Der große Parkplatz direkt neben dem Schwimmbadgelände. Das Freibad selbst wird für fast 1,5 Millionen Euro weiter verschönert.

Das wär doch mal was: Aus der Eifel oder aus Belgien mit dem eigenen Pkw Richtung Aachen fahren, dort den Wagen abstellen und umstandslos mit einem Bus der Aseag in die Innenstadt fahren.

Wenn Realität wird, was jüngst im Mobilitätsausschuss beschlossen wurde, dann werden Pendler bald den Parkplatz am Hangeweiher nutzen können. Der Schotterplatz könnte für 10.000 Euro hergerichtet werden. 120 Stellplätze stünden dann bereit. Und die Linie 2 der Aseag hält direkt nebenan in der Goethestraße. Für 5 Euro könnten dann 5 Personen per Bus in die Innenstadt fahren.

Damit nicht genug: Der Platz sollte beleuchtet sein, eine öffentliche Toilette haben, dort sollte es eine von diesen beleuchteten Tafeln mit den Abfahrtzeiten der Busse in Echtzeit geben. Und es sollte eine eindeutige Beschilderung mit Hinweisen auf das P&R-Angebot geben. Matthias Achilles, Pirat im Ausschuss, schlug das vor, einstimmig wurde es so beschlossen.

Fast 1,5 Millionen Euro für das Freibad

Die Stadt Aachen erhält überraschend 1.485.000 Euro für die Sanierung des Freibad Hangeweiher aus Berlin. Das Geld stammt aus einem Bundesprogramm. War der Aachener Antrag zunächst nicht berücksichtigt worden, konnte er nun doch noch befürwortet werden, weil die Mittel für das Programm 2020 um weitere 600 Millionen Euro aufgestockt wurden.

Damit möchten die Politiker*innen in Berlin „dem Investitionsstau bei der Sanierung kommunaler Infrastruktur begegnen“, heißt es in einer Mitteilung. 

Mit dem Geld kann der bereits geplante, dritte Bauabschnitt in Angriff genommen werden: Die gut 50 Jahre alten Hochbauten sollen durch neue, moderne Gebäude ersetzt werden. Es würden die Umkleidebereiche und Sanitäranlagen modernisiert.

Die Eingangssituation soll ebenfalls komplett neu gestaltet werden, auch um zukünftig an besonders besucherstarken Tagen lange Schlangen an den Kassen zu verhindern. In den vergangenen Jahren ist mit Geld aus der Kasse der Stadt Aachen bereits für 2,1 Millionen Euro die gesamte Technik des Bades erneuert worden. In einem zweiten Abschnitt wurden bereits für 2,7 Millionen Euro das Becken und die Außenanlagen erneuert.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Geht doch: Niedrige Mauer hält Pkw in der Spur

In der Einmündung Vaalser Straße/Bleiberger Straße hat im Juli diesen Jahres ein rücksichtsloser Autofahrer einen schweren Unfall verursacht. Ein Radfahrer wurde schwer verletzt.

Steine halten jetzt auf der Vaalser Straße die Autofahrer*innen von gefährlichem Fehlverhalten ab. Die Steine verhindern auf 60 Metern, dass immer wieder jemand verkehrswidrig von der Vaalser Straße nach links in die Bleiberger Straße einbiegt. Dabei kommen Radler in Bedrängnis. Im Juli diesen Jahres hatte das einen Pedelec-Fahrer (59) fast das Leben gekostet.

Die Initiative „Radentscheid Aachen – Aachen sattelt auf“, der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) hatten protestiert und sich Ende Juli in einem gemeinsamen offenen Brief an Oberbürgermeister Marcel Philipp gewandt und konkrete Vorschläge für einen Umbau der Bleiberger Straße im Einmündungsbereich der Vaalser Straße unterbreitet.

