In der Einmündung Vaalser Straße/Bleiberger Straße hat im Juli diesen Jahres ein rücksichtsloser Autofahrer einen schweren Unfall verursacht. Ein Radfahrer wurde schwer verletzt.
Steine halten jetzt auf der Vaalser Straße die Autofahrer*innen von gefährlichem Fehlverhalten ab. Die Steine verhindern auf 60 Metern, dass immer wieder jemand verkehrswidrig von der Vaalser Straße nach links in die Bleiberger Straße einbiegt. Dabei kommen Radler in Bedrängnis. Im Juli diesen Jahres hatte das einen Pedelec-Fahrer (59) fast das Leben gekostet.
Die Initiative „Radentscheid Aachen – Aachen sattelt auf“, der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) hatten protestiert und sich Ende Juli in einem gemeinsamen offenen Brief an Oberbürgermeister Marcel Philipp gewandt und konkrete Vorschläge für einen Umbau der Bleiberger Straße im Einmündungsbereich der Vaalser Straße unterbreitet.
Die deutlichen Worte der Fahrradverbände haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Im Netz wurden zusätzlich die regelmäßig stattfindenden Verkehrsvergehen mit Fotos dokumentiert. Und so wurden jetzt genau vor die Einfahrt 21 Zentimeter hohe Steine aneinander gelegt. Keine große Sache.
„Verkehrsunfälle, bei denen Menschen zu Schaden kommen, sind unabhängig von der Ursache und den Beteiligten schmerzhaft und überflüssig. Ein für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer sicheres Straßen- und Wegenetz ist Grundvoraussetzung für eine zukunftszugewandte Mobilität“, sagt Isabel Strehle, Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen. – Recht hat sie.
Gewölbte Kunststoffschwellen haben nicht gereicht. Ein Mäuerchen hält neuerdings rücksichtslose Autofahrer*innen davon ab, verbotswidrig von der Vaalser Straße in die Bleiberger Straße einzubiegen.
Allerhand Gestrüpp wird entfernt, weil der Vennbahn-Radweg ausgebaut wird.
Wie schön, der Vennbahn-Radweg wird verbreitert. Wie doof, es müssen Bäume gefällt und Flächen versiegelt werden. Soll man sich freuen?
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Heute, Samstag, trifft sich wieder halb Aachen auf dem Vennbahn-Radweg. Rennradfahrer zischen an Spaziergänger*innen vorbei, E-Bike-Fahrer*innen überholen die auf den „normalen“ Rädern, und dazwischen sieht man Skater und sogar Rollerfahrer. Man muss höllisch aufpassen auf diesem Radweg. Erstens hat man selber eine gewisse Geschwindigkeit drauf, und dann wird man von anderen überholt, die nicht das geringste Geräusch von sich geben. Unheimlich, wie diese Stillen aus dem Nichts aufzutauchen scheinen.
Und doch ist eine Tour von Kornelimünster nach Aachen und zurück auf dem Vennbahn-Radweg deutlich sicherer und bequemer (weniger steil) als auf der Busspur der Trierer Straße zu absolvieren. Deshalb kommt Freude auf, weil dieser Radweg nun breiter wird. Und zwar auf etwas über 9 Kilometern – von Rothe Erde bis Kornelimünster.
Bezahlt wird dieser Ausbau zu 80 Prozent von Geld, das Brüssel nach Aachen rüberschiebt. Bedingung: alles muss bis Juni 2022 fertig sein. Das sollte zu schaffen sein.
Der Radweg ist eine ehemalige Bahntrasse, teilweise liegen noch Schienen, die allerdings von Gestrüpp überwuchert sind. 4 Meter breit soll der Weg werden, jetzt ist er an den meisten Stellen noch nicht mal 2 Meter breit. Und: Am Wochende sind zwar viele Freizeit-Sportler unterwegs, aber der Weg wird ebenfalls heftig von Menschen befahren, die beruflich pendeln.
