In Aachen und Kornelimünster (Germany)

Dedicated to the wonderful Mickey Blank in New York.

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Grenzwert überschritten. Heute wird umfassend kontrolliert.

Niemand kann sagen, er habe von nichts gewusst. Von was? Dass heute kontrolliert wird, ob die Bevölkerung in Aachen und in der gesamten StädteRegion die AHA-Regeln einhält. Polizei und Ordnungsamt-Mitarbeiter*innen sind von morgens bis abends unterwegs.

Es sind wirklich einfache Verhaltensregeln, deren Einhaltung uns alle vor der Erkrankung schützen. Abstand halten, Maske tragen und oft die Hände waschen . . . das sollte doch zu schaffen sein. Foto: Archiv

„Die aktuellen Entwicklungen rund um Covid 19 in der StädteRegion sind alarmierend“, zu dieser Erkenntnis sind Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier und Aachens Noch-Oberbürgermeister Marcel Philipp gekommen. Sie müssen handeln.

Von Monschau bis Baesweiler war schon am Mittwoch, 7. Oktober, der wichtige Warnwert einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern in den vergangenen 7 Tagen überschritten. Dann gab es einen sprunghaften Anstieg. Aachen und Alsdorf lagen gestern über der 50-er Marke.

In Aachen und Alsdorf gelten seitdem strikte Schutzmaßnahmen, zum Beispiel die Beschränkung der Teilnehmer-Zahl von privaten Veranstaltungen, striktere Schutzmaßnahmen bei öffentlichen Veranstaltungen aber auch eine weitergehende Maskenpflicht. 

Ohne diese Maßnahmen sei ein weiterer starken Anstieg der Corona-Infektionen nicht zu verhindern. „Diese Schutzmaßnahmen sind der Schlüssel, um die Pandemie unter Kontrolle zu halten“, so Güttemeier. Deshalb wurde für heute, Freitag (9. Oktober) der großangelegte Kontrolltag in der gesamten StädteRegion ausgerufen.   

Daran beteiligt sich neben den Ordnungsämtern aller Kommunen auch die Polizei. Die Kontrollen sollen den gesamten Freitag von den Morgenstunden an den Bushaltestellen und im ÖPNV (Einhaltung der Maskenpflicht) bis in den späten Abend in den Lokalen, Bars und Restaurants (Einhaltung der Anwesenheitslisten zur Nachverfolgbarkeit) andauern. Sämtliche Aspekte der lokalen Schutzvorkehrungen, aber auch der Verordnungen des Landes NRW sollen kontrolliert werden.

Die Lage fasst Gesundheitsminister Jens Spahn im ZDF zusammen.

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Es gelten jetzt folgende Schutzmaßnahmen:

Private Feste aus herausragendem Anlass innerhalb von öffentlichen und gemieteten Räumen:

Nur aus herausragenden Anlässen zulässig

Begrenzung der Teilnehmerzahl auf max. 25
(Ausnahmen in Einzelfällen davon sind nur durch Genehmigung des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung auf der Basis eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes zulässig) 

Erhöhte Auflagen für öffentliche Veranstaltungen, Kulturveranstaltungen, Aufführungen und Konzerte in geschlossenen Räumen und im Außenbereich:

Durch geeignete Maßnahmen (z.B. Ordnerpersonal) ist sicherzustellen, dass das Hygiene- und Infektionsschutzkonzept genau beachtet und eingehalten wird.

Abstände sind auf 2,00 m zu erhöhen.

Die einzuhaltenden Abstände (auch in Einlass- und Wartebereichen, vor Sanitäranlagen und gastronomischen Einrichtungen etc.) sind zu kontrollieren.

Es dürfen ausschließlich Haushaltsgemeinschaften nebeneinander sitzen, und dazwischen ist der erhöhte Abstand von 2,00 m einzuhalten.

Im Rahmen der besonderen Rückverfolgbarkeit ist eine namentliche Sitzplandokumentation zu erstellen.