Die deutlichen Worte der Fahrradverbände haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Im Netz wurden zusätzlich die regelmäßig stattfindenden Verkehrsvergehen mit Fotos dokumentiert. Und so wurden jetzt genau vor die Einfahrt 21 Zentimeter hohe Steine aneinander gelegt. Keine große Sache.

„Verkehrsunfälle, bei denen Menschen zu Schaden kommen, sind unabhängig von der Ursache und den Beteiligten schmerzhaft und überflüssig. Ein für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer sicheres Straßen- und Wegenetz ist Grundvoraussetzung für eine zukunftszugewandte Mobilität“, sagt Isabel Strehle, Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen. – Recht hat sie.

Gewölbte Kunststoffschwellen haben nicht gereicht. Ein Mäuerchen hält neuerdings rücksichtslose Autofahrer*innen davon ab, verbotswidrig von der Vaalser Straße in die Bleiberger Straße einzubiegen.
Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Als Naturschützer zwischen Baum und Borke

Allerhand Gestrüpp wird entfernt, weil der Vennbahn-Radweg ausgebaut wird.

Wie schön, der Vennbahn-Radweg wird verbreitert. Wie doof, es müssen Bäume gefällt und Flächen versiegelt werden. Soll man sich freuen?

***

Heute, Samstag, trifft sich wieder halb Aachen auf dem Vennbahn-Radweg. Rennradfahrer zischen an Spaziergänger*innen vorbei, E-Bike-Fahrer*innen überholen die auf den „normalen“ Rädern, und dazwischen sieht man Skater und sogar Rollerfahrer. Man muss höllisch aufpassen auf diesem Radweg. Erstens hat man selber eine gewisse Geschwindigkeit drauf, und dann wird man von anderen überholt, die nicht das geringste Geräusch von sich geben. Unheimlich, wie diese Stillen aus dem Nichts aufzutauchen scheinen.

Und doch ist eine Tour von Kornelimünster nach Aachen und zurück auf dem Vennbahn-Radweg deutlich sicherer und bequemer (weniger steil) als auf der Busspur der Trierer Straße zu absolvieren. Deshalb kommt Freude auf, weil dieser Radweg nun breiter wird. Und zwar auf etwas über 9 Kilometern – von Rothe Erde bis Kornelimünster.

Bezahlt wird dieser Ausbau zu 80 Prozent von Geld, das Brüssel nach Aachen rüberschiebt. Bedingung: alles muss bis Juni 2022 fertig sein. Das sollte zu schaffen sein.

Der Radweg ist eine ehemalige Bahntrasse, teilweise liegen noch Schienen, die allerdings von Gestrüpp überwuchert sind. 4 Meter breit soll der Weg werden, jetzt ist er an den meisten Stellen noch nicht mal 2 Meter breit. Und: Am Wochende sind zwar viele Freizeit-Sportler unterwegs, aber der Weg wird ebenfalls heftig von Menschen befahren, die beruflich pendeln.

Die Politiker*innen aller Parteien haben für den Ausbau gestimmt. Die Naturschutzorganisation BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) protestierte gleichwohl gegen die Pläne. Man mache bei dem Radweg den gleichen Fehler wie bei den Autobahnen: Eine zusätzliche Fahrspur führt dort bekanntlich nur dazu, dass nach einer Weile noch mehr Verkehr als zuvor auf der Strecke unterwegs ist und wieder Staus entstehen.

Zudem wird Waldboden versiegelt. Denn ein Rad ist zwar CO2-neutral, aber ein Radweg ist auch eine versiegelte Fläche.

Am Rande des Vennbahn-Radweges wächst und wuchert so allerhand. Im Frühling zum Beispiel Unmengen von Mai Schneeglöckchen. Foto: Archiv

Oben und unten: Nicht gepflegter Baumbewuchs am Rande des Vennbahn-Radweges.

Ausschlaggebendes Argument ist in diesem Fall wahrscheinlich die Sicherheit. Der Vennbahn-Radweg ist beliebt, immer mehr Menschen schaffen sich Räder an. Wie doof, wenn es zu schweren Unfällen kommen sollte!