Die Politiker*innen aller Parteien haben für den Ausbau gestimmt. Die Naturschutzorganisation BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) protestierte gleichwohl gegen die Pläne. Man mache bei dem Radweg den gleichen Fehler wie bei den Autobahnen: Eine zusätzliche Fahrspur führt dort bekanntlich nur dazu, dass nach einer Weile noch mehr Verkehr als zuvor auf der Strecke unterwegs ist und wieder Staus entstehen.
Zudem wird Waldboden versiegelt. Denn ein Rad ist zwar CO2-neutral, aber ein Radweg ist auch eine versiegelte Fläche.
Am Rande des Vennbahn-Radweges wächst und wuchert so allerhand. Im Frühling zum Beispiel Unmengen von Mai Schneeglöckchen. Foto: Archiv
Oben und unten: Nicht gepflegter Baumbewuchs am Rande des Vennbahn-Radweges.
Ausschlaggebendes Argument ist in diesem Fall wahrscheinlich die Sicherheit. Der Vennbahn-Radweg ist beliebt, immer mehr Menschen schaffen sich Räder an. Wie doof, wenn es zu schweren Unfällen kommen sollte!
Das war vorauszusehen: Die Partei VOLT hatte in Aachen eine Frau prominent auf ihrer Liste plaziert, diese Studentin wurde auch prompt in den Stadtrat gewählt – die 24-jährige Larissa Böhrkircher. Doch anstatt jetzt ihres Amtes zu walten und sich in den Ratsbetrieb reinzuwühlen hat Larissa das Handtuch geworfen und mitgeteilt, sie werde ihr Ratsmandat durchaus nicht antreten. Schade.
Sie macht kaum 3 Wochen nach der Wahl Platz für den Studenten und ASTA-Vorsitzenden (korrigiert:) stellvertretenden Vorsitzenden des Studierendenparlaments Tjark Zimmer (22), der auch in der GHG (Grüne Hochschulgruppe) der RWTH mitmischt. Werden sich die beiden VOLT-Ratsleute jetzt umstandslos in die Fraktion der Grünen integrieren? Ich nehme es an.
Die Grünen sind zwar eine personalstarke Fraktion (20 von 58 Sitze), aber sie brauchen einen Koalitionspartner. Die Sozialdemokraten (10 Sitze) wären bestens geeignet, zieren sich aber noch gewaltig. Schade. Aber warten wir mal 4 Wochen! Und: Auch wenn es keine offizielle grün/rote Fraktion geben sollte, so werden doch wegen vieler inhaltlicher Übereinstimmungen 90 Prozent aller Abstimmungen eine entsprechende Mehrheit finden.
Gänzlich von der Rolle sind noch die Christdemokraten um Fraktionschef Harald Baal. Hier könnte eine Weile die Rechtsanwältin Iris Lürken die Fraktion führen, bis (in zwei Jahren?) Harald Baal übernimmt, weil er ja doch enorme Führungsqualitäten hat und die konservative Seite von Aachen gut repräsentiert. Wahlkampf ist nicht sein Ding, und es bleibt ein Rätsel, wie er im Wahlkampf so schlecht auftreten konnte.
Weil sich auf Facebook einige aufregen: Es ist in einer Stadt mit 50.000 oder mehr Studierenden im höchsten Maße angebracht, dass auch eine relevante Anzahl von Studierenden im Stadtrat sitzt. Darüber kann man sich freuen.
9 Studierende sitzen im Stadtrat 11 Rentner*innen gegenüber, wenn ich richtig gezählt habe. Der Anteil der Frauen ist erfreulich hoch: 25 Frauen, 33 Männer. Das war schon mal sehr viel unausgeglichener.