Es ist sicherzustellen, dass die Personendaten im Rahmen der Rückverfolgbarkeit korrekt und leserlich sind, insbesondere ist zu vermeiden, dass Teilnehmer offensichtlich falsche Personendaten angeben.

Die Verpflichtung zum ständigen Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung besteht auch am Sitzplatz.

Es muss sichergestellt werden, dass Gäste bei musikalischen Beiträgen nicht mitsingen.

Der Ausschank sowie der Konsum von alkoholischen Getränken sind verboten.  

Sportveranstaltungen im Innen- und Außenbereich:

Die Zuschauerzahl ist unter Berücksichtigung der erhöhten Abstände von 2,00 m zwischen Haushaltsgemeinschaften zu beschränken. 

Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung besteht dauerhaft, auch am Sitzplatz.

Fangesänge sind unter allen Umständen zu unterbinden.

Im Rahmen der besonderen Rückverfolgbarkeit ist eine namentliche Sitzplandokumentation zu erstellen.

Es ist sicherzustellen, dass die Personendaten im Rahmen der Rückverfolgbarkeit korrekt und leserlich sind, insbesondere, dass niemand offensichtlich falsche persönliche Daten angibt.

Der Ausschank sowie der Konsum von alkoholischen Getränken sind verboten.  

Weiterführende Schulen (Sekundarstufe I und II, Berufskollegs):

Für weiterführende Schulen der o. a. Art besteht die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

Diese Verpflichtung gilt für Schüler/Innen auch am Sitzplatz, wenn die erforderlichen Mindestabstände nicht eingehalten werden können. 

Zusätzlich ergeht ein Hinweis an Unternehmen, Behörden und Institutionen. Dort wird allen Verantwortlichen, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie Betroffenen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes insbesondere in Besprechungen, bei gemeinsamen Pausenzeiten und in Fahrgemeinschaften empfohlen.

Auch in Alten-, Wohn- und Pflegeeinrichtungen (Einrichtungen mit umfassendem Leistungsangebot und anbieterverantwortete Wohngemeinschaften nach dem Wohn- und Teilhabegesetz) gelten ab sofort Einschränkungen der Besuchskontakte. 

Quelle: Stadtverwaltung

Mehr Infos unter aachen.de/corona 

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Kühe auf dem Weg ins Rathaus

Nächste Folge aus der Serie „Mit was sich die Polizei alles befassen muss!“. Diesmal in Alsdorf. Im Polizeibericht steht (fast wörtlich):

In der vergangenen Nacht (8. Oktober ) gegen 1.45 Uhr meldete ein Mann, es seien im Bereich der Luisenstraße in Alsdorf mehrere Kühe auf der Fahrbahn. Die Polizisten rückten aus und staunten nicht schlecht.

Zwei Kühe statteten dem Alsdorfer Rathaus einen Besuch ab. Vier befanden sich auf dem Weg zum Kino und wollten wahrscheinlich in die Spätvorstellung. Eine weitere kleine Herde trabte über die Luisenstraße in Richtung Hoengener Straße und verteilte sich auf die angrenzenden Nebenstraßen.

Die Luisenstraße und der Kurt-Koblitz-Ring wurden zeitweise gemeinsam von Polizei und Feuerwehr gesperrt, damit der Landwirt seine Herde einfangen, mal durchzählen und wieder auf die Weide treiben konnte. Gegen 4 Uhr morgens war der Einsatz beendet.

(fp)

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Was wird aus diesem Gebäude? Pläne sind einsehbar.

Schon seit langem wird hier geplant, aber nie ist etwas passiert. Jetzt ist wieder von Plänen die Rede. „Auf dem Grundstück der ehemaligen Knappschaft an der Monheimsallee“, so teilt die Stadtverwaltung mit, „sollen neue Gebäude entstehen“. Das alte Gebäude (s. Foto) wird dann wohl abgerissen. Das Bauwerk sieht wuchtig aus, der Abriss dürfte teuer werden.

Die künftige Nutzung sehe einen Mix aus Wohnungen und Büros vor, wird mitgeteilt. Büros? Wo doch jetzt Arbeiten im Home Office so beliebt ist?