Zum Weiterlesen: die Argumente der Naturschützer

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Im politischen Aachen ist noch vieles offen

Das war vorauszusehen: Die Partei VOLT hatte in Aachen eine Frau prominent auf ihrer Liste plaziert, diese Studentin wurde auch prompt in den Stadtrat gewählt – die 24-jährige Larissa Böhrkircher. Doch anstatt jetzt ihres Amtes zu walten und sich in den Ratsbetrieb reinzuwühlen hat Larissa das Handtuch geworfen und mitgeteilt, sie werde ihr Ratsmandat durchaus nicht antreten. Schade. 

Sie macht kaum 3 Wochen nach der Wahl Platz für den Studenten und ASTA-Vorsitzenden (korrigiert:) stellvertretenden Vorsitzenden des Studierendenparlaments Tjark Zimmer (22), der auch in der GHG (Grüne Hochschulgruppe) der RWTH mitmischt. Werden sich die beiden VOLT-Ratsleute jetzt umstandslos in die Fraktion der Grünen integrieren? Ich nehme es an. 

Die Grünen sind zwar eine personalstarke Fraktion (20 von 58 Sitze), aber sie brauchen einen Koalitionspartner. Die Sozialdemokraten (10 Sitze) wären bestens geeignet, zieren sich aber noch gewaltig. Schade. Aber warten wir mal 4 Wochen! Und: Auch wenn es keine offizielle grün/rote Fraktion geben sollte, so werden doch wegen vieler inhaltlicher Übereinstimmungen 90 Prozent aller Abstimmungen eine entsprechende Mehrheit finden.

Gänzlich von der Rolle sind noch die Christdemokraten um Fraktionschef Harald Baal. Hier könnte eine Weile die Rechtsanwältin Iris Lürken die Fraktion führen, bis (in zwei Jahren?) Harald Baal übernimmt, weil er ja doch enorme Führungsqualitäten hat und die konservative Seite von Aachen gut repräsentiert. Wahlkampf ist nicht sein Ding, und es bleibt ein Rätsel, wie er im Wahlkampf so schlecht auftreten konnte. 

Weil sich auf Facebook einige aufregen: Es ist in einer Stadt mit 50.000 oder mehr Studierenden im höchsten Maße angebracht, dass auch eine relevante Anzahl von Studierenden im Stadtrat sitzt. Darüber kann man sich freuen.

9 Studierende sitzen im Stadtrat 11 Rentner*innen gegenüber, wenn ich richtig gezählt habe. Der Anteil der Frauen ist erfreulich hoch: 25 Frauen, 33 Männer. Das war schon mal sehr viel unausgeglichener. 

Etliche Plakate hängen noch:

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Napoleonsberg wird fertig. Adalbertsteinweg wird Versuchsstrecke. Wald wird bewertet.

Endspurt am Napoleonsberg

Neue Mauer am Napoleonsberg in Kornelimünster

Die Großbaustelle am Napoleonsberg in Kornelimünster kennt jede/r, der/die gelegentlich in Richtung Eifel aufbricht. Die Baustelle „biegt auf die Zielgerade ein“, teilt die Stadtverwaltung mit. Die teils 10 Meter hohe Ufermauer ist schon fertig. Besonders schön: Der Gehweg wird jetzt so verbreitert, dass er zukünftig auch für Radfahrer freigegeben werden kann.

Am  Mittwoch, 7. Oktober, beginnt die zweite und letzte Vollsperrung für die abschließenden Straßenbauarbeiten. Gleichzeitig wird die Regionetz im Rahmen dieser Vollsperrung eine Straßenablaufleitung erneuern und an das Kanalnetz anschließen. Dadurch wird eine gesonderte Sperrung des Napoleonsbergs vermieden. Die Arbeiten werden – gute Witterungsbedingungen vorausgesetzt – am Freitag, 6. November, abgeschlossen sein.