Etliche Plakate hängen noch:
Die Schlacht ist geschlagen, die Sieger sind aber noch nicht im Amt. In der kommenden Woche tagen drei Ausschüsse in alter Besetzung. Es geht um den Lärm in Aachen und den Lärmaktionsplan, um die Umgestaltung der Bismarckstraße, aus der bekanntlich mal eine Fahrradstraße werden soll und um den Bebauungsplan „Rütscher Straße / Nizzaallee“. Dort wollen Anwohner den Bau von Wohnungen verhindern.
Die Großbaustelle am Napoleonsberg in Kornelimünster kennt jede/r, der/die gelegentlich in Richtung Eifel aufbricht. Die Baustelle „biegt auf die Zielgerade ein“, teilt die Stadtverwaltung mit. Die teils 10 Meter hohe Ufermauer ist schon fertig. Besonders schön: Der Gehweg wird jetzt so verbreitert, dass er zukünftig auch für Radfahrer freigegeben werden kann.
Am Mittwoch, 7. Oktober, beginnt die zweite und letzte Vollsperrung für die abschließenden Straßenbauarbeiten. Gleichzeitig wird die Regionetz im Rahmen dieser Vollsperrung eine Straßenablaufleitung erneuern und an das Kanalnetz anschließen. Dadurch wird eine gesonderte Sperrung des Napoleonsbergs vermieden. Die Arbeiten werden – gute Witterungsbedingungen vorausgesetzt – am Freitag, 6. November, abgeschlossen sein.
Adalbertsteinweg ist jetzt Versuchsstrecke
Zunächst für 6 Wochen wird es auf dem Adalbertsteinweg eine Fahrspur für Radfahrer*innen geben. Der Pkw-Verkehr staute sich, als dort Fotos gemacht wurden, kein bisschen.
Der Adalbertsteinweg ist seit gestern stadteinwärts zwischen Josefskirche/Stolberger Straße und Rudolfstraße/Ottostraße eine Versuchsstrecke. Der Test soll bis zum 9. November dauern (und wird hoffentlich verlängert). Bis dahin wird – laut Mitteilung – die rechte Fahrspur in Richtung Kaiserplatz zunächst zwischen Gerichtszentrum und Rudolfstraße und „dann in einer zweiten Phase von der Stolberger Straße bis zur Ottostraße zu einem baulich geschützten Radfahrstreifen umgestaltet“. Die Liefer- und Ladezonen im Adalbertsteinweg werden während des Experiments in die Seitenstraßen verlagert.
Die städtischen Verkehrsfachleute werden die Autos, Lkw, Busse und Fahrräder auf dem Adalbertsteinweg erfassen. Sie wollen zudem wissen, wohin sich der Autoverkehr verlagert, nachdem ein geschützter Radfahrstreifen eingerichtet worden ist. „Sie erheben deshalb auch die Daten auf der Jülicher Straße und auf der Oppenhoffallee“, so informiert die Pressestelle der Stadtverwaltung.
Die Politik werde auf dieser Grundlage dann entscheiden, was auf dem Adalbertsteinweg verkehrlich umsetzbar ist. Lob, Anregungen und die vielen Beschwerden (irgendwas wird sich schon finden lassen) an verkehrsmanagement@mail.aachen.de
Nicht jeder Radler traute seinen Augen und kapierte auf Anhieb, dass eigens für Zweiräder eine abgetrennte Spur zur Verfügung steht.Die Umzugshelfer haben natürlich jetzt einen weiten Weg. Und das im Regen! Auch nicht einfach. Aber parken auf der Fahrbahn, das geht jetzt nicht mehr.
Neue Veranstaltungsreihe: Klimagerechte Stadt
Der Förderverein „aachen_fenster – raum für bauen und kultur“ und die Stadt Aachen laden zu „Biotopia Aachen“ – einer neuenVeranstaltungsreihe zur klimagerechten Stadt der Zukunft – ein. Die erste Veranstaltung findet am Freitag, 9. Oktober, 15 bis 19.30 Uhr, im Super C, Templergraben 57, zum Thema „Haus als Garten“ statt. Anmeldungen bis zum 5. Oktober an info@aachenfenster.de.