Zur Belebung des Umfelds seien in den Erdgeschossen der insgesamt drei neuen Gebäude zusätzlich Gastronomie- und Dienstleistungsangebote vorgesehen.  

Die Planungen sind natürlich nicht geheim, sie sind öffentlich und können eingesehen und kommentiert werden: von kommenden Montag, 12. Oktober, bis Freitag, 6. November, im Foyer des Verwaltungsgebäudes am Marschiertor, Lagerhausstraße 20, montags bis donnerstags von 8 Uhr bis 18 Uhr, freitags von 8 Uhr bis 15 Uhr.

Eine telefonische oder persönliche Erörterung der Planung ist nach Terminvereinbarung möglich.  Infos gibt es auch unter www.aachen.de/bauleitplanung.

Sehr schön: Man kann sich aber auch via YouTube informieren lassen.

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Ganoven machen der Polizei viel Arbeit

Wahnsinn, mit was sich die Polizei alles befassen muss! Der tägliche Polizeibericht enthält heute wieder eine Kuriosität! Man glaubt es nicht.

Die Geschichte geht so:

Am gestrigen Nachmittag (6. Oktober) gegen 15.45 Uhr rufen Gefängnis-Mitarbeiter bei der Polizei in Aachen an und sagen: Sie hätten erfahren, dass im Verlauf des Tages ein Drogenkurier entsprechende Mittelchen über die Gefängnismauer werfen würde.

Polizisten observieren daraufhin das Umfeld der Justizvollzugsanstalt und erwischen prompt einen 32-jährigen Mann aus Eschweiler wie er gerade ein Drogenpäckchen über die Gefängnismauer wirft. Der wird ganz schön blöd geguckt haben, als die Beamten plötzlich auftauchten.

Es folgt: die vorläufige Festnahme des Tatverdächtigen. Die Drogen und das Auto des Mannes werden sichergestellt. Außerdem leiteten die Polizisten ein Strafverfahrens wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein.

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Ein mieser Trick, der oft funktioniert

Eine alte Dame ist gestern Vormittag Opfer eines Trickdiebstahls geworden. Sie hatte tags zuvor einen Anruf von einer „Polizistin“ erhalten, die gar keine Polizistin war. Die Anruferin redete der Dame ein, dass man Schmuck gefunden habe, der ihr gehöre.

Wie das immer so geht, will die falsche Polizistin unbedingt persönlich vorbeikommen, um den Schmuck zu übergeben. Ohne Uniform, in zivil, werde sie vorbeikommen, so sagt sie.

„Völliger Unsinn“ sei dieses Vorgehen, steht im Polizeibericht. Aber die Gutgläubigkeit der alten Leute ist meist Teil des gemeinen Plans. Gegen 11.30 Uhr klingelt es auch tatsächlich an der Türe. Arglos ließ die Dame die falsche Polizistin in ihre Wohnung. Unter dem Vorwand, noch schnell etwas aus dem Auto holen zu müssen, verließ die Täterin kurze Zeit später die Wohnung. Und mit ihr verschwanden: Zwei Portemonnaies der Seniorin. 

Im Polizeibericht heißt es dazu: Immer wieder gelinge es Tätern mit solchen Diebstahls- und Betrugsmaschen hohe Geldbeträge oder Schmuck zu erbeuten. „Bitte informieren Sie Ihre Verwandten und Bekannten über diese Vorgehensweisen!“ 

Ausführliche Tipps und Verhaltensempfehlungen gibt es auf : https://www.polizei-beratung.de  (am)

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Auf Baal folgt Iris Lürken an die Spitze der CDU-Fraktion