Adalbertsteinweg ist jetzt Versuchsstrecke

Zunächst für 6 Wochen wird es auf dem Adalbertsteinweg eine Fahrspur für Radfahrer*innen geben. Der Pkw-Verkehr staute sich, als dort Fotos gemacht wurden, kein bisschen.

Der Adalbertsteinweg ist seit gestern stadteinwärts zwischen Josefskirche/Stolberger Straße und Rudolfstraße/Ottostraße eine Versuchsstrecke. Der Test soll bis zum 9. November dauern (und wird hoffentlich verlängert). Bis dahin wird – laut Mitteilung – die rechte Fahrspur in Richtung Kaiserplatz zunächst zwischen Gerichtszentrum und Rudolfstraße und „dann in einer zweiten Phase von der Stolberger Straße bis zur Ottostraße zu einem baulich geschützten Radfahrstreifen umgestaltet“. Die Liefer- und Ladezonen im Adalbertsteinweg werden während des Experiments in die Seitenstraßen verlagert. 

Die städtischen Verkehrsfachleute werden die Autos, Lkw, Busse und Fahrräder auf dem Adalbertsteinweg erfassen. Sie wollen zudem wissen, wohin sich der Autoverkehr verlagert, nachdem ein geschützter Radfahrstreifen eingerichtet worden ist. „Sie erheben deshalb auch die Daten auf der Jülicher Straße und auf der Oppenhoffallee“, so informiert die Pressestelle der Stadtverwaltung.

Die Politik werde auf dieser Grundlage dann entscheiden, was auf dem Adalbertsteinweg verkehrlich umsetzbar ist. Lob, Anregungen und die vielen Beschwerden (irgendwas wird sich schon finden lassen) an verkehrsmanagement@mail.aachen.de

Nicht jeder Radler traute seinen Augen und kapierte auf Anhieb, dass eigens für Zweiräder eine abgetrennte Spur zur Verfügung steht.
Die Umzugshelfer haben natürlich jetzt einen weiten Weg. Und das im Regen! Auch nicht einfach. Aber parken auf der Fahrbahn, das geht jetzt nicht mehr.

Neue Veranstaltungsreihe: Klimagerechte Stadt

Der Förderverein „aachen_fenster – raum für bauen und kultur“ und die Stadt Aachen laden zu „Biotopia Aachen“ – einer neuenVeranstaltungsreihe zur klimagerechten Stadt der Zukunft – ein. Die erste Veranstaltung findet am Freitag, 9. Oktober, 15 bis 19.30 Uhr, im Super C, Templergraben 57, zum Thema „Haus als Garten“ statt. Anmeldungen bis zum 5. Oktober an info@aachenfenster.de.

Die Veranstalter teilen mit: Die erste Veranstaltung beschäftigt sich auf der Ebene des Gebäudes mit dem Thema Grün. Folgende Gäste sind hierzu eingeladen: Prof. Karin Helms, landscape architect, AHO Oslo mit dem Vortrag „Edge landscape through scales in the contemporary city (per Video)“; Dr. Meier Solgk, Düsseldorf, referiert zum Thema „Die hängenden Gärten der Moderne, ein kritischer Überblick“; atelier le balto, Kuehn Malvezzi, Berlin, zum Thema „Vertikale Promenaden (per Video)“; Gerd Wittfeld, kadawittfeldarchitektur, Aachen trägt vor zum Thema „Von der Natur lernen – kreislauffähige Häuser“; Vanja Schneider, Moringa GmbH Aachen, zum Thema „Das grüne Haus aus Investorensicht“ und Prof. Manfred Köhler, HS Neubrandenburg mit dem Vortrag „Ökologische Wirkungen von Grünen Dächern und Fassaden aus Forschersicht.“

Wegen der beschränkten Platzanzahl bitten die Veranstalter darum, sich per Mail an info@aachenfenster.de unter dem Stichwort: „Biotopia Vo“  bis zum 5. Oktober verbindlich anzumelden. Personen, die an der geplanten Videokonferenz teilnehmen wollen, melden sich bitte unter dem Stichwort: „Biotopia Vi«“ ebenfalls per Mail bis zum 5. Oktober an. Letztere werden dann rechtzeitig über den Internetzugang informiert. 