Die Veranstalter teilen mit: Die erste Veranstaltung beschäftigt sich auf der Ebene des Gebäudes mit dem Thema Grün. Folgende Gäste sind hierzu eingeladen: Prof. Karin Helms, landscape architect, AHO Oslo mit dem Vortrag „Edge landscape through scales in the contemporary city (per Video)“; Dr. Meier Solgk, Düsseldorf, referiert zum Thema „Die hängenden Gärten der Moderne, ein kritischer Überblick“; atelier le balto, Kuehn Malvezzi, Berlin, zum Thema „Vertikale Promenaden (per Video)“; Gerd Wittfeld, kadawittfeldarchitektur, Aachen trägt vor zum Thema „Von der Natur lernen – kreislauffähige Häuser“; Vanja Schneider, Moringa GmbH Aachen, zum Thema „Das grüne Haus aus Investorensicht“ und Prof. Manfred Köhler, HS Neubrandenburg mit dem Vortrag „Ökologische Wirkungen von Grünen Dächern und Fassaden aus Forschersicht.“
Wegen der beschränkten Platzanzahl bitten die Veranstalter darum, sich per Mail an info@aachenfenster.de unter dem Stichwort: „Biotopia Vo“ bis zum 5. Oktober verbindlich anzumelden. Personen, die an der geplanten Videokonferenz teilnehmen wollen, melden sich bitte unter dem Stichwort: „Biotopia Vi«“ ebenfalls per Mail bis zum 5. Oktober an. Letztere werden dann rechtzeitig über den Internetzugang informiert.
Die nächste Veranstaltung mit dem Thema „Stadt und Natur“ ist für den 22. Januar 2021geplant, gefolgt von „Region und Landschaft“ am 12. März 2021.
Forstamt lässt Waldwirtschaft bewerten
Das Forstamt der Stadt Aachen ist nach den Kriterien des Forest Stewardship Council® (FSC®-C116663) zertifiziert. Dieses Zertifikat steht für eine nachhaltige, umweltgerechte und sozialverträgliche Waldbewirtschaftung. Ende Oktober stellt sich das Forstamt erneut dem jährlich stattfindenden Überwachungsaudit.
Im Rahmen dieses Audits können sich alle Bürgerinnen und Bürger zur Waldbewirtschaftung in Aachen äußern. Die Einschätzungen und Bewertungen nehmen die Experten der Din Certco Gesellschaft für Konformitätsbewertungen mbH, Alboinstraße 56, in 12103 Berlin entgegen. Sie sind per E-Mail unter:service-forst@dincertco.de zu erreichen.
Das Leitbild des FSC® ist die natürliche Waldgesellschaft. Baumarten, Pflanzen, Tiere und Pilze, also alles, was ohne menschlichen Einfluss im Wald vorkommt, bildet dieses System. Diese in Jahrtausenden entstandenen Lebensgemeinschaften sind sehr resistent gegen äußere Einflüsse wie Schnee, Sturm, Feuer oder Klimaveränderungen.
Forstbetriebe, die ihre Wälder nach den FSC®-Standards bewirtschaften, tragen einen großen Teil dazu bei, diese natürlichen Waldgesellschaften zu erhalten oder den vorhandenen Wald dahin gehend zu entwickeln.
Am Holzgraben. Im Hintergrund: der Glaskubus mit dem Frittenwerk. Foto: Thomas Buhr
Auf die Idee, die Straße zu beheizen, muss man auch erst mal kommen . . . Im Aachener Stadtrat wurde kürzlich – gegen die Stimmen der Grünen und der Piraten – mit alter CDU/SPD-Mehrheit entschieden, dass dies in Aachen erlaubt ist. Man will der gebeutelten Gastronomie zu Umsatz verhelfen.