In einem Schaufenster am Büchel in Aachen gesehen!
Ob jemand von Bremsklötzen befreit wurde (wer?), das ist noch nicht raus. Unterdessen hat CDU-Oberbürgermeister-Kandidat Harald Baal erwartungsgemäß von sich aus erklärt, er wolle nicht mehr Fraktionsvorsitzender sein. Er scheint ein fairer Verlierer zu sein: traurig, aber mit Respekt war er am Wahlabend im Rathaus einer der Ersten, die Sibylle Keupen zur gewonnen Wahl gratulierten. Seine Nachfolgerin wird jetzt die Rechtsanwältin Iris Lürken. Einen Führungsstil von oben nach unten wird die neue Chefin der CDU-Fraktion sicher nicht praktizieren. Ob man aber anders als top-down bei der CDU weiterkommt, wird abzuwarten sein. Bis zum 4. November hat Sibylle Keupen noch Zeit. An diesem Tag findet um 17 Uhr im Eurogress die konstituierende Sitzung des neuen Stadtrates statt. Bis dahin muss auch klar sein, in welcher Formation Volt (2), UWG (1), Die Partei (1) und die Piraten (1) in den kommenden Jahren an der Ratsarbeit teilnehmen.
Die konstituierende Sitzung der StädteRegion findet am Donnerstag, 5. November, um 16 Uhr im Haus der StädteRegion, Zollernstraße, statt. Dort gibt es keinen Wechsel an der Spitze der Verwaltung, und die Mehrheiten haben sich auch nicht so sehr verschoben wie in der Stadt Aachen.
Beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) haben schon CDU und SPD signalisiert, man wolle die Große Koalition fortsetzen. Kein Mitglied der Piratenpartei wird dort mehr als Sachkundige/r Bürger(in) arbeiten können. Dafür aber umso mehr von der AfD.

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Streit um Projekt in der Nizzaallee. Eigentumswohnungen und Studentenbuden.

Auf 8200 Quadratmeter wird in der Nizzaallee gebaut. Exklusive Eigentumswohnungen und öffentlich geförderter Wohnungsbau sollen entstehen.

In der Nizzaallee – am Fuße des Lousberg – befindet sich ein Bauprojekt, um das es schon seit geraumer Zeit Streit gibt: zwischen Lousberg-Bewohnern einerseits und Stadtverwaltung und Politik andererseits. Ein Kölner Investor möchte dort nichts weniger als ein Palais (mit 17 Eigentumswohnungen) errichten und direkt daneben noch 157 Appartements für Studierende.

35 Millionen Euro sollen investiert werden.

Die Nizzaallee ist eine der besten Wohnadressen Aachens. Sie ist Gegenstand von Beratungen in der nächsten Sitzung des Planungsausschusses, die übrigens noch in der alten Politik-Besetzung mit Harald Baal (CDU) als Vorsitzendem stattfindet.

Von außen betrachtet geht es bei dem Streit ziemlich drunter und drüber. 

Kurz gesagt meinen die Anwohner*innen im Wesentlichen, die 2 geplanten Gebäude seien viel zu groß, quasi furchtbar überdimensioniert und hätten gar nicht genehmigt werden dürfen. Das sei vor 10 Jahren auch zugesagt worden, dass nämlich der Charakter der Nizzaallee nicht durch übergroße, neue Wohnanlagen beschädigt werden dürfe. Die Lousberg-Gesellschaft schaltete wegen der Studierenden-Wohnungen den Petitionsausschuss des Landtags ein. 

Die Nizzaallee ist in der Tat in Gänze ein bauhistorisches Juwel. Rotdornbäume stehen vor wundervollen weißen, alten Villen. Eine Augenweide. Aber sehr große, moderne Wohnanlagen gibt es dort ebenfalls.

Die Stadtverwaltung und die Politiker*innen meinen, die vom Investor geplanten Gebäude seien zwar ziemlich groß, aber doch nicht so irre groß, dass sie nicht hätten genehmigt werden dürfen. Sie würden sich gut in die übrige Bebauung eingliedern. Aachen müsse den Bedarf an Wohnraum so oder so decken, den Bedarf an Studentenwohnungen und auch den Bedarf an Luxuswohnungen. 

Auf dem 8200 Quadratmeter großen Grundstück, das mal der RWTH gehörte,  haben schon Rodungsarbeiten und umfangreiche Ausschachtungsarbeiten stattgefunden. Es schaut aus, als hätte die Stefan Frey Immobilien-Projekt-Management AG dort Fakten geschaffen.