Die nächste Veranstaltung mit dem Thema „Stadt und Natur“ ist für den 22. Januar 2021 geplant, gefolgt von „Region und Landschaft“ am 12. März 2021.

Forstamt lässt Waldwirtschaft bewerten

Das Forstamt der Stadt Aachen ist nach den Kriterien des Forest Stewardship Council® (FSC®-C116663) zertifiziert. Dieses Zertifikat steht für eine nachhaltige, umweltgerechte und sozialverträgliche Waldbewirtschaftung. Ende Oktober stellt sich das Forstamt erneut dem jährlich stattfindenden Überwachungsaudit. 

Im Rahmen dieses Audits können sich alle Bürgerinnen und Bürger zur Waldbewirtschaftung in Aachen äußern. Die Einschätzungen und Bewertungen nehmen die Experten der Din Certco Gesellschaft für Konformitätsbewertungen mbH, Alboinstraße 56, in 12103 Berlin entgegen. Sie sind per E-Mail unter:service-forst@dincertco.de zu erreichen.

Das Leitbild des FSC® ist die natürliche Waldgesellschaft. Baumarten, Pflanzen, Tiere und Pilze, also alles, was ohne menschlichen Einfluss im Wald vorkommt, bildet dieses System. Diese in Jahrtausenden entstandenen Lebensgemeinschaften sind sehr resistent gegen äußere Einflüsse wie Schnee, Sturm, Feuer oder Klimaveränderungen. 

Forstbetriebe, die ihre Wälder nach den FSC®-Standards bewirtschaften, tragen einen großen Teil dazu bei, diese natürlichen Waldgesellschaften zu erhalten oder den vorhandenen Wald dahin gehend zu entwickeln. 

Infos zur FSC®-Zertifizierung unter:  http://www.fsc-deutschland.de.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

. . . und schon werden die ersten Heizpilze aufgestellt

Am Holzgraben. Im Hintergrund: der Glaskubus mit dem Frittenwerk. Foto: Thomas Buhr

Auf die Idee, die Straße zu beheizen, muss man auch erst mal kommen . . . Im Aachener Stadtrat wurde kürzlich – gegen die Stimmen der Grünen und der Piraten – mit alter CDU/SPD-Mehrheit entschieden, dass dies in Aachen erlaubt ist. Man will der gebeutelten Gastronomie zu Umsatz verhelfen.

Was wird aus diesem Entschluss, nachdem jetzt (nach der Kommunalwahl) die Grünen ihre Macht im Rat vergrößert haben und die CDU dortselbst personell halbiert wurde?

Jeder dieser Wärmestrahler pumpt bis zu 3,5 Kilo Kohlendioxid pro Stunde in die Luft. Der Heizpilz ist ein Klimakiller. Klimaschutzziele sind mit diesen Teilen nicht zu erreichen. „Der Heizpilz ist ein Giftpilz“, könnte man mit Greenpeace sagen. Diese Erkenntnis hat in der Vergangenheit zu Verboten geführt.

Wie umweltschädlich sind Heizpilze?

Mehr Infos über Terrassenheizstrahler hier

Alternativen für Heizpilze hier

***

Im Osten der Türkei kennt man sehr schöne, alte Mangals, zum Teil noch in Gebrauch. Das sind Gefäße, in die innen glühende Holzkohle reingelegt werden. Stücke, die nur noch glühen, aber stundenlang viel Wärme abgeben.