Was wird aus diesem Entschluss, nachdem jetzt (nach der Kommunalwahl) die Grünen ihre Macht im Rat vergrößert haben und die CDU dortselbst personell halbiert wurde?
Jeder dieser Wärmestrahler pumpt bis zu 3,5 Kilo Kohlendioxid pro Stunde in die Luft. Der Heizpilz ist ein Klimakiller. Klimaschutzziele sind mit diesen Teilen nicht zu erreichen. „Der Heizpilz ist ein Giftpilz“, könnte man mit Greenpeace sagen. Diese Erkenntnis hat in der Vergangenheit zu Verboten geführt.
Im Osten der Türkei kennt man sehr schöne, alte Mangals, zum Teil noch in Gebrauch. Das sind Gefäße, in die innen glühende Holzkohle reingelegt werden. Stücke, die nur noch glühen, aber stundenlang viel Wärme abgeben.
Ein außergewöhnlich schöner Mangal (Kohlebecken). Hinein legt man nichts als große, rotglühende Brocken von Holzkohle, die viel Wärme aber keinen Qualm abgeben. So kann man einen orientalischen Gartenpavillon (genannt Köšk = Kiosk) heizen und mollig warm sitzen und plaudern.
Impression in der Abenddämmerung: Busse fahren heute nicht mehr, das Riesenrad ist unterdessen abgebaut. Foto: Henning Brinkmann
Verkehrschaos total. Das droht am heutigen Dienstag. Denn: Heute fahren in Aachen keine Busse der ASEAG und auch sonst keine Busse. Ein Warnstreik soll den Forderungen bei den Tarifverhandlungen im kommunalen Nahverkehr in NRW Nachdruck verleihen bzw. die Arbeitgeber überhaupt erst mal an den Verhandlungstisch zwingen.
„Vom Streik betroffen ist der gesamte Linienverkehr der ASEAG in Stadt und StädteRegion Aachen“, teilt die ASEAG auf ihrer Homepage mit.
Der Warnstreik beginnt voraussichtlich am Dienstagmorgen mit Dienstbeginn der Busfahrer und endet voraussichtlich mit Betriebsschluss in der Nacht zum Mittwoch. Am Mittwoch, 30. September, ab Dienstbeginn läuft alles wieder normal.
Es müsse davon ausgegangen werden, „dass auch die Auftragsunternehmen der ASEAG von dem Streik größtenteils betroffen sind“. Die ASEAG-Touren auf den grenzüberschreitenden Buslinien fallen aus.
Auch das Kunden-Center der ASEAG in der Peterstraße/Ecke Schumacherstraße ist vom Streik betroffen und bleibt morgen geschlossen.
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Aktuelle Entwicklungen und Änderungen werden über aseag.de und die lokalen Medien bekanntgegeben. Zudem ist die Service-Hotline unter Telefon 0241 1688-1 zwischen 7 Uhr und 18 Uhr erreichbar.
Der Hype um die Grünen, die Woge der Begeisterung für Grüne und deren Absichten bezüglich Klima- und Verkehrspolitik, der hat nicht nur Gutes bewirkt. In Monschau muss jetzt eine sehr engagierte CDU-Bürgermeisterin den Hut nehmen.
Margareta „Magga“ Ritter hat auf ihre kluge und freundliche Art viel erreicht für Monschau. Neben allem anderen hat sie sich mit Gespür und Kenntnis für gute Kunst eingesetzt. Das KuK in Monschau ist weit über die Grenzen der StädteRegion bekannt und hat einen sehr guten Namen. Dafür und dass so viele schöne Konzerte in Monschau möglich wurden, ist auch die jetzt abgewählte Bürgermeisterin verantwortlich.
Ihr Engagement wird man nicht vergessen. Das zeigt schon die irre lange Liste derjenigen, die ihr auf Facebook danken für die geleistete Arbeit, die ihr Weggehen bedauern und ihr eine gute Zukunft wünschen. Nur etwa 200 Stimmen sollen ihr bei der Stichwahl gefehlt haben.
Ihre grüne Nachfolgerin Silvia Mertens wird sich anstrengen müssen. Die fast komplett unter Denkmalschutz stehende Stadt Monschau lebendig zu erhalten, das ist eine große Herausforderung. Davon können sich Außenstehende kaum ein Bild machen. Nicht zu reden von wunderbaren Dörfern wie z. B. Konzen und Höfen – wahre Kleinode der Eifel, am Rande des Nationalparks.
Da gilt es für Erhalt und Pflege zu sorgen und dazu noch gute Arbeitsplätze zu schaffen, d. h. möglichst „saubere“ Unternehmen anzusiedeln – wofür die Eifel recht gut ausgerüstet werden muss.
Möge der Umschwung und die Neuorientierung gut gelingen, das wünschen wir beiden, Margareta Ritter und Silvia Mertens, von ganzem Herzen.
Aus einer Broschüre der VHS in Aachen: Monschau und die Eifel, sogar jetzt im Herbst immer eine Reise wert.
Sibylle Keupen, die als Parteilose für die Grünen ins Rennen ging, ist Aachens neue Oberbürgermeisterin. Harald Baal (CDU) ist bei der Stichwahl unterlegen und gratuliert. Im Krönungssaal des Rathauses.
Man kann es kaum fassen, es ist geschafft: Die CDU ist im Rat der Stadt Aachen nicht mehr die stärkste Partei (erstmals seit Ende des 2. Weltkriegs) und stellt auch nicht mehr den Oberbürgermeister. Chefin der Verwaltung ist jetzt Sibylle Keupen, die in Windeseile eine Art Bürgerbewegung zu ihren Gunsten auf die Beine stellte, und die getragen von immer mehr Unterstützer*innen ins Rathaus gelangt ist.
Erstmals seit über 700 Jahren steht im Rathaus eine Frau an der Spitze. Das ist ein Erdbeben im politischen Aachen.
Dass dies im immer schon erzkonservativen Aachen einmal möglich sein würde, wer hätte das jemals gedacht? Hier, wo dem Papst der Karlspreis verliehen wird, wo den Autos auf den Straßen immer bei weitem der meiste Platz eingeräumt wird, wo einem progressiven Museumschef übelst mitgespielt wird, und wo die Vorliebe der Bürgerinnen und Bürger fürs Fahrradfahren immer ignoriert wird. Und noch so vieles im Argen liegt.
Fast 70 Prozent (67,4 %) aller Stimmen für Keupen, und das in der Stadt von Ministerpräsident Armin Laschet, das muss man erst mal realisieren. In Düren wurde auch – was für ein Glück – der CDU-Kandidat Thomas Floßdorf nach Hause geschickt. Er dachte, er könnte als Mann, der seine Partnerin einst würgte und schlug, Bürgermeister von Düren werden. Kapitaler Irrtum. In Monschau wird mit 51,7 Prozent der Stimmen ebenfalls eine Grüne Bürgermeisterin. Silvia Mertens löst Margareta Ritter (CDU) ab, der zum Sieg nur 203 Stimmen fehlten.
Der Aufsichtsrat der Continental AG hat wissen lassen, dass beabsichtigt ist, Ende 2021 das Reifenwerk in Aachen, Ortsteil Rothe Erde zu schließen. 1800 Personen sehen der Arbeitslosigkeit entgegen. Das sind womöglich über 1500 Familien und ist eine Größenordnung, die für ganz Aachen von Bedeutung ist.
Hinter den Kulissen streiten sich die Experten von Gewerkschaft und Betriebsführung darüber, ob Continental wirklich – um wirtschaftlich über die Runden zu kommen – das Werk in Aachen schließen und die Produktion in ein Billiglohn-Land verlegen muss. Und ob die Produktion in Aachen tatsächlich die teuerste von Europa ist.
In Aachen werden besonders teure Reifen für SUVs und andere Super-Autos produziert.
Die Demonstration mit etwa 2000 Teilnehmern führte vom Werk aus zum Aachener Kaiserplatz, in vorderster Reihe u.a. Mathias Dopatka, Oberbürgermeisterkandidat der SPD, der bei der Kommunalwahl kürzlich nur wenige 100 Stimmen weniger erhielt als der CDU-Kandidat.
Wird das Reifenwerk in Aachen geschlossen? Die Entscheidung wird am kommenden Mittwoch in Hannover verkündet.Demonstration, die es später in die Tagesschau schaffte, biegt gleich vom Eisenbahnweg aus auf die Trierer Straße. Die Polizei räumt schon mal die Strasse frei.
Continental ist einer der weltgrößten Autozulieferer und hat im Jahr 2019 einen Umsatz von 44 Milliarden Euro erwirtschaftet. Im Reifenwerk von Aachen, wo Premium-Produkte hergestellt werden, werden seit Jahren schwarze Zahlen geschrieben.
Auch der Öffentliche Dienst ist (wegen Tarifverhandlungen) mit Arbeitskampfmaßnahmen befasst.
Christdemokrat Helmut Etschenberg macht Wahlwerbung für die Kandidatin der Grünen, für Sibylle Keupen – nicht etwa für Harald Baal, der für die CDU Oberbürgermeister von Aachen werden will. Im politischen Aachen sorgt das gerade für helle Aufregung.
Ja, da fragt man sich: Ja, inwiefern soll er auch für Baal werben? Was könnten da die Gründe sein?
Etschenberg hat sich seinerzeit an die Spitze einer großen Bürgerbewegung gestellt – gegen zwei belgische Uralt-Rissereaktoren. (Und dabei auf jegliche Bevormundung der Belgier verzichtet.) Wo war da ein Harald Baal, als der gesamten Region die Gefahr ins Bewusstsein geriet, als man für das Aus der Reaktoren demonstrierte und in Brüssel vor Gericht zog und sich auf den schwierigen Weg durch die Instanzen machte? Als sogar Jodtabletten für alle im Gespräch waren?
Da hat man von Harald Baal – immerhin CDU-Fraktionschef im Rat der Stadt Aachen – nie was gesehen oder gehört. Würde sich das in Zukunft ändern, wenn eine weitere Bedrohung offensichtlich wird? Sicher nicht.
Die CDU hängt jetzt in weiten Teilen quer unter der Decke vor Wut und spekuliert sich raus und rein, was wohl der Grund für Etschenbergs Hinwendung zu den Grünen sein könnte. „Klarer Fall von Rache“, soll das sein. Nur: Wofür?
Etschenberg war viele Jahre lang einer der führenden Männer der CDU in der Aachener Region. Er hat die üblichen Nackenschläge und Niederlagen in seiner Partei hinnehmen müssen, die eine Karriere in der Politik so mit sich bringt.
Die werden jetzt bei der CDU durchgehechelt: Ist es Rache für 2012? Für die Schwierigkeiten bei der Zusammenführung von Stadt und Kreis Aachen zur StädteRegion? Für die Streitereien um Beförderungen von Personalräten, wo die Staatsanwaltschaft schon zwei Mal (!) untersucht und mitgeteilt hat, sie sehe beim besten Willen keinen Grund dazu, Anklage zu erheben. Und wo jetzt die üblichen Hetzer immer noch keine Ruhe geben. Haben die nichts Besseres zu tun? Get yourself a life, möchte man denen raten.
Und von wegen plötzliche Hinwendung zu den Grünen! Mehrfach und jahrelang hat Etschenberg als CDU-Mann mit den Grünen in der Städteregion Koalitionen gebildet, und die funktionierten immer ziemlich reibungslos, hatten Bestand, waren erfolgreich. (Und das, nachdem vor langer Zeit die Grünen zuerst mit der SPD koaliert hatten und von diesen krass über den Tisch gezogen und reingelegt wurden.)
Der Mann aus Monschau weiß, wer in Aachen die Karre aus der Scheiße ziehen kann. Harald Baal ist es nicht.
Durch das enge Zusammenwirken aller Beteiligten wurde das neue Gebäude vom Freibad Hangeweiher pünktlich zum 1. Mai fertig – trotz Verzögerungen in der Bauzeit. Zur Eröffnung gab es einen beherzten Sprung ins kühle Nass mit Dr. Sebastian Breuer, Vorsitzender des Sportausschusses und Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons (v.l.).
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Jugendumfrage
Wie möchten sich junge Aachenerinnen und Aachener bei Themen einbringen, die ihnen wichtig sind? Antworten darauf soll die Umfrage „Mitreden in Aachen“ liefern. Interessierte können noch bis zum 15. Mai unter www.aachen.de/jugendumfrage teilnehmen. Alle 11- bis 19-Jährigen haben eine Einladung zur Jugendumfrage per Post erhalten. Darüber hinaus sind auch junge Erwachsene über 19 eingeladen, sich zu beteiligen.
Mit nassen Füßen
Für Familien mit Kindern von ca. 7 – 13 Jahren gibt es Samstag, 2. Mai, von 14 bis 17 Uhr, Erkundung am & im Wildbach. Zu sehen sind: Weitgehend naturbelassene Landschaft, Zeugen der industriellen Vergangenheit mit Mühlen und Tuchindustrie, ein Bach in dem viel Leben steckt. Bitte mitbringen: Wasserfeste Schuhe, Handtuch, Wechselkleidung, Picknick. Start: Parkplatz Tuchwerk, Strüverweg 116. Anmeldung bis 30. April: h.heers@gmx.de oder 0172 7733 237, Kostenbeitrag: Kinder 5,-€ (eine Begleitperson frei), Erwachsene 9,- €
IG Metall und Amnesty International stellen zum 1. Mai Soli-Postkarten für inhaftierte Gewerkschafter*innen zur Verfügung. In diesem Jahr richtet sich der Protest gegen die Inhaftierung von Volha Brytsikava (ehem. Vorsitzende der unabhängigen Gewerkschaft in der Ölraffinerie Naftan, Belarus) und Lee Cheuk-yan (ehem. Generalsekretär des unabhängigen Gewerkschaftsbundes von Hongkong), die seit Jahren inhaftiert sind.
Die Postkarten liegen auf einem Infotisch in der Citykirche, Großkölnstraße, aus und können dort unterschrieben und in den gelben Amnesty-Briefkasten eingeworfen werden.
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Über4 Jahre, in denen es 300 Millionen Europäern nicht gelungen ist, den barbarischen Anführer von 150 Millionen Russen zu stoppen. „Nie mehr Krieg“, das bedeutet, dass man in der Lage ist, sich zu wehren, so dass kriegslüsterne, niederträchtige Diktatoren und Massenmörder erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Krieg zu beginnen.
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In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält künftig regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Im April steuert das Wertstoffmobil wieder die genannten Supermarkt-Parkplätze an. Hier Infos zu Terminen und Wertstoffen,Quelle: Presseamt
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org
Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.
Wer das Fahrrad meidet, noch immer im Auto unterwegs ist, für den/die ist vielleicht diese Seite interessant. Dort wird Geblitzten geholfen, Bußgelder und Flensburg-Punkte anzufechten. In Aachen fordern 5 feste Blitzen zum Langsam-fahren auf. Eher mäßig: Unter 50 deutschen Städten landet Aachen nur auf Platz 40, wenn man die Verteilung der Blitzgeräte auf die Straßenfläche nimmt. Feste Blitzen sind außer Ecke Lothringerstraße/Wilhelmstraße:
Krefelder Straße (B57): Ecke Monheimsallee (stadtauswärts, Ampelblitzer).