Wie das „Palais Albert“ genannte Bauprojekt (17 Eigentumswohnungen mit 3 Penthäusern) einmal aussehen wird, ist hier zu sehen. Links daneben kommen die Appartments für die Studenten ein bisschen ins Bild.

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Zum Einsehen: Vorlage mit mehreren Anlagen für die Sitzung von Donnerstag, 8. Oktober, 17 Uhr, im Sitzungssaal des Rates. Die Sitzung ist öffentlich. Maske nicht vergessen.

Zum Weiterlesen: https://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/nachbarn-blicken-kritisch-auf-die-neubauplaene_aid-50166931?hash=&utm_source=facebook

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Tourismus: Die Branche blickt in einen Abgrund

5 Jahre im Tourismus- und Kulturausschuss – da bekommt man einen guten Einblick in die Branche und kann sich mit kreativen Ideen einbringen.

„Wie geht es eigentlich dem Tourismus? Du bist doch im Tourismus- Ausschuss.“ – Ja, bin ich, und mit dem Tourismus habe ich mich in den letzten 5 Jahren – für meine Verhältnisse – ganz schön viel befasst.

Dieser Ausschuss ist ein Gremium der StädteRegion, CDU und Grüne haben darin die Mehrheit. Aber dort überlegen alle gemeinsam (also auch die Vertreter*innen von SPD, FDP, Die Linke und ich als Piratin), wie der Tourismus im Norden und im Süden der StädteRegion am wirkungsvollsten gefördert werden kann? Zum Beispiel mit bedeutenden Kunstausstellungen in Monschau, mit Technik-Ausstellungen im Alsdorfer Energetikon und natürlich ganz besonders mit Naturerlebnissen im Nationalpark und entlang der Rur zum Beispiel. 

Am 27. Mai war das, als im Ausschuss unter Punkt 7 auf der Tagesordnung stand: „Touristische Entwicklung und Aktivitäten in der Corona Krise“. 
Ja, gute Nacht zusammen, da sah man nämlich die schöne Eifeler Tourismusbranche im freien Fall nach unten.

Seit Mitte März hatte es die Welt mit einer galoppierenden Pandemie zu tun. Lockdown. Shutdown. Stillstand. Umsatzeinbußen von 50 Prozent und mehr wurden für die Tourismusbranche 2020 vorausgesagt. Ältere Menschen – eine Bevölkerungsgruppe, die gern wandert und Radtouren unternimmt – schlossen sich quasi zu Hause ein. 

Es gab keine Reisen mehr, keine Veranstaltungen, Hotels machten alle zu, Gaststätten und Cafés ebenfalls. Gastgewerbe und Reisebranche blickten in  Abgründe. Eine Welle von Insolvenzen würde auf uns zukommen, hieß es. In der Eifel wurden reihenweise Pauschalbuchungen und Führungen storniert. Von diesem Niedergang werde sich die Branche so schnell nicht mehr erholen, vermuteten Politiker.

Ob zur Narzissenblüte oder dem Frühling am Rursee: „Stay at home“ lautete die Devise und das taten die Menschen auch, registrierten dabei mit Grausen die schrecklichen Zustände im Ausland.

Als auch noch die Schulen geschlossen wurden, gab es bald nur sehr wenige Neuerkrankungen, kaum noch Tote. Man war erleichtert. – Der Sommer brachte prompt „Lockerungen“.

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Jetzt ist der Neustart in vollem Gange. Der Wind hat sich gedreht, es geht von einem Extrem ins andere. In einer Woche sind Herbstferien.

Seit August etwa haben auch jüngere Zeitgenossen und Familien mit kleinen Kindern die Eifel als Naherholungsgebiet entdeckt. Menschen setzen sich in Wohnwagen oder machen erstmals im Leben Urlaub im Zelt. Parkplätze müssen wegen Überfüllung geschlossen werden. Gruppen wandern durch Teile des Nationalpark Eifel querfeldein, Picknickplätze findet man in Naturschutzgebieten. Alles total verboten.

Fast scheint es, als müsste der Nationalpark wegen Überfüllung geschlossen werden. https://www.nationalpark-eifel.de/de/nationalpark-erleben/aktuelle-informationen-der-nationalparkverwaltung/

Dort wurden 50 Prozent mehr Gäste registriert als im Jahr zuvor, ist in der Rheinischen Post zu lesen. Das Touristen-Aufkommen in der Eifel ist jetzt gewaltig, Naturschützer fordern schon hohe Strafen und Bußgelder für alle, die sich nicht an die Regeln halten und die Natur nicht schonen. 

Dazu ein RP-Audio-Artikel:

https://rp-online.de/nrw/panorama/urlaub-und-ausflug-in-nrw-in-corona-krise-nationalpark-und-wald-ueberlaufen_aid-53665525

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Doch zugleich wird eine altbekannte Entwicklung stets bedrohlicher für den Tourismus. Zum Wandern und Radfahren gehört die (gemeinsame) Einkehr. Immer öfter hört man aber von Touristen, dass sie in den Eifeldörfern keine Gaststätten mehr vorfinden.

Diese mussten geschlossen werden – aus Mangel an Personal. Fachkräfte und Auszubildende wollen offenbar lieber in den Städten leben und arbeiten. Oder der Eigentümer hat das Rentenalter erreicht, hat aus Altersgründen den Zapfhahn hochgedreht und fand keine Nachfolger. Oder die Gaststätte/Pension war noch offen, aber es wurde schon viele Jahre nicht mehr in ein ansprechendes Outfit investiert. Die Touristen fanden in Nähe der Rad- und Wanderwege keine qualitativ hochwertigen Einkehrmöglichkeiten.

Schon im August war diese Entwicklung Gegenstand der Diskussion im Fachausschuss. Und es wurde beschlossen, dass sich die Verwaltung der StädteRegion intensiv damit beschäftigen soll. Hier wird unter „Sachlage“ die Situation ganz gut geschildert.

Anhand dieser Analyse will man herausfinden, was angesichts der besonderen Lage eigentlich zu tun ist? Denn was nützen die schönsten Rad- und Wanderwege, wenn Touristen fernbleiben weil sie unterwegs nicht mal ein kühles Getränk zu sich nehmen können? Oder nicht in einer Pension übernachten können, die ihren Ansprüchen entspricht?

Wie bekommt man Personal in die touristisch attraktiven, abgelegenen Dörfer? Wie überzeugt/lockt man Investoren? Der Ausschuss wird sich mit diesen und ähnlichen Fragen in den kommenden Jahren befassen. Ob ich allerdings (wegen des schlechten Abschneidens der Piratenpartei bei der Kommunalwahl) noch dabei sein werde, muss jetzt abgewartet werden.

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Alkuin Realschule bis zu den Herbstferien zu

Eine Lehrperson der Alkuin Realschule wurde positiv auf das Corona-Virus getestet.“ Das teilte jetzt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit.

Aufgrund einer Veranstaltung, an der fast das komplette Lehrerkollegium teilgenommen habe, werde die Alkuin Realschule faktisch bis zu den Herbstferien (beginnen am 12. Oktober) geschlossen sein. Bei der Veranstaltung wurden angeblich AHA-Regeln nicht konsequent eingehalten. Die Lehrerinnen und Lehrer sind in häuslicher Quarantäne, dürfen aber, soweit symptomlos, von zuhause aus weiter arbeiten. 

Die Schülerinnen und Schüler der Schule seien nicht automatisch in Quarantäne, die betreffende Lehrperson habe im Unterricht Maske getragen, so wird weiter mitgeteilt. Im Schulalltag seien alle Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten sowie Mund-Nasenschutz getragen worden, so dass für Schülerinnen, Schüler und deren Eltern grundsätzlich kein Grund zur Sorge bestehe.

Auch im Couven-Gymnasium in Aachen sind einzelne Klassen bis zu den Herbstferien in Quarantäne.

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Und jetzt mal ganz weit weg von Aachen

Unterdessen unternimmt der am Coronavirus SARS-CoV-2 erkrankte amerikanische Präsident eine Spritztour in einem komplett abgeschlossenen Wagen. Er gefährdet überflüssigerweise seine Begleiter und man fragt sich, wieso ihm das gestattet wird. Krass. Er bringt andere in Lebensgefahr um sich als gesund, stark und unverwüstlich zu zeigen.

Wenn man bedenkt, wie er in dem TV-Wahlkampfgespräch seinen Konkurrenten Joe Biden angebrüllt hat, ist es kaum glaubhaft, dass dieser nicht ebenfalls infiziert ist. Es wird wohl nicht möglich sein zu erfahren, was wirklich vorgeht in diesem Wahlkampf in den USA.

Nebenbei: Trump ist quasi ein Parade-Bespiel für die toxische Männlichkeit. Wie im Lehrbuch unterliegt er dem Zwang, sich immer als stark und unverletzlich darstellen zu müssen, niemals Schwäche zeigen zu dürfen. Dieser Zwang ist für den Betroffenen selbst gefährlich, aber leider nicht nur für ihn selbst. Er ist auch für andere lebensgefährlich.

Über 200.000 von Trumps Landsleuten sind schon an dem Virus gestorben.

Zum Runterladen. Was ist toxische Männlichkeit? Ein Podcast.

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Pendler parken demnächst am Hangeweiher. Freibad wird für 1,5 Millionen modernisiert.

Soll ein P&R-Platz werden: Der große Parkplatz direkt neben dem Schwimmbadgelände. Das Freibad selbst wird für fast 1,5 Millionen Euro weiter verschönert.

Das wär doch mal was: Aus der Eifel oder aus Belgien mit dem eigenen Pkw Richtung Aachen fahren, dort den Wagen abstellen und umstandslos mit einem Bus der Aseag in die Innenstadt fahren.

Wenn Realität wird, was jüngst im Mobilitätsausschuss beschlossen wurde, dann werden Pendler bald den Parkplatz am Hangeweiher nutzen können. Der Schotterplatz könnte für 10.000 Euro hergerichtet werden. 120 Stellplätze stünden dann bereit. Und die Linie 2 der Aseag hält direkt nebenan in der Goethestraße. Für 5 Euro könnten dann 5 Personen per Bus in die Innenstadt fahren.

Damit nicht genug: Der Platz sollte beleuchtet sein, eine öffentliche Toilette haben, dort sollte es eine von diesen beleuchteten Tafeln mit den Abfahrtzeiten der Busse in Echtzeit geben. Und es sollte eine eindeutige Beschilderung mit Hinweisen auf das P&R-Angebot geben. Matthias Achilles, Pirat im Ausschuss, schlug das vor, einstimmig wurde es so beschlossen.

Fast 1,5 Millionen Euro für das Freibad

Die Stadt Aachen erhält überraschend 1.485.000 Euro für die Sanierung des Freibad Hangeweiher aus Berlin. Das Geld stammt aus einem Bundesprogramm. War der Aachener Antrag zunächst nicht berücksichtigt worden, konnte er nun doch noch befürwortet werden, weil die Mittel für das Programm 2020 um weitere 600 Millionen Euro aufgestockt wurden.

Damit möchten die Politiker*innen in Berlin „dem Investitionsstau bei der Sanierung kommunaler Infrastruktur begegnen“, heißt es in einer Mitteilung. 

Mit dem Geld kann der bereits geplante, dritte Bauabschnitt in Angriff genommen werden: Die gut 50 Jahre alten Hochbauten sollen durch neue, moderne Gebäude ersetzt werden. Es würden die Umkleidebereiche und Sanitäranlagen modernisiert.

Die Eingangssituation soll ebenfalls komplett neu gestaltet werden, auch um zukünftig an besonders besucherstarken Tagen lange Schlangen an den Kassen zu verhindern. In den vergangenen Jahren ist mit Geld aus der Kasse der Stadt Aachen bereits für 2,1 Millionen Euro die gesamte Technik des Bades erneuert worden. In einem zweiten Abschnitt wurden bereits für 2,7 Millionen Euro das Becken und die Außenanlagen erneuert.

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