Ein außergewöhnlich schöner Mangal (Kohlebecken). Hinein legt man nichts als große, rotglühende Brocken von Holzkohle, die viel Wärme aber keinen Qualm abgeben. So kann man einen orientalischen Gartenpavillon (genannt Köšk = Kiosk) heizen und mollig warm sitzen und plaudern.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Heute: Chaos auf allen Straßen – Der Grund ist ein Warnstreik

Impression in der Abenddämmerung: Busse fahren heute nicht mehr, das Riesenrad ist unterdessen abgebaut. Foto: Henning Brinkmann

Verkehrschaos total. Das droht am heutigen Dienstag. Denn: Heute fahren in Aachen keine Busse der ASEAG und auch sonst keine Busse. Ein Warnstreik soll den Forderungen bei den Tarifverhandlungen im kommunalen Nahverkehr in NRW Nachdruck verleihen bzw. die Arbeitgeber überhaupt erst mal an den Verhandlungstisch zwingen.

„Vom Streik betroffen ist der gesamte Linienverkehr der ASEAG in Stadt und StädteRegion Aachen“, teilt die ASEAG auf ihrer Homepage mit.

Der Warnstreik beginnt voraussichtlich am Dienstagmorgen mit Dienstbeginn der Busfahrer und endet voraussichtlich mit Betriebsschluss in der Nacht zum Mittwoch. Am Mittwoch, 30. September, ab Dienstbeginn läuft alles wieder normal. 

Es müsse davon ausgegangen werden, „dass auch die Auftragsunternehmen der ASEAG von dem Streik größtenteils betroffen sind“. Die ASEAG-Touren auf den grenzüberschreitenden Buslinien fallen aus. 

Auch das Kunden-Center der ASEAG in der Peterstraße/Ecke Schumacherstraße ist vom Streik betroffen und bleibt morgen geschlossen.

***

 Aktuelle Entwicklungen und Änderungen werden über aseag.de und die lokalen Medien bekanntgegeben. Zudem ist die Service-Hotline unter Telefon 0241 1688-1 zwischen 7 Uhr und 18 Uhr erreichbar. 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Beim Blick nach Monschau: Wir stehen da und staunen

Der Hype um die Grünen, die Woge der Begeisterung für Grüne und deren Absichten bezüglich Klima- und Verkehrspolitik, der hat nicht nur Gutes bewirkt. In Monschau muss jetzt eine sehr engagierte CDU-Bürgermeisterin den Hut nehmen.

Margareta „Magga“ Ritter hat auf ihre kluge und freundliche Art viel erreicht für Monschau. Neben allem anderen hat sie sich mit Gespür und Kenntnis für gute Kunst eingesetzt. Das KuK in Monschau ist weit über die Grenzen der StädteRegion bekannt und hat einen sehr guten Namen. Dafür und dass so viele schöne Konzerte in Monschau möglich wurden, ist auch die jetzt abgewählte Bürgermeisterin verantwortlich.

Ihr Engagement wird man nicht vergessen. Das zeigt schon die irre lange Liste derjenigen, die ihr auf Facebook danken für die geleistete Arbeit, die ihr Weggehen bedauern und ihr eine gute Zukunft wünschen. Nur etwa 200 Stimmen sollen ihr bei der Stichwahl gefehlt haben. 

Ihre grüne Nachfolgerin Silvia Mertens wird sich anstrengen müssen. Die fast komplett unter Denkmalschutz stehende Stadt Monschau lebendig zu erhalten, das ist eine große Herausforderung. Davon können sich Außenstehende kaum ein Bild machen. Nicht zu reden von wunderbaren Dörfern wie z. B. Konzen und Höfen – wahre Kleinode der Eifel, am Rande des Nationalparks. 

Da gilt es für Erhalt und Pflege zu sorgen und dazu noch gute Arbeitsplätze zu schaffen, d. h. möglichst „saubere“ Unternehmen anzusiedeln – wofür die Eifel recht gut ausgerüstet werden muss.

Möge der Umschwung und die Neuorientierung gut gelingen, das wünschen wir beiden, Margareta Ritter und Silvia Mertens, von ganzem Herzen

Aus einer Broschüre der VHS in Aachen: Monschau und die Eifel, sogar jetzt im Herbst immer eine Reise wert.
Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar